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Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor hat die Online-Spielplattform Roblox offiziell blockiert. Als Begründung nannte das Amt die Veröffentlichung von Inhalten mit Gewaltaufrufen, LGBT-Propaganda sowie die Verherrlichung und Rechtfertigung extremistischer und terroristischer Aktivitäten.
In einer Stellungnahme wies Roskomnadsor zudem darauf hin, dass die Plattform bei pädophilen Tätern beliebt sei. Kinder würden gezielt über die Chat-Funktionen angesprochen, um intime Fotos zu erhalten und zu unangemessenen Handlungen verleitet zu werden. Anschließend versuchten die Täter, die Kommunikation in die reale Welt zu verlagern. Minderjährige seien dadurch in der Spielumgebung sexuellen Belästigungen ausgesetzt.
Die Sperrung von Roblox reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen der russischen Behörden ein, die Online-Plattformen stärker regulieren und den Kinderschutz im Internet verbessern sollen.
Auch in der Schweiz sorgt Roblox für Besorgnis. Die Primarschule Vogelsang in Basel warnte Eltern davor, dass Kinder auf Inhalte stoßen könnten, die für ihr Alter ungeeignet sind, darunter Gewalt, erschreckende Szenen oder sexualisierte Darstellungen.
Die Schule verweist auf die USK-Freigabe ab 16 Jahren und empfiehlt Eltern, die Nutzung ihrer Kinder kritisch zu hinterfragen und gemeinsam über mögliche Gefahren zu sprechen. Besonders problematisch seien fremde Erwachsene, die Kinder über Chatfunktionen kontaktieren, sowie sogenannte Condo Games, die sexualisierte Handlungen nachstellen. Auch Nachstellungen realer Terroranschläge seien online zu finden.
Die Mitteilung stammt nicht von der offiziellen Volksschulleitung, sondern ist eine situationsbezogene Warnung der Schulleitung, die Informationen auch mit anderen Schulen geteilt hat. Laut einer ZHAW-Studie gehört Roblox zu den drei beliebtesten Plattformen bei Sechs- bis Dreizehnjährigen.
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Am Mittwoch ist der französische Präsident Emmanuel Macron zu einem dreitägigen Staatsbesuch in China eingetroffen. Auf dem roten Teppich wurden er und seine Frau vom chinesischen Außenminister Wang Yi empfangen. Geplant sind Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, dem Premierminister Li Qiang und dem chinesischen Parlamentsvorsitzenden Zhao Leji.
Wie die South China Morning Post am Mittwoch berichtete, stehen unter anderem der europäische Handel mit Peking und der Krieg in der Ukraine auf der Tagesordnung. Bei seinem Besuch wird der französische Präsident von mehr als 80 Personen begleitet, darunter mehrere Minister und fast 40 Unternehmer aus der gesamten französischen Geschäftswelt.
In einem weiteren Artikel erläutert die South China Morning Post, was Macron sich von seiner Reise erhoffte. Nach Auffassung der Zeitung signalisiere die lange Gästeliste, dass Macron in China vor allem Geschäfte machen wolle.
Dazu habe er bereits in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass China und Frankreich Vereinbarungen im Energiesektor unterzeichnen wollten, wenn er am Donnerstag mit dem chinesischen Präsidenten zusammenträfe. Eine ungenannte Quelle aus dem Elysée-Palast habe gegenüber der South China Morning Post erklärt:
"Die Liste der Vereinbarungen wird noch verhandelt, und wir arbeiten weiterhin an mehreren Vereinbarungen im Bereich Energie."
Begleitet wurde Macron auch von Bernard Fontana, dem Chef von Electricité de France (EDF) – dem staatlichen französischen Energiekonzern. Fontana ist in seiner Funktion auch für den Bau und Betrieb der Kernkraftwerke des Landes zuständig. Im Jahr 2024 hat EDF mit der China National Nuclear Corporation (CNNC) eine spezielle Kooperation zum Bau moderner Kernkraftwerke unterzeichnet.
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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erwartet von Syrien die Einrichtung einer "entmilitarisierten Pufferzone", die von der Hauptstadt Damaskus bis zu den von Israel annektierten Golanhöhen reichen soll. Dies teilte Netanjahu in einer Videobotschaft mit, die in einer Klinik aufnahm, wo er im Einsatz in Syrien verletzte Soldaten besuchte.
