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  • Niederlande: Ausweitung von Notstandsverordnungen und Versammlungsverboten

    In den Niederlanden werden immer mehr Gemeinden gemäß Notstandsverordnungen regiert. Zu den damit legal etablierten Maßnahmen gehören anlasslose polizeiliche Durchsuchungen und Versammlungsverbote. Seien im Jahr 2012 gerade einmal sieben solcher Sondereinschränkungen im ganzen Land in Kraft gewesen, so gebe es in diesem Jahr 77 Notstandsgesetze in 38 Gemeinden. Das habe eine Auswertung der niederländischen Rundfunkanstalt NOS ergeben.

    In ihrem diesbezüglichen Bericht zitierte die NL Times am Sonntag den Rechtsprofessor Jan Brouwer von der Universität Groningen. Demnach würden Ausnahmeverordnungen in den Niederlanden nicht nur kurzfristig eingeführt, sondern über längere Zeiträume beibehalten. Brouwer erklärte: "Diese Maßnahmen sind fast schon zur Norm geworden [...] Über längere Zeiträume hinweg kann jeder, der sich in diesen Gebieten aufhält, durchsucht werden, sogar jemand, der mit seinem Hund spazieren geht."

    Normalerweise würden derartige Notstandsverordnungen mit polizeilichen Sonderrechten für Leibesvisitationen und Versammlungsverbote immer nur kurzfristig eingerichtet, zum Beispiel anlässlich von Fußballspielen. Dagegen könnten Verfügungen über regionale "Sicherheitsrisikozonen" Monate oder Jahre bestehen bleiben.

    Als Beispiel nannte die NL Times die Gemeinden Nissewaard und Amsterdam. In Nissewaard seien gleich mehrere Sicherheitsrisikozonen eingerichtet worden, deren Flächen zudem auch noch jährlich erweitert würden. In Amsterdam habe man kürzlich einen Großteil des Stadtzentrums zur Sicherheitsrisikozone erklärt. Ohne konkreten Verdacht dürften in diesen Zonen Leibesvisitationen durchgeführt werden. Der Bürgermeister von Vlaardingen, Bert Wijbenga, habe die Maßnahmen wie folgt begründet: "Wenn wir präventive Durchsuchungen durchführen, beschlagnahmen wir Dutzende von Waffen."

    Die Durchsuchungen der Bürger erfolgten explizit nach dem Zufallsprinzip, damit man sich nicht des Rassismus verdächtig mache, beziehungsweise "um Profiling zu verhindern". Die Durchsuchungen würden überwacht, um die Einhaltung des Zufallsprinzips zu kontrollieren.

    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die Notstandspraxis in den Niederlanden und warnte vor einer "Normalisierung weitreichender Befugnisse". Laut Amnesty International würden Demonstranten in diesen Zonen manchmal nach ihrem Ausweis gefragt, obwohl Ausweiskontrollen nichts mit Waffenkontrollen zu tun hätten.

    Aber eine Rücknahme der Verordnungen und der Maßnahmen sei schwierig. Der Jurist Jan Brouwer erklärte dazu: "Wenn viele Waffen gefunden werden, argumentieren die Behörden, dass es immer noch unsicher sei, sodass die Maßnahmen fortgesetzt werden. Selbst wenn sich die Lage verbessert, kann das ein Grund sein, sie beizubehalten."

    Bei der Auswertung kommunaler Dokumente ermittelte NOS in den Niederlanden 587 Notverordnungen und Sicherheitsrisikozonen ‒ dabei wurden COVID-19-Maßnahmen regionaler Behörden nicht mitgerechnet.

    Mehr zum Thema ‒ Geheimdienst der Weltgesundheitsorganisation in Berlin eingerichtet

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  • Adolf Hitler will wiedergewählt werden: Namibischer Landrat tritt erneut an

    Adolf Hitler tritt zur Wiederwahl an! Was nach einem dummen Scherz klingt, ist in Namibia jedoch Realität: In dem südwestafrikanischen Land will sich Landrat Adolf Hitler Uunona bei der Regionalwahl am Mittwoch erneut dem Votum der Wähler stellen. 

    Mit der Ideologie seines österreichischen Namensvetters hat er jedoch nichts am Hut: Uunona tritt für die linksgerichtete Regierungspartei Swapo an, deren Sieg bei den Wahlen als wahrscheinlich gilt. 

    Bereits seit 2004 regiert Uunona in Ompundja im Norden der ehemaligen deutschen Kolonie. Zuletzt wurde er 2020 mit 84,88 Prozent im Amt bestätigt. Während er auf dem Stimmzettel als Adolf Hitler Uunona firmiert, tritt er selbst öffentlich meist als "Genosse Adolf Uunona" auf und lässt "Hitler" weg.

    Den Namen ändern könne er nicht. "Er steht in allen offiziellen Dokumenten. Dafür ist es zu spät", erklärte Uunona nach seinem Wahlsieg 2020 gegenüber der Bild – das Interview mit dem Springer-Blatt verschaffte ihm Bekanntheit über Namibias Grenzen hinaus. 

    Darin erläuterte er auch, wie er zu seinem ungewöhnlich Namen gekommen ist, über denen sich auch seine Parteigenossen lustig machen. Sein Vater habe ihn "nach diesem Mann" benannt und wahrscheinlich gar nicht verstanden, wofür Hitler stand, so der Politiker damals gegenüber der Bild. Er habe jetzt aber nicht vor, "die Welt zu unterwerfen", fügte Uunona spaßeshalber hinzu. Als Kind sei das für ihn ein "ganz normaler Name gewesen." Erst als Heranwachsender habe er begriffen, dass "dieser Mann die ganze Welt unterwerfen wollte."

    Uunona ist zuversichtlich, dass er die Wahl erneut gewinnen wird, wenn wahrscheinlich auch nicht mit einem so guten Ergebnis wie vor fünf Jahren, da der Rückhalt in der Bevölkerung für seine Partei Swapo zurückgegangen ist. Umso mehr betont er seine Erfolge als Landrat: "Vor langer Zeit war das hier nur eine Gegend, die als Weidegebiet galt", sagte er nun zur Bild. "Obwohl wir nicht die großen Entwicklungsprojekte haben, wird sich um die sozialen Lebensbedingungen der Menschen gekümmert", so der Landrat von Ompundja. 

    Mehr zum Thema - Akten belegen: Die CIA suchte in den 1950ern noch nach Hitler

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  • FSB: Von Kiew orchestrierter Zuganschlag in Russland vereitelt (VIDEO)

    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen mutmaßlichen, von der Ukraine unterstützten Anschlag auf einen Zug in der sibirischen Region Altai vereitelt, wie die Behörde am Montag mitteilte.

