In dieser besonderen Episode von MUTPropaganda erzählt Leslie ihre ganz persönliche Mutgeschichte – eine Geschichte über Liebe, Verantwortung, Kontrollverlust und die schwerste Lektion überhaupt: loszulassen.
Interviewt wird Leslie diesmal von Juliana Käfer, die ihr als Host Raum gibt, innezuhalten, zurückzublicken und auszusprechen, was sonst oft unausgesprochen bleibt.
Im Jahr 2024 erhält Leslies Vater eine Krebdiagnose. Was folgt ist ein Ausnahmezustand und eine Marathon von Operationen, Chemotherapie, Krankenhausaufenthalten bis hin zur Entscheidung, ihn von Wien nach Oberösterreich zu übersiedeln.
Besonders schwer wird es, als ihr Vater nach einer schweren Operation jede Veränderung verweigert – sogar bei der Ernährung. Wiederholte Krankenhausaufenthalte machen deutlich: Er hat sich innerlich aufgegeben. Leslie steht vor der schmerzhaften Erkenntnis, dass Liebe manchmal bedeutet, nicht mehr zu retten, sondern Entscheidungen beim anderen zu lassen.
Mit Unterstützung ihres Therapeuten lernt sie, Kontrolle abzugeben und ihrem Vater die Freiheit zu lassen, selbst zu entscheiden – auch wenn das weh tut. Genau dieses Loslassen wird zum Wendepunkt. Nach einem weiteren lebensbedrohenden Situation findet ihr Vater überraschend zurück ins Leben, beginnt wieder zu essen und sich zu erholen.
Diese Erfahrungen verändern Leslie nachhaltig. Sie beginnt, ihr eigenes Leben neu zu ordnen:
• berufliche Prioritäten werden hinterfragt
• Beziehungen neu bewertet
• Erwartungen losgelassen
• Kontakte bewusst reduziert
Sie spricht offen über Trauer, Angst und darüber, was wirklich bleibt: Zeit, Nähe und echte Verbindung.
Eine ehrliche, verletzliche und gleichzeitig stärkende Episode über Erwachsenwerden, Abschied, innere Stärke – und darüber, wie Mut manchmal ganz leise aussieht.
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