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Zirkuläres Bauen zieht sich durch Anja Rosens akademische und auch berufliche Laufbahn wie ein roter Faden. Und dabei startete Sie an der Hochschule erst spät. Mit 35 Jahren hat sie Architektur studiert, nachdem sie sich viele Jahre mit dem Handel von nachhaltigen Baustoffen beschäftigt hatte. 2021 promovierte die Architektin zum Thema „Urban Mining Index“. Damit gewann sie 2021 die DGNB Sustainability Challenge in der Kategorie Forschung. Seit 2023 ist Anja Rosen Professorin für zirkuläres Bauen an der MSA Münster School of Architecture der FH Münster.
Anja Rosen ist es sehr wichtig, dass Studierende den Ansatz des zirkulären Bauens erleneren und auch umsetzen. Mit der kreisl Kiste wurde das möglich – für Anja Rosen das erste Design-Build-Projekt an der Hochschule. Bei der Planung wurde der Prozess maßgeblich verändert. Es galt: „Design follows Availability“. Dabei war Kreativität und Durchhaltevermögen gefragt.
Anja Rosen treibt das Thema nicht nur in der Lehre voran. Mit dem Rück- und Neubau des Rathauses Korbach konnte sie mit ihrem Team zeigen, dass zirkuläres Bauen funktioniert und ein großer Teil der Materialien im Kreislauf geführt werden können. Durch den Urban Mining Index wurde dies genau berechnet.
Doch Hürden sind beim zirkulären Bauen weiterhin vorhanden, insbesondere durch die starre Regulatorik. So verlieren Bauteile nach dem Ausbau ihre Zulassung und müssen aufwendig neu geprüft werden. Anja Rosen sieht auch die Hersteller der Materialien in der Pflicht. Sie sollten auch dafür Sorge tragen, dass die Stoffe im Kreislauf bleiben.
Bis der Pavillon jedoch auf dem Domplatz eröffnet werden konnte, mussten viele Hürden genommen werden. Laura Krieger hat mit ihrem Team auf dem Weg viel gelernt. Eine wichtige Erkenntnis ist für sie dabei, dass Empathie die Superpower des Projektmanagements sein kann – egal ob es um Genehmigungen, Finanzierung oder sonstige Unterstützungsleistungen geht.
Besonders wichtig ist Laura Krieger, dass Kreislaufwirtschaft nicht auf Recycling verengt wird. Sie hat immer wieder die R-Strategien im Blick, die auch die Suffizienz enthalten. Bevor wir konsumieren, sollten wir uns ihrer Meinung nach immer wieder fragen: Brauchen wir das wirklich? Eine wichtige Aufgabe der Circular Society.
Im Bereich der Nachhaltigkeit versteht sich der LWL als Vorbild. Bis 2023 will die Institution klimaneutral sein. Dabei arbeitet der LWL mit dem Umweltmanagementsystem EMAS. Für die CO2-Treiber Gebäude und Mobilität werden zahlreiche Maßnahmen zur CO2-Reduzierung umgesetzt., wie Photovoltaik auf den Klinikdächern und der Einsatz von Wärmepumpen. Die Fahrzeugflotte wird sukzessiv elektrifiziert.
Im Bereich „Soziales“ steht für den LWL die Inklusion im Mittelpunkt. Menschen mit Behinderungen sollen so leben können wie Menschen ohne Behinderungen, d.h. sie sollen selbstbestimmt am Leben in der Gesellschaft teilhaben. Für Birgit Neyer ist das eine Herzensangelegenheit. Denn jeder soll die Möglichkeit haben, sich frei zu entfalten, um mit den eigenen Fähigkeiten einen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten.
Der LWL unterstützt Unternehmen dabei, Menschen mit Behinderung einzustellen. Es wird beraten und auch finanziell unterstützt, z.B. bei der Anschaffung besonderer Hilfsgeräte.
Insgesamt bleibt Birgit Neyer in Sachen Nachhaltigkeit für die Zukunft optimistisch. Denn sie weiß, dass junge Menschen Nachhaltigkeit einfordern – auch bei ihren zukünftigen Arbeitgebern. Und zudem macht sie klar, dass wir nur eine Welt haben. Wir müssen ihrer Meinung nach zwangsläufig den Weg Richtung Nachhaltigkeit gehen.
