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  • Bus und Haustür: Organizing in Österreich
    Der Haustürwahlkampf der Linken in Leipzig im vergangenen Jahr wird bis heute viel zitiert und auch hier in Österreich als ein Vorzeigeprojekt des politischen Organizing angeführt. Tausende Engagierte, weit über die Parteistrukturen vor Ort hinaus, klopften an rund 50.000 Haustüren, um für den Einzug der Linken in den Sächsischen Landtag zu kämpfen - und hatten Erfolg. 
    Die KPÖ setzt im laufenden Wahlkampf für die Wien-Wahl am 27. April auf ähnliche Methoden. Erklärtes Ziel ist es auch hier, herauszufinden, was die Menschen in ihrem Alltag bewegt und dabei besonders jene zu erreichen, die sonst eher durchs Raster fallen.
    Um über dieses Vorgehen zu diskutieren, lud sie vergangenen Freitag zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Bus und Haustür: Organizing in Österreich“. Auf der Bühne unterhielten sich Paul Tscheu von den Linken in Leipzig, Johannes Breit, der Spitzenkandidat der KPÖ in Döbling, und Phili Kaufmann, Aktivistin von Wir fahren gemeinsam, einem Bündnis aus Klimaktivist*innen, Buslenker*innen und Gewerkschafter*innen. 
    Foto: Elimende Inagella
    1 hr 17 min
  • Die autoritäre Ausrichtung des radikalisierten Konservatismus
    Ein Mitschnitt der digitalen Jour fixe-Reihe der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) vom 12. März 2025.
    Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des mosaik Podcast. Diesmal mit einem Beitrag von Natascha Strobl, Politikwissenschaftlerin und Autorin zahlreicher Bücher, in denen sie sich mit der sogenannten „Neuen Rechten“ auseinandersetzt.
    Im Rahmen der AkG-Reihe skizziert sie die Entwicklung eines Phänomens, das sie als „radikalisierten Konservatismus“ bezeichnet. In den letzten zehn Jahren haben sich konservative Parteien in ihren Strategien und ihrer Rhetorik radikal verändert. Sie haben die politische Mitte verlassen und Elemente der traditionellen extremen Rechten sowie rechtspopulistische Ansätze übernommen. Im mosaik Podcast haben wir im Gespräch mit Leo Roepert das Thema „Weltbilder und Mythologie des Rechtspopulismus“ bereits beleuchtet.
    Natascha Strobl schließt hier an und präsentiert anhand der Präsidentschaft von Donald Trump und der Politik der Österreichischen Volkspartei unter Bundeskanzler Sebastian Kurz zentrale Beispiele dieser Entwicklung. Im Mittelpunkt steht die Frage danach, was sich hinter diesem neu formierten, parteipolitischen, konservativen Milieu verbirgt und welchen Platz der radikalisierte Konservatismus im zeitgenössischen Autoritarismus einnimmt.
    Foto: Christopher Glanzl
    21 min
  • Exklaven in der Externalisierungsgesellschaft: Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Geflüchteten
    Ein Mitschnitt der digitalen Jour fixe-Reihe der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) vom 12. Februar 2025.
    Externalisierung stellt ein zentrales strukturelles Merkmal kapitalistischer Gesellschaften dar. Die negativen Folgen eines kapitalistischen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems werden auf andere Länder und zukünftige Generationen abgewälzt. Wie reagieren Gesellschaften, die auf Externalisierung basieren, wenn Menschen aus diesen externalisierten Gesellschaften in das Innere der Externalisierungsländer vordringen, beispielsweise im Kontext von Fluchtmigration?
