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Die Woche begann sehr unruhig: Der Ölpreis stieg stark, da wichtige Transportrouten blockiert sind. Kurzzeitig entspannte sich die Lage nach Aussagen von Donald Trump, die Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Konflikts weckten. Neue Angriffe auf Öltanker und die weiterhin gesperrte Strait of Hormuz verschlechterten jedoch die Stimmung wieder. Die Ölsorte Brent Crude stieg erneut auf über 100 Dollar pro Barrel.
Die Aktienmärkte schlossen die Woche im Minus. In Europa und den USA liegen wichtige Indizes etwa 2–3 % unter dem Jahresanfang, während es in Asien besser aussieht: Der Nikkei 225 liegt weiterhin rund 5 % im Plus.
In der Schweiz sorgte Partners Group für Diskussionen. Anleger sind wegen hoher Bewertungen im Software-Sektor und möglicher Risiken durch Artificial Intelligence vorsichtig. Obwohl die Erwartungen erfüllt wurden, bleibt der Markt skeptisch; die Aktie liegt über 20 % im Minus seit Jahresbeginn.
Auch Volkswagen fiel auf: Der Konzern meldete einen starken Rückgang beim operativen Gewinn aufgrund stärkerer Konkurrenz in China und neuer US-Zölle. Zudem plant VW einen grossen Stellenabbau in Deutschland, was Investoren verunsichert.
In der kommenden Woche stehen Zinsentscheide mehrerer Zentralbanken im Fokus, darunter die Swiss National Bank, die Federal Reserve und die European Central Bank. Wegen weiterhin hoher Inflation, geopolitischer Spannungen und steigender Energiepreise sind grosse Zinsschritte eher unwahrscheinlich. Die Märkte werden genau beobachten, wie die Zentralbanken auf das unsichere Umfeld reagieren.
Das Börsenmagazin vom 06. März 2026
Der geopolitische Konflikt hat die Finanzmärkte beeinflusst, wobei der Wochenstart zunächst relativ ruhig verlief, da die Spannungen bereits zuvor bestanden. Besonders stark reagierten die Energiepreise: Öl und Gas stiegen deutlich, vor allem wegen der Unsicherheit rund um die Strasse von Hormus, über die etwa 20 % des weltweit gehandelten Öls transportiert werden.
Im Laufe der Woche nahm die Nervosität an den Märkten zu. Europäische und Schweizer Aktien gerieten unter Druck, während sich die US-Börsen vergleichsweise stabil hielten. In Asien fiel die Reaktion am stärksten aus, da die Region stark von Energieimporten abhängig ist. Gleichzeitig stiegen auch die Obligationenrenditen leicht, unter anderem wegen Sorgen über eine mögliche Rückkehr höherer Inflation.
Der SMI verlor rund 5 % und liegt damit wieder ungefähr auf dem Niveau vom Jahresanfang. Besonders stark fiel die Aktie von Richemont (Luxusgüter) mit einem Rückgang von fast 10 %, da diese Branche empfindlich auf geopolitische Unsicherheiten reagiert und stark von der Nachfrage aus Asien und dem Nahen Osten abhängt. Stabiler entwickelten sich dagegen defensivere Titel wie Swisscom sowie Logitech, die weniger direkt vom Konflikt betroffen sind.
Bei den Konjunkturdaten blieb die Lage in der Schweiz stabil:
In der Eurozone gab es hingegen eine kleine Überraschung, da die Inflation leicht gestiegen ist – hauptsächlich wegen höherer Preise im Dienstleistungssektor.
US-Zollpolitik: Gerichtsurteil und neue Ankündigungen bewegen die Märkte
Zum Wochenbeginn richtete sich der Blick der Investoren auf die US-Handelspolitik. Auslöser war ein Entscheid des Obersten Gerichtshofs der USA vom vergangenen Freitag: Das Gericht erklärte einen Grossteil der von Donald Trump eingeführten Handelszölle für rechtswidrig.
