Moment noch! (Über)Leben in der Arbeitswelt mit Simone Schweitzer und Gästen

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  • #57 Toxische Kulturen erkennen und sanieren - mit Holger Heinze

    Doppelschlag zum Thema toxische Unternehmenskulturen, Teil 2 – zu Gast: Holger Heinze

    Nachdem ich in Teil 1 bei Holger Heinze zu Gast war, ist Holger heute bei mir – und wir gehen weiter: Warum merken Organisationen oft selbst nicht, dass sie ein Problem haben? Was passiert im Kopf, wenn Kritik als persönlicher Angriff ankommt? Und wie saniert man eine stabil toxische Kultur, ohne dass nach sechs Monaten alles wieder beim Alten ist?

    Holger Heinze ist Berater, Coach und Trainer und saniert unter anderem toxische Unternehmenskulturen.

    Darum geht's

    Warum Organisationen ihr eigenes Kulturproblem oft nicht erkennen Der "Eisberg der Ignoranz" (Sidney Yoshida): Top-Management kennt oft nur einen Bruchteil dessen, was in der Organisation wirklich läuft – nicht aus Schlamperei, sondern weil kritische Informationen unterwegs gefiltert werden. Wer nach oben meldet, verhandelt mit derselben Person über Gehalt und Urlaub – und färbt lieber schön.

    Warum Kritik so oft persönlich genommen wird Menschen (und Organisationen) neigen dazu, Probleme zu personifizieren: Aus "das System ist kaputt" wird schnell "der Überbringer der Nachricht ist das Problem". Eine tief verwurzelte, aber wenig hilfreiche Heuristik unseres Gehirns.

    Moral vs. Betriebswirtschaft – welche Rolle spielt was? Holger plädiert für einen humanistischen Grundkonsens als Basis – und zeigt an zwei Beispielen aus Team-Check-ins, wie sich kulturelle Haltung in einzelnen Momenten entscheidet. Gleichzeitig: In der Praxis ist es fast immer die betriebswirtschaftliche Schmerzgrenze, die Entscheider zum Handeln bringt.

    Woher Kultur eigentlich kommt Nicht "die Summe der Werte Einzelner", sondern erlernte, überlebensdienliche Verhaltens- und Entscheidungsmuster – geprägt durch das, was in der Vergangenheit der Organisation funktioniert oder geschützt hat.

    Der Sanierungsprozess in vier Phasen

    1. Zuhören & verstehen (Interviews, "Forensik", Ressourcenkonflikte und dysfunktionale Schnittstellen aufspüren)
    2. Sanierungsdesign & Psychoedukation
    3. Umsetzung auf vier Ebenen: Reaktionskompetenz der Einzelnen, sauberes Team-Setup, funktionierendes Führungsteam, strukturelle Prozesse
    4. Verankerung – damit das System merkt, wenn es zurückfällt

    Warum Veränderung so oft nach sechs Monaten wieder verpufft Kultur ist träge, weil sie ums Überleben geht. Menschen verändern sich in unterschiedlichem Tempo – vom "die brennen schon" bis zum "nassen Lappen". Rückfälle sind kein Beweis für Scheitern, sondern Teil des Wegs.

    Häufige toxische Muster in der Praxis

    • Gefühle werden illegalisiert und mit Unprofessionalität gleichgesetzt
    • Konflikte werden tabuisiert, statt als das behandelt zu werden, wofür Organisationen eigentlich da sind
    • Lernen und Coaching gelten als Defizit-Signal statt als Professionalität
    • Zeit- und Kapazitätsüberschätzung, kritische Themen laufen "unterm Radar"

    Schlusswort für Entscheider Wer als Führungskraft weiß, dass etwas ungesund ist, und trotzdem nichts tut, verletzt aus Holgers Sicht die Fürsorgepflicht. Entweder akzeptieren und damit arbeiten – oder aktiv werden.

    Hier findest Du meinen Gast Holger Heinze

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    54 min
  • #56 Das Urlaubsparadox: Wie kann sich derselbe Urlaub gleichzeitig zu kurz und viel länger als gedacht anfühlen?

    Vierzehn Tage Urlaub – und plötzlich ist er schon wieder vorbei. Man fragt sich: „Wo ist die Zeit geblieben?“ Und kaum ist man wieder zu Hause, fühlt es sich an, als wäre man viel länger weg gewesen.