    Laut dem FSB wurden vergangene Woche zwei Männer, die im Auftrag einer "terroristischen Gruppe und in Abstimmung mit ukrainischen Geheimdiensten" handelten, festgenommen, als sie versuchten, in der Nähe einer Brücke an der Bahnstrecke zwischen Nowoaltaisk und Bijsk einen Sprengsatz anzubringen. Auf dieser Strecke verkehren sowohl Personen- als auch Güterzüge, hieß es in der Erklärung.

    Die Verdächtigen eröffneten Berichten zufolge während des nächtlichen Einsatzes das Feuer auf FSB-Beamte und wurden im Gegenzug getötet. Sie wurden als Anwohner identifiziert, die laut FSB Kiew unterstützten und sich bereit erklärt hatten, gegen Bezahlung einen Anschlag auszuführen.

    Russische Beamte haben der Ukraine zahlreiche Sabotageakte gegen die Eisenbahninfrastruktur vorgeworfen. Im Mai entgleiste im Gebiet Brjansk ein Personenzug nach einer Explosion auf einer Brücke, wobei sieben Zivilisten ums Leben kamen und über 70 verletzt wurden. Ermittler gaben an, dass bei mehreren koordinierten Angriffen, die mit dem ukrainischen Geheimdienst in Verbindung stehen, identische, im Ausland hergestellte Sprengstoffe verwendet wurden.

    Moskau hat gewarnt, dass Kiew angesichts seiner sich verschlechternden militärischen Lage zunehmend auf Terrorismus setzt. Die ukrainische Regierung steht zudem innenpolitisch unter starkem Druck wegen eines umfassenden Korruptionsskandals und international wegen eines von den USA unterstützten Friedensvorschlags. Berichten zufolge fordert dieser Friedensvorschlag weitreichende Zugeständnisse von Kiew und gewährt Wladimir Selenskij und seinem engsten Kreis gleichzeitig Straffreiheit.

    Mehr zum Thema ‒ Siegesplan statt Friedensplan: Deutschland und EU wollen Verlängerung des Ukraine-Kriegs

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  • Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft baut 900 Vollzeitstellen ab

    Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft steht vor dem größten Umbau ihrer jüngeren Geschichte. Unter der Leitung von Generaldirektorin Susanne Wille kündigte der öffentlich finanzierte Rundfunk am Montag den Abbau von insgesamt 900 Vollzeitstellen bis 2029 an. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Spar- und Transformationsprogramms, das angesichts stagnierender Einnahmen und politischen Drucks unausweichlich geworden ist.

    Die Dimension ist beträchtlich. Von den heute rund 5700 Vollzeitstellen sollen gut 15 Prozent verschwinden. Die Einsparungen belaufen sich bis 2029 auf rund 270 Millionen Franken. Ein Drittel davon wird bereits im Rahmen des laufenden Kostensenkungsprogramms umgesetzt. Der restliche Stellenabbau erfolgt schrittweise in den kommenden vier Jahren. Ein Teil der Reduktion soll durch natürliche Fluktuation und Pensionierungen erfolgen, dennoch bleiben Entlassungen unvermeidbar.

    Ausschlaggebend für die nun eingeleiteten Maßnahmen ist die beschlossene Senkung der Medienabgabe. Der Bundesrat hat entschieden, die Abgabe pro Haushalt ab 2027 von 335 auf 300 Franken zu reduzieren. Gleichzeitig bereitet die Halbierungsinitiative zusätzlichen Druck. Würde sie angenommen, müsste die SRG mit lediglich 200 Franken pro Haushalt auskommen. Bereits die erste Stufe der bestehenden Reduktion zwingt das Unternehmen dazu, bis Anfang 2027 125 Millionen Franken einzusparen.

    Die strategischen Fehler der Vergangenheit werden nun sichtbar. Während das Publikum sich über Jahre vermehrt digitalen Angeboten privater und internationaler Anbieter zuwandte, reagierte die Führung nur zögerlich. Die Einnahmen stagnierten seit 2021, während die Ausgaben und insbesondere die Personalkosten weiter anstiegen. Zwischen 2021 und 2024 erhöhten sich die Löhne um rund 9 Prozent, obwohl die Werbemärkte schwächer wurden und politische Debatten über die Höhe der Gebühren zunahmen.

    Der Umbau betrifft auch die Organisation. Die Geschäftsleitung wird ab April 2026 von acht auf sieben Mitglieder verkleinert. Zudem sollen Strukturen vereinheitlicht und Doppelspurigkeiten reduziert werden. Die neue Direktion Angebot fasst die Bereiche Angebot und Distribution zusammen.

    Die Direktion Operationen übernimmt künftig Technologie und Produktion. Die Technologietochter SWISS TXT wird vollständig in die SRG integriert. Innerhalb der erweiterten Geschäftsleitung bleiben die bisherigen Mitglieder unverändert.

    Wille betonte, der Schritt sei schmerzhaft, aber notwendig. Die SRG werde den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich gestalten. Gleichzeitig müsse das Unternehmen in einem sich schnell wandelnden Medienmarkt beweglicher werden und seine publizistische Qualität sichern. Die Transformation soll die SRG digitaler, effizienter und stärker über die Sprachregionen hinweg vernetzen.

    Gewerkschaften, die politischen Parteien und die Medienbranche beobachten den Umbau kritisch. Der Entscheid markiert einen Wendepunkt für den Service public. Die SRG steht vor der Aufgabe, ihr Angebot grundlegend zu modernisieren, ohne ihre Position als nationales Medienhaus zu verlieren.

    Mehr zum Thema – "Fuck you Mr. Trump": Schweizer SP-Chef als diplomatische Zeitbombe 

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  • Vollständiger Text des überarbeiteten US-Friedensplans nach Vorstellung der "Koalition der Willigen"

    Am gestrigen Nachmittag erhielt die Nachrichtenagentur Reuters den vollständigen Textentwurf des "europäischen Gegenvorschlags zum Friedensplan der USA für die Ukraine", so die Formulierung (Bezahlschranke).

    RT DE dokumentiert unkommentiert zitierend die vollständige modifizierte Version der 28 Punkte des US-Friedensvertrags. Dazu heißt es einleitend seitens Reuters:

    "Der Gegenvorschlag, der von den europäischen E3-Mächten Großbritannien, Frankreich und Deutschland ausgearbeitet wurde, basiert auf dem US-Plan, geht diesen jedoch Punkt für Punkt durch und enthält Änderungs- und Streichungsvorschläge."