Trump hatte sich bei der Einführung der Zölle auf ein Notstandsgesetz gestützt, das es dem Präsidenten erlaubt, in bestimmten Ausnahmesituationen wirtschaftliche Massnahmen ohne Zustimmung des Kongresses zu ergreifen. Nach Ansicht des Gerichts war die Berufung auf dieses Notstandsrecht jedoch nicht zulässig, da die Voraussetzungen für einen nationalen Notstand in diesem Zusammenhang nicht erfüllt gewesen seien.
Die Reaktion aus dem politischen Lager folgte prompt: Trump kündigte noch am selben Tag neue Zölle auf einer anderen gesetzlichen Grundlage an. Diese sollen bei 10 Prozent liegen und zunächst für eine Dauer von 150 Tagen gelten. Damit versucht er offenbar, die handelspolitische Linie fortzusetzen, ohne erneut juristisch angreifbar zu sein.
Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: erhöhte Unsicherheit. Während das Gerichtsurteil kurzfristig als Entspannungssignal gewertet werden könnte, sorgen die neuen Ankündigungen gleichzeitig für anhaltende Unklarheit über die zukünftige Ausrichtung der US-Handelspolitik. Anleger dürften daher weiterhin sensibel auf politische und juristische Entwicklungen in Washington reagieren.
Der Wochenstart verlief zunächst überraschend ruhig. Technologietitel konnten in der ersten Wochenhälfte zulegen, getragen von anhaltender Dynamik im Bereich der künstlichen Intelligenz. Gleichzeitig blieb jedoch die Frage präsent, wer langfristig zu den Gewinnern – und wer zu den Verlierern – im globalen KI-Wettlauf zählen wird.
Ab der Wochenmitte drehte die Stimmung. Neue Hinweise auf eine mögliche Eskalation im Nahen Osten sorgten für Nervosität an den Märkten. Die Verlegung zusätzlicher US-Militärressourcen in die Golfregion sowie das von US-Präsident Donald Trump gesetzte Zehn-Tage-Ultimatum im Atomstreit mit dem Iran belasteten die Aktienmärkte spürbar. Trotz dieser geopolitischen Spannungen schlossen die wichtigsten Indizes die Woche leicht im Plus.
Auch auf Unternehmensebene gab es Bewegung: In der Schweiz überzeugten mehrere Firmen mit starken Jahresabschlüssen. Besonders Nestlé konnte trotz Herausforderungen im US-Tiefkühlgeschäft und Diskussionen rund um Babynahrung mit einem strategischen Update und prominenten Verwaltungsratskandidaten – darunter Ex-SNB-Präsident Thomas Jordan – punkten und den Gesamtmarkt stützen.
In den USA überraschte Walmart positiv mit robusten Zahlen, getragen von stabilem Konsum. Gleichzeitig wies das Management auf steigende Preise und zunehmende Unsicherheiten hin. Die Handelsdaten zeigen zudem, dass Strafzölle zunehmend Preiserhöhungen in verschiedenen Produktkategorien nach sich ziehen – mit spürbaren Auswirkungen auf Unternehmen und Konsumenten.
Aus makroökonomischer Sicht bleibt es zunächst ruhig, bevor gegen Ende der Woche neue Konjunkturdaten aus Europa, das Schweizer BIP sowie Inflationszahlen aus mehreren Ländern veröffentlicht werden. Zusätzlich rücken die US-Produzentenpreise in den Fokus.
Im Zentrum der Unternehmensagenda steht jedoch Nvidia. Der wertvollste Konzern der Welt legt am Mittwoch seine Zahlen vor. Ein kürzlich abgeschlossener Milliardenvertrag mit Meta zur Lieferung von KI-Chips für Rechenzentren unterstreicht die strategische Bedeutung des Unternehmens – und könnte neue Impulse für den Technologiesektor setzen.
Eine Woche zwischen geopolitischen Risiken, wirtschaftlichen Signalen und der Frage, wie nachhaltig der KI-Boom tatsächlich ist.
