Orange 94.0

Orange 94.0

By Orange 94.0
Download on the App Store

Orange 94.0 episodes

  • Jugend gestaltet Brigittenau: Stimmen vom Parlament „Word Up!“

    Luise aus der Mädchenredaktion war für euch beim Jugendparlament „Word Up!“, das am 16. April 2026 bei Backbone über die Bühne ging. Dort kommen junge Menschen zusammen, um ihre Ideen und Forderungen einzubringen – von besserer Infrastruktur und mehr Grünflächen über soziale Anliegen bis hin zu Projekten der Jugendkultur.

    Welche Veränderungen wünschen sich Jugendliche konkret für die Brigittenau? Wo sehen sie Verbesserungsbedarf – und wie wollen sie ihren Bezirk aktiv mitgestalten? Luise hat sich vor Ort umgehört und mit Jugendlichen gesprochen. Außerdem hat sie Stimmen aus der Erwachsenenperspektive eingefangen, darunter von Ines Garnitschnig von der Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie von Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm. Herausgekommen ist ein vielstimmiger Beitrag über Mitbestimmung, Ideenreichtum und die Frage, wie junge Menschen ihre Umgebung verändern können.

    Links:

    https://www.jugendzentren.at/themen-projekte/word-up/
    https://www.backbone20.at/

    38 min
  • [O-Ton] MAYDAY Wien 2026

    1600–1900 Personen beteiligen sich am 1. Mai 2026 in Wien an der MAYDAY-Parade für ein gutes Leben für alle, heuer unter dem Motto „Die Zukunft erkämpfen“.

    Aufnahme der Reden auf der Auftaktkundgebung am Christian-Broda-Platz und der Schlusskundgebung im Linsepark:

    • Begrüßung und Aufruftext
    • Initiative Sommerpakete
    • KSV-LiLi
    • Feminism Unlimited Wien
    • Aktionskomitee Bildung im Mittelpunkt
    • Bündnis „Solidarisch gegen die Bezahlkarte Niederösterreich“
    • – Demozug –
    • 4lthangrund
    • Riders Collective
    • Zwangsräumungen verindern
    • IG Bildende Kunst
    •  

      1 hr 13 min
    • O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 1.5.2026

      Themen: F4F kritisiert klimaschädliche Förderungen | Was braucht Qualitätsjournalismus in Österreich? | Proteste gegen Atomkraft 40 Jahre nach Tschornobyl | Live-Interview: Mayday-Kundgebung zum 1. Mai

      Sendungskoordination: Stefan Resch

       

      F4F kritisiert klimaschädliche Förderungen

      Unter dem Motto „Geld für die Zukunft statt für Fossile“ riefen Fridays for Future, Global 2000 und Greenpeace am 24. April zum Protest auf. Anlässlich der laufenden Budgetverhandlungen forderten sie das Ende von Finanzspritzen für Öl und Gas.

      Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier

       

      Was braucht Qualitätsjournalismus in Österreich?

      Qualitätsjournalismus ist ein Grundpfeiler des demokratischen Systems. Qualitätsjournalismus ist aber auch teuer und steht wirtschaftlich unter steigendem Druck. Deshalb muss sich die öffentliche Hand mit Förderungen engagiern, befanden Expert*innen bei einer Podiusmdiskussion an der Universität Wien

      Beitragsgestaltung: Elisabeth Judmaier und Maria Wallner

       

      Proteste gegen Atomkraft 40 Jahre nach Tschornobyl

      Am 25.April 1986 ereignete sich der bisher größte und schwerwiegendste Kernreaktorunfall der Geschichte im Atomkraftwerk Tschernobyl. Die Folgen dieses Unfalls sind bis heute – 40 Jahre später – weiterhin sichtbar. Im Gedenken an dieses Unglück veranstaltete die Wiener Plattform Atomkraftfrei am 25. April 2026 eine Demonstration um auf die Gefahren der Kernenergie aufmerksam zu machen und an Bevölkerung und Politik für eine Abkehr von der Kernenergie zu appellieren.

      Beitragsgestaltung: Sophia Tietjen mit Aufnahmen von Elisabeth Judmaier und Maria Wallner

       

      Live-Interview: Mayday-Kundgebung zum 1. Mai

      Der erste Mai hat als Tag der Arbeit lange Tradition. Eine von mehreren Kundgebungen, die am Kampftag durch Wien ziehen ist die MAYDAY-Demonstration. Wir schalten Live zu den Organisator*innen der Demo.

