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  • "Sicherheitsoffensive" für BND: Dobrindt bastelt weiter am Überwachungsstaat

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat eine "Sicherheitsoffensive gegen äußere Bedrohungen, Terrorismus und organisierte Kriminalität angekündigt", wie das Handelsblatt am Montag schreibt. In diesem Kontext sagte er: "Dafür stärken wir unsere Sicherheitsbehörden mit klaren Befugnissen." Mit mehr Überwachung will er die Menschen schützen:

    "2026 steht für Sicherheit, Stabilität und Schutz. Die Menschen sollen sich sicher fühlen – im Alltag wie zu Hause."

    Der Feind steht wie immer im Osten: Vor allem aus Russland gesteuerte digitale Angriffe, gezielte Desinformation oder Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur sollen Dobrindt zufolge wirksamer als bislang bekämpft werden. Den Sicherheitsbehörden des Bundes soll es im Rahmen der Gefahrenabwehr erlaubt sein, die Server-Infrastruktur oder die digitalen Systeme von Angreifern auch im Ausland lahmzulegen – Cyberkrieg per Dekret.

    Dazu werden derzeit die gesetzlichen Grundlagen geschaffen. Ein neues Gesetz für den Bundesnachrichtendienst (BND) etwa befinde sich "in frühen Abstimmungen", sagte der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums im Bundestag, Marc Henrichmann (CDU). Er ergänzte:

    "Dazu diskutieren wir entlang der Formulierung des Koalitionsvertrages zwischen Union und SPD, dass wir den BND auf das Niveau europäischer Nachrichtendienste heben müssen."

    Nach Dobrindts Ideen soll im kommenden Jahr zudem der sogenannte "Cyber-Dome" vollendet werden. Dabei geht es um die automatisierte Abwehr von Angriffen im Netz. Der Minister will dabei von Israels Erfahrungen profitieren und eng mit dem Land zusammenarbeiten. Der jüdische Staat gilt als Vorreiter bei der Überwachung eigener und fremder Bürger – und nutzt dafür auch die höchst umstrittene Software von Peter Thiels Firma Palantir aus den USA. Weiterhin setzt Israel seit Jahren auf Systeme, die Angriffe aus dem Netz weitgehend automatisiert erkennen und blockieren.

    Dobrindt schwebe ein "schlagkräftiger, digitaler Schutzschild gegen Spionage, Sabotage und für den Schutz der kritischen Infrastruktur" vor, betonte der CSU-Mann Ende Juni bei einem Besuch in Israel. Künftig will man so auch die Gesichtserkennung durch Künstliche Intelligenz (KI), also den biometrischen Internetabgleich von Bilddaten, nutzen. Damit könnte das Foto einer Überwachungskamera nach einer Tat mithilfe von KI mit Polizei-Datenbanken oder mit öffentlich zugänglichen Internetdaten abgeglichen werden. 

    Auch die automatisierte Datenanalyse und die Speicherung von Internetadressen sollen ermöglicht werden. CDU, CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag eine "dreimonatige Speicherpflicht für IP-Adressen und Portnummern" vereinbart – entgegen jeglicher Bedenken zum Datenschutz der Bürger. Das ganze soll darüber hinaus auch direkt EU- und verfassungsrechtskonform "ausgestaltet" werden.

    Die Bundesregierung baut Deutschland weiter zum Überwachungsstaat aus. Sie plant, all eure IP-Adressen 3 Monate lang zu speichern. Anlasslos, flächendeckend. Ihr werdet alle vom Staat zu Verdächtigen erklärt. Das ist der Weg in den verfassungswidrigen, totalitären Staat.Wer das…

    — Jürgen Todenhöfer (@J_Todenhoefer) December 22, 2025

    Weil vermeintliche Täter häufig verschlüsselte Kommunikationswege und digitale Plattformen nutzen, fordern Sicherheitsbehörden seit Längerem erweiterte Befugnisse, etwa bei der Überwachung digitaler Kommunikation oder beim Datenaustausch zwischen Behörden. Solche Forderungen stoßen regelmäßig auf Widerstand von Datenschützern und Bürgerrechtsorganisationen, die eine Aushöhlung von Grundrechten befürchten. Dobrindt und die Groko scheint das allerdings nicht zu stören. 

    Mehr zum Thema - "Paradigmenwechsel" oder Enteignung? Dobrindt bereitet Beweislastumkehr bei Vermögen vor

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  • Spezialtrupp des ukrainischen Militärgeheimdienstes liquidiert – US-Söldner unter den Toten

    Ein Spezialtrupp der sogenannten Fremdenlegion der Hauptdirektion für Aufklärung (GUR) beim ukrainischen Verteidigungsministerium wurde an einem nicht näher präzisierten Frontabschnitt des Ukraine-Krieges ausgeschaltet. Ihm gehörten Söldner aus den USA und Ukrainer an. Dies teilten Quellen innerhalb von Strukturen der russischen Verteidigungs- und Sicherheitsorgane der Nachrichtenagentur TASS mit, die sie wie folgt zitiert:

    "An der Frontlinie haben die russischen Streitkräfte einen Sondertrupp der Fremdenlegion des GUR des ukrainischen Verteidigungsministeriums liquidiert. Unter den Getöteten befanden sich folgende US-amerikanische Söldner und Ukrainer: Ty Wingate Jones, Brian Lionel Zacherl, Taras Jaroslawowitsch Baluk und Maxim Grigorjewitsch Samsonow."

    Ty Wingate Jones gelangte zu gewisser Prominenz in den Kreisen, die das Geschehen im Ukraine-Krieg seit dessen erstem Ausbruch im Jahr 2014 genau mitverfolgen. Unter anderem trat der junge Mann aus Harnett County im US-Bundesstaat North Carolina im Jahr 2020 in einem militärischen Ausbildungslager nördlich von Kiew in Uniform der ukrainischen nazistischen Terrormiliz Rechter Sektor für ein Interview vor die Kamera. Er habe, wenn man nach seinen Präsenzen in den sozialen Medien urteilt, eine etwas ungesunde Faszination für rechtsextreme Bewegungen und rassistisches Gedankengut an den Tag gelegt, schrieb das Nachrichten- und Informationsportal Triad City Beat. Dort trat er zusammen mit einem weiteren Neonazi und Schwerverbrecher, dem Norweger Joachim Furholm, auf. Furholm deutete später an, gern im Rahmen eines Guerillakrieges terroristische Akte "gegen die Regierung" – wohl die Regierung seiner Heimat Norwegen – verüben zu wollen. Jones selbst wurde, wenn man öffentlich zugänglichen Quellen glaubt, bereits am 3. Dezember 2025 von russischen Truppen liquidiert. Vor seinem Beitritt zum ukrainischen Militär hatte er noch keinerlei militärische Erfahrung.

