Menschen

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Menschen episodes

  • Claudia Rutt - Leben retten wird immer sinnvoll sein
    Leben retten. Das war und ist das Ziel von Claudia Rutt. Und zwar das Leben von Menschen retten, die an Blutkrebs erkrankt sind. So wie ihre Schwägerin Mechthild im August 1990. Um das Leben von Blutkrebspatienten zu retten, braucht man Knochenmarkspender. Menschen, die wie genetische Zwillinge sind und über ein hohes Maß an Übereinstimmung von ihren Zellen mit denen der Kranken verfügen und deswegen mit ihrem gesunden Knochenmark Leben retten können. Damit man diese genetischen Zwillinge aber finden kann, muss man ja irgendwo, irgendwie in irgendwelchen Datenbänken danach suchen können. 1990 gab es das noch nicht. Es gab sowieso nur einige Tausende registrierte Spender. Aber heute finden pro Tag 14 Knochenmarktransplantationen statt, das sind jeden Tag 14 gerettete Leben. Claudia Rutt hat über 20 Jahre ihres Lebens in dieses Projekt, den Aufbau der DKMS, der deutschen Knochenmarkspenderdatei gesteckt. Und ein Buch geschrieben. "Alle gegen einen. Unser Kampf gegen den Krebs." In diesem Kampf hat die sie viel gewonnen. Und dann aber doch plötzlich einen verloren. Den um ihre Position in der DKMS. Wie man ein Lebenswerk aufbaut und was passiert, wenn man es plötzlich verliert – darüber sprechen wir in der Sendung Menschen.
    58 min
  • Jürgen Wiebicke - Der Radiophilosoph fragt: "Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?"
    in Kreuzworträtsel. Irgendwann im nächsten Jahrhundert. Gesucht wird ein veraltetes Wort für Selbstüberschätzung. Die Lösung? Würde. Wie bitte? Die Würde, die Menschenwürde ein veraltetes Wort. Eines, das keiner mehr kennt? Das hört sich nach einem Horrorszenario an.
    Und ist das ist es auch, es ist ein gruseliges Bild, das Jürgen Wiebicke, Journalist und Philosoph, von der Zukunft der Menschen und der Menschheit überhaupt zeichnet. Eines, so warnt Wiebicke, in dem es die Würde nicht mehr geben werde. Wenn wir so weitermachen und den Bioingenieuren, Informatikern und Neurowissenschaftler allein das Feld überließen, wie wir uns als Menschen zu entwickeln haben. Wenn wir an Ethikexperten delegieren, wo die Grenzen der Präimplantationsdiagnostik, der Sterbehilfe und der Organtransplation liegen. Wenn wir Fachleute entscheiden lassen, wo das Leben anfängt - und wo es endet. Nein, das will Jürgen WIebicke nicht einfach hinnehmen. Und hat eine philosophische Intervention geschrieben: „Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?“ , Gegen die Perfektionierung des Menschen. Ja, Moment, sollen wir etwa bleiben, wie wir sind? Sollen wir etwa weiter so viele Kriege führen, statt Konflikete friedlich zu lösen und zulassen, dass jeden Tag 842 Millionen Menschen zuwenig zu essen haben? Das werden wir herausfinden, in der Sendung Menschen mit Jürgen Wiebicke.
    1 hr
  • Jan Opiela - Pfarrer in Sonderseelsorge
    Durch den neuen Zuzug von vielen armen Menschen aus Ostdeutschland ist Jan Opiela, Leiter der katholischen Seelsorge für Roma und Sinti in Deutschland, gerade wieder ein gefragter Mann in den Medien. An Ideen für eine kreative Seelsorge mangelt es ihm auch nicht. Leer stehende Pfarrhäuser z.B. könnte man nutzen. An Vertrauen in oder auch noch Wissen über die Menschen, die da kommen, allerdings schon. An kirchlichen Mitarbeitern, die sich um die Menschen kümmern könnten, auch. Jan Opiela ist nur einer von fünf Mitarbeitern bundesweit in der Seelsorge für Roma und Sinti. Und hat deswegen viel zu tun: unterrichtet in Polizeiakademien, berichtet in Behörden und erzählt vor katholischen Landfrauen. Immer darüber, was alle Menschen, die mit Roma und Sinti arbeiten, wissen müssen, damit eine Verständigung überhaupt funktionieren kann. Aber Jan Opiela hat viel mehr zu erzählen. Z.B. warum er schon als Seminarist die Vita Communis, das Zusammenleben von Priestern, mit Mitbrüdern ausprobiert hat. Und bis heute nichts daran geändert hat.
    54 min
  • Anne Gidion - Von Gott so sprechen, dass alle Menschen es verstehen
    Die Pastorin Anne Gidion findet immer neue, oft sehr poetische Bilder in ihrer Sprache, ganz ohne Kitsch. Und mit der Ernsthaftigkeit, die jeder von uns Gott schuldet, der ihn wirklich finden will. Anne Gidion sagt dann in ihren Predigten Sätze wie diese: "Gegen die Sonne am Horizont geguckt. Aus der Gott entgegenkommt. Darum geht es: Sich gerade zu machen und Gott etwas zuzutrauen. Ich als erwachsener Mensch." Diese Frau, die mit ihrer ungewöhnlichen Sprachbegabung den Menschen von Gott erzählen will, besuchen wir vom domradio heute in Hamburg. Gehen mit ihr an den Orten spazieren, an denen sie selber gerne ist, auch um hier Gott zu treffen. Zum Beispiel in dem wachsenden neuen Hafenviertel. Oder dem kleinen Michel.
