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By Hans-Christian Spengler und Thorsten A. SiefertNewsNews Commentary
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netkiosk.digital episodes

  • Hitze

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Mike Erskine auf Unsplash

    Das Wetter vom Samstag, rund um unsere Berglandstudios herum: Verstörend. Angekündigt  worden war uns große Hitze. Zunächst gab es noch eine ordentliche Portion Restwärme vom Vortag, in der Nacht keine wirkliche Abkühlung. Daran anschließend zog es sich zu und es folgten Regenschauer. Mit ein bisschen Durchzug war Putzen kein Problem. Nächster Gang auf der Karte des samstäglichen Wettermenüs: Plötzlich drückende Schwüle, wie aus dem Nichts. Sie hätten die Luft schneiden können. Und als wir am Nachmittag zum Einkaufen etwas in Richtung Süden vorrückten, wurde die Sache nicht besser. Am Abend und in der Nacht zum Sonntag dann Abkühlung, angenehm. Und bei Ihnen?

    Gestern war – wie im Wetterbericht vorab angekündigt – der bislang heißeste Tag im Jahr. Am Nachmittag wurden an einer Station des Deutschen Wetterdienstes in Möhrendorf-Kleinseebach 38,8 Grad Celsius gemessen. Rekordwerte auch in anderen Teilen Bayerns, ebenso in Sachsen und lokal in Baden-Württemberg. Selbst an der Ostsee stellte man Temperaturen deutlich über 30 Grad fest.

    Zurück nach Baden-Württemberg, hier wurde es in der Nacht auf Sonntag sehr ungemütlich. Gewitter, die ihren Ursprung in Frankreich hatten, zogen ins Land. Am Tunisee bei Freiburg wurde das Sea You Festival abgebrochen, 22.000 Menschen gelang es innerhalb von 40 Minuten das entsprechende Gelände verlassen. Ein größerer Sachschaden entstand in Ilsfeld im Kreis Heilbronn, dort erwischte ein Blitz eine Scheune, in der Strohballen lagerten. Es kam zu einem Brand.

    Dieser Sommer ist heiß und das führt zu mannigfaltigen Problemen, auch jenseits von Gewittern und Starkregen. Die großen Flüsse verlieren Wasser. Noch ist es nicht so dramatisch wie im letzten Jahr. Was den Rhein betrifft, gibt es bei Kaub eine Engstelle, hier liegt der Wasserpegel im Moment unter einem Meter, was für einige Frachtschiffe bedeutet, dass sie dort nur mit reduzierter Ladung verkehren können.

    Deutlich schlechter ist die Lage an der Oder, hier sind die Pegel an den meisten Messpunkten zu niedrig, erste Einschränkungen für die Schifffahrt gelten bereits. Auch die Elbe ist betroffen, auf ihr können Schiffe nur noch mit begrenzter Abladetiefe verkehren. Das ist der aktuelle Stand der Dinge bei uns.

    Schaut man sich weiter auf unserem Kontinent um, ist die Lage oftmals noch problematischer. 4.500 Hektar Wald sind binnen weniger Stunden gestern auf La Palma verbrannt. Enorme Hitze, dazu Wind, die Verantwortlichen für diese Katastrophe. Viel zu hohe Temperaturen herrschten am Wochenende auch in anderen Regionen Südeuropas, in Italien oder Griechenland war es teilweise deutlich über 40 Grad heiß.

    Erschreckend ist, dass bereits in der Zeit vom 3. bis 6. Juli , so der italienische Meteorologe Mercalli, alle Temperaturrekorde auf diesem Planeten gebrochen wurden. Schauen wir uns um: In Kanada war die Zahl der Waldbrände bis gestern auf 670 gestiegen, Millionen von Bürgern im Süden der USA leiden unter einer furchtbaren Hitzewelle. In der Nacht kühlt es in manchen Städten nicht unter 38 Grad Celsius ab, Menschen retten sich bei Tagestemperaturen von bis zu 45 Grad in sogenannte Cooling Center, sie sind gerade für Personen ohne festen Wohnsitz die einzige Chance zu überleben.

    Es scheint fast so, als hätten wir es geschafft, den Planeten ordentlich aufzuheizen. Wetterextreme jeder Art bedrohen die Existenz von Pflanzen, Tieren und zuletzt auch Menschen. Dieser Satz wurde schon so oft gesagt, aber offenbar immer noch nicht verstanden: Die Natur braucht uns nicht, wir aber brauchen die Natur. Wenn unsere Einsicht erst dann einsetzt, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht oder nicht mehr verfügbar ist, dann wird es jedenfalls zu spät sein.