    Wie kann derselbe Urlaub gleichzeitig viel zu kurz und erstaunlich lang gewesen sein?

    In dieser Folge geht es um ein spannendes Phänomen aus der Zeitpsychologie. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie wir Zeit erleben und warum sich unser Zeitempfinden manchmal so merkwürdig anfühlt.

    Du erfährst,

    • warum sich Zeit während des Erlebens anders anfühlt als im Rückblick,
    • was hinter der prospektiven und retrospektiven Zeitwahrnehmung steckt,
    • warum Wartezimmer und gute Gespräche unser Zeitempfinden so unterschiedlich beeinflussen,
    • und weshalb ein Urlaub im Rückblick oft viel länger wirkt, als er sich währenddessen angefühlt hat.
    • Viel Freude beim Hören!

      Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen?

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      ➡️ Lass uns sprechen.

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      5 min
    • #55 Warum hält der Erholungseffekt nach dem Urlaub so kurz an?

      Viele hoffen, dass der Urlaub die Batterien wieder auflädt – und sind enttäuscht, wenn das gute Gefühl schon nach wenigen Wochen oder gar Tagen wieder verschwunden ist.

      In dieser Kurzfolge geht es darum, woran das liegt, warum wir unsere Energieräuber häufig falsch einschätzen und weshalb es nicht reicht, sie einfach nur zu kennen.

      Eine kurze Folge mit einem Impuls, der den Unterschied zwischen kurzfristiger Erholung und nachhaltiger Veränderung machen kann.

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      6 min
    • #54 Falscher Beruf oder falscher Job? Was ist dran an der „Berufung“?

      Diese Frage stellen sich viele Menschen irgendwann in ihrem Arbeitsleben.

      Vor allem dann, wenn die Arbeit anstrengend geworden ist, die Freude fehlt oder der Gedanke auftaucht:
      "So kann es nicht weitergehen."

      Aber was, wenn gar nicht der Beruf das Problem ist?

      Was, wenn eigentlich der Job, die Arbeitsbedingungen, die Branche oder die aktuelle Lebensphase nicht mehr passen?

      In dieser Folge sprechen wir über Berufswahl, Berufung und die Vorstellung vom einen perfekten Beruf, der plötzlich alle Zweifel verschwinden lässt.

      Außerdem geht es um:

      • Kinderträume und Berufswünsche,
      • unsere eigenen Berufswege,
      • den Mythos Berufung,
      • den Unterschied zwischen Beruf und Job,
      • die Preise verschiedener Beschäftigungsformen,
      • und die Frage, woran man erkennt, ob wirklich der Beruf nicht mehr passt.

      Und natürlich gibt es auch wieder eine Schlüsselfrage zum Mitnehmen:

      Kannst du mit Sicherheit sagen, dass das, was dich stört, woanders genauso wäre?

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      45 min
    • #53 Ab wann ist es eigentlich zu heiß zum Arbeiten? Was bei hoher Hitze für Arbeitgeber und Beschäftigte gilt.

      Hohe Temperaturen am Arbeitsplatz sind nicht nur unangenehm – sie werfen auch ganz praktische Fragen auf: Gibt es einen Anspruch auf Hitzefrei? Welche Pflichten haben Arbeitgeber? Und welche Rechte hast du als Beschäftigte oder Beschäftigter?

      In dieser Folge erfährst du:

      • ab wann Hitze am Arbeitsplatz arbeitsrechtlich relevant wird,
      • welche Bedeutung die Temperaturgrenzen von 26, 30 und 35 °C haben,
      • welche Pflichten Arbeitgeber bei hohen Temperaturen haben,
      • welche Rechte und Möglichkeiten du als Beschäftigte oder Beschäftigter hast,
      • und welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um gesundes Arbeiten auch an heißen Tagen zu ermöglichen.
      • Außerdem erzähle ich von einer Therapiesitzung in meiner eigenen Praxis, die heute Morgen bei bereits 30 Grad begann – und warum mich das zu dieser Folge inspiriert hat.

        Ich wünsche dir viel Freude beim Hören und einen kühlen Kopf.

