Psychoanalyse im Mitschnitt

Psychoanalyse im Mitschnitt

By Dr. Cécile Loetz und Dr. Jakob Johann MüllerScienceSocial SciencesHealth & FitnessMental Health
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Psychoanalyse im Mitschnitt episodes

  • Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn: Der feine Unterschied: Mutterschaft und Mütterlichkeit
    Heidelberger Dienstagabendreihe

    Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn widmet sich in Ihrem Vortrag „Der feine Unterschied: Mutterschaft und Mütterlichkeit“ der anhaltenden Verknüpfung von Mutterschaft, Mütterlichkeit und Weiblichkeit. Im Fokus stehen normative Vorstellungen von „guter“ Mutterschaft sowie unbewusste Dynamiken, die diese Bilder prägen und stabilisieren. Zugleich wird die in der psychoanalytischen Tradition verankerte Geschlechterdifferenz kritisch hinterfragt. Der Beitrag eröffnet eine Perspektive auf einen Paradigmenwechsel hin zu einem weniger normativen Verständnis von Elternschaft und Fürsorge.

    Helga Krüger-Kirn ist Honorarprofessorin an der Philipps-Universität Marburg und als Psychoanalytikerin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in eigener Praxis niedergelassen. Sie ist Lehranalytikerin und Dozentin für analytische Paar- und Familientherapie sowie Körperpsychotherapie.

    Der Vortrag wurde am 5. November 2024 im Rahmen der Heidelberger Dienstagabendreihe gehalten. Die Einführung macht Dr. Christine Köhler.

    59 min
  • Dr. Stefan Hinz: Joker (Todd Phillips)
    Psychoanalytiker stellen Filme vor

    In der Mannheimer Reihe »Psychoanalytiker stellen Filme vor« beleuchten Psychoanalytiker Filme renommierter Regisseure und reflektieren dabei Themen, Motive und Strukturen unter der Oberfläche der filmischen Erzählung. Der Psychoanalytiker Dr. Stefan Hinz stellt seine Sichtweise auf den Film »Joker« (Todd Phillips) zur Diskussion, skizziert etwa Überlegungen zu Arthurs/Jokers psychischen Entwicklung oder beschreibt, sich in den Protagonisten einfühlend, seine Eindrücke zu dessen inneren Welt.

    Referent: Dr. Stefan Hinz

    Veranstaltung und Organisation: Dr. Gerhard Schneider in Kooperation mit Cinema Quadrat Mannheim

    Veranstaltungsort und -zeit: Cinema Quadrat in K1, 2 in: 68159 Mannheim | 18.10.2020 | 19.30 Uhr

    Aus dem Ankündigungstext:

    »JOKER ist eine der raren Produktionen, die Pop-Appeal und Kunstwillen vereinen. Todd Phillips erzählt keine origin story eines großen Helden, sondern die Herkunft des schlimmsten Feindes, mit dem es Batman Jahre später zu tun bekommen wird: Arthur Fleck ist ein sensibler Außenseiter in Gotham City, der als Clown arbeitet, aber als Stand-up-Comedian groß rauskommen will. Nur ist er nicht lustig genug; fängt allerdings immer wieder anlasslos an, nervös zu lachen. Lebt in einer heruntergekommenen Wohnung, schwärmt hilflos für die Nachbarin – und erschießt eines Nachts drei betrunkene Yuppies, die sich über ihn lustig machen. Das gibt ihm einen Kick, und er beginnt einen Rachefeldzug gegen alle, die ihm scheinbar übelwollen: Die Kollegen, ein erfolgreicher Komiker, der superreiche Bürgermeisterkandidat Thomas Wayne…

    TAXI DRIVER trifft THE KING OF COMEDY im Superschurken-Milieu: Der Film war ein weltweiter Erfolg, wurde vielfach preisgekrönt – und Joaquin Phoenix erhielt verdient den Oscar als bester Hauptdarsteller.« (Aus der Mannheimer Vortragsreihe: »Psychoanalytiker stellen Filme vor.« Zur Homepage des Cinema Quadrat Mannheim)

    29 min
  • Prof. Dr. Timo Storck: Verschmelzung oder Isolation
    Zum psychodynamischen Dilemma der Objektbeziehung bei psychosomatischen Erkrankungen

    Der Vortrag von Prof. Timo Storck wird demnächst im "Jahrbuch für Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalyse" erscheinen.

