Meine schwerste Entscheidung

Meine schwerste Entscheidung

By Julia Emmrich, Jan DörnerNewsGovernmentPolitics
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Meine schwerste Entscheidung episodes

  • Alois Rainer über die dunkle Seite des Landlebens, robuste Frauen und Wurst in der Dose

    Alois Rainer ist auf den ersten Blick genauso, wie man sich einen CSU-Politiker vorstellt: heimatverbunden, konservativ, streng erzogen. Und dann auch noch gelernter Metzger. Ein harter Typ also, der seine Gefühle im hintersten Schuppen vergräbt? Ganz und gar nicht: Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jan Dörner zeigt sich Rainer von einer sehr persönlichen Seite, erzählt vom Sterben seines Vaters, von seiner tiefen Bewunderung für seine Mutter und vom Aufwachsen mit sechs älteren Schwestern. Im Kern aber geht es ihm um eine immense Sorge: Die Selbstmordrate unter Landwirtinnen und Landwirten liegt in Deutschland weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Warum das so ist – und warum Bauern mit Druck oft anders umgehen als Bäuerinnen – darüber sprechen Jan und Julia mit dem Minister.

    Auch seine „schwerste Entscheidung“ steht in diesem Zusammenhang: Als der Bundestag 2015 ein strenges Verbot von gewerblichen Sterbehilfevereinen beschloss, gehörte Rainer auch wegen seiner eigenen Erfahrungen auf dem Land zu den Befürwortern der Regelung. Das Bundesverfassungsgericht erklärte das Verbot später für verfassungswidrig, eine neue Regelung ist noch nicht gefunden. Im Podcast sagt Rainer, warum er nach wie vor findet, dass es ein Verbot der kommerziellen Suizidhilfe nötig wäre. Je selbstverständlicher Sterbehilfe werde, glaubt er, desto eher könnten sich alte oder kranke Menschen als Ballast fühlen.


    Wichtiger Hinweis und Hilfsangebote

    In dieser Folge sprechen wir über Suizid und Sterbehilfe. Die Inhalte können für Menschen, die sich selbst in einer psychischen Krise befinden oder Suizidgedanken kennen, belastend sein. Wenn du selbst oder ein Mensch in deinem Umfeld Unterstützung braucht, stehen kostenlose Hilfsangebote zur Verfügung:

    • TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 – rund um die Uhr erreichbar; auch online unter telefonseelsorge.de
    • Nummer gegen Kummer: 116 111 – für Kinder und Jugendliche
    • Info-Telefon Depression: 0800 33 44 533
    • Akute Notfälle: Wenn unmittelbare Gefahr für das Leben besteht, wähle bitte den Notruf 112.

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    56 min
  • Julia Klöckner über Organspende, Krawall im Bundestag und echte Stimmungskiller

    Julia Klöckner polarisiert. Die einen bewundern die Bundestagspräsidentin für ihre forsche Art und ihre klaren Positionen – die anderen werfen der CDU-Politikerin ihr christlich-konservatives Weltbild vor. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jan Dörner erzählt Klöckner, wie sie wurde, was sie heute ist.


    Von dem kleinen Mädchen, das der Vater erst ganz anders einschätzt („Wir dachten zunächst, das wird so ein ganz Ruhiges“), über die Jugendliche, die Traktor fährt und sich mit dem großen Bruder prügelt („Daher kommt das Geländegängige“), bis zum zweithöchsten Amt im Staat. Auf die Frage, ob sie manchmal Angst hat, als Parlamentspräsidentin die Kontrolle über den Saal zu verlieren, wenn es von rechts und links Krawall gibt, ist ihre Antwort jedenfalls ganz klar: Nein. Und sie selbst? Hat sie Angst, dass ihr mal der Kragen platzt? Davon, sagt sie, ist sie weit entfernt. „Sie haben mich noch nicht erlebt, wenn ich ausraste.“  


    Als schwerste Entscheidung bezeichnet Klöckner ihren Entschluss, in der Debatte über die Reform der Organspende in Deutschland persönlich gegen schärfere Regeln zu votieren. Die Einführung einer Widerspruchslösung, nach der man einer Organspende aktiv widersprechen müsste, lehnt sie ab. „Es ist schon ein Unterschied, ob ich proaktiv aus freien Stücken zu etwas zustimme oder ob der Staat für mich erstmal eine Entscheidung trifft, generisch: ‚Du bist erstmal Organspender‘.“


    Und dann ist da noch die Sache mit dem Glas Wein am Abend. Okay oder nicht okay? Die Winzertochter hat da eine klare Meinung. 


