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  • "RT India" geht auf Sendung: Nachrichten und Shows aus Fernsehstudio in Neu-Delhi

    Es ist eine großartige Nachricht für alle RT-Fans: Am 5. Dezember 2025 geht der Fernsehsender RT India auf Sendung. Das Programm wird aus einem Studio in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi ausgestrahlt. Anfangs sollen täglich im modernen Fernsehkomplex bis zu vier Nachrichtensendungen auf Englisch produziert werden, die sich an ein breites Publikum im bevölkerungsreichsten Land der Welt richten. In diesen Sendungen will RT den Schwerpunkt auf die wichtigsten Richtlinien der russisch-indischen Beziehungen und die Schlüsselrolle der beiden Länder in der multipolaren Welt legen.

    RT India beschäftigt sich außerdem mit analytischen Sendungen zu verschiedenen Themen. Eine Show, die das aktuelle internationale Tagesgeschehen beleuchtet, wird vom früheren indischen Außenminister Salman Khurshid moderiert. Runjhun Sharma, Leiterin der News-Abteilung von RT India und preisgekrönte Journalistin, berichtet in ihrer allwöchentlichen Sendung extra über das russisch-indische Verhältnis.

    Im Vorfeld des Sendestarts von RT India hat der russische Auslandssender eine groß angelegte Werbekampagne in vielen indischen Großstädten lanciert, welche die lange Geschichte der russisch-indischen Beziehungen thematisiert. So verkehrt in der U-Bahn der Hauptstadt Neu-Delhi ein in RT-Farben geschmückter Zug, dessen acht Waggons die Bereiche der bilateralen Zusammenarbeit von Raumfahrt über Verteidigung bis hin zu Kultur und Sport abdecken. Ein Video mit dem Zug ist im asiatischen Land viral gegangen.

    Schon jetzt strahlen die 18 größten TV-Anbieter des asiatischen Landes mit einem Publikum von insgesamt 675 Millionen Zuschauern englischsprachige Inhalte des Senders RT International aus. Außerdem werden RT-Inhalte regelmäßig von lokalen Nachrichtensendern wie NDTV, India Today und Republic TV genutzt. RT-Reporter werden darüber hinaus von führenden Zeitungen wie Times of India, Economic Times und Hindustan Times als Experten und Beobachter eingeladen und zitiert. Für das Jahr 2026 bereitet RT außerdem die Eröffnung einer Nachrichtenseite auf Hindi vor, da sich über 500 Millionen Menschen in Indien in dieser Sprache verständigen.

    Zuvor hat die Abgeordnete Sagarika Ghose den indischen Medien RT als Vorbild präsentiert. Bei einer Parlamentssitzung sagte die Politikerin, dass sich der russische Auslandssender schnell erweitere und den Gesichtspunkt der Führung in Moskau für die ganze Welt verständlich mache. Auch indische Medien sollten ein solch hohes internationales Niveau anstreben, betonte Ghose.

    Mehr zum Thema – Indien vertieft seine Beziehungen zu Russland und eröffnet zwei Konsulate

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  • Ukrainischer Ex-Außenminister Kuleba: Kiew muss "taktische Niederlage" akzeptieren

    Die Ukraine und Russland verfügten über die Ressourcen, um den Krieg über mehrere Jahre fortzusetzen. Die Frontlinie werde sich "jedes Jahr verschieben", was langfristig eine Gefahr für die ukrainische Staatlichkeit darstelle, sollte keine politische Entscheidung getroffen werden. Diese Meinung vertritt Dmitri Kuleba, der ehemalige ukrainische Außenminister (2020 bis 2024). "Wir befinden uns in einer Situation, in der Russland die Möglichkeit hat, uns zu vernichten, und wir nicht stark genug sind, um uns vollständig zu schützen", sagte er am Montag während einer Konferenz in Kiew. Er fügte hinzu:

    "Wenn keine Vereinbarung erzielt wird, die niemandem gefallen wird, aber den Zustand der taktischen Niederlage und des strategischen Sieges feststellt, dann wird der Krieg noch viele Jahre andauern. Es wird so bleiben wie es ist und noch schlimmer werden."