    Aus dem Ankündigungstext der Herbstakademie

    Informationen zur Psychoanalytischen Herbstakademie

    Bezogenheit erleben und herstellen ist das Ziel der menschlichen Entwicklung. Dazu ist es notwendig, sich den Konflikten von Abhängigkeit und Autonomie zu stellen.

    Prof. Dr. Timo Storck

    Literaturhinweise:

    - Storck, Timo (2016). Psychoanalyse und Psychosomatik. Die leiblichen Grundlagen der Psychodynamik. Stuttgart: Kohlhammer

    -Storck, Timo (2016). Formen des Andersverstehens. Psychoanalytische Teamarbeit bei teilstationären Behandlungen psychosomatischer Erkrankungen. Gießen: Psychosozial

    - Storck, Timo (2019). Objekte. Stuttgart: Kohlhammer

    1 hr 10 min
  • Dr. Jakob Müller: Wiederkehr der Kindheit?
    Was das Sterben mit den frühen Beziehungserfahrungen verbindet

    Zusammenfassung:

    Chronologisch liegt der Kindheit kein Lebensalter ferner als die letzte Lebensphase, das Sterben. Dennoch sind Lebensanfang und Lebensende miteinander verwoben, ist dem Sterben eine Wiederkehr frühkindlicher Erfahrungen eingeschrieben. Der Vortrag möchte, anhand der eigenen Forschungstätigkeit in einer palliativmedizinischen Klinik, entwicklungspsychologische Gesichtspunkte der letzten Lebensphase skizzieren und einen psychoanalytischen Zugang zu einem Lebensabschnitt eröffnen, der in jüngerer Zeit zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit erfährt.

    Besprechung auf dem Blog von Edith Buchhalter

    Literaturhinweise:

    • Müller, J & Loetz, C (2019). Die Bedeutung von Trost in der psychoanalytisch orientierten Sterbebegleitung
    • Oder: Was bleibt, wenn keine Zukunft ist
    • Müller, J (2018). Bindung am Lebensende. Eine Untersuchung zum Bindungserleben von PalliativpatientInnen und HospizbewohnerInnen. Gießen: Psychosozial
    • Müller, J. & Loetz, C. (2016). Wiederkehr der Kindheit? Psychoanalytische Überlegungen über das Sterben in der stationären Palliativversorgung. In: Frick, E. & Vorgel, R. T. (Eds.) Den Abschied vom Leben verstehen. Psychoanalyse und Palliative Care. München: Kohlhammer, 151-168.
    • Loetz, C. & Müller, J.J. (2016). Die Patientenklingel als Bindungssignal.Eine bindungspsychologische Feldstudie zum Konzept der Feinfühligkeit in der Palliativversorgung In: Frick, E. & Vorgel, R. T. (Hrg.) Den Abschied vom Leben verstehen. Psychoanalyse und Palliative Care. München: Kohlhammer, 131-150.
    • Petersen, Y & Köhler, L (2005). Die Bindungstheorie als Basis psychotherapeutischer Interventionen in der Terminalphase. Forum der Psychoanalyse, 3, 277-292.
    • Informationen zur Herbstakademie der DPG

      51 min
    • Prof. Dr. Christoph Türcke: Geschlechterkampf, Sexualisierung und Entsexualisierung – zwei Seiten einer Medaille
      Heidelberger Dienstag-Abend-Reihe

      (Aus dem Ankündigungstext)

      Die Sexualisierung des grammatischen Genus in der Gender-Debatte ist die Kehrseite einer Enterotisierung in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Eine hochtechnisierte Gesellschaft, in der Flexibilität, Machbarkeit und Unbeschränktheit zu zentralen Werten geworden sind, steht auch geschlechter-bezogenen Kleidungs- und Umgangsformen sowie beruflichen Präferenzen skeptisch gegenüber. Diese alten symbolischen Repräsentanten geschlechtlicher Unterschiede sind aber zugleich kulturelle Sublimationsformen eines archaischen Geschlechterkampfes. In ihnen sind starke Gefühle wie Hass und Angst vor der Andersartigkeit des Anderen gebunden. Der Vortrag wird sich mit der Dynamik von Auflösungs-, Transformations-, bzw. Verschiebungsprozessen dieser kulturellen Symbole beschäftigen mit besonderem Augenmerk auf der Gefahr der Regression in archaische Gefühls- und Sozialisationszustände.