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    1 hr 4 min
  • Johannes Winkel über das wichtigste "Nein" seines Lebens und eine Warnung seines Vaters

    Johannes Winkel ist exakt halb so alt wie Friedrich Merz und kommt aus derselben Ecke wie der Kanzler: Beide sind im Sauerland geboren – und kennen sich lange. Der Chef der Jungen Union schätzt an Merz die „positive Sturköpfigkeit“ der Westfalen – ist aber auch schon heftig mit ihm aneinandergeraten: Winkel gehörte im Herbst 2025 zu den jungen CDU-Politikern, die sich gegen das Rentenpaket der schwarz-roten Koalition stellten – und am Ende mit Nein gegen den eigenen Kanzler stimmten.

    Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jan Dörner zeichnet Winkel den Krimi jener Tage nach – und beschreibt die letzten Stunden vor der finalen Entscheidung. Wie groß war der Druck auf die jungen Abgeordneten? Und warum riskierte Winkel in seinem allerersten Jahr im Bundestag gleich eine handfeste Regierungskrise?

    Winkel erzählt aber auch, wie es überhaupt dazu kam, dass er in die CDU eintrat – und nicht der Warnung seines Vaters folgte. Leicht fiel es ihm jedenfalls nicht. Ganz anders dagegen war es bei seinem Schritt, in eine katholische Studentenverbindung einzutreten – die ihm bis heute nützt. 

    Am Ende stellt Winkel seiner Partei eine bittere Diagnose: „Die großen Volksparteien, SPD und CDU, leben noch total in der Bonner Republik. Da sind Leute drin, die sind schon ewig dabei. Die sitzen in riesigen Parteizentralen, die gar nicht mehr die Zustimmung in der Bevölkerung repräsentieren - und gedanklich oft sehr eingemottet.“ Ab und zu, sagt Winkel, brauche eine Partei einen Generationenwechsel. „Eine Partei, die einfach immer so weiter macht, mit dem Argument ‚das haben wir schon immer so gemacht‘, die wird irgendwann sehr sicher untergehen.“ 


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    57 min
  • Frauke Brosius-Gersdorf über einen geplatzten Traum und Kaffee in Kalifornien

    Frauke Brosius-Gersdorf hatte sich nach einem Unfall auf einen Sommer voller Erholung eingestellt, bis ihr Telefon klingelt. Die SPD bietet der Rechtswissenschaftlerin an, sie als Richterin am Bundesverfassungsgericht zu nominieren. „Das war für mich keine große Überlegung“, erinnert sich die 55-Jährige im Gespräch mit Jan Dörner. Die Juristin sagte schnell zu und freute sich auf das höchste Gericht des Landes: „Für mich persönlich wäre das ein herausragender Job gewesen.“

    Doch schnell wird aus der Karrierechance ein Albtraum: Frauke Brosius-Gersdorf gerät vor allem wegen ihrer Position zu Schwangerschaftsabbrüchen ins Visier konservativer und rechter Kräfte, die gegen die Berufung der „linksextremen“ Juristin massiv mobil machen. Die Richterwahl wird politisiert wie nie zuvor. „Da wurde viel mit Verfälschung Verzerrung, Desinformation, Diffamierung gearbeitet“, erzählt Frauke Brosius-Gersdorf.

