5 Jahre Haft für Flüchtlingshelfer? – Der Fall Daniel Kollnig
Einem österreichischen Flüchtlingshelfer drohen bis zu fünf Jahre Haft in der Ukraine – wegen des Vorwurfs der Kindesentführung. Doch der Fall wirft nicht nur Fragen auf, sondern bereits jetzt wurden zahlreiche Verfahrensfehler begangen.
Daniel Kollnig hatte eine ukrainische Mutter dabei unterstützt, ihre Tochter zurück nach Österreich zu bekommen. Für das Kind liegt ein rechtskräftiges Obsorgeurteil zugunsten der Mutter vor. Trotzdem wurde Kollnig Anfang Jänner 2026 in der Westukraine verhaftet, nachdem er gemeinsam mit der Mutter das Kind abgeholt hatte.
Während gegen den Kindesvater in Österreich und der Ukraine Verfahren wegen Kindesentziehung laufen, wurde Kollnig selbst angeklagt, und das Kind wieder dem Vater übergeben, der zuvor die Tochter aus Österreich entführt hatte.
Kritisiert an Kollnigs Verhaftung werden unter anderem fehlende entlastende Beweise in der Anklageschrift sowie eine mögliche Vorverurteilung durch Behörden.
Im ersten Beitrag hört ihr Ausschnitte der Pressekonferenz zum Fall, die am 20. April stattgefunden hat, und von Lisa Rücker und Wolfgang Kühnelt organisiert wurde. Im Fokus steht ein persönliches Statement von Daniel Kollnig selbst, der derzeit in der Ukraine festsitzt und auf ein faires Verfahren hofft.
PMS und PMDS – Unsichtbare Belastung im Alltag
Das Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS, und die prämenstruelle dysphorische Störung – PMDS – betreffen viele Menschen mit Uterus. Schätzungen zufolge leiden etwa 20 bis 30 Prozent im gebärfähigen Alter an PMS, während die schwerere Form PMDS rund 2 bis 8 Prozent betrifft.
Die Beschwerden reichen von körperlichen Symptomen wie Schmerzen oder Erschöpfung bis hin zu starken psychischen Belastungen. Gerade bei PMDS stehen Depressionen, Angst, Reizbarkeit oder Aggressionen im Vordergrund – oft so intensiv, dass der Alltag, Beziehungen oder Arbeit massiv beeinträchtigt werden.
Trotz der weiten Verbreitung gibt es vergleichsweise wenig Forschung und öffentliche Aufmerksamkeit. Die Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt, vermutet werden unter anderem komplexe hormonelle und neurobiologische Prozesse.
Warum PMS und PMDS mehr sind als „schlechte Tage vor der Periode“, welche Auswirkungen sie auf das Leben von Betroffenen haben – und warum es wichtig ist, darüber zu sprechen: Damit beschäftigt sich der zweite Beitrag.
Ihr hört ein übernommenes Interview von Radio Dreyeckland aus Freiburg.
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