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Raphael Deindl im Gespräch mit Martin Krauss und Felix Syrovatka über die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift PROKLA.
In den letzten Jahrzehnten ist aus dem Fußball ein globales Unterhaltungsprodukt geworden. Steigende Zuschauer*innenzahlen und wachsende Einschaltquoten bei Liveübertragungen zeugen davon, dass die Begeisterung für das Spiel ungebrochen ist. Zugleich hat sich rund um den Fußball eine Industrie entwickelt, die den Sport zu einem Geschäftsfeld macht und enorme Profite erwirtschaftet.
Was passiert, wenn Fußball zur globalen Industrie wird? Wer gewinnt, wer verliert – und wo liegen Chancen für Veränderung? Für diese Folge des mosaik-Podcasts habe ich mit Martin Krauss und Felix Syrovatka über das aktuelle PROKLA-Heft zur politischen Ökonomie des Fußballs gesprochen. Beide haben das Heft mit herausgegeben. Mit ihnen habe ich über ökonomische Dynamiken im Fußball diskutiert, aber auch inwieweit Fußball als soziales und kulturelles Phänomen betrachtet werden muss. Wir haben darüber gesprochen, welche Veränderungen der Fußball in den vergangenen Jahren erlebt hat und welche emanzipatorischen Potenziale damit verbunden sein können.
Der Beitrag Politische Ökonomie des Fußballs erschien zuerst auf mosaik.
Ein Mitschnitt der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 14. Jänner 2026.
In der neuen Folge des mosaik Podcast hört ihr einen Beitrag von Christopher Wimmer, der als Soziologe und Autor zu sozialer Ungleichheit, Armut sowie politischer Mobilisierung forscht. Im Rahmen der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat er sein Buch „Leben ganz unten. Perspektiven vom Rand der Gesellschaft“, das 2025 im PappyRossa Verlag erschienen ist, vorgestellt.
Notunterkünfte, Teeküchen, Straßenecken: Christopher Wimmer sprach mit Menschen, die mit Armut und Ausgrenzung konfrontiert sind. Er lässt die Stimmen jener zu Wort kommen, die ganz unten leben und über deren Los meist von oben entschieden wird – mit „Instrumenten“ wie Hartz IV oder Bürgergeld, mit „Leistungsanreizen“ oder Sozialkürzungen.
Doch wie werden Menschen überhaupt marginalisiert? Was bedeutet es, von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu sein? Und wie gehen die Menschen, die Millionen zählen, mit Geldnot, Stigmatisierung oder Jobcenter-Schikanen um? Durch die Verbindung aus journalistischer Darstellungsweise und soziologischem Blick entsteht ein vielschichtiges Bild von Armut, Ausgrenzung und eines täglichen Überlebenskampfes, der sich zwischen politischer Machtlosigkeit und widerständigem Alltag bewegt. Gleichzeitig regt das Buch auch zur Frage an, wie es anders sein könnte. Nun aber zum Beitrag von und mit Christopher Wimmer.
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Warum hört ihr im mosaik Podcast jeden Monat einen Mitschnitt der Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“?
Weil mosaik seit mehreren Jahren mit der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) kooperiert. Die AkG existiert seit 2004 und versteht sich als offener Zusammenschluss von Sozialwissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr Ziel ist es, kritische Gesellschaftstheorie gegen ihre Marginalisierung an Hochschulen zu stärken – sei es durch Tagungen oder durch die von der AkG unterstützte Jour-Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“.
In der Reihe stellen jeden zweiten Mittwoch im Monat Forscher*innen und Autor*innen Bücher oder Beiträge vor. Thematisch geht es um politisch relevante Fragen – wie zum Beispiel Rassismus, Armut, Ungleichheit, sozial‑ökologische Themen bis hin zu kapitalismuskritischen Ansätzen.
Diese Themen sind für die Wissenschaft, wie für politische Kontexte der gesellschaftlichen Linken zentral. mosaik versucht sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und versteht sich als Schnittstelle zwischen kritischer Wissenschaft und sozialen Bewegungen. Wenn ihr die Termine der Jour-Fixe Reihe verpassen solltet, könnt ihr die Beiträge im mosaik Podcast nachhören.
Der Beitrag Leben ganz unten: Perspektiven vom Rand der Gesellschaft erschien zuerst auf mosaik.
Ein Mitschnitt der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 10. Dezember 2025.
In der heutigen Folge des mosaik Podcast hört ihr einen Beitrag von und mit Christa Wichterich. Die Soziologin, Publizistin und Universitätsdozentin befasst sich in ihrer Arbeit unter anderem mit feministischer Theorie, Geschlechterverhältnissen sowie Fragen um Reproduktion und Sorge. Im Rahmen der Jour Fixe Reihe stellt sie ihren Beitrag „Ohne Care keine sozial-ökologische Transformation“ vor. In ihrem Text fragt sie danach, was passiert, wenn wir Care nicht nur als konkrete Arbeit des Versorgens, Sich-Kümmerns und der Selbstsorge verstehen, sondern als Ethos und Handlungsrationalität, die unsere sozialen Beziehungen und unseren Umgang mit natürlichen Ressourcen neu ordnet.
Im Zentrum ihrer Überlegungen steht der Begriff der „(Re)Produktivität“: Er verbindet die verschränkten Prozesse von Produktion und Reproduktion in Gesellschaft und Natur – das, was Leben schafft und erhält. Christa Wichterich fasst Care dabei als einen Herrschaftsknoten, in dem Geschlecht und Klasse, Herkunft und Hautfarbe miteinander verflochten sind.
