Menschen

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Menschen episodes

  • Jan Cornelius
    Literatur soll unterhalten. Und die Menschen bewegen. Das gelingt dem Satiriker Jan Cornelius, der 1977 vor der Diktatur Ceausescus aus Rumänien nach Deutschland floh.
    53 min
  • Marius Stark - Wir weigern uns, Feinde zu sein
    "Wir weigern uns, Feinde zu sein." Diese Worte stehen auf einem Stein in einem Weinberg in Nahalim. Und diese Worte, das Lebensmotto von palästinensischen Christen, haben Marius Stark bewogen sich in Palästina zu engagieren. Seit 2012 reist er dorthin, mal mit Gruppen, mal alleine. Von vor Ort berichtet er in seinem Blog. Und wenn er hier ist, klärt er in Veranstaltungen über das Lelben dort auf. Damit Marius Stark sich für Palästina und das heilige Land engagieren kann, hat er sein berufliches Leben als einer der Pioniere der Schuldnerberatung in Deutschland früher beendet. Ein Leben, für das er unter anderem das Bundesverdienstkreuz bekommen hat. Wie der Maschinenschlosser über die Sozialarbeit die Schuldnerberatung mit erfunden hat - davon erzählt er in der Sendung Menschen.
    53 min
  • Doris Wagner - Nicht mehr ich
    Als Doris Wagner mit 19 in ein Kloster eintrat, hoffte sie auf eine schöne Zukunft. Sie wurde Ordensschwester in einer jungen und charismatischen Gemeinschaft. Als sie diese Gemeinschaft 2011 wieder verließ, war sie depressiv, praktisch mittellos und hatte keine sozialen Kontakte mehr. Kein Kontakt zur Familie, kein Brief, der ungelesen ankommt oder geschrieben wird, protokollierte und /oder mitgehörte Telefonate, keine Bücher, keine Zeitungen – Doris Wagner war als junge Nonne in einer geistlichen Gemeinschaft einer totalen Kontrolle unterworfen. Und als sie von einem Priester missbraucht wurde, wurde ihr bedeutet, die Verantwortung läge immer bei den Frauen. 2011 verließ die damals 27jährige die Gemeinschaft, die direkt dem Papst untersteht und die 2001 Papst Benedikt XVI als eine "Familie des geweihten Lebens" anerkannte. Jetzt hat die junge Frau, die heute in Münster in Philosophie promoviert, ein Buch über ihre Zeit als Nonne in dieser Gemeinschaft geschrieben. Mit einem Vorwort des Theologen Prof. Wolfgang Beinert, der zum Kreis der Freunde und Schüler von Papst Benedikt XVI. gehört. In diesem Vorwort unterstreicht Prof. Beinert, dass es die Strukturen der Gemeinschaft sind, die den Missbrauch ermöglicht gemacht haben. Strukturen die es, so schreibt Prof. Beinert, auch in anderen geistlichen Gemeinschaften, die in den letzten Jahrzehnten in der kath. Kirche entstanden sind, gebe.
    57 min
  • Martin Miller "Es war nicht schön, der Sohn von Alice Miller zu sein."
    "Es war nicht schön, der Sohn von Alice Miller zu sein", sagt Martin Miller, der Sohn der weltberühmten Kinderanwältin Alice Miller, deren Bücher in 30 Sprachen übersetzt wurden und echte Weltbestseller waren. Mit der zentralen, und damals radikalen Botschaft: Kinder müssten geschützt werden, Erwachsene dürften, ohne Wenn und Aber, nicht geschont werden. Und dann ist Alice Miller es, die ihren Sohn nicht schützt: Der Vater misshandelt ihn, schlägt ihn, die Mutter schweigt. Baby in Pflege, den Sechsjährigen ins Heim. Die Mutter schreibt den Weltbestseller "Das Drama des begabten Kindes". Der Sohn schreibt jetzt, nach dem Tod der Mutter, "Das wahre Drama des begabten Kindes". Die These von Martin Miller: seine Mutter konnte ihn nicht schützen, weil sie den Krieg, in dem sie als Jüdin den Holocaust überlebte, nie verwunden hat. Martin Miller will für sich sprechen. Und für alle, die Kinder von Eltern sind, die selber ihre Kriegstraumata nie überwunden haben.
    55 min
  • Monika Lepel - Mit Leidenschaft schöne Räume schaffen
    Gerade haben sie schon wieder Preise abgeräumt bei Lepel und Lepel, einem Kölner Architektenbüro. Z.B. den ersten Preis beim Wettbewerb "Kirchort St. Stephan" in Köln. Jetzt wird Lepel und Lepel hier ein neues Gemeindezentrum und einen neuen Kindergarten bauen. Kirchen baut das Architektenehepaar besonders gerne. Monika Lepels Leidenschaft gilt dabei vor allem den Innenräumen. Vielleicht ist das Büro deswegen beim German Design Award 2015 - Excellent Communication Design für die Altarraumgestaltung der Lutherkirche Düsseldorf nominiert worden? Auf jeden Fall war es Monika Lepel schon als Kind und Jugendliche ein besonderes Anliegen, das in Räumen für Schönheit zu sorgen. Da lag es nahe, Innenarchitektur zu studieren. Was Monika Lepel mit viel Ambition bei Peter Behrens an der School of Architecture in Düsseldorf tat. Nach dem Diplom mit Auszeichnung arbeitete sie in großen Büros und Ateliers, bis sie dann Anfang der 90er mit ihrem Mann ein eigenes Büro gründete. Woher die vielen Preise kommen, wann Menschen sich in Häusern wohl fühlen und warum Monika Lepel gerade aus Argentinien zurück kommt? Und:. wie wird ein Kirchenraum gut für die Menschen? Viele Gesprächsthemen für eine Sendung!