Dieser Ansatz wird ergänzt durch die Haltung, dass der Wert der Dinge im Mittelpunkt stehen müsse. Das Bewahren von Material sollte somit eine zentrale Rolle im Gestaltungsprozess spielen. Nick Potter fordert entsprechend, dass die Gesellschaft ihr Handeln überdenken solle. Es kann nicht mehr um Wachstum gehen, sondern Suffizienz und Resilienz müssen im Vordergrund stehen. Letztlich geht es dem Gründer darum, dass die Wirtschaft zum „Guten Leben für alle“ beiträgt. Das gelingt seiner Meinung nach nur durch eine sozial-ökologische Transformation.
Die Strategien der Kreislaufwirtschaft, die sogenannten R-Strategien, werden bei studio formagora konsequent umgesetzt – von Refuse über Reuse bis Recycle. Dass dabei starkes Design entstehen kann, belegt der German Design Award in der Kategorie New Comer, den das Büro 2024 erhalten hat.
Es gibt aber noch zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Insbesondere die Materialbeschaffung stellt sich oft als schwierig dar. Durch die gute Vernetzung in Münster, wie die Kooperation mit den Abfallwirtschaftsbetrieben oder der FH Münster, kann diese Hürde – wenn auch mit viel Aufwand – jedoch genommen werden.
Nachhaltigkeit ist für Anka Weidling eine Selbstverständlichkeit. Schon seit vielen Jahren werden immer wieder Maßnahmen umgesetzt. Nun hat man das Thema weiterentwickelt und geht es mit dem Nachhaltigkeitskonzept „We.Care“ ganzheitlich an. Das Konzept basiert auf drei Säulen: People, Planet, Profit. Unterstützung hat man sich bei der Entwicklung von der FH Münster geholt. Treibende Kräfte waren dabei auch einzelne Teammitglieder, die sich aus eigener Motivation eingebracht haben. Viele Maßnahmen wurden umgesetzt, wie z.B. Dachbegrünung, PV-Anlage, E-Ladesäulen und auch im Produktbereich die „Greenline“, Werkzeuge aus nachwachsenden Rohstoffen.
Weicon schreitet bei der Nachhaltigkeit voran – auch, wenn der Markt dies nicht explizit nachfragt und in Krisensituationen sogar eher auf konventionelle Produkte setzt. Auch der Nachhaltigkeitsbericht 2024 ist freiwillig entstanden. Nach der neuen Omnibus-Verordnung ist der verpflichtende Bericht erst einmal aufgeschoben und wird wohl auch weniger Daten fordern. Anka Weidling sieht das positiv, da die überbordenden Anforderungen nur dazu führen, dass man eine zusätzliche Kraft einstellen müsste. Der Nachhaltigkeit nütze zu viel Bürokratie wenig.
Bei der Nachhaltigkeit liegt Anka Weidling das Thema People sehr am Herzen – es geht um die Menschen und, dass sie sich bei Weicon wohl fühlen. So gibt es ein neues Firmen-Bistro, ein Schwimmteich oder auch eine eigene Physiotherapeutin. Die Geschäftsführerin ist sich sicher, dass die Mitarbeiterzufriedenheit bei Weicon viele Gründe hat. Dazu zählt vor allem die Möglichkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen und sich immer wieder weiterzuentwickeln. Das Weicon mehrfach als Top-Arbeitgeber im Mittelstand ausgezeichnet wurde, kann das nur unterstreichen.