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        7 min
      • #52 Wie Trennungsgespräche mit einem Dankeschön enden können - mit Thomas Escherich

        Für viele Menschen gehört es zu den schwierigsten Momenten ihres Berufslebens: das Gespräch, in dem ihnen gesagt wird, dass es für sie im Unternehmen nicht weitergeht.

        In solchen Situationen geht es oft um weit mehr als einen Arbeitsplatz. Es geht um Sicherheit, Selbstverständnis, Zukunftspläne und die Frage, wie es nun weitergeht. Gleichzeitig gehören Trennungsgespräche zu den anspruchsvollsten Aufgaben für Führungskräfte und HR-Verantwortliche.

        Gemeinsam mit Thomas Escherich spreche ich darüber, wie Trennungen in Unternehmen entstehen, wie solche Prozesse ablaufen und was den Unterschied zwischen einer rein formalen und einer menschlich gestalteten Trennung ausmacht.

        Thomas hat viele Jahre in unterschiedlichen Führungsrollen im HR-Bereich gearbeitet und Trennungsprozesse begleitet. Er gibt Einblicke in die Praxis:

        Was passiert eigentlich, bevor es zu einem Trennungsgespräch kommt?
        Wie erleben Betroffene diese Situation?
        Welche Fehler machen Unternehmen häufig?
        Und was braucht es, damit Menschen trotz einer schwierigen Nachricht respektvoll behandelt werden?

        Außerdem sprechen wir darüber, wie sich die Perspektive verändert, wenn man nicht nur Trennungen begleitet, sondern selbst von einer Trennung betroffen ist.

        Themen dieser Folge:

        • Warum gute Mitarbeitende manchmal trotzdem gehen müssen
        • Was Betroffene in Trennungsprozessen wirklich brauchen
        • Wie Unternehmen Trennungen fair und menschlich gestalten können
        • Warum Zuhören oft wichtiger ist als Argumentieren
        • Wie Führungskräfte mit einer der schwierigsten Aufgaben ihres Berufs umgehen
        • Weshalb die Art der Trennung lange nachwirkt
        • Was passiert, wenn jemand beide Seiten des Tisches erlebt hat

        Eine Folge über Führung, Verantwortung, Veränderung und die Frage, wie Menschen auch in schwierigen Situationen ihre Würde behalten können.

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        50 min
      • #51 Müssen Führungskräfte Menschen mögen? (Hotseat #2)

        In dieser Folge vom Heißen Stuhl diskutieren Simone und Tony darüber, ob Führungskräfte Menschen mögen müssen – und warum die eigentliche Frage oft viel komplizierter ist.

        Denn gute Führung entsteht nicht dadurch, dass alle sich mögen. Aber ohne Interesse an Menschen wird Führung auch schwierig.

        Themen der Folge:

        ➡️ Müssen Führungskräfte Menschen mögen, um gut zu führen?

        ➡️ Warum Führung kein Beliebtheitswettbewerb ist
        ➡️ Respekt vs. Sympathie – was ist wichtiger?
        ➡️ Warum Menschen nicht nur Menschen folgen, die sie mögen
        ➡️ Emotionale Bedürfnisse am Arbeitsplatz – wo liegen die Grenzen?
        ➡️ Empathie in der Führung: hilfreich oder überschätzt?
        ➡️ Warum gute Führung sich nicht immer gut anfühlt
        ➡️ Wie Führungskräfte Wachstum ermöglichen, indem sie Menschen fordern

        Außerdem sprechen wir darüber, warum Mitarbeitende oft mehr von Führungskräften erwarten, als deren Rolle eigentlich hergibt – und weshalb Klarheit manchmal wichtiger ist als Harmonie.

        Ohne einfache Antworten und ohne Leadership-Floskeln.

        Wenn euch das Format gefällt oder ihr Themen habt, die wir mal auf den heißen Stuhl setzen sollen, schreibt uns gerne.

        📩 Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen?

        Herausforderungen im Job?

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        ➡️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-schweitzer/

        Hier meine Co-Moderatorin Toni Schmidt:

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        Führung #Leadership #Arbeitswelt #Teamführung #Psychologie #Empathie #Mitarbeiterführung #Kommunikation #NewWork #Podcast #Respekt #Führungskraft #Zusammenarbeit
        18 min
      • #50 Wenn Mitarbeitende im Stich gelassen werden (Kurzfolge #5)

        In dieser Kurzfolge geht es um eine Situation aus dem Coaching, die viele Menschen aus ihrem Arbeitsalltag kennen dürften.

