Radio Q-Podcast: Eine Geschichte des Nationalismus und Patriotismus in Deutschland

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Radio Q-Podcast: Eine Geschichte des Nationalismus und Patriotismus in Deutschland episodes

  • #00 - Nationalismus-Podcast Komplett
    Identifizierung und Solidarisierung aller Mitglieder einer Gemeinschaft,
    mit dem Konstrukt in dem diese Gemeinschaft lebt: Das ist
    Nationalismus.
    Nationalismus ist eine relative junge Weltanschauung, die sich erst im
    späten 18. Jahrhundert in der heutigen Form entwickelte. Ursprünglich
    ein emanzipatorische Gedanke, bei dem das Selbstbewusstsein einer Gruppe
    von Menschen mit gleichen Interessen im Vordergrund stand, die das
    Bestreben hatten einen eigenen Staat zu bilden, ist Nationalismus auch
    dazu benutzt worden, Menschen gegeneinander aufzuhetzen, Kriege und
    Genozide zu begehen.
    Sicher ist dabei vor allem eines: Nationalismus und Patriotismus
    polarisieren. Heute genauso wie vor 200 Jahren. Mit Blick auf aktuelle,
    klar national denkende Bewegungen wie PEGIDA, scheint der Blick in die
    Vergangenheit dabei nützlich.
    Wie hat sich Nationalismus entwickelt?
    Gibt es einen Unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus?
    Welche Bedeutung hatte Nationalismus für die Entstehung eines deutschen Nationalstaats?
    Und schließlich: Ist Nationalismus nun eine Bestärkung des “Wir” oder eine Ablehnung alles “Anderen”?
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  • #09 - Nationalismus nach 1945
    Das 3. Reich und der Nationalsozialismus sind das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Der einst emanzipatorische Gedanke des Nationalismus wurde ad absurdum geführt, sein befreiendes Versprechen aufs Äußerste pervertiert. Es gibt die These, dass es eine Entwicklung von einem links- zu einem rechtsgerichteten Nationalismus gab und, dass diese Entwicklung mitschuldig an den Schrecken der NS-Zeit war. In jedem Fall ist aber nach Ende des zweiten Weltkrieges ein Bruch in Deutschland zu erkennen. Die nationale Idee verschwand zwar nicht, allerdings wird Nationalismus seitdem weit weniger zur Schau gestellt.Das liegt vor allem an der negativen Konnotation, die dieser Begriff heute hat. Seit dem zweiten Weltkrieg versteht man darunter vor allem den Hass gegenüber anderen Nationen. Dem gegenüber steht meist der Begriff des Patriotismus, der die Liebe zu seinem eigenen Land beschreiben soll. In der öffentlichen Wahrnehmung ist so oft, vereinfacht ausgedrückt, das Anfeuern der deutschen Fußballnationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft eher Patriotismus, wohingegen Demonstrationen der PEGIDA eher gefährlichen Nationalismus ausdrücken. Solche Unterscheidungen sind jedoch äußerst umstritten. Hinzu kommt, dass es seit geraumer Zeit auch Gruppierungen gibt, die das Konzept von Nation und Nationalismus generell in Frage stellen.Mehr Infos auf der Homepage:www.radioq.de/NationalismusAusserdem:Das gesamte Interview mit der "Gruppe gegen Kapital und Nation":http://www.radioq.de/nationalismus10/
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  • #08 - Der Untergang der Nationaldemokratie
    Durch die Abdankung des Kaisers und die revolutionären Vorgänge am Ende des Ersten Weltkrieges war der Weg frei für einen demokratischen deutschen Nationalstaat. In der Weimarer Republik wurde nun umgesetzt, was spätestens 1848 erklärtes Ziel der nationalen Bewegung in Deutschland war. Im Laufe der Zwanziger Jahre kippte jedoch die politische Stimmung in Deutschland. Die politisch linken und rechten Extremisten gewannen immer mehr Einfluss und dominierten Anfang der dreißiger Jahre die Wahlen. In diesem Prozess gelang es dem rechten Flügel, den Begriff der Nation und des Nationalen mit ihrer nationalistischen Gesinnung zu besetzen und damit der Nationaldemokratie ihrer wichtigsten Identität zu berauben.Mehr Infos auf der Homepage:www.radioq.de/Nationalismus
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  • #07 - Nationale Euphorie und Ernüchterung
    Der Ausbruch des Ersten Weltkrieg wurde durch eine neues nationales Denken in ganz Europa bestimmt. Feste Bestandteile dieses Denkens waren Nationalismus, Militarismus, Imperialismus und Rassismus. Die Stimmung im Kaiserreich war zu Kriegsbeginn euphorisch. Männer aus allen Schichten strömten zu den Waffen, im festen Glauben das Vaterland verteidigen zu müssen.Durch die ausbleibenden militärischen Erfolge und den großen Entbehrungen, die das Volk zu erdulden hatte, veränderte sich spätestens 1916 die Einstellung in großen Teilen der Bevölkerung. Der Wunsch nach Frieden wurde größer. Die Kriegsbefürworter trieben das Kriegsgeschehen aber bis zum Äußersten. Am Ende dessen standen die totale militärische Niederlage und eine nationale Aporie.Mehr Infos auf der Homepage:www.radioq.de/Nationalismus
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  • #06 - Die Revolution von oben
    1871 kam es schließlich zur Gründung eines Deutschen Staates. Allerdings hatte die nationale Bewegung damit nichts zu tun. Hauptakteur war Otto von Bismarck, der durch geschicktes politisches Taktieren und darauf folgende militärische Erfolge einen gesamtdeutschen Staat unter preußischer Führung ins Leben rief. Die Ziele, die seit Beginn des Jahrhunderts von Anhängern der deutschen nationalen Idee verfolgt wurden, überging Bismarck komplett. So hatte das deutsche Volk keine politische Mitbestimmung. Die nationaldemokratischen Strömungen hatten keine andere Wahl, als weiterhin eine Opposition zu bilden.Mehr Infos auf der Homepage:www.radioq.de/Nationalismus
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  • #05 - Erster Versuch nationaler Einigung
    In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die sich die nationale Bewegung im deutschen Raum enorm entwickelt. Als am Anfang des Jahres 1848 die Kunde einer Revolution in Frankreich im Deutschen Bund bekannt wurde, kam es auch dort zu einer nationalen Massenerhebung. Innerhalb von zwei Wochen hatte sich im März diesen Jahres eine Erhebung von Wien bis Berlin in Gang gesetzt. Zum ersten Mal fanden Wahlen zu einer gesamtdeutschen Nationalversammlung statt. Dass die Revolution von 1848 doch niedergeschlagen wurde, lag unter anderem an einer zu großen Zersplitterung der nationalen Bewegung. Dennoch hatte sich bei der Bevölkerung erstmals das Bewusstsein durchgesetzt, Mitglied einer deutschen Nation zu sein.