Die Wirtschaftsförderung hat im Rahmen des strategischen Handlungsfeldes Nachhaltigkeit fünf Rollen für sich definiert: Vorbild, Promotor, Brücke, Berater und Vernetzer. Sandra Beer hebt hervor, dass ihr bzw. dem Aufsichtsrat die Vorreiterrolle der Wirtschaftsförderung sehr wichtig ist – wenn man glaubwürdig unterstützen will, dann müsse man bei sich anfangen. Die CO2-Bilanzierung als auch dem Prozess der Gemeinwohlbilanzierung werden durchgeführt, um den Status-quo zu definieren und Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren. Es geht letztlich um verantwortungsvolles Handeln in Bezug auf Lieferanten, Eigentümer, Beschäftigte, Kunden und auf das gesellschaftliche Umfeld. Besonders das Kerngeschäft der Wirtschaftsförderung, die Grundstücksentwicklung und -vermarktung, das mit Flächenversiegelung und Ressourcenverbrauch einhergeht, erfordert ein besonderes Augenmerk und muss ausbalanciert werden. Auch der Aufsichtsrat ringt hier so manches Mal.
Sandra Beer macht im Gespräch deutlich, dass das Thema Nachhaltigkeit weiterhin im Focus bleiben muss. Ihr ist aber auch bewusst, dass die Wirtschaft dabei nicht überfordert werden darf. Durch Informationsveranstaltungen und Workshops kann die Wirtschaftsförderung beispielsweise immer wieder unterstützen. Infos zu Förderprogrammen oder guten Praxisbeispielen sind dabei sehr hilfreich.
Die Wirtschaftsförderung versteht sich zudem als Brücke zwischen Verwaltung und Wirtschaft. Münsters Weg zur Klimaneutralität wird vielfältig unterstützt. Sandra Beer weiß dabei auch, dass beim Thema Klimaneutralität an Tempo zugelegt werden muss. Daher unterstützt auch der Aufsichtsrat das groß angelegte Zukunftsprojekt „Ökologische Transformation der Bestandsgewerbegebiete“. In den kommenden Jahren werden in den 42 Gewerbegebieten sukzessiv Infrastrukturmaßnahmen und Unterstützungsmaßnahmen für die einzelnen Betriebe angestoßen.
Ein weiterer großer Hebel im Rahmen der Dekarbonisierung stellen die Batterie- und Speichertechnologien sowie grüner Wasserstoff dar. Sandra Beer ist es wichtig, dass Münster mit seinen exzellenten Forschungseinrichtungen die Entwicklung weiter vorantreibt. Die Wirtschaftsförderung unterstützt hier im Rahmen der Grundstücksvermarktung und des Angebotes an Labor- und Dienstleistungsflächen. Die beiden Clustermanager der Technologieförderung Münster sind dabei Vernetzer zwischen Wissenschaft und der mittelständischen Wirtschaft.
Ein weiterer großer Hebel für mehr Nachhaltigkeit ist die Kreislaufwirtschaft. Dem Aufsichtsrat ist es wichtig, dass das Thema auf der Agenda der Wirtschaftsförderung steht. Sandra Beer sieht darin eine große Gemeinschaftsaufgabe, bei der die Wirtschaftsförderung prädestiniert dafür ist, eine wichtige koordinierende und unterstützende Rolle einzunehmen.
Im Gespräch mit Dr. Franziska Struck und Dr. Jan Wenker zeigt sich eine große Nachhaltigkeits- und Innovationsexpertise made in Münsterland. Frau Dr. Struck ist Projektleiterin Innovation bei der Brüninghoff Group und auch tätig an der FH Münster, Fachbereich Bauingenieurwesen. Herr Dr. Jan Wenker ist Abteilungsleiter Nachhaltigkeit und Innovation bei Brüninghoff. Nachhaltiges Bauen zählt zu den Kernthemen der Gruppe. Brüninghoff hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bauwende voranzutreiben und ist durch zahlreiche Innovationen einer der Vorreiter in der Branche.
Damit sich das Geschäftsmodell wirtschaftlich trägt, sind immer wieder neue Lösungen gefordert. Janis Matheja ist dabei kreativer Kopf und Troubleshooterin zugleich. Herausfordernd ist die Beschaffung der Ware, bei der man mit einigen Landwirten sowie Handels- und Herstellerunternehmen zusammenarbeitet. Der Verkauf findet in dem kleinen Laden an der Hammer Straße statt. Ware, die nicht direkt abverkauft werden kann, wird in der einigen Manufaktur verarbeitet und damit haltbar gemacht.