    1. Die Souveränität der Ukraine wird erneut bestätigt.
    2. Zwischen Russland und der Ukraine sowie der NATO wird ein umfassendes Nichtangriffsabkommen geschlossen. Alle Unklarheiten der letzten 30 Jahre werden beseitigt.
    3. (Punkt 3 des US-Plans wird gestrichen. In einem Reuters vorliegenden Entwurf dieses Plans hieß es: 'Es wird erwartet, dass Russland nicht in seine Nachbarländer einmarschiert und die NATO nicht weiter expandiert.')
    4. Nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens wird ein Dialog zwischen Russland und der NATO stattfinden, um alle Sicherheitsbedenken anzusprechen und ein deeskalierendes Umfeld zu schaffen, um die globale Sicherheit zu gewährleisten und die Möglichkeiten für Konnektivität und zukünftige wirtschaftliche Chancen zu verbessern.
    5. Die Ukraine erhält robuste Sicherheitsgarantien.
    6. Die Größe des ukrainischen Militärs wird in Friedenszeiten auf 800.000 Soldaten begrenzt.
    7. Der Beitritt der Ukraine zur NATO hängt vom Konsens der NATO-Mitglieder ab, der derzeit nicht besteht.
    8. Die NATO erklärt sich bereit, in Friedenszeiten keine Truppen unter ihrem Kommando dauerhaft in der Ukraine zu stationieren.
    9. NATO-Kampfflugzeuge werden in Polen stationiert.
    10. US-Garantie, die Artikel 5 entspricht
      a. Die USA erhalten eine Entschädigung für die Garantie.
      b. Wenn die Ukraine in Russland einmarschiert, verliert sie die Garantie.
      c. Wenn Russland in die Ukraine einmarschiert, werden zusätzlich zu einer robusten koordinierten militärischen Reaktion alle globalen Sanktionen wieder in Kraft gesetzt und jegliche Anerkennung des neuen Territoriums sowie alle anderen Vorteile aus diesem Abkommen zurückgezogen.
    11. Die Ukraine ist zur EU-Mitgliedschaft berechtigt und erhält während der Prüfung einen kurzfristigen bevorzugten Marktzugang zu Europa.
    12. Robustes globales Wiederaufbaupaket für die Ukraine, einschließlich, aber nicht beschränkt auf:
      a. Einrichtung eines Ukraine-Entwicklungsfonds zur Investition in wachstumsstarke Branchen wie Technologie, Rechenzentren und KI-Projekte.
      b. Die Vereinigten Staaten werden mit der Ukraine zusammenarbeiten, um die Gasinfrastruktur der Ukraine, einschließlich ihrer Pipelines und Speicheranlagen, gemeinsam wiederherzustellen, auszubauen, zu modernisieren und zu betreiben.
      c. Gemeinsame Anstrengungen zur Sanierung der vom Krieg betroffenen Gebiete, um Städte und Wohngebiete wiederherzustellen, zu sanieren und zu modernisieren.
      d. Infrastrukturentwicklung.
      e. Gewinnung von Mineralien und natürlichen Ressourcen.
      f. Die Weltbank wird ein spezielles Finanzierungspaket schnüren, um diese Bemühungen finanziell zu unterstützen.
    13. Russland soll schrittweise wieder in die Weltwirtschaft integriert werden.
      a. Die Lockerung der Sanktionen wird schrittweise und auf Einzelfallbasis diskutiert und vereinbart.
      b. Die Vereinigten Staaten werden ein langfristiges Wirtschaftskooperationsabkommen abschließen, um die gegenseitige Entwicklung in den Bereichen Energie, natürliche Ressourcen, Infrastruktur, KI, Rechenzentren, Seltene Erden, gemeinsame Projekte in der Arktis sowie verschiedene andere für beide Seiten vorteilhafte Unternehmensmöglichkeiten voranzutreiben.
      c. Russland wird wieder in die G8 aufgenommen.
    14. Die Ukraine wird vollständig wiederaufgebaut und finanziell entschädigt, unter anderem durch russische Staatsvermögen, die so lange eingefroren bleiben, bis Russland den Schaden für die Ukraine ersetzt hat.
    15. Es wird eine gemeinsame Sicherheits-Taskforce unter Beteiligung der USA, der Ukraine, Russlands und der Europäer eingerichtet, um alle Bestimmungen dieses Abkommens zu fördern und durchzusetzen.
    16. Russland wird eine Nichtangriffspolitik gegenüber Europa und der Ukraine gesetzlich verankern.
    17. Die Vereinigten Staaten und Russland vereinbaren, die Verträge zur Nichtverbreitung und Kontrolle von Kernwaffen, einschließlich Fair Start, zu verlängern.
    18. Die Ukraine erklärt sich bereit, unter dem NVV ein nichtnuklearer Staat zu bleiben.
    19. Das Kernkraftwerk Saporoschje wird unter Aufsicht der IAEA wieder in Betrieb genommen, und der erzeugte Strom wird zu gleichen Teilen (50:50) zwischen Russland und der Ukraine aufgeteilt.
    20. Die Ukraine wird die EU-Vorschriften zur religiösen Toleranz und zum Schutz sprachlicher Minderheiten übernehmen.
    21. Gebiete
      Die Ukraine verpflichtet sich, ihre besetzten Hoheitsgebiete nicht mit militärischen Mitteln zurückzugewinnen. Die Verhandlungen über Gebietsaustausche werden an der Kontaktlinie beginnen.
    22. Sobald künftige territoriale Vereinbarungen getroffen worden sind, verpflichten sich sowohl die Russische Föderation als auch die Ukraine, diese Vereinbarungen nicht mit Gewalt zu ändern. Bei einem Verstoß gegen diese Verpflichtung finden Sicherheitsgarantien keine Anwendung.
    23. Russland wird die Nutzung des Dnjepr für kommerzielle Zwecke durch die Ukraine nicht behindern, und es werden Vereinbarungen getroffen, die den freien Transport von Getreide durch das Schwarze Meer ermöglichen.
    24. Es wird ein humanitäres Komitee eingerichtet, um offene Fragen zu klären:
      a. Alle verbleibenden Gefangenen und Leichen werden nach dem Prinzip "Alle für alle" ausgetauscht.
      b. Alle zivilen Häftlinge und Geiseln, einschließlich Kinder, werden zurückgegeben.
      c. Es wird ein Programm zur Familienzusammenführung geben.
      d. Es werden Vorkehrungen getroffen, um das Leid der Opfer des Konflikts zu lindern.
    25. Die Ukraine wird so bald wie möglich nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens Wahlen abhalten.
    26. Es werden Vorkehrungen getroffen, um das Leid der Opfer des Konflikts zu lindern.
    27. Diese Vereinbarung ist rechtsverbindlich. Ihre Umsetzung wird von einem Friedensrat unter dem Vorsitz von Präsident Donald J. Trump überwacht und garantiert. Bei Verstößen werden Strafen verhängt.
    28. Sobald alle Seiten diesem Memorandum zugestimmt haben, tritt der Waffenstillstand sofort in Kraft, sobald sich beide Parteien auf die vereinbarten Punkte zurückgezogen haben, um mit der Umsetzung der Vereinbarung zu beginnen. Die Modalitäten des Waffenstillstands, einschließlich der Überwachung, werden von beiden Parteien unter Aufsicht der USA vereinbart.
    29. Mehr zum Thema - Ursula von der Leyens Bedingungen für Frieden in der Ukraine

