persoenlich.com Podcast

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By Matthias Ackeret, Christian Beck, Nick Lüthi, Sandra PorchetBusinessNewsNews CommentaryMarketingBusiness News
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persoenlich.com Podcast episodes

  • SRG | Goldbach Neo
    persoenlich.com Podcast #78

    Die Dimensionen sind gewaltig: 900 Stellen will die SRG bis 2029 abbauen, wie Generaldirektorin Susanne Wille am Montag ankündigte. «Alle sind erschrocken», stellt Matthias Ackeret fest. Nick Lüthi relativiert: «Die Zahl ist seit zwei Jahren bekannt.» Das Sparvolumen von 270 Millionen Franken sei die Folge der Gebührensenkung von 335 auf 300 Franken, kombiniert mit steigenden Kosten und dem Rückgang der Werbeeinnahmen (persoenlich.com berichtete).

    Die Ankündigung des Abbaus erfolgt nur rund drei Monate vor der Abstimmung über die Halbierungsinitiative am 8. März 2026. «Die SRG steht mit dem Rücken zur Wand», findet Ackeret. Etwa die UKW-Abschaltung habe viele Leute verärgert.

    Ackeret und Lüthi erwarten einen emotionalen Abstimmungskampf und eine ebenso emotionale Entscheidfindung der Stimmberechtigten: «Medien sind immer etwas Emotionales», prognostiziert Lüthi. Ackeret sieht die grösste Herausforderung darin, dass man die Leute, die SRG-freundlich sind, an die Urne bringt und sie nicht ernet verärgert mit dem Abbau von Sendungen, wie das in den letzten Jahren immer wieder der Fall war.

    Im zweiten Teil des Podcasts thematisieren Ackeret und Lüthi eine pikante Posse aus Zürich: Der Aussenwerber Goldbach Neo weigert sich, der Alternativen Liste (AL) Werbeflächen zu verkaufen – jener Partei also, die sich erfolgreich für ein Werbeverbot in der Stadt starkgemacht hatte. Während Ackeret die Haltung von Goldbach nachvollziehen kann, findet dies Lüthi eine kleinliche Haltung: «Geld stinkt nicht.»

    16 min
  • Betty Bossi | SRG
    persoenlich.com Podcast #77

    «Hallo Betty» startet am Donnerstag in den Kinos und rückt Werbetexterin Emmi Creola-Maag, die Erfinderin der Kunstfigur Betty Bossi, ins Zentrum. Im Podcast sprechen Verleger Matthias Ackeret und Redaktorin Sandra Porchet über die Vorbilder aus den USA. «Es lag auf der Hand, dass die Idee der Kunstfigur irgendwann auch in die Schweiz kommen würde», bemerkt Porchet. Die persoenlich.com-Redaktorin betont auch das Paradox dieser weiblichen Werbefiguren: Während sie traditionelle Werte ansprechen wollten, erlaubten sie Frauen in der Werbebranche, sich beruflich zu entwickeln.

    Ausserdem kommt der Podcast auf die Einweihung des neuen Hauptgebäudes der RTS in Ecublens bei Lausanne zurück. SRG-Generaldirektorin Susanne Wille war vor Ort. Damit verliert der RTS-Standort Genf an Bedeutung, wie Porchet erläutert. Dies führte auch zu Kritik. Ein schlechtes Timing im Hinblick auf die Abstimmung vom 8. März, findet Ackeret.

    https://persoenlich.com/medien/susanne-wille-eroffnet-neuen-rts-standort

    https://persoenlich.com/medien/erste-sendung-aus-dem-neuen-hauptstandort

    13 min
  • UKW | Beat Hirt
    persoenlich.com-Podcast #76

    «Es wird einen grossen Showdown geben», sagt Ackeret zur Abstimmung im Ständerat, die im Dezember ansteht. Beck erinnert daran, dass die Initiative zur Abschaltung ursprünglich von der Radiobranche selbst ausgegangen war. Ackeret betont die Kehrtwende der Privatradios: «Die Realität hat dann die Theorie überholt.» Nachdem die SRG Hörerinnen und Hörer verloren hat, hätten viele Privatsender massiv zugelegt – Radio Munot in Schaffhausen beispielsweise um ein Drittel.

