re:publica 18 - Alle Sessions

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re:publica 18 - Alle Sessions episodes

  • The gendered shaping of Workplace Technology
    Für die einschneidenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt waren Technologien stets zentral. Der technische Fortschritt ist jedoch kein Naturgesetz, er wird durch unsere Gesellschaft, durch unsere Entscheidungen, Vorstellungen und auch durch unsere Geschlechterrollen geprägt. Ein Blick zurück - und auf die Zukunft, die wir wollen.
    • Fiona Krakenbürger

    Fiona Krakenbürger bringt frische Erkenntnisse aus ihrer Masterarbeit mit- und blickt mit uns auf die (Entwicklungs-)Prozesse von Technologien der Arbeitswelten der Gegenwart- und Zukunft.

    Dieser Blick auf das Formen von Tools, Maschinen und Hardware lässt Rückschlüsse auf aktuelle und künftige Herausforderungen der Digitalisierung der Arbeit(swelt) zu.

    22 min
  • Freie Daten-Vorfahrt oder juristische Notbremse? Statusupdate Netzneutralität
    Netzneutralität geht uns alle an: ob als Telko-Kunden, Hardcore-Bingewatcher, Bürger oder Mittelständisches Unternehmen. In Europa stehen wir am Scheideweg zwischen den USA und Indien, zwischen Abschaffung und Absicherung der Netzneutralität. Obwohl es europäische Gesetze zum Schutz des freien und offenen Internets gibt, sehen wir in Europa wie große Telekom Konzerne sich zwischen Nutzer und online Dienste drängen. Statt mehr Datenvolumen und schnelleren Bandbreiten gibt es StreamOn, "Smart Net" und Vodafone Pass. Wieso kümmert sich die Bundesnetzagentur nicht um die Netzneutralität? Wieso darf die Deutsche Telekom immer noch das illegale StreamOn Paket anbieten? Wieso ist das Internet in Deutschland immer noch so unheimlich teuer? Und müssen wir uns Sorgen um das Internet machen?
    • Thomas Lohninger

    In dieser Session soll es darum gehen, ein Statusupdate über wichtige Entwicklungen zur Netzneutralität zu geben. Wir sprechen über die aktuellen Fälle in Deutschland und verorten uns in der europäischen und weltweiten Debatte eines Themas, um das immer noch gestritten wird. Mit dem versprochenen Start von 5G gibt es neue Angriffe der Telekom Industrie auf das offene Internet und das obwohl der bestehende EU Rechtsrahmen zur Netzneutralität noch in keinem EU Land voll umgesetzt ist.

    28 min
  • No women, no web - Digital skills trainings in fragile contexts
    Almost half of the world’s population are online by now. But online experiences differ greatly, depending on income, geography and gender. In fragile contexts, internet usage is often constrained by power outages, high costs and a lack of digital skills. The session discusses how civil society organizations in South Sudan, Lebanon and Pakistan use digital skills training to teach women and girls how to navigate the internet safely and take full advantage of its opportunities.
    • Eva Yayi Mawa Upele
    • Yine Yenki Nyika
    • Nayla Zreik Fahed
    • Iffat Gill

    Poverty, illiteracy as well as armed conflicts continue to be the everyday reality for much of the world's population. One could reckon that being online appears to be the least of a problem for people in places affected by conflict. Additionally, power outages, scarce infrastructure and a lack of digital skills make the online world appear even further out of reach for them. 

    Despite - or perhaps precisely because of these challenges, civil society organizations use digital skills trainings to engage, educate and empower women and girls in these contexts. What is their motivation? What challenges do they face? And why is it so important to empower innovative, independent and self-confident women and girls? How do digital skills shape their understanding of the web and their own future prospects? 