    54 min
  • Jan Armgardt - "Es gibt nur Zwischenlösungen"
    Möbel müssen in Würde altern können - das ist Jan Armgardts Überzeugung. Schon lange bevor das Wort "Nachhaltigkeit" in aller Munde war, hat der Designer bei seinen Arbeiten auf Langlebigkeit gesetzt. Er macht Möbel aus hochwertigen Materialien und mit zeitloser Eleganz, damit sie Patina ansetzen und Geschichten erzählen können. An den Fachhochschulen Aachen und Coburg hat er Papiermöbel-Workshops gegeben und seit einigen Jahren begleitet er Entwicklungsprojekte in Indonesien rund um den Naturstoff Rattan. Neben seinen Entwürfen für diverse internationale Firmen hat Jan Armgardt auch immer an ganz eigenen Kreationen gearbeitet - völlig unabhängig vom Diktat des Marktes und der Mode. Diese Unikate hat er in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt und zuletzt in dem Katalog "Ich mach mein Ding" abgebildet und veröffentlicht. Von alledem erzählt er in domradio-Menschen.
    56 min
  • Klaus Rüggeberg - Sicher ist: Du bist dabei!
    Ein Lagerfeuer wärmt außen und innen. Ein Lagerfeuer zünden, wo immer sie gerade sind, die Eltern Bernadette und Klaus Rüggeberg, die Schwestern Esther, Lea und Rebecca und die Tochter Laura jedes Jahr am Todestag von Tobias an. Um so getrennt und doch vereint an den Tod von Tobias denken zu können. Der plötzliche Unfalltod des gerade mal 30jährigen Tobias hat die ganze Familie in einen Strudel von Schmerz gerissen, in einen Abgrund aus dunkler Nacht. Gemeinsam versuchen sie das unfassbare zu begreifen und Wege zu finden, wie sie weiterleben können. Zu diesen Wegen gehört ein anrührendes Buch über ihre gemeinsame Trauer als Familie: "Plötzlich tot, als Familie weiterleben" heißt es. Briefe von Freunden, Briefe an den geliebten Sohn, Bruder, Vater, Freund Tobias, aufrichtige Schilderungen darüber, wie es den einzelnen Mitgliedern in den ersten zwei Jahren ergangen ist, sind hier zusammengetragen. Am Ende schreibt Klaus Rüggeberg, der Vater, an Tobias: "Ich erwarte aber weiterhin viele glückliche Erlebnisse, weil meine Freude am Leben nicht zerbrochen ist. Und sicher ist: Du bist dabei."
    54 min
  • Christian Bernzen - Helfen ohne Herrschen
    "Helfen heißt Herrschen". Diesen Satz eines Theologen ergänzt der Jurist Christian Bernzen gerne um den Halbsatz: „und deswegen macht es so viel Spaß“. Christian Bernzen weiß, wovon er spricht. Als Anwalt ist er in vielfältiger Weise in unser Soziales System involviert. Denn Helfen macht ihm durchaus auch Spaß! Nicht nur in der Vertretung von Mandanten, sondern auch in Einrichtungen: Alten- und Pflegeheime. Oder auch der Jugendhilfe. Oder in kleinen NGO’s, wie "Rebuild and Relief international". Wenn er dafür unterwegs ist, muss er millionenschwer versichert werden. Worauf es dabei dem früheren Leiter der BDJK’s, Mitglied des ZdKs in all dem ankommt? Den Blick der Menschen für die Autonomie jedes Klienten zu schärfen. Damit er selbstbestimmt sein kann. Und Helfen möglichst wenig Herrschen bedeutet.
    57 min
  • Hubertus Böttcher - "Mit Anlauf in die Liebe Gottes hineinspringen“
    Als Jugendlicher hat er sich in der Schule manchmal als Außenseiter gefühlt. Das hilft ihm heute, auf die Menschen am Rand zuzugehen, mein Hubertus Böttcher. Bevor er erst Dechant und dann Propst im sauerländischen Arnsberg wurde, hat er an unterschiedlichen sozialen Brennpunkten in Westfalen gelebt und gearbeitet. „Da habe ich verstanden, dass wir Gott nicht immer auf den breiten Straßen finden, sondern oft am Wegesrand“. Hubertus Böttcher ist Angehöriger der Fokolarbewegung und fühlt sich als solcher einer Spiritualität der Einheit und der Liebe verpflichtet. „Man muss mit Anlauf hinein springen in die Liebe Gottes und sich von ihr tragen lassen“, das ist Hubertus Böttchers Erfahrung – und Überzeugung. Er selbst versucht, einfach und in Gemeinschaft zu leben - schon seit langem in unterschiedlichen Priester-WGs. Das Haus, in dem er in Arnsberg mit seiner aktuellen Wohngemeinschaft ansässig ist, ist übrigens genau das Gebäude, in dem der Kölner Erzbischof und Angehörige des Domkapitels einst auf der Flucht vor den Franzosen Asyl fanden. Schließlich hatten die Arnsberger Ende des 18. Jahrhunderts den Kölner Domherren und dem Kölner Domschatz mitsamt Dreikönigsreliquien Zuflucht gewährt.
    1 hr 5 min

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Jede Woche war ein Gast eingeladen, eine Stunde lang aus seinem Leben zu erzählen. Ein intensives Gespräch über das, was zählt. Die Sendung wurde im Januar 2023 eingestellt.

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