Mehr als Schall und Rauch

Mehr als Schall und Rauch

Download on the App Store

Mehr als Schall und Rauch episodes

  • Vom Küchentisch zur Unternehmensgruppe: Wie Manuela Lindlbauer am Küchentisch ihre Personalberatung aufbaute
    2002 begann Manuela Lindlbauer am Küchentisch mit der Personalberatung. Der Grund war pragmatisch: Ohne abgeschlossenes Studium und mit einem Hintergrund in der Zeitarbeit bei Manpower bekam sie im klassischen Headhunting keine Stelle. Also machte sie sich selbstständig, akquirierte Kunden und führte die ersten Bewerbungsgespräche im Café Landtmann. Heute beschäftigt sie 40 Mitarbeiter in vier Unternehmen für Personalberatung, Zeitarbeit, Digitales und IT sowie Nachhaltigkeit und ESG. Finanziert hat sie den Aufbau ohne Förderungen oder Investoren. Neue Firmen gründete sie nach eigener Aussage vor allem, weil ihr schnell langweilig werde. Für die Umsetzung brauche sie Menschen, die ihre Ideen auf den Boden bringen.

    Wie stark sich ihre Branche verändert hat, zeigt sie am Recruiting: Anschreiben würden großteils von KI verfasst und hätten deshalb kaum noch Gewicht, Bewerber kämen gut gecoacht ins Gespräch. Wer diesen Wandel ignoriere, werde mittelfristig nicht bestehen. Ihr Buch zu künstlicher Intelligenz im HR soll Personalverantwortlichen und Jobsuchenden die Angst vor der Technologie nehmen.

    Seit einigen Monaten sitzt Lindlbauer als Investorin in der TV-Sendung „2 Minuten, 2 Millionen". Über den Erfolg eines Unternehmens entscheide das Zusammenspiel aus Unternehmerpersönlichkeit, Idee, Disziplin und Vertrieb.Seit rund 15 Jahren engagiert sie sich für Frauen in Führungspositionen und hat drei Frauennetzwerke mitgegründet. Lange war sie gegen die Frauenquote, heute ist sie dafür. Bei gleicher Qualifikation werde derzeit oft die Frau genommen. Im Rückblick sagt sie: Sie würde wieder gründen, aber mutiger und internationaler.

    Wichtigste Punkte
    • Anschreiben werden laut Lindlbauer großteils von KI geschrieben, ihr Unternehmen legt darauf keinen Wert mehr. Stattdessen müsse man im Bewerbungsgespräch stärker in die Tiefe gehen.
    • Lindlbauer war lange gegen die Frauenquote und ist heute dafür, weil auch Männer nicht immer wegen ihrer Qualifikation an ihre Position kämen.
    • Bei gleicher Qualifikation werde aktuell oft die Frau genommen, was für gut ausgebildete Männer zwischen 30 und 40 ein Nachteil sein könne.
    • Ihr Unternehmen hat sie ohne Förderungen und Investoren aufgebaut. Viel verfügbares Kapital sei für Start-ups „Segen und Fluch".
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    26 min
  • Wie Journalismus Politik und Verwaltung verständlich macht und KI sinnvoll einsetzt
    Österreichs politische und administrative Strukturen sind komplex. Umso wichtiger ist Journalismus, der Zuständigkeiten verständlich erklärt, verlässliche Informationen findet und politische Aussagen kritisch einordnet.Bei den 13. Anifer Journalismus-Tagen widmen sich die Teilnehmenden deshalb der Frage, wie Österreich funktioniert. Nikolaus Koller, Geschäftsführer der Österreichischen Medienakademie, und der Journalist Georg Renner erklären, welche Rolle Gemeinden, Bundesländer, Bund und Europäische Union spielen und wie öffentlich verfügbare Daten für Recherchen genutzt werden können.

    Außerdem sprechen sie über den Einsatz künstlicher Intelligenz im journalistischen Alltag. KI kann beim Transkribieren, Sortieren und Überarbeiten von Inhalten unterstützen. Die eigentliche Recherche, Einordnung und journalistische Verantwortung kann sie jedoch nicht ersetzen.