      1 hr 18 min
    • Dr. Heribert Blass: »Ich hasse, also bin ich«. Zur selbstkonstitutiven Funktion des Hasses.
      Heidelberger Dienstag-Abend-Reihe

      (Aus dem Ankündigungstext)

      Hass ist einer der stärksten menschlichen Affekte und wird als Gegenpart zu Liebe oft eher negativ eingeschätzt. Dies betrifft vor allem das Auftreten von Hass in nahen persönlichen Beziehungen. Zur Abgrenzung gegenüber ungeliebten bzw. als bedrohlich erlebten Personen oder als Mittel zum sozialen Zusammenhalt von gesellschaftlichen Gruppen oder Völkern erfährt er jedoch eine oftmals offene Aufwertung: Jemand anderen oder eine andere Gruppe oder ein anderes Volk zu hassen sowie ggf. kriegerisch zu bekämpfen, kann das Gefühl eigener Kohärenz, eigenen Zusammenhalts stärken.

      Dienstagsreihe des Psychoanalytischen Instituts Heidelberg

      56 min
    • Dr. Jan Lohl: Hass und Destruktivität im Rechtspopulismus. Tiefenhermeneutische Analysen.
      Heidelberger Dienstag-Abend-Reihe

      Flyer Heidelberger Dienstag-Abend-Reihe 2018/19

      (Ankündigungstext aus dem Flyer)

      Rechtspopulismus stellt ein gefährliches völkisches und rassistisches Potential dar, das schon längst nicht mehr an ein rechtsextremes Milieu gebunden ist, sondern Menschen aus der sogenannten gesellschaftlichen Mitte anzieht – rechtsextreme Einstellungen und die Akzeptanz von Gewalt sind gesellschaftlich verbreitet.
      Der Vortrag stellt Ergebnisse eines psychoanalytisch orientierten Forschungsprojektes zur affektiven Attraktivität des Rechtspopulismus vor und zur Diskussion: Wie wird Hass in diesen Reden sprachlich und szenisch verhandelt, wie wird er beim Publikum mobilisiert? Woher kommt die psychische Bereitschaft zu tendenziell tödlichem Hass und kollektivem Narzissmus? In welchem gesellschaftlichen und historischen Kontext kann rechte Propaganda heute wirksam werden?

      1 hr 7 min
    • Prof. Dr. Thomas Fuchs: Kränkung, Rache, Vernichtung. Zur Phänomenologie des Hasses.
      Heidelberger Dienstag-Abend-Reihe

      Flyer Heidelberger Dienstag-Abend-Reihe 2018/19

      Hass lässt sich als eine anhaltende affektive Gesinnung auffassen, die auf eine erlebte Kränkung und Ungerechtigkeit zurückgeht und auf Rache an ihrem Urheber, in extremen Fällen auf die Vernichtung des »Todfeindes« ausgeht. Die besondere Dynamik und Gefährlichkeit des Hasses resultiert aus der Affektverhaltung, die durch die empfundene eigene Schwäche oder Ohnmacht des Hassenden bedingt ist. Gerade dieser Rückstau lässt den Hass sich in der Latenzphase immer weiter nähren, solange bis er schließlich in akute destruktive Handlungen umschlagen kann. Diese individuelle Dynamik findet sich in oft potenzierter Form im Hass von Gruppen wieder, der auf soziale und politische Kränkungserfahrungen zurückgeht.

      Der Vortrag untersucht die Phänomenologie des Hasses und die daraus resultierende Form von Destruktivität anhand literarischer Beispiele (Kohlhaas, Ahab), psychischer Störungen (Verbitterungssyndrom, Amoklauf ) und gesellschaftlicher Phänomene (Terrorismus).

      54 min

    About Psychoanalyse im Mitschnitt

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    Die Psychoanalyse veraltet und verstaubt? Dieser Podcast bietet die Möglichkeit, aktuelle Vorträge rund um die Themen der Psychoanalyse an- und nachzuhören und so einen tieferen Einblick in die Vielfältigkeit der zeitgenössischen Psychoanalyse und ihren Bezugsfeldern zu erhalten. Es sprechen Psychoanalytiker*innen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen. Wir danken allen Vortragenden sehr herzlich, dass Sie dem Mitschnitt und der Veröffentlichung zugestimmt haben!

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