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Julia Krogmann wächst in einer Familie auf, in der über Geld gesprochen wird. Finanzielle Unabhängigkeit von Frauen gehört dort zur Erziehung, das Wissen über verschiedene Assetklassen ebenso. Als das Familienunternehmen verkauft wird und Liquidität frei ist, sucht sie eine Anlageform, die Innovation fördert, und landet bei Startups. Mit ihrer Schwester gründet sie SistaAct und investiert in impact-getriebene Unternehmen, in denen mindestens eine Gründerin im Team sitzt. Female Future Spezial: Sarah Kübler und Oliver Kemmann im Gespräch mit Julia Krogmann, Investorin und Mitgründerin von SistaAct.
94 Prozent des Venture-Kapitals gingen 2025 an rein männliche Gründungsteams, 1 Prozent an rein weibliche. Julia nennt die Zahl sachlich und erklärt den Mechanismus dahinter. Funding follows trust, und Vertrauen entsteht in Netzwerken, die über Jahrzehnte männlich gewachsen sind. Dazu kommt der Similarity Bias, die Neigung, in Menschen zu investieren, die einem selbst ähneln. Der Gründerinnenanteil liegt bei 19 bis 20 Prozent, der Anteil von Investorinnen bei 12 bis 15. Deutschland lässt damit unternehmerisches Potenzial liegen, das es gut gebrauchen könnte.
Im Gespräch geht es um die Frage, warum Studentinnen später ans Gründen denken als ihre Kommilitonen und wie stark die bekannten Finanzierungszahlen darauf zurückwirken. Um Business Angels, die drei Viertel aller Erstinvestments stemmen und damit vor den VCs entscheiden, welche Ideen überhaupt auf den Markt kommen. Um das, was Investorinnen in einem Pitch sehen wollen, eine tragfähige Vision, ein komplementäres Team, Resilienz und die Bereitschaft zum Pivot. Und um Gründerinnen, von denen 80 Prozent Mütter sind und die sich heute noch anhören, sie vernachlässigten ihr Kind.
Am Ende beschreibt Julia ihr Bild der Zukunft. Eine Startup-Szene, in der die Frage nach weiblich oder männlich keine Rolle mehr spielt, weil das ganze Potenzial des Landes im Spiel ist.
Über das Rocketfuel Female Future Spezial
Rocketfuel ist der Podcast für Transformation und Change, für alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Female Future ist eine Sonderserie, in der Sarah Kübler als Co-Moderatorin Gäste mitbringt, die zeigen, wie Frauen digitale Themen, Führung und Zukunft gestalten.
Die Spacewalk Talks, die Zukunftskonferenz in Mainz, finden am 28. Oktober statt. Tickets unter https://www.spacewalktalks.de.
Wenn dir diese Episode gefallen hat, teile sie gerne weiter.
Links
Sarah Kübler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sarah-kübler-hitchon
Netzwerke und Plattformen aus dem Gespräch
encourage ventures, das Investor:innen-Netzwerk für Gründer:innen: https://encourage-ventures.com/
Change wird meist von oben entschieden – und trifft die Mitarbeitenden mit voller Wucht. Für Führungskräfte gibt es Regale voller Ratgeber, für die Betroffenen so gut wie nichts. Genau diese Lücke füllt Jörg Leupold mit seinem Buch „Don't Panic!", einem Reiseführer durch das Change-Chaos. Im Gespräch mit Oliver Kemmann erzählt er, wie aus Theaterwissenschaft, Hypnocoaching und einem großen Mobilitäts-Transformationsprojekt ein sehr persönliches Arbeitsbuch wurde und warum jeder seine eigene Heldenreise braucht.
Jörg Leupold studierte Theater- und Filmwissenschaft, Psychologie und Philosophie und arbeitete zunächst mit interaktiver Medienkunst und Social Media. Über die systemische Organisationsentwicklung fand er zum Change Management – geprägt auch durch das Bücherregal seines Vaters (Sozialpädagoge und Supervisor). Er ist systemischer Coach, Hypnocoach und LEGO® Serious Play® Facilitator, begleitete u. a. ein großes Mobilitäts-Transformationsprojekt und baute während Corona eine wachsende Community rund um mentale Ressourcen und Imaginationsreisen auf.
