Schauspiel Frankfurt

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Schauspiel Frankfurt episodes

  • Vorgehört: »Nachts (bevor die Sonne aufgeht)« von Nina Segal / Regie: Janina Velhorn
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Regisseurin Janina Velhorn und Dramaturgin Jana Fritzsche sprechen über »Nachts (bevor die Sonne aufgeht)«.
    Es waren einmal eine Frau und ein Mann und ein schreiendes Kind – »aber die Dinge hängen nicht zusammen«. Ein Paar erzählt die gemeinsame Geschichte nach, wobei sich unterschiedliche Überzeugungen und sich widersprechende Ideale auftun. Nicht zuletzt hängt wie ein Damoklesschwert über alldem die Frage: Warum haben sie sich für ein Kind entschieden?
    Mit dichter, rhythmischer Sprache fragt die britische Autorin Nina Segal in ihrem 2016 erschienenen Bühnentext nach Zusammenhängen von Ereignissen in der Welt und Entscheidungen im vermeintlich Privaten. Stück für Stück bricht das Außen in den geschützten Raum des Zuhauses ein und wirft das Paar auf sich und gefällte Entscheidungen zurück. Die Regisseurin Janina Velhorn entlarvt das Idyll der Familie als Ort des Unheimlichen, fragt nach Kippmomenten im Alltäglichen und verortet die Geschichte damit in einen Kontext des Horrors.
    TEAM
    Regie: Janina Velhorn
    Bühne: Devin McDonough
    Kostüme: Evelyn Gulbinski
    Dramaturgie: Jana Fritzsche
    MIT
    Caroline Dietrich, Sebastian Reiß
    PREMIERE 21. Januar 2024, Box
    In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    9 min
  • Vorgehört: »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« von Heinrich Böll / Regie: Sapir Heller
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Regisseurin Sapir Heller und Dramaturgin Lena Wontorra sprechen über »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« (Bühnenfassung von John von Düffel)
    Die 26-jährige Katharina Blum steht unter Verdacht, Mitwisserin einer umfangreichen Betrugsaffäre zu sein, nachdem sie eine Karnevalsparty mit einem gewissen – und ihr bis dato unbekannten – Ludwig Götten verließ. Nicht nur wird sie daraufhin stundenlang von der Polizei befragt, vor allem startet die ZEITUNG einen wahrhaftigen Shitstorm gegen die junge Hauswirtschafterin. Blum wird öffentlich als Mittäterin und »Flittchen« diffamiert, Aussagen von ihr nahestehenden Personen werden umformuliert und verfälscht wiedergegeben, die Boulevardredakteure lassen nicht mehr von ihr ab. »Wie Gewalt entstehen kann und wohin sie führt« lautet der erweiterte Titel dieser 1974 erschienenen Erzählung des Schriftstellers Heinrich Böll. Denn durch die Kampagne gegen Katharina Blum wird diese wirklich zur Täterin und erschießt den dafür verantwortlichen Journalisten.
    Heinrich Böll gibt in einer vorangestellten Notiz an: »Sollten sich (...) Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich« und beschrieb die Erzählung später als Pamphlet, das auf die konfliktverstärkende Rolle des Boulevardjournalismus in der öffentlichen Beachtung der Roten Armee Fraktion Bezug nehme. Er selbst hatte sich zuvor als Opfer einer solchen Medienkampagne gesehen und stellt an Katharina Blums Fall das Vorgehen der Presse beispielhaft zur Schau. Die Regisseurin Sapir Heller inszeniert diese Erzählung als temporeiche Verfolgungsjagd, die auf die Nähe des inzwischen allgegenwärtigen Sensationsjournalismus zum heutigen Populismus verweist.