    Brian Zacherl – oft ohne seinen zweiten Vornamen, Lionel, referiert – hatte, anders als sein Landsmann Jones, sehr wohl militärische Erfahrung. Sein Eintrag bei LinkedIn weist ihn als Mitarbeiter bei einem privaten Militärdienstleister sowie als Mitglied einer Sondereinheit in den Reihen besagter Internationaler Legion aus. Er wurde allem Anschein nach ebenfalls schon Anfang Dezember 2025, nämlich am 6. dieses Monats, bei Kampfhandlungen getötet. Warum der Tod der beiden erst jetzt durch Russlands zuständige Organe bekannt gegeben wird, wird nicht ersichtlich. Ein Grund dafür mag gegebenenfalls Geheimhaltung über den Einsatzort von Russlands eigenen Sondereinheiten sein (jetzt, gut einen halben Monat später, ist der Frontverlauf und ihr Einsatzort wohl ein anderer und eine Veröffentlichung möglich geworden). Als weiterer Grund ist die Identifizierung der Gefallenen denkbar, die eine gewisse Zeit in Anspruch genommen haben mag.

    Das ukrainische Kommando schicke weiterhin Elite-Spezialeinheiten als Stoßtrupps in den Kampf, betonte die Quelle – und

    "Nun tauchen vermehrt ausländische Söldner in diesen Reihen auf."

    Zuvor war berichtet worden, dass das ukrainische Kommando die Auflösung der Fremdenlegionen innerhalb der ukrainischen Bodentruppen erwägt und plant, deren Personal zu Stoßeinheiten und -Verbänden zu verlegen. Wie Russlands Verteidigungsministerium ebenfalls mehrfach mitteilte, setzen die ukrainischen Streitkräfte Söldner aus verschiedenen Ländern ein – und das Kiewer Regime missbraucht diese ausländischen Söldner als Kanonenfutter. Um ihr Leben ist es dem ukrainischen Kommando nicht zu schade.

    Russische Truppen setzen die Eliminierung ausländischer Söldner fort.

    Mehr zum Thema – Die Ukraine als neues Afghanistan... für die USA

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  • Gold knackt erstmals die Marke von 4.400 US-Dollar

    Der Goldpreis hat am frühen Montagmorgen erstmals die Marke von 4.400 US-Dollar pro Feinunze überschritten. Im Handel stieg der Kurs um bis zu 1,5 Prozent auf 4.403 US-Dollar und erreichte damit ein Rekordniveau seit Oktober. Damals überschritt Gold kurzfristig die Marke von 4.380 US-Dollar, bevor der Preis in den folgenden Wochen zeitweise unter 4.000 US-Dollar fiel. Kurz vor Jahresende liegt der Wert des Edelmetalls rund 68 Prozent über dem Stand zu Jahresbeginn.

    Gold gehört damit zu den gefragtesten Anlageklassen des Jahres und steuert auf den höchsten Jahresgewinn seit 1979 zu, als der Preis für eine Feinunze um 127 Prozent zulegte.

    Noch stärker als Gold stieg in diesem Jahr der Silberpreis. Für eine Feinunze Silber wurden am Montag knapp 69,50 US-Dollar gezahlt. Der Jahresgewinn liegt damit bei rund 140 Prozent, nachdem er zu Beginn der Woche noch etwas niedriger gewesen war.

    Die Kursgewinne von Gold und Silber lassen sich auf mehrere Faktoren zurückführen. In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten suchen Anleger vermehrt nach stabilen Werten, und Edelmetalle gelten traditionell als sichere Häfen. Hinzu kommt, dass viele Zentralbanken im Verlauf des Jahres ihre Goldbestände ausgeweitet haben.

    Aktuelle Wirtschaftsdaten aus den USA verstärken die Nachfrage zusätzlich. In der vergangenen Woche fiel die Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze niedriger als erwartet, während die Inflationsrate zurückging. Dies lässt den Schluss zu, dass die US-Notenbank die Leitzinsen womöglich weiter senken könnte. Ein niedrigeres Zinsniveau macht Gold im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen attraktiver und stärkt die Kaufbereitschaft der Investoren.

    Gold und Silber profitieren in diesem Jahr von geopolitischer Unsicherheit, Zentralbankkäufen und geldpolitischen Erwartungen. Anleger, die auf stabile Werte setzen, konnten bisher hohe Renditen erzielen, und die Dynamik der Preisentwicklung deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Edelmetallen weiter anhält.

    Mehr zum Thema - Experten: Sturzflug des US-Dollars hält auch in 2026 an

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  • Neue Insa-Umfrage: Die meisten Deutschen wünschen sich Weidel als Kanzlerin

    Die zum Springer-Konzern gehörende BILD-Zeitung hatte eine Umfrage bei INSA in Auftrag gegeben. Dabei ging es auch um die Kanzlerfrage: Wen würden die Deutschen direkt zum Bundeskanzler wählen, wenn es das Wahlrecht erlauben würde (die Direktwahl des Regierungschefs durch das Wahlvolk ist in Deutschland nicht vorgesehen)?

    26 Prozent der Befragten würden dem Umfrageergebnis zufolge Alice Weidel zur Kanzlerin wählen, lediglich 20 Prozent sprachen sich für den derzeitigen Amtsinhaber Friedrich Merz aus. Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD würden nur zwölf Prozent gerne als deutschen Bundeskanzler sehen.

    Allerdings: Noch mehr als für Weidel, nämlich 31 Prozent, entschieden sich für die Antwort: "für keinen davon". Sieben Prozent sagten "weiß nicht", und vier Prozent machten keine Angaben.

    Die Umfrage belegt auf eindrückliche Weise die hohe Zustimmung zu Weidel innerhalb der Anhängerschaft ihrer Partei: Während sich 85 Prozent der AfD-Anhänger für eine Kanzlerkandidatur Weidels aussprechen würden, fänden lediglich 63 Prozent der Unionsanhänger eine erneute Kanzlerschaft von Friedrich Merz befürwortenswert. Ferner würde lediglich ein geringer Anteil der Wähler der SPD eine Kanzlerschaft von Lars Klingbeil unterstützen. Alice Weidel kann demnach auf eine breite Unterstützung innerhalb der Partei, ihres Umfelds und der Wählerschaft zählen.

    KANZLERFRAGE | Umfrage zur Kanzlerpräferenz INSA/BILD am SonntagWeidel (AfD): 26%Merz (CDU): 20%Klingbeil (SPD): 12%Keiner davon: 31%Weiß nicht/ keine Angabe: 11%Verlauf: https://t.co/xcGLHuJobV#btw29 pic.twitter.com/px2bwz71BL

    — Deutschland Wählt (@Wahlen_DE) December 21, 2025

    Der erste Platz für Weidel in der Kanzlerfrage ist allerdings kein Novum. Vor genau einem Jahr hätten 24 Prozent der Deutschen Weidel zur Kanzlerin gewählt. Bereits zu jenem Zeitpunkt rangierte die Vorsitzende der AfD noch vor dem amtierenden Kanzler, welcher mit einem Ergebnis von 20 Prozent den zweiten Platz belegte; die Popularität bei den Wählern stellt demnach keine zwingende Voraussetzung für die Erlangung des Kanzleramtes dar.