      Interviewführung: Stefan Resch

      30 min
    • 15 Jahre Freispruch im Tierschutzprozess

      Im Gespräch mit einem der Angeklagten.

      Am 1. Oktober 2006 begann die Ermittlung gegen die Tierschutzszene in Österreich wegen Bildung einer kriminellen Organisation.

      Im April 2007 wurde dafür eine SOKO Tierschutz gegründet.

      Am 21. Mai 2008 gabe es 23 später noch 10 martialische Hausdurchsuchungen und Verhaftungen von 10 Personen mit 105 Tagen U-Haft.

      Im März 2010 begann der Prozess am LG Wr. Neustadt.
      Am 2. Mai 2011, nach 98 Prozesstagen, wurden alle Angeklagten in allen Punkten freigesprochen.

      Mehr Infos unter: tierschutzprozess.at

      56 min
    • Das trunkne Schiff

      Arthur Rimbaud, Das trunkne Schiff, in der Übersetzung von Theodor Däubler

       

      Ich bin im verschlummerten Flusse hinuntergeschwommen,

      Da fühlt’ ich mich plötzlich von Schiffsziehern nimmer gelenkt.

      Zu Zielscheiben hatten sie Rothäute heulend genommen:

      An Pfähle genagelt, in qualvoller Nacktheit verrenkt.

       

      Ich ließ alle Mannschaften hinter mir streiten,

      Sie führten Getreide aus Flandern und englische Baumwolle mit.

      Es ging, wie ich wollte, in strömende Weiten,

      So wie ich zu mir, dem Gelärm von Matrosen, entglitt.

       

      Ja ich, den Winter im Wesen, beflog das Gewoge,

      Stürzte mich leibhaft und taub, wie ein kindlicher Hirnbrei,

      Dahin über treibende Halbinseln, Höllenprologe:

      Ins Tohuwabohu der siegreichen Weltsudelei.

       

      Die Seehosen haben mein See-Sang-Erwachen gesegnet.

      So leicht wie ein Stöpsel betanzt’ ich die Flut,

      Die da heißt: „von den Leichen Ertrunkner durchregnet“.

      Zehn Nächte lang! Ohne ein Haschen nach äugender Glut.

       

      Oh, süß wie den Kindern das Fleisch ihres Apfels am Abend,

      So drang in die Kußschale grünliches Wasser um mich,

      Die Speipfützen blauten hinweg; und, im Holzgeripp schabend,

      Wusch mich’s vom Wein: Steuergriff, Ruder ließ ich im Stich.

       

      Damit aber war ich der Dichtung im Meer hingegeben:

      Es hat mich ein glitzerndes Sternengestöber durchzuckt:

      Machte mich habhaft ergrünender Bläue. Bei bleichem Erbeben

      Von Wellen wird oft ein Ertrunkner, der hinsinnt, verschluckt.

       

      Ich war, wo die Blauheiten leiserer Rhythmen,

      Ein bleiches Geriesel bei morgendem Rot,

      Dem bittersten Gären der Liebe sich widmen:

      Viel stärker wie Sprit, höchstes Blutaufgebot!

       

      Und ich weiß nun von Himmeln, die blitzend zerspringen,

      Von Seehosen, Ebbe vom Strom. Den Abend. Ich weiß

      Das Tagen, ein Schwärmen von Tauben mit glitzernden Schwingen:

      Gewahre was Menschen der seltenste Preis!

       

      Dann sah ich sie niedrig, die Sonne, wie Unterweltschrecken!

      Gestaffel von lila Geglüh. Und Schauspielern, gleißend beschuht,

      Auf sehr alten Bühnen, begegnet’ ich, fallenden Recken:

      Ein zitterndes Faltenspiel rollte empor aus der Flut.

       

      Mir träumte von Küssen, die langsam auf Wellen sich legten,

      Die Nächte erschienen mir grün im erstaunenden Schnee,

      Unsagbare Säfte, die kreisten, im Blute sich regten:

      Ein gelblich und blaues Erwachen wie leuchtende See.

       

      Den trächtigen Monaten bin ich gefolgt. Einer Horde von Kühen.

      Hysterischen. Auch Böen beim Ansatz zum Riff.

      Da ahnte ich nicht des Marienmonds Füße, die blühen.

      Der Ozean atmete schwer. Ein Büffel: sein Wutübergriff!

       

      O wüßtet ihr: kenternd gelangt’ ich auf Floridas Hügel,

      Wo Augen von Panthern die Blumen beblitzten; ich spürte die Haut

      Von Menschen. Regenbogenbespannte trugen wir Zügel.