    Kernthemen
    • Wie politische und administrative Zuständigkeiten in Österreich verteilt sind
    • Welche öffentlichen Datenquellen Journalistinnen und Journalisten nutzen können
    • Wie unabhängige Recherche auch ohne direkten Zugang zu Pressestellen gelingt
    • Wo künstliche Intelligenz den journalistischen Alltag erleichtert
    • Warum glaubwürdiger Journalismus trotz Medienkrise Zukunft hat
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    32 min
  • Wie TOB den Tabakgroßhandel neu aufstellt und die Versorgung der Trafiken sichert
    TOB ist ein zentraler Bestandteil der österreichischen Trafiklandschaft. Als größter und ältester Großhändler beliefert das Unternehmen rund 4.200 Tabakfachgeschäfte und verbundene Trafiken.

    Silvia Polan spricht mit Jürgen Klampfer über seine lange Laufbahn in der Branche, den Umzug von Wien-Ottakring nach Gumpoldskirchen und die Modernisierung der Logistik. Dabei geht es auch um Versorgungssicherheit, neue gesetzliche Vorgaben und die operative Realität eines stark regulierten Marktes.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist künstliche Intelligenz. TOB nutzt KI bereits in mehreren Bereichen. Gleichzeitig bleibt für Jürgen Klampfer klar: Wenn es um Menschen, Verantwortung und moralische Fragen geht, muss die Entscheidung beim Menschen bleiben.

    Keypoints
    • TOB ist der größte und älteste Großhändler für österreichische Trafiken.
    • Der neue Standort in Gumpoldskirchen bringt moderne Technik und neue Arbeitsbedingungen.
    • Die Novelle zum 1. April verändert Abläufe bei Nicotine Pouches und E-Zigaretten.
    • Versorgungssicherheit war während Umzug und Umstellung das wichtigste Ziel.
    • KI kann Prozesse verbessern, soll aber menschliche Entscheidungen nicht ersetzen.
    --

    Unser Gast im Web:
    • https://www.tob.at/
    • https://www.linkedin.com/in/juergen-klampfer-5a5a3913/
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    28 min
  • Warum Frauen immer dann gerufen werden, wenn Männer gescheitert sind – und was sie dagegen tun können
    In Folge 53 von Mehr als Schall und Rauch spricht Silvia Polan mit Kristin Hanusch-Linser von Sheconomy über Frauen in Führungspositionen, Sichtbarkeit, Netzwerke und strukturelle Hürden in Wirtschaft und Medien.

    Ausgehend von den Minerva Awards geht es um die Frage, warum Frauen oft dann Verantwortung übernehmen, wenn vorher etwas schiefgelaufen ist, und weshalb Gleichstellung aus ihrer Sicht nicht ohne klare Maßnahmen wie Quoten funktioniert. Kristin Hanusch-Linser spricht außerdem über die Entwicklung von Sheconomy, den wirtschaftlichen Mehrwert von Diversity und darüber, warum Frauen nicht nur sichtbar sein, sondern auch ihren Impact klar zeigen müssen.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist ihre persönliche Karriere: Wie man mit Widerständen umgeht, warum Positionierung kein Nice-to-have ist und weshalb Respekt wichtiger sein kann als Beliebtheit. Zum Schluss geht es auch um die Rolle von Männern in diesem Wandel und um die Frage, ob wir in den nächsten Jahren echte Fortschritte sehen werden.

    Keypoints
    • Frauen werden oft dann in Spitzenpositionen geholt, wenn vorher Männer gescheitert sind.
    • Gleichstellung passiert nicht von selbst, sondern braucht aus ihrer Sicht klare strukturelle Maßnahmen.
    • Quoten sieht Kristin Hanusch-Linser als notwendiges Instrument für echte Veränderung.
    • Sheconomy will heute stärker den konkreten wirtschaftlichen Impact von Frauen sichtbar machen.
    • Diversity ist kein Soft-Topic, sondern ein wirtschaftlicher Faktor.
    • Karriere verläuft nicht glatt, sondern ist mit Hürden und Widerständen verbunden.
    • Frauen müssen sich positionieren und sichtbar machen, besonders in Führung und Kommunikation.
    • Mentoring, Netzwerke und gegenseitige Unterstützung bleiben zentral.
    • Respekt ist wichtiger als von allen gemocht zu werden.
    • Auch Männer müssen tradierte Rollenbilder hinterfragen, damit Gleichstellung schneller vorankommt.
    --

    Unser Gast im Web:
    • https://www.linkedin.com/in/kristin-hanusch-linser-226008180/
    • https://sheconomy.media/
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    30 min
  • Wie die Wiener Festwochen in Krisenzeiten Räume schaffen und warum Kunst ohne starke Partnerschaften nicht zukunftsfähig ist
    In dieser Folge spricht Silvia Polan mit Artemis Vakianis von den Wiener Festwochen über das Jubiläumsjahr: 75 Jahre Festivalgeschichte und die Frage, was Kunst heute leisten kann. Im Fokus stehen große Erzählungen wie Mythen, Religion und Spiritualität – und wie Festivals diese Themen zeitgemäß, vielfältig und auch kritisch auf die Bühne bringen.