    5 min
  • Rückschau KW 28

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Mike Erskine auf Unsplash

    Unsere Rückschau auf die Kalenderwoche 28.

    47 min
  • Abkehr

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Emma Bauso

    Soweit hätte es nicht kommen dürfen. Nicht in einer freiheitlichen Demokratie, nicht in unserem staatlich organisierten Bildungssystem, dessen Auftrag es ist, zentrale Werte unserer Bundesrepublik als wichtig und unbedingt schützenswert zu vermitteln. Es ist die vornehmste Aufgabe des Staates, diese Werte zu verteidigen und bei Übertretungen derselben deren Beachtung anzumahnen, ggf. auch Sanktionen zu verhängen, wenn nicht verstanden wird oder werden will, dass das demokratische Fundament der Bundesrepublik unantastbar und unverrückbar ist.

    Wenn Menschen gehen, alles hinter sich lassen, dann muss eine Menge passiert sein und sich entgegen aller Bemühungen und Anstrengungen in einer Sache nichts geändert haben, obwohl der Handlungsbedarf unübersehbar und nicht zu ignorieren war.  Wenn Unerträgliches unerträglich bleibt, wenn es an Solidarität und Unterstützung fehlt, man stattdessen Ablehnung oder Schlimmeres erfährt, wenn notwendige staatliche Maßnahmen entweder unterbleiben oder einfach nicht greifen, dann tritt irgendwann Resignation ein, die in ein Aufgeben mündet. Erfahrungen und Gedankengänge, die so oder so ähnlich dazu geführt haben mögen, dass zwei Menschen eine Konsequenz zogen: Laura Nickel und Max Teske, zwei junge engagierte Lehrer, tätig an einer Schule in Burg, das liegt im Spreewald des Landes Brandenburg werden im nächsten Schuljahr dort nicht mehr unterrichten.

    Was genau führte dazu? Es war im …, wir berichteten darüber, als die jungen Pädagogen einen Brandbrief verfassten. Er beschrieb die Zustände in der Bildungseinrichtung, an der rechtsextrem orientierte Schüler offenbar die Oberhand haben. Hitlergrüße, rechte Musik in den Klassenräumen, ständige Diffamierung von Mitschülern, die einen Migrationshinter-grund haben, Bedrohungen, Mobbing, Sexismus und Homophobie – die ganze Bandbreite des Hässlichen und dringend Einzudämmenden.

    Was genau dann passierte, weiß man nicht. Das Bildungsministerium teilte mit, man habe sich um die Schule und die beiden Pädagogen gekümmert. Dem entgegen steht die Darstellung des Lehrers Max Teske. An der Schule habe sich nichts geändert, das Kollegium sei gespalten. Einige Eltern hatten zudem gefordert, dass die beiden gehen sollen. Sie seien politisch aktiv und hätten ein eigenes Bild von Demokratie. Teske und auch seine Kollegin Nickel beschlossen schließlich, zum Ende des Schuljahres die Schule zu verlassen und stellten entsprechende Versetzungsanträge.

    Am letzten Mittwoch schließlich der illegale Aushang von Bildern der jungen Lehrer in Burg, untertitelt mit einer Aufforderung an die beiden, doch nach Berlin zu gehen. Zudem war auf Instagram ein Account eingerichtet worden. Hier rief man zur Jagd auf beide auf. Und der Vorsitzende der AfD in Cottbus äußerte sich begeistert über den Weggang in einem Posting auf Twitter, in welchem er mitteilte: „Bürgerliches Engagement wirkt. Linksliberaler Denunziant verlässt Burger Schule.“

    Dass ihr Engagement richtig und angemessen war, zeigte sich nicht nur dadurch, dass sich auch die Schüler alsbald über die Ereignisse an der Mina-Witkojc-Schule mitteilten, sondern sich in der Folge des Brandbriefes Menschen aus der Region zu einem „Bündnis für mehr Demokratie“ zusammenfanden. Zudem erfolgten nach dem öffentlichen Schreiben von Max Teske und Laura Nickel von anderen Schulen verstärkt Meldungen über dort auftretenden Rechtsextremismus an die entsprechenden Aufsichtsbehörden.

    Der Weggang der beiden jungen Lehrer von ihrer Schule hinterlässt einen furchtbaren Nachgeschmack. Wenn auch nur der Eindruck entsteht, dass es dem Staat nicht gelingt, die für unsere Gesellschaft zentralen Werte durchzusetzen und jene zu schützen und zu unterstützen, die sich genau für diese einsetzten, dann gleicht das fast schon einer Kapitulationserklärung. Das rechtsextreme Kräfte gerade in einer das Bildungswesen betreffenden Angelegenheit augenscheinlich obsiegen, muss den Rechtsstaat und seine Institutionen wachrütteln.