    TEAM
    Regie: Sapir Heller
    Bühne und Kostüme: Ursula Gaisböck
    Musik: Gustavo Strauß
    Video: Lion Bischof
    Dramaturgie: Lena Wontorra
    Licht: Ellen Jaeger
    MIT
    Sarah Grunert, Christoph Bornmüller, Stefan Graf, Peter Schröder, Melanie Straub
    PREMIERE 19. Januar 2024, Kammerspiele
    In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    31 min
  • Vorgehört: »Der Würgeengel« von PeterLicht und SE Struck nach Luis Buñuel / Regie: Claudia Bauer
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Regisseurin Claudia Bauer und Dramaturgin Katja Herlemann sprechen über »Der Würgeengel«.
    Eine Party der High Society, bei der am Ende niemand nach Hause geht – eine plötzliche unsichtbare Grenze hält die Abendgesellschaft im Esszimmer der Gastgeber gefangen. Seltsamerweise scheinen die Hausangestellten der reichen Leute die Bedrohung vorauszuahnen, denn sie machen sich aus dem Staub, bevor der Spuk beginnt. Die vornehme Etikette der schicken Gesellschaft wird angesichts der neuen Realität ihrer vermeintlichen Gefangenschaft rasch von schonungsloser Brutalität gegeneinander abgelöst. Entbehrungen, Schuldzuweisungen, Sex im Wandschrank und Todesangst bestimmen ihre Tage, bis schließlich der Bann gebrochen wird, indem die Eingesperrten das Raum-Zeit-Kontinuum austricksen.
    Nach dem Publikumsliebling »Der diskrete Charme der Bourgeoisie« gelangt mit diesem Stoff ein weiterer surrealistischer Film des Oscar-Preisträgers Luis Buñuel in einer Überschreibung von PeterLicht und SE Struck auf die Bühne des Schauspiel Frankfurt. Das Autor:innen-Duo untersucht mit bissigem Humor und einem heutigen Blick eine wiedererkennbare gesellschaftliche Klasse, die trotz oder aufgrund all ihrer Privilegiertheit, ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten komplett handlungsunfähig ist.
    TEAM
    Regie: Claudia Bauer
    Bühne: Andreas Auerbach
    Kostüme: Vanessa Rust
    Musik: Alexandra Holtsch, Hubert Wild
    Video: Jan Isaak Voges
    Dramaturgie: Katja Herlemann
    Licht: Marcel Heyde
    MIT
    Torsten Flassig, Anna Kubin, Sebastian Kuschmann, Katharina Linder, Julia Preuß, Arash Nayebbandi, Lotte Schubert, Andreas Vögler, Hubert Wild
    PREMIERE 20. Januar 2024, Schauspielhaus
    In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    13 min
  • Vorgehört: »Sonne/Luft« von Elfriede Jelinek / Regie: Lilja Rupprecht
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Katrin Spira und Dramaturgieassistentin Jana Fritzsche sprechen über »Sonne/Luft«.
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    Die Sonne hat genug von der Erde und den Menschen, die sie so lange zugrunde gerichtet haben: »Dieser lächerliche Fettklops voll Klopapier, Dreck, Schaum und Abschaum«. Die Sonne lacht, sie brennt, sie verbrennt die Felder, sie lässt den Meeresspiegel steigen, Fluten heraufkommen und sie weiß, dass das Ende des Menschen sowieso gekommen ist, auch wenn die Menschen noch versuchen, sich am Strand aufzuhalten und es sich in der Sonne, trotz aller Besorgnisse um die Zukunft, schön machen. Der Mensch hat zu lange versucht in all seiner Hybris sich die Natur zu eigen zu machen. Dass diese Zeit vorbei sein wird, darüber freut sich auch die Luft.
    Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hat mit »Sonne/Luft« einen vielstimmigen, gleichermaßen heiteren wie gnadenlosen Text über den Klimakollaps geschrieben, ohne es explizit werden zu lassen. Regisseurin Lilja Rupprecht wird in ihrer Inszenierung dieser Vielstimmigkeit auf die Spur gehen und untersuchen, wieviel echte Natur uns überhaupt noch umgibt, bzw. wie sehr wir es uns in der Kulissenhaftigkeit unseres Daseins eingerichtet haben.