    Artemis Vakianis gibt Einblicke in die Praxis: ein kleines Kernteam, das im Festivalzeitraum stark wächst, viele (Co-)Produktionen und Premieren, hoher Abstimmungsaufwand – und gleichzeitig der Anspruch, Publikum nicht nur „abzuholen“, sondern neugierig zu machen. Dazu kommen persönliche Programmpunkte, etwa der Blick auf Sichtbarkeit von Komponistinnen und strukturelle Fragen in der klassischen Musik.

    Ein großer Block dreht sich um Kultur in Krisenzeiten: Kunst als Raum für gemeinsames Erleben, für Verarbeitung und für Perspektiven. Das wird auch historisch eingeordnet – die Festwochen als Setzung nach dem Zweiten Weltkrieg, Wien wieder international zu öffnen und als Kulturort sichtbar zu machen.

    Zum Schluss geht es um Partnerschaften und Zukunft: Sponsoring als Ermöglichung, wenn Rollen klar sind und künstlerische Entscheidungen unabhängig bleiben. Und um Digitalisierung und KI – als Werkzeug im Betrieb, aber auch als Thema, das neue Formen ermöglicht und gleichzeitig die Frage nach fairen Rahmenbedingungen für Kunst verschärft.

    Keypoints
    • 75 Jahre Wiener Festwochen: Jubiläum als Blick zurück und als inhaltlicher Neustart mit großen Themen.
    • Kunst in Krisenzeiten: Räume schaffen, in denen Menschen gemeinsam erleben und einordnen können.
    • Sponsoring als Partnerschaft: möglich machen, ohne künstlerische Freiheit zu verhandeln.
    • Digitalisierung und KI: Effizienz und neue Formen, aber auch Druck auf Arbeits- und Verwertungsmodelle.
    --
    Websites:
    • https://www.festwochen.at/home
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    32 min
  • Warum trotz sinkendem Zigarettenvolumen die Tabaksteuereinnahmen 2025 gestiegen sind und was 2026 gesetzlich neu kommt
    In Folge 51 sprechen Silvia Polan und Michael Cap über die aktuellen Zahlen des österreichischen Tabakmarkts und darüber, was 2026 regulatorisch und steuerlich neu kommt.

    Das Zigarettenvolumen sinkt (11,2 → 10,7 Milliarden Stück). Trotzdem steigen die Tabaksteuereinnahmen auf rund 2,2 Milliarden Euro. Im Gespräch werden dafür vor allem zusätzliche Steuererhöhungen und Anpassungen bei der Steuerstruktur genannt.

    Außerdem geht es um den wachsenden Anteil nicht im Inland versteuerter Zigaretten (rund 13%) und die Auswirkungen auf das Steueraufkommen. Trafiken verzeichnen moderate Zuwächse bei Umsätzen und Margen. Neue Produktgruppen wie Nikotinbeutel werden als wichtiger Hebel für den Handel diskutiert.