    Schlagartig wird die Potsdamer Rechtsgelehrte bundesweit bekannt – und manchen zum Hassobjekt. Die Richterwahl stürzt die Regierung wegen des Widerstands in der Unionsfraktion gegen die SPD-Kandidatin in eine gefährliche Krise. Ein Bruch des Bündnisses nach nur wenigen Wochen im Amt scheint möglich. Als sich die Krise dramatisch zuspitzt, zieht die Koalition nur wenige Stunden vor der geplanten Abstimmung im Bundestag die Reißleine.

    Frauke Brosius-Gersdorf sitzt am Abend auf ihrer Bettkante und tröstet sich und ihren Mann mit dem Spruch: „Es ist nur eine Phase, Hase.“ Die Juristin braucht allerdings lange, um sich davon zu erholen. Heute sagt Frauke Brosius-Gersdorf: „Was da passiert ist letztes Jahr, das können wir nicht mehr ändern. Aber wir können und müssen verhindern, dass sich das wiederholt.“

    54 min
  • Elif Eralp über eine Kindheit in der Betonsiedlung, Antisemitismus und türkische Komplimente

    Elif Eralp träumt in diesem Spätsommer von einer dreifachen Premiere: Die erste Regierende Bürgermeisterin von Berlin, die erste mit türkischen Wurzeln und die erste von der Linkspartei. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jan Dörner erzählt die Linken-Politikerin, wie es dazu kam – und warum ihr die Entscheidung für die Spitzenkandidatur alles andere als leichtfiel.

    Die 45-Jährige blickt zurück auf die dramatische Flucht ihrer Eltern nach dem Militärputsch in der Türkei, von ihrem Leben als „lautes Türkenkind“ in Deutschland und den entscheidenden Wochen im Herbst 2025: Wer soll die Linke in die Berlin-Wahl führen? Wer passt zu einer Stadt, in der 40 Prozent der Menschen aus Einwanderfamilien stammen? 


    Eralp ringt damals lange mit sich. Sie fragt sich: „Schaffe ich das?“ „Habe ich das Handwerkszeug?“ Sie berät sich lange mit ihrem Mann, ihren Eltern, den beiden Söhnen. Sie weiß: Man wird überall erkannt, man kann nicht mehr mit den Kindern einfach losziehen oder ins Café in der Nachbarschaft gehen. Dazu kommt die immense Verantwortung als Regierende Bürgermeisterin. „Ich habe lange Pro- und Contra-Listen geführt.“ Dann sagt sie ja. Auch deshalb, weil ihre Familie und ihre Freunde unisono hinter ihr stehen: „Diesmal haben tatsächlich eigentlich alle gesagt: Du musst das machen, Elif. Du machst das. Das ist deine Berufung.“


    Und dann ist da noch die Sache mit ihrem Haarschnitt. Elif Eralp trägt wie viele linke Spitzenpolitikerinnen einen Pony. „Was ist das Geheimnis dieses Ponys?“ wollen die beiden Hosts wissen. Ein linkes Erkennungszeichen? Ein Reichinnek-Schnitt? Die Antwort ist entwaffnend simpel. 


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    52 min
  • Hendrik Wüst über den Tod seiner Eltern, Friedrich Merz und sein altes Ich

    Hendrik Wüst erzählt von einer Lebenskrise - in der sich vor die entscheidende Frage gestellt sah, wie es mit ihm weitergehen soll: 2010 starb sein Vater, seine Beziehung ging in die Brüche und auch als Politiker stand Wüst mit leeren Händen da: „Ich war politisch auf die Bretter gegangen, ich war als Generalsekretär zurückgetreten.“ In dieser persönlichen Stunde null trifft Wüst Entscheidungen, die ihn bis heute prägen. Allen voran der Entschluss, in seinem Heimatdorf im Münsterland zu leben – und mit sich selbst anders umzugehen: Er habe bis zu dieser Krise vor allem im Hamsterrad funktioniert, die eigene Glaubwürdigkeit streckenweise verloren und gar nicht mehr reflektiert, „dass man es im politischen Zirkus immer mit Menschen zu tun hat“.