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    TEAM
    Regie: Lilja Rupprecht
    Bühne: Christina Schmitt
    Kostüme: Annelies Vanlaere
    Musik: Philipp Rohmer
    Video: Moritz Grewenig
    Dramaturgie: Katrin Spira
    Licht: Frank Kraus
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    MIT
    Christina Geiße, Manja Kuhl, Annie Nowak, Sebastian Reiß und
    Philipp Rohmer (Live-Musik)
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    PREMIERE 01. Dezember 2023, Kammerspiele
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    In unserer Stückeinführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    11 min
  • Vorgehört: »Dracula« von Johanna Wehner nach Bram Stoker / Regie: Johanna Wehner
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Katja Herlemann und Regisseurin Johanna Wehner sprechen über »Dracula«
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    Graf Dracula, der wohl bekannteste Vampir der Kulturgeschichte und Synonym für das Böse schlechthin, wurde 1897 von dem irischen Schriftsteller Bram Stoker erfunden und ist bis heute Protagonist unzähliger Geschichten in Filmen, Büchern, Serien.
    Bram Stokers Roman »Dracula« ist montiert aus Briefen, Telegrammen, Zeitungsartikeln und Tagebucheinträgen der handelnden Figuren: Jonathan Harker, ein junger englischer Anwalt, reist nach Transsylvanien, um mit einem alten Grafen Immobiliengeschäfte zu tätigen. Seine Verlobte Mina besucht derweil ihre Freundin Lucy Westenra im beschaulichen englischen Küstenstädtchen Whitby. Jonathan Harker muss bald erkennen, dass er auf Draculas Schloss gefangen ist. Während ihm nur knapp die Flucht gelingt, reist Dracula per Schiff nach England um dort sein Unwesen zu treiben. Nachdem Lucy ihm zum Opfer gefallen ist, organisieren sich ihre Freunde und Verehrer, um den Vampir unschädlich zu machen. Angeführt von dem Wissenschaftler Van Helsing verfolgen sie Graf Draula auf seiner Flucht zurück in die Heimat.
    Johanna Wehner, bekannt für ihre aufwendig komponierten Textfassungen, inszeniert »Dracula« als Studie einer Gesellschaft, die fanatisch eine äußere Bedrohung abwehrt, welche es auf ihre wohlgeordnete Welt abgesehen zu haben scheint. Mit der Identifizierung eines monströsen Anderen radikalisieren sich ihre Mitglieder, um das vermeintlich Gute und Eigene zu schützen.
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    TEAM
    Regie: Johanna Wehner
    Bühne: Benjamin Schönecker
    Kostüme: Ellen Hofmann
    Musik: Vera Mohrs, Kostia Rapoport
    Dramaturgie: Katja Herlemann
    Licht: Ellen Jaeger
    .
    MIT
    Christoph Bornmüller, Caroline Dietrich, Heidi Ecks, Judith Florence Ehrhardt, Stefan Graf, Arash Nayebbandi, Matthias Redlhammer
    PREMIERE 27. Oktober 2023, Schauspielhaus
    In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    22 min
  • Vorgehört: »Mascha K. (Tourist Status)« von Anja Hilling / Regie: Christina Tscharyiski
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturg Lukas Schmelmer und Regisseurin Christina Tscharyiski sprechen über »Mascha K. (Tourist Status)«
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    »Ich glaube nicht, dass wir hier je zur Ruhe kommen«, schrieb die Dichterin Mascha Kaléko 1941 in ihr Tagebuch. Die jüdische Dichterin erlebt ein paar leuchtende Jahre in Berlin, in denen sie sich zu einer Ikone der »Neuen Sachlichkeit« aufschwang. Doch die Terrorherrschaft der Nationalsozialist:innen zwang sie schließlich in die Emigration. Zusammen mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn landet Kaléko in New York, eingepfercht in einer zu kleinen Wohnung und der Möglichkeit beraubt, ihrer künstlerischen Tätigkeit nachzugehen. Später wird ein kurzes Comeback sie zurückführen in das Land der Täter:innen. Doch das Berlin, in dem sie ihre Erfolge feierte, existiert nicht mehr. Es treibt sie weiter nach Israel. Doch auch hier findet sie keine Ruhe.