    Die aktuelle Umfrage kann als Erfolg für Weidel gewertet werden, auch gegenüber innerparteilichen Konkurrenten wie Tino Chrupalla oder Björn Höcke. Insbesondere Björn Höcke birgt weiterhin ein erhebliches Polarisierungspotenzial, selbst innerhalb der AfD und ihres Umfelds. 38 Prozent der AfD-Wähler wünschen sich mehr Einfluss für den thüringischen AfD-Landeschef, 39 Prozent sind dagegen. Im Vergleich dazu befürworten 92 Prozent der Anhänger der AfD eine Ausweitung des Einflusses von Alice Weidel, die bereits den Vorsitz von Partei und Fraktion innehat.

    Bei der ebenfalls kürzlich veröffentlichten INSA-Rangliste der populärsten Politiker belegt Weidel indes lediglich den fünften Platz, hinter dem seit Längerem führenden Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius (SPD), sowie den Unionspolitikern Markus Söder, Hendrik Wüst und Alexander Dobrindt. Sie ist damit aber die beliebteste Frau in der deutschen Politik. Weidels Parteikollege und Mit-Fraktionsvorsitzender sowie Co-Parteichef Tino Chrupalla liegt weit abgeschlagen auf dem 18. Platz der Beliebtheitsskala – aber immerhin noch vor Bundeskanzler Friedrich Merz (Platz 19).

    AfD weiter vorn

    Bei der Sonntagsfrage gibt es indes kaum Veränderung: Die AfD (26 Prozent) bleibt zwei Punkte vor CDU/CSU (24 Prozent). Auch die SPD bleibt bei 14 Prozent. Lediglich die Grünen legen um einen Punkt auf zwölf Prozent zu. Dahinter folgt die Linke. BSW und FDP liegen stabil bei jeweils vier Prozent. Die anderen Parteien verlieren einen Punkt auf fünf Prozent.

    Außerdem fragte Insa danach, wer im kommenden Jahr möglichst viel Einfluss haben solle. Dabei fällt auf, dass die Wählerschaft der AfD hinsichtlich der Person Björn Höcke eine gespaltene Haltung einnimmt. Während 38 Prozent eine Stärkung des Einflusses des thüringischen Landeschefs befürworten, sprechen sich 39 Prozent dagegen aus. Im Vergleich dazu wünschen sich 92 Prozent der Wähler der AfD einen größeren Einfluss von Frau Weidel, während sechs Prozent dies ablehnen.

    Regierung und Merz: Unzufriedenheit weiterhin hoch

    Die Bundesregierung und der Kanzler geraten derweil immer heftiger ins Stimmungstief. Auf die Frage "Sind Sie mit der Arbeit von Friedrich Merz als Bundeskanzler zufrieden oder unzufrieden?", antworten nur noch 22 Prozent (minus einen Punkt) mit "zufrieden" und 66 Prozent mit "unzufrieden" (minus zwei Punkte).

    Für die Bundesregierung insgesamt sieht es noch schlechter aus. 21 Prozent äußern sich zufrieden mit ihr, wohingegen 69 Prozent ihre Unzufriedenheit bekunden. Jeder zehnte Befragte ist unentschlossen. 

    Mehr zum Thema - Weidel: "Deutsche kapieren nicht, dass es ein Wirtschaftskrieg gegen Deutschland ist"

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  • Pläne der Bundesregierung für 2026: Mehr Arbeiten, weniger Netto vom Brutto

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will sich für Reformen starkmachen, die volkswirtschaftlich zu mehr Gesamtarbeitszeit führen und zugleich Kündigungen erleichtern.

    Von der neu eingesetzten Rentenkommission erwartet Reiche derweil "eine schonungslose Analyse des Status quo" sowie Ideen, "die Probleme auch tatsächlich tiefgreifend angehen". Als Stellschrauben für mehr Arbeitszeit schlug Reiche im Gespräch mit t-online ein höheres Renteneintrittsalter oder alternativ Anreize für eine höhere Wochenarbeitszeit vor. Außerdem sollten mehr Beschäftigte aus Teilzeit- in Vollzeitjobs wechseln, etwa durch steuerliche Anreize oder den Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder.

    Darüber hinaus möchte sie die Frühverrentung reduzieren: "Es kann nicht sein, dass Unternehmen, die einerseits beklagen, keinen Nachwuchs zu haben, im gleichen Zuge gut qualifizierte Arbeitnehmer ab 61 in Altersteilzeit schicken." Zugleich forderte die Ministerin, den Kündigungsschutz zu lockern. "Wir brauchen einen flexibleren Kündigungsschutz, der die Schwachen schützt, es den Unternehmen aber vor allem im Hochlohnbereich ermöglicht, schneller Personal abzubauen, wenn sie müssen. Das hilft Unternehmen, sich zügiger an neue Marktsituationen anzupassen und zu restrukturieren."

    Arbeitnehmer in Deutschland werden laut einer Studie im neuen Jahr zum Teil deutlich weniger netto an Lohn und Gehalt herausbekommen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung am Montag unter Berufung auf Berechnungen des Nürnberger Softwarehauses DATEV. 

    Eine Alleinerziehende mit einem Kind und monatlich 6.000 Euro brutto sowie Steuerklasse zwei hat im Jahr 2026 laut dem Bericht wegen der gestiegenen Beitragsgrenze für die Kranken- und Pflegekasse netto 177 Euro weniger.

    Noch deutlicher ist demnach das Minus bei Arbeitnehmern, die zusätzlich wegen der höheren Bemessungsgrenze für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung stärkere Abzüge verkraften müssen: Verheiratete mit einem Monatsgehalt von 9.000 Euro und Steuerklasse drei müssen mit das stärkste Minus hinnehmen: Ohne Kinder haben sie im neuen Jahr 464 Euro beziehungsweise mit zwei Kindern 442 Euro weniger im Portemonnaie. Bei anderen Arbeitnehmern bleibt das Nettogehalt einigermaßen stabil oder erhöht sich minimal – die Inflation und weitere Steuern, wie die sich im Jahr 2026 erhöhende "CO₂-Steuer", gleichen das allerdings bei weitem nicht aus.

    Mehr zum Thema – Klingbeil bereitet die Deutschen auf sinkenden Lebensstandard vor

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  • Russland schneidet die Ukraine von der Donau ab

    Von Andrei Restschikow

    Am Freitag wurde eine wichtige Straßenbrücke auf der Strecke M-15 "Odessa – Reni" über den Dnister im Dorf Majaki des Gebiets Odessa erneut mit einer Drohne vom Typ "Geran" angegriffen. Die Brücke verbindet den südwestlichen Teil des Gebiets Odessa mit dem Rest der Ukraine sowie die Ukraine mit Moldawien und Rumänien. Wie ukrainische Medien berichten, wurden bei diesen Schlägen auch ballistische Raketen eingesetzt.

    Der am Donnerstag erfolgte erste Angriff wurde ebenfalls durch den Einsatz einer Drohne vom Typ "Geran" durchgeführt. Laut Angaben von Militärkorrespondenten wurde die Brücke dabei nur geringfügig beschädigt. Dennoch wurde der Verkehr in beide Richtungen gesperrt. Den in ukrainischen Medien veröffentlichten Videos zufolge wurde die Brücke nach dem erneuten Angriff stärker beschädigt – im Brückendeck sind große Durchbrüche entstanden. Die tragenden Konstruktionen sind zwar intakt geblieben, jedoch stark deformiert.

    Laut Informationen der ukrainischen Nachrichtenseite Strana wurde der Verkehr zu den Grenzübergängen und in die Ortschaften im westlichen Teil des Gebiets Odessa eingestellt, wobei die Strecke Odessa – Reni für den Güterverkehr gesperrt ist. Außerdem wird eine Überlastung des Grenzübergangs "Mogiljow-Podolski – Otatsch" an der Grenze zu Moldawien im Gebiet Winniza gemeldet.

    Die Strecke "Odessa-Reni" ist praktisch der einzige direkte Weg von Odessa nach Moldawien und Rumänien. Nach den Worten des ukrainischen Vizepremierministers und Ministers für Gemeinde- und Territorialentwicklung, Alexei Kuleba, seien die ukrainischen Behörden bereits dabei, neue Transitrouten und alternative Verkehrswege zu entwickeln, um die Logistik im Süden des Landes sicherzustellen. Seinen Angaben zufolge sollten die neuen Routen den Personen- und Güterverkehr sowie die Organisation von Transitströmen mit Zugang zu Grenzübergängen und in Richtung Donau umfassen.

    Nach Prognosen des ukrainischen Kraftstoffexperten und Gründers der Unternehmensgruppe Prime, Dmitri Leuschkin, könnten die Angriffe auf die Brücke im Dorf Majaki 60 Prozent der Kraftstoffimporte in die Ukraine blockieren, was zu Preissteigerungen und Benzinknappheit führen würde. Im Falle einer vollständigen Zerstörung der Brücke wäre eine Anfahrt nach Ismail vom "Festland" des Gebiets Odessa aus und zurück nur über Rumänien möglich.

    Ende letzter Woche führten die russischen Streitkräfte erneut Angriffe auf die Eisenbahnbrücke über den Dnjestr-Liman in der Nähe von Satoka durch. Zum ersten Mal seit Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine wurden dafür jedoch Sprengbomben (FAB) mit einem einheitlichen Gleit- und Korrekturmodul (UMPK) eingesetzt. Diese Brücke ist eine wichtige Logistikverbindung zwischen Odessa und Rumänien, über die auch Militärlieferungen aus NATO-Ländern transportiert werden.

    Der Militärexperte Michail Onufrienko sagt dazu:

    "Die Logistik aus den Häfen von Ismail wurde über die Strecke 'Odessa – Reni' über den Dnjestr sichergestellt. Diese Fracht kam aus Rumänien und teilweise aus Moldawien. Es geht darum, die Lieferung dieser Güter so umständlich wie möglich zu machen. Zwar können sie über Umwege transportiert werden, jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten, was sich unweigerlich auf die Lage an der Front auswirken wird."

    Um eine vollständige Isolierung der Front zu erreichen, müsste Russland mit Angriffen auf die ukrainischen Brücken über den Dnjepr beginnen, erklärt der Experte.

    Allerdings kann man bereits jetzt von einer Störung der Logistik der ukrainischen Truppen im südwestlichen Teil des Gebiets Odessa (einschließlich der Zufahrten nach Ismail und zu den Donau-Häfen) sprechen.

    Onufrienko kommentiert dies folgendermaßen:

    "Wiederholte Angriffe auf die wichtige Straßenbrücke auf der Strecke M-15 'Odessa – Reni' sind unvermeidlich, da die von uns eingesetzten Munitionen relativ leicht sind – ihre Sprengköpfe wiegen nicht mehr als einige hundert Kilogramm. Die Pfeiler der Brücke, die noch zu Sowjetzeiten gebaut wurde, können damit nicht zerstört werden. Hier kommt jedoch derselbe Faktor zum Tragen, den der Gegner bei den Angriffen auf unsere Brücken in Mariupol, auf die Antonow-Brücke über den Dnjepr und an anderen Standorten genutzt hat: Es entstanden so viele Schlaglöcher im Fahrbahnbelag, dass der Verkehr von Kraftfahrzeugen und Zügen unmöglich wurde."

    Angesichts der niedrigen Kosten der Drohnen vom Typ "Geran" könnten Angriffe auf ukrainische Brücken "täglich durchgeführt werden, denn es ist einfach und kostengünstig". Diese Taktik habe Russland aber bisher nicht angewendet.

    Der Experte fügt hinzu:

    "Im Endeffekt verliert der Feind die Lust, die Brücke zu reparieren. Natürlich sollte berücksichtigt werden, dass parallel dazu Pontonbrücken gebaut werden, aber auch diese können leicht zerstört werden."

    Der Militärexperte Wassili Dandykin merkt dazu an:

    "Die Brücken über den Dnjestr im Dorf Majaki und über den Dnjestr-Liman im Bezirk Satoka teilen das Gebiet Odessa in zwei Teile. Ihre Zerstörung beeinträchtigt daher die Logistik und Versorgung der ukrainischen Truppen. Zwar entstehen dadurch auch Unannehmlichkeiten für die Zivilbevölkerung, aber über diese Brücken wurden militärische Güter aus Rumänien geliefert, darunter Munition, Waffen und Treibstoff."

    Der Experte betont, dass der Drohneneinsatz allein nicht ausreiche, um die in der Sowjetzeit erbauten Brücken zu zerstören, "wohingegen ballistische Waffen in der Lage sind, die Übergänge für längere Zeit außer Betrieb zu setzen". Mit diesen Schlägen demonstrierte Russland auch seine Fähigkeit, Einfluss auf die kritische Infrastruktur in unmittelbarer Nähe der EU-Grenze und eines NATO-Mitgliedstaates (Rumänien) zu nehmen.

    Dandykin sagt:

    "Die Brücken werden auch in Zukunft angegriffen werden, was sich auf die gegnerische Standfestigkeit an der Südflanke auswirken wird. Russland hat begonnen, die Nachschubwege zu zerstören und die ukrainische Logistik lahmzulegen. Angesichts der Schwäche der gegnerischen Luftabwehr wird es sehr schwierig oder sogar unmöglich sein, diese Routen, die unter unserer Kontrolle stehen, schnell wiederherzustellen."

    Der Wirtschaftswissenschaftler Iwan Lisan fügt hinzu:

    "Die Donau-Häfen (Ismail, Reni) dienen jetzt nur noch zum Umschlag von Ölprodukten und Waffen. Nachdem die Ukraine aus dem "Getreideabkommen" ausgestiegen ist, werden landwirtschaftliche Produkte über die Häfen von Odessa transportiert. Es gab einen regen Transport von Treibstoff aus Rumänien, weil der Umschlag dort einfach war. Jetzt bricht dieses gesamte System zusammen: So müssten beispielsweise Erdölprodukte durch ganz Moldawien transportiert werden, um Transnistrien zu umgehen, das von Chișinău und Kiew blockiert wurde."

    Seiner Prognose zufolge werde die Unterbrechung des Verkehrs über die Brücke bei Majaki zu einem langen logistischen Umweg führen, was die Transportkosten erhöhe.

    Der Wirtschaftsexperte erklärt:

    "Die Einfuhr in die Ukraine wird nun über das Gebiet Tschernowzy möglich sein, von wo aus der Kraftstoff zu den Verbrauchszentren Odessa, Dnjepropetrowsk (Dnjepr), Saporoschje und Kiew transportiert wird. All dies wird sich auf den Preis auswirken."

    Nach Ansicht von Michail Onufrienko seien die Angriffe auf die Brücken unter anderem eine Reaktion auf die Angriffe der Ukraine auf Tanker im Schwarzen und im Mittelmeer sowie auf andere Terroranschläge.

    Er führt aus:

    "Der Schienen- und Straßenverkehr lässt sich aufgrund des Mangels an Transportmitteln, die derzeit alle an der Front eingesetzt werden, praktisch nicht ersetzen. Dementsprechend wird es Probleme mit der Lieferung von Lebensmitteln aus Cherson und Nikolajew nach Odessa geben. Auch das Militär wird enorme Probleme haben, da der Transport von Gütern über Umwege wesentlich teurer, langwieriger und langsamer ist. Die Angriffe auf diese Brücke haben also erhebliche Auswirkungen. Genauso effektiv werden die Angriffe auf die Brücken über den Dnjepr sein, was für den Feind eine katastrophale Situation schaffen wird."

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 20. Dezember 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.

    Mehr zum Thema - Russland macht ernst in Odessa – neueste Lenkbomben schneiden Ukraine kürzesten Logistikweg ab

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  • Moskau: Hochrangiger General durch Sprengstoffanschlag getötet (VIDEO)

    Am heutigen Morgen wurde bekannt, dass ein hoher russischer Militär Opfer eines Autobombenanschlags geworden ist. Bei dem Ermordeten handelt es sich um Generalleutnant Fanil Sarwarow, den Leiter der operativen Ausbildungsabteilung des Generalstabs der russischen Streitkräfte.

    Der Anschlag soll – wie die Pressesprecherin der russischen Staatsanwaltschaft, Swetlana Petrenko, bekannt gab – mittels einer Autobombe durchgeführt  worden sein. Das Attentat ereignete sich um 7 Uhr Moskauer Ortszeit auf einem Parkplatz im Süden der russischen Hauptstadt. Als der General am Morgen des 22. Dezember ins Auto steigen wollte, explodierte der Sprengsatz.

    Generalleutnant Sarwarow erlag seinen schweren Verletzungen. Die russische Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen Mordes ein. Derzeit wird der Schauplatz des Anschlags von erfahrenen Kriminaltechnikern untersucht. Die Ermittlungen der russischen Behörden konzentrieren sich auf die Annahme, dass die ukrainischen Spezialdienste im Zusammenhang mit dem Mord an General Sarwarow stehen.

    Anschläge dieser Art sind eine Spezialität der ukrainischen Nachrichtendienste. Bereits vor einem Jahr – ebenfalls im Dezember – war der ABC-Waffen-Experte Generalleutnant Igor Kirillow mit seinem Adjutanten ermordet worden, ebenfalls mithilfe von Sprengstoff. Damals reklamierte der ukrainische Geheimdienst SBU die Mordtat für sich. Es bleibt abzuwarten, ob sich auch dieses Mal ein Bekenntnis zur Ermordung eines hohen russischen Offiziers finden wird.

    Ein ähnlicher Mord ereignete sich im April, dem Tag der ersten Ankunft des US-Sondergesandten Steve Witkoff zu Gesprächen in Moskau. Damals kam bei der Autoexplosion der 59-jährige Generalleutnant des Verteidigungsministeriums, Jaroslaw Moskalik, ums Leben. Moskalik war stellvertretender Leiter der Hauptoperationsabteilung des russischen Generalstabs und Teilnehmer der Verhandlungen mit der Ukraine im Normandie-Format. 

    Generalleutnant Sarwarow hatte im Krieg mit Georgien sowie bei den Auseinandersetzungen in Tschetschenien an Kampfeinsätzen teilgenommen. Außerdem war er maßgeblich an der Planung des Syrien-Einsatzes beteiligt. Seit 2016 fungierte er als Leiter der Abteilung für operative Ausbildung der Streitkräfte der Russischen Föderation. Er war 56 Jahre alt. 

    Mehr zum Thema – Bild-Redakteur rechtfertigt Terror – Reaktionen zum tödlichen Attentat auf Generalleutnant Kirillow

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  • Berliner Adler-Posse findet ihr vorläufiges Ende

    Von Astrid Sigena

    Wer Ende März dieses Jahres auf die Schlagzeilen der BILD-Zeitung blickte, musste eine akute Kindeswohlgefährdung auf einem Berliner Spielplatz befürchten. Nein, es ging nicht um Drogensüchtige und ihre Hinterlassenschaften, seit Jahren ein gefährliches Problem für Berliner Kinder im Vorschulalter. Die fragende Bild-Schlagzeile "Wie gefährlich ist dieser Nazi-Adler für unsere Kinder" ließ gleich erahnen, dass es sich um weitaus Aufsehenerregenderes, Schwerwiegenderes drehte, nämlich um eine der zahlreichen baulichen Hinterlassenschaften der NS-Herrschaft in der deutschen Hauptstadt. Ein Aufreger – zumindest aus der Sicht von Behörden und Kirche. Nicht aber aus der Sicht der Mehrheit der Anwohner, wie sich später zeigen sollte.

    Im Frühjahr 2025 wurde das Problem plötzlich akut, nachdem im Spandauer Ortsteil Haselhorst die Bronzeplastik "Adlerhorst mit Gelege" des bedeutenden Tierbildhauers Max Esser jahrzehntelang unbehelligt gestanden hatte. Genau genommen am Kinderspielplatz der örtlichen Reichsforschungssiedlung. Dieses Wohngebiet hat trotz der im Dritten Reich gerne genutzten Vorsilbe "Reichs-" grundsätzlich nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun, es war schon während der Weimarer Republik als modernes soziales Wohnungsprojekt für den Westen Berlins geplant worden. Dagegen ist die 1936 aufgestellte Adler-Plastik tatsächlich ein Produkt des Nationalsozialismus. Der Bronzeadler oder besser: die Adler-Mutter, die – passend zu einem Spielplatz – ihre Küken unter ihren Schwingen beschirmt, stammt aus der Werkstatt von Max Esser. Der Bildhauer stand auf der sogenannten "Gottbegnadeten-Liste" und wurde auch sonst als von den Nationalsozialisten geschätzter Künstler mit Aufträgen bedacht. Die Adlerhorst-Plastik diente damals als "Denkmal der nationalen Erhebung" (gemeint ist die nationalsozialistische Machtübernahme im Januar 1933). Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Adlerdenkmal stehen. Lediglich die Inschriften auf dem Sockel wurden entfernt.

    Ausgelöst hatte die Debatte um das wehrhafte Adlerweibchen aus Bronze Gudrun O’Daniel-Elmen, ihres Zeichens Erinnerungsbeauftragte der evangelischen Kirche in Spandau. Sie äußerte sich gegenüber dem Tagesspiegel schockiert:

    "Nachdem ich mir die Skulptur inmitten der Wohnsiedlung Lüdenscheider Weg 2–4 endlich einmal selbst angesehen hatte, war ich entsetzt, dass dieses martialische Nazi-Machwerk bis heute einen Spielplatz inmitten einer Wohnsiedlung 'ziert'."

    Bereits im Jahr 2021 hatte die Berliner Zeitung bei einer Ortsbesichtigung konstatiert, dass sich Kinder "im Schatten dieser bald flügge werdenden (das heißt: sich bald erhebenden!) Adlerbrut und ihrer angriffsfreudigen Mutter kaum wohlfühlen" dürften. An der Tierplastik mit dem faschistischen Hintergrund sei kein einziges Kind anzutreffen – es gebe in der Nähe "nettere" Spielplätze.

    Im Spandauer Rathaus gab man der evangelischen Christin Recht. Das Kulturamt kontaktierte Anwohner und Eigentümer in der Angelegenheit daraufhin brieflich. Kulturstadträtin und Vize-Bezirksbürgermeisterin Carola Brückner meinte:

    "Für mich ist klar, dass das den Nationalsozialismus verherrlichende Denkmal – auch wenn kein Hakenkreuz angebracht war –, so nicht stehenbleiben sollte, zumal das Denkmal heute direkt an einem Spielplatz steht und schon damals als Schmuck für die Wohnbebauung installiert wurde."

    Die Nachbarschaft solle bei der Entscheidung über die Zukunft der Adlerplastik jedenfalls mit einbezogen werden, so Brückner: "Wer weiß, es ergeben sich oft spannende Diskussionen bei einer Bürgerbeteiligung."

    Als Lösung für das heikle Relikt aus einer dunklen Vergangenheit schlug die SPD-Politikerin entweder eine kommentierende Einordnung vor Ort oder einen Umzug der Skulptur in die Zitadelle Spandau vor. Dort werden mittlerweile als problematisch empfundene Denkmäler oder Standbilder aus der deutschen Geschichte aufbewahrt und in einer Dauerausstellung gezeigt. Museumschefin Urte Evert war Feuer und Flamme angesichts des möglichen Neuzugangs in die Zitadelle: "Ein 'Denkmal für die nationale Erhebung', also ein nationalsozialistisches Denkmal, das die Machtübernahme der NSDAP" feiere, hätte bereits 1945 abgebaut werden müssen, anstelle nur den Namen zu entfernen, ähnlich wie man das bei anderen Denkmälern und Gebäuden mit dem Abschlagen des Hakenkreuzes getan habe. Everts Fazit: "Die Form bleibt dennoch in der gesamten Symbolik und Ausführung nationalsozialistisch." Auch wenn das Symbol des Adlers nicht als spezifisch nationalsozialistisch zu werten sei, warnte Evert vor der Beibehaltung des Denkmals: "Aber die spezielle Ausführung wie bei dieser Skulptur ist nun mal erkennbar mit der Ideologie verknüpft, die vorzugsweise als aggressive Raubtiere interpretierte Lebewesen (Wölfe, Leoparden und eben Adler) für ihre Symbole einsetzte." Auch heute noch seien die Kunstwerke in der Lage, "das unbewusste Bildgedächtnis einer Gesellschaft zu beeinflussen."

    Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, Teileigentümerin der Reichsforschungssiedlung, plädierte ebenfalls für eine Entfernung der Bronzeplastik und meldete das Thema zur Besprechung auf der nächsten Jahrestagung der Eigentümer an. Die anderen Eigentümer äußerten sich gegenüber der Presse nicht und reagierten auch nicht auf das Anschreiben des Kulturamts. Im Spandauer Bezirksamt sollen nicht alle der Meinung der SPD-Kulturstadträtin gewesen sein, der Adler gehöre weg. Und auch im Bezirksparlament regte sich Widerspruch. Arndt Meißner, Vorsitzender der örtlichen CDU-Fraktion, plädierte für eine Beibehaltung des Kunstwerkes, gegebenenfalls mit einer kommentierenden Erklärung. Man könne "nicht einfach alles wegräumen, was an die Vergangenheit" erinnere. Ein Abbau wäre maßlos übertrieben. Ähnlich sahen dies die Spandauer Liberalen. Matthias Unger von der FDP-Fraktion forderte erst einmal eine "wissenschaftlich fundierte Untersuchung" über die tatsächliche Bedeutung des Denkmals anstelle der bloßen Entfernung historischer Spuren. Die Grünen dagegen befürworteten den Umzug in die Zitadelle oder gegebenenfalls eine Erklärtafel vor Ort. Es sei zwar 80 Jahre zu spät, aber dennoch richtig, den Adler zu überdenken.

    Im Spätherbst 2025 fiel dann die Entscheidung: Eine Mehrzahl der Privateigentümer stimmte für den Verbleib der insgesamt (samt Sockel) drei Meter hohen Adler-Plastik. Wie der Tagesspiegel berichtete, hätten sich 55 Prozent der Befragten gegen eine Entfernung ausgesprochen. Und ganze 74 Prozent waren gegen eine historische Einordnung am Standort der Plastik durch Historiker. Damit wurde auch der Vorschlag einer erklärenden Infotafel am Sockel, wie sie beispielsweise der Spandauer Stadthistoriker Michael Bienert befürwortet hatte, abgeschmettert. Bienert hatte sich maßvoll gezeigt und konstatiert:

    "Die Erregung um 'Nazikunst am Kinderspielplatz' ist kurzsichtig. In den vergangenen Jahrzehnten hat kein Kind Schaden genommen oder ist zum Nazi geworden durch den Anblick des Bronzeadlers, der seine Schwingen schützend über seine Küken im Nest breitet."

    Für die Gewobag und die EKBO-Erinnerungsbeauftragte ist das Abstimmungsergebnis ein herber Schlag ins Kontor: Die Gewobag bedauerte die Entscheidung pro Adlerplastik sehr, und auch Gudrun O’Daniel-Elmen zeigte sich enttäuscht: "Ich kann aus dem Ergebnis der zweiten Abstimmung nur schließen, dass die große Mehrheit der Eigentümer (74 %!) dagegen ist, dass die Öffentlichkeit vom nationalsozialistischen Charakter des Denkmals erfährt", schrieb sie dem Tagesspiegel. Ob der Kampf um "das metallene Federvieh" (Junge Freiheit) beziehungsweise den "Reichsadler" (wie ihn der Tagesspiegel nannte) damit wirklich vorbei ist?

    Über die Motive der Adler-Befürworter lässt sich nur spekulieren, da sie sich meist nicht zu Wort gemeldet haben. Wollten sie – der Macht der Gewohnheit folgend – den Anwohnern das traditionelle Wappentier ihres "Adler-Spielplatzes" bewahren? Sprach sie einfach das Motiv wehrhafter Elternschaft an, die symbolische Verkörperung von Vätern und Müttern, die ihre Kinder vor drohenden Gefahren bewahren? Hatten sie die Schnauze voll von Denkmalstürmerei und den speziell in Berlin grassierenden Straßenumbenennungen? Oder fanden sie es einfach heuchlerisch, dass die Haselhorster Reichsforschungssiedlung durch kommentierende Tafeln als Ort mit einer problematischen Nazi-Vergangenheit stigmatisiert werden sollte, während ebenfalls in Berlin, im zur NS-Zeit ausgebauten Bendlerblock, unverfroren Deutschlands Aufrüstung geplant und über Strategien zur Bekämpfung Russlands gebrütet wird? Beim Tagesspiegel veröffentlichte Äußerungen anonymer Anwohner deuten darauf hin, dass man sich "überrumpelt und belehrt" und "in die Nazi-Ecke" geschoben gefühlt habe. Gewiss ist jedenfalls: Bis auf Weiteres darf der Bronzeadler von Haselhorst weiterhin seine Brut behüten.

    Mehr zum Thema - Fackelrituale und Lumpenpazifismus – Was hat die Feuertaufe der Litauen-Brigade zu bedeuten?

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  • Reuters im Dienst des Tiefen Staates? US-Geheimdienstchefin wirft der Agentur Lügen vor

    Die US-Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, kritisiert einen Bericht der britischen Nachrichtenagentur Reuters scharf, wonach Russland die Eroberung der gesamten Ukraine planen soll.

    Moskau habe demnach seine Ziele nie aufgegeben, auch Teile Europas einzunehmen, die einst zur Sowjetunion gehörten. Reuters berichtete dies am Samstag unter Verweis auf sechs mit den US-Geheimdiensten vertraute Quellen.

    Dieser Artikel sei eine Lüge und Propaganda, schreibt Gabbard auf der Plattform X. "Die Kriegstreiber des Tiefen Staates und ihre Propagandamedien versuchen erneut, die Bemühungen von Präsident Trump zu untergraben, Frieden in der Ukraine – und in Europa – zu erreichen", betonte die US-Geheimdienstchefin.

    Deep State warmongers and their Propaganda Media are again trying to undermine President Trump’s efforts to bring peace to Ukraine—and indeed Europe—by falsely claiming that the ‘U.S. intelligence community’ agrees to and supports EU/NATO viewpoint that Russia’s aim is to…

    — Tulsi Gabbard 🌺 (@TulsiGabbard) December 20, 2025

    Tatsächlich gehe der US-Geheimdienst davon aus, dass Russland nicht einmal die Fähigkeit besitze, die Ukraine zu erobern und zu besetzen, geschweige denn Europa "zu erobern und zu besetzen". Darüber hinaus sei man zu dem Schluss gekommen, dass Russland versuche, einen umfassenden Krieg mit der NATO zu vermeiden.

    Gabbard zufolge habe ihre Behörde genau das den Politikern mitgeteilt, darunter einem demokratischen Mitglied des Ständigen Sonderausschusses für Geheimdienste (HPSCI) im US-Repräsentantenhaus, wie Reuters berichtet habe.

    Damit meinte Gabbard den Politiker Mike Quigley, der gegenüber der Agentur sagte, "die Geheimdiensterkenntnisse deuten seit jeher darauf hin, dass Putin mehr will". "Die Europäer sind davon überzeugt. Die Polen sind absolut davon überzeugt. Die Balten glauben, sie seien die Ersten", wird Quigley im Bericht zitiert.

    Gabbard vertritt die Ansicht, dass Reuters mit seinem Artikel versuche, die Öffentlichkeit für eine Gewalteskalation zwischen Russland und der Ukraine zu gewinnen. Eine allgemeine Unterstützung käme der NATO und der EU zugute, die das "US-Militär in einen Krieg mit Russland hineinziehen wollen", argumentierte die Geheimdienstchefin.

    Das Weiße Haus erklärte auf Anfrage von Reuters, das Team von Präsident Trump habe "enorme Fortschritte zur Beendigung des Krieges erzielt".

    Anfang März erklärte Wladimir Putin, Russland brauche "nichts Fremdes", werde aber nicht "das Eigene" aufgeben. Russlands Präsident betonte außerdem, Moskau benötige eine Option der Friedenslösung im Ukraine-Konflikt, die zufriedenstellend wäre und einen langfristigen Frieden sichern würde.

    Mehr zum Thema ‒ US-Geheimdienstchefin Gabbard: Keine Weitergabe von Informationen an Verbündete

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  • Russlands Wirtschaft 2025: Stabilität vor Tempo

    Von Olga Samofalowa

    Der russische Präsident Wladimir Putin fasste in einer Live-Fragestunde die wirtschaftlichen Ergebnisse der vergangenen zwölf Monate zusammen. Dabei sprach er der Regierung seine Anerkennung dafür aus, dass es ihr gelungen sei, den Haushalt auszugleichen. "Die Qualität dieses Ausgleichs entspricht dem Niveau von 2021, was einen sehr wichtigen Indikator für die Stabilität der Wirtschaft und des Finanzsystems des Landes darstellt", betonte er.

    Man rechne für dieses Jahr mit einem Staatshaushaltsdefizit von 2,6 Prozent des BIP, doch im Jahr 2026 werde es bereits 1,6 Prozent betragen und in den nächsten drei Jahren nicht mehr als 1,5 Prozent. Seinen Angaben zufolge sei dies eine erfreuliche Kennzahl, wenn man bedenke, dass die Staatsverschuldung mit 17,7 Prozent nach wie vor eine der niedrigsten unter den entwickelten Volkswirtschaften sei und innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent steigen dürfe. Zum Vergleich: Die Staatsverschuldung westlicher Länder erreicht häufig 100 Prozent des BIP oder sogar mehr.

    Die Verlangsamung des Wachstumstempos der russischen Wirtschaft in diesem Jahr bezeichnete Wladimir Putin als bewussten Schritt zur Erhaltung der Wirtschaftsqualität. Er erinnerte daran, dass das Gesamtwachstum des russischen BIP in den letzten drei Jahren 9,7 Prozent betragen habe, während die Wirtschaft der Eurozone nur um 3,2 Prozent gewachsen sei.

    Jaroslaw Kabakow, Leiter der Strategieabteilung bei der Investmentfirma "Finam", sagt dazu:

    "Die Worte des russischen Präsidenten über eine bewusste Verlangsamung des Wirtschaftswachstums zum Zwecke der Erhaltung seiner Qualität bedeuten, dass makroökonomische Stabilität Vorrang vor schnellem, aber 'überhitztem' Wachstum hat. Es geht in erster Linie um eine strenge Geldpolitik der russischen Zentralbank und die Eindämmung der Binnennachfrage zur Bekämpfung der Inflation, was tatsächlich das BIP-Wachstum bremst. Unter 'Wirtschaftsqualität' versteht man in diesem Zusammenhang eine niedrigere Inflation, finanzielle Stabilität, einen kontrollierbaren Staatshaushalt und das Fehlen von Ungleichgewichten, die in Zukunft zu einer Krise führen könnten."

    Nikolai Kondraschow, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts "Zentrum für Entwicklung" an der Nationalen Forschungsuniversität Higher School of Economics, merkt an:

    "Die strenge Geldpolitik der russischen Zentralbank hat sich vollständig bewährt. Dass das BIP dabei etwas niedriger ausfiel, als es bei einer weniger strengen Politik der Fall gewesen wäre, stellt eine absolut logische Folgewirkung dar, und zwar für jedes Land. Darüber hinaus wäre es ohnehin zu einer Abkühlung der Wirtschaft gekommen, jedoch mit weitaus schwerwiegenderen Folgen in Form von hoher Inflation, finanzieller Destabilisierung und Kontrollverlust, was eine noch strengere Geldpolitik erforderlich gemacht hätte."

    Das Hauptergebnis dieser Politik ist die Senkung der Inflation. Nach Angaben des russischen Präsidenten wird sie zum Jahresende 5,7 bis 5,8 Prozent betragen. Das Hauptziel der russischen Zentralbank, eine Inflationsrate von 4 Prozent in diesem Jahr zu erreichen, konnte nicht erreicht werden. Doch Ende letzten Jahres habe die Inflation bei 9,5 Prozent und im März dieses Jahres bei 10,3 Prozent gelegen, weshalb es schon eine großartige Errungenschaft sei, die Inflation auf etwa 6 Prozent zu senken, insbesondere wenn man berücksichtige, dass es sich dabei um den über zwölf Monate kumulierten Anstieg handele und die Preissteigerungsrate in den letzten Monaten auf Jahresbasis prozentual sogar noch niedriger gewesen sei, so Kondraschow. Wäre der Leitzins deutlich niedriger gewesen, wären die Preise viel schneller gestiegen, und dieser Preisanstieg hätte nicht gebremst werden können, fügt er hinzu.

    Der Präsident wies auf das positive Wachstum der Reallöhne hin, die bis zum Ende des Jahres 2025 (inflationsbereinigt) um 4,5 Prozent steigen sollten. Mit Bedauern stellte er jedoch fest, dass das Wachstum der Arbeitsproduktivität mit nur 1,1 Prozent recht bescheiden ausfallen werde.

    "Dieses Verhältnis muss natürlich zugunsten einer Steigerung der Arbeitsproduktivität verändert werden", erklärte Wladimir Putin im Rahmen der jährlichen TV-Sendung "Jahresrückblick".

    Wladimir Tschernow, Analytiker bei "Freedom Finance Global", erläutert:

    "Diese Kluft – 4,5 Prozent Reallohnzuwachs gegenüber 1,1 Prozent Produktivitätszuwachs – ist auf den Arbeitsmarkt zurückzuführen. Aufgrund des Personalmangels und des Wettbewerbs um Arbeitskräfte waren die Unternehmen gezwungen, die Löhne schneller anzuheben, als die Produktivität pro Arbeitnehmer steigen konnte. Dabei wurde die Produktivität durch die langsame Erneuerung der Ausrüstung, Einschränkungen in den Bereichen Technologie und Logistik sowie durch die Tatsache gebremst, dass ein Teil des Nachfrageanstiegs nicht durch Modernisierung, sondern lediglich durch eine Ausweitung der Beschäftigungszahlen gedeckt wurde."

    Die Bedeutung dieses Indikators liegt seiner Meinung nach in folgender Erkenntnis: Wenn die Löhne die Produktivität nachhaltig übersteigen, müssen Unternehmen entweder ihre "Margen drücken" oder die damit verbundenen Kosten auf die Preise für den Endverbraucher umlegen. Dies führe letztendlich zu einem Anstieg der Inflationsrisiken und einer Verschlechterung der Wachstumsstabilität, so der Experte.

    Im Großen und Ganzen sei zwar eine Diskrepanz zwischen der Dynamik der Arbeitsproduktivität und den Reallöhnen zulässig, doch sei in den letzten drei Jahren ein starker Personalmangel zu verzeichnen gewesen, weshalb sich das Gleichgewicht in der Wirtschaft in Richtung höherer Löhne verschoben habe, was unter sonst gleichen Bedingungen die Inflation beschleunige. Daher sei eine gewisse Stabilisierung erforderlich, stimmt Kondraschow zu.

    Die Arbeitslosenquote, die im vergangenen Jahr bei 2,5 Prozent lag, weist in diesem Jahr mit einem Rückgang auf 2,2 Prozent einen neuen historischen Tiefstand auf.

    Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Jahres 2025 betrifft die Investitionen. Tschernow merkt dazu an:

    "Offiziellen Angaben zufolge stiegen sie in der ersten Jahreshälfte an, aber im dritten Quartal verschlechterte sich die Dynamik. Genau hier liegt das Problem: Ohne Beschleunigung der Investitionstätigkeit und der technologischen Entwicklung ist es schwierig, die Arbeitsproduktivität schnell zu steigern und das Spannungsfeld zwischen Löhnen und Arbeitseffizienz zu entschärfen."

    Laut Kabakow zeigen diese Wirtschaftsergebnisse in ihrer Zusammenschau, dass sich die Wirtschaft in einer Anpassungsphase befinde, wobei – auf mittlere Sicht – Wachstumsgeschwindigkeit zugunsten von Stabilität, Inflationskontrolle und Risikominderung für das Finanzsystem geopfert werde.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 20. Dezember 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.

    Mehr zum Thema – Jahresrückblick mit Putin: Ukraine, NATO und Europas Zukunft ‒ "Kooperation oder Niedergang"

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