    The session explores the potentials and challenges of teaching digital skills to female users in fragile contexts. Projects from South Sudan, Lebanon and Pakistan will present their approaches of how they use digital skills trainings to empower girls and women.

    supported by BMZ

    1 hr 4 min
  • #Digitalcharta continued - Wir präsentieren die überarbeitete Fassung 2018
    2017 war der Entwurf einer "Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union" eines der großen Themen auf der re:publica17. Seitdem hat der Kreis der Initiatoren die Kritikpunkte und Anregungen an dem Charta-Entwurf gesammelt und nach ausführlichen Diskussionen eine zweite überarbeitete Fassung der DigitalCharta beschlossen. Diese wird auf der re:publica2018 vorgestellt und diskutiert. 
    • Daniel Opper
    • Jeanette Hofmann
    • Götz Hamann
    • Johnny Haeusler
    • Malte Spitz

    2017 war der Entwurf einer "Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union" eines der großen Themen auf der re:publica17. Seitdem hat der Kreis der Initiatoren die Kritikpunkte und Anregungen an dem Charta-Entwurf gesammelt und nach ausführlichen Diskussionen eine zweite überarbeitete Fassung der DigitalCharta beschlossen. Diese wird auf der re:publica2018 vorgestellt und diskutiert. 

    Die Digital Charta versucht, Antworten zu geben auf die Frage, wie sich die Freiheit des Einzelnen im Zeitalter der Digitalisierung schützen lässt – gegenüber Staaten, aber auch gegenüber internationalen Großkonzernen.So unterbreitet der Entwurf unter anderem Vorschläge zur Autonomie und Freiheit des Einzelnen, zum Einsatz und zur Entwicklung künstlicher Intelligenz, zu informationeller Selbstbestimmung und Datensicherheit und zu weiteren wichtigen Aspekten wie dem Meinungsfreiheit im Netz.

    Zu den 27 Initiatoren der Digital Charta gehören Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Zivilgesellschaft wie Heinz Bude, Juli Zeh, Johnny Haeusler, Ulrich Wilhelm, Jeanette Hofmann, Sascha Lobo, Martin Schulz und Rebecca Casati. Etwa 50 prominente Persönlichkeiten unterstützen den Entwurf. Zu den Unterzeichnern gehören: Jürgen Habermas, Wolfgang Ischinger, Jaron Lanier, Miriam Meckel, Heribert Prantl und Norbert Röttgen.

    Auf die Erstveröffentlichung im Dezember 2016 folgte eine große öffentliche Debatte. Neben Zustimmung gab es eine ganze Reihe von Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen - diese wurden zum Gegenstand eines ausführlichen Überarbeitungsprozesses. Der überarbeitete Vorschlag wird auf der re:publica 2018 vorgestellt und ist ab dann auch im Netz abrufbar und weiter kommentierbar.

    Im Anschluss an die Präsentation und Kurzdiskussion auf Bühne 5 gibt es die Möglichkeit, mit den Panelisten im " POPup-Room" bei einem Getränk weiter zu diskutieren.
     

    32 min
  • Go Podcasting! Unser Appell zur Rückeroberung der digitalen Öffentlichkeit
    Wir sind auf dem Weg vom Podcast zum Pop-Cast und sprechen über unsere Erfahrungen mit "Methodisch Inkorrekt" und dem "Aufwachen! Podcast". Wir reden über den Dialog mit den Hörern. Über die Interaktion der Medienkonsumenten mit den Medienmachern. Dabei interessiert uns die Meinung des Publikums: Wie werden Podcasts wahrgenommen? Welche Rolle spielen diese in der täglichen Mediendiät? Wir diskutieren die gesellschaftlichen Chancen die Podcasts bieten, wenn aus Informationsmonopolen wieder Informationspolypole werden. Wir befreien Informationen! One Podcast at a time!
    • Nicolas Wöhrl
    • Stefan Schulz

    In der ständig komplexer werdenden Welt wird es zunehmend schwieriger Zusammenhänge und Abhängigkeiten in ausreichender Tiefe darzustellen, zu analysieren und zu kommunizieren. Zusätzlich ist das Leben schneller geworden, Informationen treffen uns mit einer ungeheuren Frequenz. Das Smartphone, unser allgegenwärtiges Gateway in die schöne neue Informationswelt, ist nun 10 Jahre alt. Seitdem denken wir anders, wir arbeiten anders, wir lieben anders und wenn wir noch dazu kommen Familien zu gründen, erziehen wir unsere Kinder ganz anders als wir erzogen wurden.