Website: https://joergleupold.coach/
##Das Buch
Jörg Leupold – „Don't Panic! Dein Reiseführer durch die Transformation"
Buch bestellen: https://www.amazon.de/dp/3800678675
Zusatzmaterial (Canvas zum „Aufbrechen" und Losgehen sowie eingesprochene Imaginationsreisen) auf der Autoren-Website: https://joergleupold.coach/
##Buchtipps aus der Folge
„Ich bin o.k. – Du bist o.k." (Thomas A. Harris, Transaktionsanalyse) – https://www.rowohlt.de/buch/thomas-a-harris-ich-bin-ok-du-bist-ok-9783499613517
Erkennst du dich wieder? Sprich mit deinem Team, deinen Verbündeten und Gefährten und mach dich auf deine eigene Heldenreise. Wenn dir die Folge gefällt: Daumen hoch, weiterempfehlen und den Podcast-Link teilen.
In diesem Sinne: Don't Panic – alles wird gut.
"The future does not belong to the perfect, it belongs to the learning." Mit diesem Satz von Raphael Gielgen geht es einmal quer durch die Intelligence Economy, von der Ukraine über Singapur bis zu den zehn Ökosystemen, mit denen China die nächsten 25 Jahre plant. Bitte anschnallen! Podcast Host Oliver Kemmann hat gemeinsam mit Raphael Gielgen, Trendscout bei Vitra & Stammgast bei ROCKETFUEL, den Gründer von TRENDONE, Nils Müller, eingeladen. Zum ersten Mal sitzen die drei gemeinsam am Tisch, und das Tempo, in dem sie durch die großen Themen fräsen, ist atemberaubend.
Raphaels aktuelles Thema: Zwei Logiken von Organisationen prallen aufeinander. Die eine kennt jeder, auf sie wurden Generationen konditioniert. Die andere ist KI-basiert und folgt völlig eigenen Gesetzen. Nils ordnet das ökonomisch ein. Nach Landwirtschaft, Industrie und Wissensgesellschaft wechselt gerade das wirtschaftliche Betriebssystem zum vierten Mal. Willkommen in der Intelligence Economy, in der sich Werte, Wertschöpfungsketten, Prozesse und die Rolle von Talenten neu sortieren.
Wie konkret das wird, zeigt das Beispiel Ukraine. Ein Land teilt seine Datensätze, Rüstungskonzerne greifen darauf zu, und aus dezentralen, lernenden Strukturen entsteht über Nacht eine neue Logik der Kriegsführung. Nils verbindet das mit der Proto-Reality: Menschen, Daten, Algorithmen und physische KI verweben sich zu einer permanenten Simulation. Singapur lebt das mit seinem digitalen Zwilling bereits vor, jeder neue Stadtteil, jede Überschwemmung, jeder Cyberangriff durchgespielt, bevor der erste Stein liegt.
Für Führung heißt das ein neues Spiel. Strategie war früher Bowling, alle paar Jahre eine Kugel. Heute ist sie Jonglieren, sieben Bälle in der Luft, und trotzdem den richtigen Speedspot für den Markteintritt treffen. Nils nennt die Kernfähigkeit Ambiguitätstoleranz, das Aushalten widersprüchlicher Zustände, wie eine Katze, die gleichzeitig tot und lebendig ist. Dazu kognitive Souveränität. Wer im Management nur der KI hinterherläuft, macht sich austauschbar. Im Zeitalter der KI wird das Menschliche zum Vorsprung.
