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  • Gazprom: EU-Gasverbrauch an Weihnachten brach alle Rekorde

    Nach Angaben des Gasversorgungsunternehmens Gazprom hat die EU am ersten Weihnachtsfeiertag Rekordmengen an Gas aus den unterirdischen Speichern entnommen. Angesichts der niedrigen Reserven warnte Gazprom daher, dass die Versorgung der Verbraucher vorzeitig enden könnte.

    Am 25. Dezember 2025 hatte Europa noch 66,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas in den Speichern – 9,9 Milliarden Kubikmeter weniger als im vergangenen Jahr, schrieb die Firma am Samstag in einer Nachricht auf Telegram und verwies dabei auf Berechnungen auf Grundlage der Daten von Gas-Infrastruktur Europa (GIE). In diesem Winter stiegen die Entnahmen schneller als in der letzten Heizperiode. Trotz der Feiertagsruhe, in der üblicherweise die Nachfrage nachlässt, waren die Entnahmen am 24. und 25. Dezember die höchsten, die je an diesen Tagen gemessen wurden.

    Deutsche Erdgaslager waren am Weihnachtstag nur noch bei 59,8 Prozent ihrer Kapazität, ein Niveau, das im vergangenen Jahr erst Ende Januar erreicht wurde. In den Niederlanden fielen die Reserven auf 52,5 Prozent. Die beiden Länder sind in Europa nach der Lagerkapazität das größte und das drittgrößte.

    Gazprom beschrieb die Lage in den baltischen Ländern als "besonders herausfordernd". Inkulns, das einzige unterirdische Erdgaslager in der ganzen Region, verfügte am 25. Dezember nur noch über 49,5 Prozent seiner Kapazität.

    Im vergangenen Jahr gab es ein derartiges Niveau erst Mitte Februar. Mit noch zwei bevorstehenden Wintermonaten könnten die Entnahmen bis tief in den Frühling weitergehen – so wie letztes Jahr bis Mitte April – und die Gefahr erhöhen, dass die Vorräte erschöpft sind, ehe die Heizsaison endet, so das Unternehmen.

    "Unzureichende Gasreserven in den unterirdischen Lagerstätten könnten eine ernsthafte Herausforderung darstellen, den Kunden verlässlich Gas zu liefern", warnte Gazprom.

    Die EU hat ihre Importe russischer Energierohstoffe, die einst 40 Prozent ihres Bedarfs deckten, seit der Einführung von Sanktionen gegen Moskau wegen der Eskalation des Ukraine-Konflikts 2022 massiv verringert. Unter dem EU-Plan "RePower" zielt Brüssel nun darauf, russische Energieimporte bis 2028 komplett zu beenden. Dieses Vorhaben traf jedoch auf den Widerstand einiger Mitgliedsländer. Ungarn warnte, der Plan werde wirtschaftliche Schäden verursachen und die Preise nach oben treiben, die Slowakei und Österreich streben nach Ausnahmen oder Verzögerungen, und Industrieunternehmen klagen, dieser Schritt werde die Preise in die Höhe treiben und die Wettbewerbsfähigkeit untergraben.

    Moskau nannte die Sanktionen immer einen selbst zugefügten wirtschaftlichen Schaden, verwies auf jahrelange Preisanstiege, und merkte an, die EU opfere aus politischen Gründen den Zugang zu günstiger Energie. Russische Vertreter warnen, dass die EU, selbst wenn die direkten Importe enden, gezwungen wäre, sich auf teurere Alternativen zu verlassen oder auf indirekte Lieferungen über Zwischenhändler.

    Mehr zum Thema - EU im Erdgas-Würgegriff … nein, nicht Russlands – der USA und Katars

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  • Brigitte Bardot im Alter von 91 Jahren gestorben

    Am 28. Dezember, rund sieben Monate nach ihrem letzten öffentlichen Auftritt, ist die französische Ikone Brigitte Bardot im Alter von 91 Jahren verstorben. Im Jahr 1968 wurde das Gesicht der "BB", so das oft genutzte Kürzel für Bardot, durch den damaligen französischen Präsidenten Georges Pompidou erstmals offiziell als Vorbild für die Marianne gewählt, das Modell für die Nationalfigur der Französischen Republik durch eine lebende, zeitgenössische Berühmtheit. Es folgten parallel die internationale Film- und Musikkarriere und das Leben als Jet-Set-Größe der 1960er und 70er Jahre. Später zog sie sich überraschend und vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. Bardot galt zu diesem Zeitpunkt als eine der meistfotografierten Frauen der Welt.

    Ihre Karriere umfasste die Mitwirkung in mehr als 50 Filmen, darunter Klassikern der französischen Filmgeschichte, wie "Et Dieu… créa la femme" (1956), "Die Wahrheit" (1960) sowie "Die Verachtung" (1963). Sie arbeitete mit bedeutenden Regisseuren wie Jean-Luc Godard und Louis Malle zusammen, beendete jedoch 1973 ihre Filmkarriere. Parallel war sie als Pop-Chansonsängerin berühmt, hauptsächlich durch ihre Zusammenarbeit mit Serge Gainsbourg. 

    Bardot war insgesamt viermal verheiratet, unter anderem mit dem Industriellenerben und Weltenbummler Gunter Sachs. Über die Zeit ihrer Ehe komponierte Gainsbourg im Jahr 1967 für Bardot den späteren weltweiten Hit "Je t’aime, moi non plus". Auf Bardots Wunsch wurde diese Aufnahme jedoch nicht veröffentlicht, um einen öffentlichen Skandal zu vermeiden. Ein Jahr später nahm Gainsbourg den "Skandal-Song" mit seiner Ehefrau Jane Birkin neu auf.

    "BB" versteigerte nach ihrem kompletten Rückzug aus dem Film- und Musikgeschäft mehrere Häuser, Autos und Schmuck ihres Ex-Manns Gunter Sachs sowie das Brautkleid, in dem sie im Alter von 18 Jahren ihren ersten Mann Roger Vadim geheiratet hatte. Mit dem Geld gründete sie im Jahr 1986 ihre Tierschutzstiftung, die Fondation Brigitte Bardot für die "Rettung der Tiere in aller Welt", wie es offiziell im Statut heißt.

    In den 1980ern geriet Bardot durch ihre Kritik an der "Überfremdung" Frankreichs durch muslimische Einwanderer sowie ihre Sympathien und den Zuspruch zur Politik des Front National (heute Rassemblement National) in den Fokus der französischen Medien.

    Im Jahr 1996 wurde sie aufgrund entsprechender Äußerungen zu einer ersten Geldstrafe verurteilt. Dazu titelte die Zeitung Libération:

    "Vor Gericht wegen Provokation gegenüber Muslimen. Bardot: 'Ich wusste nicht, dass das verboten ist'."

    Bardot hatte zuvor Aufsehen durch einen Kommentar in Le Figaro über muslimische Rituale und Immigration erregt. Dazu heißt es:

    "In einem Artikel mit dem Titel 'Mein Schrei der Wut' griff die ehemalige Schauspielerin, die sich seit zwanzig Jahren für den Tierschutz einsetzt, nachdem sie ihre Eigenschaft als 'gebürtige Französin' hervorgehoben hatte, das muslimische Fest Aït el Kebir und die Opferung von Schafen frontal an, die 'vor den Augen der anderen mit mehr oder weniger scharfen Klingen geschlachtet werden'."

    Im Jahr 2021 wurde Bardot erneut wegen "rassistischer Beleidigungen" von einem Gericht zu einer Strafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt. Die Süddeutsche Zeitung schrieb dazu in einem aktuellen Artikel über den Tod der Schauspielikone (Bezahlschranke):

    "Brigitte Bardot hat gemacht, was sie wollte. Im Film, aber auch im Leben. Erstaunlich ist vor allem, dass es ihr trotz aller rechtsnationalen Eskapaden nicht gelungen ist, ihren eigenen Mythos zu zerstören."

    Das letzte öffentliche Interview mit Brigitte Bardot erfolgte am 12. Mai 2025 dieses Jahres. In dem Gespräch, dem ersten Fernsehinterview seit rund elf Jahren, sprach die damals 90-jährige Bardot über ihr Leben, ihre Filmkarriere, ihre aktuelle Situation und ihr Engagement für den Tierschutz. Die Aufzeichnung erfolgte bei ihr zu Hause in Saint-Tropez.

    💬 "Je suis prisonnière de moi-même"Après 11 ans d'absence, Brigitte Bardot se confie dans une interview exclusive pic.twitter.com/DXgG6GQsg0

    — BFM (@BFMTV) May 12, 2025

    In einem Interview mit der französischen Gala teilte sie im Jahr 2022 mit, dass sie sich "nicht gegen Covid-19 impfen lassen wolle und sich für ihr Alter in guter Gesundheit befinde". Zur Begründung gab sie an, dass sie "gegen alle chemischen Produkte allergisch" sei. Selbst bei Reisen nach Afrika habe sie sich zuvor nicht gegen Gelbfieber impfen lassen. "Mein damaliger Arzt hatte mir ein falsches Attest ausgestellt. Ich bin hingefahren und kam völlig gesund zurück!", schilderte Bardot im Gala-Interview.

    Mehr zum Thema - Horst Mahler: Vom linken Terroristen zum rechten Staatsfeind – Ein Leben im Kampf gegen die Republik

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  • Diplomat: USA können China nicht durch Waffen an Taiwan eindämmen

    Peking verurteile die US-Waffenlieferungen an Taiwan aufs Schärfste und lehne sie kategorisch ab. Die Maßnahme stelle einen Angriff auf die Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität Chinas dar und untergrabe Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße. Liu Pengyu, Sprecher der chinesischen Botschaft in den USA, erklärte dies in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

    Der hochrangige chinesische Diplomat nahm damit auf Anfrage Stellung zu der jüngsten Mitteilung des Pentagons, das bisher größte Rüstungspaket im Wert von 11,1 Milliarden US-Dollar für Taiwan genehmigt zu haben. Die Lieferung soll unter anderem Raketen- und Artilleriesysteme, Panzerabwehrwaffen, Drohnen sowie weitere militärische Ausrüstung und Unterstützungsleistungen umfassen.

    Die Taiwan-Frage ist für China eine rote Linie, die die USA nicht überschreiten dürften, stellte Liu Pengyu klar. Niemand dürfe Chinas Willen zur Verteidigung seiner Souveränität unterschätzen, fügte der Sprecher hinzu.

    Und weiter

    "Der Versuch, Taiwan zur Eindämmung Chinas zu instrumentalisieren, wird niemals gelingen."

    Die Unabhängigkeitsbestrebungen Taiwans seien zum Scheitern verurteilt, und die Waffenlieferungen durch die USA würden das nicht verhindern können, stellte der Diplomat klar. Washington lasse die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung in der Taiwanstraße nur eskalieren.

    Die Entscheidung der USA über das weitere Rüstungspaket für die Insel sei ein völlig falsches Signal an die dortigen separatistischen Kräfte, so Liu Pengyu. Diese Kräfte würden in dem Versuch, die Wiedervereinigung zu verhindern, auf die stetige Aufrüstung setzen, Steuergelder für Waffenkäufe verschwenden und sogar riskieren, Taiwan in ein "Pulverfass" zu verwandeln.

    China hat die USA mehrfach aufgefordert, die Waffenlieferungen an Taiwan einzustellen und die Spannungen in der Taiwanstraße nicht weiter anzuheizen. Das chinesische Außenministerium stellte fest, dass die militärische Zusammenarbeit zwischen den USA und Taiwan gegen das Ein-China-Prinzip und die drei gemeinsamen chinesisch-amerikanischen Kommuniqués verstoße.

    Peking erkennt die Souveränität der Insel nicht an, betrachtet diese als eine Provinz Chinas und lehnt Kontakte der Insel zu Beamten und Militärs aus anderen Ländern strikt ab. Die Einhaltung des Ein-China-Prinzips ist eine Voraussetzung für jene Staaten, die diplomatische Beziehungen mit China aufnehmen oder aufrechterhalten möchten.

    Mehr zum Thema ‒ China verurteilt US-Militärhilfe für Taiwan aufs Schärfste

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  • Christenverfolgung? Worüber katholische Priester schweigen

    Von Wladislaw Sankin

    Dies ist eine der schönsten und interessantesten Kirchen Berlins: Die katholische Rosenkranz-Basilika in Berlin-Steglitz. Zur Jahrhundertwende erbaut, ist sie mit ihrer beeindruckenden Wandmalerei, dem kreuzförmigen Grundriss und ihrem burgartigen Äußeren ein Stück Byzanz und zugleich eine Erinnerung an die Zeit Kaiser Wilhelms II., der die Katholiken förderte. Das in einer unscheinbaren Seitengasse gelegene imposante Gotteshaus ist Anziehungspunkt für alle Katholiken im Berliner Südwesten. Zu Weihnachten bot es ein abwechslungsreiches Programm von Gottesdiensten.

    An Heiligabend zur nächtlichen Christmette war der großzügige Kirchenraum fast komplett gefüllt. Viele Besucher kamen in Gruppen, manche mit Kindern. Gebete, traditionelle Christuslieder, Ansprachen und Predigten wechselten sich in Begleitung der Chor-, Trompeten- und Orgelmusik ab. Im rechten Flügel war eine Krippe eingerichtet, die nach der Messe von vielen noch einmal besichtigt wurde. Die Menschen begrüßten sich herzlich und wünschten einander Frieden. Man sah: Die Gemeinde lebt. Es geschah nichts Auffälliges an diesem Weihnachtsabend.

    Man könnte meinen, hier sei die Welt für Christen katholischer Glaubensrichtung noch in Ordnung. Doch in jener Nacht wartete die nächste Provokation auf, die viele deutsche Katholiken aufrüttelte. Wie schon so oft, als "Kunst" getarnt, fand sie genau zur gleichen Zeit statt. Die ARD übertrug eine Christmette aus der Stuttgarter St.-Maria-Kirche. Statt des Jesuskindes, Maria, der drei Könige und anderer gewohnter Mitglieder der Krippe-Gruppe bekamen hunderttausende Zuschauer am späten Heiligabend etwas ganz anderes zu sehen als gewohnt. 

    <img src="https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.12/original/69504c42b480cc2add168408.jpg" alt="" />Byzanz in Berlin: Rosenkranz-BasilikaWladislaw Sankin

    Besser gesagt: zu "bestaunen". Im Heu windete sich ein ekelerregendes schleimiges Wesen in Größe und Form eines erwachsenen Menschen. Nichts anderes war in der "Krippe" zu sehen. Der Pfarrer nannte den schleimigen Klumpen entgegen dem abweichenden optischen Eindruck "Christuskind". Die Darbietung rief erwartungsgemäß Empörung der Gläubigen hervor – RT DE berichtete. 

    Das Perfide dabei: Das entmenschlichte, gesichtslose "Jesuskind" wurde vom Pfarrer und Fernsehmacher als besonders menschlich gepriesen. "So viel Mensch war nie!" hieß die Sendung. Den zum Menschen gewordenen Gott ließ die katholische Amtskirche in Deutschland eigenhändig verschwinden und in ein wurmartiges Etwas verwandeln. Auf derartige Weise wurde das Christentum von denen, die es eigentlich bewahren müssen, bislang noch nicht angegriffen.

    "Tretet aus dieser Amtskirche aus und bezahlt keine Kirchensteuer mehr", sagt dazu der AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider aufgebracht in einem Videoaufruf. Der promovierte Religionswissenschaftler hat den Ernst der Lage erkannt. Es ist kein bloßer "Regenbogen-Wokismus" mehr, das ist die bewusste Zersetzung des Menschenbildes, die vor laufenden Kameras stattfindet.

    Von wem aber sollte der Widerstand kommen, wenn nicht von den gesunden Kräften in den Kirchen selbst? Also von Priestern, die ihre Messen noch gemäß dem traditionellen Ritus gestalten. Doch sie scheinen nicht zu bemerken, was derzeit passiert, und sehen die Christenverfolgung woanders, aber nicht in Europa. Auch in der Rosenkranz-Basilika, die mit ihrem byzantinischen Stil besonders dem Geist des ursprünglichen Frühchristentums verpflichtet sein sollte.

    So versammelte der Pfarrer Andrej Nicolai Desczyk während der morgendlichen Familienmesse am zweiten Weihnachtstag die Kinder vor der Krippe und besprach mit ihnen, was sie im Stall sehen. Die Rede war auch von St. Stephanus, einem der ersten christlichen Gläubigen, der um das Jahr 40 wegen seines Glaubens zu Tode gesteinigt wurde und als erster Märtyrer des Christentums gilt. Der Pfarrer sagte, dass auch heutzutage die Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden, und nannte die Länder, wo dies stattfinde: Nigeria, Iran und Irak. 

    "Heilige Nacht" und Co. Feierliche Gottesdienste zu Weihnachten in der Rosenkranz-Basilika und "normale" Krippe mit Christuskind. #Weihnachten #Berlin pic.twitter.com/oxw2PCj96z

    — Wlad Sankin (@wladsan) December 27, 2025

    Warum der Pfarrer während eines Kindergesprächs im negativen Kontext ganz konkrete Länder benennen musste, ist nicht ganz klar. Sonst hielten sich die Pfarrer in der Rosenkranz-Basilika auch während der viel längeren nächtlichen Christmette politisch eher zurück, was nicht mehr selbstverständlich ist. Im Fall von Iran wurde der Pfarrer sogar konkreter: Er sagte, dass eine benachbarte lutherische Gemeinde die christlichen Flüchtlinge aus Iran aufnehme. 

    Ohne die Situation für Christen in diesen konkreten Ländern schönzureden, ist die Äußerung merkwürdig. In der Tat sind es bezeichnenderweise junge Männer südländischen Aussehens, die sich in dieser Gemeinde blicken lassen. Religiöse Verfolgung wird oft als Asylgrund angegeben und ob sie echt oder nur vorgeschoben ist, lässt sich kaum überprüfen. In Iran ist das Christentum erlaubt und es gibt traditionelle christliche Gemeinden dort, wie etwa die armenische. Missionierung und Konvertierung sind dagegen stark eingeschränkt. 

    In Nigeria kann man schwer von einer staatlichen Verfolgung reden, denn die Bevölkerung ist fast zur Hälfte christlich, während die andere Hälfte aus Muslimen besteht. Man kann jedoch von mangelndem Schutz seitens des Staates gegen die Übergriffe dschihadistischer Banden gegen die Christen im Norden des Landes sprechen. Die Vorwürfe des Pfarrers sind an dieser Stelle zu pauschal und grenzen eher an Hetze. 

    "Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen." Fast jeder kennt diesen berühmten Jesus-Spruch (Matthäus 7,3-5). Die Zersetzung des Glaubens durch Experimentiererei mit christlicher Lehre und Ritus sowie der tägliche Kotau vor dem Zeitgeist schaden dem Christentum viel mehr als kaum wahrnehmbare Ereignisse in der Peripherie der christlichen Welt. Die Zerstörung findet unübersehbar im Kern und nicht an den Rändern statt. 

    Es ist allerdings unrealistisch, von Vertretern der deutschen Amtskirchen so viel Selbstreflexion zu erwarten. Gerade die katholische Kirche folgt immer mehr den noch militanteren Lutheranern, bläst ins militärische Horn und heizt den Ukraine-Konflikt mit Anti-Russland-Hetze auf.

    Darüber hinaus findet sie es nicht schlimm, dass die Orthodoxie in der Ukraine unter staatlicher Repression leidet, denn gerade die römisch- und griechisch-katholischen Kirchen profitieren von der gewaltsamen Umwälzung: Die Zahl ihrer Diözesen und Kirchenimmobilien und damit der Einfluss wachsen nun auch dort, wo früher nur die Ukrainisch-Orthodoxe-Kirche traditionell vertreten war. 

    Auch in der veränderten, immer mehr vom Wokismus befallenen Form ist die katholische Kirche auf territoriale Zugewinne und Missionierung ausgerichtet. Ob am Ende Gott im menschlichen Antlitz oder schleimige Unmenschen gepredigt werden, scheint mitunter zweitrangig zu sein. 

    Mehr zum Thema ‒ "Er verfluchte seine Mörder nicht" – Der qualvolle Tod von Priester Wladimir Schutow

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  • CSU-Landesgruppenchef fordert erneuten AfD-Ausschluss von der Münchner Sicherheitskonferenz

    Im kommenden Jahr findet vom 13. bis 15. Februar 2026 die Münchener Sicherheitskonferenz (Siko) statt. Wie bereits in den Vorjahren sollten laut den Vorstellungen von CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann auch im kommenden Jahr keine Vertreter der AfD teilnehmen dürfen. Einem Artikel der Süddeutschen Zeitung zufolge befürchtet der Bundestagsabgeordnete durch die Anwesenheit von AfD-Kollegen "den Abfluss von Informationen nach Moskau und Peking". Mitte Dezember erklärte Hoffmann im Bundestag an die AfD-Fraktion gerichtet, dass die Russland-Politik der attackierten Partei "eine Anti-Deutschland-Diplomatie" darstelle.

    Die Münchener Sicherheitskonferenz versteht sich selbst als das "weltweit führende Forum für Debatten zu internationaler Sicherheitspolitik". Die Veranstaltung biete eine Plattform "für diplomatische Initiativen und Ansätze, um den drängendsten Sicherheitsrisiken der Welt zu begegnen". 

    Im vergangenen Jahr erfuhren interessierte Mitglieder der AfD sowie des BSW, dass sie in den angemieteten Siko-Räumlichkeiten nicht erwünscht waren (RT DE berichtete). Dazu erklärte der ehemals verantwortliche, mittlerweile zurückgetretene Konferenzleiter Christoph Heusgen:

    "Sowohl die AfD als auch das BSW haben den Deutschen Bundestag verlassen, als der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij gesprochen hat. Das ist das Gegenteil von Dialog, und Ähnliches möchte ich auf der Konferenz nicht erleben. Auch deshalb habe ich mich entschieden, in diesem Jahr keine Politiker von AfD und BSW einzuladen."

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann erklärte nun gegenüber der dpa, dass er auch im Jahr 2026 eine Abwesenheit von AfD-Kollegen erwarte und einfordere. Dazu heißt es bei der SZ:

    "Er begründete das mit den Kontakten der AfD nach Russland und China. 'Dort fließt auch Information', sagte er. 'Und deswegen wäre das ein Sicherheitsrisiko'."

    Angesichts der im letzten Jahr kontrovers diskutierten Rede von US-Vizepräsident J.D. Vance auf der Siko und der von deutschen Politikern kritisierten Treffen mit AfD-Chefin Alice Weidel, erklärte Hoffman laut der dpa, dass er davon ausgehe, dass die USA bei der kommenden Konferenz "mehr Verständnis" für einen Ausschluss der AfD hätten. Er teilte mit:

    "Ich glaube, wenn man den Amerikanern darstellt, was der Hintergrund dabei ist, und die Amerikaner sich mit der AfD mal tiefergehend beschäftigen, dass dann auch von deren Seite sehr nachvollziehbar wird, warum die AfD nicht dabei sein kann."

    Vance hatte in seiner Rede im Februar 2025 angemahnt, dass es in einer Demokratie "keinen Platz für Brandmauern gibt", um damit ohne Nennung der Partei auf die deutsche Debatte über eine Beteiligung der AfD an Regierungsbildungen einzugehen. Bereits in der Bundestagsdebatte vom 17. Dezember attackierte der CSU-Politiker Hoffmann in seiner Rede die größte Oppositionspartei mit scharfen Worten:

    "Ich will Ihnen schon mal sagen: Wenn man bei dem Thema Außenpolitik hier in diesem Haus so dickbackig auftritt, wie Sie das tun, dann muss man sich zumindest den Vorwurf der Maulhelden-Diplomatie gefallen lassen. Ich würde aber vor allem sagen, dass das, was Sie machen, eine Anti-Deutschland-Diplomatie ist. Sie reden doch immer von deutschen Interessen. Wenn ich aber einen Strich drunter mache, muss ich feststellen, dass Sie im Ausland eben nicht Vertreter deutscher Interessen sind, sondern Verräter deutscher Interessen."

    Die AfD ist kein Vertreter deutscher Interessen. Mit ihrer Anti-Deutschland-Diplomatie im Ausland schadet sie deutschen Interessen! pic.twitter.com/uAOqlQDoc4

    — CSU im Bundestag (@csu_bt) December 17, 2025

    Die abschließende Entscheidung über eine mögliche Anwesenheit von AfD-Mitgliedern im Münchener Hotel Bayerischer Hof wird der amtierende Siko-Vorsitzende Wolfgang Ischinger treffen.

    Mehr zum Thema - Neue Insa-Umfrage: Die meisten Deutschen wünschen sich Weidel als Kanzlerin

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  • Irans Präsident: Wir sind im "totalen Krieg" mit dem Westen

    Irans Präsident Massud Peseschkian sieht sein Land in einem Zustand der umfassenden Konfrontation mit westlichen Staaten und Israel. Seine Erklärung hierzu wurde auf der Webseite des Obersten Führers Irans am Samstag veröffentlicht, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete.

    Peseschkian wird hierbei wie folgt zitiert:

    "Meiner Meinung nach befinden wir uns in einem totalen Kriegszustand mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Israel und Europa. Sie wollen nicht, dass unser Land auf eigenen Beinen steht."

    Laut dem Spitzenpolitiker versuchen die USA, Israel und die europäischen Länder, Iran "einzukreisen" und Druck auf das Land in allen Bereichen, darunter Kultur, Politik, Sicherheit und Handel, auszuüben.

    Zugleich erklärte Peseschkian, dass die Einheit des iranischen Volkes es ermöglichen werde, jede westliche "Verschwörung" zu vereiteln.

    Laut Peseschkian hätten sich Israels Hoffnungen auf den Zusammenbruch der iranischen Staatsführung während des zwölftägigen Krieges im Juni nicht erfüllt. Iran werde die Sanktionen überwinden, fügte er hinzu. Jeder neue Angriff auf das Land werde eine härtere Antwort nach sich ziehen, da die iranischen Streitkräfte in höchster Einsatzbereitschaft seien.

    Teheran strebe keine Eskalation an, so der Präsident weiter. Doch seine nationalen Interessen werde Iran mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen.

    Kürzlich berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf eigene Quellen, israelische Beamte hätten die US-Regierung unter Donald Trump gewarnt, dass Raketenübungen der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) Vorbereitungen für einen Angriff auf Israel sein könnten.

    Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, betonte seinerseits, dass sein Land nicht beabsichtige, mit irgendeinem Land über sein Raketenprogramm zu verhandeln, da dieses ausschließlich zur Verteidigung der Islamischen Republik notwendig sei.

    Mehr zum Thema ‒ Iran greift US-Luftwaffenstützpunkt in Katar mit ballistischen Raketen an

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  • "Kein Diktatfrieden" – Selenskij äußert klare Vorstellungen vor Gespräch mit Trump in Florida

    Am heutigen Sonntag empfängt US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij zu einem erneuten bilateralen Gespräch, welches nun ohne Angabe von Gründen rund zwei Stunden früher um 13:00 Uhr Ortszeit (19:00 MEZ) angesetzt wurde, wie das Weiße Haus laut Agenturmeldungen mitteilte. Trump hatte sich vor der Anreise von Selenskij skeptisch gegenüber den jüngsten Erklärungen Kiews zur Beendigung des Konflikts mit Moskau geäußert und gegenüber Journalisten argumentiert, dass die heutigen Gespräche nur mit seiner Zustimmung zu den Plänen vorankommen könnten.

    Der ukrainische Präsident befindet sich erneut in den USA, um dem US-Präsidenten Kiews jüngste Vorstellungen eines möglichen Friedensplans zu präsentieren. Vor seiner Ankunft in Florida traf Selenskij am gestrigen Samstagmittag den kanadischen Premierminister Mark Carney zu Absprachen. Vor seinem Weiterflug in die USA informierte die deutsche Bundesregierung im Rahmen einer Mitteilung:

    "Auf Initiative von Bundeskanzler Friedrich Merz hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij am Samstagabend eine Reihe von Staats- und Regierungschefs und Vertreter von EU und NATO über seine bevorstehenden Friedensgespräche mit US-Präsident Donald Trump informiert." 

    So hätten "elf Staats- und Regierungschefs aus Europa und Kanada sowie die Spitzen von NATO und der EU" erneut Kiews politischer Spitze "ihre volle Unterstützung zugesichert", um im Rahmen des Telefonats ihre Vorstellungen eines Friedensplans abzuklären.

    Die Ukraine hat die volle Unterstützung der Berlin-Gruppe. Präsident @ZelenskyyUa hat uns auf dem Weg nach Washington über seine Friedensgespräche mit Präsident Trump informiert. Wir treten in enger Koordination mit den USA für einen nachhaltigen und gerechten Frieden ein.

    — Bundeskanzler Friedrich Merz (@bundeskanzler) December 27, 2025

    Selenskij erklärte nach dem Telefonat und entsprechenden Absprachen in den sozialen Medien:

    "Wir brauchen sowohl an der Front als auch in der Diplomatie eine starke Position, damit Putin nicht manipulieren und ein echtes und gerechtes Ende des Krieges verhindern kann." 

    Anfang dieser Woche präsentierte Selenskij einen ausgearbeiteten "20-Punkte-Friedensplan", der unter anderem eine Einfrierung der Frontlinien in den russischen Regionen Donezk, Lugansk, Saporoschje und Cherson, den Rückzug Moskaus aus mehreren ukrainischen Regionen und eine 800.000 Mann starke ukrainische Armee vorsieht, die laut Vorstellungen der "Koalition der Willigen" von NATO-Mitgliedern aufgebaut wird. Der Plan sieht zudem auch "Artikel 5-ähnliche" Sicherheitsgarantien der USA, der NATO und der europäischen Staaten für Kiew vor.

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonte laut Agenturmeldung, dass die Europäer zum Thema Friedensvertrag weiterhin "vollständig in die sie betreffenden Diskussionen eingebunden werden müssen", um für den Jahresbeginn 2026 ein weiteres Treffen der "Koalition der Willigen" in Paris anzukündigen. Eine dpa-Agenturmeldung lautet zum heutigen Treffen in Florida:

    "Der ukrainische Staatschef will bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump an diesem Sonntag erneut klarmachen, dass für Kiew eine Kapitulation und ein Diktatfrieden mit Moskau nicht infrage kommen."

    Selenskij wird dazu mit den Worten zitiert:

    "Natürlich gibt es rote Linien für die Ukraine und das ukrainische Volk."

    Demnach will sich der ukrainische Präsident bei den Konsultationen "auch für mehr US-Flugabwehrsysteme einsetzen". Laut Tagesschau-Informationen habe Selenskij angekündigt, "die europäischen Verbündeten im Anschluss direkt informieren zu wollen".

    In einem Politico-Interview am Freitag gab US-Präsident Trump zu verstehen, dass er keine Eile habe, sich hinter die Forderungen von Selenskij zu stellen, um wörtlich zu Protokoll zu geben:

    "Er hat nichts, bis ich es genehmige. Also werden wir sehen, was er zu bieten hat."

    Mehr zum Thema ‒ Kein Wendepunkt für die Ukraine: Die Realität an der Front, die westliche Medien verschweigen

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  • Lawrow: EU bleibt "größtes Hindernis" für Frieden in der Ukraine

    Die EU signalisiert weiterhin kein Interesse an konstruktiven Verhandlungen über den Ukraine-Konflikt und bereitet sich offen auf einen Krieg mit Russland vor, so die Einschätzung von Russlands Außenminister Sergei Lawrow.

    In einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur TASS kritisierte der Diplomat die EU für ihre anhaltende Unterstützung der Ukraine und erinnerte daran, dass "fast alle europäischen Länder ‒ mit wenigen Ausnahmen ‒ das Regime in Kiew mit Geld und Waffen versorgen". Diese Entwicklung vollzieht sich, obwohl Russland weiterhin die offensichtliche Initiative auf dem Schlachtfeld behält. Die EU träume zudem davon, dass die russische Wirtschaft unter dem Druck der Sanktionen zusammenbrechen werde, so seine weiteren Ausführungen. Lawrow gab zusammenfassend zu Protokoll:

    "Ich möchte besonders betonen, dass diese Handlungen ihrerseits völlig unrechtmäßig waren. Schließlich hat Russland niemals die Initiative ergriffen, um seine europäischen Nachbarn mit unfreundlichen Handlungen zu bekämpfen."

    Der Außenminister führte weiter zu den Dynamiken seit Jahresbeginn aus:

    "Nachdem in den Vereinigten Staaten eine neue Regierung an die Macht gekommen war, erwiesen sich Europa und die Europäische Union als die größten Hindernisse für den Frieden. Sie machen keinen Hehl daraus, dass sie sich darauf vorbereiten, es mit Russland auf dem Schlachtfeld auszutragen."

    Der Außenminister erklärte weiter, dass die andauernde Feindseligkeit der EU gegenüber Russland ihre Wurzeln im Jahr 2014 habe – dem Jahr, in dem die Ukraine-Krise begann –, als Brüssel "damit startete, über die sogenannte russische Bedrohung zu schwadronieren und unter den europäischen Bevölkerungen russlandfeindliche und militaristische Stimmungen zu schüren".

    Lawrow wirft der "europäischen Kriegspartei" vor, ihr politisches Vorgehen in eine "strategische Niederlage" Russlands zu investieren und "bereit zu sein, bis zum Äußersten zu gehen". Das Resultat dieses politischen Agierens sei, dass "diese Ambitionen sie buchstäblich blind gemacht haben". Die zu betrachtende Gesamtsituation laute daher für Lawrow:

    "Ob Politiker wie Ursula von der Leyen, Friedrich Merz, Keir Starmer, Emmanuel Macron und andere einen Punkt erreicht haben, an dem es kein Zurück mehr gibt, ist schwer zu sagen. Wir sehen jedoch, dass die europäische Kriegspartei bislang ihr politisches Kapital darauf gesetzt hat, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, und bereit ist, bis zum Äußersten zu gehen."

    Der Außenminister ging in dem Gespräch auch auf Spekulationen westlicher Medien ein, Russland könnte innerhalb weniger Jahre die NATO angreifen. Dazu erklärte Lawrow mit Nachdruck:

    "Es besteht kein Grund, Angst vor einem Angriff Russlands zu haben. Sollte jedoch jemand einen Angriff auf Russland in Betracht ziehen, würde er einen vernichtenden Schlag erleiden."

    Lawrows Einschätzungen und Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die EU forciert versucht, erheblichen Einfluss auf die Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts zu nehmen, wobei europäische Beamte darauf bestehen, dass jede Vereinbarung, die erhebliche territoriale oder sicherheitspolitische Zugeständnisse der Ukraine erfordert, inakzeptabel wäre.

    Der Kreml hat angesichts derartiger Strategien erklärt, dass die Beteiligung der EU an den Friedensgesprächen "kein gutes Zeichen" für die Beendigung der Feindseligkeiten sei, auch in Bezug auf die andauernde Militarisierung der EU-Wirtschaft.

    Moskau erkenne aktuell keinerlei Bereitschaft des ukrainischen Regimes von Wladimir Selenskij und seiner westlichen Unterstützer "zu konstruktiven Verhandlungen", so der russische Außenminister Sergei Lawrow im TASS-Interview.

    Mehr zum Thema ‒ Kein Wendepunkt für die Ukraine: Die Realität an der Front, die westliche Medien verschweigen

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  • Sanktionen und Angriffe auf Tanker zwingen Russland zu größeren Rabatten auf Erdölexporte

    Von Olga Samofalowa

    Der Preis für die führende russische Erdölsorte Urals ist auf 34 US-Dollar pro Barrel gefallen. Selbst im Jahr 2020, als die Welt von einer Pandemie heimgesucht wurde, lag der Jahresdurchschnittspreis bei 42 US-Dollar pro Barrel.

    So kostete russisches Öl am 19. Dezember an der Ostsee (Primorsk) 34,82 US-Dollar pro Barrel und am Schwarzen Meer (Noworossijsk) 33,17 US-Dollar pro Barrel, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Daten von Argus Media. Der Preis für Brent-Öl lag bei 61 US-Dollar pro Barrel.

    Interessanterweise ist der Preisnachlass am Versandort höher als im Empfangshafen. Am Exportort betrug der durchschnittliche Preisnachlass, mit dem russisches Öl verkauft wurde, etwa 27 US-Dollar pro Barrel, aber bei der Ankunft in Indien erreicht der durchschnittliche Preisnachlass etwa 7,5 US-Dollar pro Barrel, berichtet Bloomberg.

    Haben die US-Sanktionen gegen russisches Rohöl endlich Wirkung gezeigt? Die Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil sind nur ein Grund. Igor Juschkow, Experte der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation und des russischen Fonds für nationale Energiesicherheit, erklärt:

    "Seit November wird die Vertriebskette aufgrund der Sanktionen umstrukturiert. Jetzt werden mehr Zwischenhändler benötigt, die bezahlt werden müssen, wodurch die Kosten für russische Unternehmen steigen. Der zweite Faktor ist, dass die Ukraine begonnen hat, russische Öltanker anzugreifen. Dies führt ebenfalls zu einem Anstieg der Kosten für Tankerfracht und Versicherung."

    Es gibt jedoch noch einen dritten Faktor: Weltweit ist das Öl billiger geworden. Der Experte hebt hervor:

    "Offiziellen Angaben zufolge betrug der Preisnachlass in den Jahren 2024 bis 2025 die meiste Zeit etwa 12 bis 13 US-Dollar pro Charge, im November stieg er jedoch auf durchschnittlich 22,5 US-Dollar. Im Dezember wurde er offenbar noch größer, als die Angriffe auf russische Tanker begannen. Wenn Brent 61 US-Dollar und russisches Urals 34 US-Dollar kostet, ergibt sich daraus ein Rabatt von 27 US-Dollar pro Barrel."

    Tatsächlich ist dies jedoch nicht der höchste Preisnachlass für russisches Öl. In der ersten Welle der Umstrukturierung der Logistik, als Russland gerade vom europäischen Ölmarkt auf den indischen Markt wechselte, betrug der Rabatt mehr als 30 US-Dollar pro Barrel und erreichte sogar 34 US-Dollar, erinnert sich Juschkow. Der einzige Unterschied zur aktuellen Situation besteht darin, dass damals Erdöl insgesamt teurer war. Aber heute ist sogar Rohöl der Marke Brent billig und fiel kürzlich unter 60 US-Dollar pro Barrel. Deshalb führe bereits ein vergleichsweise moderater Rabatt auf russisches Öl dazu, dass es unter 40 US-Dollar pro Barrel gehandelt wird.

    Es ist wichtig zu verstehen, dass 42 US-Dollar pro Barrel im Jahr 2020 der Durchschnittspreis für das gesamte Jahr ist, während wir jetzt über die Spotpreise für Urals an einem bestimmten Tag und nicht für das gesamte Jahr sprechen. Darüber hinaus gilt ein derart hoher Rabatt nicht für das gesamte russische Öl. Das Öl, das durch die Ostsibirien-Pazifik-Pipeline gepumpt wird, ist beispielsweise von dieser Entwicklung überhaupt nicht betroffen. Mit einem Preisnachlass kann ein Drittel des maritimen Exportpotenzials verkauft werden, also etwa 1,4 Millionen Barrel pro Tag, schätzt Wladimir Tschernow, Analyst bei Freedom Finance Global, anhand indirekter Berechnungen.

    Was den Unterschied zwischen dem Preisnachlass im Abfahrtshafen (27 US-Dollar) und im Empfangshafen (7,5 US-Dollar) angeht, so sei dies nichts Ungewöhnliches. Der Analyst erklärt:

    "Ein Rabatt von 27 US-Dollar bedeutet nicht, dass er vollständig an den Käufer geht. In diesen 27 US-Dollar sind die Kosten für den Transport des Öls, die Versicherung, die Dienstleistungen der Händler und alles andere enthalten. Daher ist der Preisnachlass im Abgangshafen in Wirklichkeit nicht so groß.

    Wer verdient an der Differenz zwischen 27 und 7,5 US-Dollar? In erster Linie diejenigen, die den Transport und das Risiko kontrollieren – das sind die Flottenbesitzer und Betreiber 'grauer' Transporte, Händler, Versicherungs- und Finanzvermittler sowie der Käufer, der die Rohstoffe billiger als die Alternativen erhält.

    Bloomberg hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht ganz klar ist, welcher Anteil der Transportkosten 'in den Händen Russlands' bleibt."

    Diese ganze Situation führe laut Juschkow eher zu Problemen für den Staat als für die Ölgesellschaften selbst. Denn wenn der Ölpreis sinkt, verringert sich automatisch die Höhe der Mineralgewinnungssteuer, und der Haushalt nimmt weniger ein als geplant. Tschernow sagt:

    "Für den Haushalt sind 34 US-Dollar pro Barrel im Hafen wirklich sehr wenig im Vergleich zu den für den Haushalt geplanten Preisen. In der Haushaltsgrundlage für das Jahr 2026 ging das Finanzministerium von einem Durchschnittspreis für Urals von etwa 59 US-Dollar aus, daher wird es nicht möglich sein, ohne Verluste bei den Öl- und Gaseinnahmen auszukommen. Reuters rechnet mit einem Rückgang der Einnahmen aus Ölsteuern im Januar 2026 auf 380 Milliarden Rubel, dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 2022."

    Auch der US-Dollarkurs ist in diesem Zusammenhang wichtig. Für die Ölproduzenten ist die Situation ebenfalls unangenehm, aber fast die gesamte russische Förderung bleibt bei 34 US-Dollar pro Barrel rentabel, meint Juschkow. Die Förderung in Russland erfolgt hauptsächlich in klassischen Lagerstätten, in die bereits zuvor investiert wurde und in denen die Bohrlöcher bereits gebohrt sind, sodass die Förderung bei einem deutlichen Preisrückgang nicht eingestellt wird. Tschernow erklärt:

    "Die Kosten für die Ölförderung 'im Boden' sind in Russland niedrig. Nach Schätzungen des russischen Energieministeriums kann die Förderung aus ausgereiften Lagerstätten nur wenige US-Dollar pro Barrel kosten, aus neuen Lagerstätten jedoch mehr. Der Preis eines 'vollständigen Zyklus' unter Berücksichtigung aller Kosten und Besonderheiten der Felder lag jedoch in einem breiten Korridor von etwa 15 bis 45 US-Dollar pro Barrel. Daher ist es physisch möglich, Erdöl zu einem Preis von 34 US-Dollar zu verkaufen. Die Wirtschaftlichkeit wird für einen Teil der Projekte jedoch grenzwertig, insbesondere bei langen Logistikketten und höherer Steuerbelastung. In solchen Momenten stellen Unternehmen jedoch häufig die Förderung nicht ein, sondern verteilen die Ströme neu, gewähren einen zusätzlichen Rabatt und nehmen einen geringeren Cashflow in Kauf, nur um den Export und die Auslastung der Verarbeitung aufrechtzuerhalten."

    Experten sind sich sicher, dass ein so großer Preisnachlass auf einen Teil des russischen Öls nur ein vorübergehendes Phänomen sei. Juschkow zeigt sich überzeugt:

    "Früher gab es in bestimmten Zeiträumen Rabatte von mehr als 30 US-Dollar pro Barrel, aber jedes Mal veränderte sich der Markt innerhalb weniger Monate und der Rabatt sank. Früher sorgten nur Sanktionen für Spannungen, jetzt kommen noch die physische Bedrohung von Tankern durch die Ukraine und der allgemeine Rückgang der Ölpreise auf dem Weltmarkt hinzu. Sobald sich der Markt an die neuen Bedingungen gewöhnt und sich daran angepasst hat, wird der Preisnachlass zurückgehen."

    Tschernow rechnet allerdings nicht mit einer schnellen Rückkehr zu den früheren Rabatten. Er meint:

    "Mein Basisszenario für das Jahr 2026 sieht so aus, dass der Rabatt in den Häfen in der ersten Jahreshälfte zweistellig und erhöht bleiben könnte, etwa im Bereich von 15 bis 25 US-Dollar gegenüber Brent, da das Sanktionsrisiko von Logistikunternehmen und Banken noch 'überbewertet' wird. Gegen Ende des zweiten Halbjahrs 2026 könnte sich der Preisnachlass bei einer Anpassung der Routen und ohne neuen Druck auf den Transport auf 10 bis 15 US-Dollar pro Barrel verringern. Ein negatives Szenario wäre, wenn die Kontrolle über die Flotte und die Abrechnungen verstärkt würde, was zu einem länger anhaltenden Preisnachlass von etwa 20 bis 30 US-Dollar führen würde."

    Im optimistischen Fall, wenn der Markt stabile Strukturen finde und die Nachfrage in Asien stabil hoch bleibe, werde es zu einer Rückkehr zu Rabatten in Höhe von 7 bis 12 US-Dollar kommen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 24. Dezember 2025 auf der Webseite der Zeitung Wsgljad erschienen.

    Olga Samofalowa ist Wirtschaftsanalystin bei der Zeitung "Wsgljad".

    Mehr zum Thema – Russlands Wirtschaft 2025: Stabilität vor Tempo

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  • Liegt Berlin bald in Ruinen? Nur eines kann Europas Selbstmord noch abwenden

    Von Wiktoria Nikiforowa

    Wenn wir über die rasante Militarisierung der EU sprechen, ist es wichtig, die Verantwortung nicht gleichmäßig auf alle zu verteilen. Erstens gibt es in Europa kein einziges Volk, das bereit ist, singend an die Ostfront zu ziehen und dort zu sterben. So sehr sich die Propaganda auch bemüht ‒ weder die Polen noch die Deutschen noch die Balten wollen in Massen gegen die Russen in einen Krieg ziehen. Im Internet gibt es genug Kriegslüsterne, aber in der Realität ist kaum jemand dumm genug, in Schützengräben sitzen zu wollen.

    Zweitens tobt auch unter den europäischen Staats- und Regierungschefs ein Krieg zu diesem Thema. Hinter Orbán und Fico, die sich offen gegen die aggressiven Pläne Brüssels aussprechen, drängen sich die Regierungschefs Italiens, Österreichs und Tschechiens und versuchen, sich nicht zu exponieren. Gegen einen Krieg mit Russland sind so mächtige Parteien wie der französische Rassemblement National und die deutsche Alternative für Deutschland.

    Seien wir ehrlich: Wenn Europa einen neuen Krieg mit uns anzettelt, wird einer der Hauptverantwortlichen dafür der deutsche Bundeskanzler sein. Es ist Friedrich Merz, der heute auf seinem Schlachtross allen voranreitet.

    Hinter ihm stehen der legendäre militärisch-industrielle Komplex, der zum Hauptmotor der deutschen Wirtschaft geworden ist, Verbindungen zum weltweit führenden Megafonds BlackRock, dessen Interessen er weiterhin vertritt, sowie sein unstillbares Verlangen, sich als Reichskanzler im vierten antirussischen Reich zu profilieren. Muss man daran erinnern, wie solche Reichskanzler enden und wo ihre verkohlten Leichen später gefunden werden?

    Vor einigen Tagen wandte sich der bekannte amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs mit einem offenen Brief an Merz. Er erinnerte an die enorme historische Schuld Deutschlands gegenüber Russland.

    Es ist der sowjetischen Führung zu verdanken, dass Deutschland 1990 die Möglichkeit bekam, sich zu vereinen und zur wirtschaftlichen Lokomotive Europas zu werden. Damals erhielt Moskau von den Deutschen alle möglichen Zusicherungen, dass die Entwicklung des Landes friedlich verlaufen und keine Bedrohung für Russland darstellen würde. Es wurden unzählige Versprechen bezüglich der Nicht-Erweiterung der NATO gegeben. Aber fast sofort wurden sie gebrochen.

    Bereits 1999 beteiligte sich Deutschland an den NATO-Bombardements in Serbien. Dann erkannte es Kosovo an. Es befürwortete den Beitritt osteuropäischer Länder und der baltischen Nachbarstaaten zur NATO. 2014 wurde es zum Garanten des Abkommens zwischen Präsident Janukowitsch und der Opposition, das sofort gebrochen wurde. Es hielt an den Minsker Vereinbarungen fest, obwohl es wusste, dass Kiew nicht vorhatte, diese umzusetzen. Nun ist es dort zu einer faktischen Aggression gegen Russland unter Einsatz ukrainischer Stellvertreter gekommen.

    Die Deutschen sehen sehr gut, in welchen Abgrund ihr Führer das Land stürzt. Die Umfragewerte von Merz erreichen jede Woche neue Tiefststände. Die Menschen protestieren gegen die Militarisierung und gegen die Einführung der Wehrpflicht. In der Masse will das deutsche Volk nicht in die Fußstapfen Hitlers treten und zum Feind Russlands werden.

    Allerdings haben die Deutschen wenig Möglichkeiten, es abzuwenden. Der nicht vom Volk gewählte, sondern von seinen politischen Kollegen ernannte Kanzler schmiedet Pläne zur "Abwehr der russischen Aggression". Mit genau solchen Formulierungen rechtfertigte die Nazi-Führung ihren Einmarsch in die UdSSR – man glaubt es kaum, aber auch sie "verteidigten" sich gegen die Bolschewiken.

    Wie das militärische Abenteuer für Deutschland enden wird, ist schon im Voraus klar. Während die Ukraine für uns Teil der russischen Welt ist, gibt es gegenüber der BRD keine Sentimentalitäten. Im Gegenteil, es verstärkt sich das Gefühl, dass Genosse Stalin 1945 übertriebene Menschlichkeit gezeigt hat.

    Die einzige Rettung für die Deutschen – und für ganz Europa – wurde von Jeffrey Sachs vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um die Berücksichtigung aller Sicherheitsforderungen Russlands, den Verzicht auf eine Erweiterung der NATO und einen neutralen Status für die Ukraine.

    Es ist klar, dass Kanzler Merz dazu kaum bereit sein wird. Deshalb müssen die Deutschen alles tun, um einen Wechsel ihrer politischen Eliten zu erreichen – nur dann haben sie eine Chance, einen normalen Dialog mit Moskau aufzubauen.

    Die Frage ist, ob die trägen Massen es rechtzeitig schaffen werden, ihre kriegslüsternen Politiker zu stürzen. Denn Merz kündigt praktisch offen einen Angriff auf Russland in den nächsten Jahren an. Die Uhr tickt. Bis zum Untergang Berlins ist es nicht mehr weit.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 22. Dezember 2025 auf ria.ru erschienen.

    Mehr zum Thema – Regierungserklärung mit russophobem Grundton – Merz: "Druck auf Putin muss noch weiter steigen"

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