    Nur zwei Dinge sind dramatisch gleichgeblieben: Die Fernsehnachrichten sind noch immer wie zu ihrer Gründung vor 40 Jahren. Sie reihen verlesene Agenturkurzmeldungen an 90-Sekunden-Schnittbilder-Beiträge und Studio-Moderationen. Und in der Wissenschaft werden neue Entdeckungen und gesellschaftlich relevante Erkenntnisse in Fachjournalen veröffentlicht die für die Öffentlichkeit dank absurder paywalls weder erreichbar noch verständlich sind. Der Journalismus sendet an der Bevölkerung vorbei und die Wissenschaft verschließt sich vor ihr, obwohl beide Domänen maßgeblich von ihr finanziert werden, sei es über Steuern für Bildungseinrichtungen, Werbeaufschläge im Konsum oder Pflichtabgaben für öffentlich-rechtliche Medienhäuser. Die Dinge sind nicht nur kompliziert geworden, sondern auch ziemlich irre.

    Die alleingelassene Öffentlichkeit reagiert auf ihre Weise und kreist um Fake-News-Debatten, politische Provokationen und individuelle Enttäuschungen. Die Debatten sind emotional geworden. Eine Meinung schlägt jedes sachliche Argument. Wir fühlen uns entmündigt und allmählich ermüdet. Der naturwissenschaftlich-technische Fortschritt und der gesellschaftliche Umbau geht derweilen munter weiter, egal ob wir in der Lage sind diese öffentlich zu vermitteln oder nicht.

    Eine Rettung aus diesem Schlamassel bieten Podcasts. Zuallererst mit einem einfachen Trick: Podcasts kennen keine Formate, also auch keine Formatstarre. Sie bieten Zugang für alle und unendliche Kapazität für Themen. Und das Beste: Podcasts reduzieren das Publikum nicht auf stumme Zuhörer. Podcasts bedeuten Popkultur mit allen Errungenschaften der Pop-Art, Pop-Musik und Pop-Literatur, die alle schon einmal ihre alten Institutionen hinter sich ließen, um sich inmitten der Gesellschaft breit zu machen.

    Wir sind auf dem Weg vom Podcast zum Pop-Cast und wollen über unsere Erfahrungen mit "Methodisch Inkorrekt" und dem "Aufwachen! Podcast" reden. Wir befreien Informationen! One Podcast at a time!

    31 min
  • Kunst & Protest: 1000 GESTALTEN auf dem G20-Gipfel
    Zum G20 Gipfel in Hamburg 2017 hat das 1000GESTALTEN Kollektiv eine performative KunstAktion mit über 1200 Menschen realisiert.
    In einer zweistündigen Choreographie haben sie ihrer Kritik am G20-Gipfel Ausdruck verliehen und zu mehr Menschlichkeit und Eigenverantwortung aufgerufen.
    Die Bilder der grauen Gestalten gingen um die Welt, wurden millionenfach geteilt, das Webvideo zur Aktion hat mehr als 3.000.000 Views.
    Das Kollektiv berichtet auf diesem Panel über Hintergründe und Umsetzung.
    • Marc Nikoleit
    • Gudrun Schoppe
    • Johannes Naber

    G20-Gipfel Hamburg 2017 – eine Machtdemonstration der herrschenden Verhältnisse: 
    kapitalistische Wachstumsgläubigkeit auf Kosten von Umwelt und sozialer Gerechtigkeit. 
Ein Gipfel, der die weltweite Medienaufmerksamkeit auf sich zieht und bei dem die immer gleichen Bilder zu erwarten sind: Eine abgeschottete Wirtschaftselite in einer belagerten Stadt, Konfrontation und Gewalt. 
    Eine Gruppe von Kulturschaffenden aus Berlin und Hamburg fühlte sich herausgefordert dem etwas entgegenzusetzen und eine andere Geschichte zu erzählen. Die einer Zivilgesellschaft, die den G20-Gipfel als Chance nutzt, sich angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen zu positionieren: für Solidarität und Partizipation und gegen Angst, Abschottung und Kapitulation. 
Um das zu erreichen sollte eine Aktion zum G20-Gipfel geschaffen werden, die friedlich und künstlerisch, aber nicht weniger bildgewaltig ist. Die möglichst vielen Menschen die Chance gibt, ihrer Kritik an den Verhältnissen Ausdruck zu verleihen. 
Und so medienwirksam ist, dass sie Menschen auf der ganzen Welt erreicht.
     