Zu dem Konzept gehört ein besonderes Preis-Modell: Mindestpreise + “Pay What You Feel”. Die Mindestpreise sorgen für eine finanzielle Basis zur Erhaltung der geschaffenen Strukturen. “Pay What You Feel” ist ergänzend dazu ein individueller Betrag, der je nach eigenem Budget als Wertschätzung und Unterstützung für die Arbeit des fairTEiLBAR-Teams gezahlt werden kann.
Für Janis Matheja ist die Bildungsarbeit, die die fairTEiLBAR leistet, ein weiterer wichtiger Baustein des Konzepts. Diese findet täglich im Laden statt: Warenkunde, Erläuterungen zur Haltbarmachung und Rezeptideen – jeder kann etwas mitnehmen. Es soll dabei nicht um Einkaufen nach Lust und Laune gehen, sondern nach dem Angebot. Weiterhin werden Workshops z.B. zum Fermentieren oder veganer Ernährung angeboten. Immer geht es um den verantwortungsvollen und wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln. Janis Matheja sieht aber nicht nur den einzelnen in der Pflicht. Sie erkennt auch beim Gesamtsystem viel Änderungsbedarf. So müssten ihrer Meinung nach die gesetzlichen Rahmenbedingungen verändert werden, damit die Lebensmittelverschwendung drastisch reduziert wird.
Das fairTEiLBAR-Team hat auch zukünftig noch viel vor. Als nächstes steht die Anerkennung der Gemeinnützigkeit an. Das bringt Vorteile mit Blick auf den Einsatz von Ehrenamtlichen, bei der Beschaffung der Ware und auch bei der Akquisition von Fördermitteln. Eine Idee, die schon länger existiert, ist zudem der mobile Verkauf. Dann können noch mehr Menschen in Münster bei der FairTEiLBAR einkaufen und Lebensmittel retten.
Viadee ist ein IT-Beratungsunternehmen, das 1994 gegründet wurde und stetig gewachsen ist. Heute arbeiten in dem Unternehmen mehr als 200 Mitarbeitende. Dr. Volker Oshege ist seit 2011 bei viadee und wurden dort schnell für den Vertrieb verantwortlich und 2020 Vorstandsmitglied. Für ihn, wie er sagt, der coolste Job, den man in Münster haben könne. Sein Weg ist nicht typisch für jemand, der Sport und Geschichte auf Lehramt studiert hat. Doch man hat ihm immer viel zugetraut, und daher kam es zu diesen bemerkenswerten Schritten und seiner persönlichen Weiterentwicklung.
Eine vorwärts gerichtete, passende Entwicklung möchte Dr. Volker Oshege auch anderen ermöglichen. Bei viadee kann jeder neue Mitarbeitende auf der Basis eines umfangreichen Motivationstests seine Stärken erkennen und die für ihn geeigneten Rollen bzw. Projekte identifizieren. Eine Herangehensweise, die die Individualität der Menschen in den Mittelpunkt stellt - auch eine Facette von Wertschätzung, wie Dr. Volker Oshege betont. Letztlich zahlt dies auch auf die Leistungsorientierung ein, die für viadee essenziell ist. Dr. Volker Oshege macht deutlich, dass sich Wertschätzung und Leistungsorientierung bedingen. Dies entspricht seinem positiven Menschenbild, das ihn stets leitet.
Neben jeder einzelnen Person soll sich bei viadee auch die Gesamtorganisation stetig weiterentwickeln. Eine systematische Vorgehensweise ist für Dr. Volker Oshege hier sehr wichtig. Zu diesem Zweck hat viadee schon mehrfach die Great Place to Work-Zertifizierung durchgeführt. Es wird ein kontinuierlicher Prozess der Reflexion und Verbesserung in Bezug auf Mitarbeiterorientierung durchlaufen. Das Zertifikat ist für Dr. Volker Oshege letztlich nur das Resultat einer intensiven Arbeit am „Inneren“ des Unternehmens. Ein positiver „Nebeneffekt“ ist die sehr gute Platzierung von viadee im Vergleich zu anderen zertifizierten Unternehmen.