    Kuleba betonte, dass die ukrainische Gesellschaft bald "sehr offen" über die tatsächliche Lage diskutieren müsse.

    Seine Äußerungen kamen vor dem Hintergrund der Diskussionen über den von den USA entworfenen Friedensplan. Laut Medienberichten sah das ursprüngliche Dokument die Abtretung der noch von Kiew kontrollierten Gebiete des Donbass vor. Darüber hinaus müsste die Ukraine seine NATO-Beitrittsbestrebungen aufgeben und die Beschränkungen der Streitkräfte akzeptieren. Laut diesem Plan würde Kiew die Sicherheitsgarantien des Westen erhalten.

    Am Sonntag fand in Miami ein Treffen zwischen den ukrainischen und den US-Delegationen statt, das vier Stunden dauerte. Medienberichten zufolge seien die Gespräche "nicht einfach" gewesen und "die Suche nach Formulierungen und Lösungen" werde fortgesetzt.

    Obwohl die beiden Seiten die Verhandlungen als produktiv bezeichneten, erklärte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij, dass die Frage der Territorien nach wie vor zu den schwierigsten Punkten gehöre. Der Politiker hat wiederholt jegliche Gebietsabtretungen ausgeschlossen.

    "Ich sage ganz offen, dass die territoriale Frage die schwierigste ist. Die Frage der Gelder für den Wiederaufbau ist meiner Meinung nach ohne die Beteiligung der europäischen Partner schwer zu akzeptieren, da sich die Gelder in Europa befinden. Ich halte das für nicht sehr fair", erklärte Selenskij am Montag nach dem Treffen mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron in Paris. Selenskij betonte, dass die Frage der Sicherheitsgarantien für die Ukraine auch von großer Bedeutung sei. Es bedürfe "konkreter Zusagen seitens der Vereinigten Staaten von Amerika, konkreter Zusagen seitens Europas", so der ukrainische Staatschef.

    Am Dienstag findet das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau statt, der an den Verhandlungen in Miami teilgenommen hat. Das Ziel der Gespräche in Moskau ist es, der russischen Seite den überarbeiteten Plan vorzulegen und diesen nach Möglichkeit zu finalisieren.

    Mehr zum Thema – Kreml gibt Themen des Treffens von Witkoff und Putin bekannt

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  • Unbekannte stehlen rund 20.000 Schuss Munition der Bundeswehr aus Lkw bei Magdeburg

    Unbekannte haben knapp 20.000 Schuss Munition der Bundeswehr aus einem zivilen Lkw gestohlen. Nach Spiegel-Angaben ereignete sich der Vorfall in der Nacht auf den 25. November in der Stadt Burg nahe Magdeburg. Der Fahrer eines Transportunternehmens, der das für die Truppen vorgesehene Liefergut beförderte, stellte seinen Laster auf einem ungesicherten Parkplatz ab. In Abwesenheit des Fahrers öffneten die unbekannten Täter gewaltsam den Laderaum und entwendeten mehrere Kisten mit Munition.

    Die Feststellung des Diebstahls erfolgte erst im Zuge der Überprüfung der Transportlisten durch die Soldaten, nachdem der Fahrer auf einem nahegelegenen Militärstützpunkt eingetroffen war. Der Spiegel listete den Schaden wie folgt: rund 10.000 Schuss Gefechtsmunition für Pistolen sowie 9.900 Schuss Manövermunition für Sturmgewehre und sogenannte Nebelmunition.

    Eine Vertreterin des Bundesverteidigungsministeriums bestätigte den Vorfall und erklärte gegenüber dem Magazin, dass das Ressort den Diebstahl sehr ernst nehme, da solche Munition nicht in falsche Hände fallen dürfe.

    Nach Ansicht des Ministeriums missachtete das zivile Transportunternehmen die Sicherheitsregeln bei dem Transport des Bundeswehrguts. Normalerweise würden für die Beförderung solch sensibler Fracht immer zwei Fahrer eingeteilt. Bei der Tour in der vergangenen Woche sei der Fahrer nicht nur alleine mit dem Lkw unterwegs gewesen, sondern habe sich auch für einen spontanen Stopp in Burg entschieden, um in einem Hotel zu übernachten. Der Lkw blieb derweil unbewacht.