    Den Bundespräsidenten jedenfalls haben die jüngsten Ereignisse in Brandenburg unruhig werden lassen. Er resümiert, dass man wieder Menschen davon überzeugen müsse, dass die Demokratie nicht vom Himmel gefallen sei. Sie lebe davon, dass Menschen sich für sie einsetzen. Das, Herr Steinmeier, ist vollkommen richtig und wie das Geschehene zeigt, ist es allerhöchste Zeit für alle an der Demokratie Beteiligten initiativ zu werden, um unser Staatswesen und die Menschen, rechtsextremer Gewalt und Übergriffen ausgesetzt sind, zu schützen.

    6 min
  • Vier Minuten natürlicher Sex

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Womanizer Toys auf Unsplash

    Sexualität ist eine grundsätzlich vielfältige Sache, was einfältigen Menschen mitunter kaum oder gar nicht zu vermitteln ist. Diese beziehen sich ihre Haltung begründend auf heilige Schriften, Traditionen, das Primat der Fortpflanzung. Und weil die Gesellschaft dieses Wissen und die daraus resultierenden Verhaltensregeln unreflektiert weiterträgt, ist gleichgeschlechtlicher Sex – trotz aller Fortschritte, die die LGBTQ+ -Bewegung erzielt hat – immer etwas, das mit Distanz betrachtet wird. Und genauso, häufig viel schlimmer geht man mit denen um, die sich dazu bekennen, die öffentlich machen, was für sie Normalität ist.  

    Und tatsächlich, in manchen Gesellschaften war und ist Homosexualität weniger ein Problem, toleriert oder sogar akzeptiert. Das ist den Besserwissenden egal, sie bleiben dabei, dass dieses Sexualverhalten widernatürlich sei. Stimmt nicht, sagen Forscher. Nachzulesen in einer Studie des Imperial College London. Diese wurde nun im Fachmagazin „Nature Ecology and Evolution“ veröffentlicht. Der Untersuchungsansatz der Wissenschaftler: Gleichgeschlechtlicher Sex bei Tieren ist bei unterschiedlichen Spezies bereits beobachtet worden. Den Forschenden ging es nun darum herauszufinden, ob das Verhalten erblich ist und sich somit im Rahmen der natürlichen Selektion entwickelt hat.

    Das Setup: Drei Jahre untersuchten die Wissenschaftler das Sexualverhalten von 236 wild lebenden Rhesusaffen in einer Gruppe, welche schon seit vielen Jahrzehnten von Forschern immer wieder beobachtet wurde. Die Primaten, sie leben auf der tropischen Insel Cayo Santiago, die zu Puerto Rico gehört. Was die Wissenschaftler feststellten: Sex mit dem gleichen Geschlecht kommt mit 72% derartiger Kontakte häufiger vor als heterosexueller Verkehr, sein Anteil liegt bei 46 %.  

    Genauere Untersuchungen zeigten, dass die in der Gruppe verbreitete Homosexualität zu einem geringen Teil, etwa 6,4 %, vererbbar zu sein scheint. Die Theorie, dass dieses Verhalten die Fitness in Bereich der Fortpflanzung einschränke, konnte nicht bestätigt werden. Die gleichgeschlechtlichen Kontakte scheinen die Gemeinschaft zu stärken, da sich männliche Sexualpartner zu Gruppen zusammenfinden. Kommt es zu Schwierigkeiten, unterstützen sich die Individuen dann gegenseitig. Das hat auch den positiven Nebeneffekt, dass diese Tiere bei der Reproduktion erfolgreicher sind. 

    Professor Vincent Savolainen, der leitende Wissenschaftler dieses Forschungsprojekts, betont, wie bedauerlich es ist, dass manche Menschen Bi- oder Homosexualität immer noch als unnatürlich bezeichnen. Die Untersuchungen würden zeigen, dass diese Varianten des Sexualverhaltens unter Tieren, hier Primaten, weit verbreitet sind. 

    Savolainen hat Recht. In der Tierwelt, von den Pinguinen bis zu den Bonobos ist Bi- und Homosexualität sehr häufig anzutreffen. Bei über 1.500 verschiedenen Tierarten ist dieses Verhalten mittlerweile beobachtet worden, mit der aktuellen Untersuchung des Imperial College liegen nun besonders fundierte Erkenntnisse vor. Gleichgeschlechtlicher Sex als sozialer Kitt, der Beziehungen und den Zusammenhalt so vertieft, dass die Gesamtgruppe davon profitiert, erscheint mir eine kluge Erfindung der Evolution zu sein. Offenbar ist diese Verhaltensweise natürlicher, als mancher sich vorzustellen vermag. Und Freunde bereitet die praktische Umsetzung darüber hinaus auch noch. Wie schön.   