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    30. Britisches Verteidigungsministerium gibt bekannt, russisches Kriegsschiff abgefangen zu haben

      Die britische Royal Navy hat vor der Küste Großbritanniens die russische Korvette "Stoiki" und einen Tanker abgefangen, berichtete die Zeitung Independent unter Berufung auf Angaben des britischen Verteidigungsministeriums.

      Nach Angaben der Behörde verfolgte das Patrouillenschiff HMS Severn zwei Wochen lang die Bewegung der russischen Schiffe durch die Straße von Dover und weiter nach Westen. Später wurde die Überwachung an einen nicht genannten NATO-Verbündeten vor der Küste der Bretagne übergeben, während die HMS Severn die Überwachung aus der Ferne fortsetzte, so das Verteidigungsministerium weiter. Der genaue Zeitpunkt der Abfangung wurde nicht genannt.

      Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, hat die Zahl der russischen Schiffe, die sich britischen Gewässern nähern, in zwei Jahren um 30 Prozent zugenommen. Das Kommando der Royal Navy bezeichnete die Operation als Teil der regelmäßigen Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten.

      Darüber hinaus hat Großbritannien im Rahmen einer größeren NATO-Mission zur Überwachung russischer Schiffe und U-Boote im Nordatlantik und in der Arktis drei neueste Poseidon-Überwachungsflugzeuge nach Island entsandt, schrieb die Zeitung Independent.

      Zuvor hatten die britischen Behörden über das wiederholte Auftauchen des russischen Ozeanforschungsschiffs "Jantar" in der Nähe britischer Gewässer berichtet, das westliche Experten als Aufklärungsschiff betrachten, das in der Lage ist, Unterwasserfahrzeuge einzusetzen. Das Schiff wurde im November 2024 und im Januar 2025 vor der Küste Großbritanniens gesichtet.

      Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums wurden die Besatzungen von P-8-Poseidon-Flugzeugen mit Lasern von der "Jantar" geblendet, woraufhin Patrouillenflugzeuge zu ihrer Beobachtung eingesetzt wurden. Der Leiter des Verteidigungsministeriums, John Healey, bezeichnete die Aktivitäten der "Jantar" als potenzielle Bedrohung und behauptete, London sei bereit, auf alle Aktionen Russlands zu reagieren.

      Die russische Botschaft in Großbritannien wies diese Vorwürfe zurück. Die diplomatische Vertretung teilte mit, dass Moskau kein Interesse an britischer Unterwasserkommunikation habe und Vermutungen über eine mögliche Bedrohung durch Russland unbegründet seien.

      Nach Einschätzung der russischen Seite wirkt sich die Politik Londons, die in Moskau als antirussisch und mit einer Verschärfung der militärischen Rhetorik einhergehend wahrgenommen wird, negativ auf die Sicherheit in Europa aus und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zwischenfällen. Die diplomatische Vertretung forderte Großbritannien außerdem auf, Schritte zu vermeiden, die die aktuelle Krise verschärfen könnten.

      Mehr zum Thema – Großbritannien verhängt weitere Sanktionen gegen Russland

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    31. Ursula von der Leyens Bedingungen für Frieden in der Ukraine

      Auf dem G20-Gipfel in Johannesburg gab EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen am Sonntag eine Erklärung zum Friedensabkommen mit der Ukraine ab. Demnach solle die EU eine zentrale Rolle in der Friedenssicherung erhalten, was in der Vereinbarung als zentraler Punkt festgeschrieben werden müsse. Von der Leyen sagte:

      "Die zentrale Rolle der Europäischen Union bei der Sicherung des Friedens für die Ukraine muss sich voll und ganz widerspiegeln."

      Euronews berichtete am Sonntagnachmittag, dass die Kommissionspräsidenten in ihrer Rede "Bedingungen für den Frieden stellte." Zu den Bedingungen gehörten in erster Linie die Beendigung der Kämpfe in der Ukraine, keine Veränderung der ukrainischen Grenzen und keinerlei Einschränkungen für die ukrainischen Streitkräfte. Eine Einschränkung der Streitkräfte käme nicht infrage, weil das Land infolgedessen "anfällig" würde für künftige Angriffe. Außerdem würde die europäische Sicherheit untergraben.

      Von der Leyen erinnerte daran, "dass die Ukraine einen europäischen Weg eingeschlagen habe und frei bleiben müsse, um über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Dieser Weg beginne mit dem Wiederaufbau, einer tieferen Integration in den Binnenmarkt und die Verteidigungsindustrie der EU und führe schließlich zur Vollmitgliedschaft" gab Euronews ihre Aussage wieder.

      Die Bedeutung der "entführten Kinder": Sie müssen "ganz oben auf der globalen Agenda stehen"

      Schließlich müsse jegliches Friedensabkommen als ein "entscheidendes Element, das Teil jeder Vereinbarung sein muss", die "entführten ukrainischen Kinder" beinhalten. Dies sei eine persönliche Herzensangelegenheit von ihr, betonte von der Leyen ihr Mitgefühl für ukrainische Kinder. Die entführten Kinder gehörten daher ganz oben auf die globale Agenda. Dazu führte sie aus:  

      "Zehntausende Jungen und Mädchen sind nach wie vor in Russland gefangen. Sie haben Angst und sehnen sich nach ihren Angehörigen. Wir müssen diese Kinder ganz oben auf die globale Agenda setzen."

      Und deshalb würden die EU, die Ukraine und Kanada einen Gipfel der Internationalen Koalition für die Rückkehr ukrainischer Kinder veranstalten.

      In addition to the elements necessary for a just and lasting peace and Ukraine’s sovereignty:any agreement must include the return of Ukrainian children abducted by Russia.We will not rest until every single one of them is reunited with their families, in their homes. pic.twitter.com/LQaGK85LLr

      — Ursula von der Leyen (@vonderleyen) November 23, 2025

      Mehr zum Thema - Sacharowa: Zehntausende ukrainische Kinder in Europa verschwunden

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    32. Jede Revolution richtet sich gegen das Volk

      Von Wladimir Moschegow

      Im November 1799 kam Napoleon Bonaparte infolge eines Staatsstreichs (dem sogenannten Staatsstreich des 18. Brumaire VIII) in Frankreich an die Macht. Die Revolution, die Frankreich zehn Jahre lang erschüttert hatte, war damit formal beendet. Es begann das, was man als zehnjähriges Konsulat, als Konterrevolution oder als Reaktion des Bonapartismus bezeichnet. Eine Reaktion, die jedenfalls das rapide schwächer werdende Frankreich als Großmacht erhalten hat. Wenn auch natürlich längst nicht mehr so großartig wie vor der Revolution. Frankreich wird nie wieder die führende Macht Europas sein. Mit jeder neuen revolutionären Krise würde es immer tiefer sinken, bis hin zu seinem heutigen, fast amöbenartigen Zustand, angeführt von Nichtskönnern wie Nicolas Sarkozy oder Emmanuel Macron.

      Das ist das Ergebnis aller großen Revolutionen. In Russland hätten gemäß Berechnungen von Dmitri Mendelejew bei einer gleichbleibenden Geburtenrate heute 500 Millionen Menschen leben müssen. Die Realität ist uns bekannt. Ähnliche Trends gibt es in den Bereichen Technologie, Industrie und Wirtschaft im Allgemeinen. Was auch immer die Verfechter des roten Projekts sagen mögen, das Land lag bereits bei allen wichtigen Indikatoren an vierter Stelle weltweit und gewann so stark an Fahrt, dass es in zwei bis drei Jahrzehnten bereit gewesen wäre, die am weitesten entwickelten Länder Europas hinter sich zu lassen. Was die militärische Macht angeht, so konnte bereits unter Alexander III. keine Kanone ohne die Zustimmung des russischen Zaren abgefeuert werden.

      Aber gehen wir nicht weiter auf das Traurige ein. Kehren wir nach Frankreich zurück und schauen wir uns an, was die große Revolution dem Land gebracht hat. Infolge des zehnjährigen Chaos sank die landwirtschaftliche Produktion um 20 Prozent, die industrielle Produktion um 40 Prozent. Der Außenhandel brach zusammen und begann erst mehr als drei Jahrzehnte später wieder anzusteigen.

      Im ganzen Land wurden Museen geplündert und Hunderte von Kunstwerken "privatisiert".

      Allein in Paris wurden 75 Prozent der Kirchen zerstört.

      Offiziell veröffentlichte Daten sprechen von etwa 300.000 direkten Opfern des Terrors: diejenigen, die erschossen, ertränkt, enthauptet wurden und so weiter. Allerdings wurden noch viele Hunderttausende Menschen im ganzen Land ohne Gerichtsverfahren und Ermittlungen getötet. Der berühmte Historiker Hippolyte Taine schätzte, dass allein in den elf östlichen Provinzen während des Terrors mindestens eine halbe Million Menschen ermordet wurden.

      Wenn man dazu noch die Opfer der Revolutionskriege hinzuzählt (Frankreich führte nicht nur Krieg gegen sich selbst, sondern auch gegen fast alle europäischen Staaten), kommen mindestens 400.000 weitere Tote hinzu. Insgesamt sind das bereits über eine Million Menschen bei einer Gesamtbevölkerung Frankreichs von damals 28 Millionen Menschen. Etwa ebenso viele Verluste hatte das Land im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 zu beklagen.

      Wie sieht die soziale Zusammensetzung der Opfer der "Volksrevolution" aus? Seltsamerweise macht die Aristokratie den geringsten Prozentsatz der Hingerichteten aus. Von den 2.800 Opfern in Paris gehören mehr als 1.000 zum Dritten Stand, etwa ebenso viele zu den unteren sozialen Schichten und nur etwa 500 zur Aristokratie.

      Das ist eigentlich nicht verwunderlich. Was auch immer die bolschewistische Demagogie behauptete, die sogenannte "Volksrevolution" richtete sich in erster Linie gegen das christliche Volk Frankreichs und das Christentum als solches. Aber wie wir wissen, hat eine Revolution einen Anfang, aber kein Ende. Die Ausrottung des französischen (wie auch des englischen, deutschen, italienischen und spanischen) Volkes dauert bis heute an. Nun allerdings mithilfe von Ersatzmigration.

      Noch ein paar Beispiele. In Nantes töteten die Revolutionäre gleichzeitig 500 Waisenkinder, "Kinder des Volkes", und 144 Frauen, die Kleidung für Soldaten flickten – es war buchstäblich das Volk, "für das" die Revolution angeblich begonnen wurde. Die gesamte Region Vendée wurde rot gefärbt, hier verschonte der Terror niemanden. Der Schlächter von Lyon, Joseph Fouché, führte täglich Massenmorde durch und schickte jeden Tag Berichte an das Hauptquartier:

      "Tränen der Freude laufen mir über die Wangen, weitere dreihundert Rebellen wurden erschossen."

      Es ist das gemeine Volk, das Herzstück des Christentums, gegen das die Revolution gerichtet war. Die neuen Menschen – Freimaurer, Illuminaten, Jakobiner, Bourgeoisie und Zinshändler (der sogenannte Dritte Stand) – zerstörten das alte christliche Europa, um ein neues Europa zu errichten: ein Europa des freien Kapitalverkehrs und kapitalistischer Werte.

      So töteten die Revolutionäre mehr als eine Million Menschen. Aber ihre Gier war noch viel größer. Nur waren sie damals noch nicht in der Lage, die Maschinerie des Terrors so anzukurbeln, wie sie es dann bis 1917 gelernt hatten.

      Die Notwendigkeit des Völkermords wurde einfach erklärt: Dem Land fehlten die Ressourcen, um die Bevölkerung zu ernähren und mit Arbeit zu versorgen. Schließlich war die Wirtschaft zerstört! (Auch heute noch erklären die Globalisten – direkte Nachfahren der französischen Revolutionäre – die Notwendigkeit des Völkermords und der Reduzierung der Weltbevölkerung auf die gleiche Weise).

      Der Hauptarchitekt des Projekts zur Reduzierung der Bevölkerung Frankreichs war einer der führenden Persönlichkeiten der Revolution, der Vorsitzende des Nationalkonvents Edmond Dubois-Crancé. Sein Projekt sah die Vernichtung von einem bis zwei Dritteln der Franzosen vor.

      Die englische Forscherin Nesta Webster (deren Buch über die Französische Revolution von Winston Churchill hoch gelobt wurde) zitiert den englischen Reisenden Redhead Yorke, der Frankreich 1802 besuchte:

      "Ich fragte ihn [den Mitstreiter Robespierres, den Künstler David], ob es wahr sei, dass ein Projekt zur Reduzierung der Bevölkerung Frankreichs auf ein Drittel ihrer derzeitigen Zahl geprüft worden sei. Er antwortete, dass dies Gegenstand ernsthafter Diskussionen gewesen sei und dass der Urheber des Projekts Dubois-Crancé gewesen sei."

      An anderer Stelle bemerkt Yorke:

      "Monsieur de la Mettrie versicherte mir, dass es zur Zeit der Revolutionstribunale Pläne gab, die Bevölkerung Frankreichs auf 14 Millionen Menschen zu reduzieren. Der eifrigste und prominenteste Verfechter dieser humanen und philosophischen Politik war Dubois-Crancé."

      Es gab auch Gegenvorschläge, die Bevölkerung auf acht Millionen Menschen zu reduzieren: Dies war "die Option, auf die sich die Führer [der Revolution] im Großen und Ganzen einigten", bemerkt de la Mettrie weiter.

      Der Teilnehmer der Ereignisse, der Kommunist François Noël Babeuf, bestätigt: "Maximilien und sein Rat kamen zu dem Schluss, dass es in jedem Fall notwendig sei, die Bevölkerung zu reduzieren, die die Ressourcen des Bodens und die Bedürfnisse der produktiven Tätigkeit überstieg." Die Reduzierung, betont Babeuf, sollte in erster Linie die unteren Schichten der Bevölkerung betreffen: Es galt, "den Müll wegzufegen" (vgl. Webster, N.: Die Weltrevolution, 1921).

      So sahen die Pläne der humansten Menschen und großen Träumer der Ära der "unsterblichen Ideen von 1789" die Ermordung von bis zu 20 Millionen einfachen Franzosen vor.

      Aus rein technischen Gründen gelang ihnen dies damals nicht, aber der Fortschritt steht, wie wir wissen, nicht still...

      Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 22. November 2025 zuerst auf der Webseite der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

      Wladimir Moschegow ist ein russischer Publizist.

      Mehr zum Thema – Antiimperialistische Multipolarität

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    33. Ohne Männer: Der Westen hat den ukrainischen Frauen das Wichtigste genommen

      Von Jelena Karajewa

      Unsere Männer zeigen ein bemerkenswertes Maß an Männlichkeit und Pflichtbewusstsein – an der Frontlinie im Donbass und in der Pufferzone ebenso wie in Moskau, in der Diplomatie, im militärischen Umfeld, in Fabriken, vor Computern, in Operationssälen, am Steuer und überall sonst. Man sieht, zu welchen Höchstleistungen unsere Männer imstande sind, und dass ihre Frauen sie sehr schätzen, sie lieben und sich ihr Leben ohne sie nicht vorstellen können.

      Diejenigen, die sich uns entgegenstellen – vor allem an der Front und in den Gebieten, die noch zur Ukraine gehören –, werden im Stich gelassen, haben keine Unterstützung, keine warmherzigen Beziehungen und keine liebevollen Bindungen mehr, sind in Skandale verwickelt und in Diebstähle verstrickt. Sie demonstrieren, dass sie völlig gescheitert sind – sowohl in taktischer als auch in strategischer Hinsicht.

      Dies ist die Realität der westlichen Weltanschauung, die der Ukraine auferlegt wurde: Jeder ist auf sich allein gestellt, und in schwierigen Zeiten kann man sich grundsätzlich auf niemanden verlassen. Die verbliebenen Männer – diejenigen ohne Beziehungen und Geld – sind von Angst "entmannt" und verstecken sich zu Hause. Diejenigen, die an der Macht sind, werden öffentlich mit den Folgen ihrer eigenen Taten konfrontiert. Sie sind politisch "entmannt". Dies ist eines der Merkmale des Lebens in einem Konzentrationslager – ohne jegliche Zuneigung, ohne Partnerschaft und Liebe. Niemand macht sich Sorgen um diese Männer. Die "Einfachen" wurden allein gelassen, kurz vor ihrem unvermeidlichen Tod. Die "Mächtigen" stehen kurz vor noch größerer Schande und dem ebenso unvermeidlichen politischen Untergang.

      Im Grunde genommen sind diese beiden Gruppen nun nicht mehr existent. Dies ist dem dort so verehrten Westen zu verdanken.

      Sobald Männer nicht mehr eigenständige Entscheidungen treffen, Verantwortung dafür übernehmen und Frauen ein sicheres Leben ermöglichen können, werden sie "abgeschafft". Auch wenn dies durch die Realitäten der militärischen Sonderoperation bedingt ist, führte die "Abschaffung" der ukrainischen Männer zur aktuellen Katastrophe an der Front: Die "Festungen" fallen eine nach der anderen, und die Machthaber, die öffentlich auf ihren "Goldtöpfen" sitzen, geraten in eine Schande von "planetarem Ausmaß".

      Zwischen Kampfgeist, Mut, Tapferkeit, Furchtlosigkeit, Selbstlosigkeit und dem Vorhandensein feinster emotionaler Beziehungen zwischen Frauen und Männern besteht ein direkter Zusammenhang, auch wenn dieser nicht immer offensichtlich ist.

      Im Westen wurden für Ukrainer und Ukrainerinnen über viele Jahre hinweg die (von Anfang bis Ende falschen) Lebenskonzepte geprägt. Und der Westen war erfolgreich darin, die "Abschaffung" der Männer und die gleichzeitige Abwertung der Frauen zu propagieren. Dort wurde "aus allen Rohren gefeuert", dass normale (heterosexuelle) Beziehungen unmöglich seien. Besonders auffällig war dies in der britischen Vogue: Dort hieß es kategorisch, dass "ein Mann im Leben einer Frau und eine Liebesbeziehung mit ihm die Selbstentfaltung der Frau behindert", "die Frau in eine Sackgasse führt" und sie "als denkende Persönlichkeit abschreibt". Und generell seien die Männer so belastend, lästig und daher absolut unnötig. Sie müssten ohne Bedauern, ohne Erinnerungen und ohne Trauer aus dem Leben verbannt werden. Also, Männer, auf Wiedersehen!

      Dieser Individualismus, der durch westliche Propaganda zum Absolutum erhoben wurde, lässt nicht einmal den geringsten Widerspruch an diesen Thesen zu, in denen nur sehr unerfahrene Menschen nicht erkennen können, dass es sich um eine Predigt echten, unverfälschten Hasses handelt. Ebenso wenig lässt er die Kenntnis von Zahlen zu, die das genaue Gegenteil beweisen: Die Männer begehen mehr als dreimal häufiger Selbstmord – und zwar aufgrund von Schwierigkeiten in ihrem Privatleben. Das Risiko schwerer Erkrankungen (und zwar aus dem gleichen Grund) – Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere "chronische" Krankheiten – ist bei ihnen ebenfalls um ein Vielfaches höher als bei Frauen. Männer werden nicht etwa deshalb getötet, weil sie "in schlechte Gesellschaft geraten" sind, sondern weil in ihrem Leben der Moment der Wahrheit eintritt, in dem sie Frauen beschützen müssen. Genau jene Frauen, von denen die britische Vogue fordert, sich von ihren Liebsten, ihren Freunden, ihren Ehemännern, den Vätern ihrer Kinder zu trennen, auch wenn es sich dabei jetzt nur um potenzielle Väter handelt.

      Solche – echte, ehrfürchtige, warmherzige und zärtliche – Männer müssten natürlich ersetzt werden – und zwar durch diverse Vertreter und Vertreterinnen von LGBT [die LGBT-Bewegung wurde in Russland als extremistisch eingestuft und verboten], die sich "Schrott" in die Hosen gestopft und sich einen "hormonellen" Bart haben wachsen lassen, um als "neue, schöne und harmlose" Männer für heterosexuelle Frauen aufzutreten. Die westliche liberale Öffentlichkeit schlägt vor, diejenigen, die den Frauen lieb waren (und/oder sind), durch solche "Verrückten" zu ersetzen.

      Nachdem die Ukraine, die bis auf die letzten "Östrogen- und Testosteronmoleküle" tolerant war und sich von den historischen (mit Russland) und physiologischen (Frauen–Männer) Normen distanziert hatte, erlebte sie einen wirtschaftlichen Zusammenbruch, ein politisches Fiasko, Millionen von Opfern und ein soziales "Konzentrationslager".

      Die "Abschaffung" der Männer und der Maskulinität in der Politik führte in den von der Ukraine noch übrig gebliebenen Gebieten zu einer Korruption, deren Ausmaß kaum zu übertreffen ist. Die "Abschaffung" der Männer als Beschützer und Stützpfeiler der Gesellschaft brachte den die Ukraine streng kontrollierenden Westen sogar dazu, die Frauen selbst "abzuschaffen".

      Als er beschloss, uns den Krieg zu erklären, erlitt er eine eindeutige Niederlage – darüber redet heutzutage wohl jeder. Seine "Subunternehmerin", die Ukraine, geht mit ihm als ihrem Schirmherrn unter: Die Natur und die Geschichte verzeihen weder Experimente noch das Vergessen fundamentaler Werte.

      Übersetzt aus dem Russischen.

      Der Artikel ist am 23. November 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.

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    34. Trump zwischen eigener Intuition und Russenhass westlicher Eliten

      Von Alexander Jakowenko

      Die Geschichte von Donald Trumps Haltung gegenüber dem lange im US-Kongress schmorenden Gesetzentwurf zur Verhängung drakonischer Sanktionen gegen alle Länder, die mit Russland Geschäfte machen – Zölle von bis zu 500 Prozent –, den man ebenso lange durch den Kongress durchzuboxen versucht, entwickelte sich rasant. Fast könnte man sagen, nach den Gesetzen der Gattung (welche Gattung und welches Genre überhaupt, ist in der heutigen US-amerikanischen Gesellschaft, wo es schwerfällt, Inszenierung und Realität zu trennen, eine große, aber auch sehr berechtigte Frage).

      Seine erste Reaktion erfolgte vor der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über die US-Resolution zur Umsetzung von Trumps Gaza-Plan. Am Montag wurde sie mit 13 von insgesamt 15 Stimmen bei zwei Enthaltungen – vonseiten Russlands und Chinas – angenommen. Wir hatten keine Chance, unsere Resolution durchzubringen, da sich die US-Amerikaner die Unterstützung der arabischen Staaten gesichert hatten. Die biblische Wahrheit gilt hier: Wenn es nicht von Gott, sondern von Menschen kommt, wird es auch von selbst scheitern. Ein weiterer wichtiger Punkt (vom Apostel Paulus): Die Verheißung wurde über Abraham allen Völkern gegeben – und das heißt, eben auch den Palästinensern.

      Zurück zum US-Gesetzentwurf über Sanktionen: Nach der Abstimmung ließ das Weiße Haus durchsickern, dass Trump das Gesetz nur dann unterzeichnen würde, wenn dieses dem Präsidenten das letzte Wort bei den Sanktionen überließe. Das ist zwar eine andere Position, aber sie scheint Trump dennoch einen starken Hebel zur Druckausübung auf Russland im Ukraine-Konflikt zu verschaffen. Die ersten Betroffenen allerdings wären dann die Europäer selbst sowie Indien und China. Mit China wurde eine Vereinbarung über einen vorübergehenden "Waffenstillstand" bezüglich Pekings Lizenzvergabe für Seltene-Erden-Exporte erzielt – weshalb die für den 1. November angekündigten 100-prozentigen US-Einfuhrzölle gegen China ja auch nicht verhängt wurden. Sollte Washington diesen Weg jetzt einschlagen, hätte das weitreichende katastrophale Folgen für die USA selbst (und bei einem Anstieg der Rohöl- und der damit einhergehenden Treibstoffpreise, vor dem Russlands Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin warnte, würde es dann mitnichten bleiben).

      Die Europäer planen derweil, von Russland erst in ein bis zwei Jahren kein Gas mehr zu kaufen und weiterhin unser Öl zu beziehen: Was dann? Für Ungarn zum Beispiel wurde bereits eine Ausnahme gemacht. Werden die Sanktionen dann hauptsächlich aus Ausnahmen bestehen wie der sprichwörtliche Käse mit 100-prozentigem Löchergehalt?

      All dies sind Elemente eines größeren Bildes, mit dem Trump innenpolitisch in einer kritischen Phase konfrontiert ist, weniger als ein Jahr vor den Zwischenwahlen. Es ist nicht nur Zohran Mamdanis Wahlsieg in New York, der als Ausdruck der liberal-globalistischen Elitenkonzeption einer Fokussierung auf marginalisierte Bevölkerungsgruppen (eben nicht nur auf BLM und die "kritische Rassentheorie" – sondern auf möglichst alle davon) verstanden werden kann, ganz im Sinne der Frankfurter Schule. Diese unterscheidet sich im Wesentlichen kaum von Dostojewskis Prophezeiungen in "Die Dämonen" und "Die Legende vom Großinquisitor": die Menschen zu korrumpieren und zu Perverslingen zu machen, damit sie unfähig werden, Ideen wahrzunehmen, insbesondere befreiende – und somit letztlich ins Abseits zu drängen.

      Die Epstein-Affäre ist spezifisch gegen Trump wieder aufgeflammt und spaltet seine MAGA-Koalition. Ebenso spaltende Wirkung hat hier die Frage der US-amerikanischen Souveränität – sprich, das Problem der proisraelischen Lobby in Washington: Fast alle jungen Menschen, von der alten Linken bis zu vielen Republikanern, lehnen Trumps Unterstützung für Netanjahus radikale Regierung ab.

      Eine massive Aktienmarktblase bläht sich auf, alle Anzeichen einer normalen Korrektur sind verflogen, und das Wachstum wird ausschließlich von Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz getrieben. Eine aktuelle Studie des MIT zeigt jedoch, dass 93 Prozent der Unternehmen, die auf KI setzten, keine Renditesteigerung erzielten – der Effekt ist also in etwa gleich null. Daher droht eine ähnliche Krise wie der Dotcom-Crash von 2000, gefolgt von der Subprime-Kreditkrise von 2007, die die Weltfinanzkrise 2008 mit auslöste. Kurzum: Die strukturellen Probleme der US-Wirtschaft lassen sich nicht umgehen.

      Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in den US-Dollar, der Goldpreis hat sich verdoppelt – und Stablecoins, auf die Trump zur Lösung des Problems der angehäuften Staatsschulden setzt, stoßen in Europa, einschließlich der EZB, auf offenes Misstrauen. Zu allem Überfluss werden vor den US-Zwischenwahlen Staatsanleihen im Wert von neun Billionen Dollar neu emittiert, da sie bald auslaufen.

      Zwei qualitativ neue Phänomene auf dem globalen Anleihenmarkt vervollständigen das Bild. Zum einen emittiert China Dollar-Anleihen in Saudi-Arabien – zu Zinssätzen, die etwas höher sind als die der US-Notenbank. Zweitens vergibt Russland auf Yuan (korrekt: Renminbi) lautende Anleihen, während die Yuanisierung internationaler Zahlungen auf Basis des digitalen Yuan, der als Alternative zu SWIFT dient, in ganz Ostasien bereits weit fortgeschritten ist.

      Und schließlich der Kernpunkt: Mit dem neuen Gesetz könnte Trump Russland unter Druck setzen und damit die Aussicht auf eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen zunichtemachen. Auch besteht die Möglichkeit, dass sich der US-Präsident mit den Kriegstreibern in Europa verbünden wird. Das würde eine Umstrukturierung der europäischen Sicherheitsarchitektur als Reaktion auf Russlands Forderungen nach Sicherheitsgarantien ausschließen. Anders ausgedrückt: Uns droht ein großer Krieg in Europa, da dieser von den europäischen Eliten ausschließlich mit dem Segen der USA entfesselt werden kann. Die Militarisierung Europas wird dann ernstzunehmend und langfristig sein, sofern nicht systemische Probleme in der Entwicklung der europäischen Länder selbst sichtbar werden.

      Dies könnte zu einer Situation führen, in der unsere Sicherheitsinteressen ausschließlich durch einen Sieg auf dem Schlachtfeld gewahrt werden – also durch die Nutzung von Heer, Marine, Luft- und Weltraumstreitkräften. Dabei werden die neuen US-amerikanischen Sanktionen, sofern sie wirklich verhängt werden sollten, die globale Kluft zwischen dem Westen und der globalen Mehrheit nur weiter vertiefen – einer Mehrheit, die sich nach Russlands Sieg ohnehin grundlegend verändern wird.

      Fakt ist aber auch, dass gerade und ausgerechnet ein russischer Sieg die westlichen Eliten, einschließlich der US-amerikanischen, von ihrer instinktiven Ablehnung eines jeden für Moskau günstigen Ergebnisses im Ukraine-Konflikt abbringen könnte. Derzeit leben sie in einer Parallelwelt und können sich schlichtweg nicht in einer Lage erkennen, in der sie mit Russland nichts anstellen können. Und das, wohlgemerkt, obwohl einige Experten diese westliche Hilflosigkeit bereits vor der NATO-Erweiterung im Jahr 1994 vorhergesagt haben.

      Viele westliche Beobachter und Analysten, darunter auch US-Amerikaner, sind überzeugt: Trump hört auf niemanden, fragt niemanden um Rat, bereitet sich nicht auf seine Treffen, auch nicht auf internationale, vor und verlässt sich ausschließlich auf die in der Geschäftswelt entwickelten Modelle und seine Intuition. Wenn all dies versagt, gerät er in eine Sackgasse, und dann wird es möglich, dass er auf die unter den westlichen Eliten verbreiteten antirussischen Vorurteile zurückgreifen könnte.

      Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Ereignisse diesen Punkt schon erreicht haben oder ob eine politische und diplomatische Lösung möglich ist – einschließlich eines Machtwechsels, einer Dezentralisierung in der Ukraine und einer Angleichung des Territoriums an allgemein anerkannte Normen des Staatsaufbaus. Also einschließlich der Achtung der Menschen- und Minderheitenrechte, einschließlich der sprachlichen Rechte – ganz zu schweigen von der Ablehnung der aggressiven nationalistischen Staatsideologie und Mythologie.

      Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei RIA Nowosti am 19. November 2025.

      Alexander Jakowenko ist ein russischer Diplomat (Außerordentlicher und Befugter Botschafter Russlands) und Rektor der Diplomatischen Akademie beim Außenministerium der Russischen Föderation. Er war Außerordentlicher und Befugter Botschafter Russlands in Großbritannien, stellvertretender Außenminister sowie Mitglied des Diplomatischen Kollegiums des russischen Außenministeriums.

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