Sebastian Furchner ersetzt Podcaster Malte
Malte fehlt urlaubsbedingt, dafür ist Sportdirektor Sebastian Furchner zu Gast im Pinguins-Podcast. Es geht um den neuen Kader, schwierige Entscheidungen und die Frage, wie Transfers bei den Fischtown Pinguins eigentlich ablaufen.
In dieser Woche muss Nico alleine ran. Malte genießt seinen Urlaub in New York und fehlt deshalb in der aktuellen Folge des Pinguins-Podcasts. Ganz ohne Unterstützung geht es dann aber doch nicht. Zu Gast ist Sebastian Furchner, Sportdirektor der Fischtown Pinguins. Mehr als 1000 DEL-Spiele und 300 Tore hat Furchner in seiner Karriere gesammelt. Inzwischen trifft er die wichtigen Entscheidungen nicht mehr auf dem Eis, sondern hinter den Kulissen. Und genau darüber sprechen wir.
Wie entsteht eigentlich ein Kader?
Bei den Pinguins hat sich im Sommer einiges verändert. Spieler sind gegangen, neue Gesichter hinzugekommen und der Kader für die kommende Saison nimmt Form an. Furchner erklärt, wie viel Planung hinter der Zusammenstellung einer Mannschaft steckt. U23-Spieler, Importstellen und unterschiedliche Spielertypen müssen zusammenpassen. Gleichzeitig wollten die Pinguins mehr Geschwindigkeit in die Mannschaft bringen und den Kader an einigen Stellen verjüngen. Doch wie läuft ein Transfer überhaupt ab? Wie viele Videos schaut sich ein Sportdirektor an? Und wie groß ist die Unsicherheit, wenn ein Spieler aus einer anderen Liga verpflichtet wird? Furchner gibt Einblicke in seine Arbeit und verrät, warum auch nach zahlreichen Telefonaten und Stunden vor dem Bildschirm immer ein gewisses Risiko bleibt.
Schwierige Gespräche und emotionale Abschiede
Natürlich sprechen wir auch über die Abgänge des vergangenen Sommers. Jan Urbas und Žiga Jeglič entschieden sich aus familiären Gründen für die Rückkehr in die Heimat. Furchner erzählt, wie früh die Gespräche mit beiden Spielern geführt wurden und warum finanzielle Fragen dabei keine entscheidende Rolle spielten. Je näher der Abschied rückte, desto emotionaler wurde es. Hinter verschlossenen Türen flossen sogar Tränen. Gleichzeitig gehört auch die andere Seite zum Job eines Sportdirektors. Spielern mitzuteilen, dass die gemeinsame Zeit endet, zählt für Furchner zu den schwierigsten Aufgaben. Einige dieser Gespräche beschäftigen ihn auch nach Feierabend.
Wie wichtig ist Loyalität im Profisport?
Kann eine enge Bindung zu Spielern oder Trainern bei sportlichen Entscheidungen sogar gefährlich werden? Furchner blickt auf seine Zeit in Wolfsburg zurück und erzählt, wie sehr ihn die dort erlebte Loyalität geprägt hat. Auch seine Freundschaft mit Pinguins-Trainer Alexander Sulzer ist Thema. Persönliche Beziehungen und sportliche Entscheidungen voneinander zu trennen, ist nicht immer einfach. Gerade in den Playoffs müsse der Erfolg allerdings an erster Stelle stehen. Dann fallen auch Entscheidungen, die menschlich schwer sein können.
Ist der neue Kader besser?
Und dann wäre da natürlich noch die Frage, die vermutlich viele Pinguins-Fans beschäftigt: Ist der neue Kader besser als in der vergangenen Saison? Nico versucht, Furchner eine klare Antwort zu entlocken. Die Antwort des Sportdirektors: Der Kader ist anders. Furchner spricht über das Verletzungspech der vergangenen Saison, fehlende Konstanz und seine Hoffnungen für die kommende Spielzeit. Bleibt die Mannschaft gesund und ruft ihr Potenzial ab, ist er überzeugt, dass die Fans viel Spaß mit diesem Team haben werden.
Viel Spaß mit Folge 285! Und die wird wieder präsentiert von der offiziellen Fischtown Pinguins Kreditkarte. Erhältlich bei der Weser-Elbe Sparkasse oder unter wespa.de.