
Sign up to save your podcasts
Or


In den sozialen Medien geht es oft darum, sichtbar zu werden.
Mehr Menschen zu erreichen. Mehr Aufrufe zu bekommen. Gesehen und gehört zu werden.
Und natürlich freue auch ich mich, wenn das gelingt.
Doch in den letzten Tagen beschäftigt mich noch etwas anderes:
Was möchte ich eigentlich mit dieser Aufmerksamkeit machen?
Welche Gedanken möchte ich teilen? Worauf möchte ich den Blick lenken? Welche kleinen Augenblicke möchte ich vielleicht festhalten, die sonst einfach vorüberziehen würden?
Denn vielleicht ist irgendwann gar nicht mehr nur entscheidend, wie viele Menschen zuhören.
Sondern auch, was sie bei mir finden, wenn sie es tun.
Bei meiner Buchhaltung blieb mein Blick plötzlich an ein paar Geldbeträgen hängen.
20 Euro.
10 Euro.
5 Euro.
Eigentlich nichts Besonderes. Und trotzdem begann ich mich zu fragen:
Was sind eigentlich 50 Euro?
Und was habe ich dafür getan?
Plötzlich ging es für mich nicht mehr nur um Geld. Es ging um die Zeit, die Arbeit und die Begegnungen, die hinter diesem Betrag stehen.
Und damit entstand eine Frage, die mich noch ein wenig beschäftigt:
50 Euro.
War es mir diesen Tausch eigentlich wert? 🌿
Viele Menschen beginnen mit Yoga, weil irgendwo etwas zwickt. Der Rücken ist verspannt, der Nacken fest, irgendetwas soll wieder beweglicher werden.
Und natürlich kann Yoga dabei helfen.
Aber irgendwann kam bei mir eine andere Frage dazu:
Mache ich Yoga, damit etwas verschwindet?
Oder werde ich durch Yoga neugierig darauf, warum es überhaupt da ist?
Nicht jede Verspannung muss gleich eine große Geschichte haben. Vielleicht lohnt es sich aber, erst einmal wahrzunehmen, was da eigentlich ist.
Und während ich über diesen Gedanken nachdenke, fällt mein Blick auf das erste gelbe Blatt an einer unserer Pflanzen.
Der Sommer ist noch da.
Und trotzdem beginnt irgendwo schon der Herbst. 🍂
Manchmal erleben wir Momente, die sich rational erklären lassen und sich trotzdem eigenartig anfühlen.
In dieser Folge erzähle ich von einer kleinen Alltagssituation, einem Gedanken, der plötzlich auftauchte, und einer Nachricht, die ich erst später erhielt.
Zwei Ereignisse, zwischen denen es keinen erklärbaren Zusammenhang gibt und die sich in meiner Wahrnehmung trotzdem miteinander verbunden haben.
Müssen wir für solche Momente immer eine Erklärung finden? Müssen wir entscheiden, ob etwas Zufall, Intuition oder einfach nur eine ungewöhnliche Verkettung von Ereignissen war?
Vielleicht nicht.
Vielleicht dürfen wir manches wahrnehmen, ohne es sofort einordnen zu müssen.
Ich weiß es nicht.
Manche Zufälle im Leben dürfen einfach eigenartig bleiben. 🌿
Vor Kurzem habe ich meine Tochter zum Bahnhof gebracht.
Ein Zug fuhr davon und ich schaute ihm hinterher, bis er irgendwann aus meinem Blickfeld verschwunden war. Damals entstand daraus für mich ein Gedanke über das Loslassen.
Nun waren wir am selben Bahnhof, um unsere Tochter wieder abzuholen.
Während wir warteten, fuhr ein Zug ein.
Und plötzlich kam mir die Szene bekannt vor.
Derselbe Bahnhof.
Dasselbe Gleis.
Vielleicht sogar derselbe Zug.
Nur der Moment ist ein anderer.
Damals habe ich meine Tochter zum Bahnhof gebracht.
Diesmal warten wir darauf, dass sie ankommt.
Dasselbe Gleis.
Eine andere Geschichte.
Gestern waren wir zu einer Einschulung eingeladen.