Zum Schluss wird es groß. China hat zehn strategische Ökosysteme bis 2049 definiert, von General Purpose Robotics bis Computational Materials. Nils erklärt, wie Maschinen künftig Turbinen, Medikamente und Werkstoffe generieren, die aussehen, als hätte sie kein Mensch gebaut. Die Maschine, die die nächste Maschine baut. Seine drei Gold Nuggets zum Mitnehmen: anticipate, understand, transfer. Und ein Ausblick, der Europa gehört: vertrauenswürdige, sichere, ethisch gebaute Systeme, getragen von tausenden Hidden Champions.
Über Rocketfuel
Rocketfuel ist der Podcast von Oliver Kemmann https://www.linkedin.com/in/oliver-kemmann/ über Transformation, Change und den verrückten Zukunftsscheiß, der Organisationen in Bewegung bringt. https://www.rocketfuel-podcast.de
Nils Müller schenkt allen Hörerinnen und Hörern einen Monat Zugang zum Trend Manager, seiner weltweiten Trenddatenbank mit hunderten neuen Signalen pro Tag. Verlinkt euch einfach mit Nils auf LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/nilstrendone/)) und schreibt ihm "Trendmanager" als DM.
Und schreibt Raphael Gielgen https://www.linkedin.com/in/raphael-gielgen-93b3386b/ an, um in seine WhatsApp Commnity "Hello Rapha" aufgenommen zu werden.
Am 28. Oktober 2026 finden die Spacewalk Talks statt, die Zukunftskonferenz auf dem in.betrieb Campus in Nieder-Olm. Tickets und Programm gibt es unter https://www.spacewalktalks.de . Wer diese Folge mag, teilt sie mit Menschen, die vom Blick nach vorn profitieren.
Lena Nießen hat 2020 New Base gegründet, eines der bekanntesten Creator-Managements in Deutschland, mit Namen wie Papaplatte und Tomatolix im Portfolio. Stars wie Joko & Claas arbeiten mit ihren Creators zusammen. Seit der Gründung hat noch kein Creator das Management verlassen. In dieser Folge vom ROCKETFUEL Spezial "Female Future" sprechen Sarah Kübler und Oliver Kemmann mit ihr darüber, wie aus YouTube-Anfängen ein Markt von 250 Milliarden US-Dollar wurde, warum Reichweite allein nichts wert ist und weshalb ein KI-Klon eine Personenmarke schneller zerstört als jeder Shitstorm.
Von außen werden täglich die Gesichter und Stimmen ihrer Creator gefälscht, für Glücksspielwerbung, die niemand autorisiert hat. Von innen lehnt Lena Nießen genau diese Abkürzung konsequent ab, obwohl sie die Rechte hätte und es bequem wäre. Genau an dieser Reibung wird sichtbar, worum es in der Creator Economy wirklich geht.
Was dich in dieser Folge erwartet:
Wie Creator wirklich Geld verdienen, von UGC über Integrationen bis zur eigenen Marke im Supermarktregal. Warum Lena keine klassische Akquise betreibt und das Bauchgefühl bei ihr über jede Followerzahl geht. Wie sich klassische Medien und Creator-Welt aneinander annähern, von Funk-Formaten über Joko und Klaas bis zu Eltons eigenem Twitch-Kanal.
Warum Glaubwürdigkeit und Bindung die eigentliche Währung sind, nicht die nackte Masse. Wann ein eigenes Produkt Sinn ergibt und wann der zehnte Eistee einfach nur ein Eistee bleibt. Wie ein Creator-Arbeitstag aussieht, inklusive der Jahre, in denen Papaplatte sieben Tage die Woche fünfzehn Stunden plus gearbeitet hat. Wo KI im Schnitt hilft und wo sie an der menschlichen Note scheitert.
Und warum ein Social-Media-Verbot für unter Sechzehnjährige für Lena die falsche Antwort ist, während Medienkompetenz die richtige wäre, in jedem Alter.
Dazu ein Thema, das uns besonders am Herzen liegt: Lena engagiert sich im Verein GAME:IN für mehr Sichtbarkeit von FLINTA-Personen im Gaming. Die SpeakerInnen-Datenbank des Vereins nimmt jedem Event die Ausrede, man habe halt niemanden gefunden. Kostenlos, einfach melden, und die Besetzungslücke ist Geschichte.