    Das Leben und Werk von Mascha Kaléko sind Ausgangspunkt für ein neues Stück von Anja Hilling. Entstanden ist die eindrucksvolle Begegnung zweier Dichterinnen, zweier Sprachen – mitten in der Gegenwart. Das Stück erzählt von einem Leben, in dem das einzige Verweilen in der Bewegung liegt, von Versuchen, Familien zu gründen, in der Kunst, in der Konvention, in der Liebe. In der Inszenierung von Christina Tscharyiski verbindet sich die poetische Sprache des Stücks mit einer treibenden Musikalität zu einer Reise durch Raum und Zeit.
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    TEAM
    Regie: Christina Tscharyiski
    Bühne: Devin McDonough
    Kostüme: Miriam Draxl
    Musik: Thorsten Drücker
    Dramaturgie: Lukas Schmelmer
    Licht: Jan Walther
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    MIT
    Lotte Schubert, Melanie Straub, Anna Kubin, Sebastian Reiß, Sebastian Kuschmann, Thorsten Drücker
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    URAUFFÜHRUNG 22. September 2023, Kammerspiele
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    In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    9 min
  • Vorgehört: »Der Geizige« von Molière / Regie: Mateja Koležnik
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Sabrina Zwach spricht mit Regisseurin Mateja Koležnik, Sounddesigner Bert Wrede und Dolmetscherin Anja Wutej über die Inszenierung, die Bedeutung des Bühnenbildes und die Musik in »Der Geizige«.
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    1668 wurde Molières Komödie im Théâtre du Palais uraufgeführt. 355 Jahre später inszeniert die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik den noch immer hochaktuellen Stoff in der Bankenstadt Frankfurt. Es geht um nichts weniger als um Geiz.
    »Der Geizige«, so wie wir die 5-aktige Komödie von Molière kennen, geht in wesentlichen Anteilen auf die sogenannte Goldtopf-Komödie des römischen Dichters Plautus zurück. Über Plautus ist wenig bekannt, außer dass er 184 v. Chr. bereits verstarb. Angeblich soll er seine Komödien als sogenannter Mühlensklave geschrieben haben, denn tatsächlich verdingte er sich bei einem Müller als Sklave, nachdem er sein gesamtes Vermögen, das er an der Bühne verdiente, durch Spekulationsgeschäfte wieder verloren hatte. Klingt modern!
    Angeblich war Plautus Schauspieler, angeblich auch ein Komödiant. Er war kein Schreibtischdichter, sondern hat, von der Bühne inspiriert, aus der Theaterpraxis heraus geschrieben. Auch Molière – eigentlich Jean-Baptiste Poquelin – hat als Schauspieler zum Autorendasein gefunden. 1668, in den letzten Jahren seiner langen Karriere, hat er »L’Avare« (Der Geizige) als Prosakomödie geschrieben, in der er den Typ des reich gewordenen, aber geizig gebliebenen Bürgers karikiert, der seine lebensfroheren und konsumfreudigeren Kinder mit seinem Geiz erstickt. Während Molière eine aberwitzig verwickelte Komödie über das Thema Geiz schreibt, wird Koležnik die menschliche Verfehlung darin suchen und finden.
