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In meinen Yogastunden gibt es zwischen den Yoga-Flows ganz bewusst ein paar Minuten, in denen wir scheinbar fast nichts tun.
Wir kommen auf den Boden. Der Körper wird still. Und wir atmen.
Gedanken kommen. Die Aufmerksamkeit wandert. Und sobald wir es bemerken, kehren wir wieder zurück.
Einatmen. Ausatmen. Zurückkommen.
Spannend finde ich, dass sich auch die Wissenschaft mit solchen Formen der Atemachtsamkeit und ihren möglichen Auswirkungen auf unsere Aufmerksamkeit beschäftigt.
Für mich begegnen sich hier zwei Welten. Das, was wir auf der Matte erfahren und das, was wissenschaftlich untersucht wird.
Denn vielleicht sind diese stillen Minuten viel mehr als nur eine Pause zwischen zwei Yoga-Flows.
Wir üben wahrzunehmen.
Wir üben loszulassen.
Und wir üben, unsere Aufmerksamkeit wieder bewusst auszurichten.
Das Zurückkommen ist nicht das Scheitern der Übung. Das Zurückkommen ist die Übung.
Einatmen. Ausatmen. Zurück zum Atem. 🌿
Heute sitze ich vor einer Trauerkarte.
Während ich nach Worten für die Angehörigen suche, merke ich, wie schwer es manchmal ist, überhaupt zu benennen, was beim Abschied eines Menschen in einem selbst hochkommt.
Ist es Trauer?
Oder können da gleichzeitig ganz unterschiedliche Gefühle sein?
Traurigkeit und Erleichterung.
Vermissen und Dankbarkeit.
Der Wunsch festzuhalten und gleichzeitig das Gefühl, dass Loslassen vielleicht das Friedlichste sein kann.
Durch meinen Beruf bin ich dem Tod schon oft begegnet. Und vielleicht lässt mich auch der Weg, den ich für mich gefunden habe, etwas anders auf das Sterben schauen.
Vielleicht müssen wir Trauer gar nicht in ein einziges Gefühl pressen.
Für den Menschen, der geht, kann Loslassen Frieden bedeuten.
Und für den Menschen, der bleibt, beginnt vielleicht genau dort das Vermissen.
Vielleicht darf beides gleichzeitig da sein. 🌿
Eigentlich wollte ich heute Pilze sammeln gehen. Nach dem Regen der letzten Tage hatte ich mich schon richtig darauf gefreut.
Und dann?
Eine Regenfront nach der anderen. 😄
Dabei ist es genau dieser Regen, über den ich mich beim Pilzesammeln eigentlich freue.
Nur eben nicht heute.
Heute stört er meinen Plan. Morgen lässt vielleicht genau dieser Regen im Wald etwas wachsen, worüber ich mich freue.
Und plötzlich steckt in einem verregneten Tag ein kleiner Gedanke über unsere Wahrnehmung:
Wie oft beurteilen wir etwas danach, ob es gerade zu unseren Plänen und Erwartungen passt?
Denn der Regen bleibt Regen.
Manchmal verändert sich nicht das, was geschieht, sondern nur der Blick, mit dem wir darauf schauen. 🌧️🍄🟫🌿
Heute Morgen sitze ich entspannt auf meinem Sofa.
Charlie liegt da. Draußen geht langsam die Sonne auf und taucht alles in dieses warme, goldene Licht.
Eigentlich passiert gerade überhaupt nichts.
Der Tag mit Yoga, Arbeit und Terminen liegt noch vor mir. Der Kalender ist noch geschlossen. Ich muss noch nirgendwohin und keinen Gedanken festhalten oder zu Ende denken.
Ich kann einfach dasitzen und schauen.
Auf Charlie.
Auf das goldene Licht.
Auf einen neuen Tag, der gerade erst beginnt.
Und dabei merke ich:
Es braucht manchmal erstaunlich wenig, damit für einen Moment genau alles richtig ist.
Das Sofa.
Charlie.
Das Licht.
Und ich. 🌿
Eine neue Woche beginnt.
Und heute ist mir etwas begegnet, das mich zum Schmunzeln gebracht hat:
„Schatz, ich habe kalte Füße.“
„Ich habe einen schönen warmen Rücken.“
Na ja … dann hast du eben kalte Füße am warmen Rücken. 😄
Bei all dem, was gerade um uns herum passiert und manchmal alles andere als lustig ist, dürfen wir uns unseren Humor nicht nehmen lassen.