Märkte zwischen Wahloptimismus, KI-Sorgen und Arbeitsmarktdaten
Obwohl die vergangene Woche nicht zu den intensivsten Phasen der laufenden Berichtssaison zählte, kam es an den Finanzmärkten zu spürbaren Bewegungen.
Zu Wochenbeginn richteten sich die Blicke nach Japan: Die vorgezogenen Parlamentswahlen wurden klar von Premierministerin Takahishi gewonnen. Das sorgte für Erleichterung an den Märkten. Der japanische Aktienmarkt legte daraufhin um über 5 % zu und steht seit Jahresbeginn bereits rund 14 % im Plus.
Im weiteren Wochenverlauf kühlte sich die Stimmung an den globalen Aktienmärkten jedoch wieder ab. Besonders der US-Technologiesektor geriet unter Druck, während sich die europäischen Börsen – inklusive der Schweiz – vergleichsweise stabil hielten.
Ein dominierendes Thema war erneut die künstliche Intelligenz. Neue KI-Anwendungen sorgten insbesondere im Finanz- und Logistikbereich für Verunsicherung. So standen UBS und Julius Bär unter Druck, nachdem in den USA ein KI-Tool für Vermögens- und Steuerberatung vorgestellt wurde. Die Sorge: Solche Technologien könnten mittelfristig die Margen im Beratungsgeschäft belasten. Auch Kühne + Nagel verlor im Wochenverlauf über 10 %, nachdem neue KI-Lösungen zur Optimierung von Frachtvolumen angekündigt wurden. Wie stark KI Geschäftsmodelle tatsächlich verändern wird, bleibt jedoch offen – ebenso regulatorische Fragen.
Makroökonomisch standen die US-Arbeitsmarktdaten im Fokus. Auf den ersten Blick fielen diese solide aus: Es wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet, die Arbeitslosenquote sank leicht. Bei genauerer Betrachtung relativiert sich das Bild jedoch, da die Beschäftigungszahlen für 2025 deutlich nach unten korrigiert wurden. Dies deutet darauf hin, dass der US-Arbeitsmarkt weniger robust ist als bislang angenommen – ein wichtiger Faktor für die weitere Zinspolitik der US-Notenbank.
In der neuen Woche rücken Unternehmenszahlen von Nestlé, Sika und Zurich Insurance in den Fokus. In den USA werden insbesondere die Resultate von Walmart mit Spannung erwartet – sie gelten als wichtiger Indikator für die Konsumentenstimmung. Konjunkturseitig stehen zudem neue Einkaufsmanagerindizes sowie Daten zum US-Häusermarkt an, der zuletzt deutliche Schwächesignale gezeigt hat.
Auch diese Woche ist die Nervosität an den Märkten hoch geblieben. Die Edelmetalle sind schon letzten Freitag heftig eingebrochen. Gold ist in der kürzesten Zeit rund 15% und Silber sogar 35% abgesackt. Viele spekulative Positionen mussten aufgelöst werden und haben die Bewegung zusätzlich verstärkt. Am Anfang dieser Woche ist Gold weiter unter Druck geraten.
Aber in der zweiten Wochenhälfte hat sich der Preis etwas erholt und liegt jetzt wieder bei knapp 4'900 US-Dollar. Auch die Aktien sind unter Druck geblieben und die US-Börse hat besonders stark nachgegeben. Der Technologieindex Nasdaq hat fast 4% verloren und der breite S&P 500 rund 2%. Europa ist hingegen stabiler geblieben und der Schweizer Markt hat es sogar leicht verbessert Eine besonders harte Woche hatte der Bitcoin hinter sich und ist zeitweise unter 65'000 Dollar gerutscht.
Seit dem Jahresanfang liegt das Minus bis an den 25%.
