re:publica 18 - Alle Sessions

re:publica 18 - Alle Sessions

By re:publica 18Education
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re:publica 18 - Alle Sessions episodes

  • Startklar?! - Wie verändert sich Bildung in einer digitalisierten Gesellschaft
    Die Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung verändern Lern- und Bildungsprozesse nachhaltig. Erforderlich sind integrative Ansätze, die menschlich-personale Vermittlung und algorithmische Lerntechniken miteinander verbinden. Bots & Co können in vielen Bereichen wichtige Funktionen übernehmen, den Lern- und Lehrprozess als soziales und dynamisches Ereignis können sie aber nicht als Ganzes steuern.
    [Partnersession]
    • Jannis Androutsopoulos
    • Christian Fandrych

    Wie können die verschiedenen Akteure in Lehr-/Lernkontexten partizipativ kontextspezifische Formen von digital literacy entwickeln? Wie können integrative Modelle entwickelt werden, die traditionellere und digitale Formate didaktisch sinnvoll miteinander verbinden? Wie können Open Educational Resources kurz: OER dazu beitragen, das Lernen offener und flexibler zu gestalten und dabei die Möglichkeiten des Digitalen auszuschöpfen? Wie schlagen sich Fortschritte in der KI-Entwicklung auf Werkzeuge und Praktiken des Lehrens und Lernens nieder? Was können Lernbots leisten, was nicht? Wie lernen Computer, und wie lernen wir mittels Computer? Wird das maschinelle Dolmetschen von digital vermittelten Gesprächen das Fremdsprachenlernen obsolet machen? Sind Learning Analytics ein Werkzeug zur Selbstreflexion oder ein Überwachungstool zur Optimierung institutioneller Governance?

    Welche Potenziale haben Virtual Reality-Formate für das (Sprachen-)Lernen, und wo lohnt sich ihr Einsatz? (Ver-)Führen uns digitale Formate zu methodisch-didaktischen Rückschritten? Was bedeutet Digitalisierung für die Lehrer(fort)bildung?

    Am Beispiel Fremdsprachenlernen hat das Goethe-Institut diese Fragen im Rahmen der Startklar-Konferenz vom 21.3.-23.3.2018 in Berlin diskutiert.

    Die beiden Referenten fassen im Gespräch die wichtigsten Ergebnisse der Startklar-Konferenz zusammen und diskutieren wichtige Handlungsfelder, die auf der Konferenz gemeinsam identifiziert wurden.

    25 min
  • Embodiment of Digital Time
    Forward, breathless, progress, unquestioned, acceleration, intensity, instantaneous, pressure.
    Western society is often described as ‘instant network society’ or ‘digital society’, suffering from increasing time pressure, hurriedness and the scarcity of time. Today’s temporal system is undergoing perpetual change, especially influenced and altered by new technologies. Subsequently, these digital technologies are shaping our temporal experience, and play a determining part in forming and reconfiguring us to who we are, as digital bodies. But what drives our temporal existence?
    • Helga Schmid

    Western society is often described as ‘instant network society’ or ‘digital society’, suffering from increasing time pressure, hurriedness and the scarcity of time. But what drives our temporal existence?

    During childhood, we encode the specific cultural temporality of our societal environment, almost like another sense; the sense of time becomes an unquestioned fact, part of our personality, and understanding of the world. Unintentionally, we embody the rhythm and speed of digital life. However, the natural rhythmicity of the human biological clock conflicts with such contemporary algorithmic structures and inhumane rhythms. My research and design practice investigates an understanding and reactivation of bodily rhythms. I propose a new perceptions of time through the application of uchronia — a term derived from the Greek word ou-chronos meaning ‘ no time ’ or ‘ non-time’, and from utopia, from the Greek ou-topos. 

    It investigates uchronia as temporal utopia and in the way it generates insights about our knowledge of contemporary temporality. I investigate practical work which challenges thought patterns regarding the temporal structure of contemporary life, in which participants explore alternative time-givers or Zeitgeber, in order to think outside the boundaries of clocks and calendars. I aim to stimulate a public discussion about imposed external time versus internal bodily rhythms. By providing a broadened definition of uchronianism, I establish uchronia as a platform for critical thought and debate on the contemporary time crisis, with chronodesign as a practical design initiative.