    Mit dieser Frage und diesem Thema beschäftigt sich die heutige Folge des mosaik Podcast, in der ihr einen Beitrag von Judith Vey hört. Am Beispiel des Unterbringungs-, Versorgungs- und Betreuungsystems für Geflüchtete in Deutschland legt sie dar, dass ein zentrales Element der Externalisierung darin besteht, Menschen, die in den Globalen Norden fliehen, in Exklaven innerhalb dieser Gesellschaften erneut zu externalisieren. Unterkünfte für Geflüchtete können als entsprechende Exklaven betrachtet werden, da sie Räume darstellen, die außerhalb dieser Gesellschaften liegen. Dies betrifft sowohl Bereiche der Unterbringung, der Versorgung und der Betreuung als auch den Zugang zum Arbeitsmarkt sowie Möglichkeiten gesellschaftlicher Partizipation.
    Judith Vey ist Soziologin, arbeitet derzeit an der Universität Bremen und beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Migration, sozialen Bewegungen und Fragen der Selbstorganisierung. Im Rahmen der online jour fixe Reihe der AkG hat sie über Thema „Exklaven in der Externalisierungsgesellschaft. Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Geflüchteten  in Deutschland“ gesprochen und Einblicke in ihre Forschung gegeben, die ihr jetzt hört.
    Foto: Karin Kim auf Unsplash
    25 min
  • 10 Jahre mosaik: Handlungsfähigkeit in rechtsextremen Zeiten
    Ein Mitschnitt der Podiumsdiskussion vom 31.01.2025.
    Im Jänner 2015 erschien der erste Beitrag auf mosaik. Der Anspruch war es, linke Politik neu zusammenzusetzen. Fast auf den Tag genau 10 Jahre später kündigen FPÖ und ÖVP an, gemeinsam in Koalitionsverhandlungen zu gehen. Anstatt die Früchte einer Politik zu ernten, die das Leben der Menschen besser macht, finden wir uns inmitten rechtsextremer Zeiten wieder. Was ist da schief gelaufen?
    Diese Frage stellten wir – die mosaik-Redaktion – uns zu unserem zehnjährigen Jubiläum selbstkritisch. Allerdings taten wir das nicht alleine. Am 31. Jänner luden wir Unterstützer*innen, Leser*innen und Interessierte zu einer Podiumsdiskussion auf das Badeschiff Wien ein. Das Motto lautete: „10 Jahre mosaik: Handlungsfähigkeit in rechtsextremen Zeiten“. Gemeinsam mit den ehemaligen mosaik-Redakteur*innen Anna Svec, Lukas Oberndorfer, Moritz Ablinger und Natascha Strobl haben wir uns gefragt: Wo sind wir in den letzten Jahren gescheitert? Was können wir daraus lernen? Und warum ist die Lage bedrückend, aber nicht hoffnungslos?
    In der Folge hört ihr den Mitschnitt der Veranstaltung. Zu Beginn spricht mosaik-Redakteur Hannes Grohs, der den Abend moderierte. Danach nehmen uns die Podiumsgäste mit in die Anfangsphase von mosaik. Sie berichten von der politischen Ausgangslage, dem Gefühl der Aufbruchsstimmung sowie verpassten Chancen. Der Rückblick bleibt aber kein Selbstzweck. Das Podium schlägt die Brücke ins Hier und Jetzt und widmet sich in einer spannenden Diskussion den drängenden Fragen der politischen Gegenwart.
    mosaik wünscht anregende Gedanken beim Hören der Jubiläums-Diskussion und bedankt sich auch an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen Unterstützer*innen und Mitwirkenden für das Ermöglichen der letzten 10 Jahre.
    Foto: Franz Hagmann
    1 hr 55 min
  • Ausbeutung und Externalisierung überwinden
    Ein Mitschnitt der digitalen Jour fixe-Reihe der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) vom 8.  Januar 2025.
    Wenn wir das Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse sind, wie es Karl Marx schreibt, und nicht jenseits des gesellschaftlichen Diskurses existieren, wie es etwa Judith Butler zeigt, folgt daraus: weder existieren unsere Identitäten unabhängig von den ökonomischen Verhältnissen, noch lassen sich die ökonomischen Verhältnisse unberührt von Identitätspolitik denken. Aus historischer Perspektive zeigt sich zudem, dass die Sicherung von Priviligien ein wesentliches Element unserer Wirtschaftsordnung bildet.