    Die Mobilisierung wurde über eine umfangreiche Social-Media- und Presse-Kampagne erreicht. Finanzielle Basis der Performance war ein Crowdfunding. Das Ergebnis: eine Performance mit über 1.200 TeilnehmerInnen aus ganz Europa, eine kostendeckende Finanzierung und eine Botschaft, die um die Welt geht.

    Die Aktion verbreitet sich über die Tage des Gipfels und in den folgenden Wochen viral im Netz, sowie in den klassischen Medien. 
    Der Kurzfilm zur Performance erreichte mehr als 3.000.000 Views online.
    Nationale und internationale Medien wie ARD, Süddeutsche, CNN, Washington Post, The Guardian, Newsweek oder Rolling Stone u.v.m. berichteten.

    Wie das Kollektiv es geschafft hat innerhalb von 3 Monaten 1200 Menschen zu mobilisieren, eine Crowdfunding-Finanzierung zu realisieren, einen Spielort zu organisieren und das alles in den Wirren des G20-Gipfels, erläutern Mitglieder des Kollektivs auf einem moderierten Panel.
     

    32 min
  • Bürgerarbeit- Die Zukunft des Gemeinwohls
    Zu einem Blick in die Zukunft der „Welt der Arbeit“ sollte heute auch gehören: für was, wegen was, aus welchem Anlass muss in der Zukunft überhaupt gearbeitet werden? Was werden die Ziele unserer Arbeit in der Zukunft sein?
    Selbstverständlich reicht dann schon gar nicht mehr die traditionelle Antwort „Produkte und Dienstleistungen“ aus. Man muss aber auch darüber noch hinausgehen: es reicht auch die übliche Antwort nicht mehr aus, dass es einen individuellen (Einzelpersonen oder Institutionen) Nachfrager und dazu passend einen Anbieter von Arbeit gibt.
    • Volker Hassemer
    • Mona Rübsamen
    • Wolfgang Kaschuba

    Es muss und wird um etwas zusätzliches gehen: Die Arbeit für das Gemeinsame, für Gemeinschaft und Gesellschaft: keine übliche "Erwerbsarbeit". "Erarbeitet" wird Gemeinwohl. Das tauchte bisher als eigenes Arbeitsfeld (und es ist natürlich deutlich mehr als das große Feld der sozialen Arbeit) nicht auf. Das war Sache von Politik und Verwaltung, war kein Arbeitsfeld der Bürgerinnen und Bürger.

    Inzwischen wird immer klarer, dass dieses Verständnis von Arbeit (wer diese Arbeit zu leisten hat) für das Gemeinsame nicht mehr ausreicht. Wir werden ein neues System der Arbeit für das Gemeinsame entwickeln müssen. Da werden wir nicht unsere demokratischen "Errungenschaften" vergessen, aber sie werden nicht ausreichen. Die Richtung geht in ein kooperatives Verhältnis von Bürgerinnen und Politik. Und das führt zu einem originären Arbeitsfeld für die, für uns Bürgerinnen. Ob das richtig ist, wie dieses Arbeitsfeld aussehen sollte - darüber sollte man sprechen.

    30 min
  • Absurdist Incubator: Exploring the ethics of fulfilling dreams
    What happens when technology becomes our memory and we can modify our experience to the point we believe it is real? To create convincing representations of reality is getting cheaper by the minute and offers a range of new possibilities of exploitation. Join the Absurdist Incubator to discover the ethical pitfalls of the future by imagining the most profitable scenarios possible.
    • Julia Vernersson
    • Ruta Vimba

    In this workshop we will be playing entrepreneurs with no regrets. While scientists plant artificial memories in sleeping mice, apps let you take selfies with dead relatives and hobby hackers create face swapping porn with open source machine learning algorithms, you can let your mind roam free with your fellow founders in search for the best return on investment. Who will be able to afford remembering their past just as perfect as an average Instagram account? Will the middle-class prefer fake vacations to real ones? Will all dreams come true, and if so, for whom? After fishing out our brightest ideas we will take a look at the possible ethical implications of our plans. This session is meant as a small participative excursion into a utopian future, where reality has become a problem just for the poor.