Dieses Muster hat sich diese Woche bestätigt. Die UBS hat im Jahr 2025 einen Rekordgewinn erzielt. Dazu kommt ein grosses Aktienrückkaufprogramm und es gibt erst noch eine höhere Dividende Eigentlich alles gute Nachrichten. Die Aktie hat trotzdem im Wochenverlauf rund 8% verloren. Grund dafür auch weniger Netto-Neugeld-Zuflüsse.
Bei Novartis hingegen waren die Reaktionen schon fast überraschend positiv. Der Umsatz hat nämlich im letzten Quartal kaum mehr zugelegt und der Konzern kämpft mit zunehmender Konkurrenz. Trotzdem hat die Aktie über die Woche 4% zugelegt. In den USA standen Google und Amazon im Mittelpunkt. Beide lieferten überzeugende Zahlen, aber die Kurse gingen trotzdem.
Höchst geplante Investitionen verunsicherten die. Aber nicht nur deswegen geriet der Technologie-Sektor insgesamt stark unter Druck. Die Ankündigung des neuen KI-Modells «GLOAD Legal» hat die Aktien mehrerer Software-Firmen abgestürzt. Solche Modelle können nämlich ihre Lösungen überflüssig machen.
In Europa ist die Inflation im Fokus gestanden. Die Teuerung ist auf 1,7% gesunken und damit auf eine tiefste Stange seit Herbst 2024. Die Europäische Zentralbank hat darauf wie erwartet reagiert und die Leitzinsen unverändert gelassen. Aus den USA sind überraschend gute Konjunktursignale gekommen. Der Einkaufsmanager-Index hat deutlich zugelegt und zeigt das erste Mal seit rund einem Jahr wieder ein Wachstum an.
Aus ökonomischer Sicht werden vor allem die amerikanischen Arbeitsmarktzahlen und die Inflationsdaten im Fokus stehen. Vor allem die News aus dem zuletzt schwachen Arbeitsmarkt werden mit Spannung erwartet. Aber auch die Schweiz publiziert die neuesten Inflationsdaten. Aber an den Börsen wird es voraussichtlich etwas ruhiger werden.
Es werden nämlich keine Zahlen von grossen Firmen mehr erwartet. In der Schweiz einzig Zahlen von der Swisscom.
Die Woche startete mit deutlichen Bewegungen an den Devisen- und Edelmetallmärkten. Der US-Dollar setzte seine Schwäche fort, während der Schweizer Franken klar zulegte. Davon profitierte Gold, das zu Wochenbeginn neue Höchststände erreichte.
In der zweiten Wochenhälfte zeigte sich ein etwas turbulenteres Bild, insgesamt blieben die Aktienmärkte jedoch relativ ruhig. Die US-Börsen schlossen die Woche weitgehend unverändert, nachdem die US-Notenbank die Zinsen wie erwartet stabil hielt und keine neuen Impulse lieferte.
Schwächer präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt. Der DAX verzeichnete spürbare Verluste, unter anderem aufgrund deutlicher Rückschläge beim Softwarekonzern SAP.
In der Schweiz standen vor allem Roche und Chividan im Fokus. Roche legte Zahlen leicht unter den Erwartungen vor, insbesondere das Geschäft in China blieb herausfordernd. Dank eines positiven Ausblicks auf neue Produkte entwickelte sich die Aktie dennoch freundlich. Deutlich negativer fiel die Reaktion bei Chividan aus: Die Aktie war mit rund minus 7 % klarer Wochenverlierer im SMI, belastet durch höhere Kosten in den USA und ungünstige Währungseffekte.
International richtete sich der Blick auf die US-Tech-Giganten. Tesla, Meta, Microsoft und Apple präsentierten ihre Quartalszahlen. Meta konnte nach einem schwachen Vorquartal klar zulegen, gestützt durch steigende Werbeeinnahmen und Fortschritte bei KI-Modellen. Microsoft hingegen verlor rund 10 % an Wert, da höhere Ausgaben und ein enttäuschendes Cloud-Wachstum die Erwartungen nicht erfüllten.