    „Ich bin heute mit mir sehr im Reinen“, sagt er im Gespräch mit Julia Emmrich und Jan Dörner. Ihm habe das als Mensch gutgetan – und er habe „ein feines Gespür dafür entwickelt“, ob jemand schon mal so eine Krise durchlebt habe – oder zu denen gehöre, „wo es immer schnurgeradeaus läuft“.

    Wüst erzählt, wer ihm geholfen hat, einen neuen Weg einzuschlagen – und was er heute tut, um sich nicht wieder untreu zu werden. Zum Beispiel: Rennradfahren und „immer die gleiche Playlist“ hören. „Ganz viel Dire Straits, Queen, solche Sachen.“ Die Achtziger, findet Wüst, seien ein Goldenes Zeitalter der Popmusik gewesen, „besser als die 90er“.


    Natürlich fragen ihn die beiden Hosts auch nach seinem Verhältnis zu Friedrich Merz. Immerhin gab es gerade erst wieder Berichte über Spekulationen in der CDU, wonach Wüst im Zuge eines „Kanzlertauschs“ Merz als Bundeskanzler ersetzen könnte. Wüst betont, das Kanzleramt sei „aktuell keine Option“ für ihn. Allerdings bekräftigt er eine frühere Aussage, dass er eine mögliche Kanzlerkandidatur zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließe: „Wenn man ein so großes Land regiert wie Nordrhein-Westfalen, in dem sich die Stärken und Herausforderungen Deutschlands in einer kleineren Variante eins zu eins widerspiegeln, dann sollte man nie ‚Nie, nie‘ sagen.“


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    53 min
  • Hey-Ho, Let's Go: Zeit für Veränderung

    Nach mehr als 40 Folgen ist es Zeit, für ein paar Veränderungen. Eine wichtige Neuerung können wir schon verraten - es gibt einen neuen Host: Jan Dörner erzählt, wie er sich für diesen Podcast entschieden hat und was man unbedingt über ihn wissen sollte. Außerdem verabschieden wir uns mit großem Dank von Jochen Gaugele, der neue Wege geht. Was sonst noch anders wird, was wir planen und wer der erste Gast der neuen Staffel ist, erfahrt ihr in dieser „Baustellen“-Folge.


    Die erste Folge im neuen Format gibt es ab dem 04. August zu hören.


    Zu unseren Hosts:


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    6 min
  • Über 40 Folgen "Meine schwerste Entscheidung" – Die Highlights unserer Produzentin

    Über 40 prominente Gäste - und jede Menge überraschende, unterhaltsame und bewegende Geschichten: In dieser Sonderfolge von „Meine schwerste Entscheidung“ blickt Produzentin Alexandra Schaller auf ihre ganz persönlichen Highlights aus fast zwei Jahren Podcast zurück.

     

    Mit dabei sind unter anderem CDU-Politiker Armin Laschet, der erzählt, warum er immer wieder mit Boris Pistorius verwechselt wird, Juso-Chef Philipp Türmer mit der außergewöhnlichen Geschichte hinter seinen Vornamen und CSU-Ministerin Dorothee Bär, die erklärt, warum sie trotz aller Rückschläge weiterhin an Flugtaxis glaubt. 

     

    Diese sehr persönliche Best-of-Folge zeigt noch einmal die ganze Bandbreite des Podcasts – von heiteren und skurrilen Episoden bis hin zu nachdenklichen und tiefernsten Gesprächsmomenten.

     

    Welche Folge oder welcher Moment ist euch besonders im Gedächtnis geblieben? Schreibt uns eure Lieblingsmomente – vielleicht greifen wir sie schon in einer der nächsten Folgen auf.

     

    Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.


    Produktion: Simon Eichinger, Alexandra Schaller

    Copyright-Vermerk: FUNKE Foto Services



    Ein Podcast der FUNKE Mediengruppe. 