    Der Ausblick: 2026 sollen Nikotin-Pouches ins Tabakmonopol aufgenommen werden, E-Liquids werden über ein Lizenzsystem geregelt. Steuerlich werden tabakverwandte Produkte neu erfasst. Zusätzlich wird eine Modernisierung der Verbrauchsteuern und eine Vereinfachung bei der Zulassung neuartiger Produkte thematisiert.Keypoints (Bulletpoints)
    • Zigarettenvolumen sinkt: 11,2 → 10,7 Milliarden Stück.
    • Tabaksteuer steigt trotzdem: ca. 2,2 Mrd. Euro (mit MwSt. ca. 2,9 Mrd.).
    • Nicht im Inland versteuerte Zigaretten: rund 13% (genannter Steuerausfall: ca. 378 Mio.).
    • 2026: Nikotin-Pouches ins Tabakmonopol, Handelsspanne 32%.
    • 2026: neue steuerliche Erfassung tabakverwandter Produkte; Modernisierung der Verbrauchsteuern.
    --
    Websites:
    • Download Newsletter
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    12 min
  • Pünktlichkeit, Pavillons und Partnerschaft – Eindrücke aus Alltag, Expo und Wirtschaft in Japan
    Zur 50. Folge von Mehr als Schall und Rauch melden sich Ralf-Wolfgang Lothert und Silvia Polan aus Japan. Gemeinsam mit Leitbetriebe Austria besuchen sie Tokio und die Expo in Osaka – und schauen genauer hin, was Österreich von Japans Alltag und Wirtschaftskultur lernen kann.

    Schon bei der Ankunft wird klar, wie tief Disziplin, Höflichkeit und Selbstverantwortung verankert sind: geordnete Abläufe, respektvoller Umgang, kaum Müll im öffentlichen Raum, obwohl fast keine Mistkübel zu sehen sind. Das wirft die Frage auf, ob gelebte Verantwortung manchmal stärker wirkt als Verbote und Strafen.

    Ein zentrales Highlight ist der Besuch im Tobacco and Salt Museum, dem „Schwestermuseum“ der JTI Collection. Die Ausstellung erzählt die Geschichte von Tabak und Salz vom Monopol bis zur Kunst und zeigt, welchen Stellenwert historische Sammlungen und präzise Inszenierung in Japan haben – mit spannenden Parallelen zu Österreich.

    In der österreichischen Botschaft sowie auf der Expo in Osaka geht es um Wirtschafts- und Innovationskraft: Japan als langjähriger Partner, die Expo als Bühne für neue Ideen und internationale Zusammenarbeit, der österreichische Pavillon als sichtbares Zeichen eines modernen Österreichs. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig Delegationsreisen für Vernetzung, neue Perspektiven und ein gemeinsames Selbstverständnis der österreichischen Leitbetriebe sind.
    Keypoints 
    • Japanischer Alltag als Lehrstück für Disziplin, Höflichkeit und gelebte Selbstverantwortung – vom Flughafen bis zum Thema Littering. 
    • Besuch im Tobacco and Salt Museum in Tokio als Einblick in die Monopolgeschichte von Tabak und Salz und die Bedeutung von Kulturbewahrung. 
    • Empfang in der österreichischen Botschaft und Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Diplomatie, Wirtschaft und Medien zur Rolle Japans als Partner für Österreich.
    • Expo in Osaka als Bühne für Innovation, internationale Zusammenarbeit und einen starken Auftritt des österreichischen Pavillons. 
    • Delegationsreisen von Leitbetriebe Austria als Katalysator für Vernetzung, Horizonterweiterung und ein gemeinsames Selbstverständnis der österreichischen Wirtschaft – eingebettet in die 50. Jubiläumsfolge des Podcasts. 
    ---

    Auch in Zukunft wird der Podcast aktuelle Themen rund um Tabakmarkt, Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaft aufgreifen – allerdings übernimmt Silvia Polan ab der nächsten Folge die Rolle als Showhost.

    --
    Websites:
    LinkedIn
    • https://www.linkedin.com/in/ross-hennessy-35237535/
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    29 min
  • Ross Hennessy: Vom Markt zum Menschen
    Die Episode startet mit einem Blick auf eine Karriere, die als Sales-Job in Irland begann und sich über mehr als zwei Jahrzehnte und mehrere Kontinente erstreckt – von Taiwan bis UK, bevor Ross Hennesy in Österreich erstmals die Gesamtverantwortung als General Manager übernahm. Die Folge ist auf Englisch – und sehr persönlich.

    Hennesy beschreibt offen, wie das österreichische Umfeld zwischen EU-Vorgaben, Monopolstrukturen und „Red Tape“ den Markteintritt neuer Kategorien verlangsamt – und damit Planung und Investitionen erschwert. Zugleich zeigt er, wie das Team mit Resilienz und Nähe zu Handelspartnern darauf reagiert.

    Stolz ist Ross Hennesy auf die Performance der letzten Jahre: Marktanteile stabilisieren und wieder wachsen, neue Kategorien etablieren und eine Kultur stärken, die nicht auf Folien steht, sondern gelebt wird – „Familie“ im besten Sinn, mit Vertrauen statt Mikromanagement.