    31 min
  • Wie man erfolgreich einen Geheimdienst verklagt
    Geheimdienste sind eine Blackbox: Ihr Handeln ist naturgemäß intransparent. Sie zu verklagen, ist entsprechend kompliziert. Reporter ohne Grenzen und die Berliner Kanzlei Härting haben den BND wegen illegaler Überwachung verklagt – und in Teilen Recht bekommen! „Das Urteil ist die vielleicht schärfste juristische Folge des NSA-Skandals in Deutschland“, schrieb die taz. In ihrem Talk berichten Anwalt Christof Elßner und ROG-Geschäftsführer Christian Mihr: Was sind Strategien, um Geheimdienste vor Gericht zu bringen?
    • Christian Mihr
    • Christof Elßner

    Geheimdienste sind ein Sonderfall im demokratischen System: Weil Ihr Tun naturgemäß nicht publik werden soll, greifen diverse Verpflichtungen für sie nicht. Sie haben Befugnisse, die in Gesetzen nur unscharf umschrieben werden; sie rechtfertigen Ihre Tätigkeiten nicht vor der Allgemeinheit, sondern (wenn überhaupt) gegenüber geheim tagenden Gremien; und wenn sie illegal handeln, erfährt die Allgemeinheit davon im Regelfall nichts. Einen Geheimdienst als Betroffener zu verklagen, ist dementsprechend kompliziert.

    Im Zuge des NSA-Skandals hat die Öffentlichkeit dank des Whistleblowers Edward Snowden ausnahmsweise Informationen erhalten, die auch den Bundesnachrichtendienst (BND) in Erklärungsnot brachten. Hat der deutsche Auslandsgeheimdienst Menschen illegal überwacht? Diese Frage wurde seit Sommer 2015 vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt, nachdem die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) und die Kanzlei des Berliner Rechtsanwalts Niko Härting den BND verklagt hatten. Es ging um die Frage, ob die Kommunikation von ROG und der Kanzlei in den Überwachungsprogrammen des BND illegal verarbeitet werden kann.

    Nach etlichen Schriftwechseln, einer Verhandlung Ende 2016 und einem Teilerfolg für den BND kam dann im Dezember 2017 das sensationelle Urteil aus Leipzig: Die Kläger erhielten Recht! Der BND darf Verbindungsdaten ihrer Telefonate in Zukunft nicht mehr verarbeiten. Das Urteil hat Signalwirkung, denn jeder Bürger kann sich darauf berufen und die BND-Überwachung zumindest teilweise stoppen. „Das Urteil ist die vielleicht schärfste juristische Folge des NSA-Skandals in Deutschland“, schrieb die taz.

    In ihrem Talk berichten der Anwalt Christof Elßner der Kanzlei Härting und ROG-Geschäftsführer Christian Mihr vom Projekt: Wieso waren sie überzeugt, den BND juristisch zu knacken? Wie sind sie vorgegangen? Was sind Strategien, um Geheimdienste vor Gericht zu bringen? Sie plädieren dafür, dass mehr Menschen und Organisationen solche strategischen Klagen umsetzen sollten – um damit die alle Menschen vor illegaler Überwachung zu schützen.

    31 min
  • Machines in war – why we need to regulate Autonomous Weapon Systems
    Lethal Autonomous Weapon Systems (LAWS) are at the edge of being developed and fielded. They will be used unless states can agree on a regulation and/or ban them. But how to do it? What is a LAWS and how can we make sure that human do not lose control over their systems. Important stakeholders of the international debate give insights.
    • Marcel Dickow
    • Susanne Baumann

    At the United Nations in Geneva states discuss whether and how to regulate Lethal Autonomous Weapon Systems (LAWS). A Group of Governmental Experts (GGE) is meeting in February and April 2018 to debate the framework of an international regulation that makes sure, humans will always have meaningful control over the use of force with regard to these systems. Here civil society and some states including Germany have been playing an active role since 2014. But not everyone can agree to regulate future LAWS. Some states hope for military advantages through the use of autonomous technology and AI in warfare. We want to discuss with participants of the negotiations (state representatives), observers (civil society) and experts the progress in the UN. The following questions should be addressed:

    • Is it ethical to kill people with autonomous weapons?
    • What is the right approach for a regulation?
    • How to convince sceptical states?
    • What are implications of the use of LAWS to international security?
    1 hr 1 min
  • Entgeltgleichheit für Männer und Frauen – Ein Praxisbeispiel aus dem Journalismus
    Diskriminierung findet weiterhin in unserer Gesellschaft statt, insbesondere Frauen aber auch Minderheiten sind davon betroffen. Auch unter Journalist*innen oder in der Digitalwirtschaft sind ungleiche Bezahlung seit langem ein Thema. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) unterstützt eine Klage für Entgeltgleichheit. Im konkreten Fall geht es um eine Journalistin, die das ZDF verklagt.
    • Prof. Dr. Nora Markard
    • Chris Ambrosi

