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  • Quelle im Kreml? Moskau bezichtigt Bloomberg der Verbreitung von "Fake News"

    Bloomberg verbreite "Fake News", indem es vorgibt, über Insiderinformationen aus dem Kreml zu verfügen, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag.

    Die Diplomatin kritisierte die Nachrichtenagentur, nachdem diese Moskaus angebliche Haltung zu einem 20-Punkte-Friedensvorschlag des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij wiedergegeben hatte. Der Bericht berief sich auf eine anonyme Quelle, die als eine "dem Kreml nahestehende Person" beschrieben wurde.

    "Dieses angebliche Nachrichtenportal hat keine verlässlichen Quellen im Kreml-Umfeld. Nur unzuverlässige. Und die Formulierung 'dem Kreml nahestehend' dient lediglich als Deckmantel für Fake News", sagte Sacharowa auf Telegram.

    Der Kiewer Vorschlag, der laut Selenskij im Rahmen der Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um eine Lösung des andauernden Konflikts mit US-Vertretern erörtert wurde, sieht eine von der NATO unterstützte 800.000 Mann starke ukrainische Armee und einen sofortigen Waffenstillstand unter Einfrierung der derzeitigen Frontlinie vor.

    Moskau weigert sich, seine Position zu dem 20-Punkte-Plan öffentlich zu machen, und erklärt, sensible Diplomatie müsse vertraulich geführt werden. Unter den gegebenen Umständen sei es "nicht ratsam", die eigene Verhandlungsposition öffentlich zu machen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

    Kirill Dmitrijew,  der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der an den Gesprächen mit den USA beteiligt ist, vermutete, dass eine "von den USA, Großbritannien und der EU gesteuerte Fake-Medien-Maschinerie" Druck ausübe, um Trumps Agenda, insbesondere in der Ukraine-Frage, zu untergraben.

    Zuvor hatte die US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard Reuters vorgeworfen, "Propaganda" über Russland zu verbreiten, nachdem die Nachrichtenagentur behauptet hatte, ein US-Geheimdienstbericht habe ergeben, dass Moskau die "gesamte Ukraine erobern und Teile Europas, die zum ehemaligen Sowjetimperium gehörten, zurückerobern" wolle. Russland erklärte, die Behauptung sei falsch, unabhängig davon, ob ein solches US-Dokument existiere oder nicht.

    Mehr zum Thema - Angebliche russische Angriffspläne: Kreml unterstützt US-Kritik an Reuters-"Lügen"

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  • Moskau: Ukraine plant Generalmobilmachung von zwei Millionen Männern

    Kiew könnte bald eine Generalmobilmachung einleiten, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Die ukrainischen Wehrdienststellen seien angewiesen worden, Anfang 2026 zwei Millionen Einberufungsbescheide auszustellen, erklärte sie am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

    Laut Sacharowa wurden die Sicherheitsdienste und Wehrdienststellen in der Ukraine angewiesen, "die Daumenschrauben maximal anzuziehen", indem die Liste der gesundheitlichen Gründe für eine Befreiung vom Wehrdienst reduziert wurde.

    Diese Maßnahmen würden jedoch "kaum dazu beitragen, das systemische Problem der Auffüllung der Verluste der ukrainischen Armee zu lösen", erklärte Sacharowa und fügte hinzu, dass die Ukrainer zunehmend zögerten, dem Militär beizutreten, und sogar eine Haftstrafe vorzögen.

    Kiew leidet seit Beginn des Konflikts mit Moskau unter chronischem Personalmangel, bedingt durch hohe Verluste auf dem Schlachtfeld und zahlreiche Fälle von Wehrdienstverweigerung und Desertion. Laut den letzten öffentlich zugänglichen ukrainischen Daten wurden seit der Eskalation des Konflikts im Jahr 2022 fast 290.000 Fälle von Fahnenflucht registriert.

    Seitdem hat die Ukraine fast allen erwachsenen Männern die Ausreise verboten und das Wehrpflichtalter von 27 auf 25 Jahre gesenkt. Berichten zufolge sind seit August, als die ukrainische Regierung ein Dekret erließ, das Männern zwischen 18 und 22 Jahren die Ausreise erlaubte, fast 100.000 junge Männer aus dem Land geflohen.

    Laut dem russischen Verteidigungsminister Andrei Beloussow hat das ukrainische Militär allein in diesem Jahr fast 500.000 Soldaten verloren. "Kiew ist nicht mehr in der Lage, seine Truppen durch die Zwangsmobilisierung von Zivilisten aufzufüllen", erklärte der Minister Anfang des Monats.

    Die Rekrutierungskampagne in Kiew ist zunehmend brutaler geworden. Hunderte von Vorfällen wurden online dokumentiert, in denen Militärrekrutierer potenzielle Wehrpflichtige angriffen, sie durch die Straßen jagten und Unbeteiligte bedrohten, die eingreifen wollten.

    Im Oktober forderten die Kiewer Wehrpflichtbehörden die Bürger auf, die Verbreitung solcher Videos im Internet einzustellen.

    Mehr zum Thema - Ukrainische Jugendliche wollen auch für großes Geld nicht an die Front

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  • Israel soll Mitglied der iranischen Revolutionsgarde im Libanon getötet haben

    Wie das israelische Militär am Donnerstag mitteilte, haben die Streitkräfte des Landes einen Angehörigen der iranischen Quds-Truppe im Libanon getötet. Dieser soll an der Planung von Anschlägen aus Syrien und dem Libanon beteiligt gewesen sein. Die Quds-Einheit ist eine Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarde (IRGC). Sie ist zuständig für Auslandsoperationen Irans, vor allem im militärischen, geheimdienstlichen und politischen Bereich.

    Das israelische Militär identifizierte den Getöteten als Hussein Mahmoud Marshad al-Jawhari und bezeichnete ihn als "wichtigen Aktivisten der Einheit 840 der Quds-Truppe".