    12 min
  • #43 Annegret Kramp-Karrenbauer über Merz, Merkel und die nächste Bundespräsidentin

    Wer folgt auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier? Die ehemalige CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, besser bekannt als „AKK“, legt sich fest: „Es wird eine Frau." Ob sie sich selbst als Kandidatin vorstellen kann? Auch darauf hat sie eine klare Antwort.


    Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jan Dörner erzählt sie von ihrem Verhältnis zu Kanzler Friedrich Merz und wie es heute so läuft zwischen ihr und dem Mann, der sie erst als Parteichefin und dann als Chefin der Adenauerstiftung verhindern wollte – beides vergeblich. Und natürlich geht es auch um Angela Merkel: Als AKK im Saarland die erste Jamaika-Koalition platzen ließ, meldete sich die damalige Kanzlerin aus Berlin – und war not amused: „Merkel hat angerufen und ich formuliere es mal so: Wenn jemand behauptet, sie könne nicht laut werden, dem kann ich sagen, das stimmt nicht.“

    Es war damals ein großes Risiko. Kramp-Karrenbauer hätte leicht als Ministerpräsidentin mit dem längsten Namen, aber der kürzesten Amtszeit in die Geschichte eingehen können. Doch es kam anders: Sie wurde erst im Saarland wiedergewählt, dann 2018 erst CDU-Generalsekretärin und dann für gut zwei Jahre CDU-Chefin und später dann unter Kanzlerin Angela Merkel Verteidigungsministerin.


    Die 63-Jährige ist heute Vorsitzende der Adenauer-Stiftung – obwohl Friedrich Merz eigentlich einen Mann dort platzieren wollte. Heute sagt sie über Merz und sich: „Wir haben eine Beziehung, die mehr ist als nur eine kühle Arbeitsbeziehung, die man führt, weil man sie führen muss.“ Sie telefonieren, sie schreiben SMS. Freunde sind sie trotzdem nicht geworden. Bei Merkel dagegen klingt das anders: AKK nennt ihr Verhältnis „kameradschaftlich“ und hält gerne Kontakt zur Altkanzlerin: „Wir haben vor kurzem endlich mal geschafft, unseren Kaffee zu trinken, zudem wir uns verabredet hatten.“ 

    59 min
  • #42 Franziska Brantner über das Ende von Nord Stream, Putins wahre Ziele - und das Käpsele Özdemir

    Die heutige Grünen-Chefin musste einen Weg finden, die Inbetriebnahme der Nordsee-Pipelines Nord Stream 2 zu stoppen – bevor Russland die Ukraine überfällt und ohne dass es Deutschland Milliarden Euro kostet.

    Im Gespräch mit Jochen Gaugele und Theresa Martus erzählt Brantner, wie groß die Widerstände damals waren, was ihr geholfen hat, die Pipelines zu stoppen, und wie zwei Tage vor der Vollinvasion Russlands in der Ukraine die entscheidende Unterschrift kam. Dass aus Russland doch irgendwann wieder Gas nach Deutschland kommen könnte, hält sie für ausgeschlossen. Es hätten hoffentlich alle gemerkt, dass eine Abhängigkeit von Russland für die Bundesrepublik „sehr schädlich und sehr, sehr teuer und gefährlich“ sei, sagt Brantner.

    Die Co-Vorsitzende der Grünen blickt auch auf die heutige Sicherheitslage in Europa – und warnt, dass die deutschen Investitionen in Verteidigungsfähigkeit bei den europäischen Nachbarn auch Sorge auslösen. Dort gebe es gegenüber Deutschland die Haltung: „Ihr sollt stark sein, aber nie allein, sondern immer mit uns zusammen“, so Brantner. „Ich glaube, da haben wir eine Aufgabe als deutsche Politikerinnen und Politiker, das im Blick zu haben.“


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    46 min

About Meine schwerste Entscheidung

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Der preisgekrönte Hauptstadt-Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der FUNKE-Zentralredaktion startet am 4. August in die zweite Staffel – mit neuem Co-Host und prominenten Gästen aus Spitzenpolitik und Gesellschaft. Nun am Mikro: Jan Dörner und Julia Emmrich.