    52 min
  • Rolly Brings - "Ich bin katholisch in kölscher Spielart"
    Seemann, Religionslehrer, Liedermacher, politischer Einmischer und überzeugter Christ. Rolly Brings, der Vater der rockenden Söhne Peter und Stephan, spricht in diesem intimen Portrait über das, was seinem Leben Sinn gibt, über Wünsche, Träume und Hoffnungen.
    Und natürlich über sein „Evangelium auf Kölsch“. Im Juli ist Rolly Brings 70 Jahre alt geworden.
    38 min
  • Alessandro Palmitessa - Wie Musik Menschen Würde gibt
    Musik ist sein Leben. Klarinette und Saxophon spielt Alessandro Palmitessa von früher Jugend an, er hat Jazzmusik studiert und komponiert schon seit langem eigene Stücke. Seit 1998 lebt der Italiener in Köln und musiziert in unterschiedlichster Form und Formation. Besonders am Herzen liegt ihm aber das Menschensinfonieorchester. Seit mittlerweile dreizehn Jahren probt er zusammen mit Obdachlosen, Behinderten und Überlebenskünstlern, er schreibt ihnen Stücke auf den Leib und tritt mit ihnen auf. Gemeinsam haben sie drei CDs aufgenommen. „Musik gibt Menschen Würde“, sagt er. „Musik ist ein gutes Mittel, um Menschen zusammenzubringen.“ Und deshalb kann und mag er sich eine Gesellschaft ohne Musik nicht vorstellen. - In domradio Menschen erzählt Alessandro Palmitessa, wie sein Weg ihn aus Apulien nach Köln geführt hat. Er berichtet von den ganz alltäglichen Problemen eines Profi-Musikers und sagt, was ihm selbst das Musizieren mit dem Menschensinfonieorchester gibt.
    1 hr 2 min
  • Sieghard Wilm - Lampedusa auf St. Pauli - oder warum tut einer, was alle anderen nicht tun?
    Es regnete am 2. Juni 2013 in Hamburg. Wer weiß, vielleicht wäre sonst alles anders gekommen. Aber weil es regnete, hat Pastor Wilm seine Kirche auf St. Pauli in Hamburg obdachlosen afrikanischen Flüchtlingen aufgeschlossen. Und eine beispiellose Protestaktion, die die Stadt spalten, eine Bürgerbewegung schaffen und immer wieder in Gewaltaktionen eskalieren würde, hatte begonnen. "Embassy of hope, Botschaft der Hoffnung", hat Sieghard Wilm seine Kirche genannt, in der 80 afrikanische Männer, 40 Christen und 40 Muslime, über 170 Tage wohnten. Geflohen vor Bürgerkrieg und lybischen Rebellen strandeten sie erst in Lampedusa und dann irgendwann auf Hamburgs Straßen. Viele Menschen haben sich in dieser Zeit der Kirche zugewandt. Wollten solidarisch sein oder tatkräftig helfen. Die Sendung domradio-Menschen ist heute zu Gast auf St. Pauli, bei Pastor Sieghard Wilm. Und wir werden über Lampedusa in Hamburg reden. Aber auch herausfinden, wie ieiner ist, der etwas tut, was alle anderen nicht getan haben: die Kirchentüre aufschließen und ein schützendes Dach gegen Regen, Obdachlosigkeit und Rechtlosigkeit anbieten.
    53 min
  • Monika Rudolph - "Hurenleben". Das neue Buch der katholischen Seelsorgerin Monika Rudolph
    Hurenleben. Schon in diesem Wort schwingt alles mit, was die bürgerliche Welt in der Regel über Prostitution denkt, Voyeurismus und Verurteilung, Faszination und Verachtung. "Hurenleben" heißt das neue Buch der katholischen Seelsorgerin Monika Rudolph. Und wieder ist der Krankenhausseelsorgerin ein bewegendes, anrührendes Buch gelungen. Das so persönlich erzählt, dass die Protagonisten, Männer und Frauen, in der Tiefe der Portraits dem Leser ganz nah kommen. Und ihnen doch zugleich alle Würde gibt, die jeder Mensch verdient. Auch Huren. Woher nimmt Monika Rudolph diese Sicht auf Menschen? Was macht, dass Menschen sich ihr anvertrauen, Dinge erzählen, die sie ihr ganzes Leben lang in sich verborgen haben? Wie hat Monika Rudolph, die in allerärmsten Verhältnissen, in denen es immer an allem mangelte, aufwuchs, ein derartig barmherziges Herz erworben? In dieser Sendung zeichnen wir ein Porträt der Frau, die es gewohnt ist, andere zu porträtieren.
    1 hr

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Jede Woche war ein Gast eingeladen, eine Stunde lang aus seinem Leben zu erzählen. Ein intensives Gespräch über das, was zählt. Die Sendung wurde im Januar 2023 eingestellt.

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