Über unseren Gast:
Lena Nießen, Gründerin und Geschäftsführerin von New Base. Seit über zwölf Jahren im Creator-Marketing, davon viele im Gaming-Bereich. Engagiert im Verein GAME:IN und Mitgründerin des gemeinsamen Beratungsprojekts mit der Kollegen-Agentur OneUp.
Wenn dir die Folge gefallen hat, lass uns fünf Sterne da, wo du Rocketfuel hörst, und teile sie mit jemandem, der die Creator Economy noch für eine Nische hält.
Lena Nießen und ihre Agentur
newbase Management: https://www.newbase.de
Lena Nießen auf LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/lena-nießen
Female Future im Gaming
Die SpeakerInnen-Datenbank von GAME:IN (kostenlos für Events): https://gamein.fyi/blog/speakerinnen-datenbank/
MAKE2MATTER (Joint Venture von newbase und 1UP Management): https://www.gameswirtschaft.de/marketing-pr/make2matter-1up-newbase-140525/
Erwähnte Creator und Produkte
CrispyRob bei newbase: https://www.newbase.de/portfolio/CrispyRob
ROB's (die Chips-Marke): https://www.robs-originals.com
KI soll uns Arbeit abnehmen. Doch Sven Wiesner arbeitet seitdem so viel wie nie und merkt es vor allem an seiner Erschöpfung am Montagmorgen. Aus dieser Beobachtung zieht er eine Prognose, die kaum jemand von einem Technologie-Menschen erwartet.
Eine VR-Brille kaufst du dir einmal und lässt sie dann in der Ecke verstauben. KI läuft auf jedem Smartphone, ohne Anleitung, ohne Hürde. Für Sven ist sie die erste Technologie, vor der niemand mehr eine Schwelle überwinden muss.
In dieser Episode spricht unser Host Oliver Kemmann mit Sven Wiesner, Gründer von Neon Gold Innovations in Hamburg, über das Erschöpfungs-Paradox der Produktivität, über Delegieren als die eigentliche neue Kompetenz und über die Frage, was wertvoller wird, je besser die KI wird.
Von der Esso-Tankstelle ins Social Web
Svens Weg beginnt auf einem Dorf an der Waterkant zwischen Bremen und Bremerhaven. Seine einzige Verbindung zur Welt da draußen liegt unter dem Tresen einer Tankstelle, wo der Besitzer ihm Videogame- und Werbemagazine bestellt. Dann kommt das 56k-Modem, dann der eigene Blog, dann der erste Job im Online-Marketing in Hamburg. Aus dem Drumherum wird die Agentur Bebop Media, vierzig Leute im Schanzenviertel, mitten im Social-Media-Boom. Der Verkauf an das Havas-Netzwerk bringt ihm zwei lehrreiche Jahre und die Erkenntnis, dass er kein Netzwerk-Typ ist. Mit Neon Gold Innovations gründet er neu, diesmal als Kollektiv, das er je nach Projekt aus seinem Netzwerk zusammenstellt.
Warum KI keine Eintrittsbarriere kennt
Sven gibt offen zu, dass er KI zu lange unterschätzt hat. Erst als Menschen auf ihn zukamen, von denen er es nicht erwartet hätte, sieht er den Unterschied zu allem davor. Die eigentliche Lernkurve liegt für ihn nicht im Bedienen der Tools, sondern im Delegieren. Wer morgens in den Arbeitstag startet, fragt sich bei jedem Teilschritt, ob die eigene Zeit dafür der richtige Ort ist oder ob die KI ihn übernehmen kann. Sven beschreibt seinen Schreibtisch als Kommandozentrale mit drei Bildschirmen, links und rechts laufen die Agenten, an die er Aufgaben übergibt. Das Ergebnis überrascht ihn selbst. Die freigewordene Zeit füllt sich sofort wieder, die Produktivität steigt, und am Wochenende starrt er bewusst Bäume an, um wieder herunterzukommen.
