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  • Krötenwanderung

    Krötenwanderung – Alternative Finanzierungswege & solidarische Freiräume

    Am 31. Oktober war Weltspartag – wir sagen: Krötenwandertag!

    Gerade wenn Kulturorte, gemeinschaftliche Wohnprojekte und soziale Initiativen unter Kürzungen, steigenden Kosten und dem Druck des Immobilienmarkts leiden, stellt sich die brennende Frage: Wie können wir Räume langfristig sichern, ohne sie der Renditelogik zu unterwerfen? Die Krötenwanderung und die IG Kultur Steiermark haben im Spektral zu zwei Tagen rund um solidarische Finanzierung und gemeinschaftliches Eigentum eingeladen. In der Sendung hört ihr den Mitschnitt der Podiumsdiskussion vom Freitag: Wie finanzieren wir Häuser, Höfe und Kulturräume durch Modelle wie Direktkredite, Vermögenspools und Spenden? Um diese Fragen zu beantworten, bringt Simon Hafner spannende Stimmen und Projekte wie etwa das Wieserhoisl, Cambium und SchloR vors Mikrofon.

    1 hr
  • Prozess gegen Antifaschist:innen in Graz geht weiter | Rechtsextreme Gewalt in der Schweiz

    Prozess gegen Antifaschist:innen in Graz geht weiter

    Am Mittwoch, 4. November, wird am Landesgericht Graz der Prozess gegen sieben Antifaschist:innen fortgesetzt. Ihnen wird schwerer Raub vorgeworfen, weil im Jänner 2025 nach dem Akademikerball einem Burschenschafter die Couleurkappe vom Kopf genommen wurde. Der Mann stürzte und erlitt schwere Rippenverletzungen. Der Strafrahmen für schweren Raum beträgt fünf bis fünfzehn Jahre. Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
    Der erste Teil der Verhandlung im Jänner wurde vertagt, weil Gutachten fehlten, die vor einer Anklage von der Staatsanwaltschaft eingeholt werden hätten müssen. Diese hat jedoch zu keinem Zeitpunkt in alle Richtungen ermittelt – wie es ihre Aufgabe gewesen wäre.

    Nun dauerte es fast ein ganzes Jahr um die fehlenden Gutachten einzuholen:

    Das Videogutachten sieht vor und während des Griffs zur Kappe keine Gewalt. Das gerichtsmedizinische Gutachten vom Juli beschreibt einen ungebremsten Sturz und hält fest, dass sich Einzelheiten nicht mehr rekonstruieren lassen. Zwischen Vorfall und Prozessfortsetzung liegen fast zwei Jahre.

    Wir haben mit Pia Kern gesprochen, einer Rechtsanwältin aus Wien, die mehrere der Angeklagten verteidigt. Wir wollten von ihr wissen, was die neuen Gutachten für den Vorwurf des schweren Raubs bedeuten. Wir haben gefragt, warum die Verteidigung weitere Gutachten und ein biophysikalisches Gutachten beantragt hat. Und wir haben nachgehakt, welche anderen Tatbestände das Gericht jetzt prüft und was das für die Angeklagten heißt. Außerdem geht es darum, wie sie die Dauer und die Härte des Verfahrens bewertet. Das Gespräch haben wir vor dem Prozesstag aufgenommen.

    Credits: Presseservice Wien

    Shownotes:

    Hier findet ihr mehr Informationen rund um den Prozess und die Soli-Kampagne.

    Rechtsextreme Gewalt in der Schweiz

    Jahrzehntelang konnten sich gewaltbereite Neonazis in Teilen der Schweiz organisieren, ihre Netzwerke ausbauen und gesellschaftlich verankern. Ihre Strukturen und zahlreiche Übergriffe sind seit Langem dokumentiert. Trotzdem gerieten sie zunehmend aus dem öffentlichen Blick.
    Nach einem Konzert im schweizerischen Tuggen wurde ein junger Mann mutmaßlich ermordet. Ein Tatverdächtiger sitzt mittlerweile in Haft. Er wird dem neonazistischen Netzwerk “Blood & Honour” zugerechnet. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

    Wir übernehmen heute einen Beitrag von Radio Dreyeckland aus Freiburg. RDL hat mit Jan Jirát von der Schweizer Wochenzeitung WOZ gesprochen. Er hat letzte Woche einen ausführlichen Artikel zu dem Fall veröffentlicht. Im Gespräch geht es darum, wie sich eine solche Szene über Jahrzehnte halten konnte und warum ihre Gewaltbereitschaft offenbar unterschätzt wurde. Außerdem geht es um die Kontinuität rechter Gewalt und die Bedeutung antifaschistischer Recherche.