In der kommenden Woche stehen wichtige Konjunkturdaten im Fokus, darunter Einkaufsmanager-Indizes und Inflationszahlen aus der Eurozone sowie der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank. Zudem geht die Berichtssaison weiter: In den USA legen Google und Amazon Zahlen vor, in der Schweiz stehen Novartis und UBS im Mittelpunkt.
Die internationalen Finanzmärkte blickten in der vergangenen Woche vor allem nach Davos. Das Weltwirtschaftsforum stand im Zeichen geopolitischer Spannungen, insbesondere durch den Auftritt von US-Präsident Donald Trump. Bereits Ende der Vorwoche hatten dessen Zollandrohungen gegenüber acht europäischen NATO-Staaten im Zusammenhang mit dem Streit um Grönland für erhebliche Verunsicherung gesorgt.
Entsprechend nervös starteten die Märkte in die Woche. Sowohl in den USA als auch in Europa gerieten die Börsen zunächst deutlich unter Druck und verloren zeitweise zwischen zwei und drei Prozent an Wert. Ausschlaggebend war weniger Trumps Rede in Davos selbst, sondern vielmehr seine Aussagen im Anschluss an den Auftritt.
Im Wochenverlauf folgte jedoch eine spürbare Entspannung. Trump kündigte an, dass es ein Rahmenprogramm zur Grönland-Thematik gegeben habe und er auf die angedrohten Zölle gegenüber den europäischen Staaten verzichten werde. Diese Kehrtwende sorgte rasch für Erleichterung an den Märkten. Die US-Börsen konnten ihre Verluste wieder wettmachen und schliessen die Woche in etwa unverändert ab.
Weniger erholsam verlief die Woche für die europäischen Aktienmärkte. Sie blieben von der anfänglichen Unsicherheit stärker belastet und notieren über die gesamte Woche betrachtet weiterhin rund ein bis eineinhalb Prozent im Minus.
Deutlich gesucht waren erneut sichere Anlagen. Gold bestätigte seine Rolle als Schutz in unsicheren Zeiten und legte in der vergangenen Woche um rund sieben Prozent zu. Damit liegt der Goldpreis seit Jahresbeginn bereits etwa 14 Prozent im Plus.
Insgesamt zeigt sich: Politische Signale und kurzfristige geopolitische Spannungen prägen derzeit das Marktgeschehen. Während sich die US-Märkte als vergleichsweise widerstandsfähig erweisen, bleiben die europäischen Börsen anfälliger für politische Unsicherheiten – und sichere Häfen wie Gold rücken verstärkt in den Fokus der Anlegerinnen und Anleger.
Die internationalen Finanzmärkte haben in der vergangenen Woche an Dynamik verloren. Nach den deutlichen Bewegungen zuvor blieb unter dem Strich vor allem eine Seitwärtsbewegung zurück. Dennoch zeigten sich erneut regionale Unterschiede: Die europäischen Börsen konnten leicht zulegen und schnitten damit etwas besser ab als die US-Märkte, wo die Nervosität spürbar zunahm.
In den Vereinigten Staaten belastete insbesondere der verschärfte politische Ton das Marktumfeld. Auslöser war die Aufnahme strafrechtlicher Ermittlungen gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell. Ihm wird im Zusammenhang mit der Renovation der Fed-Gebäude eine Falschaussage vorgeworfen. Die Diskussion um die Unabhängigkeit der US-Notenbank erhielt dadurch neue Nahrung und sorgte für Zurückhaltung bei den Anlegern.
Deutlich freundlicher präsentierte sich hingegen der japanische Aktienmarkt. Der Nikkei legte um mehr als 4 Prozent zu und entwickelte sich damit klar stärker als andere Regionen. Ausschlaggebend waren Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen, die den japanischen Yen unter Druck setzten. Die Währungsabwertung wirkte unterstützend für exportorientierte Unternehmen und verlieh dem Aktienmarkt zusätzlichen Rückenwind.