    Doch das sogenannte ‚unlearning privileges’ reicht nicht. Die strukturellen Zwänge des Kapitalismus gehen viel tiefer, als dass sie auf Profitgier oder Konzernmacht zu reduzieren und damit zu korrigieren wären. Auch nicht von einer sozialistischen Regierung. Es ist die Marktwirtschaft an sich, die intersektionale Ungleichheit braucht, die Ausbeutung weit über die Mehrwertabschöpfung hinaus erzwingt und uns letztlich dem Kollaps immer näher bringt. Doch wie jede Struktur ist sie veränderbar. Tun wir dies radikal demokratisch und mit Fürsorge, sind Marktlogiken in Muster des Commoning übertragbar.
    In der heutigen Folge des mosaik-Podcast hört ihr einen Beitrag von Friederike Habermann zum Thema „Ausbeutung und Externalisierung überwinden: Eine intersektionale Theorie der Hegemonie und Transformation“. Im Rahmen der AkG-Reihe hat die Wirtschaftswissenschaftlerin und Historikern zentrale Überlegungen aus dem gleichnamigen, aktuellen Buch vorgestellt, das in englischer Sprache im vergangen Jahr erschienen ist.
    Foto: Sven Piper auf Unsplash
    21 min
  • Grenzen und Bewegungsfreiheit
    Ein Mitschnitt der digitalen Jour fixe-Reihe der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) vom 11. Dezember 2024.
    Seit rund vier Jahrzehnten schottet sich die EU gegenüber Flucht und Migration mit wachsender Härte ab. Eine Unterbrechung stellte nur der „kurze Sommer der Migration“ im Jahr 2015 dar. Getrieben vom Aufschwung rechts-autoritärer Kräfte unterstützen mittlerweile auch Parteien der „Mitte“ eine Migrationspolitik weit jenseits grund- und menschenrechtlicher Standards. Ein dystopischer Festungskapitalismus zeichnet sich ab, geprägt durch Grenzzäune, Lager und Massenabschiebungen. Gleichzeitig sind immer noch viele Menschen empört über Pläne zur „Remigration“. Sie sind geschockt über die jährlich tausenden Toten an den europäischen Grenzen und zornig angesichts der moralischen Kälte, mit der die EU ihre Migrationskontrollen an Diktaturen und Milizen delegiert. Und immer noch wissen und kritisieren viele Menschen im Globalen Norden, dass an den hochgerüsteten Grenzen ihre eigene, privilegierte Lebensweise gegen jene verteidigt wird, die in der Geburtsort-Lotterie weniger Glück hatten als sie selbst.
    Vor diesem ambivalenten Hintergrund diskutiert Fabian Georgi die Idee globaler Bewegungsfreiheit als emanzipatorisches Projekt und als Kernbestandteil sozial-ökologischer Transformation. Ausgehend von der Rolle von Grenzen im Kapitalismus und einer materialistischen Ethik der Migration setzt er sich mit Problemen und Herausforderungen der konkreten Utopie offener Grenzen auseinander: Was sind die Bedingungen und Konsequenzen einer Politik der Bewegungsfreiheit? Was wären Umsetzungsschritte und Ansatzpunkte für praktisches Handeln?
    In der heutigen Folge des mosaik-Podcast hört ihr einen Mitschnitt der digitalen Jour fixe-Reihe der AkG vom 11. Dezember. Fabian Georgi stellt darin sein Buch „Grenzen und Bewegungsfreiheit. Eine kritische Einführung“ vor, das Anfang 2025 erscheint. Fabian Georgi ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Referent beim Komitee für Grundrechte und Demokratie. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Migrationspolitik, europäischer Integration, kritischer Wissenschaft und Staatstheorie. Nikolai Huke moderierte die Veranstaltung. Er spricht zu Beginn.
    Titelbild: Markus Spiske auf Unsplash
    39 min
  • Klimaschutz heißt Arbeitskampf
    Ein Mitschnitt der Tagung „Linke Betriebsratsarbeit“ vom 13. Oktober
    Vom 11.-13. Oktober fand in Wien die Tagung "Linke Betriebsarbeit" statt, über die wir bei mosaik bereits berichtet haben. Auf der mehrtägigen Veranstaltung wurden aus unterschiedlichen Perspektiven Fragen, Herausforderungen und Probleme betrieblicher Mitbestimmung, gewerkschaftlicher Organisierung und Sozialpartnerschaft diskutiert. Ein Panel widmete sich dabei dem Thema „Klimaschutz heißt Arbeitskampf“ – Organisierung für die sozial ökologische Transformation. Eingeladen zu dem Gespräch waren Lars Hirsekorn, der bei Volkswagen in Braunschweig arbeitet und dort seit 2022 freigestellter Betriebsrat ist, Phili vom Bündnis „Wir fahren gemeinsam“ und Leo der als Stellwerker bei der ÖBB Infrastruktur tätig ist.
    In der heutigen Folge des mosaik Podcast hört ihr einen Mitschnitt dieses Gesprächs. Neben  grundlegenden Herausforderungen linker Betriebsarbeit wurde darüber debattiert, welche Bündnisse es über die betriebliche Ebene hinaus auch außerhalb der Belegschaft braucht. Dabei wurden auch verschiedene Forderungen wie etwa die nach Arbeitszeitverkürzung diskutiert. Die große inhaltliche Klammer bildete jedoch das Zusammenspiel zwischen betrieblicher Organisierung und Möglichkeiten des Klimaschutzes. Im Folgenden hört ihr nun eine Aufzeichnung des Gesprächs sowie die anschließende Diskussion.
    Foto: Foto-Rabe auf Pixabay
    1 hr 31 min
  • Emanzipatorische Perspektiven im „Anthropozän“
    Ein Mitschnitt der digitalen Jour fixe-Reihe der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) vom 13. November 2024.
    Das wirkmächtige Narrativ vom Anthropozän – dem Zeitalter des Menschen – begreift die ökologische Krise als eine von Menschen gemachte. Es vernachlässigt dabei jedoch die herrschaftsförmige gesellschaftliche Vermittlung des menschliche Einwirkens auf Natur. Die Erzählung vom Anthropozän kann daher die Bearbeitung der ökologischen Krise nur als technologisch modernisierte Naturbeherrschung denken. Diese aber droht wiederum die ökologische Krise zu verschärfen und soziale Spaltungen zu vertiefen. Demgegenüber warten jüngere ökosozialistische Entwürfe mit alternativen Krisendiagnosen und -strategien auf. Diese Ansätze bedürfen jedoch einer staats- und hegemonietheoretischen Fundierung und Einsichten aus der kritischen Theorie gesellschaftlicher Naturverhältnisse.
    Bei der heutigen Folge handelt es sich um eine Jubiläums-Ausgabe, nämlich um die einhundertste Folge des mosaik-Podcast. Diesmal hört ihr einen Beitrag von Uli Brand, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien. Im Rahmen der online Jour fixe-Reihe der AkG hat dieser den Text „Emanzipatorische Perspektiven im ‚Anthropozän‘. Über die Grenzen des grünen Kapitalismus und die Notwendigkeit einer radikalen Alternative“ vorgestellt, den er gemeinsam mit Markus Wissen für die Zeitschrift PROKLA verfasst hat.
    Titelbild: Dan Meyers auf Unsplash
    29 min
  • Solidarität als linke Praxis: Wie wird sie gelebt?
    Ein Mitschnitt der Tipping Points-Podiumsdiskussion vom 01.11.2024.
    Das gesellschaftliche Klima ist weitestgehend unsolidarisch. Parteien wie auch Medien bedienen rechte Narrative, befeuern rechte Ausgrenzung und neoliberale Individualisierung. Dem entgegen stehen Menschen und Initiativen, die nicht nur ihre eigenen Interesse vertreten und danach handeln, sondern Solidarität als linke, emanzipatorische Praxis verstehen, leben und verkörpern. Doch was bedeutet Solidarität überhaupt?
    Vom 01. bis zum 03. November 2024 fand die elfte Ausgabe von „Tipping Points – Skills und Methoden für Soziale Bewegungen“ unter dem Motto „Her mit dem Linksruck!“ statt. Für das Eröffnungspodium luden die Organisator*innen Vertreter*innen unterschiedlicher Gruppe ein, um mehr über ihre solidarische Praktiken zu erfahren. Im folgenden Veranstaltungsmitschnitt hört ihr Lie von der GemSe – einem queer-feministischen Ort im Gailtal in Kärnten/Koroška, Elena Messner vom Museum der Migration (MUSMIG), Kerschi von der Initiative Bürglkopf schließen in Tirol sowie Iva von Planet10 – einem queer-migrantisch-antirassistischen Hausprojekt in Wien-Favoriten. Die Podiumsteilnehmer*innen berichten von ihrem Verständnis von Solidarität, wie sie Solidarität konkret in ihren Projekten leben und warum Solidarität auch heißt, Konflikte auszutragen und auszuhalten.
    Moderiert wurde die Veranstaltung im Kulturzentrum 4lthangrund von Laura Grossmann vom Tipping-Points Team.
    Titelbild: Tipping Points/JK
    1 hr 35 min
  • „Die Würde des Spargels ist unantastbar“ – Antiosteuropäischer Rassismus, Ausbeutung und Widerstand
    Ein Veranstaltungsmitschnitt der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie vom 18.10.2024.
    Rassismus und Prozesse der Rassifizierung in Bezug auf Osteuropäer*innen erfahren in westeuropäischen Ländern verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit. Am 18. Oktober organisierten die Sektionen „Migrations- und Rassismusforschung“ sowie „Soziale Ungleichheit“ der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) eine Veranstaltung mit dem Titel „Antiosteuropäischer Rassismus, Ausbeutung und Widerstand“. Ziel der Veranstaltung war es, zur Thematisierung von antiosteuropäischem Rassismus beizutragen und über seine gegenwärtigen Auswirkungen zu sprechen.
    In der heutigen Folge des mosaik-Podcast hört ihr einen Impulsvortrag von Jannis Panagiotidis. Gemeinsam mit Hans-Christian Petersen hat er das Buch „Antiosteuropäischer Rassismus in Deutschland. Geschichte und Gegenwart“ verfasst. In seinem Vortrag zeichnet Jannis die historischen Ursprünge von antiosteuropäischem Rassismus in Deutschland und sein Fortwirken bis in die Gegenwart nach. Im Anschluss daran kommen Simona Ďurišová und Sónia Melo zu Wort. Simona ist Mitgründerin der IG 24 – der Interessengemeinschaft der 24-Stunden-Betreuer*innen in Österreich. Sónia setzt sich im Rahmen der Sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntearbeiter*innen in Österreich ein.
    Simona und Sónia berichten von ihren Kämpfen, prekären Arbeitsverhältnissen und fehlenden Rechten. Gemeinsam mit Jannis diskutieren sie, welche Funktionen antiosteuropäischer Rassismus erfüllt und warum die Würde des Spargels in Deutschland wie auch Österreich unantastbar scheint. Clara Holzinger und Niki Kubaczek haben die Veranstaltung moderiert, die in der Brunnenpassage in Wien-Ottakring stattfand.
    Neben der Moderation hört ihr zu Beginn der Aufnahme zwei Veranstaltungsankündigungen zum Thema. Am 11. November feiert die Sezonieri-Kampagne ihr zehnjähriges Bestehen und lädt zur Filmvorführung von The Pickers ins Admiral Kino in Wien. Bereits am 24. Oktober zeigt der Cinemarkt in der Brunnenpassage die Filme Carenomadinnen und The Limits of Europe. Beide Filme widmen sich der Ausbeutung osteuropäischer Arbeitskräfte in Westeuropa.
    Bild: mosaik
    1 hr 20 min

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