    IDF says it killed Hussein al-Jawhari, a senior member of the IRGC-Quds Force in Lebanon pic.twitter.com/yBW0j0Fx7v

    — Sprinter Press (@SprinterPress) December 25, 2025

    Er wurde in der Region Ansariyeh ermordet, fügte das Militär in einer Erklärung hinzu, ohne weitere Details zu seinem Tod zu nennen. Al-Jawhari sei für die iranische Revolutionsgarde (IRGC) tätig gewesen und habe sich an "von Iran gelenkten Terroraktivitäten" gegen den Staat Israel und dessen Sicherheitskräfte beteiligt, hieß es in der israelischen Darstellung.

    Vonseiten Irans oder des Libanon gab es bislang keine unmittelbare Stellungnahme.

    Israel und Iran führten im Juni einen zwölf Tage andauernden Krieg. Trotz einer Waffenruhevereinbarung mit dem Libanon führt das israelische Militär fast täglich Angriffe im Libanon durch, um nach eigenen Angaben die Wiederaufbauarbeiten der von Iran unterstützten libanesischen Gruppe Hisbollah zu verhindern.

    Der im November 2024 vereinbarte und von den USA unterstützte Waffenstillstand hatte mehr als ein Jahr der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah beendet. Er sah die Entwaffnung der mächtigen bewaffneten Gruppe vor, beginnend in Gebieten südlich des Flusses, die an Israel angrenzen. Israel bricht jedoch permanent durch Angriffe auf den Libanon die Waffenruhe und hat dabei bisher Hunderte Zivilisten getötet.

    Mehr zum Thema - Bericht: Netanjahu will Trump über neuen Angriffsplan gegen Iran informieren

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  • Heimaturlaub trotz Krieg? Ukrainer reisen massenhaft für Ferien zurück

    Von Hans-Ueli Läppli

    An den polnisch-ukrainischen Grenzübergängen kam es über die Feiertage zu kilometerlangen Staus. Wartezeiten von bis zu 24 Stunden wurden gemeldet.

    Der Grund war nicht eine Evakuierung, sondern das Gegenteil: Zehntausende ukrainische Staatsbürger reisten für Weihnachten und den Jahreswechsel in ihr Herkunftsland zurück. Das berichteten mehrere Medien unter Berufung auf Grenz- und Polizeidaten.

    Zehn-, wenn nicht gar Hunderttausende UKRAINER, die angeblich vor dem Krieg geflohen sind, feiern Weihnachten im „Kriegsgebiet“.Könnte es sein, dass wir verar***t werden?WELT: „Hier sind gigantische Staus an der polnisch-ukrainischen Grenze mit Wartezeiten bis zu 24 Stunden.… pic.twitter.com/UPAM0SkMJ8

    — Georg Pazderski (@Georg_Pazderski) December 25, 2025

    Politisch bedeutsam ist der Vorgang insofern, als er die Voraussetzungen des geltenden Schutzstatus berührt. Dieser basiert auf der Annahme einer ernsthaften Gefahr im Herkunftsland.

    Dieser Status wird pauschal gewährt, ohne individuelle Asylprüfung, und ist mit umfangreichen Sozialleistungen verbunden.

    🎼HÖRT ES EUCH unbedingt AN🎶‼️👍Ukrainer machen über die Feiertage Urlaub in der Heimat! 20 Stunden Stau an der Grenze! Der Re Gier ung ist's scheißegal‼️ pic.twitter.com/cfEBJgBfqb

    — Rainer Huth (@RainerHuth61) December 23, 2025

    Die Rückreisen verändern nicht den Charakter der Personen, wohl aber die Logik des Schutzsystems. Wird Schutz faktisch reversibel, verliert er seine klare Abgrenzung gegenüber regulärer Mobilität. Die Kategorie der Flucht wird damit funktional neu interpretiert.

    Besonders deutlich wird dies durch die staatliche Praxis. Rückreisen bleiben folgenlos. Es gibt keine systematische Erfassung, keine automatische Überprüfung, keinen Widerruf von Leistungen.

    Wer ausreist, kann in der Regel problemlos zurückkehren und erhält weiterhin Bürgergeld, Unterkunft und Krankenversicherung. Der Staat verzichtet bewusst auf Kontrolle.

    AB IN DEN URLAUBDIE UKRAINER BESUCHEN ÜBER DIE FEIERTAGE IHRE LIEBEN DAHEIMGRENZE POLEN-#UKRAINE, 12.2025◼️ Ukrainische Kriegsflüchtlinge besuchen über Weihnachten ihre Heimat. Bürgergeld macht's möglich. Der angebliche „russische Vernichtungskrieg" gegen die Ukraine findet -… pic.twitter.com/s3XM9JMzgX

    — Maik Pittel (@maikpi70) December 22, 2025

    Damit entsteht ein Strukturproblem. Nicht auf der individuellen Ebene, sondern auf der systemischen. Die rechtliche Konstruktion des Schutzstatus wird von der Lebensrealität entkoppelt.

    Das Asylrecht wird faktisch in ein Aufenthaltsrecht mit Rückkehroption überführt, ohne dass dies politisch offen benannt oder rechtlich neu geregelt wird.

    10.000sende Ukrainer machen Urlaub in der Ukraine pic.twitter.com/CtZclDvoWS

    — Satire-S@bine-Mueller™ 🇺🇸 🏛️ 🇮🇱 @elonmusk (@Mueller_NJ_USA) December 25, 2025

    Statt einer sachlichen Klärung herrscht regulatorische Unschärfe. Der Staat verzichtet darauf, Rückreisen systematisch einzuordnen und rechtlich zu bewerten. Damit bleibt offen, wann Schutz greift und wann er endet. Diese Unbestimmtheit schwächt das Vertrauen in ein Instrument, das auf Verlässlichkeit angewiesen ist.

    Die Feiertagsstaus an der Ostgrenze sind deshalb kein Randphänomen, sondern ein Symptom.

    Wer zum Weihnachtsfest nach Hause fährt, hat kein Anspruch auf Asyl bzw. Bürgergeld! #ukraine #bürgergeld pic.twitter.com/YWGFWDdfZT

    — Jonas Dünzel (@JDunzel) December 26, 2025

    Sie zeigen, dass die Flüchtlingspolitik mit einer Realität konfrontiert ist, für die sie keine klaren Antworten mehr hat. Und sie verdeutlichen, dass Großzügigkeit ohne Kriterien langfristig nicht stabil ist.

    Nicht weil Hilfe falsch wäre. Sondern weil sie ohne klare Regeln ihre eigene Grundlage verliert.

    Mehr zum Thema ‒ Kiew: Berüchtigter Bandenchef setzt zusammen mit der Polizei die Wehrpflicht durch (VIDEO)

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  • Kann Russland Weltraum-Atomkraftwerke bauen? – Kurchatow-Institut hält es für möglich

    Russland hat alle Fähigkeiten für den Bau von Kernkraftwerken für den Weltraum bewahrt, die in der Zeit der UdSSR erarbeitet worden sind, erklärt Michail Kowaltschuk, der Präsident des Nationalen Forschungszentrums Kurchatow-Institut, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS. Deshalb verfügen russische Energiewissenschaftler heute über alle erforderlichen Kompetenzen und auch einzigartige Erfahrungen.

    Die modernen Forschungen der russischen Schule umfassen daher derzeit bahnbrechende Projekte, von atombetriebenen Weltraum-Energieanlagen bis zu Kernkraftwerken auf dem Mond. "Kein anderes Land verfügt über ähnliche Erfahrungen", betont Michail Kowaltschuk. Er erzählt auch, dass die USA in den 1960er Jahren ebenfalls mit Kernkraftwerken für den Weltraum experimentierten, aber nachdem sie in diesem Bereich hinter die UdSSR zurückgefallen waren, "auf Solarzellen und Chemie umgestiegen sind". Somit gibt es derzeit weder in den USA noch in China etwas Vergleichbares zu den russischen Nuklearentwicklungen für den Weltraum. Und auch bei den herkömmlichen Atomkraftwerken auf der Erde ist Russland derzeit führend. Michail Kowaltschuk erklärt:

    "Heute nimmt Russland eine führende Position in der Atomenergie ein. Die überwiegende Mehrheit der weltweit im Bau befindlichen Kernkraftwerke wird unter Beteiligung von Rosatom errichtet. Wir haben in diesem Segment fast keine Konkurrenten. Wir bauen Kraftwerke auf der ganzen Welt – von Europa über Asien bis Afrika – und nutzen dabei Technologien, die vor Jahrzehnten am Kurchatow-Institut entwickelt wurden. Das ist wichtig zu erwähnen. Alle modernen Reaktoren von Rosatom sind eine Weiterentwicklung von Projekten, die von unserer wissenschaftlichen Schule entwickelt wurden. Sie haben sich bewährt, verfügen über eine lange Betriebsgeschichte und ein ausgereiftes Sicherheitssystem."

    Russische Wissenschaftler haben die bitteren Erfahrungen der Katastrophe von Tschernobyl berücksichtigt, fügte er hinzu – und heute sind russische Kernkraftwerke die "grünste" und sicherste Art der Energieerzeugung. Nach einer detaillierten Analyse der Katastrophe von Tschernobyl, die sowohl am Kurchatow-Institut als auch in einer Reihe anderer Institute durchgeführt wurde, wurde das Institut für sichere Entwicklung der Kernenergie gegründet. Dadurch wurden neue technische Lösungen in die Projekte moderner Reaktoren integriert: Unter jedem Rosatom-Reaktor ist nun eine spezielle "Schmelzfalle" installiert – ein riesiger Behälter, der im Falle einer hypothetischen Kernschmelze die Brennstoffzone auffangen und zurückhalten kann. Jeder Reaktor ist außerdem von oben mit einer massiven Schutzhülle abgedeckt, die sogar dem Aufprall eines Flugzeugs standhalten würde – das heißt, der Sicherheit wurde höchste Aufmerksamkeit geschenkt. Dank dieser Maßnahmen gehören russische Kraftwerksblöcke heute zu den sichersten weltweit.

    Mehr zum Thema – Energiegerechtigkeit als neues Konzept der globalen Entwicklung

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  • USA greifen IS-Stellungen in Nigeria an

    Auf Ersuchen der nigerianischen Regierung haben die Vereinigten Staaten einen Angriff gegen militante Kämpfer des Islamischen Staates (IS) im Nordwesten Nigerias durchgeführt. Dies teilten Präsident Donald Trump und das US-Militär am Donnerstag mit. Die Gruppe habe "Christen in der Region ins Visier genommen", so die Erklärung.

    🚨🇺🇸 DEPARTMENT OF WAR RELEASES FOOTAGE OF CHRISTMAS DAY STRIKES ON ISIS IN NIGERIATrump delivered a Christmas message to ISIS: "There would be hell to pay."Tonight, hell arrived.The Department of War released footage of U.S. strikes on ISIS targets in northwest Nigeria,… pic.twitter.com/js3cBWu73X

    — Mario Nawfal (@MarioNawfal) December 26, 2025

    "Heute Abend haben die Vereinigten Staaten auf meine Anweisung als Oberbefehlshaber einen mächtigen und tödlichen Angriff gegen die terroristischen Subjekte des Islamischen Staats im Nordwesten Nigerias durchgeführt, die vor allem unschuldige Christen ins Visier genommen und brutal ermordet hatten, und zwar in einem Ausmaß, wie es seit vielen Jahren, ja sogar seit Jahrhunderten, nicht mehr gesehen wurde!", schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social.

    Das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte erklärte, der Angriff sei im Bundesstaat Sokoto in Abstimmung mit den nigerianischen Behörden durchgeführt worden und habe mehrere Kämpfer des "Islamischen Staats" getötet. In einer früheren Erklärung des Kommandos auf der Plattform X hieß es, der Angriff sei auf Ersuchen der nigerianischen Behörden erfolgt. Diese Erklärung wurde jedoch später entfernt.

    Der Angriff erfolgte, nachdem Trump Ende Oktober gewarnt hatte, das Christentum in Nigeria sei einer "existenziellen Bedrohung" ausgesetzt, und er mit einer militärischen Intervention in dem westafrikanischen Land gedroht hatte, da es seiner Meinung nach nicht in der Lage sei, die Gewalt gegen christliche Gemeinschaften zu stoppen.

    Wie Reuters am Montag berichtete, haben die USA seit Ende November Flüge zur Informationsbeschaffung über weiten Teilen Nigerias durchgeführt.

    Das nigerianische Außenministerium erklärte, der Angriff sei im Rahmen der laufenden Sicherheitszusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten durchgeführt worden. Diese Zusammenarbeit umfasst den Austausch von Informationen und die strategische Koordinierung.

    Ein vom Pentagon veröffentlichtes Video zeigte, wie mindestens ein Flugkörper von einem Kriegsschiff abgefeuert wurde. Ein US-Verteidigungsbeamter sagte, der Angriff habe mehrere Militante in bekannten IS-Lagern zum Ziel gehabt.

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth dankte via Twitter der nigerianischen Regierung für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit und fügte hinzu: "Es wird noch mehr kommen..."

    Die nigerianische Regierung hat erklärt, dass bewaffnete Gruppen sowohl Muslime als auch Christen ins Visier nehmen. Die Behauptungen der USA, Christen würden verfolgt, würden die komplexe Sicherheitslage nicht widerspiegeln und die Bemühungen zum Schutz der Religionsfreiheit ignorieren. Sie hat jedoch zugestimmt, mit den USA zusammenzuarbeiten, um ihre Streitkräfte gegen militante Gruppen zu stärken. Die Bevölkerung des Landes ist zwischen Muslimen, die hauptsächlich im Norden leben, und Christen im Süden gespalten.

    Mehr zum Thema ‒ USA wollen Tomahawks schicken … nach Nigeria

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  • "Russland will alle Esten töten": Grüne Abgeordnete mit russophoben Tweets nach Baltikumreise

    Von Anton Gentzen

    Die grüne Bundestagsabgeordnete Sara Nanni, sicherheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und durch militante antirussische Äußerungen einschlägig bekannt, hat am Dienstag auf der Plattform X mitgeteilt, dass sie auf einer Reise durch das Baltikum ist und sich dadurch in ihren russophoben Überzeugungen bestärkt sieht.

    "Meine diesjährige Reise ins Baltikum geht dem Ende entgegen. Und es ist mir ein großes Bedürfnis zu sagen, was alle längst wissen sollten. RUS bereitet sich auf einen Angriff gegen die NATO vor. Der Kreml schlägt alle diplomatischen Angebote aus. Dieses Russland ist unser Feind", schrieb Nanni im ersten Teil eines langen Threads.

    Meine diesjährige Reise ins Baltikum geht dem Ende entgegen. Und es ist mir ein großes Bedürfnis zu sagen, was alle längst wissen sollten.RUS bereitet sich auf einen Angriff gegen die NATO vor. Der Kreml schlägt alle diplomatischen Angebote aus. Dieses Russland ist unser Feind. pic.twitter.com/4ixPaTwYRh

    — Sara Nanni (@SaraNanni) December 23, 2025

    Wo, wie und welche Kriegsvorbereitungen Russlands sie vom Baltikum aus ausgemacht hat, teilt die Bundestagsabgeordnete nicht mit, ebenso wenig, welche "diplomatischen Bemühungen" es gegeben hat, die Moskau ausgeschlagen hätte. Welches Motiv Russland haben sollte, gleich die ganze NATO anzugreifen, erfährt der Leser auch nicht. Umgekehrt liegt das Motiv auf der Hand: Die russischen Ressourcen und Reichtümer locken die Eroberer, nicht zum ersten Mal. Aber was soll Russland denn fehlen, das es nur in einem NATO-Land gibt?

    Darauf gibt die Grüne keine Antwort. Dafür zeigt sie sich überzeugt, dass Russland "1,4 Millionen Esten" töten wolle:

    "Das brutale russische Imperium ist für das heutige Russland nicht der historische Schandfleck sondern die glorreiche Vergangenheit. Die Balten wissen das sehr gut. Sie haben keine Illusionen über das heutige Russland. Der Überlebensdrang der Balten ist auch deshalb so groß, weil tatsächlich das Überleben ihres Kollektivs auf dem Spiel steht. Etwas, was wir uns mit 82 Millionen Deutschen gar nicht vorstellen können. Niemand wird uns alle ermorden. Aber 1,4 Millionen Esten vielleicht schon?"

    Der Überlebensdrang der Balten ist auch deshalb so groß, weil tatsächlich das Überleben ihres Kollektivs auf dem Spiel steht. Etwas, was wir uns mit 82 Millionen Deutschen gar nicht vorstellen können. Niemand wird uns alle ermorden. Aber 1,4 Millionen Esten vielleicht schon? pic.twitter.com/Po8Uuwy8ce

    — Sara Nanni (@SaraNanni) December 23, 2025

    Woraus Nanni das herleitet, lässt sie den Leser wieder nicht wissen, dafür teilt sie ihre Sicht mit, dass es Russland war, dass sich "uns zum Feind genommen hat" – nicht etwa umgekehrt. Die "größte Gefahr" für Deutschland sieht sie indes "im Informationsraum" und in Meinungsäußerungen jener, die ihre russophobe Paranoia nicht teilen:

    "Ein baltischer Kollege fragte mich: was ist für Deutschland die größte Bedrohung durch Russland? Und meine Antwort überraschte ihn: Operationen im Informationsraum. Zu viele Deutsche, auch Politiker, fallen darauf rein. Vermeintlich linke Menschen schreiben Bücher darüber, warum es sich nicht lohnt für ein Deutschland zu kämpfen, dass im vielen Bereichen so progressiv ist wie es vorher nie war und wesentliche Ziele (sozialdemokratischer) linker Politik umsetzt. AfD, BSW und Teile der Linken wiederholen die Lügen aus Moskau, nach denen die Aggression Russlands eine unvermeidbare Reaktion auf die souveränen Entscheidungen europäischer Staaten ist."

    Mit "souveränen Entscheidungen europäischer Staaten" meint die Grüne offensichtlich das Heranrücken des NATO-Militärs an Russlands Grenzen einschließlich seiner Stationierung in der Ukraine, von wo es Russland gleich in drei Richtungen angreifen und sein nukleares Abschreckungspotenzial neutralisieren kann, wodurch Russland dann im Grunde nicht mehr zu verteidigen wäre und sich entsprechend in akuter Existenzgefahr sieht.

    In den Kommentaren unter dem Thread erhält Nanni überwiegend zustimmendes Feedback ihrer Anhänger.

    Historische Hintergrundinformation: Ein unabhängiges Estland hat es bis 1918 ebenso wenig jemals gegeben wie ein unabhängiges Lettland. Estland entstand 1918 aus der früheren Provinz gleichen Namens und dem nördlichen Teil der Provinz Livland (deren südlicher Teil an Lettland fiel). Beide Provinzen standen im Lauf der Jahrhunderte abwechselnd unter Herrschaft der deutschen Kreuzritter, der dänischen Krone, Polens und Schwedens. Letzterem kaufte Zar Peter I. die beiden Provinzen nach seinem Sieg im Nordischen Krieg Anfang des 18. Jahrhunderts ab. Esten waren all die Zeit davor hauptsächlich leibeigene Bauern, während die Herrscherschicht und die städtische Bevölkerung überwiegend deutsch waren. Ihre, der Esten, Zahl zu Beginn der russischen Herrschaft wird in beiden Provinzen auf etwa 200.000 bis maximal 250.000 geschätzt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts hat sie sich "unter der russischen Knute" vervierfacht.

    Die Leibeigenschaft in den baltischen Gouvernements wurde bereits 1816 abgeschafft, 45 Jahre vor ihrer Abschaffung im übrigen Russland. Wenn Russland und die Sowjetunion Imperien waren, dann aber solche mit umgekehrten Vorzeichen. Anders als diejenigen in London, Paris und Washington waren die Machthaber in Sankt Petersburg und Moskau, egal ob sie sich Zar, Imperator oder Generalsekretär nannten, stets darauf bedacht, sich bei den "unterdrückten" Völkern beliebt zu machen, nicht so sehr beim "eigenen". Finnen, Polen, Balten waren privilegiert – der russische Bauer war zeitlebens der Kuli dieses Anti-Imperiums.

    Oder hat ein britischer Monarch jemals ein von Engländern bewohntes Stück Englands einer Kolonie, sagen wir Irland, schenkweise zugeschlagen? Ein sowjetischer Monarch hat – Nikita der Erste und Einzige, die Krim, der Ukraine, samt Bewohner, wie einen Sack Kartoffeln. 

    Auch das estnische Nationalbewusstsein, einschließlich Schriftsprache, Literatur und Theater, entwickelte sich erst unter russischer Herrschaft im Verlauf des 19. Jahrhunderts. Sämtliche estnischen Aufklärer – der "Vater" der estnischen Literatur Friedrich Reinhold Kreutzwald, die Dichterin Lydia Jannsen (Koidula), ihr Vater und Herausgeber der ersten, immer noch existierenden estnischsprachigen Zeitung Johann Voldemar Jannsen, der auch als erster Mensch überhaupt von einem "estnischen Volk" sprach, und viele andere mehr – waren Staatsbürger Russlands. Sie wirkten völlig ungehindert, so "brutal" war "das russische Imperium".

    Was wenig bekannt ist: Bei den ersten freien Wahlen zur estnischen Nationalversammlug Anfang 1918 wurden Wladimir Lenins Bolschewiki stärkste Partei – sie erhielten 37,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Insgesamt kamen sozialistische Parteien unterschiedlicher Schattierungen auf mehr als 73 Prozent. Ob also tatsächlich eine Bevölkerungsmehrheit nach Unabhängigkeit von Russland strebte? Anfangs war auch in den anderen Parteien die Rede mehrheitlich von einer Autonomie innerhalb der neuen russischen Republik.

    Diesen Volkswillen missachtete eine Minderheit von Nationalisten, die sich zuerst auf das deutsche Militär und später auf die Entente-Mächte und russische Weißgardisten stützte. Die Nationalversammlung mit ihrer sozialistischen Mehrheit und den Bolschewiki als stärkster Einzelpartei konnte nicht mehr zusammentreten, weil deutsche Truppen knapp drei Wochen nach der Abstimmung die Hauptstadt Revel (heute Tallinn) besetzten.

    Im sogenannten "Unabhängigkeitskrieg" kämpften übrigens nicht so sehr Esten gegen "das Imperium" als – wie überall sonst im Land – Weiße und Rote gegeneinander. Auf beiden Seiten waren Esten anzutreffen, auf beiden Seiten Russen, aber nur auf der Seite der Nationalisten waren Interventionskräfte der Entente und finnische Verbände. Und so unterlagen die Bolschewiki, Lenin erkannte die Unabhängigkeit des bourgeoisen Estlands im Friedensvertrag von Tartu (Dorpat) am 2. Februar 1920 an – gegen den Willen von mindestens 37,2 Prozent der estnischen Wähler (und nicht alle Loyalisten hatten ihre Stimme den Bolschewiki gegeben). Noch schneller als Lenin hatten die russischen Weißgardisten, ihren Parolen nach Anhänger eines "geeinten und unzerteilbaren Russlands", die Unabhängigkeit Estlands anerkannt. So gab es dann erstmals in der Weltgeschichte einen estnischen Staat.

    Ihre zweite Unabhängigkeit haben die Esten 1991 übrigens ohne einen einzigen Schuss und ohne ein einziges Todesopfer erhalten, so "brutal" war eben "das russische Imperium". Als "Freiheitskampf" muss der nationalen Legendenbildung ein Chorfestival und eine Menschenkette mit Kerzen herhalten. Hass und Provokationen sieht man seitdem auch nur aus einer Richtung – der westlichen. Solange es ging, kamen Russen gern als Touristen ins romantische Tallinn und brachten der estnischen Wirtschaft Milliardenumsätze. Es war nicht Moskau, das die Grenzen gesperrt hat.

    In der Zeit der ersten estnischen Unabhängigkeit wuchs die Zahl der Esten kaum: von 970.000 im Jahr 1922 auf 990.000 1934. Außerdem lebten weiterhin rund 90.000 Russen im Land – am Westufer des Peipussees sind sie seit mehr als einem Jahrtausend die Eingeborenen – und rund 10.000 Juden, noch. "Rote" Esten waren während der Bürgerkriegswirren zu Tausenden in das sozialistische Nachbarland geflohen. Für sie und für Hunderttausende Anhänger der Bolschewiki in Estland selbst waren die Ereignisse des Sommers 1940, die in der Mainstream-Geschichtsschreibung als Beginn der "russischen Okkupation" gelten, die Revanche für die Niederlage im Bürgerkrieg. Aber das will heute niemand mehr wahrhaben, schon gar nicht Kommunistentochter und Faschistenenkelin Kaja Kallas.

    Durch die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs – auf beiden Seiten kämpften Zehntausende Esten, die Braunen heute geehrt, die Denkmäler für die estnischen Antifaschisten stehen heute nur noch in Russland – und durch massenhafte Auswanderung gegen dessen Ende ging die Zahl der Einwohner der Republik um etwa 200.000 auf rund 900.000 (davon knapp 850 Tausend ethnischer Esten) zurück. Auf die sowjetischen Repressionen vor und nach dem Krieg werden rund 20.000 estnischer Todesopfer zurückgeführt (wozu auch diejenigen gezählt werden, die in Haft oder in der Verbannung natürlichen Todes gestorben sind), nach dem Krieg vor allem als Strafe für Kollaboration mit dem Hitler-Regime und Kriegsverbrechen wie die Auslöschung estnischer Juden – dank eifriger Helfer war Estland schon 1942 als erstes von den Nazis besetztes Land "judenfrei". Hätte das ungestraft bleiben sollen?

    Bis 1989 erholte sich die Zahl der Esten in der Republik wieder auf 960.000, die Gesamtbevölkerungszahl wuchs auf mehr als 1,5 Millionen. Paradoxerweise geht es ohne "die Besatzer" mit beidem bergab: Die Zahl der ethnischen Esten ging bis 2024 auf 930.000 zurück, die Gesamtbevölkerung auf unter 1,4 Millionen. 2017 war sogar ein Tiefststand von 904.000 ethnischer Esten erreicht, der leichte Anstieg danach ist nicht etwa steigenden Geburtenraten zu verdanken, sondern dem Diskriminierungsdruck auf die russische Minderheit: Jeder, der irgendwie kann – Kinder gemischter Ehen haben da eine Art Wahl –, bezeichnet sich nun vermehrt als Este, wo er sich früher noch Russe genannt hätte.

    <img src="https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.12/original/694dac5348fbef1fc2735923.jpg" alt="" />Mit dem Bau der estnischen Nationalbibliothek wurde 1984 begonnen, das "brutale russische Imperium" wählte einen brutalistischen Architekturstil.Guillaume Speurt - Flickr / Wikipedia

    Wo sie denn schon in Tallinn war, hätte Nanni ja auch fragen können, wer und wann den Bau der riesigen Burg der Estnischen Nationalbibliothek südwestlich der mittelalterlichen Altstadt begonnen hat und in welchen Jahrzehnten die Mehrzahl der heute dort aufbewahrten estnischen Bücher gedruckt wurde. Wie auch, wann die Theater in Tartu (gegründet 1870 im Russischen Kaiserreich, das erste estnischsprachige Theater überhaupt, die heutigen drei Spielstätten wurden jeweils 1967, 1970 und 1991 eröffnet), Viljandi (1981, laut estnischen Reiseführern der schickeste Theaterbau in ganz Europa) und Pärnu (eröffnet 1910, neu erbaut 1967) errichtet wurden. Oder in welcher Sprache zu Sowjetzeiten an der Universität Tartu und der Technischen Hochschule in Tallinn unterrichtet wurde. Vielleicht käme ihr dann nicht all der rassistische Schwachfug über "russische Dunkelheit" und "europäisches Licht" über die Lippen.

    <img src="https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.12/original/694daa68b480cc6b01046c52.JPG" alt="" />Der laut estnischen Tourismusmanagern "schickeste Theaterneubau Europas" steht in der estnischen Provinzstadt Viljandi, keine 20 Tausend Einwohner groß. Errichtet während der "Besatzung" durch das "brutale russische Imperium", klares Zeichen genozidaler Absichten laut der Grünen Nanni.tury.club, Screenshot

    Angesichts all dieser Tatsachen ist die Unterstellung der grünen Hassstifterin, Russland wolle 1,4 Millionen Esten töten (derer es nur 930.000 gibt, aber offenbar will Russland auch die 300.000 ethnischen Russen in Estland vernichten, warum auch immer) schlicht und ergreifend die Phantasie einer Geistesgestörten. Weder das russische Zarenreich noch die Sowjetunion haben die Vernichtung der Esten angestrebt, warum sollte es das moderne Russland tun?

    Was es aber in der Geschichte tatsächlich bereits gegeben hat, sind deutsche Vernichtungsbestrebungen gegen Russen und ein permanenter deutscher Expansions- und Eroberungsdrang nach Osten. Ja, auch in Russland beherrscht heute große Angst vor einem kommenden Vernichtungs- und Eroberungskrieg der Europäer das Denken und Handeln. Auch ich habe sie. Der Unterschied ist: Die russische Angst ist historisch begründet und fußt auf der nüchternen Feststellung, dass das ressourcenarme Europa nicht von der Hand zu weisende Motive hat und dass die NATO tatsächlich und ganz real immer weiter ostwärts vorrückt. Was nur als Vorbereitung eines Eroberungs- und Vernichtungskrieges zu erklären ist: Sonst hätte man die "souveränen Entscheidungen" auch sein lassen und Sicherheit umfassend, auch für Russen, denken können.

    Die Angst, die Nanni und ihresgleichen schüren, ist hingegen irrational. Entweder ist es eiskalte und berechnende Hasspropaganda, um europäische Völker zum Feldzug gegen Russland zu motivieren. Oder die Geistesgestörten haben sich von ihrer eigenen Propaganda irre machen lassen. Verrückt ist es in jedem Fall.

    Mehr zum Thema – Putin droht mit Krieg: Die Kapitulation deutscher Medien und "Experten" vor der Realität

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  • Snickers aus Russland tauchen in Großbritannien auf

    Private Lebensmittelgeschäfte in London kaufen Snickers-Schokoriegel aus russischer Produktion bei Großhändlern ein. Dass Snickers mit russischen Aufschriften in der britischen Hauptstadt verkauft werden, berichtete kürzlich die Zeitung New York Times (NYT). Wie Mitarbeiter der russischen Zeitung RIA Nowosti herausfanden, sind diese Produkte vor allem in Geschäften zu finden, die in sogenannten ethnischen Vierteln liegen, in denen Menschen aus Süd- und Südostasien leben.

    Die Verkäufer und Ladenbesitzer, die russische Snickers-Riegel verkaufen und von einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur RIA Nowosti besucht wurden, stammen aus Indien und anderen Ländern der Region. Sie erklärten, dass sie die Ware bei Großhändlern einkaufen, aber nicht wüssten, warum diese eine Charge russischer Schokolade geliefert hätten. Einige vermuteten, dass dies rentabler sei als der Kauf von Snickers aus britischer Produktion.

    Es stellte sich heraus, dass russische Snickers in vielen privaten Verkaufsstellen verkauft wurden, aber in großen Supermärkten und Ketten waren sie nicht zu finden. Die internationale Artikelnummer auf der Verpackung beginnt mit der Ziffer 46 – das bedeutet, dass das Herkunftsland Russland ist. Hersteller ist die Firma Mars LLC mit Sitz in der Stadt Stupino bei Moskau. Auf der Verpackung befinden sich auch Informationen in kasachischer, armenischer und kirgisischer Sprache.

    Das Unternehmen Mars, das Snickers herstellt, erklärte gegenüber der NYT, dass es Zwischenhändler nicht daran hindern könne, in Russland hergestellte Süßigkeiten zu kaufen und sie dann in Europa weiterzuverkaufen. Der Hersteller von Snickers-Riegeln verließ Russland im März 2022 nach dem Beginn der Sonderoperation in der Ukraine nicht und setzte die Produktion fort, versicherte aber, den Import und Export aus dem Land einzustellen. In einer Erklärung des Unternehmens hieß es, dass alle Gewinne aus dem russischen Geschäft für "humanitäre Zwecke" verwendet würden.

    Mars ist einer der weltweit größten Lebensmittelhersteller. Der Hauptsitz befindet sich in McLean (Virginia, USA). Zu den Marken gehören die Schokoriegel Mars, Snickers, Twix, Bounty, Milky Way, der Kaugummi Orbit sowie die Tierfuttermarken Whiskas und Pedigree.

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  • Tschaikowskis Ururschwäger: "Musik trägt zur Annäherung der Länder bei"

    Die Versuche, die russische Kultur im Westen "abzuschaffen", beweisen die mangelnde Bildung und Kultur derjenigen, die dies vorantreiben. Das meint Denis von Mekk, Ururenkel eines Schwägers von Komponist Peter Tschaikowski. "Ich finde das sehr schade", sagt er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Trotz geopolitischer Probleme und Versuchen, die russische Kultur "abzuschaffen", widmet sich von Mekk seit vielen Jahren der Popularisierung der Musik seines berühmten Vorfahren sowie der russischen Kultur. Das Bildungsprojekt, das den Amerikanern die russische Kultur näherbringen soll, ermöglicht es, Beziehungen zwischen den beiden Ländern aufzubauen, auch wenn die Kontakte auf politischer Ebene zu wünschen übrig lassen, erklärte Denis von Mekk in einem Gespräch mit RIA Nowosti. Er merkte an:

    "Der Sinn unseres Projekts ist, dass Musik eine Kulturform ist, die es Vertretern verschiedener Völker und Gesellschaften ermöglicht, miteinander zu kommunizieren, auch wenn ihre politisch Verantwortlichen nicht immer ein vollständiges gegenseitiges Verständnis haben oder vielleicht sogar überhaupt keines."

    Von Mekk betonte, dass Tschaikowski für ihn in seinen Projekten eine Art Ausgangspunkt sei, von dem aus man das echte Russland kennenlerne, statt das, was die amerikanischen Bürger aus den propagandistischen Medien oder Hollywood-Klischees kennen. "Wir versuchen, das Verständnis des Durchschnittsamerikaners zu erweitern und zu zeigen, dass Tschaikowski nicht der einzige Vertreter der russischen Kultur ist. Nein, die russische Kultur ist gewaltig, breit gefächert und tiefgründig", betonte er. Und fügte hinzu:

    "Das Schöne an der Volksdiplomatie ist, dass es dank persönlicher Beziehungen in verschiedenen Ländern gelingt, Aufklärungsarbeit zu leisten, über die großartige russische Kultur und die Lage in Russland heute zu sprechen."

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  • Grönland wird zu einem vorrangigen Ziel für die USA

    Von Geworg Mirsajan

    Gegen Ende des Jahres hat US-Präsident Donald Trump beschlossen, sich an seine Wünsche aus der Zeit seiner Amtseinführung zu erinnern. Insbesondere an Grönland – ein Gebiet, das zu Dänemark gehört, aber nach Ansicht des US-Präsidenten eigentlich den Vereinigten Staaten gehören sollte.

    Dabei ging Trump über leere Behauptungen und Erklärungen hinaus, dass die Vereinigten Staaten Grönland zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit bräuchten – er ernannte sogar einen Sonderbeauftragten dafür. Dieser Posten ging an den Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, der sofort erklärte, es sei ihm eine Ehre, alles in seiner Macht Stehende für den Anschluss Grönlands zu tun. Trump erklärte:

    "Jeff versteht, wie wichtig Grönland für unsere nationale Sicherheit ist, und wird die Interessen unseres Landes bei der Gewährleistung der Sicherheit, des Schutzes und des Überlebens unserer Verbündeten und letztlich der ganzen Welt entschlossen vorantreiben."

    Europa reagierte entschlossen. Der grönländische Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen erklärte, dass die Insel "selbst über ihr Schicksal entscheiden" müsse und "ihre territoriale Integrität respektiert werden müsse". Das dänische Außenministerium erklärte, dass es niemandem etwas abtreten werde. Und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, fügte hinzu, dass die EU "ihre uneingeschränkte Solidarität mit Dänemark und dem grönländischen Volk zum Ausdruck bringt".

    Die Europäer sind nicht nur über Trumps Rhetorik empört, sondern auch über die Ernennung eines Sonderbeauftragten. Vor allem, weil dieser politische Schritt zeigt, dass die USA Grönland als von Dänemark separates Gebiet anerkennen. Dänemark kann dagegen nichts unternehmen – im Gegensatz zu Botschaftern können Sonderbeauftragte ohne Rücksprache mit dem Gastland ernannt werden und benötigen keine Zustimmung dieses Landes, um ihre Arbeit aufzunehmen.

    Ferner ist die Persönlichkeit von Jeff Landry von Bedeutung. Er ist kein großer Grönland-Experte und verfügt nicht über herausragende diplomatische Fähigkeiten. Landrys Stärke liegt darin, dass er ein überzeugter Trump-Anhänger und Loyalist ist. Er unterstützt alle Schritte des US-Präsidenten, darunter auch die Entsendung der Nationalgarde in problematische US-Bundesstaaten. Dementsprechend wird er sich (im Gegensatz zu Karrierediplomaten) ernsthaft mit der Lösung des ihm gestellten Problems befassen. Die New York Times schreibt:

    "Damit rückt die Insel mit weniger als 60.000 Einwohnern in eine kleine Gruppe von außenpolitischen Prioritäten, zusammen mit der Ukraine und dem Nahen Osten, für die Trump vertraute Verbündete ernannt hat."

    Verbündete Trumps, die (wie der Sonderbeauftragte für Russland, Steve Witkoff) unabhängig vom US-Außenministerium agieren.

    Die Dänen beklagen sich beispielsweise darüber, dass nur zwei Wochen vor Landrys Ernennung eine hochrangige Delegation von Mitarbeitern des US-Außenministeriums nach Grönland gereist sei – und keiner von ihnen habe etwas davon gesagt, dass Trump einen Sonderbeauftragten ernennen wolle. Offenbar, weil sie einfach nichts von der Initiative des US-Präsidenten wussten.

    Die Frage ist, warum er überhaupt diese Initiative ergriffen hat. Dazu gibt es vier Versionen.

    Gemäß der ersten Version hält Trump einfach sein Versprechen ein. Und dabei geht es nicht nur um den Anschluss Grönlands als solches, sondern um die in der Nationalen Sicherheitsstrategie festgeschriebene "Monroe-Doktrin 2.0", die den Anspruch der USA auf die gesamte westliche Hemisphäre begründet. Venezuela, Kanada, Mexiko – und natürlich Grönland, das ebenfalls in der westlichen Hemisphäre liegt.

    Im Rahmen der zweiten Version ist Trump aufrichtig der Meinung, dass die vollständige Kontrolle über Grönland für die nationale Sicherheit der USA notwendig sei. Insbesondere in einer Situation, in der sich die USA aus der östlichen Hemisphäre "zurückziehen" und damit eine ganze Reihe von Verteidigungslinien verlieren.

    Im Falle eines globalen Atomkonflikts würden russische ballistische Raketen über Grönland (und den Nordpol) auf das Gebiet der USA fliegen. Das bedeutet, dass die USA dort Elemente ihres viel gepriesenen Raketenabwehrsystems "Golden Dome" (Goldene Kuppel) stationieren könnten.

    Außerdem verläuft entlang der grönländischen Küste eine Alternative zur Nordostpassage, die Ostasien und Westeuropa verbindet. Eine Route, die im Falle der Klimaerwärmung ihrem Besitzer Geld und Kontrolle einbringen würde. Schließlich erhält der Besitzer Grönlands einen bedeutenden Anteil am arktischen Schelf.

    In der dritten Version ist Trump, wenn er von fehlenden wirtschaftlichen Gründen für seine Ansprüche auf die Insel spricht, nicht ganz ehrlich. Vor der Küste Grönlands gibt es große Erdöl- und Erdgasvorkommen. Neben Kohlenwasserstoffen gibt es dort noch vieles mehr – darunter auch Seltenerdmetalle. Die EU hat eine Liste mit 34 kritisch wichtigen Rohstoffen erstellt – und 31 davon kommen aus Grönland. In den USA ist die Liste etwas länger – sie umfasst 50 Mineralien, von denen 39 in Grönland vorkommen.

    Schließlich weist Trump innerhalb der vierten Version Europa und vor allem die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen einfach in ihre Schranken.

    Genau diejenige, die die Zeitschrift Politico auf den zweiten Platz (also hinter Trump) in der Liste der einflussreichsten Politiker der Europäischen Union gesetzt hat. Und die von europäischen Journalisten als führende Kraft bei der Erlangung der Eigenständigkeit und teilweisen Unabhängigkeit Europas von den Vereinigten Staaten positioniert wird. Sie treibt die Idee der Militarisierung Europas am aktivsten voran, um sowohl Russland als auch die USA in Schach zu halten.

    Doch welche dieser Versionen auch immer zutreffen mag, im Dezember 2025 ist die Aufgabe, die Kontrolle über Grönland zu übernehmen, keineswegs einfacher geworden als im Januar desselben Jahres. Die Mehrheit der Inselbewohner befürwortet die Loslösung von Dänemark – will aber dennoch nicht Teil der Vereinigten Staaten werden. Sie glauben nach wie vor daran, dass sie sich selbst versorgen können (obwohl Grönland, wo etwa 60.000 Menschen leben, von Kopenhagen mit Hunderten Millionen US-Dollar pro Jahr subventioniert wird).

    Offenbar hofft Trump, dass Jeff Landry (der in Kürze "nach Grönland reisen und mit den Menschen sprechen" will) einen Ausweg finden wird. Einen Ausweg außerhalb der Diplomatie, der politischen Moral und möglicherweise auch außerhalb des Gesetzes.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 23. Dezember 2025 zuerst auf der Website der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

    Geworg Mirsajan ist außerordentlicher Professor an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation, Politikwissenschaftler und eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Geboren im Jahr 1984 in Taschkent, erwarb er seinen Abschluss an der Staatlichen Universität des Kubangebiets und promovierte in Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt USA. Er war in der Zeit von 2005 bis 2016 Forscher am Institut für die Vereinigten Staaten und Kanada an der Russischen Akademie der Wissenschaften.

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