Und vielleicht auch nicht diese wunderbare, pragmatische Einfachheit, mit der manche Dinge plötzlich gar nicht mehr so kompliziert sind.
In diesem Sinne:
Kommt schön kuschelig in die neue Woche. 😄🌿
Heute im Wald bin ich an einem alten Stamm vorbeigekommen.
Gezeichnet von dem, was schon war und gleichzeitig die Grundlage für etwas Neues.
Ein Pilz wächst darauf. Direkt daneben ein neuer Trieb.
Dieser kleine Moment hat mich an uns Menschen denken lassen.
Denn auch unser Leben beginnt nicht bei null. Wir wachsen in eine Geschichte hinein. Wo wir geboren werden, wie wir aufwachsen, welche Menschen uns begleiten und welche Erfahrungen wir machen. All das prägt uns und gehört zu unserer Geschichte.
Doch wie sehr bestimmt diese Geschichte eigentlich, wer wir werden?
Unsere Vergangenheit ist da. Sie gehört zu uns. Und trotzdem erzählt sie noch nicht die ganze Geschichte dessen, was aus uns werden kann. 🌿
Eine Geschichte, von der mir erzählt wurde, beschäftigt mich noch immer.
Junge Menschen haben gemeinsam einem anderen Menschen schwere Gewalt angetan.
Ich möchte der Tat selbst gar nicht mehr Raum geben als nötig. Mich beschäftigt vielmehr, was dabei offenbar verloren gehen kann:
das Mitgefühl für einen anderen Menschen.
Gleichzeitig kenne ich junge Menschen derselben Generation, die sich mit Frieden, Verantwortung und der Frage beschäftigen, wie wir weniger Leid verursachen und miteinander leben wollen.
Dieselbe Generation. Dieselbe Welt.
Und doch könnten die Antworten kaum unterschiedlicher sein.
In dieser Folge suche ich nicht nach einer Einteilung in Gut und Böse.
Mich beschäftigt eine andere Frage:
Was lässt Mitgefühl in einem Menschen wachsen und was kann geschehen, dass es irgendwann verstummt? 🌿
Gestern war ich im Wald, Pilze sammeln. 🍄🟫🍁🍄🟫
Den Blick fast die ganze Zeit nach unten gerichtet, immer auf der Suche nach dem nächsten Pilz.
Bis sich der Wald plötzlich öffnete.
Eine kleine Lichtung am Berg. Der Blick ging hinaus in die Ferne. Und für einen kurzen Moment war die Suche einfach nicht mehr wichtig.
Ich stand nur da und schaute.
Dabei ist mir aufgefallen, wie schnell wir manchmal so sehr mit dem Suchen beschäftigt sind, dass wir kaum noch wahrnehmen, was längst um uns herum da ist.
Eine kleine Begegnung mit dem Wald und mit einem Moment, in dem es vollkommen gereicht hat, einfach aufzuschauen. 🌿
Eine Frau stellt in einem Barbershop eine einfache Frage. Der Mann antwortet freundlich, kurz und knapp.
Doch seine Antwort gefällt ihr nicht.
Und plötzlich steht ein schweres Wort im Raum:
„Rassist!“
Diese kleine Szene hat bei mir Fragen hinterlassen. Was macht es eigentlich mit einem Menschen, wenn ihm völlig unerwartet so ein Urteil entgegengeworfen wird? Und wie gehen wir damit um, wenn wir als Außenstehende danebenstehen und es mitbekommen?
Mischen wir uns ein? Bleiben wir still? Oder geht es uns nichts an?
Eine Begegnung über Worte, Urteile und die Frage:
Wie gehen wir miteinander um, wenn aus einer Antwort, die uns nicht gefällt, plötzlich ein Urteil über den Menschen wird? 🌿
Manchmal machen wir Pläne und gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass unser Körper einfach mitmacht.
Und dann sagt er plötzlich: Heute nicht.
Letzte Woche wurde es bei mir still. Arbeit, Yogakurse und unsere geplante Reise mussten ausfallen. In dieser Zeit ist mir ein Gedanke begegnet:
„Vielleicht will dir dein Körper gerade Zeit schenken.“
Doch wofür?
Vielleicht brauche ich darauf gar keine große Antwort. Vielleicht durfte die Pause einfach eine Pause sein.
Jetzt beginnt eine neue Woche und ich freue mich darauf, wieder mit meinen Yogis auf der Matte zu stehen.
Nicht, weil ich inzwischen weiß, wofür diese Pause da war.
Sondern weil ich gerade spüre, wie schön es ist, wieder anfangen zu können. 🌿
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