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  • #04 - Frühes Aufbegehren
    Trotz des Rückschlags für die deutsche nationale Bewegung durch die restaurativen Beschlüsse des Wiener Kongress, blieb die Idee lebendig. Ihre Hauptträger waren die Jahnschen Turnvereine und die studentischen Burschenschaften. Auf dem Wartburgfest 1817 formulierte die nationale Bewegung erstmals ihre gemeinsamen Ziele. Dass sie von der herrschenden Schicht schon zu dieser frühen Phase als Bedrohung angesehen wurde, zeigt die Reaktion der Landesherren. Sie verbannten mit den Karlsbader Beschlüssen 1819 jegliches nationales Denken aus der Öffentlichkeit. Erst mit dem Hambacher Fest 1832 kam es zum nächsten großen Auftritt der nationalen Bewegung.Mehr Infos auf der Homepage:www.radioq.de/Nationalismus
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  • #03 - Nationales Erwachen
    Durch die Kräfte, die in Frankreich durch die Nationbildung frei geworden waren, konnte Napoleon Bonaparte zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahezu ganz Europa unter seine Kontrolle bringen. Im Gebiet des ehemaligen Deutschen Reichs führte die französische Besatzung zu einem nationalen Erwachen der Deutschen. Das erste Mal wurde der Ruf nach einem einheitlichen deutschen Nationalstaat laut. Dieser patriotische Gedanke war eine der Triebfedern in den Befreiungskriegen gegen Frankreich 1813-15. Der Wiener Kongress erstickte diesen Wunsch nach nationaler Einheit aber wieder und stärkte die einzelnen Landesherren.Mehr Infos auf der Homepage:www.radioq.de/Nationalismus
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  • #02 - Die erste Nation entsteht
    Bereits vor dem Jahre 1789 gab es schon nationales Gedankengut. Doch erst in der Französischen Revolution entwickelte erstmals eine Nation. In dieser sah man sich als eine untrennbare Einheit von freien und gleichen Bürgern. Dadurch stand die revolutionäre Nation auch für die Befreiung von der absolutistischen Monarchie. Durch die Revolution entwickelte sich in Frankreich ein politischer Nationalismus, die Zugehörigkeit zur Nation war durch das Bekenntnis des einzelnen Bürgers zu Nation und Verfassung gegeben. Seit dem entwickelte die Idee des Nationalismus eine so große Anziehungskraft auf die Menschen, dass sie sie nicht mehr aufzuhalten war.Mehr Infos auf der Homepage:www.radioq.de/Nationalismus
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  • #01 - Einleitung
    Identifizierung und Solidarisierung aller Mitglieder einer Gemeinschaft, mit dem Konstrukt in dem diese Gemeinschaft lebt: Das ist Nationalismus.Nationalismus ist eine relative junge Weltanschauung, die sich erst im späten 18. Jahrhundert in der heutigen Form entwickelte. Ursprünglich ein emanzipatorische Gedanke, bei dem das Selbstbewusstsein einer Gruppe von Menschen mit gleichen Interessen im Vordergrund stand, die das Bestreben hatten einen eigenen Staat zu bilden, ist Nationalismus auch dazu benutzt worden, Menschen gegeneinander aufzuhetzen, Kriege und Genozide zu begehen.Sicher ist dabei vor allem eines: Nationalismus und Patriotismus polarisieren. Heute genauso wie vor 200 Jahren. Mit Blick auf aktuelle, klar national denkende Bewegungen wie PEGIDA, scheint der Blick in die Vergangenheit dabei nützlich.Wie hat sich Nationalismus entwickelt?Gibt es einen Unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus?Welche Bedeutung hatte Nationalismus für die Entstehung eines deutschen Nationalstaats?Und schließlich: Ist Nationalismus nun eine Bestärkung des “Wir” oder eine Ablehnung alles “Anderen”?Der Podcast ist in neun Einzelteile aufgelegt, die verschiedene Stationen der Entwicklung des Nationalismus in Deutschland aufzeigen. Alle Podcasts können einzeln angehört werden, oder als komplette Datei. Weiterführende Infos und das gesamte Interview mit dem Mitglieder "Gruppe gegen Kapital und Nation" finden sich auf der Website zu diesem Podcast:www.radioq.de/Nationalismus
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Radiopodcast-Projekt von Breddy Hörstrup und Volker Blaszyk zum Thema: Nationalismus und Patriotismus in Deutschland.