    Die mutmaßlichen Täter bleiben bislang unbekannt, die Bundeswehr leitete Ermittlungen gemeinsam mit der lokalen Polizei ein. Der Spiegel betonte mit Verweis auf Quellen in Bundeswehrkreisen, dass es sich wahrscheinlich um keinen Zufall handele. Vermutlich sei der Lkw beobachtet worden.

    Mehr zum Thema – Wachbataillon der Bundeswehr spielt Krieg mitten in Berlin

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  • "Kontakt nach Washington abgebrochen" – Freuding allein zu Haus

    Für eine Reportage mit dem Titel "The new German war machine", die die deutsche Aufrüstung zum Thema hatte, reiste Isaac Stanley-Becker von der Zeitschrift The Atlantic zu den Schauplätzen der Zeitenwende. Zu den Interviewten gehörte auch Generalleutnant Christian Freuding, damals Leiter des Lagezentrums Ukraine im Bundesministerium der Verteidigung und designierter Generalinspekteur des Deutschen Heeres. Dem US-amerikanischen Magazin gewährte Freuding seltene Einblicke in sein Innenleben.

    Freuding bekennt, nicht aus einer Familie mit einer langen Militärtradition zu stammen, erklärt aber, sein Großvater habe in beiden Weltkriegen gedient und sei im Jahr 1945 von den alliierten Streitkräften gefangen genommen worden (von seinem anderen Großvater berichtet er nichts). Des Weiteren schwärmt Freuding von seinem Aufwachsen im oberpfälzischen Grafenwöhr der 80er-Jahre, noch heute eine Garnisonsstadt der US Army.

    Als Teenager habe er dort viel Zeit in den US-amerikanischen Bars verbracht und die Soldaten von jenseits des Atlantiks gemocht. Auf Deutsche hätten die GIs verlässlich und zuverlässig gewirkt, gewissermaßen die Verkörperung der von den USA angeführten Ordnung, die nun am Zerfallen sei, so Freuding. Das Aufwachsen unter US-Amerikanern muss Freuding sehr geprägt haben.

    Gegenüber dem Reporter aus dem fernen Amerika klagt der deutsche General über die mittlerweile eingetretene Funkstille zwischen dem Berliner Bendlerblock und dem Pentagon. Früher habe er zu jeder Tages- und Nachtzeit Nachrichten an seine Kollegen im US-amerikanischen Verteidigungsministerium schicken können. In letzter Zeit sei jedoch die Kommunikation nach Washington "abgebrochen, vollständig abgebrochen". Als Beispiel für diese Kontaktverweigerung und Informationszurückhaltung von US-amerikanischer Seite nennt Freuding die Aussetzung der Lieferung bestimmter Waffensysteme an die Ukraine. Die Trump-Administration habe damals keinerlei Vorwarnung gegeben. Wie abgeschnitten Freuding (und mit ihm wohl auch die anderen deutschen militärischen Führungskräfte) von einer Verbindung mit der Regierung Trump ist, zeigt sich an seiner Äußerung, er habe versucht, über die deutsche Botschaft in Washington jemanden zu finden, der Kontakt mit dem Pentagon aufnehmen könne.

    <img src="https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.12/original/692ede17b480cc5e0a07f9f7.JPG" alt="" />Bilder zu seinem Artikel "Deutschlands neu Kriegsmaschine" gestaltet das US-Magazin in düsteren Tönen.Screenshot Atlantik

    Für Freuding eine erkennbar unheimliche Situation, wie er eingestehen muss: "Sie haben nicht nur einen Feind vor der Tür, sondern Sie sind auch dabei, einen wahren Verbündeten und Freund zu verlieren." – wobei mit "enemy" (Feind) wohl Russland gemeint ist, denn Stanley-Becker weiß zu berichten, wie aufmerksam deutsche Militärstrategen im Bendlerblock die russischen Truppenmobilisierungen beobachten. Die große Frage sei, ob Wladimir Putin zum Ende des Jahrzehnts angreifen werde und ob dann die US-Amerikaner Europa zu Hilfe kommen würden.

    Der US-amerikanische Reporter weiß auch zu berichten, dass Bundeskanzler Friedrich Merz – einem anonym bleibenden hochrangigen deutschen Beamten zufolge – von der Frage verfolgt werde: "Wird Amerika seine Verbündeten im Stich lassen?" (im Original: Serve to the dogs). Nichts mehr scheint sicher in der traditionell transatlantisch ausgerichteten BRD-Elite.

    Auch der Eklat im Weißen Haus am 28. Februar dieses Jahres, als Donald Trump und sein Vizepräsident JD Vance ihren ukrainischen Gast Wladimir Selenskij scharf zurechtwiesen (RT DE berichtete), muss ein Schock für Generalleutnant Freuding gewesen sein. Er erklärt, er habe noch nie so viele Textnachrichten an seine ukrainischen Freunde und Kollegen versendet wie in dieser Nacht (ein Indiz, wie stark Freuding in die ukrainische Kriegsführung involviert war).

    Auch wenn andere Militärs sowie Verteidigungsminister Boris Pistorius in der langen Reportage des US-Magazins ausführlich zu Wort kommen, bleibt Generalleutnant Freuding ihre Hauptfigur. Umso mehr fallen deshalb seine Klagen über einstige Freunde und Beschützer auf. Die Offenbarungen des Generalleutnants wirken wie der Hilferuf eines Kindes, dessen Erziehungsberechtigte verreist sind und es allein zu Hause zurückgelassen haben, ohne eine Telefonnummer für den Notfall. Es bleibt ungewiss, ob man am Ufer des Potomac Freudings Signale mit der dringenden Bitte um Kontaktaufnahme registrieren und vor allem, ob man sie beantworten wird.

    Mehr zum Thema – Fackelrituale und Lumpenpazifismus – Was hat die Feuertaufe der Litauen-Brigade zu bedeuten

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  • Gerüchte um Selenskij-Rücktritt wegen Korruptionsskandal

    Nachdem Wladimir Selenskij sich Ende letzter Woche aufgrund des Korruptionsskandals gezwungen sah, seinen Stabschef Andrei Jermak zu entlassen, zieht sich die Schlinge immer enger um den Hals des ukrainischen Präsidenten selbst. 

    So forderte der US-General Michael Flynn nach dem Rücktritt von Jermak die Verhaftung von Selenskij. Flynn diente in der ersten Amtszeit von Donald Trump als Nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten.

    Nun mehren sich die Gerüchte, dass auch Selenskij in naher Zukunft zurücktreten könnte. Der ukrainische Abgeordnete Artem Dmitruk behauptet, dass Selenskij angewiesen wurde, innerhalb der nächsten Tage sein Amt niederzulegen. "Am Wochenende wurde mir mitgeteilt, dass Selenskij angewiesen wurde, diese Woche zu gehen", sagte der Abgeordnete.

    Laut Dmitruk wurde eine ähnliche Anweisung bereits vor dem 9. Mai 2024 erteilt – kurz nach dem Termin, an dem eigentlich Präsidentschaftswahlen in der Ukraine hätten stattfinden müssen. Doch Selenskij ließ die Wahlen unter Berufung auf das Kriegsrecht ausfallen, und hat laut Dmitruk auch die Anweisung zum Rücktritt ignoriert. Wer diese Anweisung gegeben haben soll, ließ der Abgeordnete offen.

    Dmitruk argumentiert, dass die aktuelle Situation für den ukrainischen Staatschef außerordentlich schwierig geworden sei, während sie für viele Bürger einen möglichen Wendepunkt und die Aussicht auf einen Machtwechsel bedeuten könnte.

    Dmitruk vermutet, dass Selenskij wahrscheinlich versuchen werde, seinen Rücktritt so lange wie möglich hinauszuzögern. Er fügte hinzu, dass sich der Prozess über Wochen oder sogar Monate hinziehen könnte. Der Abgeordnete bezeichnete den Zeitplan als vage und behauptete, Selenskij könnte die Umsetzung einer solchen Anweisung auf unbestimmte Zeit hinauszögern.

    Genährt werden die Rücktritts-Gerüchte auch von Wladimir Petrow, der als einer der führenden politischen Strategen im Präsidialamt gilt. Er vermutet, dass Selenskij bis Neujahr seinen Rücktritt bekannt geben könnte. Diese Prognose äußerte Petrow in einem Interview, das von dem Telegram-Kanal Politika Strany veröffentlicht wurde. Petrow sagte, er habe den Eindruck, dass der ukrainische Präsident sich darauf vorbereite, "allen ein klares Signal zu senden."

    Laut Petrow könnte Kiew bis zum 15. Dezember ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnen. Er gehe davon aus, dass dieser Zeitraum von einer Flut von öffentlichen Erklärungen, politischen Skandalen und hitzigen Debatten geprägt sein werde.

    Petrow glaubt, dass Selenskij infolgedessen am Silvesterabend eine Rede an die Öffentlichkeit halten und seinen Rücktritt bekannt geben könnte. In diesem Szenario, so Petrow, würden die Verhandlungen nach dem Waffenstillstand vom Parlamentspräsidenten geführt werden. Selenskij werde weder bei den nächsten Wahlen kandidieren noch versuchen, ein neues politisches Projekt zu beginnen.

    Der Politikstratege gesteht jedoch ein, dass es sich hierbei um Spekulationen seinerseits handele, die er nicht mit belastbaren Belegen untermauern könne. Eins steht aber dennoch fest: Der Korruptionsskandal fällt immer mehr auf Selenskij zurück, dessen Ansehen in der Bevölkerung dadurch massiven Schaden genommen hat. Klar ist auch: Die Gerüchteküche um seinen Rücktritt wird weiter brodeln. 

    Mehr zum Thema - Ukrainischer Abgeordneter: Selenskijs Umfragewerte nach Korruptionsskandal eingebrochen

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  • Kreml gibt Themen des Treffens von Witkoff und Putin bekannt

    Der russische Präsident Wladimir Putin und der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten Steve Witkoff werden die beim Treffen mit der ukrainischen Delegation in Florida angesprochenen Fragen erörtern. Dies offenbarte der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow:

    "Sie werden Gelegenheit haben, die zwischen Kiew und Washington erzielten Einigungen über die Suche nach Wegen zur Beilegung des Konflikts zu erörtern."

    Wie Peskow präzisierte, habe die US-Seite zuvor zwei Wochen lang intensiv mit Vertretern der Ukraine an der Ausarbeitung des Plans des Präsidenten der Vereinigten Staaten gearbeitet. Der Pressesprecher erklärte:

    "Wir schätzen die Bemühungen von Donald Trump und seiner Regierung sehr und möchten die Probleme unserer Sicherheit für viele kommende Generationen lösen."

    Die Beilegung des Konflikts in der Ukraine sei ein komplexer Prozess, aber Russland betrachte den Plan der USA als "sehr gute Grundlage" für diese Gespräche, so Peskow weiter. An dem Treffen werde auch der Schwiegersohn des US-Präsidenten und Unternehmer Jared Kushner teilnehmen, fügte Peskow hinzu.

    Wie ein Korrespondent der RIA Nowosti berichtete, sei das Flugzeug, mit dem Trumps Sonderbeauftragter vermutlich unterwegs war, auf dem Flughafen Wnukowo-2 in Moskau gelandet.

    Am Sonntag fanden in Florida Gespräche zwischen Delegationen der USA und der Ukraine statt. Die US-Seite wurde neben Witkoff und Kushner auch vom Leiter des Außenministeriums, Marco Rubio, vertreten. Er bezeichnete die Gespräche als nützlich und produktiv, merkte jedoch an, dass noch viel Arbeit vor ihnen liege.

    Mehr zum Thema – CNN: USA und Ukraine sprechen über Verzicht Kiews auf NATO-Beitritt

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  • Ehemalige EU-Außenbeauftragte Mogherini festgenommen

    Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) hat am Dienstag Durchsuchungen im Hauptsitz des Europäischen Auswärtigen Dienstes in Brüssel und im College of Europe in Brügge durchgeführt. In einer offiziellen Mitteilung wurde die Maßnahme als Teil der Ermittlungen wegen mutmaßlichen Betrugs im Zusammenhang mit dem EU-Programm zur Ausbildung von Nachwuchsdiplomaten erklärt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme von drei Personen, ohne deren Namen bekanntzugeben. Die Durchsuchungen fanden auch in den Wohnungen der Verdächtigen statt.

    Aus einem AFP-Bericht geht hervor, dass bei den Ermittlungsmaßnahmen in Belgien unter anderem die ehemalige EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini festgenommen wurde. Vermutlich stehe sie unter Verdacht auf Missbrauch von EU-Geldern. Seit dem Jahr 2020 ist die Italienerin als Rektorin des College of Europe tätig.

    Außer Mogherini sei auch Top-Diplomat Stefano Sannino in Gewahrsam genommen worden. Aktuell leitet Sannino die Generaldirektion Naher Osten, Nordafrika und Golf der EU-Kommission, zuvor war er als Generalsekretär des Auswärtigen Dienstes tätig.

    In ihrer Erklärung erörterte die Staatsanwaltschaft, es bestehe dringender Verdacht auf Betrug im Zusammenhang mit einer Ausschreibung für ein neunmonatiges Ausbildungsprogramm für Nachwuchsdiplomaten in den Jahren 2021 und 2022. Die Ausschreibung war vom diplomatischen Dienst vergeben worden, das College bekam den Zuschlag. In dem Verfahren gehe es darum, ob das College oder ihre Vertreter vorab über die Auswahlkriterien informiert waren und von vornherein wussten, dass sie den Zuschlag für das Projekt erhalten würden. Vor den Durchsuchungen beantragte die EPPO die Aufhebung der Immunität mehrerer Verdächtiger, was gewährt wurde.

    Mogherini war zwischen 2014 und 2019 die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik in der Kommission Juncker. Im Jahr 2014 bekleidete sie das Amt der italienischen Außenministerin.

    Mehr zum Thema - EU investiert in die Ukraine, die eigene Jugend kämpft ums Überleben

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  • Weiterer Tanker aus Russland vor türkischer Küste angegriffen

    Der Tanker Midvolga 2 ist im Schwarzen Meer etwa 80 Seemeilen (148 Kilometer) vor der türkischen Küste angegriffen worden. Dies teilte die Hauptverwaltung für Seeverkehr der Republik auf X mit. Midvolga 2 transportierte Sonnenblumenöl und war auf dem Weg von Russland nach Georgien. Nach Angaben von Marine Traffic fährt der Tanker unter russischer Flagge.

    An Bord befinden sich 13 Besatzungsmitglieder, die unverletzt blieben und keine Hilfe anforderten. Das Schiff fährt derzeit in Richtung der türkischen Stadt Sinop.

    Letzte Woche wurden zwei unter gambischer Flagge fahrende Tanker, die Kairos und die Virat, attackiert. Mitarbeiter der türkischen Küstenwache (KEGM) evakuierten 25 Personen von der Kairos, die nach dem Angriff in Brand geraten war. An Bord der Virat befanden sich 20 Besatzungsmitglieder. Der türkische Minister für Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uraloğlu, teilte mit, dass sie "bei guter Gesundheit sind." Im Maschinenraum wurde starke Rauchentwicklung festgestellt.

    CNN und Reuters berichteten unter Berufung auf Quellen beim Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), dass Kiew die Verantwortung für die Angriffe auf zwei Tanker im Schwarzen Meer mit unbemannten Booten übernommen habe.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bezeichnete die Angriffe auf die Schiffe als "besorgniserregende Eskalation":

    "Diese Angriffe, die die Schifffahrt, das Leben und die ökologische Sicherheit bedrohen, insbesondere in unserer eigenen ausschließlichen Zone, sind in keiner Weise zu rechtfertigen."

    Die Attacken auf die Tanker Kairos und Virat sowie auf die Infrastruktur des Caspian Pipeline Consortium (CPC) in der russischen Stadt Noworossijsk seien"eklatante Fälle", da sie die Interessen internationaler Eigentümer sowie die Souveränität der Türkei beeinträchtigten, so der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow.

    Mehr zum Thema - Zwei Öltanker brennen im Schwarzen Meer – Türkei spricht von äußerer Einwirkung

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  • Bundesverband der Deutschen Industrie: Wirtschaftsstandort Deutschland "im freien Fall"

    In dem jüngsten BDI-Industriebericht wird für dieses Jahr ein Rückgang der Produktion in der Industrie um zwei Prozent prognostiziert. Damit würde die deutsche Protektionswirtschaft das vierte Jahr in Folge schrumpfen, so das Ergebnis der 34-seitigen Studie. Zudem geht der Bundesverband davon aus, dass die deutschen Warenexporte im Jahr 2025 nicht weiter sinken dürften.

    Deutschland braucht eine umgehende "wirtschaftspolitische Wende mit klaren Prioritäten für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum", so die unmissverständliche Formulierung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) an die Bundesregierung gerichtet. Der jüngste Industriebericht fällt auf allen Ebenen kritisch bis vernichtend aus, dies bezogen auf die weiter stagnierende Situation im ehemals gerühmten Wirtschaftsstandort Deutschland. So heißt es unmissverständlich formuliert in der Presseerklärung zum Bericht:

    "Wir erwarten für dieses Jahr einen Produktionseinbruch um zwei Prozent, somit geht die Industrieproduktion das vierte Jahr in Folge zurück. Das ist keine konjunkturelle Delle, sondern ein struktureller Abstieg. Die Industrieproduktion schrumpft das neunte Quartal in Folge, vom Peak 2018 sind wir weit entfernt. Die deutsche Industrie verliert kontinuierlich an Substanz. Im dritten Quartal ging die Produktion erneut um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 1,2 Prozent im Jahresvergleich zurück." 

    Die dringende Empfehlung an das Berliner Regierungsviertel lautet, dass das Land "jetzt eine wirtschaftspolitische Wende mit klaren Prioritäten für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum" benötige. Die Warnung lautet:

    "Jeder Monat ohne entschlossene Strukturreformen kostet weitere Arbeitsplätze und Wohlstand und engt künftige Spielräume des Staates massiv ein. Die Bundesregierung muss Investitionen Vorrang vor konsumtiven Ausgaben einräumen. Das Sondervermögen muss transparent für zusätzliche Investitionen genutzt werden." 

    In den ersten zehn Monaten dieses Jahres wären in der Automobilindustrie "3,5 Millionen Pkw im Inland gefertigt", so die Studie. Das entsprach einem Zuwachs von gut einem Prozent zum Vorjahreszeitraum. Unter anderem heißt es weiter in dem Bericht zu Eckdaten der angeschlagenen Wirtschaft:

    • Im Vergleich zum Jahresbeginn hat sich die Stimmung im Bauhauptgewerbe nach vier Jahren rückläufiger Umsätze in Folge deutlich verbessert. Dies ist aber allein auf positivere Geschäftserwartungen aufgrund der Ankündigung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität zurückzuführen. Denn während sich der saisonbereinigte Saldo der Geschäftserwartungen von minus 40 Punkten im Januar schrittweise auf minus 19 Punkte im Oktober verbessert hat, lag der Saldo der aktuellen Geschäftslage fast unverändert bei minus 11 Punkten.
    • Chemie und Pharmaindustrie – Herbst der Depressionen: Das Jahr 2025 brachte für die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie keine Trendwende. Im Gegenteil: Produktion, Umsatz und Preise gingen von Quartal zu Quartal zurück. Und trotz der Stilllegung von Anlagen blieb die Kapazitätsauslastung weit unter einem Normalbereich. Zuletzt lag die Auslastung der Chemieanlagen nur noch bei 70 Prozent.
    • Gießerei-Industrie – Branche in existenzieller Krise: Die deutsche Gussproduktion sank in den ersten acht Monaten des Jahres 2025 um 6,2 Prozent auf 2,234 Millionen Tonnen. Die Eisen- und Stahlgießereien verbüßten hierbei einen Rückgang von 5,8 Prozent, während die Nichteisen-Metallgießereien 7,7 Prozent weniger gegossen haben als im Vorjahreszeitraum.
    • Luftverkehrswirtschaft: Europa erholt sich – Deutschland bleibt zurück. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich das Sitzplatzangebot in Deutschland verbessert, liegt aber weiterhin deutlich hinter der Entwicklung im restlichen Europa zurück. Die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft trifft auch die Luftfracht.
    • Stahlstandort Deutschland fällt weiter zurück: Der Abwärtstrend in der Stahlproduktion setzt sich im bisherigen Jahresverlauf fort. Das bereits im letzten Jahr äußerst geringe Produktionsniveau wurde im Zeitraum von Januar bis September um rund elf Prozent unterboten.
    • In der Europäischen Union würde demgegenüber die Industrierezession "bereits beendet sein", so die BDI-Analysten. Die geltende Prognose würde daher "nach oben korrigiert", zudem würde man laut dem Verband im laufenden Jahr mit einem Anstieg der [EU-]Industrieproduktion um einen Prozent (bisher -1 Prozent) rechnen.

      Regierungskritiker würden laut ARD-Tagesschau monieren, dass die Bundesregierung ihre Vorhaben aus dem Kernhaushalt "in das Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz verschiebt", um somit durch die freigewordenen Mittel "Projekte wie die Ausweitung der Mütterrente zu finanzieren" und nicht den Wirtschaftsstandort.

      BDI-Präsident Peter Leibinger drängt laut Medien nun darauf, steuerfinanzierte "Investitionen zu beschleunigen und das bestehende Sondervermögen strategisch zur Förderung dieser Investitionen zu nutzen". Zudem sei ein dringender Abbau bürokratischer Hürden erforderlich, "um den Unternehmen die dringend benötigten Entlastungen zu ermöglichen und die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft wieder zu erhöhen".

      Mehr zum Thema - Deutschlands Bau- und Metallindustrie besonders von Pleiten betroffen

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    • SWR warnt vor Kriegsbeteiligung: Französische Söldner sind "legitime Ziele"

      Paris suche weiterhin nach Möglichkeiten einer direkten Beteiligung an dem Konflikt in der Ukraine, heißt es in einer Stellungnahme des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR), die am Dienstag veröffentlicht wurde. Sollten die französischen privaten Militärunternehmen auf dem Territorium der Ukraine auftauchen, dann würde dies von Moskau als "unmittelbare Beteiligung Frankreichs an den Kampfhandlungen gegen Russland" betrachtet werden. 

      Die französische Führung sollte sich selbst nichts vormachen und nicht glauben, dass sie "sich dadurch die Hände frei macht und gleichzeitig die Verantwortung für die Beteiligung ihres Militärs an dem Konflikt" vermeide. "Als Folge werden französische private Militärunternehmen zu einem vorrangigen legitimen Ziel der Streitkräfte der Russischen Föderation", heißt es in der Mitteilung. 

      Der SWR bezog sich dabei auf einen französischen Erlass vom 31. Oktober 2025. Das Dokument genehmigt den Einsatz der privaten Militärunternehmen zur Unterstützung von "Drittländern, die sich in einer bewaffneten Konfrontation befinden". Selbst für einen einfachen europäischen Durchschnittsbürger "besteht kein Zweifel daran, welches Land damit gemeint ist", so der SWR weiter.

      Nach Angaben des russischen Auslandsgeheimdienstes könnten diese privaten Militärfirmen, bewaffnet mit der modernen westlichen Ausrüstung, bei der Abwehr der russischen Luftziele eingesetzt werden. Denn die wenigen F-16 der ukrainischen Luftstreitkräfte könnten diese Aufgabe nicht bewältigen und der Einsatz von Mirage-Jets und anderer Militärtechnik erfordere Zeit und Spezialisten.

      Mehr zum Thema – Russischer Auslandsgeheimdienst: Macron träumt von militärischer Intervention in die Ukraine

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