    Wer tiefer einsteigen möchte, findet beim Schweizer Antifa-Portal einen aktuellen Beitrag, der die Entwicklung der letzten 20 Jahre nachzeichnet:
    WOZ: Rechtsextremismus – Die unterschätzte Gefahr
    Schweizer Antifa: Recherche zu Blood&Honor

    Veranstaltungshinweise:

    Prozess gegen sieben Antifaschist:innen: Support gefragt
    Mittwoch, 4. November
    9:00 Uhr: Anstellen vor dem Landesgericht für Strafsachen Graz, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 41 (Bezugspersonen und Angehörige haben Priorität)
    9:30 bis 16:00 Uhr: Verhandlung, Saal 44
    Ab 10:00 Uhr: Solidarisches Rumhängen und Live-Ticker im Spektral, Lendkai 45
    18:00 Uhr: Kundgebung der Offensive gegen Rechts Steiermark, Südtirolerplatz
    18:30 Uhr: Küfa und Resümee im Spektral

    Transpi malen für den Trans Day of Remembrance

    Samstag, 7. November, 15 Uhr
    Kometin, Graz
    Für den ersten Trauermarsch zum Trans Day of Remembrance in Graz werden Transparente und Material vorbereitet. Wer im Vorfeld helfen möchte, ist willkommen.

    Autonome Landwirtschaftsausbildung: Einstiegstreffen

    Samstag, 7. November, 15 Uhr
    Linz, Graz und online
    Eine Gruppe plant ab der nächsten Saison eine selbstorganisierte, solidarische Ausbildung zu ökologischer und kleinstrukturierter Landwirtschaft. Beim Einstiegstreffen können sich Interessierte informieren, Vorwissen ist nicht nötig. Die Orte gibt es auf Anfrage. Anmeldung und Fragen: [email protected]

    Trans Day of Remembrance: Trauermarsch

    Freitag, 20. November, 17 bis ca. 19 Uhr
    Europaplatz, Hauptbahnhof, Graz
    Zum ersten Mal gibt es in Graz einen Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer transfeindlicher Gewalt. Er führt über die Annenstraße zum Kunsthaus und weiter zum Schlossbergplatz, mit Reden und Gedenkkerzen. Danach gibt es im Spektral eine Küche für Alle für trans, inter* und nichtbinäre Personen. Wer mithelfen möchte, kann sich beim Bündnis melden.

    Jugendstreik: Für unsere Zukunft, gegen ihre Kriege

    Freitag, 20. November
    Beim internationalen Jugendstreik geht es gegen die Militarisierung Europas und für soziale Gerechtigkeit. In Wien gibt es um 15 Uhr eine Demo am Christian-Broda-Platz. Auch in Graz sollen Aktionen stattfinden, bisher steht nur das Datum fest. Mehr Infos: stoprearm.org/austria

    30 min
  • Live zu Gast: Sandra Maria Wagner und Florian Lercher
    Sonntag waren Sandra Maria Wagner & Florian Lercher live zu Gast im Studio von Radio Helsinki :
    Sandra Maria Wagner ist Künstlerin aus dem Burgenland. Sie machte 2021 die Grundstufenausbildung in der Kunsttherapie sowie eine Masterclass in der Bildgestaltung bei der deutschen Künstlerin Insa Hoffmann. Ihr Atelier ist ein Ort der Ruhe, dort blendet sich die Hektik der Welt aus. Sie arbeitet im Minimalismus mit fließenden Acrylmedien, flüssigen Pigmenten, Ölpastellen und Strukturmassen. Ihre Bilder entschleunigen den Alltag spürbar, setzen visuelle Anker und bringen Klarheit. Kontakt: www.sandramariawagner.art
    Florian Lercher ist freischaffender Künstler aus Bruck an der Mur. Seit 1995 beschäftigt er sich mit Zeichnung und Malerei – von der detailgetreuen Bleistiftskizze über Comics haben ihn Studienreisen zunehmend zur großzügigen Abstraktion geführt. Seit dem Besuch der Meisterklasse von Prof. Hermann Nitsch an der Akademie der Bildenden Künste in Kolbermoor (D) widmet sich Florian Lercher intensiv der Aktionsmalerei im Großformat. Kontakt: [email protected] / www.wasistkunst.com
    1 hr
  • The big D’s