Warum müssen wir diese intersektionalen Bedingungen dekonstruieren, damit Versorgungsarbeiten nicht länger gegenüber dem industriellen Produktivismus abgewertet werden? Und wie kann Care als Organisationsprinzip eine sozialökologische Transformation tragen? Antworten auf diese und weitere Fragen hört ihr im Beitrag von und mit Christa Wichterich.
Foto: Joshua Hoehne
Der Beitrag Ohne Care keine sozial-ökologische Transformation erschien zuerst auf mosaik.
Die sozialen Medien sind voll mit misogynen und antifeministischen Beiträgen. Damit, wer für diese Inhalte besonders empfänglich ist, beschäftigte sich die Wissenschaftlerin Brigitte Temel kürzlich in einem Vortrag mit dem Untertitel „Antifeminismus als Herausforderung für die Jugendarbeit“. In diesem Rahmen warf sie die Fragen auf, welche Funktionen es erfüllt, sich diesen Ideologien zuzuwenden, und was das für die Präventionsarbeit bedeutet. Um dies zu beantworten, ging sie beispielhaft den Phänomenen „Incels“ und „Tradwives“ nach.
Brigitte Temel ist wissenschaftliche Mitarbeiter*in am Institut für Konfliktforschung in Wien und forscht zu den Themen geschlechtsspezifische Gewalt, Männlichkeit und Antifeminismus. Der Mitschnitt entstand im Rahmen eines teaminternen Weiterbildungsvortrags des Vereins Poika im Rahmen des von der Stadt Wien geförderten Projekts „Toxische Influencer vs. fürsorgliche Demokratie – Geschlechterrollen im digitalen Raum“. Ihren Vortrag könnt ihr nun im mosaik-Podcast in voller Länge nachhören, lediglich die Publikumsbeiträge wurden herausgeschnitten.
Foto: Wikimedia Commons
Der Beitrag Zwischen Incels und Tradwives erschien zuerst auf mosaik.
Ein Mitschnitt der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 12. November 2025.
Warum uns mehr eint als trennt: In ihrem neuen, hochaktuellen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung räumt die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf.
Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Dass dies so sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge – als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Das zeigt sie an den einschlägigen Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Krieg und Frieden sowie Corona. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden. Sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Und was kann man tun, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben?
Gilda Sahebi ist Ärztin und Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Rassismus, Frauenrechte, Naher Osten und Wissenschaft. Sie schreibt für unterschiedliche Nachrichtenmagazine und Zeitungen. Das »Medium Magazin« ernannte sie 2022 zur Politikjournalistin des Jahres. Über ihre Social-Media-Kanäle und als Gesprächspartnerin in diversen Talkshows erklärt und ordnet sie das aktuelle politische Geschehen ein. Im Rahmen der Jour-Fixe Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat sie ihr Buch „Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung“ vorgestellt.
Bild: Hannes Leitlein
Der Beitrag Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung erschien zuerst auf mosaik.
Vergangene Woche fand der erste No Border Summit in Wien statt. Dieser stellte sich der Vienna Migration Conference entgegen, die bereits zum zehnten Mal vom „International Centre for Migration Policy Development“ (ICMPD) ausgerichtet wurde. Das ICMPD ist ein Wiener Think-Tank mit Vorsitz von ÖVP-Politiker Michael Spindelegger, der europäische Grenzpolitik maßgeblich mitbestimmt.
Auf einer Podiumsdiskussion mit dem Titel: „Abolish ICMPD: Resisting EU Border Externalisation“ berichteten Journalist*innen und Aktivist*innen von den Verflechtungen der europäischen Grenzregimes und ihrem Kampf dagegen. Einen Schwerpunkt dabei bildete das Verhältnis von Aktivismus in EU-Mitgliedsstaaten und in jenen Ländern, die vom Grenzregime der Europäischen Union betroffen sind. Die ganze Podiumsdiskussion könnt ihr in dieser mosaik-Podcast-Folge nachhören, lediglich der Frage- und Antwort-Teil bleibt für die Privatsphäre der Anwesenden vertraulich.
Ein grundlegende Analyse zum ICMPD und ein Interview mit Nidžara Ahmetašević, die auch gleich auf dem Podium zu hören ist, findet ihr ebenfalls bereits auf mosaik.
Foto: Gred Bulla
Der Beitrag Podiumsdiskussion: Resisting EU Border Externalisation erschien zuerst auf mosaik.
Ein Mitschnitt der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 8. Oktober 2025.
Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge des mosaik Podcast. Diesmal hört ihr einen Beitrag von und mit Alexander Gallas, der an der Frankfurt University of Applied Sciences zu den Themen Staat, Arbeitsverhältnisse, Klassenbildung und Streiks arbeitet. Im Rahmen der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat er sein zweiteiliges Buch „Jenseits der Fabrik. Streiks und Klassenbildung über den industrielles Sektor hinaus“ vorgestellt. Die beiden Bücher sind im vergangenen Jahr in englischer Sprache erschienen.
Gallas fragt danach, was Streiks in nicht-industriellen Sektoren für die Klassenbildung bedeuten – eine entscheidende Frage, die in vielen Analysen und Auseinandersetzungen mit Streiks weitgehend unbeachtet geblieben ist. Das Buch enthält eine Kartierung von Streiks weltweit und fokussiert dabei auf Fallstudien aus Deutschland, Großbritannien und Spanien. Es wirft ein neues Licht auf Klassenverhältnisse, Kämpfe um bezahlte und unbezahlte Arbeit sowie Arbeiterbewegungen im Gegenwartskapitalismus und trägt so zu einer zeitgemäßen Klassentheorie dabei.
Foto: Privat
Der Beitrag Jenseits der Fabrik – Streiks und Klassenbildung über den industriellen Sektor hinaus erschien zuerst auf mosaik.
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