
Sign up to save your podcasts
Or


Das Wort bzw. die Abkürzung "FOMO" steht noch nicht im Duden, aber lange kann es nicht mehr dauern. Besonders unter jüngeren Menschen verbreitet beschreibt die "Fear Of Missing Out" das unangenehme Gefühl, etwas zu verpassen. Dahinter steht ein sozialpsychologischer Effekt, der durch die Nutzung von Social Media stark befördert wird - so ist eins der Symptome die ständige Erreichbarkeit über das Smartphone, um nicht von möglicherweise wichtigen Nachrichten abgeschnitten zu sein.
In dieser Folge erklären wir das Phänomen, betrachten den aktuellen Stand der psychologischen Forschung und haben noch Zeit für die eine oder andere überraschende Diskussion.
Quellen
Studien
Sonstige
Die Bedürfnispyramide von Maslow ist weithin bekannt und verwendet. Doch die Theorie dahinter ist nicht psychologisch nachweisbar und daher eher philosophisch wertvoll. Eine Alternative findet sich im Bedürfnismodell von Klaus Grawe. Wir diskutieren beide Modelle und insbesondere mögliche Implikationen für Kinder.
Quellen:
Von Jörg Kachelmann bis Jonny Depp: Immer wieder machen Prozesse Schlagzeilen, bei denen es darauf ankommt, ob eine Zeug*in die Wahrheit sagt. Doch wie glaubhaft kann jemand sein, der mit einer Waffe bedroht wurde und hinterher die Täter*in beschreiben soll? Und, aus psychologischer Sicht die spannende Frage: Wie kann man das denn herausfinden? Lügendetektoren sind ja in Deutschland schon lange verboten - doch was sind die Alternativen? Stephie hat darüber immerhin mal eine Abschlussarbeit verfasst und lässt uns an ihrem Wissen teilhaben.
Quellen:
Friedrich Arntzen - Psychologie der Zeugenaussage
Stephanie Sievers - Differenzierte Konstanzanalyse über lange Erinnerungsintervalle bei Erwachsenen (Bachelorarbeit)
Tollestrup et al 1994 - Expectations of eyewitness performace: Juror's verdicts do not follow from their beliefs
Loftus, 1987 - Some facts about weapon focus
Loftus 1979 - Eyewitness testimoniy
Worte schaffen Wirklichkeit - soweit die Binsenweisheit. Aber welchen Effekt hat es denn, wenn man einem Lehrer sagt, dass ein bestimmter Schüler besonders intelligent ist? Und hat es einen Einfluss, wenn mir jemand erst sehr positives oder negatives Feedback gibt, und mir hinterher sagt, es war alles gelogen - glaube ich trotzdem noch dran? Diesen Fragen gehen wir heute auf den Grund, wie immer mit einigen überraschenden Assoziationen.
Die Studie "Perseverance in self-perception and social perception: Biased attributional processes in the debriefing paradigm." von Ross, Lepper and Hubbard findet man hier: https://psycnet.apa.org/record/1976-07163-001
Der Kurzzeitspeicher - nicht zu verwechseln mit dem, was wir gerne das Kurzzeitgedächtnis nennen - ist ein sehr flüchtiger Teil des Wahrnehmungssystems unseres Gehirns. Wie er funktioniert, und welche Effekte und Einschränkungen es dabei gibt, stellen wir in dieser Folge vor. Dazu gehören zum Beispiel der Primacy- und der Recency-Effekt. Dazu diskutieren wir Auswirkungen auf das reale Leben, zum Beispiel auf Wahlen und Produktwerbung.
Die Studie "Human Memory: A Proposed System and its Control Processes" gibt es hier zu finden: https://www.semanticscholar.org/paper/Human-Memory%3A-A-Proposed-System-and-its-Control-Atkinson-Shiffrin/56c16d9e2a5270ba6b1d83271e2c10916591968d
"Das hättest du aber vorher wissen können!" - ach wirklich?
Der Hindsight Bias ("Rückschau-Fehler") ist eine Unzulänglichkeit unseres Gehirns: wir tendieren dazu, die Geschehnisse im Nachhinein für wahrscheinlicher zu halten, als sie eigentlich waren. Gut für unser Selbstbewusstsein, aber schlecht für jemanden in einer Verantwortungsposition, der es doch wirklich hätte ahnen können! Wir diskutieren Folgen, Gegenmaßnahmen und den Einfluß auf die Katastrophenfilmindustrie.
Basis ist die Studie "Hindsight Bias" von Roese und Vohs: https://www.jstor.org/stable/44280792
In der heutigen Folge geht es um einen Effekt aus der Sozialpsychologie: Der Glaube daran, dass es in der Welt am Ende immer gerecht zugeht. Auch heute stellt Stephanie das Thema erstmal vor: Jeder kriegt was er verdient! Ob das stimmt, wollen wir gar nicht bewerten, aber uns interessieren die Auswirkungen auf die Gesellschaft - zum Beispiel auf die Unterstützung für benachteiligte Gruppen oder die Bereitschaft, sich für Hilfsorganisationen einzusetzen.
Quellen:
https://www.psycharchives.org/handle/20.500.12034/321
http://www.gerechtigkeitsforschung.de/berichte/beri086.pdf
Aronson, Wilson, Akert: Sozialpsychologie, 4. aktualisierte Auflage
Dies ist die erste Folge des Psychotrips! Daher stellen wir uns am Anfang erstmal vor. Danach geht es um soziale Landkarten: Das ist eine Theorie darüber, wie das Gehirn unsere sozialen Beziehungen ablegt und kategorisiert. Basis ist eine Studie von Matthew Schafer und Daniela Schiller, die uns Stephanie heute vorstellt. Danach werden Beziehungen in den Dimensionen "Macht" und "Verbundenheit" bewertet - und was dies für Freundschaften, aber auch berufliche Beziehungen bedeutet, diskutieren wir in dieser Folge.
Zum Weiterlesen: Gehirn & Geist 04/2021, S. 48
From the publisher's feed

105 Listeners

179 Listeners

250 Listeners

44 Listeners

121 Listeners

73 Listeners

45 Listeners

9 Listeners

16 Listeners

31 Listeners