Auch alternative Anlagen standen im Fokus. Die Kryptowährungen setzten ihre Erholung fort, allen voran der Bitcoin. Er überschritt erneut die Marke von 95’000 US-Dollar und unterstrich damit die weiterhin hohe Risikobereitschaft in diesem Marktsegment.
Insgesamt zeigt sich ein bekanntes Bild: Während politische Unsicherheiten in den USA kurzfristig für Nervosität sorgen, bleiben die globalen Finanzmärkte insgesamt stabil. Regionale Impulse und Währungsbewegungen bestimmen derzeit stärker das Geschehen als fundamentale Schocks.
Die internationalen Finanzmärkte sind dynamisch ins Jahr 2026 gestartet. Nach den ruhigen Feiertagen legten zahlreiche Aktienindizes deutlich zu, an mehreren Börsen wurden sogar neue Höchststände erreicht. Besonders stark präsentierten sich die europäischen Märkte: Der Eurostoxx 50 gewann rund 2 Prozent, während der deutsche DAX mit fast 3 Prozent noch stärker zulegte.
In Deutschland überzeugten vor allem Titel wie Rheinmetall, Siemens und SAP. Sie konnten die Schwäche im Automobilsektor mehr als kompensieren. In den USA fielen die Gewinne mit rund 1 Prozent moderater aus, während der Schweizer Leitindex SMI ebenfalls nur knapp 1 Prozent zulegte. Belastend wirkte hier insbesondere das Index-Schwergewicht Nestlé, das aufgrund eines grösseren Rückrufs von Säuglingsnahrung unter Druck geriet. Die Aktie verlor in der Folge rund 5 Prozent.
Insgesamt zeigte sich jedoch ein bekanntes Marktbild: Politische Risiken bremsten die Börsen kaum. Gold legte hingegen als Absicherung weiter zu und stieg um über 3 Prozent.
Am vergangenen Wochenende sorgte zudem die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten für Schlagzeilen. Die Finanzmärkte reagierten darauf jedoch gelassen. Die Volatilität blieb niedrig, und die Anleger zeigten sich entspannt. Kurzzeitig kam es zwar zu Bewegungen bei US-Ölaktien, da Venezuela über die grössten Ölreserven der Welt verfügt. Die Kurse stiegen zunächst in Erwartung höherer Fördermengen, gaben diese Gewinne jedoch rasch wieder ab. Veraltete Förderanlagen und eine marode Infrastruktur machen eine schnelle Produktionsausweitung unrealistisch.
Das Fazit bleibt eindeutig: Selbst geopolitische Eingriffe verunsichern die Märkte derzeit kaum.
Im Fokus der Woche standen zudem die Inflationsdaten. In der Schweiz liegt die Teuerung aktuell bei lediglich 0,1 Prozent. Sinkende Importpreise und der starke Franken halten die importierte Inflation deutlich im Minus. Die Inflationssorgen bleiben damit ein zentrales Thema für Wirtschaft und Geldpolitik.
In der Eurozone ist die Inflation im Dezember leicht gesunken und liegt nun bei 2 Prozent — exakt im Zielbereich der Europäischen Zentralbank. Positive Nachrichten kamen zudem von der Schweizerischen Nationalbank: Sie wies einen Gewinn von 26 Milliarden Franken aus, getragen vor allem von der starken Aufwertung ihrer Goldreserven. Bund und Kantone profitieren davon mit einer Ausschüttung von rund 4 Milliarden Franken.
In der kommenden Woche nimmt schliesslich die Berichtssaison Fahrt auf. Den Auftakt machen traditionell die grossen US-Banken, die im vergangenen Jahr von lebhafter Handelstätigkeit sowie einer hohen Aktivität bei Unternehmensübernahmen profitiert haben. Entsprechend werden auch für das Schlussquartal solide Resultate erwartet. In der Schweiz legen unter anderem Sika, Richemont und Geberit erste Umsatzzahlen vor — Impulse für den Schweizer Aktienmarkt sind damit durchaus möglich.
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