Kein FOMO, kein Drama
Sein Rat an Unternehmen klingt ungewohnt entspannt. Keine Panik, kein Gefühl, zu spät zu sein. Auf LinkedIn drehen alle das große KI-Rad, in der Realität sieht Sven eine Westernstadt-Kulisse, vorne schick, hinten mit Holzbalken abgestützt. Neunzig Prozent der Unternehmen, mit denen er spricht, ringen noch mit der Einführung und holen gerade die strategischen Hausaufgaben nach. Für ihn ist das der größte kulturelle Change-Prozess seit der Einführung des Computers. Und am Ende landet er beim Menschen. Je mehr synthetische Stimmen und perfekte Bilder zur Normalität werden, desto wertvoller wird das Unperfekte. Der echte Ort, das echte Gespräch, der Mensch, der sich verhaspelt.
Über Rocketfuel
Rocketfuel ist der Podcast über Transformation, Change und das, was Organisationen und Gesellschaft in Bewegung bringt. Wenn dich Svens Arbeit interessiert, schau dir Neon Gold Innovations an oder schreib ihm auf LinkedIn.
Und merk dir den 28. Oktober vor. An diesem Tag finden die Spacewalk Talks statt, unsere Zukunftskonferenz zu Transformation und Wandel. https://www.spacewalktalks.de
Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, teile sie, am besten mit jemandem, der gerade KI in seine Organisation bringt.
Links aus dem Podcast
Neon Gold Innovations: https://www.neon-gold-innovations.de/
Langdock: https://langdock.com
Female-Future Spezial: Podcast Hosts Sarah Kübler & Oliver Kemmann im Gespräch mit Maxi Droste, Head of Publishing ARD und stellvertretende Head of Content ARD Mediathek. Maxi Droste hat Publizistik, Psychologie und Theaterwissenschaft in Mainz studiert, ihr Volontariat beim SWR gemacht und danach klassischen Fernsehjournalismus gelernt: vor der Kamera, hinter der Kamera, Wahlsendungen, Nachrichten. Irgendwann kam die Chance, eine Digital-Unit beim SWR aufzubauen. Sie hat ja gesagt. Daraus wurde SWR Heimat auf Instagram, daraus wurde die ARD Mediathek, daraus wurde ihr heutiger Job.
Maxi steuert das Inhalte-Portfolio der ARD Mediathek: welche Stoffe entwickelt werden, für welche Zielgruppen, wie sie auf der eigenen Plattform und auf Drittplattformen ausgespielt werden. Der Fokus liegt auf unter 50-Jährigen, auf regionalem Erzählen für ein nationales Publikum und auf der Frage, wie öffentlich-rechtliche Inhalte dahin kommen, wo die Menschen sich tatsächlich aufhalten.
Im Gespräch geht es um den Kipppunkt 2030, ab dem mehr Menschen Inhalte digital nutzen als linear. Darum, was Vertical Drama ist und warum Sarah bereits hoffnungslos darin versunken ist. Darum, wo KI in der Produktion möglich ist und wo die Grenze des öffentlich-rechtlichen Auftrags liegt. Und darum, was Produzenten heute mitdenken müssen, wenn sie einen Stoff einreichen.
Zum Schluss der Satz, der bleibt: "Ich bin hier gerade die einzige Frau. Es ist 2026, das befremdet mich so." Keine Forderung, keine Analyse. Nur eine Beobachtung, die für sich steht.
Über das Rocketfuel Female Future Spezial
Rocketfuel ist der Podcast für Transformation und Change, für alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Female Future ist eine Sonderserie, bei der Sarah Kübler als Co-Moderatorin Gäste mitbringt, die zeigen, wie Frauen digitale Themen, Führung und Zukunft gestalten.