    5 min
  • Möchten Sie noch etwas über Bildung hören?

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Mikkel Bech auf Unsplash

    Eine Gruppe von Menschen, zufällig ausgewählt. Ihre Aufgabe: Mitwirken am Zustandekommen politischer Entscheidungen zu einem Themenfeld, zu einer Fragestellung. Ihr Arbeitsergebnis: Empfehlungen, über die dann weiter beraten wird, die bestenfalls in Gestaltungs- und Gesetzgebungsprozesse einfließen. Bürgerräte entstehen, wenn sie von der Politik oder gesellschaftlichen Organisationen einberufen werden. So auch der für Bildung und Lernen, entstanden durch die Initiative der Montag Stiftung Denkwerkstatt aus Bonn. K/eine Chance, so der Titel der Broschüre, die aufzeigt, was im Handlungsfeld Bildung und Lernen zu tun ist, vom Bürgerrat der Öffentlichkeit vorgestellt wurde sie am vergangenen Montag.

    Fest steht: In unserer Gesellschaft herrscht alles andere als Gerechtigkeit, ganz besonders wenn es um Fragen der Bildung geht. Wie erfolgreich ein Kind ist, hängt von einigen wenigen Faktoren ab: der finanziellen Leistungsfähigkeit der dazugehörigen Familie und ihrem Bildungsstand. Mitentscheidend für den Erfolg ist zudem, wie viel Zeit für die Nachkommen zur Verfügung steht sowie über welches sprachliche Vermögen die Eltern verfügen. Auch wo und wie man wohnt, es spielt eine Rolle. Diese Erkenntnisse, sie sind nicht neu. Dennoch hat sich in der Bundesrepublik diesbezüglich in den letzten Jahren nichts zum Besseren gewendet.

    Die Empfehlungen des Bürgerrates Bildung betreffen drei Bereiche: Frühkindliche Bildung, die Allgemeinbildenden Schulen und die Berufliche Bildung. Für das erstgenannte Arbeitsfeld wird folgendes gefordert: Die frühkindliche Bildung, sie muss kostenfrei bis zur Einschulung sein. In den zwei Jahren davor möchte man den Besuch des Kindergartens verpflichtend machen. Insgesamt werden mehr Kitaplätze gewünscht. Die Zahl der Fachkräfte in den Einrichtungen soll erhöht werden, sodass in dann kleineren Gruppen eine angemessene Förderung möglich wird.

    Die Idee ist nicht neu: Multiprofessionelle Teams an Schulen, die interagierend Lern- und Lebenswege gemeinsam mit den Kindern planen und gehen. Allgemeinbildende Schulen, das ist die Überzeugung der Bürgerräte, erhielten so die Möglichkeit, ihre Schüler besser und breiter aufgestellt zu unterstützen. Auch auf dem Wunschzettel: Längeres, gemeinsames Lernen kann helfen, Bildungswege offen zu halten, anstatt diese zeitig zu verbarrikadieren. Hinzukommen sollen besondere Lernangebote, in denen die Kinder jahrgangsübergreifend und themenbezogen arbeiten können. Dabei geht es vor allem darum, den Schülern ihre Begabungen und Stärken bewusst zu machen und Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

    Was die berufliche Bildung angeht, so soll sie früher als es bislang häufig Praxis ist, ihren Anfang in der Allgemeinbildenden Schule nehmen. Gefordert wird, dass das Fach „Berufsorientierung“ ab der 7. Klasse eingeführt und begleitend verpflichtende Praktika stattfinden sollen. Zudem wird gewünscht, dass die Schüler ab diesem Schuljahr in der Identifizierung und Förderung ihrer Stärken und Schwächen besser als bislang unterstützt werden. Zudem empfiehlt der Bürgerrat Bildung und Lernen, eine engere Zusammenarbeit von Schulen und Betrieben.

    Schaut man sich im mittleren Bildungsbereich um, so werden einige Forderungen des Bürgerrats, was die berufliche Bildung betrifft, bereits umgesetzt und das auch erfolgreich. Raum für Verbesserungen gibt es immer, gerade im Handlungsfeld des Förderns. Das längere gemeinsame Lernen, wer wünscht es sich wirklich? Möchten Eltern, deren Kinder den mittleren Bildungsabschluss oder das Abitur anstreben tatsächlich, dass alle Schüler bis zum 10. Schuljahr gemeinsam lernen? Mein Eindruck ist, dass diese Gruppen eher am Fortkommen ihrer Kinder als an gemeinschaftlichem Lernen, welches auf Integration und Inklusion sowie die Fortentwicklung sozialer Kompetenzen ausgerichtet ist, interessiert sind.