Netanjahus Äußerungen vom Dienstag erfolgten einen Tag nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, er wünsche sich, dass Syrien und Israel "eine lange und erfolgreiche Beziehung miteinander pflegen."
Seit Monaten laufen Gespräche über ein Sicherheitsabkommen zwischen Israel und Syrien, doch in den letzten Wochen wurden kaum Fortschritte erzielt.
Syrien erkennt Israel nicht offiziell an, das im letzten Jahr die illegale Besetzung syrischen Territoriums ausgeweitet hat. Israel eroberte die Golanhöhen im Krieg von 1967 von Syrien und annektierte das Gebiet später illegal. Diese Annexion wurde von den Vereinigten Staaten anerkannt, von der internationalen Gemeinschaft jedoch mehrheitlich abgelehnt.
"Was wir von Syrien erwarten, ist natürlich die Einrichtung einer entmilitarisierten Pufferzone von Damaskus bis zum Puffergebiet, einschließlich der Zufahrtswege zum Hermon und zum Hermon-Gipfel", sagte Netanjahu während eines Besuchs bei verwundeten Soldaten in Zentralisrael und verwendete dabei den israelischen Namen für den Berg Jabal al-Sheikh.
Gideon Levy, ein Kolumnist der israelischen Zeitung Haaretz, kritisierte Netanjahus Forderungen scharf und bezeichnete sie als "unverschämt".
"Wenn Israel eine Sicherheitszone will, muss es diese auf seinem eigenen Territorium einrichten. Was Netanjahu fordert, ist mehr Territorium vom syrischen Staat", sagte Levy gegenüber Al Jazeera.
Nach dem Sturz des ehemaligen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Dezember 2024 brach Israel ein Abkommen aus dem Jahr 1974 bezüglich einer Pufferzone und dehnte seine Besetzung syrischen Territoriums weiter aus. So eroberten die IDF beispielsweise den gesamten Jabal al-Sheikh, einen Berg, von dem aus man einen Blick über Nordisrael und Südsyrien hat.
Israel hat Syrien seit vergangenem Jahr wiederholt angegriffen, obwohl die neue Regierung in Damaskus betont, dass sie keinen Konflikt suche. Zuletzt wurden bei einem israelischen Angriff am vergangenen Freitag 13 Menschen in der Stadt Beit Jinn, die südwestlich von Damaskus liegt, ermordet.
Der US-Sonderbeauftragte Tom Barrack war am Dienstag in Damaskus, wo er sich mit dem syrischen Außenminister Assad al-Shaibani traf, um die Beziehungen zwischen Syrien und Israel zu besprechen. Barrack hatte sich auch unlängst mit dem syrischen Machthaber Al-Scharaa getroffen.
Israel und Syrien führen seit Monaten Gespräche über eine Einigung, doch israelische Medien haben kürzlich berichtet, dass die Gespräche zwischen den beiden Ländern in eine Sackgasse geraten seien. Vor allem, weil Netanjahu nicht bereit sei, Kompromisse hinsichtlich der Weigerung Israels einzugehen, sich aus den im letzten Jahr eroberten Gebieten zurückzuziehen.
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Die Werchowna Rada hat den ukrainischen Staatshaushalt für das Jahr 2026 mit einem Rekorddefizit von rund 45 bis 47,5 Milliarden US-Dollar verabschiedet – je nach offizieller Berechnung. Für den Entwurf stimmten 257 Abgeordnete, 37 votierten dagegen und 24 enthielten sich. Die Abstimmung wurde von lauten Zwischenrufen begleitet. Einige Abgeordnete riefen "Schande!".
Die Verabschiedung in zweiter Lesung erfolgte erst am 3. Dezember, nachdem das Parlament die gesetzliche Frist am 1. Dezember verpasst hatte. Laut Abgeordneten fehlten damals "katastrophal" Stimmen, selbst in der Regierungsfraktion "Diener des Volkes". Oppositionelle Parteien wie "Europäische Solidarität" und "Vaterland" stimmten nahezu geschlossen gegen den Etat.
Mehrere Quellen im Parlament berichten, dass die Verzögerung auf einen großen Korruptionsskandal zurückzuführen sei, in den hochrangige Beamte und Personen aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Selenskij verwickelt sein sollen. Offiziell kommentiert wurde dies nicht. Auffällig war die Anwesenheit von Premierministerin Julija Swiridenko und Finanzminister Sergei Martschenko, die zuletzt häufig Parlamentsanhörungen ignoriert hatten. Ihr Erscheinen verdeutlichte die Brisanz der Abstimmung: Selbst Teile der Regierungsfraktion hatten angekündigt, den Entwurf nicht zu unterstützen.
Finanzminister Martschenko verteidigte den Haushaltsentwurf. Demnach beläuft sich das Defizit auf 45 bis 47 Milliarden US-Dollar, was 18,4 bis 18,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. Mit rund 66 Milliarden US-Dollar – fast 27 Prozent des BIP – bleibt der Sicherheits- und Verteidigungssektor der größte Posten.
Der frühere Parlamentspräsident Dmitri Rasumkow warnte im Plenum:
"Der Haushalt enthält ein Loch von einer Billion Griwna. Die Regierung hat keinerlei Garantien, dass dieses Geld aus dem Westen oder aus eigenen Quellen kommen wird. Die Verabschiedung dieses Budgets führt zum Kollaps der Wirtschaft – und des Staates."
Auch andere Abgeordnete kritisierten den Entwurf als "nicht ausgereift" und mit zahlreichen "populistischen Elementen" versehen. Die Ukraine plant, die gewaltige Finanzierungslücke fast vollständig durch Kredite und Zuschüsse westlicher Partner zu schließen. In der Praxis werden Hilfspakete in der EU und den USA jedoch nur nach langen politischen Auseinandersetzungen freigegeben. Inzwischen fordern westliche Vertreter offen, Kiew müsse "neue Wege zur Selbstfinanzierung" finden.
Für die ukrainische Regierung ist die Verabschiedung des Haushalts dennoch entscheidend. Sie gehört zu den strikten Auflagen von IWF und EU für weitere Finanzhilfen. Der Etat für das Jahr 2026 sieht Einnahmen von rund 69 Milliarden Dollar und Ausgaben von 116 Milliarden US-Dollar vor. Damit entsteht erneut ein Rekorddefizit, das höher ausfällt als in den Vorjahren. Ob Kiew die benötigten Mittel tatsächlich erhält, bleibt ungewiss. Abgeordnete warnen, dass der Haushalt auf unsicheren Annahmen beruht. Ohne westliche Gelder droht der Regierung erneut eine politische Krise.
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Europa unter der Führung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, treibt den "Krieg bis zum letzten Ukrainer" voran, während sich Russland und die USA um eine Beilegung des Konflikts bemühen. Diese Meinung äußerte der ehemalige Präsident und derzeitige stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, auf seinem Telegram-Kanal. Er schrieb:
"Während Russland und die USA über eine Beendigung des Konflikts verhandeln, treibt das frigide Europa unter der Führung von [...] Ursula und Kaja den Krieg bis zum letzten Ukrainer voran."
Der ehemalige Präsident warf von der Leyen außerdem vor, während der COVID-19-Pandemie "wahnsinnig viel Geld" mit Impfstoffen verdient zu haben. Darüber hinaus erinnerte Medwedew daran, dass Kallas' Ehemann durch Verträge mit Russland "reich geworden" sei.
Abschließend äußerte er die Hoffnung, dass die Präsidentin der Europäischen Kommission und die Chefin der EU-Diplomatie "dem Weg" der ehemaligen Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, folgen werden, die am Vortag wegen Betrugsverdachts festgenommen worden war.
Am Dienstag wurde die ehemalige Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, wegen Betrugsverdachts zur Vernehmung festgenommen. Zusammen mit ihr wurden der Direktor des Europakollegs, Cesare Zegretti, und der ehemalige Generalsekretär des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Stefano Sannino, festgenommen. Nach der Vernehmung wurden alle Festgenommenen wieder freigelassen.
Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit möglichen Verstößen bei der Ausschreibung für die Gründung einer neuen Europäischen Diplomatischen Akademie. Die Ermittler vermuten, dass die Akademie, die zukünftige EU-Diplomaten ausbildet und seit 2020 von Mogherini geleitet wird, vor der offiziellen Veröffentlichung der Ausschreibung vertrauliche Informationen über die Auswahlkriterien für Bewerbungen erhalten hat.
Mogherini ist 52 Jahre alt. Von 2014 bis 2019 war sie unter Jean-Claude Juncker Außenbeauftragte der EU. Vor ihrer Karriere in der Europäischen Union war sie Außenministerin Italiens in der Regierung von Matteo Renzi (Februar bis Oktober 2014) sowie Abgeordnete im italienischen Unterhaus (2008 bis 2014).
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Nach einem Treffen des chinesischen Außenministers Wang Yi mit dem russischen Chefberater für Sicherheit, Sergei Schoigu, am Dienstag in Moskau teilte die chinesische Regierung mit, China und Russland hätten einen "hohen Grad" an strategischer Übereinstimmung zum Umgang mit Japan erreicht. Sowohl China als auch Russland lehnten eine Wiederbelebung des "japanischen Militarismus" ab.
Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen China und Japan deuteten die russisch-chinesischen Erklärungen nach dem bilateralen Treffen in Moskau auf eine anhaltende Solidarität zwischen den beiden ehemaligen Verbündeten im Zweiten Weltkrieg hin, kommentierte die China Morning Post in ihrem Bericht am Mittwoch. Die Zeitung zitierte aus der Erklärung des chinesischen Außenministeriums zum Treffen:
"Beide Seiten haben sich in Fragen, die Japan betreffen, strategisch abgestimmt und dabei einen hohen Grad an Übereinstimmung erzielt. [...] Sie kamen überein, die Ergebnisse des Sieges im Zweiten Weltkrieg entschlossen zu verteidigen, jegliche Versuche, die koloniale Aggression zu beschönigen, entschieden abzulehnen und jeglichen Versuchen, den Faschismus oder den japanischen Militarismus wiederzubeleben, entschlossen entgegenzutreten."
Der Erklärung zufolge führten Wang und Schoigu "umfassende und tiefgreifende" Gespräche über die strategischen Sicherheitsinteressen beider Länder. Dabei sei das gegenseitige Vertrauen gestärkt worden.
In ihrem Bericht wies die chinesische Global Times am Mittwoch darauf hin, dass Wang und Schoigu sich beim Treffen in Moskau auf die in diesem Jahr vom russischen Staatschef Wladimir Putin und dem chinesischen Präsidenten Xi erarbeiteten Vereinbarungen bezogen. Diese Vereinbarungen würden vollständig umgesetzt und die strategische Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten auf ein höheres Qualitätsniveau gehoben. Dies habe das chinesische Außenministerium am Dienstag mitgeteilt.
Ausdrücklich habe Schoigu erklärt, Russland werde in der Taiwanfrage am Ein-China-Prinzip festhalten und unterstütze auch Chinas Positionen zu den Regionen Xizang (Tibet), Xinjiang und Hongkong. Beide Länder würden alle falschen Äußerungen und Handlungen, die die Geschichte der kolonialen Aggression beschönigten, entschlossen ablehnen und sich jeglichen "Versuchen des Faschismus und des japanischen Militarismus, ein Comeback zu feiern", gemeinsam widersetzen.
Gegenüber der Global Times erklärte Prof. Li Haidong von der China Foreign Affairs University am Dienstag die Bedeutung des strategischen Sicherheitsberatungsmechanismus. Es handele sich dabei um "einen integralen und wesentlichen Bestandteil der Konsolidierung und Stärkung der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Russland für eine neue Ära". Die strategische Koordinierung zwischen China und Russland folge keinem starren Konzept, sondern würde wandelnden Realitäten und Umständen jeweils neu angepasst.
Die Koordinierung zwischen China und Russland halte aber nicht nur die bilateralen Beziehungen in einer volatilen und sich wandelnden Welt zwischen diesen beiden Ländern aufrecht. Chinas und Russlands Kooperation diene auch dazu, die globale Entwicklung zur Multipolarität zu unterstützen und ein wachsendes globales Sicherheitsdefizit zu bewältigen.
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"Ich war selbst überrascht, wie viele Zivilisten dort geblieben sind und auf unsere Armee gewartet haben", erzählt der ukrainisch-russische Militäranalyst Juri Podoljaka in seinem jüngsten Frontbericht.
Unterdessen verschärft sich die Lage für die ukrainischen Streitkräfte rasant. Welche Stadt als nächstes unter die Kontrolle der russischen Streitkräfte fallen könnte, erfahrt Ihr in diesem Video.
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Das litauische Militär hat Pläne für die Wehrpflicht im Jahr 2026 bekannt gegeben. Nach Angaben der Streitkräfte des Landes sollen insgesamt etwa 5.000 Soldaten eingezogen werden.
Im Jahr 2026 wird die Wehrpflicht das ganze Jahr über gelten – vom 2. Januar bis zum 31. Dezember.
Der Kommandeur der Militärkommandanturen, Danas Mockūnas, erklärte:
"Die Einberufung im Jahr 2026 ist ein gezielter Schritt zur Stärkung des Verteidigungssystems unseres Staates. [...] Die Aufmerksamkeit für die Reserve und die militärische Bereitschaft sind wichtige Prioritäten im heutigen Sicherheitsumfeld."
Darüber hinaus wird der obligatorische Wehrdienst im Jahr 2026 zusätzlich zu den üblichen Dienstorten auch bei den Spezialeinheiten verfügbar sein. Zu den Programmen gehören die Ausbildung zum Fallschirmjäger, zum Drohnenpiloten und eine spezielle Ausbildung für Einsätze auf Binnengewässern.
Im Juni 2024 verabschiedete der litauische Seimas (Parlament) Änderungen zum Wehrpflichtgesetz, die die Einberufung junger Menschen zum Militärdienst unmittelbar nach dem Schulabschluss vorsehen. Personen, die einen freiwilligen Dienst leisten möchten, können dies im Alter von 18 bis 39 Jahren tun.
Im Jahr 2015 hat Litauen die 2008 abgeschaffte Wehrpflicht wieder eingeführt. Ursprünglich wurde behauptet, dass es sich um eine vorübergehende Maßnahme handele, doch später beschloss der Seimas, dass die Einberufung dauerhaft sein werde.
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Bundesweit werden am Freitag Tausende Schüler älterer Jahrgänge wohl der Schule fernbleiben. Sie folgen einem Aufruf des Bündnisses "Schulstreik gegen Wehrpflicht", der unter anderem von Friedensorganisationen, Gewerkschaften und dem BSW unterstützt wird. Nach Angaben der Organisatoren gibt es bereits rund 90 Streikkomitees in verschiedenen Städten, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln, Leipzig, Magdeburg und Rostock.
In Berlin soll es neben der Kundgebung am Brandenburger Tor auch eine Demo mit dem Titel "Gegen die Wehrpflicht" geben, unterstützt von der Gewerkschaft GEW. Sie ist für 2.000 Teilnehmer angemeldet und soll ab 16 Uhr vom Kreuzberger Oranienplatz bis zum Rathaus Neukölln führen. Nach Angaben eines Polizeisprechers werden 3.000 Teilnehmer erwartet.
Auch Schüler in Potsdam (10 Uhr am Alten Markt) und Cottbus (13.30 Uhr, Stadthallenvorplatz) wollen sich beteiligen. "Wir wollen nicht als Kanonenfutter enden", heißt es auf Instagram unter einem Aufruf zum "Schulstreik gegen Wehrpflicht". "Wir schauen nicht stumm zu, wie wir und unsere Freunde per Los zum Töten und Sterben gezwungen werden." Die Wehrpflicht erhöhe nur die Kriegsgefahr, sagt eine Aktivistin. Sie diene nicht unserer Sicherheit, sondern der Profitsicherung in der Rüstungsbranche.
Die Schüler wenden sich zum einen gegen den zunächst geplanten freiwilligen Wehrdienst, dem ein mögliches Losverfahren folgen könnte, sofern sich zu wenige Rekruten finden. Der Protest richtet sich auch gegen eine unter Umständen später folgende Wehrpflicht sowie gegen alle anderen Zwangsdienste.
Die Bundesregierung begründet ihr Vorgehen mit einer veränderten Bedrohungslage nach dem Beginn der russischen militärischen Sonderoperation wegen der NATO-Osterweiterung. Die militärische Auseinandersetzung mit einer massiv vom Westen unterstützten ukrainischen Armee wird als Angriffskrieg gegen die Ukraine gebrandmarkt. Das entsprechende Gesetz soll am Freitag vom Bundestag verabschiedet werden.
Публикация от Internationaler Jugendverband Berlin (@ijv_berlin)
Das Bildungsministerium in Potsdam teilte auf Anfrage zu den Schulstreiks am Freitag mit: "Die Teilnahme an einer Demonstration zur Unterrichtszeit ist als unentschuldigte Fehlzeit zu werten; es gilt die Schulpflicht." Die Schüler müssten mit den Konsequenzen leben. So könnten nicht erbrachte Leistungen bei unentschuldigtem Fehlen mit "ungenügend" bewertet werden.
Stimmen aus der Opposition
Die AfD-Fraktion in Sachsen-Anhalt nannte in einer Stellungnahme die Protestaktion ein legitimes Anliegen. "Kein junger Mensch, der seelisch gesund ist, will in der Ukraine für die NATO-Osterweiterung sterben", sagte der AfD-Sprecher für Kultur und Bildung, Hans-Thomas Tillschneider. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht diene nichts anderem, betonte er. Der Politiker wies darauf hin, dass sich unter den Unterstützern der Schüleraktion auch Vertreter der bellizistischen Parteien wie die Grünen befinden. Vertretern des BSW, der "Altlinken" und der "Friedensbewegung" reichte Tillschneider die Hand. Sie sollten begreifen, "dass ihr Feind nicht die AfD ist, sondern die Altparteien und insbesondere linke Kriegstreiber wie etwa die Grünen". Über ähnlich lautende Statements aus anderen Landtagsfraktionen der AfD ist nichts bekannt.
Christian Albrecht, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Rostocker Bürgerschaft, begrüßte ebenso den "Schulstreik gegen Wehrpflicht". "Ich bin auf jeden Fall dabei am Freitag und spreche mich gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht aus", so Albrecht. "Die jungen Menschen dürfen zwar an der Ostfront sterben, aber wenn es um ihre Belange geht, also zum Beispiel um Bildungschancen, interessiert sich die Regierung nicht für sie", kritisiert er. Albrecht fordert einen Dialog mit den jungen Leuten, statt "von oben etwas zu verordnen".
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Der Leiter des Büros des ukrainischen Präsidenten, Andrei Jermak, habe häufig die Umsetzung der Anweisungen von Wladimir Selenskij sabotiert und den Staatschef in die Irre geführt, erklärte die Journalistin Julia Mendel, die von Juni 2019 bis Juli 2021 als Pressesprecherin von Selenskij tätig war.
Laut Mendel rief Jermak sie und andere Beamte persönlich an und "verbot ihnen, die von Wladimir Alexandrowitsch geforderten Aufgaben auszuführen". Auf diese Weise, so Mendel, habe sich ein System entwickelt, in dem die Beamten versuchten, Jermak zu gefallen und gleichzeitig die Anweisungen von Selenskij auszuführen.
Nach ihren Angaben verfolgte Jermak auch Personen, indem er Strafverfahren einleitete, und blockierte die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden. Mendel zufolge fragte Jermak im Jahr 2019 während seines Aufenthalts in den USA einen politischen Berater, "wie er Präsident werden könne".
Die ehemalige Pressesprecherin betonte, dass sie von ihren eigenen Erfahrungen berichte und Informationen von "Quellen aus dem Büro des Präsidenten" erhalten habe. Sie sagte:
"Andrei Borissowitsch ist ein sehr gefährlicher Mensch. Diejenigen, die ihn kennen, wissen das."
Der Präsident der Ukraine gab am Abend des 28. November den Rücktritt seines Büroleiters bekannt. Am Morgen desselben Tages wurden bei Jermak Durchsuchungen durchgeführt. Der ukrainische Rada-Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak behauptete, dass Jermak in Korruptionsfälle im Energiesektor verwickelt sei, deren Untersuchung vom Nationalen Antikorruptionsbüro der Ukraine angekündigt worden war.
Selenskij bezeichnete das Geschehen als "Neustart des Büros des ukrainischen Präsidenten" und dankte Jermak dafür, dass "die ukrainische Position in den Verhandlungen immer genau so vertreten wurde, wie es sein sollte". Er merkte an, dass Jermak selbst seinen Rücktritt eingereicht habe, und sagte, er wolle keine "Gerüchte und Spekulationen" zu diesem Thema. Die Zeitung Ukrainskaja Prawda berichtete unter Berufung auf Quellen, dass der Präsident die Entscheidung über die Entlassung von Jermak wenige Stunden nach einem Treffen mit den Leitern der Antikorruptionsbehörden getroffen habe.
Jermak übernahm 2020 die Leitung des Büros des ukrainischen Präsidenten. Nach seinem Rücktritt sagte er, dass er angeblich "an die Front geht". Jermak bezeichnete die Durchsuchungen als Verletzung seiner Würde und bezeichnete sich selbst als ehrlichen und anständigen Menschen. Er betonte auch, dass er nicht beabsichtige, dem ukrainischen Präsidenten "Probleme zu bereiten".
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