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    TEAM
    Regie: Mateja Koležnik
    Bühne: Olaf Altmann
    Kostüme: Ana Savić-Gecan
    Musik: Bert Wrede
    Dramaturgie: Sabrina Zwach
    Choreografie: Matija Ferlin, Magdalena Reiter
    Dolmetscherin: Anja Wutej
    Licht: Marcel Heyde
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    MIT
    Peter Schröder, Torsten Flassig, Sarah Grunert, Jannik Mühlenweg, Tanja Merlin Graf, Uwe Zerwer, Katharina Linder, Andreas Vögler, Wolfgang Vogler, Michael Schütz, Max Böttcher, Yannick Sturm
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    PREMIERE 21. September 2023, Schauspielhaus
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    In unserer Stückeinführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    20 min
  • Vorgehört: »Orlando - Eine Biografie« nach Virginia Woolf / Regie: Anselm Weber und Katrin Spira
    VORGEHÖRT – Der Stückeinführungspodcast des Schauspiel Frankfurt
    Dramaturgin Katrin Spira gibt einen Einblick in die Biografie Virginia Woolfs, den Inhalt des Romans und die Inszenierung.
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    Von der Mannwerdung zur Frauwerdung – Orlando, ein junger, englischer Lord, wird Geliebter der Königin Elizabeth I., geht als Gesandter an den Hof des Sultans in Konstantinopel und verwandelt sich dort über Nacht in eine Frau. Über 400 Jahre hinweg, vom 16. Jahrhundert bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert, durchstreift Orlando die Zeit. Aus dem unbeholfenen Dichter wird schließlich eine erfolgreiche, alleinerziehende, autofahrende Schriftstellerin. Virginia Woolf, selbst zwischen den Welten wandelnd, hat diese »Biografie« 1928 ihrer Geliebten Victoria Sackville-West gewidmet. Mit Witz demontiert Woolf darin scheinbar Unverrückbares: Stand, Status, Geschlecht und Macht. Der fluide Wechsel zwischen den Geschlechtern birgt für Woolf nicht etwa die Identitätskrise, sondern die größtmögliche Freiheit.
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    TEAM
    Regie: Anselm Weber, Katrin Spira
    Kostüme: Cosima Wanda Winter
    Musikalische Einrichtung: Christina Lutz
    Komposition: Clara Pazzini
    Choreografie: Zoë Knights
    Dramaturgie: Katrin Spira
    Licht: Frank Kraus
    .
    BESETZUNG
    Angelika Bartsch, Sonja Beißwenger, André Meyer, Annie Nowak, Mark Tumba, Rokhaya Müller
    .
    PREMIERE 24. September 2023, Schauspielhaus
    .
    In unserem Stückeinführungspodcast »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    9 min
  • Vorgehört: »Das Tove-Projekt« nach Tove Ditlevsen von Joanna Bednarczyk / Regie: Ewelina Marciniak
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Katja Herlemann spricht mit Dramaturgin Joanna Bednarczyk, die die Bühnenfassung des Stücks erstellt hat, und Schauspielerin Sarah Grunert über »Das Tove-Projekt«
    »Ein Mädchen kann nicht Dichterin werden«, sagt der Vater zu der jungen Tove im Kopenhagener Arbeitermilieu der 1930er Jahre. Auch wenn diese Frau nie in die literarischen Kreise ihrer Zeit passte, so erarbeitete sie sich dennoch bereits in jungen Jahren Ruhm als Schriftstellerin. Tove Ditlevsen hat mit ihrer sezierenden Prosa die Fähigkeitgehabt, einer widrigen Wirklichkeit standzuhalten. Im Leben, und wenn nicht im Leben, dann in der Literatur. Mit schmerzlicher Offenheit bildet Ditlevsen den Kampf um künstlerischere Autonomie und eine Identität als Künstlerin, Frau und Mutter in ihren autofiktionalen Texten ab. In Dänemark eine der bekanntesten nationalen Autorinnen, wurde sie erst vor kurzem von der Weltliteratur (wieder)entdeckt. Die Stückfassung für das Schauspiel Frankfurt von Joanna Bednarczyk speist sich aus den neu ins Deutsche übertragenen Werken Tove Ditlevsens: Die »Kopenhagen-Trilogie«, Tove Ditlevsens zentrales Werk und Erzählung ihres Lebens, und der Roman »Gesichter«, in dem die Autorin die Wahrnehmungsverschiebungen einer Psychose mit großer Expressivität erfahrbar macht.
    Die polnische Regisseurin Ewelina Marciniak entwirft in ihrer ersten Arbeit am Schauspiel Frankfurt einen epischen Schauspielabend über die Frage nach weiblicher Souveränität und Künstlerinnenschaft. Die Erforschung von weiblichen Perspektiven in der männerdominierten Welt des Theaters ist der Regisseurin ein zentrales Anliegen.
    TEAM
    Regie / Bühne: Ewelina Marciniak
    Bühne: Grzegorz Layer
    Kostüme: Julia Kornacka
    Musik: Jan Duszynski
    Lichtdesign: Aleksandr Prowaliński
    Licht: Marcel Heyde
    Choreografie: Dominika Wiak
    Dramaturgie: Katja Herlemann, Joanna Bednarczyk
    BESETZUNG
    Sarah Grunert, Katharina Linder, Uwe Zerwer, Anabel Möbius, Stefan Graf, Caroline Dietrich, Andreas Vögler, Sebastian Kuschmann, Livia Newzella / Rebeka Turré
    Premiere 02. Juni, Schauspielhaus
    20 min
  • Vorgehört: »Das Tove-Projekt« nach Tove Ditlevsen von Joanna Bednarczyk / Regie: Ewelina Marciniak
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Katja Herlemann spricht mit Dramaturgin Joanna Bednarczyk, die die Bühnenfassung des Stücks erstellt hat, und Schauspielerin Sarah Grunert über »Das Tove-Projekt«
    »Ein Mädchen kann nicht Dichterin werden«, sagt der Vater zu der jungen Tove im Kopenhagener Arbeitermilieu der 1930er Jahre. Auch wenn diese Frau nie in die literarischen Kreise ihrer Zeit passte, so erarbeitete sie sich dennoch bereits in jungen Jahren Ruhm als Schriftstellerin. Tove Ditlevsen hat mit ihrer sezierenden Prosa die Fähigkeitgehabt, einer widrigen Wirklichkeit standzuhalten. Im Leben, und wenn nicht im Leben, dann in der Literatur. Mit schmerzlicher Offenheit bildet Ditlevsen den Kampf um künstlerischere Autonomie und eine Identität als Künstlerin, Frau und Mutter in ihren autofiktionalen Texten ab. In Dänemark eine der bekanntesten nationalen Autorinnen, wurde sie erst vor kurzem von der Weltliteratur (wieder)entdeckt. Die Stückfassung für das Schauspiel Frankfurt von Joanna Bednarczyk speist sich aus den neu ins Deutsche übertragenen Werken Tove Ditlevsens: Die »Kopenhagen-Trilogie«, Tove Ditlevsens zentrales Werk und Erzählung ihres Lebens, und der Roman »Gesichter«, in dem die Autorin die Wahrnehmungsverschiebungen einer Psychose mit großer Expressivität erfahrbar macht.
    Die polnische Regisseurin Ewelina Marciniak entwirft in ihrer ersten Arbeit am Schauspiel Frankfurt einen epischen Schauspielabend über die Frage nach weiblicher Souveränität und Künstlerinnenschaft. Die Erforschung von weiblichen Perspektiven in der männerdominierten Welt des Theaters ist der Regisseurin ein zentrales Anliegen.
    TEAM
    Regie / Bühne: Ewelina Marciniak
    Bühne: Grzegorz Layer
    Kostüme: Julia Kornacka
    Musik: Jan Duszynski
    Lichtdesign: Aleksandr Prowaliński
    Licht: Marcel Heyde
    Choreografie: Dominika Wiak
    Dramaturgie: Katja Herlemann, Joanna Bednarczyk
    BESETZUNG
    Sarah Grunert, Katharina Linder, Uwe Zerwer, Anabel Möbius, Stefan Graf, Caroline Dietrich, Andreas Vögler, Sebastian Kuschmann, Livia Newzella / Rebeka Turré
    Premiere 02. Juni, Schauspielhaus
    20 min

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