      Noch unter dem Seehorizont: dort wo ein Wassergezappel erblaut.

       

      Die Sümpfe: ich sah sie. Unsagbare Netze.

      Im Schilfe erschimmelt der Urtag als Fund;

      Bei windstillem Wetter der Einsturz: gewitternde Hetze;

      Katarakthaft die Ferne beim Fall in den Schlund.

       

      Und Gletscher. Versilberte Sonnen. Entzündete Himmel.

      Gescheiterte, schrecklich in Tiefen der bläulichen Bucht.

      Ein riesiger Seeschlangenknoten im Wanzengewimmel,

      Von Bäumen durchspickt und umstunken von Sucht.

       

      Die goldenen Fischreisen hätt’ ich so gerne den Kindern

      Im Blauen gezeigt, es sang mir der Fische Geleit.

      Wie sollt’ ich ein Segnen von schäumenden Blumen verhindern?

      Sie kamen: dann trug mich ein Windschwang, zur Liebe bereit.

       

      Ermüdet vom Pole, der Märtyrer tropischer Zonen,

      Umseufzte mich süßeres Schaumesgetreib

      Mit gelblichen Schattenbetastern von Traumanemonen:

      Und da beugt sich das Knie wie ein regloses Weib.

       

      Besudelt vom Kote blondäugiger Vögel im Wassergezänke,

      Eine Halbinsel, wälzt’ ich mich, Spiel meines treibenden Bretts;

      Oder Ertrunkne, beim Rückwärtsruck, glitten, durch Ränke,

      Hinab in den Schlaf und zerzausten mein dünnes Genetz.

       

      So ward ich zum Wrack unterm Haar einer Klippe,

      Im Gischte vom Sturm in die Luft ohne Vögel gezischt.

      Mein Schiffsgeripp hätte, besoffen im Wogengewippe,

      Vom Grunde kein Monitor, Segler der Hansa gefischt.

       

      Frei und auch rauchend, mit lila Gewölk übersponnen,

      Habe ich Mauern von Himmeln aus Scharlach durchlocht,

      Und süßeste Labsal entquoll mir, dem Dichter geronnen,

      In die sich ein Blauauswurf, Sonnengealge verflocht.

       

      Ich lief von elektrischen Möndchen besprenkelt, geleitet

      Von Seepferdchen zugweis und schwarz: ich, das irrende Brett.

      Ein Himmelsgefetz hat der Juli sich peitschend bereitet:

      Durch brennenden Trichter stürzte er ab, blau ins Violett.

       

      Ich zitterte: dort fünfzig Meilen von mir das Gestöhne

      Vom brünstigen Maelstrom: Ich selber Verspinner von Blau,

      Das ewig unsagbar Unregsamkeit hergibt, entwöhne

      Mich schwer von der Brüstung Europas, dem alten Verhau!

       

      Ich sah der Gestirne Gemeer, habe Inseln und Himmel

      Für Wahnwitzerbrüche geöffnet. Hinfiebernd: gekannt.

      Du kommende Kraft, goldner Vögel Millionengewimmel

      Entschlummerst du da, in die schlundhaften Nächte verbannt?

       

      Ich habe unendlich geweint! Denn der Morgen bringt Grauen.

      Der Mond ist Verbrecher: die Sonne zu herb!

      In beißender Liebesluft mußte ich schaudernd erlauen:

      Entstünde im Kiele ein Leck: und ich wüßte, ich sterb’!

       

      Ersehnt ich ein Wasser Europas, so wär’ es ein Tümpel.

      Verdunkelt und frostig: ein Kindlein am Abend dabei!

      Es kauerte dort und entließe mein Schiffchen mit Wimpel,

      Das sauste durch Fluten so sacht wie ein Falter im Mai.

       

      Nicht länger ertrag’ ich euch, Wellen, Betraufer mit Trauer.

      Was sollen mir Baumwollenbringer, mein Kielwasserraub,

      Die Durchfahrt im Prunke von Fahnen und Flammen voll Schauer!

      Nicht schwimme ich mehr mit der Strandaugen scheelem Verlaub.