     

    Wir, die 3HLWD der Schrödinger, aka „The big D’s“ waren im Studio zu Besuch. In unserer Radiosendung haben wir Themen, die uns beschäftigen, genauer besprochen und einige Straßenumfragen gemacht. Wenn ihr wissen wollt, was wir über das Social Media-Verbot, das Kopftuchverbot, die Ausbildungspflicht und den Einfluss der KI auf die Lesekompetenz denken, dann schaltet unsere Sendung ein.
    Mit dabei waren Elif, Carina, Chiara, Sarah, Hannah, Leonie, Semina, Emilija, Marie, Harleny, Julia, Shahed, Laura, Hannah, Lena, Maideh, Elena, Natalia, Sarya, Marlene, Jana.
    Dankeee
    30 min
  • WiGD#73 – Die dunkle Seite der Gemeinschaft

    Gemeinschaft verspricht Selbstbestimmung und Solidarität. Doch kann nicht gerade aus gemeinsamer Handlungsfähigkeit auch neue Herrschaft entstehen?

    Ausgehend von einer Rede des französischen Aktivisten Juan Branco führt die Sendung durch die Geschichte von Commons, staatlicher Macht und gesellschaftlicher Selbstorganisation bis zu P.M.s utopischem Entwurf „bolo’bolo“.

    Wie kann eine Welt unterschiedlicher Lebensweisen entstehen, ohne dass Gemeinschaften ihre Mitglieder vereinnahmen oder die Lebensgrundlagen anderer zerstören? Und was braucht es, damit aus Selbstorganisation tatsächliche gesellschaftliche Befreiung werden kann?

    Zum Schluss öffnet sich die Perspektive auf „Gaia in Farben“ – die Vision einer weltweiten Lernreise zwischen den Kulturen einer möglichen Zukunft.

    1 hr 1 min
  • Finanzlage der Stadt Graz: Kontrollamtsleiter Hans-Georg Windhaber im Gespräch

    Die Stadt Graz hat am 2. September eine vorübergehende Haushaltssperre verhängt. Neue Förderansuchen und Bestellungen wurden eingeschränkt, um die Zahlungsfähigkeit der Stadt zu sichern. Wie konnte es so weit kommen? Ihr hört hier ein Interview dazu mit Hans-Georg Windhaber, dem Leiter des Kontrollamts.

    Wir sprechen darüber, wie die Finanzen einer Stadt wie Graz überhaupt funktionieren und welche Rolle das Kontrollamt darin hat, welche besonderen Herausforderungen die Stadt Graz im Gegensatz zu anderen österreichischen Städten hat und wie sie mit der Verschuldung zusammenhängen.

    Wir fragen außerdem nach: Ist die aktuelle Lage ein akuter Ausreißer oder Symptom eines strukturellen Problems? Was muss sich nun kurzfristig und was langfristig ändern und in welchen Kompetenzbereichen liegen die Möglichkeiten?

    Credits: Opernfoto (Bild wurde bearbeitet)

    Shownotes:

    Die Kontrollberichte des Kontrollamts findet ihr hier.
    Die Budgets der Stadt Graz inklusive der Rechnungsabschlüsse findet ihr hier.

    49 min
  • Finanzlage der Stadt Graz: Finanzdirektor Johannes Müller im Gespräch

    Die Stadt Graz hat am 2. September eine vorübergehende Haushaltssperre verhängt. Neue Förderansuchen und Bestellungen wurden eingeschränkt, um die Zahlungsfähigkeit der Stadt zu sichern. Wie konnte es so weit kommen? Ihr hört hier ein Interview dazu mit Johannes Müller, dem Finanzdirektor der Stadt Graz.