    Dass die vorgeschlagenen Modelle funktions- und tragfähig sind, zeigen gut konzipierte Integrierte Gesamtschulen und solche Orientierungsstufen, die das Miteinander lernen wirklich leben. Wichtig ist, dass diese Schulen personell gut ausgestattet sind und in der Tat auch in multiprofessionellen Teams gearbeitet wird. Ich kann mich eigentlich vorbehaltlos allen vom Bürgerrat vorgetragenen Feststellungen und Forderungen anschließen. Allein fehlt mir der Glaube, dass es ein ehrliches über Lippenbekenntnisse hinaus gehendes gesamtgesellschaftliches Interesse an Bildung als Mittel sozialer Emanzipation gibt. Das nämlich könnte das Ergebnis einer Umsetzung der Ideen des Bürgerrats Bildung und Lernen sein. Aus meiner Perspektive wünschenswert.

    6 min
  • Fahr Rad!

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Mikkel Bech auf Unsplash

    Der Beitrag, er beginnt mit einem Rückblick. Keine Sorge, ich beeile mich. Das Fahrrad. Die Sache mit dem Gleichgewicht fiel mir schwer, mit etwa 11 Jahren wurde ich Besitzer eines Klapprads. Das konnte ich zwar nicht fahren, dafür aber schieben. Also führte ich es nachmittags durch den Park. Nach etwa einem halben Jahr begann ich mit den ersten Fahrversuchen. Irgendwann funktionierte es und nachdem ich die Wege in der Grünanlage oft genug durchquert hatte, erweiterte ich meinen Fahrizont.

    Weitere Gefährte folgten und ich war immer gerne mit ihnen unterwegs, quer durch Celle, später durch Hannover. Fahrradfreundliche Städte. Dann der Umzug ins Bergland. Immerhin, ich habe es ausprobiert, aber körperliche Anstrengung lehne ich nun einmal ab. Wenn ich wieder ins Flachland zurückgekehrt sein werde, das habe ich mir vorgenommen, möchte ich es gerne noch einmal versuchen. Die Leute sagen, dass man Fahrradfahren nicht verlernt.

    Corona. In der Zeit von Lockdowns, Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Fitnessstudios suchte die Fraktion der Bewegungsfreudigen nach Alternativen zu Betätigungen, die durch die verschiedenen Verordnungen damals temporär ausgeschlossen waren. Erfolgreich. Das führte bei vielen zur Wiederentdeckung des Fahrrads. Aber wenn keines im Keller oder in der Garage stand, war es fast unmöglich an ein fabrikneues Exemplar zu kommen.

    Hauptgrund: Probleme mit unterbrochenen Lieferketten für Fahrräder sowie ggf. benötigte Ersatzteile. Und: Alles rund um die Produktion und den Vertrieb des Zweirads wurde teurer, von steigenden Ausgaben für Rohstoffe bis zu immer höher werdenden Frachtkosten.

    In der Nach-Pandemie-Zeit: Die Lager, sie waren irgendwann wieder gut gefüllt, sehr gut sogar. Das allerdings reichte zunächst einmal nicht aus, um die Nachfrage anzukurbeln. Die Kunden, sie zeigten weiterhin Zurückhaltung. Grund dafür waren spürbare Preissteigerungen, bis heute: Die Inflation, die auch jetzt noch anhält. Im Mai betrug sie 6,1 %, die Prognose für den zurückliegenden Juni liegt bei 6,4 %.

    Der Fahrradhandel reagiert aktuell, egal ob stationär oder online, mit deutlichen Preissenkungen. Je nach Hersteller oder Anbieter sind die Nachlässe ganz erheblich. Diese bewegen sich im dreistelligen Bereich und liegen im Durchschnitt um die 20 %. Das Konzept scheint aufzugehen, die Abverkäufe, sie laufen erfolgreich. Gut für die Kunden. Sind die Händler ausreichend groß und stimmt der Umsatz, dann können diese auch mit einer vorübergehend geringeren Marge zurechtkommen.

    Besonders beliebt sind Fahrräder mit ergänzendem Elektroantrieb. Der Marktanteil lag 2022 für einfache Pedelecs bei fast 50 %. Mountainbikes, Gravelbikes und sogar Lastenfahrräder, sie erfreuen sich enormer Nachfrage. Und egal, für welches Modell sich die Kunden entscheiden, die Option während einer Tour auf eine zeitweise Antriebsunterstützung bauen zu können, wird je nach Fahrradtyp immer häufiger gewählt.

