KfW-Ratgeber Podcast: So werd' ich Unternehmer - Tipps für Existenzgründer: Frankfurt (ots) - Sprecher: Rund 835.000 Menschen haben sich im letzten Jahr laut aktuellem KfWGründungsmonitor selbstständig gemacht. Eine stabile Konjunktur, günstige Finanzierungsbedingungen und viel Mut und Neugier machen's möglich. So auch bei Adam Mikusch. Der gelernte Grafik-Designer gründete die Feinkost-Manufaktur "Blattgold" und stellt selbst kreierte Salatsoßen her. Wir haben ihn auf einem Wochenmarkt in Berlins Mitte besucht. Zwischen Auswärtigem Amt und Gendarmenmarkt verriet er uns, wie er den Schritt in die Selbstständigkeit geschafft hat, worauf es ankommt, wenn man Feinschmecker von der Besonderheit seiner Dressings überzeugen will - und warum er sich überhaupt selbstständig gemacht hat. O-Ton 1 (Adam Mikusch, 0:23 Min.): "Ich habe angefangen, in einer Werbeagentur zu arbeiten als Grafik-Designer und habe einfach gemerkt, dass das Talent wohl da war, aber so die Leidenschaft dann irgendwie gefehlt hat. Viele haben mir gesagt, vor allem Arbeitskollegen: 'Mann, du strahlst ja viel mehr, wenn Du uns was zu essen machst, als bei der Arbeit.' Und dann habe ich gemerkt, dass meine Zukunft wahrscheinlich doch im Essenmachen liegt und die Freude und die Leidenschaft sich da erst entwickelt sozusagen. Und dann habe ich mich entschieden, Salatdressings zu machen, weil ich fand, es gibt noch keine guten." Sprecher: Dabei war ihm von Anfang an wichtig... O-Ton 2 (Adam Mikusch, 0:20 Min.): "... dass es hundertprozentig und ernst sein muss und nur so auch funktionieren kann. Und dann war auch schnell klar, dass es zu Hause nicht professionell genug zugehen kann. Außerdem gibt es ja auch Auflagen vom Gesundheitsamt, da müssen Sie also Produktionsräume haben, die natürlich abgesegnet sind. Also, in einer Privatwohnung könnte man das gar nicht machen, weil da natürlich nicht der freie Zugang für die Kontrolleure da wäre zum Beispiel." Sprecher: Kurzum: Um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, brauchte Mikusch erst einmal das nötige Startkapital. O-Ton 3 (Adam Mikusch, 0:19 Min ): "Es war so, dass ich einen Gründerzuschuss beantragen konnte, und den habe ich dann eben neun Monate lang bekommen. Man muss dazu sagen, die KfW-Bank wäre natürlich ein toller Ansprechpartner gewesen, allerdings ist es bei mir in der Familie so, dass sie wahrscheinlich enttäuscht bis beleidigt wären, wenn ich nicht erst die Omas um Geld gefragt hätte. Das habe ich mir also von der Familie geliehen, selber auch etwas gehabt." Sprecher: So stellt er jetzt also Dressings her, wie man sie auch zu Hause machen würde, wenn man denn Zeit und Lust dazu hätte. O-Ton 4 (Adam Mikusch, 0:15 Min.): "Es ist so, dass ich eben auf Wasser und Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe verzichte, was halt in der Industrie nicht der Fall ist. Aber ich wende mich eben mit meinem Produkt an eine Kundschaft, die dann sagt: 'Wir sind es uns wert, für was Wertvolles auch etwas mehr zu bezahlen.'" Sprecher: Sein bestes Pferd im Stall ist dabei inzwischen ein vom Namen her eher altbacken klingendes Dressing: O-Ton 5 (Adam Mikusch, 0:09 Min.): "Honig-Senf tatsächlich. Viele sagen: 'Ach, Honig-Senf, das kenne ich ja.' Aber sie kennen eigentlich ja nur das industriell gefertigte, mit Wasser und Verdickungsmitteln aufgepimpte, gepanschte Zeug. Sprecher: Die Idee jedenfalls kommt super an: Inzwischen verkauft Mikusch seine Dressings sogar in einigen Supermärkten." O-Ton 6 (Adam Mikusch, 0:35 Min.): "Irgendwann habe ich das Problem gehabt, dass ich eben ein tolles Produkt habe, aber viel zu wenige Leute davon wissen. Dann habe ich mir halt auch überlegt: Wo könnte man denn hin? Und habe mich dann einfach informiert und schnell gemerkt, dass Edeka Reichelt eben ein Programm auch anbieten, wo sie regionale Produzenten stärken und eben auch die Möglichkeit bieten, in ein paar Märkten regional anzufangen, sie selber zu beliefern. Dann habe ich einen Termin vereinbart, alles dabeigehabt, was man so braucht, also meine Flaschen, und gesagt: 'Hallo, da bin ich, ist lecker, ist toll, probieren sie mal. Wäre schön, wenn es klappt.' Und man war vom Produkt begeistert, auch von der Aufmachung und hat mir eine Chance gegeben." Sprecher: All das lief leichter als gedacht, wie er zugibt. Glück und Können waren halt auf seiner Seite. Genau deshalb blickt er auch optimistisch in die Zukunft. O-Ton 7 (Adam Mikusch, 0:17 Min.): "Das große Ziel dieses Jahr ist, wirklich eben einfach ein bisschen bekannter zu werden, damit die Leute einfach wissen, aha, das gibt's, das ist lecker. Aber erst mal regional, weil ich momentan auch alles selber beliefern muss. Ich wäre froh, wenn es Ende des Jahres so weit ist, dass ich genug Vertriebswege habe, dass ich auch über den Winter ohne Wochenmarkt sozusagen überleben kann." Sprecher: Wenn auch Sie eine pfiffige Geschäftsidee haben und Ihren weiteren Berufsweg lieber als Unternehmer gehen möchten - Ihnen aber das nötige Startkapital fehlt - steht Ihnen die staatliche Förderbank KfW zur Seite. Mehr über die Förderprogramme für Existenzgründer finden Sie im Internet unter www.kfw.de. Damit am Ende eine gute Idee nicht am fehlenden Geld scheitert. Pressekontakt: Holger Schwabe Senior Referent Corporate Publishing KfW Bankengruppe Charlottenstraße 33 / 33a 10117 Berlin Tel. +49 30 20264-5830 Fax +49 30 20264-5891 [email protected] www.kfw.de