Da es eine kirchliche Schule ist, sprach während der Feierstunde natürlich auch der Pfarrer. Und in seiner Rede begegnete uns immer wieder eine Zahl:
die Drei.
Das Dreieck. Die Dreifaltigkeit. Der Dreikampf. Geschichten und Märchen.
Je länger ich zuhörte, desto mehr fiel mir auf, wie oft uns diese Zahl eigentlich begegnet.
Später zog ich mich für einen Moment ins Auto zurück. Und während ich dort saß, ging mir die Rede noch einmal durch den Kopf.
Die Drei.
In der Schule.
Im Glauben.
In Geschichten.
Und plötzlich musste ich schmunzeln.
Denn auf meinem Autokennzeichen befindet sich eine Zahl, die ich mir vor Jahren auch ganz bewusst ausgesucht habe.
333.
Eine ganz alltägliche Situation beim Einkaufen ist mir gestern im Gedächtnis geblieben.
Wir stellten eine einfache Frage, die für uns einen ganz konkreten Grund hatte.
Für unser Gegenüber schien sie dagegen vollkommen überflüssig zu sein und die Antwort fiel entsprechend genervt aus:
„Was soll diese Frage?“
Im ersten Moment war ich überrascht.
Doch je länger ich darüber nachdachte, desto spannender fand ich diesen kleinen Moment.
Denn wir kannten den Grund für unsere Frage.
Unser Gegenüber kannte ihn nicht.
Und so kann ein und dieselbe Frage plötzlich ganz unterschiedlich wirken, je nachdem, von welcher Seite man sie betrachtet.
Etwas ganz Alltägliches hat mich heute zum Schmunzeln gebracht.
Ich wollte etwas erledigen, was ich normalerweise über eine App auf meinem iPad mache und plötzlich brauchte ich dafür einen Computer.
Da wurde mir bewusst:
Ich besitze gar keinen Computer mehr.
Früher war er für mich selbstverständlich. Heute erledige ich fast alles mit Smartphone und iPad.
Das Spannende daran: Ich könnte gar nicht sagen, wann sich das verändert hat.
Es gab keinen Abschied. Keine bewusste Entscheidung.
Es ist einfach passiert.
Stück für Stück.
Und etwas, das einmal ganz selbstverständlich zu meinem Leben gehört hat, ist irgendwann fast verschwunden.
Was passiert eigentlich, wenn wir unseren eigenen Weg gefunden haben und plötzlich jemand auftaucht, der alles ganz anders macht?
Neuer. Moderner. Vielleicht sogar besser.
Schauen wir neugierig hin und fragen uns, was wir davon lernen können?
Oder beginnen wir plötzlich, an dem zu zweifeln, was uns selbst bisher getragen hat?
In dieser Folge spiele ich mit dem Bild eines Schwimmers, der ganz oben angekommen ist und trotzdem ins Zweifeln gerät, als jemand mit einem völlig neuen Stil auftaucht.
Vielleicht müssen wir nicht alles Neue übernehmen, um uns weiterzuentwickeln.
Vielleicht dürfen unterschiedliche Wege auch einfach nebeneinander bestehen.
Und am Ende bleibt für mich eine Frage:
Muss ich deshalb anfangen, wie er zu schwimmen? 🌊
Ein Gespräch mit einer lieben Kollegin hat mich über etwas nachdenken lassen.
Ihre Tochter möchte nach der Ausbildung gemeinsam mit ihrem Freund für ein halbes Jahr nach Thailand. Einfach ausprobieren, dort auf eigenen Beinen zu stehen und schauen, was passiert.
Und plötzlich musste ich an meinen eigenen Weg denken.
Für mich war damals schon der Schritt aus meiner kleinen Stadt nach Dresden riesig.
Circa 70 Kilometer.
Für mich war das weit.
Heute scheint die Welt manchmal kleiner geworden zu sein. Oder sind vielleicht einfach unsere Möglichkeiten größer geworden?
Vielleicht empfindet aber auch jeder Mensch Entfernung ganz anders.
Eine kleine Begegnung, eine Erinnerung an meinen eigenen Weg und eine Frage, die ich diesmal ganz bewusst nicht beantworten möchte:
Wie weit ist eigentlich weit? 🌿
From the publisher's feed