    Wie wird es weitergehen, nach der Räumung der Lager? Nun, alte Fahrräder müssen irgendwann gegen ein neues Modell ausgetauscht werden, Verschleiß- und Ersatzteile werden immer benötigt und auch der Absatz von Diensträdern, die über Leasingverträge finanziert werden, wird dazu beitragen, dass die Fahrradhändler den notwenigen Umsatz erwirtschaften können. Bleiben noch die späten Wiederentdecker des Zweirades. Ich bitte – auch im Namen meiner Peergroup – den zukünftigen Fachverkäufer unseres Vertrauens noch um ein wenig Geduld. Wenn es die Gesundheit erlauben sollte, kommen wir neuen Alten in schon wenigen Jahren sicher auf ihn zu.  

    5 min
  • Moms for liberty

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Tim Mossholder auf Unsplash

    Kulturkampf in Amerika, nächstes Kapitel. „Moms for Liberty“, die Bezeichnung ist irreführend, eine Gruppe von Frauen, die erzkonservative Positionen vertritt und dem rechtsextremen Lager in Übersee zuzurechnen ist. Der Gegner, längst identifiziert: Aufklärung, Anti-Diskriminierung oder die Rechte queerer Schüler im Bildungssystem – diese Themen sind Vertreterinnen der 2021 gegründeten Organisation mit ihren ca. 120.000 Mitgliedern mehr als ein Dorn im Auge.

    Begonnen hat die Fehde der rechten Mütter schon während der Pandemie, als man gegen das seinerzeit verordnete Tragen von Masken protestierte. In Tennessee verlangten Mitglieder der Vereinigung „Moms of Liberty“, dass Bücher, die das Thema Bürgerrechte behandeln, aus dem Unterricht verbannt werden sollen. Beispiel: Frances E. Ruffins Buch „Martin Luther King and the March on Washington”. Werke dieser Art und die dazugehörigen Bearbeitungshinweise für Lehrer, sie münden nach Meinung der Beschwerdeführenden, in einem sich gegen Weiße, Amerikaner und auch Mexikaner richtenden Unterricht.

    Historische Fotografien, also Dokumente ihrer Zeit, wie eine Aufnahme auf der weiße Feuerwehrmänner Schläuche mit hohem Druck gegen schwarze Kinder richten, werden so zum Problem. Natürlich kann dieses Material genutzt werden, um zu polarisieren, zu spalten, zu manipulieren. Aber das entspricht sicher nicht der Realität an Schulen. Tatsächlich kann man damit Unterricht so gestalten, dass der in der amerikanischen Gesellschaft tief verwurzelte Rassismus als überzeitliches Phänomen gezeigt wird und mit den Schülern Modelle eines vorurteils- und gewaltfreien Zusammenlebens gedacht und vielleicht sogar entwickelt werden, also mit ihnen auf eine Verbesserung der Zustände in der Zukunft hingearbeitet wird. Eine Zukunft, in der sie leben und die sie gestalten sollen.

    Milde formuliert sind die von den Müttern vertretenen Positionen unerträglich. So etwa die Forderung, queere von heterosexuellen Schülern im Unterricht zu trennen. Es gäbe ja auch, so „Moms for Liberty“- Mitglied Crystal Alonso, eigene Klassenräume für Kinder mit Autismus oder Downsyndrom. Ergänzende Ausführungen von ihr, sie sollen so klingen, als ob Alonso sich um die queeren jungen Menschen sorge. Wenn diese zusammen mit heterosexuellen Gleichaltrigen unterrichtet werden würden, müssten sie sich für ihre Orientierung schämen. Ausgesprochen empathisch.

    Und dann ist da noch dieses Zitat, das Sie aus Ihrem Geschichtsunterricht kennen sollten. Veröffentlicht in einem Newsletter am 22. Juni. „He alone, who owns the youth, gains the future.” Und? Auf deutsch: „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft.“ Erinnern Sie sich? Falls nicht, „Moms for Liberty“ haben das Zitat selbstverständlich mit dem Namen des Autoren versehen: Adolf Hitler.

    Die organisierten Mütter, sie sind ernst zu nehmen und kennen auch keinen Halt, wenn sie zum Beispiel Belohnungen für Hinweise auf Lehrer aussetzen, die als politisch links einzuordnen sind. 275 Schulratswahlen, diese Gremien entscheiden bei Finanz- und Personalfragen, aber auch der Festlegung von Unterrichtsinhalten an Schulen mit, konnten diese mit eigenen Kandidatinnen gewinnen. Das schafft für die „Moms of Liberty“ Möglichkeiten, den Einfluss auszuüben, den man zu haben wünscht. Und wenn man Politiker wie Floridas Gouverneur Ron DeSantis und Ex-Präsident Trump hinter sich weiß, beflügelt das gewiss zusätzlich.  

    Schule muss ein geschützter Ort sein, wo Kinder die zentralen Werte unserer freiheitlichen Demokratie kennen lernen und erfahren sollen. Das ist nicht nur von theoretischem Wert. Aus den jungen Erwachsenen werden Menschen werden, die unsere demokratische Gesellschaft in die Zukunft tragen und gestalten. Dies kann nur gelingen, wenn ihnen das, was weiterzugeben wichtig ist, ohne Voreingenommenheit vermittelt wird. Umso wichtiger ist es also, Schule von jedwedem politischen Einfluss freizuhalten. Im Amerika dieser Tage geschieht genau das Gegenteil und niemand scheint es verhindern zu können. Weiterhin schlechte Zukunftsaussichten für diese Demokratie.

    5 min
  • Rückschau KW 27

    Autor und Sprecher

    Christian Spengler
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Mike Erskine auf Unsplash

    Die Episoden der KW 27 und viel Musik

    44 min
  • Über das Küssen

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Vera Arsic

    Das Verhalten, welches wir hier besprechen, es ist nach einem Studienergebnis von 2015 in nur 46% aller Kulturen in seiner romantischen Form etabliert. Die Menschen in Europa, Asien und im Nahen Osten tun es besonders gerne. Wenn sich die Lippen zweier Menschen zärtlich berühren, dann nennen wir das Küssen und der internationale Tag dieser für die meisten erfreulichen Form des körperlichen Kontakts, er war gestern, am 6. Juli.

    Dass hier in Europa schon eine längere Kusspraxis besteht, lässt sich tatsächlich mithilfe moderner Medizintechnik nachweisen. Etwa 5.000 Jahre ist es her, dass sich der Herpesvirus HSV-1 vor allen anderen Varianten dieser Art einen Vorteil verschaffte, der ihn zum dominierenden Erreger für diese Krankheit in unseren Breiten hat werden lassen. Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen legen nahe, dass die Ausbreitung des Küssens auf unserem Kontinent genau dafür verantwortlich war.

    Aber warum mögen wir die Begegnung mit den Lippen unserer Mitmenschen? Offensichtlich scheint es so zu sein – selbst in Kulturen, in denen öffentlich nicht geküsst wird – dass dieses Verhalten Teil unserer Sexualität ist und in diesem Kontext auch häufig stattfindet. Eine andere Erklärung geht davon aus, dass das Aufeinanderpressen der Lippen seinen Ursprung in der Mund-zu-Mund-Fütterung vergangener Zeiten haben könnte.

    Auch der aufrechte Gang könnte verantwortlich für diese Art der Liebkosung sein. Statt direkt unsere Sexualorgane zu sehen und wie Tiere an ihnen zu schnüffeln, bietet sich uns stehenden Zweibeinern im unmittelbaren Sichtfeld die Möglichkeit einer engeren Kontaktaufnahme, rot leuchtende Lippen, die zur Berührung einladen. Und vielleicht erfahren wir dabei – unbewusst – mehr über unser Gegenüber und dessen Tauglichkeit für eine Partnerschaft und – wenn gewünscht – eine spätere Fortpflanzung.

    Der Status einer Beziehung, auch er kann mithilfe des Küssens bzw. des Unterbleibens desselben näher bestimmt werden. Wenn sich die Begegnungen der Lippen in einer Partnerschaft als besondere Ereignisse präsentieren, in der vorher wild oder einfach nur leidenschaftlich geknutscht wurde, dann ist das ein Warnsignal.

    Und, davon haben wir mittlerweile alle gehört, beim Küssen setzt unser Körper Oxytocin frei. Dabei handelt es sich um ein Glückshormon, mit dessen Hilfe auch Bindungen verstärkt werden. Damit das funktioniert, muss man sich mindestens 20 Sekunden in der unmittelbaren Nähe der Lippen des anderen befinden. Begleitet es leidenschaftlichen Sex, so ist dessen partnerschaftsverstärkende Wirkung wohl noch effektiver.

    Der Internationale Tag des Küssens, er liegt ja nun schon hinter uns. Da der Vorgang offenbar gesund, erheiternd, erfreulich und bindungsstärkend ist, empfehle ich – sofern diese Nebeneffekte erwünscht sind – auch an den verbleibenden 364 Tagen des Jahres nicht in einem kussfreien Zustand zu verharren.