    Entgeltgleichheit ist ein wichtiges Ziel in unserer Gesellschaft. Dafür setzt sich die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) mit strategischen Klagen ein. Aktuell unterstützt die GFF eine Klage auf Entgeltgleichheit im Medienbereich. Ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern kommt in fast allen Berufsgruppen vor, insbesondere auch in der Digitalwirtschaft. Die Präsentation des Falls soll aufzeigen, wie juristisch vorgegangen werden kann und wie auch in Zukunft weitere Klagen folgen könnten. Damit wollen wir auch betroffenen Personen Mut machen undüber Erfahrungen und Rechtswege aufklären! Speaker: Prof. Dr. Nora Markard (Vorstand GFF) und Chris Ambrosi (Anwältin Berlin).

    26 min
  • Usability Testessen
    Usability Tests sind teuer, kompliziert und aufwändig? Unsere Antwort: Pizza, Bier und Speedtesting! Das „Usability Testessen” ist Deutschlands größtes regelmäßiges Usability Event und findet regelmäßig in knapp 20 Städten von Hamburg bis Wien statt. Auf der re:publica lassen wir gemeinsam die Filterblasen platzen und testen eure Produkte live! Für bessere Lösungen und eine nutzerfreundlichere Welt.
    • Anna Groos
    • Philipp Hormel

    Power to the User! Lean, agile, Design Thinking – alle modernen Denkschulen stellen die Menschen in den Mittelpunkt. Doch im Alltag heißt es meist: „Test early, test often” – my ass. Mit dem "Usability Testessen" machen wir aus dem Problem eine Party. Das CC-lizensierte Format bringt in knapp 20 deutschen und österreichischen Städten die Macht zurück zu den Nutzer*innen. Mit Pizza, Bier, Brause und ganz ohne Hemd-und-Häppchen-Feeling.

    Gemeinsam feiern wir ein Usability Testessen auf der re:publica! 

    Du hast eine Website, App, Wireframes, whatever und möchtest dein Projekt auf der re:publica testen? Melde dich an unter https://usability-testessen.org/re-publica/ und wir teilen dir eine Station zu.

    Du hast Lust, neue Produkte zu entdecken und als Testperson dabei zu sein? Komm einfach vorbei und teste spontan!

    Und so funktioniert's: Die Betreuer*innen der Teststationen bauen ab 09:30 Uhr ihre Stationen auf und bereiten ihre Versuche vor. Die Testpersonen bekommen Laufzettel mit den Stationen, an denen sie testen werden. Drei Runden lang ziehen die Testpersonen im Speeddating-Verfahren alle zwölf Minuten von Teststation zu Teststation. Zeit genug um mit der Thinking-Aloud-Methode kleine Flows und Features auf Nutzerfreundlichkeit zu testen. Getestet wird, was auf den Tisch kommt: Apps, Websites und Interfaces – aber auch Texte, Geschäftsideen und sogar Sauerkraut. Am Ende gehen alle mit einem großen Erkenntnisgewinn nach Hause.

    Gebt euren Nutzer*innen eine Stimme und macht eure Produkte besser – in einem 60-Minuten-Testessen. 

    Da wir die Anzahl von Teststationen und Testpersonen aufeinander abstimmen müssen, können nur die ersten zwanzig Personen aktiv testen. Aber allen anderen wird auch nicht langweilig: Ihr erfahrt parallel, wie ihr das Testessen in eurer Stadt selbst organisieren könnt.

    Da morgens um zehn noch nicht alle in Bier-und-Pizza-Stimmung sind, kommt für echtes Testessen-Feeling gerne mit Croissant und Kaffee. 

    max. 20 TeilnehmerInnen

     

    58 min
  • Nach Nizza und München - Anatomie eines Shit-Tsunamis
    Man gebe den Menschen ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie mühelos ein weltweites Publikum erreichen können. Ein Tool, das nicht differenziert zwischen richtig und falsch, zwischen Recht und Unrecht. Eine Plattform, die sich allein an Klicks und Shares orientiert. What could possibly go wrong?
    • Richard Gutjahr
    • Markus Kompa

    Es ist die Geschichte eines Sommers, der mein Leben und meinen Blick auf das Internet verändert hat. 

    Nach der Berichterstattung von dem LKW-Terroranschlag in Nizza sowie dem Amoklauf von München gerieten meine Familie und ich ins Visier von Verschwörungstheoretikern, Reichsbürgern und Neonazis.