    Wir sprechen darüber, wie die Finanzen einer Stadt wie Graz überhaupt funktionieren und welche Rolle die Finanzdirektion darin hat, welche besonderen Herausforderungen die Stadt Graz im Gegensatz zu anderen österreichischen Städten hat und wie sie mit der Verschuldung zusammenhängen.

    Wir fragen außerdem nach: Ist die aktuelle Lage ein akuter Ausreißer oder Symptom eines strukturellen Problems? Was muss sich nun kurzfristig und was langfristig ändern und in welchen Kompetenzbereichen liegen die Möglichkeiten?

    Credits: StadtGraz/Fischer (Bild wurde bearbeitet)

    Shownotes:

    Die Kontrollberichte des Kontrollamts findet ihr hier.
    Die Budgets der Stadt Graz inklusive der Rechnungsabschlüsse findet ihr hier.

    1 hr 26 min
  • Finanzlage der Stadt Graz: Kontrollamt und Finanzdirektion im Gespräch

    Die Stadt Graz hat am 2. September eine vorübergehende Haushaltssperre verhängt. Neue Förderansuchen und Bestellungen wurden eingeschränkt, um die Zahlungsfähigkeit der Stadt zu sichern. Wie konnte es so weit kommen? In dieser Ausgabe VON UNTEN im Gespräch sprechen wir darüber mit Hans-Georg Windhaber, dem Leiter des Kontrollamts, und Johannes Müller, dem Finanzdirektor der Stadt Graz.

    Wir sprechen mit beiden darüber, wie die Finanzen einer Stadt wie Graz überhaupt funktionieren, welche besonderen Herausforderungen die Stadt Graz im Gegensatz zu anderen österreichischen Städten hat und wie sie mit der Verschuldung zusammenhängen.

    Wir fragen außerdem nach: Ist die aktuelle Lage ein akuter Ausreißer oder Symptom eines strukturellen Problems? Was muss sich nun kurzfristig und was langfristig ändern und in welchen Kompetenzbereichen liegen die Möglichkeiten?

    Das erste Konsolidierungspaket soll rund 20 Millionen Euro im Jahr 2027 und rund 30 Millionen Euro im Jahr 2028 bringen. Ein zweites, umfassenderes Paket ist für den Spätherbst angekündigt, im Dezember steht der Budgetgemeinderat an.

    Credits: StadtGraz/Fischer, Opernfoto (Bild wurde bearbeitet)

    Shownotes:

    Die Kontrollberichte des Kontrollamts findet ihr hier.
    Die Budgets der Stadt Graz inklusive der Rechnungsabschlüsse findet ihr hier.

    1 hr
  • #31 – Rettungshund Ping Pong

    In dieser Ausgabe von Hel Yeah – Endlich gute Nachrichten geht es um Rettungshunde, die vermisste Menschen aufspüren. Wir erzählen von drei erfolgreichen Suchaktionen in Niederösterreich und zeigen, wie viel Training, Teamarbeit und ehrenamtlicher Einsatz hinter der Arbeit der Hunde steckt.

    • Österreichische Rettungshundebrigade: Einsatzstatistik 2024

    • Österreichische Rettungshundebrigade: Einsatzstatistik bis Ende Mai 2025

    • Internationale Rettungshunde Organisation: Einsatz in der Wiener Innenstadt, September 2026

    • Kurier: Katastrophenhilfe und ehrenamtliche Rettungshundeteams

      Außerdem schauen wir nach Hamburg, wo Tischtennis auf neue Weise Menschen zusammenbringt. Ob zu Techno, beim Dating oder in der Parkinson-Therapie: Wir zeigen, warum der Sport so zugänglich ist und wie aus einer Tischtennisplatte ein Ort für Begegnung werden kann.

      Title Music: Dyo by Sascha Ende

      17 min
    • Meldungen 29. Oktober 2026

      Proteste in ganz Europa

      In mehreren Ländern Europas gehen derzeit Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten, Wohnungsnot und unterfinanzierte Schulen auf die Straße. Laut internationalen Medienberichten marschierten in Frankreich rund 550.000 Menschen, es gab etwa 1.800 Festnahmen. In Belgien setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer ein, in Rom demonstrierten rund 100.000 Menschen friedlich. In Portugal protestierten Zehntausende gegen die Wohnkrise. In Albanien fordern Studierende am fünften Protesttag den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama. In Spanien tragen Wohnungsproteste zur vorgezogenen Wahl am 29. November bei. Die Proteste sind nicht zentral koordiniert und trotzdem sehr groß, erste Mobilisierungen gibt es auch in Griechenland, Deutschland und Österreich.

      Frankreich

      In Frankreich sind am Samstag nach Angaben der Organisatoren rund 800.000 Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen, berichtet ORF.at. Getragen werden die Proteste seit Wochen von Schülerinnen und Schülern, zuletzt schlossen sich Studierende, Gewerkschaften und die Gelbwesten an. Das Innenministerium wies die Polizei an, hart durchzugreifen. Beamte setzten Schlagstöcke, Tränengas und Wasserwerfer ein, rund um den Präsidentenpalast galt ein Demonstrationsverbot. Etwa 400 Menschen wurden festgenommen. Knapp sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl will die Regierung verhindern, dass daraus eine breite Protestwelle wie bei den Gelbwesten wird.

      Datenleak bei AfD

      Aus der AfD sind Hunderttausende interne E-Mails ins Netz gelangt. Wie ZDFheute berichtet, bestätigte die Partei einen Hackerangriff im September auf einen Hosting-Dienstleister. Betroffen seien nur wenige, großteils seit Jahren ungenutzte Postfächer, aktuelle Postfächer des Bundesverbands nicht. Die unbekannten Täter veröffentlichten nach eigenen Angaben rund 421.000 Mails und knapp 50.000 Anhänge. Laut Medienberichten sollen die Mails auch rassistische, antisemitische und völkische Aussagen dokumentieren. Die AfD prüft die Veröffentlichung und will sich erst danach äußern. Die Mails könnten auch in der Debatte um ein mögliches Verbotsverfahren gegen die Partei eine Rolle spielen.

      Naziterror in Tuggen in der Schweiz

      Im Schweizer Kanton Schwyz wurde vor gut einer Woche nach einem Konzert ein 27-jähriger Deutscher ermordet. Wie Blick berichtet, kam es in Tuggen nach Hitlergrüßen und Rempeleien zu einer Schlägerei, der Mann wurde niedergeschlagen und starb im Spital. Ein 42-jähriger Schweizer sitzt in Untersuchungshaft, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung. Es gilt die Unschuldsvermutung. Laut Blick gehört der Mann seit Langem zum in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerk Blood and Honour. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Auseinandersetzung sei mutmaßlich entstanden, weil mehrere Personen den Hitlergruß zeigten. Bestätigen sich die Augenzeugenberichte, wäre es das erste bekannte Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Schweiz seit Jahrzehnten.

      Serbien

      In Serbien hat die oppositionelle Studentenliste die Parlamentswahl nach Hochrechnungen gewonnen. Wie ORF.at berichtet, räumte der langjährige Machthaber Aleksandar Vučić noch vor den offiziellen Ergebnissen die Niederlage seiner Fortschrittspartei SNS ein. Die Studentenliste kommt demnach auf 135 bis 140 der 250 Sitze, die SNS auf 105. Die Beteiligung erreichte schon vor Wahlschluss einen Rekordwert. Vorausgegangen waren fast zwei Jahre Proteste gegen mutmaßliche Korruption und zunehmenden Autoritarismus, ausgelöst durch den Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad 2024 mit 16 Toten. Vučić sah sich danach mit immer weiteren Vorwürfen konfrontiert, die Demokratie ausgehöhlt und unabhängige Medien unterdrückt zu haben.

      PHP-Sicherheitslücken

      Zwei kritische Sicherheitslücken in der weit verbreiteten Web-Software PHP haben vergangene Woche auch in Österreich für Aufregung gesorgt. Wie Der Standard berichtet, nahmen schon vor der Veröffentlichung der Details zahlreiche Webseiten vorsorglich ihre Angebote vom Netz, darunter große Hoster. In Österreich entschieden sich unter anderem die Universität Wien, die TU Wien, die NÖN und die Caritas für diesen Schritt. Seit Mittwoch sind Updates und Details zu den Lücken verfügbar. Laut Standard lassen sich damit so gut wie alle PHP-Server leicht übernehmen. Der Standard schreibt von einer mittleren Sicherheitspanik, ein solcher Vorgang sei wohl noch nie dagewesen.

      Bewährungshilfeverein Neustart muss Arbeit einstellen

      Der Bewährungshilfeverein Neustart stellt sein Arbeitstraining für Haftentlassene ein. Wie der Verein in einer Aussendung mitteilte, fehlen wegen der Kürzungen im Doppelbudget 2027/2028 für diese zwei Jahre acht Millionen Euro. Das Training erleichtert Straftäterinnen und Straftätern nach längeren Haftstrafen den Wiedereinstieg ins Berufsleben, im Vorjahr betreute der Verein in Werkstätten in Wien und Linz 326 Klientinnen und Klienten. Geschäftsführer Alfred Kohlberger warnt vor weiteren Folgen für die sozialarbeiterischen Leistungen und hofft auf eine teilweise Rücknahme der Kürzungen. Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) zeigte sich im Ö1-Morgenjournal „einigermaßen überrascht“. Vereinbart gewesen sei, dass im operativen Geschäft nicht gekürzt wird.

      FPÖ-Landesparteitag Jennersdorf

      Die FPÖ Burgenland hat bei ihrem Landesparteitag in Jennersdorf Alexander Petschnig als Obmann bestätigt. Wie die APA berichtet, erhielt er 115 von 173 gültigen Delegiertenstimmen, rund 66,5 Prozent. Herausforderer Mario Jaksch kam auf 33,5 Prozent. Laut ORF Burgenland blockierten rund 100 Aktivist:innen des linken Bündnisses „Widersetzen Wien“ zunächst den Zugang zur Halle, der Parteitag begann mit etwa 20 Minuten Verspätung. Es war die erste Aktion des Bündnisses in Österreich, bisher war es vor allem bei Parteitagen der AfD in Deutschland aktiv. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

      Offener Brief von #kulturlandretten an Kornhäusl

      Die Initiative #kulturlandretten wendet sich in einem offenen Brief an Landesrat Karlheinz Kornhäusl. Anlass ist die dem Vernehmen nach bevorstehende Ausschreibung der Leitung des steirischen herbst. Demnach soll das Festival stärker mit der steirischen Szene verbunden, auf mehrere Sparten aufgeteilt und ohne klassische Intendanz geführt werden. Die Unterzeichnenden kritisieren, dass Veränderungen nur über Hörensagen bekannt würden, und fordern vor der Ausschreibung eine öffentliche Debatte. Sie verlangen ein transparentes Verfahren mit internationaler Jury, Mitbestimmung und einen Platz für die freie Szene in der Berufungskommission. Ein Festival dürfe nicht dazu dienen, fehlende Fördermittel auszugleichen. Auf ein früheres Schreiben habe es nur eine ausweichende Antwort gegeben.

      Schauspielhaus Graz und Next Liberty

      Die Bühnen Graz sollen sparen: Wie graz.net berichtet, sollen die Gesellschaften des Schauspielhauses und des Kinder- und Jugendtheaters Next Liberty zusammengeführt werden. Eine entsprechende Vorlage war für den Grazer Gemeinderat am 22. Oktober vorbereitet. Die Geschäftsführung rechnet mit Einsparungen von rund 665.500 Euro jährlich, in Verwaltung und Technik könnten etwa 13 Vollzeitstellen entfallen, das bedeutet nicht automatisch 13 Kündigungen. Beide Spielstätten und ihr Programm sollen erhalten bleiben. Insgesamt müssen die Bühnen Graz laut 5min.at binnen fünf Jahren 17 Millionen Euro einsparen. Stadt und Land als Eigentümer haben der dafür nötigen Änderung des Gesellschaftsvertrags bereits zugestimmt.

      9 min

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