    Vor seinem Wechsel nach Genf skizziert Hennesy seine neue Aufgabe als VP Global Talent Management & Diversity, Equity & Inclusion: Talente sichtbar machen, Karrierepfade klären, Schlüsselrollen global besetzen – kurz, die „besten Teams der Welt“ aufbauen. Dazu gehört für ihn auch echte Fürsorge im Alltag: mentale Gesundheit, bewusste Meeting-Disziplin und ein „No-Meetings-Friday“ für Fokus und Reflexion.

    Zum Schluss wird’s hemdsärmelig: Wien, Essen, ein bisschen Skifahren – und die Einsicht, dass Lebensqualität und Teamgeist mehr wiegen als jede PowerPoint. Ein Abschied mit Dankbarkeit – und ein klares Bekenntnis zu Menschen als größtem Erfolgsfaktor.

    Keypoints
    • Internationale Laufbahn und erste GM-Rolle in Österreich – Lernen zwischen Kulturen, Märkten und Monopolstrukturen. 
    • Österreichs Regulatorik und „Red Tape“ bremsen Innovation – Reaktion mit Nähe zum Handel und resilienten Teams. 
    • Nächster Schritt: VP Global Talent Management & DEI in Genf – Fokus auf Karrierepfade, Schlüsselrollen und Inklusion. 
    • Leadership-Alltag: Vertrauen statt Mikromanagement, Meeting-Diät, Mental-Health-Achtsamkeit. 
    --
    Websites:
    LinkedIn
    • https://www.linkedin.com/in/ross-hennessy-35237535/
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    22 min
  • Journalismus im Jahr 2025: Story Pur statt Klickrausch
    In dieser Folge bleibt „Mehr als Schall und Rauch“ beim Schwerpunkt Journalismus: Zu Gast ist Teresa Spari, Digitalchefin der Kronen Zeitung und Projektleiterin von „Story Pur“. Ihr Ansatz: Journalistinnen und Journalisten sollen wieder vorrangig Geschichten erzählen – unabhängig vom Ausspielkanal. Reichweite ist dabei kein Zufall, sondern das Resultat aus konsequenter Planung, regionaler Stärke und einem Team, das Print-DNA digital sichtbar macht. Parallel baut die Krone ihr Bezahlangebot aus. 

    Spari skizziert, wie der Newsroom umgebaut wurde: Der klassische „Chef vom Dienst“ wich einem gemeinsamen Newsdesk, an dem Print- und Digitalchefs die Themen setzen. Herzstück bleibt die tägliche 15-Uhr-Konferenz zur Seite eins – dennoch ist die übrige Planung klar digital getrieben. Im Idealfall wird der Tag durchgeplant, im besten Fall wirft eine große Geschichte alles um. 

    Beim Recruiting und in der Ausbildung setzt sie auf Generalisten mit Fokus: Vieles können, sich für alles interessieren – und zugleich einen Bereich wirklich verstehen. Weil Ressorts kleiner werden, gleichen interne Schulungen wie die Hans-Dichand-Akademie Praxislücken aus. Spari unterrichtet zusätzlich an der Oberösterreichischen Journalismus-Akademie und vertritt dort eine klare Linie: „Eine Geschichte ist eine Geschichte“ – der Unterschied liegt in Tempo, Aufbereitung und Messbarkeit. 

    Schnelligkeit ja – aber nicht um jeden Preis: Google belohnt Tempo, doch Vertrauen leidet, wenn Meldungen revidiert werden müssen. Die Krone entscheidet daher bewusst, lieber zweite oder dritte zu sein, als ungesicherte Informationen zu pushen. Der Umgang mit Falschmeldungen und KI-getriebenen Bildfälschungen zeigt, wie anspruchsvoll Verifikation im Alltag geworden ist. 

    Mit Blick nach vorn erwartet Spari keinen Abschied von Print, sondern einen inhaltlichen Shift: weniger „Was ist passiert“, mehr Einordnung, Service und Nutzen. Ihre Hoffnung liegt im E-Paper – identisch mit der Zeitung, aber aktueller, barriereärmer und kosteneffizienter; Updates nach Redaktionsschluss inklusive. 