     

    max. 30 TeilnehmerInnen

    1 hr 8 min
  • The Fairwork Foundation: strategies for online platform work
    An estimated 70 million people are now finding work through apps, platforms, and websites. There are emerging concerns about the quality of this work, which is often obscured behind technology. We introduce the Fairwork Foundation, a project that addresses the issue of fair work on online platforms. This involves criteria for fair digital work, along with a certification process for platforms. The workshop provides a forum with six thought leaders discussing the future of work.
    • Jamie Woodcock
    • Mark Graham

    As ever more people from low-income countries connect to the Internet, these workers are placed into fierce competition with one another. Lacking the ability to collectively bargain, these workers have little ability to negotiate wages or working conditions with their employers who are often on the other side of the world. Many workers have jobs characterized by long and irregular hours, low income, and high stress. The international nature of digital work means that it tends largely to be done outside of the purview of national governments, with very few employers paying attention to relevant existing regulation in either their home countries or the worker’s home country. International digital labour platforms threaten to undermine workers’ ability to defend existing jobs, liveable wages, and dignified working conditions, in both low- and high-income countries. In almost all types of platform-mediated work, workers themselves have found it extremely challenging to exert any sort of power to bargain with the platform.

    This workshop will present the Fairwork Foundation as a strategy to address the issue of fair work on online platforms. Taking inspiration from the Fairtrade movement, this approach involves a programme of innovative data collection alongside a certification of the quality of work on these platforms. 

    The German Ministry for Cooperation and Development supports the work of the Fairwork Foundation.

    58 min
  • Feministische Memes?! Eine Untersuchung von #metoo
    Der 1. Meme War beeinflusste Wahlen. Ein Frosch vereint die zerstrittene neue Rechte. Ein Hashtag wird retweeted und schafft eine weltweite Plattform um über das Erleben von sexueller Gewalt und Sexismus zu schreiben. Memes sind in dem derzeitigen übersättigten Social-Media Umfeld der schnellste und effizienteste Weg um eine Idee zu verbreiten. Eignet sich diese hochemotionale Kommunikationsform um differenzierte feministische Ideen in einen online Diskurs einzubringen? Nach einer kurzen Definition des Meme Begriffs werde ich anhand der Analyse von #metoo die Möglichkeiten, Grenzen und Notwendigkeit feministische Memes im Netzdiskurs diskutieren.
    • Cora Czarnecki

    Die Motivation für die Auseinandersetzung mit den Funktionsweisen des Netzdiskurses ist die Beobachtung gewesen, dass regressive politische Bewegungen weltweit zunehmen. Diese neuen rechten Bewegungen fußen oft auf einer ausgeprägten Online-Community, in der ideologische Propaganda und Gruppenidentität hergestellt wird. In verschiedenen Online-Foren, Bulletin Boards und Gruppen, werden netzspezifische Praktiken entwickelt und eingesetzt, wie z.B. Memes über die "kulturelle und politische Identitäten kommuniziert und verhandelt werden" ( SHIFMAN 2014).

    Memes eignen sich um einfache Werte wie Tradition, Heimat und Sicherheit zu transportieren. Fraglich ist jedoch, inwiefern sie dazu in der Lage sind differenzierte Inhalte in Diskurse einzubringen. Die Fragestellung meines Talks lautet deshalb: was für eine Rolle spielen Memes für einen progressiven Feminismus?

    Um solch eine Wirkungsweise zu untersuchen, werde ich meine Analyse des Memes #metoo vorstellen. Bei der darauf folgenden Auswertung werde ich unter anderem exemplarisch die Auswirkung auf die beteiligten Nutzer*innen untersuchen und inwiefern sich sein feministisches Versprechen eingelöst hat. Zudem wird die Auswirkung auf gesellschaftliche Strukturen, sowie den entsprechenden Netzdiskurs ausgewertet.

    Neue Medien und insbesondere Social-Media-Platformen, gehören zum Alltag. Memes spielen darin eine wichtige Rolle. Sie sind Teil gesellschaftlicher Prozesse und beeinflussen Meinungsbildung und das Aushandeln von Normen. Es ist wichtig die damit zusammenhängenden Entwicklungen zu erkennen, zu untersuchen und zu reflektieren welche Bedeutung und Auswirkung sie auf die Gesellschaft haben.

    23 min

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Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen…