
Sign up to save your podcasts
Or


Fiona Krakenbürger bringt frische Erkenntnisse aus ihrer Masterarbeit mit- und blickt mit uns auf die (Entwicklungs-)Prozesse von Technologien der Arbeitswelten der Gegenwart- und Zukunft.
Dieser Blick auf das Formen von Tools, Maschinen und Hardware lässt Rückschlüsse auf aktuelle und künftige Herausforderungen der Digitalisierung der Arbeit(swelt) zu.
In dieser Session soll es darum gehen, ein Statusupdate über wichtige Entwicklungen zur Netzneutralität zu geben. Wir sprechen über die aktuellen Fälle in Deutschland und verorten uns in der europäischen und weltweiten Debatte eines Themas, um das immer noch gestritten wird. Mit dem versprochenen Start von 5G gibt es neue Angriffe der Telekom Industrie auf das offene Internet und das obwohl der bestehende EU Rechtsrahmen zur Netzneutralität noch in keinem EU Land voll umgesetzt ist.
Poverty, illiteracy as well as armed conflicts continue to be the everyday reality for much of the world's population. One could reckon that being online appears to be the least of a problem for people in places affected by conflict. Additionally, power outages, scarce infrastructure and a lack of digital skills make the online world appear even further out of reach for them.
Despite - or perhaps precisely because of these challenges, civil society organizations use digital skills trainings to engage, educate and empower women and girls in these contexts. What is their motivation? What challenges do they face? And why is it so important to empower innovative, independent and self-confident women and girls? How do digital skills shape their understanding of the web and their own future prospects?
The session explores the potentials and challenges of teaching digital skills to female users in fragile contexts. Projects from South Sudan, Lebanon and Pakistan will present their approaches of how they use digital skills trainings to empower girls and women.
supported by BMZ
2017 war der Entwurf einer "Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union" eines der großen Themen auf der re:publica17. Seitdem hat der Kreis der Initiatoren die Kritikpunkte und Anregungen an dem Charta-Entwurf gesammelt und nach ausführlichen Diskussionen eine zweite überarbeitete Fassung der DigitalCharta beschlossen. Diese wird auf der re:publica2018 vorgestellt und diskutiert.
Die Digital Charta versucht, Antworten zu geben auf die Frage, wie sich die Freiheit des Einzelnen im Zeitalter der Digitalisierung schützen lässt – gegenüber Staaten, aber auch gegenüber internationalen Großkonzernen.So unterbreitet der Entwurf unter anderem Vorschläge zur Autonomie und Freiheit des Einzelnen, zum Einsatz und zur Entwicklung künstlicher Intelligenz, zu informationeller Selbstbestimmung und Datensicherheit und zu weiteren wichtigen Aspekten wie dem Meinungsfreiheit im Netz.
Zu den 27 Initiatoren der Digital Charta gehören Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Zivilgesellschaft wie Heinz Bude, Juli Zeh, Johnny Haeusler, Ulrich Wilhelm, Jeanette Hofmann, Sascha Lobo, Martin Schulz und Rebecca Casati. Etwa 50 prominente Persönlichkeiten unterstützen den Entwurf. Zu den Unterzeichnern gehören: Jürgen Habermas, Wolfgang Ischinger, Jaron Lanier, Miriam Meckel, Heribert Prantl und Norbert Röttgen.
Auf die Erstveröffentlichung im Dezember 2016 folgte eine große öffentliche Debatte. Neben Zustimmung gab es eine ganze Reihe von Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen - diese wurden zum Gegenstand eines ausführlichen Überarbeitungsprozesses. Der überarbeitete Vorschlag wird auf der re:publica 2018 vorgestellt und ist ab dann auch im Netz abrufbar und weiter kommentierbar.
Im Anschluss an die Präsentation und Kurzdiskussion auf Bühne 5 gibt es die Möglichkeit, mit den Panelisten im " POPup-Room" bei einem Getränk weiter zu diskutieren.
In der ständig komplexer werdenden Welt wird es zunehmend schwieriger Zusammenhänge und Abhängigkeiten in ausreichender Tiefe darzustellen, zu analysieren und zu kommunizieren. Zusätzlich ist das Leben schneller geworden, Informationen treffen uns mit einer ungeheuren Frequenz. Das Smartphone, unser allgegenwärtiges Gateway in die schöne neue Informationswelt, ist nun 10 Jahre alt. Seitdem denken wir anders, wir arbeiten anders, wir lieben anders und wenn wir noch dazu kommen Familien zu gründen, erziehen wir unsere Kinder ganz anders als wir erzogen wurden.
Nur zwei Dinge sind dramatisch gleichgeblieben: Die Fernsehnachrichten sind noch immer wie zu ihrer Gründung vor 40 Jahren. Sie reihen verlesene Agenturkurzmeldungen an 90-Sekunden-Schnittbilder-Beiträge und Studio-Moderationen. Und in der Wissenschaft werden neue Entdeckungen und gesellschaftlich relevante Erkenntnisse in Fachjournalen veröffentlicht die für die Öffentlichkeit dank absurder paywalls weder erreichbar noch verständlich sind. Der Journalismus sendet an der Bevölkerung vorbei und die Wissenschaft verschließt sich vor ihr, obwohl beide Domänen maßgeblich von ihr finanziert werden, sei es über Steuern für Bildungseinrichtungen, Werbeaufschläge im Konsum oder Pflichtabgaben für öffentlich-rechtliche Medienhäuser. Die Dinge sind nicht nur kompliziert geworden, sondern auch ziemlich irre.
Die alleingelassene Öffentlichkeit reagiert auf ihre Weise und kreist um Fake-News-Debatten, politische Provokationen und individuelle Enttäuschungen. Die Debatten sind emotional geworden. Eine Meinung schlägt jedes sachliche Argument. Wir fühlen uns entmündigt und allmählich ermüdet. Der naturwissenschaftlich-technische Fortschritt und der gesellschaftliche Umbau geht derweilen munter weiter, egal ob wir in der Lage sind diese öffentlich zu vermitteln oder nicht.
Eine Rettung aus diesem Schlamassel bieten Podcasts. Zuallererst mit einem einfachen Trick: Podcasts kennen keine Formate, also auch keine Formatstarre. Sie bieten Zugang für alle und unendliche Kapazität für Themen. Und das Beste: Podcasts reduzieren das Publikum nicht auf stumme Zuhörer. Podcasts bedeuten Popkultur mit allen Errungenschaften der Pop-Art, Pop-Musik und Pop-Literatur, die alle schon einmal ihre alten Institutionen hinter sich ließen, um sich inmitten der Gesellschaft breit zu machen.
Wir sind auf dem Weg vom Podcast zum Pop-Cast und wollen über unsere Erfahrungen mit "Methodisch Inkorrekt" und dem "Aufwachen! Podcast" reden. Wir befreien Informationen! One Podcast at a time!
G20-Gipfel Hamburg 2017 – eine Machtdemonstration der herrschenden Verhältnisse:
kapitalistische Wachstumsgläubigkeit auf Kosten von Umwelt und sozialer Gerechtigkeit.
Ein Gipfel, der die weltweite Medienaufmerksamkeit auf sich zieht und bei dem die immer gleichen Bilder zu erwarten sind: Eine abgeschottete Wirtschaftselite in einer belagerten Stadt, Konfrontation und Gewalt.
Eine Gruppe von Kulturschaffenden aus Berlin und Hamburg fühlte sich herausgefordert dem etwas entgegenzusetzen und eine andere Geschichte zu erzählen. Die einer Zivilgesellschaft, die den G20-Gipfel als Chance nutzt, sich angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen zu positionieren: für Solidarität und Partizipation und gegen Angst, Abschottung und Kapitulation.
Um das zu erreichen sollte eine Aktion zum G20-Gipfel geschaffen werden, die friedlich und künstlerisch, aber nicht weniger bildgewaltig ist. Die möglichst vielen Menschen die Chance gibt, ihrer Kritik an den Verhältnissen Ausdruck zu verleihen.
Und so medienwirksam ist, dass sie Menschen auf der ganzen Welt erreicht.
Die Mobilisierung wurde über eine umfangreiche Social-Media- und Presse-Kampagne erreicht. Finanzielle Basis der Performance war ein Crowdfunding. Das Ergebnis: eine Performance mit über 1.200 TeilnehmerInnen aus ganz Europa, eine kostendeckende Finanzierung und eine Botschaft, die um die Welt geht.
Die Aktion verbreitet sich über die Tage des Gipfels und in den folgenden Wochen viral im Netz, sowie in den klassischen Medien.
Der Kurzfilm zur Performance erreichte mehr als 3.000.000 Views online.
Nationale und internationale Medien wie ARD, Süddeutsche, CNN, Washington Post, The Guardian, Newsweek oder Rolling Stone u.v.m. berichteten.
Wie das Kollektiv es geschafft hat innerhalb von 3 Monaten 1200 Menschen zu mobilisieren, eine Crowdfunding-Finanzierung zu realisieren, einen Spielort zu organisieren und das alles in den Wirren des G20-Gipfels, erläutern Mitglieder des Kollektivs auf einem moderierten Panel.