Ein weiteres Instrument, welches bei der strukturierten Weiterentwicklung des Unternehmens unterstützt, ist für Dr. Volker Oshege die Gemeinwohlbilanz. Im Rahmen des Bilanzierungsprozesses wird eine 360-Grad-Perspektive eingenommen, bei der alle Berührungsgruppen in den Blick genommen werden. Zahlreiche Verbesserungsidee wurden dabei entwickelt. Bei viadee ist man motiviert, diese auch schnell umzusetzen.
Im Gespräch mit Dr. Volker Oshege spürt man, dass es von zentraler Bedeutung ist, die Mitarbeitenden bei der Weiterentwicklung des Unternehmens immer wieder einzubinden. Konsequent ist für ihn daher auch, dass viadee vor einigen Jahren ein Mitarbeiterbeteiligungs-Modell eingeführt hat. Dies schafft eine noch stärkere Bindung an das Unternehmen und eine hohe Motivation. Zudem ist die Beteiligungsmöglichkeit für Dr. Volker Oshege auch eine Form von Wertschätzung den Mitarbeitenden gegenüber.
Nikola Rosenbaum ist begeisterte Fahrradfahrerin und begeisterte Fahrradhändlerin. Vor knapp 40 Jahren hat sie mit Kommilitonen das Unternehmen Drahtesel in einer Garage in Münster gegründet. Heute ist Drahtesel ein etabliertes Fachgeschäft in Münsters Innenstadt. Noch immer geht man mit viel Engagement neue Themen an – den eigenen Weg Richtung Nachhaltigkeit fest im Blick.
Nikola Rosenbaums persönlicher mindshift-Moment, der sie auf Ihrem Nachhaltigkeitsweg bekräftigt hat und weiterhin umtreibt, ist das Datum des Earth Overshoot Day. In Deutschland war dies im Jahr 2023 der 4. Mai – weltweit der 2. August. Dieser Erdüberlastungstag markiert den Tag, an dem die Menschheit alle natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann, aufgebraucht hat. Wir alle sollten wach werden, meint die naturbegeisterte Händlerin mit Blick auf dieses Datum. „Deutschland verbraucht die Erde dreimal.“
Nachhaltigkeit müsse in die Köpfe, fordert sie. Sie lebt es im Unternehmen vor. Dabei sind ihr auch die stetigen kleinen Veränderungen wichtig. Es fängt bei der Mülltrennung an und geht Schritt für Schritt weiter. So findet man Mitstreiter, ist sich Nikola Rosenbaum sicher.
Neben den Mitarbeitenden sind die Lieferanten ein wichtiger Hebel zum nachhaltigen Wirtschaften. Ein Lieferant im Bereich Outdoor-Kleidung und Zubehör ist Vaude, ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Nikola Rosenbaum kennt die Unternehmerin Antje von Dewitz auch persönlich. Man kann viel von ihr lernen – von der Vision bis zur Umsetzung. Der strikt nachhaltige Weg des Unternehmens ist aber durchaus anspruchsvoll. Betriebs-Kita, Bio-Kantine, Work-Life-Balance sind wirtschaftlich herausfordernd. Dass die Geschäftsführerin trotzdem mutig und konsequent bleibt, findet Nikola Rosenbaum vorbildlich.
Die Nachhaltigkeitsmaßnahmen im eigenen Unternehmen basieren oft auf der engen Kooperation mit den Lieferanten. So werden wiederverwertbare Verpackungskartons getestet. In der Planung ist die Rücknahme von Fahrradschläuchen eines Herstellers, der diese zu 90 % recycelt. Es wird deutlich, dass der Handel bei der Etablierung der Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle spielt.
Nikola Rosenbaum hofft, dass sich alle auf den Weg machen Richtung Nachhaltigkeit. Der eigene Konsum und auch das Fliegen sollten überdacht werden. Ein Sozialprojekt in Afrika vor einigen Jahren hat ihr besonders die Augen geöffnet. Man müsse sich immer wieder fragen, was man wirklich brauche. Nikola Rosenbaum appelliert mit Nachdruck: „Wir haben nur eine Erde.“.
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