    Persönlich prägend waren für sie frühe, kontroverse Interviews – und heute vor allem Gespräche mit „echten Menschen“ außerhalb der Politikblase. Aus ihren Hobbys Jagen und Tauchen nimmt sie etwas mit, das im Redaktionsalltag Gold wert ist: Ruhe bewahren, überlegt handeln, mit sich alleine sein können. 


    Keypoints:
    • Story Pur als Leitprinzip: Geschichten zuerst denken, kanalagnostisch ausspielen, Reichweite durch Planung statt Zufall.
    • Neuer Newsroom-Setup: Chef vom Dienst abgeschafft, gemeinsamer Print-/Digital-Newsdesk; die 15-Uhr-Seite-1-Konferenz bleibt das inhaltliche Herz.
    • Tempo vs. Sorgfalt: Google belohnt Schnelligkeit, dennoch lieber „zweite Meldung“ als unsichere Erstmeldung; Verifikation (v. a. bei Bildern/AI-Fakes) wird anspruchsvoller, Ausbildung rückt in den Fokus.
    • Regionalität + Abo-Wachstum: starke regionale Berichterstattung als Differenzierer; das digitale Bezahlangebot zählt bereits über 70.000 Abonnent:innen.
    • Ausblick: Print verschiebt sich zu Einordnung und Nutzwert, E-Paper gewinnt durch Barrierefreiheit, Kostenersparnis und späte Updates nach Redaktionsschluss.
    --
    Websites:
    • https://www.krone.at/
    LinkedIn
    • https://www.linkedin.com/in/teresa-spari-594408158/
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    26 min
  • Anifer Journalismustage 2025: Unabhängig ist, wer sich nicht kaufen lässt
    Die zwölfte Ausgabe der Anifer Journalismus-Tage steht ganz im Zeichen des unternehmerischen Journalismus. Gastgeber Ralf-Wolfgang Lothert spricht mit Nikolaus Koller, Geschäftsführer der Österreichischen Medienakademie, und dem Investigativjournalisten Florian Skrabal, Mitgründer des journalistischen Start-ups DOSSIER.

    Skrabal gibt tiefe Einblicke in die Geschichte von DOSSIER – von einem 3.000-Euro-Budget bis zu einem heute nachhaltig finanzierten Medium mit über 6.000 zahlenden Mitgliedern. Dabei wird deutlich: Echte Unabhängigkeit braucht wirtschaftliche Weitsicht, Diversifizierung der Erlösquellen und ein radikales Umdenken in der Medienbranche.

    Die Diskussion beleuchtet auch, wie klassische Medienhäuser im Umbruch stehen, warum traditionelle Finanzierungsmodelle ausgedient haben und wie wichtig Vertrauen als Währung des Journalismus geworden ist – insbesondere bei jungen Zielgruppen. Mit anschaulichen Beispielen, ehrlicher Selbstkritik und konkreten Projekten wie DOSSIER im Klassenzimmer wird der Bogen gespannt von idealistischem Anspruch bis unternehmerischer Realität.

    Zum Abschluss ein ehrliches Fazit: Der Weg zur „Journalismus GmbH“ ist kein Spaziergang – aber wer sich nicht vor dem Scheitern fürchtet, hat schon gewonnen.

    Keypoints:
    • Warum Medien unternehmerischer denken müssen, um unabhängig zu bleiben
    • DOSSIER als Erfolgsmodell für gemeinwohlorientierten Journalismus
    • Herausforderungen durch Werbeabhängigkeit und politische Einflussnahme
    • Vertrauensverlust in Medien und Strategien für neue Zielgruppen
    • Journalismus im Klassenzimmer: Wie junge Menschen für Medien sensibilisiert werden
    --
    Websites:
    • https://www.dossier.at/
    • https://oema.at/
    LinkedIn
    • https://www.linkedin.com/in/florian-skrabal-113a821a9/
    • https://www.linkedin.com/in/nikolaus-koller-413b7b113/
    --
    Weiterführende Informationen zu JTI Austria
    https://www.jti.com/europe/austria

    Für Fragen und weiterführende Informationen schreiben Sie bitte an [email protected]
    30 min

About Mehr als Schall und Rauch

From the publisher's feed

Was Sie schon immer über den Tabakmarkt wissen wollten, aber sich nie zu fragen trauten: Wie funktioniert Tabaksteuer? Wieviel Einnahmen erzielt der Staat durch Tabaksteuer? Was ist ein…