    In diesem Talk werde ich versuchen, so akkurat wie möglich den Verlauf eines Shitstorms nachzuzeichnen, der nun bald ins dritte Jahr geht. 

    59 min
  • rp goes USA
    Sabela Garcia, Detlef Schwarte, Andreas Görgen und Andreas Gebhard präsentieren Euch die spannenden gemeinsamen Pläne der re:publica, des Reeperbahn Festivals und des next media accelerators in den USA – lasst Euch überraschen!
    • Sabela García Cuesta
    • Detlef Schwarte
    • Andreas Gebhard
    • Andreas Görgen

    next media accelerators: http://nma.vc 

    Reeperbahn Festival: www.reeperbahnfestival.com

    22 min
  • (Digital) Identity: The Haves and Have-Nots
    A divide is facing the world: Identity. More than a billion people lack the most basic identity papers, mainly in the global South and mainly women and children. This hinders institutions like the government, aid organization and banks to recognize or even reach these people. Among them are marginalized groups, such as asylum seekers, refugees, and migrants that because of their status and regulations like “Know Your Customer (KYC)” are effectively excluded from digital services. At the same time, parts of the private sector amass data about individuals and are able to establish a crypto identity and are, together with “libertarians”, promoting a digital paradigm for self-sovereign identity outside of State control. But, we need to recognize that any identity is made up by credentials and these credentials can and will inevitably change during the course of anyone’s life. Any appropriate solution has to consider this and at the same time prevent any powerful institutions from unfairly coercing individuals needing to be credentialed. So, how can we shape digitization in way that is inclusive and avoid it becoming an elitist process widening the gap between the haves and have-nots?
    [Partnersession]
    • Karl Steinacker
    • Valerie Khan

    The discussions in the global North are often dominated by concerns of data overload and data privacy. This debate is conveniently overlooking the fact that some people do not have an identity at all and would benefit from having access to digital services. A balanced approach has to be found that assures every individual of a recognized identity opening the doors of empowerment and digital inclusion, which gives secure access to rights and services to all. The linkages between legal and digital identity, have to be re-explored so that digital identity can be a way to obtain a legal identity for those who need it. At the same time, this should enable every actor in the ecosystem to improve efficiency and effectiveness in their relationship with each other leading to a trusted system that is maintained with equanimity from everyone. Are user-centric and even self-sovereign ID systems realistic? Can every citizen be sufficiently motivated and incentivized to engage in such a solution without prioritizing short term revenue and/or control interests, and, thus, limit or balance the power of institutions and corporations that dominate the digital sphere?

    Karl Steinacker, Team Leader for Digital Identity with the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) and Valerie Khan, independent advisor on Digital Identity advocate for digital inclusion in this talk and animate a discussion with all participants.

    58 min
  • re:claim autonomy – Digitale Freiheitsrechte in der neuen Legislatur
    Dass die neue Bundesregierung einen Schwerpunkt auf die Digitalisierung legen soll, darin sind sich die Parteien einig. Doch es geht um weit mehr als den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Hat uns die Digitalisierung wirklich zu freieren Menschen gemacht und welche Bedingungen sind an die digitale Freiheit geknüpft? Worauf kommt es aus zivilgesellschaftlicher Perspektive an? Und wie können wir in einer digitalisierten Welt Autonomie (zurück)erobern?
    [Partnersession]
    • Katarina Barley
    • Gerhart Baum
    • Constanze Kurz
    • Thomas Heilmann

    Unter dem Titel „re:claim autonomy – Selbstermächtigung in der digitalen Weltordnung" veranstaltete die Rudolf Augstein Stiftung im Jahr 2016 ein Symposium zu drängenden Fragen der Digitalisierung. Dabei ging es um die Macht digitaler Konzerne ebenso wie die Potenziale von Distributed-Ledger-Technologien und die Zukunft von Demokratien im digitalen Zeitalter.

    Das Panel knüpft an die Gedanken des Symposiums an und überträgt sie auf die digitale Agenda der neuen Bundesregierung: Wie können in den nächsten vier Jahren die Freiheitsrechte im Netz gestärkt werden? Inwiefern brauchen wir Leitlinien für den Einsatz automatisierter Entscheidungssysteme? Und wie kann angesichts umstrittener Initiativen wie dem NetzDG oder Upload-Filtern eine der Zukunft zugewandte Plattform-Politik aussehen?

    55 min

About re:publica 18 - Alle Sessions

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Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen…