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Der vom ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij vorgestellte Friedensplan unterscheidet sich grundlegend von der Version, die bei den Konsultationen der russischen und US-Delegationen diskutiert wird. Dies gab der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow bekannt:
"Wir haben gesehen, dass gestern in ukrainischen öffentlichen Medien Links zu einem 20-Punkte-Plan erschienen sind. Wir wissen, dass sich dieser Plan, wenn man ihn überhaupt als Plan bezeichnen kann, radikal von den 27 Punkten unterscheidet, die wir in den letzten Wochen, seit Anfang Dezember, in unseren Kontakten mit der amerikanischen Seite ausgearbeitet haben."
Ferner merkte Rjabkow an, dass eine Lösung des Konflikts in der Ukraine wirklich näher gerückt sei. Dabei seien die Ukraine und ihre Partner in Europa nicht auf eine Einigung aus, sondern hätten ihre "Bemühungen verdoppelt", um diese Einigung zu torpedieren, so Rjabkow.
Am 24. Dezember hatte Selenskij 20 Punkte des Friedensplans vorgestellt, den Kiew mit den Vereinigten Staaten bespricht. Das Dokument enthält unter anderem: einen Punkt über den Abschluss eines Nichtangriffsvertrags; Sicherheitsgarantien für Kiew; die Festlegung der Stärke der ukrainischen Streitkräfte in Friedenszeiten auf 800.000 Soldaten; die Durchführung von Wahlen in der Ukraine innerhalb kürzester Zeit; den vollständigen Austausch von Gefangenen und die Rückkehr von Zivilisten; die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union innerhalb einer bestimmten Frist.
Am selben Tag erklärte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass Kirill Dmitrijew, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Investitions- und Wirtschaftskooperation mit dem Ausland, Putin nach Gesprächen mit der US-Seite während seines zweitägigen Besuchs in Miami die Entwürfe des Friedensplans vorgelegt habe.
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Der Rubelkurs hängt nicht mehr vom Ölpreis ab, was die Diversifizierung der russischen Wirtschaft widerspiegelt. Diese Meinung äußerte der Chef der Investmentgesellschaft Interros und Präsident des Bergbauunternehmens Nornickel, Wladimir Potanin, in einem Interview mit dem Fernsehsender Rossija 24:
"Früher korrelierte der Rubelkurs sehr stark mit dem Ölpreis. [...] Jetzt hat er sich vom Öl gelöst. Und das ist gut so. Dies bestätigt die These, dass unser Land längst aufgehört hat, eine Welttankstelle zu sein, und sich zu einem hochtechnologischen Land entwickelt, das nicht mehr nur auf Energieressourcen ausgerichtet ist."
Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin wiederholt davon gesprochen, dass Russland seine Abhängigkeit von Öl und Gas verliere. Im Jahr 2023 merkte er an:
"Früher hat man mit dem Finger auf uns gezeigt und gesagt, wir seien eine Tankstelle und keine Wirtschaft. Wenn sich das alles ändert, werden wir selbstständig."
Als Tankstelle bezeichnete der US-Kongressabgeordnete John McCain Russland im Jahr 2014.
Nach Berechnungen von Bloomberg auf der Grundlage von Daten des Finanzministeriums gingen die Einnahmen des russischen Staatshaushalts aus dem Ölhandel im September 2025 im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2024 um etwa 20 Prozent zurück.
Die Agentur führt den Rückgang der Einnahmen auf den Verfall der Ölpreise und die Stärkung des Rubels zurück. Der durchschnittliche Preis für Urals-Öl lag im August bei 57,55 US-Dollar pro Barrel, was einem Rückgang von 18 Prozent gegenüber 2024 entspricht, während der Rubel im gleichen Zeitraum um 10 Prozent aufgewertet wurde.
Finanzminister Anton Siluanow hatte zuvor Pläne angekündigt, die Abhängigkeit des Haushalts von Öl- und Gaseinnahmen jährlich zu verringern. Seiner Prognose zufolge werde der Anteil dieser Einnahmen im Jahr 2026 etwa 20 bis 22 Prozent betragen, während er zuvor über 50 Prozent lag.
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Die US-Luftangriffe, die gegen Organisationen islamistischer Terroristen im Nordwesten Nigerias gerichtet waren, wurden als Teil einer "strukturierten" Sicherheitszusammenarbeit mit Washington durchgeführt, bestätigte die Regierung des westafrikanischen Landes.
Der Sprecher des Außenministeriums, Kimiebi Imomotimi Ebienfa, sagte, das bilaterale Abkommen umfasse das Teilen von Geheimdiensterkenntnissen, strategische Koordination und "andere Formen der Unterstützung" in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und wechselseitigem Respekt vor der Souveränität.
US-Präsident Donald Trump hatte am Weihnachtstag mitgeteilt, es habe eine Reihe von Luftangriffen gegen Kämpfer des Islamischen Staats, darunter auch Boko Haram in Nigeria, stattgefunden, nachdem er zuvor wochenlang Drohungen wegen Abudschas vermeintlichem Versagen in der Reaktion auf einen "Genozid" an Christen ausgestoßen hatte. Präsident Bola Tinubu hatte mehrere führende Beamte nach Washington geschickt, um die Lage zu diskutieren, und seinen Verteidigungsminister durch einen ehemaligen General ersetzt.
Trump teilte keine Details über die Schäden mit, die die Angriffe im Staat Sokoto verursacht haben. Das US‑Afrikakommando bestätigte, dass die Angriffe in Koordination mit nigerianischen Behörden ausgeführt wurden, und Kriegsminister Pete Hegseth versprach: "Es kommt mehr."
Letzten Monat wies Nigeria die Vorwürfe der Trump-Regierung zurück, Christen würden besonders verfolgt, und erklärte, die Unsicherheit betreffe Menschen jeden Glaubens. Die Regierung bestand zudem darauf, externe Unterstützung, die sich gegen die Krise richte, müsse die Souveränität des Landes respektieren.
In einem Exklusivinterview mit RT am Freitag sagte Daniel Bwala, Sprecher des nigerianischen Präsidenten Bola Tinubu, Abudscha heiße die jüngsten US-Luftangriffe willkommen, da sie gemeinsam mit der Regierung durchgeführt wurden.
"Unsere Übereinkunft mit den Vereinigten Staaten … wir brauchen keine amerikanischen Truppen am Boden. Nigerianische Soldaten sind imstande, mit der Lage umzugehen, mit der richtigen Ausrüstung und der richtigen Aufklärung", sagte er und fügte hinzu, dass die Bestimmungen überprüft werden könnten, "wenn sich die Notwendigkeit ergibt".
Einem Bericht der Financial Times (FT) zufolge hätten die Angriffe in der Grenzregion zum Nachbarland Niger stattgefunden: "Die Einwohner von Jabo taten ihre Überraschung über die Angriffe kund, und sagten, die Bomben wären in leeren Feldern gelandet … Der letzte Angriff von Terroristen ist vor zwei Jahren erfolgt." Auch Videoaufnahmen des nigerianischen Fernsehens zeigten "Stücke verbrannten Metalls in etwas, was aussieht wie Ackerland". Eine ähnliche Aussage trifft auch der ehemalige Chef des nigerianischen Rundfunks, Ladan Salihu, in einem Post auf X:
I just spoke with Hon Sarkin Yaki Jabo Member Sokoto State Assembly who visited Jabo after the strike at 10:30pm last night. The US strike in Jabo near Tambuwal wasn’t a precision strike. No casualties. Missiles landed in a plain field 300metres away from a Local Hospital pic.twitter.com/fPnaJL0tKP
— Ladan Salihu (@LadanSalihu1) December 26, 2025"Die Raketen landeten auf freiem Feld, etwa 300 Meter von einem örtlichen Krankenhaus entfernt."
Nigerianische Analytiker meinten laut der FT, der Bundesstaat Sokoto sei ein seltsames Ziel, da die Bevölkerung dort fast völlig aus Moslems bestünde.
Im Gespräch mit RT sagte Greg Simons, Professor für Journalismus an der Daffodil International University, er glaube, Trumps militärische Handlungen in Nigeria zielten darauf ab, den Aufstieg rivalisierender Mächte zu verhindern, die die geopolitische Dominanz der USA in Frage stellen könnten.
Er meinte, ein Teil könnte auch eine "Selbstgefälligkeit" von Trump sein, der angeblich für den Friedensnobelpreis im Gespräch ist. "Das ist der am meisten kompromittierte Friedenspreis der Geschichte", sagte Simons, und wies darauf hin, Trump habe "genug Kriege begonnen", um seine Kandidatur zu stützen.
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Von Yahya Dbouk
Der Israel-Besuch des US-Botschafters in der Türkei, Tom Barrack, in der vergangenen Woche wurde als "sensibel und äußerst bedeutsam" bezeichnet. Einige israelische Medien stellten ihn sogar als "Warnsignal" dar. Sie bliesen ihn zu einem ersten Schritt auf, um Israel einen vorgefertigten Plan aufzuzwingen, der drei Fronten gleichzeitig umfasst: Gaza, Libanon und Syrien, so ihre Darstellung.
Im Gegensatz zu solchen Übertreibungen scheint Barracks Besuch jedoch, wie die meisten Besuche von US-Beamten bei der Besatzungsmacht, eher darauf abzuzielen, Positionen zu sondieren, als Vorschriften zu erlassen.
Während einige Medien behaupteten, der Gesandte des US-Präsidenten sei mit einem endgültigen Dokument nach Tel Aviv gereist, das auf einer "Friss oder stirb"-Basis präsentiert werden sollte, handelte es sich offenbar eher um die Vorstellung von Ideen, mit denen die Haltung der israelischen Führung ausgelotet werden sollte: ihre roten Linien zu identifizieren, festzustellen, wo Verhandlungen und Manövrieren möglich sind und wo "Druck" ausgeübt werden könnte.
Dieser Ansatz fällt nicht unter "Zwangsdiplomatie", sondern spiegelt vielmehr eine Diplomatie der Einschätzung der und Anpassung an die Kräfteverhältnisse vor Ort und an Washingtons besonderen Blick auf seinen Verbündeten wider.
Der Besuch, der als konsultativ bezeichnet werden kann, war wohl auch darauf ausgerichtet, die Grundlage für das entscheidende Treffen zu schaffen, das voraussichtlich Ende Dezember US-Präsident Donald Trump und den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zusammenbringen wird.
Doch trotz seines konsultativen Charakters hat der Besuch bedeutende strategische Implikationen. Er signalisiert, dass die Trump-Regierung Gaza, den Libanon und Syrien nicht mehr als getrennte Angelegenheiten betrachtet, sondern als ein integriertes System innerhalb einer umfassenderen regionalen Vision. Das Ziel beschränkt sich nicht mehr nur auf die "Lösung der Gaza-Frage". Es geht vielmehr darum, die gesamte Sicherheitslandschaft Westasiens so umzugestalten, dass Akteure, die den USA gegenüber feindlich eingestellt sind, geschwächt und dauerhafte Lösungen gefestigt werden, die den Interessen Washingtons dienen.
Aus dieser Sicht sind die Fortschritte in Gaza hinsichtlich der Einleitung der zweiten Phase des Waffenstillstandsplans, die Steuerung der Lage im Libanon, um eine unkontrollierte Eskalation zu vermeiden, und das Ebnen des Weges für eine von den USA gewünschte Einigung zwischen Syrien und Israel untrennbare Bestandteile einer umfassenden regionalen Perspektive der USA.
In diesem Rahmen ist eine deutlich von Trump geprägte Form des US-"Pragmatismus" entstanden, die sich auf eine "Neudefinition der Entwaffnung" konzentriert. US-Regierungsvertreter, allen voran Barrack, erkennen nun an, dass es unter den gegenwärtigen Umständen unrealistisch ist, die Hamas oder die Hisbollah militärisch zu zerschlagen.
Dementsprechend hat sich der Fokus von der "Beseitigung der Waffen" auf die "Verhinderung ihres Einsatzes" verlagert. Diese Formulierung mag zwar vage erscheinen, aber sie erkennt die Komplexität der Realität an und zielt darauf ab, strenge Abschreckungs- und Kontrollmechanismen zu schaffen, um den Einsatz von Waffen sowohl im Libanon als auch im Gazastreifen zu begrenzen.
In diesem Licht erscheinen die USA als die Partei, die unter Druck steht, wenn auch umgekehrt, nicht weniger als die Hamas und die Hisbollah. Nachdem maximale Drohungen und Einschüchterungen eingesetzt wurden, zieht Washington es nicht durch, wenn die andere Seite sich weigert, nachzugeben. Stattdessen schluckt die US-Regierung die Konsequenzen dieser Weigerung und passt sich ihnen an, auch wenn sie damit hinter dem zurückbleibt, was sie durch Zwang zu erreichen gehofft hatte.
Dieser Ansatz, besonders in Gaza, wird von Tel Aviv als potenzielle Untergrabung der zweiten Phase des Waffenstillstands angesehen. Die Bedenken drehen sich darum, den Einsatz einer internationalen Truppe und den Rückzug Israels aus der Hälfte des Gazastreifens an die Wirksamkeit der Entwaffnung der Hamas zu knüpfen. Eine Trennung dieser beiden Aspekte würde wahrscheinlich die Besatzungsmacht dazu veranlassen, jeglichen Rückzug aus den von ihr direkt kontrollierten Gebieten östlich der "gelben Linie" zu verweigern. Dies wiederum würde Washington daran hindern, den Einsatz einer internationalen Truppe ohne einen solchen Rückzug zu ermöglichen.
Eine Kontroverse dieser Art kann nicht von einem US-Gesandten beigelegt werden, unabhängig von seinem Rang. Sie scheint stattdessen bis zum erwarteten Besuch von Premierminister Benjamin Netanjahu in den USA vertagt zu werden.
Syrien ist bei Barracks Besuch nicht weniger wichtig als seine Nachbarländer. Tatsächlich könnte es sogar vorrangig sein. An dieser Front hat der Gesandte eine klare Botschaft: Die US-Regierung lehnt es ab, Syrien aus der regionalen Gleichung herauszunehmen und sieht die Stabilität der neuen Regierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa als ein zentrales Element jeder zukünftigen Einigung an.
Washington hat wiederholt seine "Besorgnis" über Israels fortwährende Einfälle in den Süden Syriens geäußert, da es befürchtet, dass diese die Bemühungen um eine Stabilisierung des syrischen Staates untergraben könnten. Hier liegt der Kern des Streits: Während Washington Al-Scharaa als Partner für Stabilität betrachtet, beharrt Israel darauf, dass das neue Regime weiterhin nicht fähig oder willens ist, Bedrohungen entlang der syrischen Grenzen zu verhindern – eine Ansicht, die in den Augen der Besatzungsmacht die Fortsetzung "präventiver Operationen" rechtfertigt.
Der Beitrag erschien bei dem libanesischen Nachrichtenportal Al-Akhbar. Übersetzung aus dem Englischen von Olga Espín.
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Die US-Regierung hat laut dem letzten jährlichen "Festivus Report" von Senator Rand Paul in diesem Jahr mehr als 1,6 Billionen US-Dollar für unnütze Programme ausgegeben – etwa, Frettchen zu Komasäufern zu erziehen oder Hunden Kokain zu verabreichen.
Die 2025er-Ausgabe des jährlich neu von dem Republikaner aus Kentucky veröffentlichten Berichts benennt eine Gesamtsumme von 1.639.135.969.608 US-Dollar als verschwendet, darunter 1,22 Billionen US-Dollar, die für Zinsen auf die US-Staatsschulden ausgegeben wurden, die inzwischen fast 40 Billionen US-Dollar betragen.
Unter den besonders kritisierten Aufwendungen fanden sich 2,1 Millionen Dollar für Forscher, um Speichelproben von Besuchern von EDM-Festivals in New York zu sammeln, um sie auf Drogengebrauch zu untersuchen und die Partygänger zu befragen. Das nationale Gesundheitsinstitut NIH gab 5,2 Millionen Dollar dafür aus, Hunden Kokain zu verabreichen, und mit mehr als 13,8 Millionen wurden Experimente an Beagles finanziert.
Andere hervorgehobene Projekte sind 14,6 Millionen Dollar, um Affen ein Videospiel spielen zu lassen, das von "Der Preis ist heiß" inspiriert ist, ein Prozess, für den metallene Spitzen in die Schädel der Tiere gebohrt wurden. Die Abteilung für Veteranenangelegenheiten gab eine Million Dollar für eine Studie aus, bei der heranwachsende Frettchen gezwungen wurden, Alkohol zu konsumieren.
Im Bericht geht es auch um Fälle von Ausgaben für Diversität und Auslandshilfe. Er verzeichnet 3,3 Millionen Dollar, die die Northwestern University erhielt, um "wissenschaftliche Nachbarschaften" zu errichten, "Botschafter für sichere Räume" zu installieren und Komitees zu bilden, um "systemischen Rassismus abzubauen". Das Außenministerium gab 244.252 US-Dollar dafür aus, einen Fernsehcartoon für Kinder in Pakistan über den Klimawandel zu produzieren.
Paul kritisierte zudem die ineffektiven Ausgaben in Verbindung mit COVID-19, darunter 40 Millionen Dollar, die an Influencer in sozialen Medien gezahlt wurden, um unter Minderheiten für die Impfung zu werben. USAID, das von US-Präsident Donald Trump im Sommer geschlossen wurde, hatte außerdem 54 Millionen ausgegeben, um Coronavirenproben von Fledermäusen einzusammeln und für Gain-of-Function-Experimente nach Wuhan zu schicken.
Zudem bemerkte Paul, dass von einem Budget von 7,5 Milliarden, das unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden vergeben worden, um landesweit 500.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu bauen, nur ganze 68 Ladesäulen tatsächlich in Betrieb sind.
Eine ganze Reihe der von Paul erwähnten Programme wurde unter Biden genehmigt. Paul merkte an, auch wenn Trump seitdem die Ausgaben im Ausland zurückgeschnitten habe, sei das immer noch "nur ein Tropfen im Eimer", und warf dem Kongress vor, "Geld in Lieblingsprojekte und Sonderinteressen zu schaufeln" – auf Kosten der US-Steuerzahler.
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Von Wladimir Moshegow
Die europäische Tendenz, aus Weihnachten ein neutrales "saisonalen Fest" zu machen und dabei aus Toleranzgründen die Erwähnung des Namens Christus möglichst ganz zu vermeiden, gibt es bereits seit vielen Jahren.
Vorreiter dieser Neuerungen war traditionell Großbritannien. Bereits 1988 wurden die Weihnachtsfeiertage in Birmingham zur "Winterfröhlichkeit" erklärt. Bald folgten andere englische Städte dem "progressiven" Trend. Übrigens wurde im britischen Parlament darüber diskutiert, die Weihnachtsgrüße "Merry Christmas!" ("Frohe Weihnachten!") auf Postkarten und Schildern durch das politisch korrekte "Season's Greetings!" ("Jahreszeitgruß!") zu ersetzen. Es kam sogar so weit, dass in Großbritannien das Tragen kleiner Kruzifixe während der Arbeitszeit offiziell verboten wurde.
Auch Kontinentaleuropa blieb davon nicht verschont. Im Jahr 2012 benannten die belgischen Behörden die nationalen Weihnachtsfeierlichkeiten in "Wintervergnügen" um, wagten es jedoch nicht, sich vollständig vom Wort "Weihnachten" zu trennen.
Im selben Jahr kam es in der dänischen Stadt Kokkedal zu Straßenkämpfen, als die lokalen Behörden sich unter dem Druck asiatischer Migranten weigerten, einen Weihnachtsbaum auf einem zentral gelegenen Platz aufzustellen. Erst die Reaktion der einheimischen Bevölkerung veranlasste die Behörden zu Zugeständnissen, und der Weihnachtsbaum wurde schließlich doch aufgestellt.
Heutzutage wird Patriotismus in Deutschland fast schon als Straftat angesehen. In vielen deutschen Schulen wurden die Weihnachtsferien durch neutrale "Winterferien" ersetzt. Deutschlands Schulkantinen dürfen keine Schweinefleischgerichte mehr anbieten. Der Religionsunterricht wird in vielen Schulen abgeschafft. Und in der deutschen Stadt Eschweiler wurde – auf Drängen von Migranten – sogar Glockengeläute verboten.
Anfang 2025 gab die Geschäftsleitung der schwedischen Niederlassung des Unternehmens SAAB ihren Mitarbeitern die nachdrückliche Empfehlung, den Ausdruck "Frohe Weihnachten!" nicht mehr zu verwenden und ihn durch einen "Gruß zum saisonalen Fest" zu ersetzen. Die "progressive" schwedische Bischöfin Eva Brunne forderte der Toleranz wegen dazu auf, die Kreuze von den Kuppeln der Stockholmer Seemannskirche zu entfernen.
Im Jahr 2016 wurde in der französischen Stadt Publier auf Anordnung der Stadtverwaltung – wiederum aus Toleranzgründen – eine Skulptur der Jungfrau Maria vom Stadtplatz entfernt. In Paris wird auf dem Platz vor der Kathedrale Notre-Dame de Paris kein Weihnachtsbaum mehr aufgestellt. Auch die traditionellen Lichterketten gibt es hier nicht mehr. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die derzeitige Kulturministerin Rachida Dati gaben grünes Licht für den Austausch der historischen Glasfenster von Notre-Dame de Paris (obwohl sie beim Brand 2019 unversehrt geblieben sind) durch neue, mit einer "politisch korrekten" Darstellung von Schwarzafrikanern, gestaltet von der linksgerichteten Künstlerin Claire Tabouret aus Los Angeles.
Am 15. Dezember 2025 wies die französische Zeitung Le Figaro darauf hin, dass das Wort "Weihnachten" aus den offiziellen Glückwünschen in Paris verschwunden sei und auf den Plakatwänden anstelle des üblichen "Frohe Weihnachten!" den Parisern nun "Frohe Festtage" gewünscht werde. Aus Angst vor Reaktionen der Muslime wurden in Paris dieses Jahr außerdem alle großen Weihnachtsveranstaltungen abgesagt.
Die Vertreterin der Pressestelle der Pariser Stadtverwaltung Saida Almasy richtet sich heute mit folgenden Worten an die Pariser:
"Wer Weihnachten feiern möchte, kann dies mit Freunden und Angehörigen tun, muss jedoch die Bedeutung des Wortes 'Harām' verstehen. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die religiösen Traditionen von Weihnachten nicht für alle harmlos erscheinen, und jeder Bürger oder Gast Frankreichs sollte seine Mitbürger respektieren."
Kein Wunder, dass auch in Brüssel – dem Zentrum des heutigen "babylonischen Gemischs" – in den letzten Jahren anstelle des größten Weihnachtsbaums Europas eine seltsame Konstruktion aus Leuchtdioden aufgestellt wurde. Diese symbolisiert die abstrakten "Winterfeiertage". Auch der Weihnachtsmarkt trägt nun den neutralen Namen "Markt der winterlichen Genüsse".
Der Kurs der globalistischen Führungsschicht, die christliche Identität Europas zu tilgen, ist offensichtlich. Unlängst kam es zu einem Skandal um die Äußerung der derzeitigen Chefin der EU-Bürokratie Ursula von der Leyen, die in der Ben-Gurion-Universität in Negev eine Rede hielt und dabei Folgendes sagte:
"Europa – das sind die Werte des Talmud, das jüdische Gefühl der persönlichen Verantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität."
Von der Leyen tätigte diese Äußerung bereits 2022, jedoch wurde ihr erst jetzt gebührende Aufmerksamkeit geschenkt.
Hätte von der Leyen lediglich den Juden eine Freude bereiten wollen, warum hat sie dann nicht einfach die Worte "Werte der Tora" verwendet, die sowohl für Juden als auch für Christen gleichermaßen gelten? Der Talmud wurde jedoch als feindselige Reaktion auf die christliche Heilsbotschaft verfasst und enthält zahlreiche Angriffe auf Christus und das Christentum.
Eine Antwort von der Leyens blieb jedoch aus. Ebenso wie Erklärungen dazu, wie die Werte des Talmud künftig mit den Werten des Koran in Europa in Einklang gebracht werden sollten. Es gibt auch keine Antwort darauf, wie diese europäische Bürokratin, die Europa zu einer talmudischen Welt erklärte, den Druck des judenfeindlichen Islamismus eindämmen will.
Diese Verrücktheit der Eurobürokratie nimmt langsam schizophrene Formen an. Unverändert bleiben nur das aggressive Antichristentum und der Hass auf alles Christliche.
Dies erklärt auch den jüngsten Schritt der Europäischen Kommission, die der Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) kürzlich die EU-Finanzierung entzog. Der Begründung zufolge entspricht diese nicht der Gender-Ideologie.
Es ist anzumerken, dass die FAFCE derzeit die einzige offiziell in Brüssel registrierte christliche Nichtregierungsorganisation ist. Ihre Tätigkeit konzentriert sich auf den Schutz der Familie, was den Hass der Eurokraten hervorruft. Offiziell wurde die Finanzierungsverweigerung mit der Nichteinhaltung der Anforderungen zur Berücksichtigung "vielfältiger genderbezogener Perspektiven" gerechtfertigt.
Die ungarische EU-Abgeordnete Kinga Gál stellte dabei klar, dass die aktuellen Entwicklungen Ausdruck des Bestrebens der Europäischen Kommission seien, die FAFCE "für ihren Einsatz zum Schutz der Familie als Grundpfeiler der Gesellschaft zu bestrafen", da der Schutz der Familie in Brüssel bereits als Straftat betrachtet werde.
Es scheint, dass bald auch das Bekenntnis zum Christentum als Straftat angesehen werden könnte. Das einzige Hindernis für die Globalisten bleibt der immer noch zu hohe Anteil der christlichen Bevölkerung in Europa.
Langjährige Untersuchungen des US-amerikanischen Forschungszentrums Pew bestätigen, dass sich die Mehrheit der Befragten (aus 15 europäischen Ländern) weiterhin als Christen bezeichnet. 91 Prozent der Befragten sind getauft, und mehr als die Hälfte gibt an, an Gott zu glauben. Laut Pew ist das Christentum nach wie vor die größte Religion der Welt, zu der sich fast ein Drittel der Weltbevölkerung bekennt. Andererseits weisen die Zahlen auf folgende Tendenzen hin: Nur eine Minderheit der Befragten besucht die Kirche, und die Zahl der Christen in Europa nimmt kontinuierlich ab.
Allerdings wächst auch die Gegenbewegung. Es ist kein Zufall, dass die Alternative für Deutschland (AfD) in Deutschland, die Front National von Marine Le Pen in Frankreich, die Reformpartei von Nigel Farage in Großbritannien und die Konservativen im katholischen Süden Europas derzeit an Popularität gewinnen. Denn die christliche Bevölkerung dieser Länder, die vom politischen Leben ausgeschlossen ist, will sich mit ihrer Situation nicht abfinden.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 25. Dezember 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.
Wladimir Moshegow ist ein russischer Publizist.
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Nach Ansicht des US-Unternehmers Elon Musk ist Brüssel keine belgische Stadt mehr. Er hat seine Meinung auf sozialem Netzwerk X geäußert:
"Die Hauptstadt Belgiens ist nicht mehr belgisch."
Damit kommentierte der Milliardär einen Beitrag des Bloggers Mario Nawfal, der Statistiken über die in der belgischen Hauptstadt lebenden Kinder veröffentlicht hatte. Diesen Daten zufolge sind derzeit etwa drei Viertel der Minderjährigen in Brüssel Kinder nicht-europäischer Herkunft.
Zuvor war Musk als erster Mensch in der Geschichte mit einem Vermögen von über 700 Milliarden US-Dollar anerkannt worden. Der neue Rekord hängt damit zusammen, dass der Delaware Supreme Court eine frühere Gerichtsentscheidung aufgehoben hatte, mit der Musk die Zuteilung von Tesla-Aktienoptionen im Wert von 139 Milliarden US-Dollar aberkannt worden war. Nach Angaben von Forbes verfügt der Unternehmer nach der Berufung gegen das Urteil über ein Vermögen von 749 Milliarden US-Dollar.
Am 9. Dezember hatte US-Präsident Donald Trump den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan als schrecklichen Menschen bezeichnet, der in seiner Arbeit versagt habe. Damit hatte der US-Staatschef die schwierige Situation mit Migranten in der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs kommentiert. Er hatte angemerkt, dass die Stadtverwaltung "Menschen einfach einreisen lässt, ohne sie zu überprüfen".
Am nächsten Tag sprach der Chef des Weißen Hauses vor seinen Anhängern im Bundesstaat Pennsylvania. Trump erklärte, dass Europa aufgrund seiner Migrations- und Energiepolitik Gefahr laufe, sich selbst zu zerstören. Der US-Präsident empfahl den europäischen Ländern, vorsichtig zu sein.
Zuvor hatte die Führung der Europäischen Union Polen von der Verpflichtung befreit, Migranten aufzunehmen.
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Das Nationale Sicherheitsarchiv der USA hat diese Woche Notizen des letzten Treffens zwischen dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin freigegeben. Das Treffen fand am 8. April 2008 in Putins damaliger Sommerresidenz Botscharow Rutschej in Sotschi am Schwarzen Meer statt.
Die Begegnung fand unmittelbar nach dem NATO-Gipfel in Bukarest statt, wo ein Beitritt der Ukraine und Georgiens als erklärtes Ziel des Militärbündnisses verkündet wurde.
"Der Tonfall unterscheidet sich deutlich von den ersten Gesprächen, in denen beide Präsidenten Zusammenarbeit in allen Fragen zusicherten und ihr Bekenntnis zu engen persönlichen Beziehungen bekräftigten", heißt es im Begleittext der Veröffentlichung des Sicherheitsarchivs. Putin sei "ein zuvorkommender Gastgeber" und der US-Präsident "ein höflicher Gast", doch Meinungsverschiedenheiten hätten sich "nicht vermeiden" lassen, heißt es weiter. "Dennoch ist es beeindruckend, wie sie inhaltliche Fragen konstruktiv erörtern können. Putin erläutert die russische Sichtweise auf die Raketenabwehrsysteme in Polen und Tschechien. Bush nimmt die russischen Bedenken zur Kenntnis, bleibt aber bei seiner Position."
In Bezug auf den Gipfel in Bukarest bekräftigte Putin gegenüber seinem amerikanischen Amtskollegen seine entschiedene Ablehnung eines NATO-Beitritts der Ukraine und Georgiens. Im Folgenden der Wortlaut des Teils des Gesprächs zwischen Putin und Bush, der sich mit der Ukraine-Frage beschäftigt:
Putin: Gut. Ich möchte nun wiederholen, was ich Condoleezza [Rice, damalige US-Außenministerin] und [dem damaligen US-Verteidigungsminister Robert] Gates in Moskau zur NATO-Erweiterung gesagt habe. Es ist Ihnen nicht neu, und ich erwarte keine Antwort; ich möchte es nur laut aussprechen. Ich möchte betonen, dass der NATO-Beitritt eines Landes wie der Ukraine langfristig ein Konfliktfeld für Sie und uns schaffen wird, eine langfristige Konfrontation.
Bush: Warum?
Putin: Siebzehn Millionen Russen leben in der Ukraine – ein Drittel der Bevölkerung. Die Ukraine ist ein sehr komplexer Staat. Sie ist keine Nation, die auf natürliche Weise entstanden ist. Sie ist ein künstlich geschaffener Staat aus Sowjetzeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Ukraine Gebiete von Polen, Rumänien und Ungarn – das ist so ziemlich die gesamte Westukraine. In den 1920er und 1930er Jahren erwarb die Ukraine Gebiete von Russland – den östlichen Teil des Landes. 1956 wurde die Krim an die Ukraine abgetreten. Die Ukraine ist ein relativ großes europäisches Land mit 45 Millionen Einwohnern. Die Bevölkerung hat sehr unterschiedliche Mentalitäten. In der Westukraine findet man Dörfer, in denen ausschließlich Ungarisch gesprochen wird und die Menschen traditionelle Hauben tragen. Im Osten hingegen tragen die Menschen Anzüge, Krawatten und große Hüte. Die NATO wird von einem Großteil der Ukrainer als feindliche Organisation wahrgenommen.
Dies führt zu folgenden Problemen für Russland: Es besteht die Gefahr, dass Militärbasen und neue Waffensysteme in der Nähe Russlands stationiert werden. Dies schafft Unsicherheiten und Bedrohungen für uns. Indem Russland sich auf die NATO-kritischen Kräfte in der Ukraine stützt, versucht es, die NATO an einer Erweiterung zu hindern. Russland wird dort ständig Probleme verursachen. Wozu das Ganze? Welchen Sinn hat die ukrainische NATO-Mitgliedschaft? Welchen Nutzen hätten NATO und die USA davon? Es kann nur einen Grund geben: die Festigung des Status der Ukraine in der westlichen Welt. Das wäre die logische Erklärung. Ich glaube nicht, dass das die richtige Logik ist; ich versuche, sie zu verstehen.
Angesichts der unterschiedlichen Ansichten verschiedener Bevölkerungsgruppen zur NATO-Mitgliedschaft könnte das Land auseinanderbrechen. Ich habe immer gesagt, es gibt einen prowestlichen und einen prorussischen Teil. Derzeit liegt die Macht in den Händen der prowestlichen Führer. Kaum an der Macht, spalteten sie sich. Die politische Aktivität dort spiegelt die Haltung der Bevölkerung wider. Es geht dort nicht um den NATO-Beitritt, sondern um die Sicherung der Selbstversorgung der Ukraine. Auch die Wirtschaft muss gestärkt werden.
Siebzig Prozent der Bevölkerung sind gegen die NATO. Condoleezza erzählte mir, dass die Bevölkerung in der Slowakei und in Kroatien anfangs dagegen war, jetzt aber dafür ist. Wogegen wir sind, ist der Beitritt der Ukraine zur NATO, aber in jedem Fall sollten wir warten, bis eine Mehrheit der Bevölkerung dafür ist, und sie dann beitreten lassen, nicht umgekehrt.
Wie es im Begleittext des Nationalen Sicherheitsarchivs heißt, äußerte Bush daraufhin "überraschenderweise seine Bewunderung für Putins Fähigkeit, seine Position darzulegen: 'Ich bewundere an Ihnen, dass Sie keine Angst hatten, dies der NATO zu sagen. Das ist sehr bewundernswert. Man hat Ihnen aufmerksam zugehört und hatte keinen Zweifel an Ihrer Position. Das war ein guter Auftritt.'"
Zu einem Umdenken innerhalb des US-geführten Militärblocks hat der "gute Auftritt" Putins jedoch nicht geführt. Moskau sieht in dem anvisierten NATO-Beitritt seines Nachbarlandes eine der wichtigsten Wurzeln des gegenwärtigen Ukraine-Konflikts.
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Von Wadim Sagarenko
Die Russen haben eine Leidenschaft für alten Weihnachtsbaumschmuck entwickelt und sind bereit, Tausende von Euro dafür zu zahlen. Diese Schmuckgegenstände wurden nicht von berühmten Designern oder aus kostbarem Material erstellt. Aber sie haben ihre eigene Geschichte und erwecken die Nostalgie für eine vergangene Zeit.
Russische Feiertagsstimmung
Die Feiertage in Russland erstrecken sich über einen Zeitraum von eineinhalb Wochen. Die Meisten sind während dieser Zeit im Urlaub und feiern auf verschiedenste Weise.
Das orthodoxe Weihnachten (das am 7. Januar gefeiert wird) ist ein religiöser Feiertag und wird in den Kirchen mit traditionellen Messen und Nachtwachen begangen.
An den übrigen Tagen des Winterurlaubs besuchen Russen traditionell Freunde, geben Partys oder reisen. Viele streben nach Moskau, während die Moskauer in nahegelegenen Vororten Ruhe suchen.
Eine andere Feiertagstradition ist, Märkte zu besuchen, auf Eisbahnen Schlittschuh zu laufen (von denen in diesem Jahr eine besonders lange durch einen Moskauer Park führt), Schneeballschlachten zu schlagen und sich mit anderen lustigen Winteraktivitäten zu beschäftigen. Sie werden meist von den örtlichen Behörden und großen Firmen organisiert.
Der Neujahrsabend ist jedoch in Russland vor allem ein Familienereignis. Er wird zu Hause mit der Familie und engen Freunden begangen. Die russischen Neujahrstraditionen sind recht einfach und unprätentiös. Zu ihnen gehört die Zubereitung traditioneller Salate (wie "Mimosa", "Hering im Pelzmantel" und "Olivier"), einen Wunsch auf ein Stück Papier zu schreiben, es zu verbrennen, die Asche in ein Glas Champagner zu streuen und es zu leeren, sobald die Uhr Mitternacht schlägt.
Lange blieben diese Traditionen unverändert. In jüngerer Zeit jedoch entstand ein neuer Trend: Weihnachtsbaumschmuck aus sowjetischer Zeit. Familien, junge Fans und Sammler jagen nach Schmuck, der 50, 70 oder gar 100 Jahre alt ist. Sie suchen überall nach diesen Dekorationen: in den Wohnungen älterer Verwandter, in Antiquitätenläden und online.
Wie der Weihnachtsbaum nach Russland kam
In Russland begann die Tradition, Neujahr am 31. Dezember zu feiern, erst 1699, durch ein Dekret von Peter dem Großen. Davor war der 1. September der Anfang des neuen Jahres; es gab keine schicke Feier – üblicherweise wurde an diesem Tag die Ernte verzeichnet, und es wurden einige neue Gesetze erlassen.
Peter der Große führte jedoch nicht nur ein neues Datum für die Feier ein, sondern auch neue Traditionen. Er wies an, dass Wohnungen und Geschäfte mit Tannenzweigen geschmückt werden sollten, die an Dächern und Türen befestigt wurden. Später wurden Zweige über Toreingängen in ländlichen Gegenden zum Kennzeichen von Wirtshäusern.
Weihnachtsbäume zu schmücken begann man erst im 19. Jahrhundert, eine Tradition, die von der Familie von Nikolaus I. begonnen wurde. Mit der Zeit fanden geschmückte Bäume den Weg in die Wohnungen von Aristokraten und Händlern wie auch auf öffentliche Plätze. Am 31. Dezember wurden Bäume aufgestellt, aber man betrachtete sie als Weihnachtsbäume, geschmückt mit Dekorationen wie Engeln und dem Stern von Bethlehem.
Anfänglich wurden Leckereien für Kinder – Äpfel, Nüsse und Bonbons – in die Bäume gehängt. Später wurden diese Leckereien in schmuckvoll ausgestalteten Schmuckgegenständen verborgen – so entstanden die auffälligeren Verzierungen.
Erst wurden diese Dekorationen importiert, und nur die Reichen konnten sie sich leisten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden jedoch die ersten in Russland produziert, insbesondere rund um Klin, wo sich Glasbläsereien befanden. Diese Werkstätten verkauften bunte Glaskugeln, Schneekristalle und Figuren von Engeln, Vögeln und Tieren.
Soldaten der Roten Armee ersetzten die Engel
Zur Zeit der Oktoberrevolution 1917 hatte sich die Tradition, Weihnachtsbäume zu schmücken, durchgesetzt, auch wenn sie immer noch als "bourgeois" angesehen wurde. Die religiöse Bedeutung des Weihnachtsbaums blieb ebenfalls stark. Das veranlasste die Bolschewiki, die die christlichen Traditionen auslöschen wollten, die Produktion des Schmucks zu kappen und Weihnachtsbäume sowie deren Dekorationen faktisch zu verbieten.
Der Kulturkampf, den die Kommunisten führten, währte jedoch nicht lang. In den 1930ern erlebte der Schmuck ein Comeback, wenn auch mit einer Veränderung – er zeigte jetzt die neuen "Staatswerte". Anstelle der Engel und des Sterns von Bethlehem wurden den sowjetischen Bürgern nun Dekorationen angeboten, die nationale Einheit und Staatsprogramme symbolisierten: Figuren von Pionieren, Soldaten der Roten Armee, Arbeitern, Luftfahrzeugen und Traktoren – zusammen mit Figuren der politischen Führung des Landes.
Populäre Magazine veröffentlichten auch Vorlagen für selbst gefertigten Schmuck, natürlich ebenfalls patriotisch.
Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete die Industrie nur für die Bedürfnisse der Armee, also wurde der Schmuck aus dem verfügbaren Material gefertigt, Baumwolle, Karton und Folie. Krankenhäuser nutzten leere Medizinfläschchen – malten sie an, versahen sie mit Drähten und hängten sie zur Freude der Patienten auf.
Die Fabriken nutzten Abfälle – Drähte, Metallspäne und fehlerhafte Teile –, um Dekorationen wie Schneeflocken, Blumen oder fünfzackige rote Sterne anzufertigen.
Nach dem Krieg wurde die Produktion von Weihnachtsbaumschmuck wiederaufgenommen. Die Behörden versuchten nicht länger, einen "neuen sowjetischen Menschen" zu schaffen, und begannen, die Regeln für die Ästhetik zu Hause zu lockern. Das führte zur Entstehung eines erkennbaren sowjetischen Schmuckstils in den 1950ern, der helle, farbenfreudige Kugeln, Pinienzapfen, Eiswürfel und Märchengestalten hervorbrachte.
Warum der sowjetische Stil die Russen immer noch teilt
Heute haben die Russen keine einheitliche Meinung zur sowjetischen Ästhetik. Manche mögen die monumentale brutalistische Architektur, die Uniformen der Komsomol-Mitglieder und sowjetische Automobile. Sogar die drögen sowjetischen Plattenbauten haben ihre Fans, die sie voller Zuneigung "Panelki" nennen.
Vor allem Bilder der "sowjetischen Zukunft" bleiben besonders attraktiv; Mosaike, die Kosmonauten und Poster zeigen, die stolze Arbeiter und Soldaten darstellen, inspirieren Menschen noch immer.
Das tägliche Leben in der sowjetischen Zeit gilt jedoch allgemein als überholt. Sowjetische Inneneinrichtungen werden oft für ihr klobiges Design kritisiert, das allgemein "Omas Renovierung" genannt wird.
Gegenstände aus dem Alltagsleben der UdSSR interessieren nur Sammler und Museen. Allerdings gibt es eine bemerkenswerte Ausnahme: Weihnachtsbaumschmuck. Er wird nicht nur von Jung und Alt gleichermaßen geschätzt – er wurde ein echter Trend.
Allein in diesem Jahr stieg die Nachfrage für derartigen Schmuck um 80 Prozent. Die Preise für seltene Sätze und sogar einzelne Baumzier können bis zu 1,5 Millionen Rubel (16.000 Euro) erreichen. Nicht nur Antiquitätenhändler, sondern auch Modebegeisterte führen stolz ihren antiken Weihnachtsbaumschmuck vor.
Und das ist nicht nur eine Frage der Nostalgie.
Mode, Geld, Familie
In ganz Russland sind Vintage und Retro zunehmend in Mode. Während Kleidung, Möbelstücke und Gerätschaften aus der sowjetischen Zeit nicht jedermanns Geschmack sind, bietet Weihnachtsbaumschmuck oft einen Hauch von Geschichte ohne jede Unbequemlichkeit. Das sind keine modernen Kopien, es sind anfassbare Stücke aus der Vergangenheit, die man schätzen kann, aber auch nutze, wie es vorgesehen war.
Die zunehmende Popularität sowjetischen Baumschmucks wird auch von seiner Seltenheit angetrieben. Das Angebot ist begrenzt: Viele Schmuckstücke sind schon längst zerbrochen, während andere vergessen in verstaubten Schachteln auf Dachböden oder in Kellern ruhen. Die ursprüngliche Produktion war nie Massenproduktion, und ein großer Teil dieser Dekorationen war handgefertigt, was sie wirklich einzigartig macht. Experten erkennen sowjetischen Baumschmuck bereits als wertvolle Antiquitäten an.
Außerdem gab es eine Veränderung in der Haltung zur sowjetischen Vergangenheit. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurden die Debatten über das Leben im Sozialismus – ob im Film, in den Medien oder der Literatur – sehr stark politisiert. Einige idealisierten diese Ära, während andere sie als Dystopie darstellten. Die Debatten waren erhitzt, selbst unter jenen, die einfach die sowjetische Ästhetik schätzten.
Mit der Zeit wurden selbst Russen mit einer starken Überzeugung bezüglich der UdSSR der emotionalen Argumente überdrüssig. In den letzten Jahren hat sich der Fokus von der Glorifizierung oder Verdammung der sowjetischen Bürger auf die Darstellung ihres wirklichen Lebens verlagert. Unter allen Unbequemlichkeiten und Mängeln des sowjetischen Lebens besitzt es definitiv einen gewissen Charme.
Und schließlich bauen diese Schmuckgegenstände eine Brücke zwischen den Generationen. Nicht jede Familie hat Erbstücke, die die Wirren der 1990er überstanden, aber alte Baumdekoration kann sowohl bei älteren Verwandten angenehme Erinnerung heraufbeschwören als auch Kindern Freude bereiten.
Jüngst haben die Russen begonnen, mehr Zeit mit ihren Familien zu verbringen. Trotz einer Zunahme des Individualismus gibt es eine Sehnsucht, sich mit den Lieben stärker zu verbinden. Das macht die Idee, alten Weihnachtsbaumschmuck in die Neujahrsfeier der Familie zu integrieren, noch anziehender.
Wadim Sagarenko ist ein in Moskau lebender Kolumnist und Autor, der sich mit internationaler Politik, Kultur und Medientrends befasst.
Übersetzung aus dem Englischen.
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Manfred Weber, der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), die die größte Fraktion im Europäischen Parlament stellt, will deutsche Soldaten in die Ukraine entsenden. Dort sollen sie im Rahmen eines europäischen Kontingents einen vereinbarten Frieden absichern, wie Weber gegenüber der Funke Mediengruppe erklärte.
"Ich wünsche mir Soldaten mit der europäischen Flagge auf der Uniform, die gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden den Frieden sichern", sagte der CSU-Politiker. "Wir können nicht ernsthaft erwarten, dass Trump eine Friedenslösung allein mit amerikanischen GIs absichert. Und wenn wir über europäische Truppen reden, kann Deutschland nicht außen vor bleiben", führte Weber dazu aus.
Laut dem 53-Jährigen müsse Europa Verantwortung für die Sicherheit der Ukraine übernehmen. "Nach einem Waffenstillstands- oder Friedensabkommen muss an der Sicherheitslinie die europäische Flagge wehen", fordert Weber.
Damit knüpft der Politiker an seine Aussagen von vor einem Monat an, als er den Ausbau der EU zu einer europäischen NATO forderte, da man sich auf die USA "nicht mehr uneingeschränkt verlassen" könne. Er rief die EU auf, mit einer neuen Sicherheitsstrategie auf die Abkehr Washingtons von Europa zu reagieren. "Wir müssen aufhören, unsere Politik aus Washingtoner Papieren heraus zu gestalten. Wir müssen unsere eigene Sicherheitsstrategie schreiben, die Architektur Europas auf den Prüfstand stellen und endlich selbstbewusst handeln", so der EVP-Chef.
Webers Vorstoß hinsichtlich einer Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine dürfte allerdings kaum jemals Realität werden. Denn Moskau hat wiederholt erklärt, dass es unter keinen Umständen Soldaten aus NATO-Staaten in der Ukraine akzeptieren wird. Stattdessen begreife man diese als "legitime Ziele", heißt es aus dem Kreml. Da Russland einem Friedensvertrag nicht zustimmen wird, der die Stationierung von NATO-Truppen in der Ukraine vorsieht, lässt sich Webers Vorstoß als Versuch werten, die aktuellen Friedensbemühungen Washingtons zu untergraben.
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