       

      (Vertonung aus: Radio Irreparabel / Sendereihe von Mathis Zojer)

      12 min
    • Prekär arbeiten, prekär studieren? FAKTory on air

      Für viele Studierende wird das Studium selbst zum Nebenjob: Rund 69 Prozent arbeiten nebenbei – viele davon sogar mehr als 20 Stunden pro Woche. Oft geht’s gar nicht anders, um die eigenen Lebenshaltungskosten zu decken. Gleichzeitig stehen Pflichtpraktika und erste Berufserfahrungen an – und viele wissen dabei gar nicht genau, welche Rechte sie eigentlich haben.

      Was müsste sich ändern, damit Studium und Arbeit besser zusammenpassen? Und wer ist dafür verantwortlich? Auf diese und andere Fragen versuchen Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Studierendenvertretung Antworten zu finden.

      Mit dabei:

      Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
      Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer
      Selina Wienerroither, ÖH-Vorsitz
      Martin Unger vom Institut für Höhere Studien
      Jens Schneider, Rektor der TU Wien

      Die Diskussion wurde von der ÖH und der FAKTory organisiert und am 18.03. in der FAKTory aufgezeichnet.

      1 hr 13 min
    • Mensch gegen Maschine? Buchpräsentation

      Künstliche Intelligenz dringt in immer mehr gesellschaftliche Bereiche vor, oft ohne Bewusstsein dafür, ob es auch sinnvoll ist. Häufig heißt es, KI sei unausweichlich und nicht aufzuhalten. Doch gibt es sensible Bereiche, in denen ihr Einsatz zu riskant ist? Wie verstärkt KI ohne klare Regeln bestehende Ungleichheiten, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und soziale Isolation? Wie können solidarische Strategien aussehen, damit die KI Arbeit erleichtert?

      Mit:

      Angelika Adensamer, Juristin, Kriminologin, Wien
      Sara Hassan, Autor*in, Trainer*in, Wien
      Sebastian Klocker, ÖGB-Stabstelle Digitalisierung und Technik, Wien

      Die Veranstalltung würde im Depot – Kunst und Diskussion am 14.04.2026 aufgezeichnet.

      1 hr 17 min
    • Widerstand von FLINTA* in Nigeria – Protesting from home

      Inhalt der Sendung ist ein Vortrag von Janne Wanner, Ethnologin, Globalhistorikerin und Gender- und Diversitätsexpertin, über Widerstand von FLINTA* in Nigeria, der 2024 in der Frauenhetz gehalten wurde. Dabei gibt Wanner einen historischen Abriss sowie einen aktuellen Überblick. Aus den 14 FLINTA*, mit denen Wanner für ihre Masterarbeit Interviews geführt hat, stellen wir Temmie Ovwasa, Musiker*in, näher vor.

      Sendungsgestaltung: Janne Wanner und Wilma Calisir

      Zu Wort kommt: Temmie Ovwasa

      Musik:

      Can’t Seem to Find My Peace of Mind, Album Songs from the Closet

      To Fix the System, Burn it to the Ground, Album Songs from the Closet

      Limerence, Album Synesthesia (The Sound of Feelings)

      Sprache: Deutsch und Englisch

      Fotocredit: „The Voice“ Kunstwerk von Esther Adebayo

      56 min
    • Papara Takes Her Tools Out – csharp minor

      Papara takes her tools out,

      sets the table and
      invites you for a dance.

      Every session is a unique improvised sound performance, with various instruments and vocals. Our discussions while playing, to understand where we might be heading, make up a part in the process which we cherish as much as just flowing within.

      Papara consists of five members: Chattip Metchanun, Daniela Kuich, Franky Daubenfeld, Marcia Schmidt and Selana Türgen. From time to time we will invite guests to play with us.

      This session was pre-recorded in the sound studio of the painting department one week prior to the show on Tuesday evening. Selana and Dani doing the vocals with Dani also on the guitar, Chattip on the drum machine and Marcia on the synth and thermine. Franky could not join us this time.

      1 hr
    • Original audio: Genocide survivor and author Dimitrie Sissi Mukanyiligira reads in Vienna Bookstore Bibliobox

      Today Dimitrie Sissi Mukanyiligira was the special guest of the Diversity Bookstore Bibliobox in Vienna

      The Author of „Do Not Accept To Die“, a motivational speaker, an gender activist. She’s a Rwandan woman, wife, mother, and genocide survivor. With an MBA in Project Management and a Master of Science in Gender and Development, she’s been with the World Bank since 2005. Dimitrie’s memoir details her survival of the 1994 Genocide against Tutsi when she was 22. Today she travels the world to speak about the atrocities that happened to her and to her family. 

       

      0 min

    About Orange 94.0

    From the publisher's feed

    ORANGE 94.0 - das freie Radio in Wien