        Eine erfahrene Teamleiterin wird von einer Kollegin regelmäßig offen kritisiert und persönlich abgewertet – teilweise auch vor anderen. Obwohl sie das Gespräch mehrfach gesucht hat, verändert sich nichts. Als sie schließlich ihre Führungskraft einschaltet, bekommt sie die Antwort:

        „Das müsst ihr unter euch klären.“

        Die Folge beschäftigt sich unter anderem mit den Fragen:

        • wie dauerhafte persönliche Abwertung Menschen innerlich verunsichert

        • weshalb Führungskräfte Konflikten manchmal ausweichen
        • und welche Entwicklungsthemen in solchen Situationen häufig entstehen

        Eine Kurzfolge über Konflikte, Führung, Selbstwert und die Herausforderung, in schwierigen Situationen mit sich selbst verbunden zu bleiben.

        Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen?

        Du merkst, dass sich Arbeit gerade nicht mehr wirklich stimmig anfühlt?

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        5 min
      • #49 Menschen brauchen Führungskräfte, die an sie glauben - mit Susanne Ehmann

        Was passiert eigentlich, wenn Menschen im Job vorschnell in eine Schublade gesteckt werden?

        Und warum hat genau das oft mehr Einfluss auf Leistung, Motivation und Zusammenarbeit als jede fachliche Kompetenz?

        In dieser Folge spreche ich mit Susanne Ehmann aus 27607 Geestland, Encouraging-Trainerin, über Ermutigung in Führung und Zusammenarbeit – und darüber, warum Ermutigung nichts mit „nett sein“ zu tun hat.

        Wir sprechen unter anderem darüber:

        • warum Lob und Ermutigung nicht dasselbe sind
        • wie schnell Menschen im Arbeitsalltag abgestempelt werden
        • was Stress mit Lernen und Fehlern macht
        • warum psychologische Sicherheit Produktivität erhöht
        • weshalb Ermutigung auch Klarheit und Verantwortung bedeutet
        • und wie Führungskräfte Menschen fördern können, ohne sie vorschnell aufzugeben

        Susanne teilt außerdem sehr persönliche Erfahrungen aus ihrer eigenen Führungszeit – von Zugehörigkeit im Team bis hin zu Situationen, die sich fast wie Mobbing angefühlt haben.

        Eine Folge über Führung, Beziehung, Selbstverantwortung und die Frage, was Menschen brauchen, um wachsen zu können.

        🎧 Viel Freude beim Hören!

        Du möchtest mehr über Susanne Ehmann erfahren?

        ➡️ Webseite: https://www.susanneehmann.de
        ➡️ LinkedIn: https://linkedin.com/in/susanne-ehmann

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        27 min
      • #48 Sollen Führungskräfte alle Mitarbeitenden gleich behandeln? (Hot-Seat)

        Fairness oder Individualität?

        Gleichbehandlung oder unterschiedliche Bedürfnisse?

        In dieser Folge vom Heißen Stuhl diskutieren Simone und Tony darüber, warum Führung selten schwarz-weiß ist – und weshalb genau darin oft die größte Herausforderung liegt.

        Themen der Folge:

        ➡️ Bedeutet Fairness wirklich Gleichbehandlung?

        ➡️ Warum objektive Führung eigentlich unmöglich ist
        ➡️ Leistung vs. Sympathie
        ➡️ Brauchen Top-Performer Sonderrechte?
        ➡️ Warum gute Arbeit nicht automatisch gesehen wird
        ➡️ Nähe, Vertrauen und die Frage nach professioneller Distanz

        Außerdem sprechen wir darüber,

        warum Führung immer subjektiver ist, als viele glauben – und weshalb unterschiedliche Behandlung nicht automatisch unfair sein muss.

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        21 min

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      From the publisher's feed

      Der Lebensbereich Arbeit nimmt im Leben vieler Menschen einen großen Raum ein. Nicht nur, weil wir Geld verdienen wollen oder müssen. Aber wie oft nehmen wir uns wirklich die Zeit, hinzuschauen, wenn es sich nicht mehr nach Leben, sondern Durchhalten anfühlt?