    Zum Buch «Beat by Beat – im Strudel der Sixties» sagt Ackeret: «Sehr guter Stil, sehr pointiert, auch ein bisschen boshaft.» Hirt, der am 25. August 2024 starb, hatte das Manuskript auf seinem Computer hinterlassen; Musikspezialist Samuel Mumenthaler hat es redigiert. An der Vernissage am Montagabend im Restaurant «Weisser Wind» in Zürich traten unter anderem Les Sauterelles auf. Unter den Gästen befanden sich bekannte Namen. Beat Hirt war es, der 1965 zusammen mit Jürg Marquard die Zeitschrift Pop gründete.

    18 min
  • UKW | Lokalpolitik
    persoenlich.com Podcast #75

    Aktuell vermischen sich zwei Debatten: Neben der umstrittenen Abschaltung der Radioverbreitung via UKW soll auch das Notfallradio, das die Bevölkerung im Kriegs- und Krisenfall informiert, nicht mehr via UKW erfolgen. Persönlich-Verleger Matthias Ackeret hat darüber berichtet, dass Innerschweizer Militärfreunde gegen die Abschaltung des UKW-Notfallradios das Referendum ergreifen wollen. Redaktor Nick Lüthi stellt klar: «Es ist nur eine zeitliche Koinzidenz, dass hier zwei Diskussionen zusammenkommen, die sonst eigentlich nichts miteinander zu tun haben.» Die geplante Abschaltung der militärischen Notsender und das vorgesehene Ende der Radioverbreitung via UKW seien zwei getrennte Baustellen.

    Das zweite Thema: Der Journalist Thomas Renggli, Sohn der Sportreporter-Legende Sepp Renggli, will in die Politik und kandidiert für den Gemeinderat in Maur (ZH). Gleichzeitig ist Renggli Chefredaktor der Maurer Zeitung. Sollte er gewählt werden, würde er die Leitung abgeben, aber weiterhin über die Gemeinde berichten. Das ist zu wenig, findet Nick Lüthi: «Er müsste mit dem Lokaljournalismus aufhören, sollte er gewählt werden.» Auch Matthias Ackeret sieht ein Dilemma: «Wenn seine Zeitung über den Gemeinderat berichtet, bleibt ein Geschmäckle. Und wenn er kritisiert wird als Gemeinderat, sagt man, das sei nur eine Alibikritik.»

    15 min
  • Zivadiliring | Jahrbuch
    persoenlich.com Podcast #74

    10'000 Personen sind am Sonntag nach Zürich-Oerlikon gereist, um das Frauentrio hinter dem Erfolgspodcast «Zivadiliring», Maja Zivadinovic, Gülsha Adilji und Yvonne Eisenring, auf der Bühne zu sehen. Das Hallenstadion war ausverkauft. «Die Damen konnten sagen, was sie wollten, alle waren begeistert», berichtet Verleger Matthias Ackeret, der ganz vorne sass.

    Die Podcast-Folge bespricht auch die Befunde des neusten Jahrbuchs Qualität der Medien des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög). Fokus der Studie ist die «News-Deprivation», die bald fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung betrifft. Für das Fög besteht das eine Gefahr für die Demokratie. «Das hört man seit 20 Jahren», bemerkt Ackeret. Das Forscherteam hat auch untersucht, welche Quellen KI-Chatbots bei News-Anfragen hervorbringen, mit erstaunlichem Befund.

    https://persoenlich.com/gesellschaft/das-publikum-ist-in-diesem-moment-wirklich-ausgerastet

    https://persoenlich.com/medien/studie-sieht-news-deprivation-als-gefahr-fur-demokratie
    https://persoenlich.com/medien/die-tech-firmen-sitzen-am-langeren-hebel

    15 min
  • SRG bi de Lüt
    persoenlich.com-Podcast #73

    Im kommenden Jahr gelangt die sogenannte Halbierungsinitiative an die Urne. Die Stimmberechtigten werden dann darüber befinden, ob das Budget der SRG drastisch reduziert werden soll über eine Senkung der Haushaltsabgabe. Eine kürzlich von den Tamedia-Zeitungen veröffentlichte Umfrage zeigte eine Ja-Mehrheit. Bis zum Abstimmungstermin kann sich das noch ändern, aber die Vorlage hat Chancen auf eine Erfolg.

    Vor sieben Jahren musste die SRG schon einmal zittern. Mit der «No Billag» drohte 2018 gar das komplette Aus des gebührenfinanzierten Rundfunks in der Schweiz. Die Initiative wurde damals deutlich abgelehnt. Einen Schluss den die SRG aus dem Abstimmungskampf gezogen hatte, war es, ihre Leistungen künftig besser zu verkaufen und nicht nur die Programme für sich selber sprechen zu lassen.

    Die Abteilung «Public Value» versucht seither den «Wert, den die SRG für die Gesellschaft als Ganzes schafft» der Öffentlichkeit zu vermitteln.

    Aktuell schwärmen Journalistinnen, Redaktoren und auch Generaldirektorin Susanne Wille persönlich in die Beizen dieses Landes aus, um mit der Bevölkerung «über Medien, Gesellschaft und die Rolle der SRG für den Zusammenhalt» zu diskutieren.

    Doch ist das die richtige Strategie? In der aktuellen Folge des persoenlich.com-Podcast diskutieren Verleger Matthias Ackeret und Redaktor Nick Lüthi kontrovers über das Thema. Ackeret versteht nicht, warum die SRG ausgerechnet ihre polarisierenden Politfiguren vorschickt, wie etwa «Arena»-Moderator Sandro Brotz. Warum nicht weniger polarisierende TV-Stars aus den Abteilungen Sport und Unterhaltung raus zu den Leuten schicken? «Die SRG würde sich einen grösseren Dienst erweisen, wenn sie mit den Stars geht», sagt Ackeret.

    Gerade die Nahbarkeit der umstrittenen Figuren sei wichtig, findet Lüthi. «Journalisten, die das Publikum am Bildschirm polarisierend wahrnimmt, sind im Säli als normale Menschen greifbar.» Die SRG habe sich zudem für den schwierigeren Weg entschieden und auch Gemeinden mit hohem SVP-Wähleranteil besucht. «Sie sind in die Höhle des Löwen gegangen», sagt Lüthi.

    14 min
  • Printreichweiten | ZFF
    persoenlich.com-Podcast #72

    Das Zurich Film Festival hat am Donnerstag im Kongresshaus Zürich unter neuer Führung eröffnet. Nach einem Management-Buyout liegt das Festival nun in den Händen von Christian Jungen und seinem Team – die NZZ bleibt Medienpartner. «Die Bewährungsprobe ist im nächsten Jahr», sagt Matthias Ackeret, der die Eröffnung besuchte. Mit einem Budget von sechs bis sieben Millionen Franken und 27 Festangestellten sei die Finanzierung eine grosse Herausforderung. Jung habe mit Doris Fiala auch die ehemalige FDP-Präsidentin ins Boot geholt, um neue Kontakte in Bundesbern zu erschliessen.

    Urbane Blätter verlieren am stärksten

    Die aktuellen Wemf-Zahlen zeigen teils signifikante Verluste bei gedruckten Tageszeitungen. Der Tages-Anzeiger verliert 9,4 Prozent, die NZZ 11,6 Prozent. «Es sind vor allem urbane Blätter», analysiert Ackeret. Bei den Sonntagszeitungen sieht es ähnlich aus: Die SonntagsZeitung verliert über 17 Prozent, der SonntagsBlick 11 Prozent. Christian Beck erwähnt als Grund die Online-first-Strategie der Redaktionen. «‹Der Feind› ist immer ein bisschen im eigenen Haus», ergänzt Ackeret. Die starken Online-Angebote der Verlage kannibalisieren das eigene Print-Geschäft.

    17 min
  • SRG-Musikradios | Alfred Heer
    persoenlich.com-Podcast #71

    Die SRG plant einen erneuten Verkauf ihrer Spartensender Swiss Pop, Swiss Classic und Swiss Jazz per Anfang 2027. Dies als Teil des Sparprogramms «Enevant», das bis 2029 270 Millionen Franken einsparen soll (persoenlich.com berichtete). «Das Sparpotenzial ist äusserst bescheiden», erklärt Christian Beck, Redaktionsleiter von persoenlich.com. Die SRG rechne mit einem «tiefen, einstelligen Millionenbetrag». 2020 scheiterte ein Verkauf von Swiss Pop wegen Corona und eingebrochener Werbeeinnahmen.

    Schockstarre nach Alfred Heers Tod

    Der unerwartete Tod des SVP-Nationalrats Alfred Heer erschütterte die Öffentlichkeit. «Das letzte Mal in Zürich habe ich das erlebt bei Köbi Kuhn», vergleicht Verleger Matthias Ackeret die Betroffenheit. Die Meldung löste breite Medienresonanz aus. Heer war eine widersprüchliche Persönlichkeit: SVP-Politiker und gleichzeitig europäisch orientiert, israelfreundlich und verwurzelt im Zürcher Kreis 4.

    14 min
  • Swatch | Werbeverbot
    persoenlich.com-Podcast #70

    https://www.persoenlich.com/marketing/spezielle-uhr-als-antwort-auf-us-zolle

    https://www.persoenlich.com/marketing/allianz-ubergibt-gemeinderat-petitionen

    16 min
  • UKW | Wappler-Nachfolge
    persoenlich.com-Podcast #69

    Der Nationalrat hat am Dienstag mit deutlichen 124 zu 62 Stimmen bei 8 Enthaltungen eine Motion angenommen, die eine Verlängerung der UKW-Konzessionen über 2026 hinaus verlangt (persoenlich.com berichtete). Der ursprüngliche Plan, das analoge Radio Ende 2026 definitiv abzuschalten, stiess auf breiten Widerstand. Auslöser waren die Hörerverluste der SRG nach deren UKW-Abschaltung Ende 2024.

    Die Verkehrskommission warnte vor verheerenden Folgen für werbefinanzierte Privatradios. Roger Schawinski, der als Einzelkämpfer gegen die Abschaltung kämpfte, erhielt plötzlich Unterstützung von den Radioverbänden, die ihre Position änderten. Der Bundesrat hatte die Motion zur Ablehnung empfohlen und verwies darauf, dass die Abschaltungsinitiative ursprünglich von der Branche selbst kam. Das Geschäft geht nun an den Ständerat.

    Überraschender Rücktritt bei SRF

    SRF-Direktorin Nathalie Wappler kündigte letzte Woche unerwartet ihren Rücktritt per April 2026 an. Sie begründete den Schritt mit dem abgeschlossenen Transformationsprojekt der SRG und den beendeten Sparprogrammen. Damit verlässt sie ihr Amt noch vor der Abstimmung über die Halbierungsinitiative. Über die Nachfolge wird bereits spekuliert. Christian Beck stellt die grundsätzliche Frage, ob es künftig überhaupt noch eine klassische SRF-Direktion geben wird.

    16 min

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Die Redaktion von persönlich und persoenlich.com diskutiert wöchentlich in Zweierkonstellation Themen und aktuelle Ereignisse, die in der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche für Schlagzeilen gesorgt haben. Am Mikrofon zu hören sind abwechselnd Verleger und Chefredaktor Matthias Ackeret, Redaktionsleiter Christian Beck und die Redaktor:innen Nick Lüthi und Sandra Porchet.