    4 min
  • Du und Dein Balkonstrom

    Autor und Sprecher

    Elisabeth Siefert
    Thorsten A. Siefert

    Technik und Gestaltung

    Thorsten A. Siefert

    Foto von Kindel Media

    Eine Republik voller Sonnenliebhaber. So scheint es zumindest. Golem.de meldete gestern, dass sich die Zahl der Balkonkraftwerke seit Beginn des Jahres um fast 137.000 erhöht habe. Klingt beeindruckend, ist es aber noch nicht wirklich. Nur 0,3 % des Stromverbrauchs – und das bei Mit-Berücksichtigung der nicht vorschriftsmäßig angemeldeten Systeme – werden bei uns durch Steckersolargeräte, so die offizielle Bezeichnung dieser technischen Einrichtungen, gedeckt.

    Schauen wir uns den aktuellen Stand der Dinge an. Die Norddeutschen liegen vorne: Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen führen bei der Installation. In den Stadtstaaten des Bundes hingegen sind die kleinen Kraftwerke deutlich weniger gefragt.

    Ein Blick auf meinen Balkon, erfüllt er die Voraussetzungen für die Installation einer derartigen Anlage? Sonne jedenfalls ist reichlich vorhanden, annährend ganztägig dank Südausrichtung. Dann hängt da noch eine übergroße Satellitenschüssel zum Empfang von BBC, itv und weiteren Sendern aus Groß-Britannien, immerhin 50 % meiner Gene sind insel-affiner Natur. Hin und wieder stelle ich einen Wäscheständer auf. Ansonsten habe ich für den Balkon keine Verwendung, ich persönlich mag keine Sonne. Platz ist vorhanden.

    Dann kann es ja losgehen. Nicht so schnell. Die Elektroleitungen sollten aktuellen Standards entsprechen. Stichwort: Moderne Sicherungsautomaten. Ich denke, das kann sich ein Fachmann anschauen und mir dann mitteilen, ob alles den Vorschriften entspricht oder etwas in irgendeiner Form nachgebessert werden muss. Das gilt auch für die bereits vorhandene Balkonsteckdose. Hier ist ebenso zu prüfen, ob sie bestimmte technische Anforderungen erfüllt. Schließlich darf auch der Stromzähler nicht rückwärtslaufen. Das ist bei modernen digitalen Zählern wohl meist der Fall. Da diese im Hause unlängst installiert worden sind, dürfte damit auch die letzte technische Hürde genommen sein.  

    Nun zum allzu Menschlichen. Genau daran hapert es. Und das liegt nicht nur an mir. Ich wohne in einem Haus mit vier Eigentumswohnungen. Einer der Miteigentümer ist sehr freundlich, hin und wieder unterhalten wir uns kurz. Die anderen beiden kann ich nicht ausstehen, seitdem man mir per Mehrheitsentscheidung den Einbau weiterer moderner Kunststofffenster untersagt hat. Der Unterschied zu den alten Holzfenstern störe die Gesamtansicht des Hauses. Teil einer sogenannten Wohnungs-Eigentümergemeinschaft zu werden, das war eine meiner dümmsten Ideen überhaupt. Warum ich das alles berichte: Wollen Mieter ein Steckersolargerät an der Fassade befestigen, benötigen sie die Zustimmung des Vermieters. Doch das allein reicht nicht aus, auch die Eigentümergemeinschaft muss ihr Einverständnis erklären. Und genau daran scheitere ich sicher als Miteigentümer. Das war es dann.

    Nein, es gibt doch Hoffnung. Das Bundesjustizministerium will Abhilfe schaffen. Ende Mai wurde bekannt, dass man die Installation der Anlagen erleichtern will. In einem entsprechenden Entwurf steht, was Gesetz werden könnte: Mieter und Eigentümer erhielten demnach einen gesetzlichen Anspruch darauf, ein Balkonkraftwerk zu errichten. Gute Nachrichten für alle Interessenten.

    Bis es soweit ist, gäbe es noch die Option, auf einen sogenannten Solartisch auszuweichen: Ab etwa 800 € – ich habe mich schon einmal umgeschaut – sind solche Minikraftwerke auf vier Beinen erhältlich. Das Schöne: Es handelt sich bei diesen Tischen um ein Beispiel fantastischer Multifunktionstechnologie. Sie erzeugen Strom, können aber auch gedeckt und zum gemeinsamen Essen und Miteinandersein verwendet werden. Für den einen oder anderen, der nicht mehr warten möchte, ist das vielleicht eine interessante Alternative. Und wer kann schon behaupten, er habe heute Morgen auf dem Dach eines Kraftwerks gefrühstückt?

    5 min

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