Die Spacewalk Talks, die Zukunftskonferenz in Mainz, finden am 28. Oktober 2026 statt. Tickets unter https://www.spacewalktalks.de.
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Maxi Droste auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/maxi-droste-51b0aa18a
Sarah Kübler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sarahkuebler/
Oliver Kemmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/oliver-kemmann
Rocketfuel Podcast: https://www.rocketfuel-podcast.de
Literary Queens übersetzt, lektoriert und vermarktet Bücher für internationale Self-Publisher, ohne Revenue Share, deutlich günstiger als klassische Verlage, alles aus einer Hand. In vier Jahren sind daraus über 70 Mitarbeitende geworden.
Dann kam KI. Amerikanische Kunden bezahlten plötzlich nicht mehr, weil ChatGPT für 20 Dollar eine Übersetzung liefert. Janinas Antwort: "Wir verdienen lieber nicht als mit den falschen Dingen Geld." Literary Queens bleibt sauber und rein menschlich. Für den Teil des Markts, der KI-assistierte Übersetzungen will, gibt es eine komplett getrennte Firma unter anderem Namen. Literary Queens steht nicht drauf.
Gleichzeitig flutet KI-Slop den Buchmarkt. Amazon selbst rollt Kindle Translate aus und übersetzt Bücher automatisch. Leser kündigen ihre Kindle-Unlimited-Mitgliedschaft, weil die Qualität sinkt. Und dann ist da noch die andere Seite: Rachel Renner, Self-Publisherin mit TikTok-Community, hat auf Kickstarter in unter zehn Minuten 240.000 Dollar für ihr Buch eingesammelt. Inkt ist das erste Buch, das Literary Queens als eigener Verlag herausgebracht hat.
Female-Future Hosts Sarah Kübler & Oliver Kemmann sprechen mit Janina Heuer, Gründerin von Literary Queens über die Zukunft des Selfpublishings.
Über das Rocketfuel Female Future Spezial
Rocketfuel ist der Podcast für Transformation und Change, für alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Female Future ist eine Sonderserie, bei der Sarah Kübler als Co-Moderatorin Gäste mitbringt, die zeigen, wie Frauen digitale Themen, Führung und Zukunft gestalten.
Mehr Zukunft gibt es bei den Spacewalk Talks, die Zukunftskonferenz in Mainz, finden am 28. Oktober statt. Tickets unter https://www.spacewalktalks.de.
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Janina Heuer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/yanina-heuer/
Rocketfuel Podcast: https://www.rocketfuel-podcast.de
Yvette Gerner hat über zwanzig Jahre beim ZDF gearbeitet, den klassischen Weg durch den Journalismus genommen und irgendwann gemerkt, dass ihre eigentliche Kompetenz im Management liegt. Heute führt sie Radio Bremen, als erste Frau an der Spitze des Senders. Female-Future Spezial: Podcast Hosts Sarah Kübler & Oliver Kemmann im Gespräch mit Yvette Gerner, Intendantin von Radio Bremen.
Radio Bremen erreicht fast die gesamte Region jeden Monat, hat kurze Wege und produziert ständig neue Formate, gerade entsteht mit "Young Leads" die erste eigene K-Pop-Serie für TikTok. Trotzdem liegt die schwerste Disziplin im Haus an einer überraschenden Stelle. Das Erfinden des Nächsten gelingt leicht. Schwer wird das Beenden von Dingen, die noch funktionieren und beim Publikum beliebt sind. Yvette Gerner nennt das die Kultur des Weglassens. Wer immer nur mit der starken Hand spielt und nie loslässt, verliert die Zeit fürs Neue.
Führung versteht sie partizipativ, über kurze Wege und gemeinsame Entscheidungen. Wichtiger als klassische Führungsthemen ist für sie die Betriebskultur. Wie ernst sie es mit Haltung meint, zeigt eine Entscheidung, die in der Debatte über den Rundfunk hängenbleibt. Yvette Gerner hat freiwillig auf eine Gehaltserhöhung verzichtet und ihr Ruhegeld gestrichen, weil sie sich morgens im Spiegel anschauen können will.
Zum Schluss die großen Linien. Wie öffentlich-rechtlicher Rundfunk vor Ort Demokratie stärkt, wo KI die Produktion verändert und wo der Mensch im Prozess bleibt. Ihr eigener Maßstab für Erfolg klingt einfach: Wenn sie irgendwann geht, sagen die Leute hoffentlich, schade, dass sie geht. Für Frauen und Männer, die den nächsten Schritt gehen wollen, ist sie offen fürs Mentoring.
Über das Rocketfuel Female Future Spezial
Rocketfuel ist der Podcast für Transformation und Change, für alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Female Future ist eine Sonderserie, bei der Sarah Kübler als Co-Moderatorin Gäste mitbringt, die zeigen, wie Frauen digitale Themen, Führung und Zukunft gestalten.
Die Spacewalk Talks, die Zukunftskonferenz in Mainz, finden am 28. Oktober statt. Tickets unter https://www.spacewalktalks.de.
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Michelle hat Kunstgeschichte und skandinavische Literaturwissenschaft studiert und wollte Museumsdirektorin werden. Heute verantwortet sie bei Danone den weltweiten Direct-to-Consumer-Bereich. An die Rolle kam sie, weil während Corona die Regale für Babynahrung leerstanden und jemand kurzfristig einen direkten Verkaufskanal aufbauen sollte. Sie war neu, wurde gefragt, sagte ja. Aus dem halben Jahr wurde global. Female-Future Spezial: Podcast Hosts Sarah Kübler & Oliver Kemmann im Gespräch mit Michelle van der Veen, Global D2C Lead bei Danone.
D2C ist für Danone mehr als ein Online-Shop. Das klassische Geschäft läuft über den Handel, Paletten zu Edeka, Rewe, DM. D2C funktioniert anders. Bei Babynahrung entsteht eine andere Art von Beziehung, Stillberaterinnen und Kinderkrankenschwestern erreichbar über WhatsApp und Live-Sessions. Der Wert liegt weniger im Umsatz und mehr in der Nähe, im Rückkanal zu den Menschen, die die Produkte wirklich nutzen.
Im Gespräch geht es dann um den Shift, der gerade läuft. Konsumentinnen fragen ChatGPT, was sie kaufen sollen. Google beantwortet Suchanfragen direkt. Wer ohne strukturierte Produktdaten und saubere Online-Präsenz unterwegs ist, wird in dieser Welt nicht mehr gefunden. Agentic Commerce als nächster Schritt bleibt in Europa vorerst gebremst, weil die doppelte Authentifizierung beim Bezahlen eigenständiges Agenten-Shopping verhindert. Die letzten zwei Klicks im Checkout machen wir hier noch selbst.
Zum Schluss eine Führungsfrage. KI übernimmt Aufgaben, also entsteht Zeit. Michelle sagt, die eigentliche Frage sei nicht, wie man widerstrebende Mitarbeitende überzeugt, sondern was ein Team mit der gewonnenen Zeit anfängt. Wer das nicht gemeinsam klärt, füllt das Vakuum automatisch mit mehr Aufgaben.
Über das Rocketfuel Female Future Spezial
Rocketfuel ist der Podcast für Transformation und Change, für alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Female Future ist eine Sonderserie, bei der Sarah Kübler als Co-Moderatorin Gäste mitbringt, die zeigen, wie Frauen digitale Themen, Führung und Zukunft gestalten.
Die Spacewalk Talks, die Zukunftskonferenz in Mainz, finden am 28. Oktober statt. Early-Bird-Tickets gibt es noch bis Ende Mai 2026 unter https://www.spacewalktalks.de.
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Sarah Kübler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sarahkuebler/
Female Future: Warum wir Rocketfuel zehn Folgen lang kapern
Eine Spezialserie. Zehn Folgen. Zehn Frauen, die über Zukunft sprechen, über Wirtschaft, Führung und darüber, was sich endlich ändern muss. Anlass war ein OMR-Podcast zum Jahresauftakt: 35 Zukunftsthesen, 33 davon von Männern, zwei von Frauen, beide prominent. Sarah Kübler, Gründerin der Social-Media-Agentur Hitchon und der Investment-Plattform Next Gen Innovators, hat sich darüber geärgert, wo bleibt die weibliche Sicht auf die Dinge, daraus hat sie einen LinkedIn-Post gemacht, Oli hat den gelesen und ist draufgesprungen, warum den fehlenden Perspektiven nicht eine Bühne bieten und eine Rocketfuel Spezialserie machen. So entstand "Female Future", das ist Episode 0.
Sarahs LinkedIn-Post wurde eine Welle. Viele Frauen haben in den Kommentaren ihre eigenen Thesen geteilt, der zuständige Redakteur des OMR-Podcasts hat sich gemeldet und Besserung gelobt. Sarah selbst hatte binnen zwei Tagen vierzehn bis fünfzehn Frauen für die Reihe angefragt, alle haben zugesagt. Oli stellt sich im Gespräch trotzdem die Frage, warum es bei Rocketfuel mit der weiblichen Perspektive nicht so läuft, wie er sich das wünscht. Daniela ordnet ein: Frauen sagen zu, sie wollen nur vorher wissen, worum es geht. Vorgespräche sind keine Unsicherheit, sondern Qualitätssicherung.
Daniela bringt einen Punkt ins Spiel, der durch die ganze Episode trägt: der Backlash. Zuckerbergs Ruf nach mehr maskuliner Energie, die zurückgefahrenen Diversitätsprogramme in den USA, das leise Aufatmen in Gremien, wenn die Quotenfrage wieder weggeschoben werden kann. Oli bestätigt das aus eigener Erfahrung in Aufsichtsgremien und beschreibt, wie bequem es ist, das Thema auszusitzen. Sarah setzt dem ein anderes Argument entgegen, eines, das sie für nachhaltiger hält: gemischte Teams liefern bessere Ergebnisse. Möge die bessere Idee gewinnen, formuliert Daniela später.
Die Reihe wird branchenübergreifend, Investorinnen, Intendantinnen, Gründerinnen, Frauen aus Medienhäusern und Konzernen, alle mit der Frage, wie ihr Blick auf die Zukunft aussieht. Sarah will Vorbilder sichtbar machen, ohne sie auf ein Podest zu heben, das andere abschreckt. Beide hoffen, dass am Ende vor allem Männer zuhören und daraus etwas mitnehmen.
Daniela schließt mit einer Mahnung: Nicht naiv werden. Nicht denken, das ergibt sich schon. Aufmerksam bleiben, wer auf den Bühnen sitzt, wer spricht, wer repräsentiert wird. Und einander supporten.
Über das Rocketfuel Female Future Spezial
Rocketfuel ist der Podcast von Oliver Kemmann über Transformation, Change und das, was Organisationen und Menschen in Bewegung bringt. Female Future ist eine Sonderreihe innerhalb von Rocketfuel, zehn Folgen lang, in Zusammenarbeit mit Sarah Kübler. Ziel ist es, Zukunftsperspektiven von Frauen aus Wirtschaft, Medien, Investment und Wissenschaft sichtbar zu machen, neue Folgen erscheinen sonntags früh.
Wenn du auch findest, dass es Zeit für diesen Blick wird: hör rein, abonniere die Reihe, tagge uns mit deinen Gedanken. Sag uns, welche Frauen wir unbedingt einladen sollten. Wenn dir die Episode gefällt, teile sie mit jemandem, der sich hier wiederfinden würde oder wiederfinden sollte.
Am 28. Oktober ist unsere Zukunftskonferenz Spacewalk Talks, Early-Bird-Tickets gibt es noch bis Ende Mai 2026. https://www.spacewalktalks.de
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Sarah Kübler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sarahkuebler
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