Es muss und wird um etwas zusätzliches gehen: Die Arbeit für das Gemeinsame, für Gemeinschaft und Gesellschaft: keine übliche "Erwerbsarbeit". "Erarbeitet" wird Gemeinwohl. Das tauchte bisher als eigenes Arbeitsfeld (und es ist natürlich deutlich mehr als das große Feld der sozialen Arbeit) nicht auf. Das war Sache von Politik und Verwaltung, war kein Arbeitsfeld der Bürgerinnen und Bürger.
Inzwischen wird immer klarer, dass dieses Verständnis von Arbeit (wer diese Arbeit zu leisten hat) für das Gemeinsame nicht mehr ausreicht. Wir werden ein neues System der Arbeit für das Gemeinsame entwickeln müssen. Da werden wir nicht unsere demokratischen "Errungenschaften" vergessen, aber sie werden nicht ausreichen. Die Richtung geht in ein kooperatives Verhältnis von Bürgerinnen und Politik. Und das führt zu einem originären Arbeitsfeld für die, für uns Bürgerinnen. Ob das richtig ist, wie dieses Arbeitsfeld aussehen sollte - darüber sollte man sprechen.
In this workshop we will be playing entrepreneurs with no regrets. While scientists plant artificial memories in sleeping mice, apps let you take selfies with dead relatives and hobby hackers create face swapping porn with open source machine learning algorithms, you can let your mind roam free with your fellow founders in search for the best return on investment. Who will be able to afford remembering their past just as perfect as an average Instagram account? Will the middle-class prefer fake vacations to real ones? Will all dreams come true, and if so, for whom? After fishing out our brightest ideas we will take a look at the possible ethical implications of our plans. This session is meant as a small participative excursion into a utopian future, where reality has become a problem just for the poor.
max. 30 TeilnehmerInnen
As ever more people from low-income countries connect to the Internet, these workers are placed into fierce competition with one another. Lacking the ability to collectively bargain, these workers have little ability to negotiate wages or working conditions with their employers who are often on the other side of the world. Many workers have jobs characterized by long and irregular hours, low income, and high stress. The international nature of digital work means that it tends largely to be done outside of the purview of national governments, with very few employers paying attention to relevant existing regulation in either their home countries or the worker’s home country. International digital labour platforms threaten to undermine workers’ ability to defend existing jobs, liveable wages, and dignified working conditions, in both low- and high-income countries. In almost all types of platform-mediated work, workers themselves have found it extremely challenging to exert any sort of power to bargain with the platform.
This workshop will present the Fairwork Foundation as a strategy to address the issue of fair work on online platforms. Taking inspiration from the Fairtrade movement, this approach involves a programme of innovative data collection alongside a certification of the quality of work on these platforms.
The German Ministry for Cooperation and Development supports the work of the Fairwork Foundation.
Die Motivation für die Auseinandersetzung mit den Funktionsweisen des Netzdiskurses ist die Beobachtung gewesen, dass regressive politische Bewegungen weltweit zunehmen. Diese neuen rechten Bewegungen fußen oft auf einer ausgeprägten Online-Community, in der ideologische Propaganda und Gruppenidentität hergestellt wird. In verschiedenen Online-Foren, Bulletin Boards und Gruppen, werden netzspezifische Praktiken entwickelt und eingesetzt, wie z.B. Memes über die "kulturelle und politische Identitäten kommuniziert und verhandelt werden" ( SHIFMAN 2014).
Memes eignen sich um einfache Werte wie Tradition, Heimat und Sicherheit zu transportieren. Fraglich ist jedoch, inwiefern sie dazu in der Lage sind differenzierte Inhalte in Diskurse einzubringen. Die Fragestellung meines Talks lautet deshalb: was für eine Rolle spielen Memes für einen progressiven Feminismus?
Um solch eine Wirkungsweise zu untersuchen, werde ich meine Analyse des Memes #metoo vorstellen. Bei der darauf folgenden Auswertung werde ich unter anderem exemplarisch die Auswirkung auf die beteiligten Nutzer*innen untersuchen und inwiefern sich sein feministisches Versprechen eingelöst hat. Zudem wird die Auswirkung auf gesellschaftliche Strukturen, sowie den entsprechenden Netzdiskurs ausgewertet.
Neue Medien und insbesondere Social-Media-Platformen, gehören zum Alltag. Memes spielen darin eine wichtige Rolle. Sie sind Teil gesellschaftlicher Prozesse und beeinflussen Meinungsbildung und das Aushandeln von Normen. Es ist wichtig die damit zusammenhängenden Entwicklungen zu erkennen, zu untersuchen und zu reflektieren welche Bedeutung und Auswirkung sie auf die Gesellschaft haben.
From the publisher's feed