Schauspiel Frankfurt

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Schauspiel Frankfurt episodes

  • Vorgehört: »Macbeth« von William Shakespeare / Regie: Timofej Kuljabin
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Julia Weinreich spricht mit Regisseur Timofej Kuljabin und Dramaturgin Olga Fedyanina über »Macbeth«
    Macbeth kann König werden, also muss er es werden. Für König Duncan hat Macbeth auf dem Kriegsfeld zuvor den Than von Cawdor und die Norweger besiegt. Einer Prophezeiung zufolge soll er nun selbst den Staat anführen. Seine Tyrannenherrschaft beginnt mit dem Mord an König Duncan. Um seine Macht zu festigen, verfolgt er mit seiner skrupellosen Frau Lady Macbeth einen mörderischen Plan. Plagen ihn Schuldgefühle, Angstzustände und Schlaflosigkeit, richtet ihn Lady Macbeth nach allen Registern erfolgreicher Manipulationsstrategien wieder auf. Es folgt Mord auf Mord, bis die Blutspur in den eigenen Tod von Macbeth mündet und der »europäische Nihilismus seine Geburtsstunde erlebt«, so der Schweizer Germanist Peter von Matt.
    Shakespeares Tragödie ist der Urstoff aller Thriller, Macbeth und Lady Macbeth das blutrünstigste Killerliebespaar der Literaturgeschichte. Ist das genuin Böse in den auf Gewalt begründeten Machtstrukturen in einer Gesellschaft latent vorhanden? Wieviel Macbeth und Lady Macbeth steckt in uns selbst? Wie weit gehen wir in unserem Ehrgeiz um Macht und Anerkennung? Der renommierte russische Regisseur Timofej Kuljabin, der für seine präzise psychologische Figurenzeichnung bekannt ist, geht diesen Fragen nach.
    TEAM
    Regie: Timofej Kuljabin
    Bühne: Oleg Golovko
    Kostüme: Vlada Pomirkovannaja
    Musik/ Sounddesign: Timofej Pastukhov
    Koordination und Assistenz: Rustam Akhmedshin
    Dramaturgie: Olga Fedyanina, Julia Weinreich
    Licht: Marcel Heyde
    BESETZUNG
    Moritz Kienemann, Lotte Schubert, Peter Schröder, Torsten Flassig, Anna Kubin, Mark Tumba, Sebastian Reiß, Michael Schütz, Miguel Klein Medina, Marie Julie Bretschneider
    Premiere 14. April, Schauspielhaus
    28 min
  • Vorgehört: »Mein Lieblingstier heißt Winter« nach Ferdinand Schmalz / Regie: Rieke Süßkow
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Katja Herlemann spricht mit Autor Ferdinand Schmalz und Regisseurin Rieke Süßkow über »Mein Lieblingstier heißt Winter«
    Der Wiener Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht soll einem makabren Wunsch nachkommen. Sein Kunde Doktor Schauer ist fest entschlossen, sich zum Sterben in eine Tiefkühltruhe zu legen. Er beauftragt Franz Schlicht, den gefrorenen Körper auf eine Lichtung zu verfrachten. Zum vereinbarten Zeitpunkt ist die Tiefkühltruhe jedoch leer, und Schlicht begibt sich auf eine höchst ungewöhnliche Suche nach der Person oder Leiche. Dabei kreuzen die Tatortreinigerin Schimmelteufel, ein Ingenieur, der sich selbst eingemauert hat, und ein Ministerialrat, der Nazi-Weihnachtsschmuck sammelt, seinen Weg durch die von Sommerhitze gequälte Stadt und ihre gesellschaftlichen Milieus. Nichts weniger als einige fundamentale Erkenntnisse über die Verhältnismäßigkeit von Leben und Tod gewinnt Schlicht auf seiner selbstauferlegten Mission.
    Mit dieser Uraufführung kommt nach »jedermann (stirbt)« wieder ein Stoff des Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz am Schauspiel Frankfurt auf die Bühne. Der Autor nimmt uns in seinem Debütroman mit auf eine abgründige Tour im Stile eines melancholischen österreichischen Krimis, skurril, intelligent und mit der aus seinen Theaterstücken bekannten Sensibilität für Sprache und Form.
    TEAM
    Regie: Rieke Süßkow
    Bühne: Marlene Lockemann
    Kostüme: Sabrina Bosshard
    Dramaturgie: Katja Herlemann
    Licht: Johannes Richter
    Sound Design und Komposition: Max Windisch-Spoerk
    BESETZUNG
    Christina Geiße, Tanja Merlin Graf, Stefan Graf, Katharina Linder, Anabel Möbius, Melanie Straub, Wolfgang Vogler
    Uraufführung 26. März 2023, Kammerspiele
    15 min
  • Vorgehört: »Traumnovelle« nach Arthur Schnitzler / Regie: Sebastian Hartmann
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Katrin Spira spricht mit Regisseur Sebastian Hartmann über die Inszenierung »Traumnovelle«
    »Kein Traum ist völlig Traum«, räumt der Wiener Arzt Fridolin seiner Frau Albertine gegenüber ein. Hinter dem Paar liegt einerseits das eheliche Versprechen, sich treu zu sein – und andererseits eineinhalb Tage und Nächte voller realer und surrealer, in jedem Falle aber: rauschhafter Abenteuer. Fridolin hat in einem Schloss an einer Festgesellschaft teilgenommen und wurde auf unangenehme Weise enttarnt. Seine Frau Albertine legt ihre »Tarnung« als treue Ehefrau ab und berichtet ihrem Mann von sexuellen Begierden mit anderen Männern.
    Arthur Schnitzler, selbst promovierter Arzt, ist einer der prominentesten Vertreter der Wiener Moderne. »Traumnovelle« erschien 1926 und schafft es bis heute, anhand einer scheinbar »kleinen Begebenheit« menschliche Triebe und Abgründe auf den Plan zu rufen. Der Text richtet den Blick ins Unbewusste und bricht mit der Verquickung von Traum und Wirklichkeit die persönlichen Sicherheiten auf. »Ich ahne, dass die Wirklichkeit einer Nacht, ja dass nicht einmal die eines ganzen Menschenlebens auch seine innerste Wahrheit bedeutet«, sagt Fridolin. Es bleibt die Verunsicherung, die das Menschliche ausmacht. Sigmund Freud schrieb 1922 an Schnitzler: »So habe ich den Eindruck gewonnen, dass Sie durch Intuition – eigentlich aber infolge feiner Selbstwahrnehmung – alles das wissen, was ich in mühseliger Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe.«
    TEAM
    Regie und Bühne: Sebastian Hartmann
    Kostüme: Adriana Braga Peretzki
    Video: Tilo Baumgärtel
    Dramaturgie: Katrin Spira
    Lichtdesign: Lothar Baumgarte
    BESETZUNG
    Caroline Dietrich, Heidi Ecks, Christian Kuchenbuch, Manja Kuhl, Sebastian Kuschmann, Annie Nowak, Christoph Pütthoff, Matthias Redlhammer, Holger Stockhaus
    Premiere 04. März 2023, Schauspielhaus
    18 min
  • Vorgehört: »Traumnovelle« nach Arthur Schnitzler / Regie: Sebastian Hartmann
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Katrin Spira spricht mit Regisseur Sebastian Hartmann über die Inszenierung »Traumnovelle«
    »Kein Traum ist völlig Traum«, räumt der Wiener Arzt Fridolin seiner Frau Albertine gegenüber ein. Hinter dem Paar liegt einerseits das eheliche Versprechen, sich treu zu sein – und andererseits eineinhalb Tage und Nächte voller realer und surrealer, in jedem Falle aber: rauschhafter Abenteuer. Fridolin hat in einem Schloss an einer Festgesellschaft teilgenommen und wurde auf unangenehme Weise enttarnt. Seine Frau Albertine legt ihre »Tarnung« als treue Ehefrau ab und berichtet ihrem Mann von sexuellen Begierden mit anderen Männern.
    Arthur Schnitzler, selbst promovierter Arzt, ist einer der prominentesten Vertreter der Wiener Moderne. »Traumnovelle« erschien 1926 und schafft es bis heute, anhand einer scheinbar »kleinen Begebenheit« menschliche Triebe und Abgründe auf den Plan zu rufen. Der Text richtet den Blick ins Unbewusste und bricht mit der Verquickung von Traum und Wirklichkeit die persönlichen Sicherheiten auf. »Ich ahne, dass die Wirklichkeit einer Nacht, ja dass nicht einmal die eines ganzen Menschenlebens auch seine innerste Wahrheit bedeutet«, sagt Fridolin. Es bleibt die Verunsicherung, die das Menschliche ausmacht. Sigmund Freud schrieb 1922 an Schnitzler: »So habe ich den Eindruck gewonnen, dass Sie durch Intuition – eigentlich aber infolge feiner Selbstwahrnehmung – alles das wissen, was ich in mühseliger Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe.«
    TEAM
    Regie und Bühne: Sebastian Hartmann
    Kostüme: Adriana Braga Peretzki
    Video: Tilo Baumgärtel
    Dramaturgie: Katrin Spira
    Lichtdesign: Lothar Baumgarte
    BESETZUNG
    Caroline Dietrich, Heidi Ecks, Christian Kuchenbuch, Manja Kuhl, Sebastian Kuschmann, Annie Nowak, Christoph Pütthoff, Matthias Redlhammer, Holger Stockhaus
    Premiere 04. März 2023, Schauspielhaus
    19 min
  • Vorgehört: »10 Odd Emotions« / Konzept und Regie: Saar Magal
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturg Alexander Leiffheidt und Produktionsleiterin Mette Windberg Baarup sprechen mit Choreografin Saar Magal und Musiker Omer Klein über »10 Odd Emotions«, eine Koproduktion mit der Dresden Frankfurt Dance Company
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    Wie lassen sich die Gewaltformen des Antisemitismus, des Rassismus und der Kolonialisierung als miteinander verknüpfte und historisch voneinander abhängige Phänomene verstehen, ohne dabei in Relativierungen zu verfallen? Wie sprechen wir über Erinnerung und historische Verantwortung, und wie über die teils widerstreitenden, »sonderbaren« Emotionen, die beide hervorrufen? Wie entsteht der »fremde Körper«, das Ausgestoßene, Unterdrückte, aus der Mitte eines vermeintlichen »Wir«?
    In dieser einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem Schauspiel Frankfurt und der Dresden Frankfurt Dance Company treten Schauspieler:innen aus dem Ensemble zusammen mit Tänzer:innen und freien Performer:innen auf die Bühne. Die israelische Choreografin Saar Magal entwickelt auf der Grundlage gemeinsamer Recherchen und Improvisationen ein Stück des zeitgenössischen Physical Theatre, das sich mit der Gegenwart und Genealogie von antisemitischer und rassistischer Gewalt in Deutschland auseinandersetzt und dabei Sprache, Musik, Körper und Bilder zum Tanzen bringt.
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    TEAM
    Konzept und Regie: Saar Magal
    Choreografie: Saar Magal, in Zusammenarbeit mit dem Ensemble
    Musik: Omer Klein
    Bühne: Magdalena Gut
    Kostüme: Slavna Martinovic
    Probenleitung Choreografie: Niv Marinberg
    Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
    Licht: Frank Kraus
    Video: Natan Berkowicz, Macin Kosakowski
    tanzdramaturgische Beratung: Julia Kraus
    Bühnenbildentwurf: Eva Veronica Born
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    BESETZUNG
    Sarah Grunert, Todd Baker, Adaya Berkovich, Felix Berning, Kevin Beyer, Bat El Dotan, Roberta Inghilterra, Clay Koonar, Barbora Kubátová, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Andreas Vögler, Isaiah Wilson, Paul Wolff-Plotegg
    Omer Klein, Silvan Strauss (Live-Musik)
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    Premiere 21. Januar 2023, Schauspielhaus
    27 min
  • Vorgehört: »Life is but a dream« nach »Onkelchens Traum« / Regie: Barbara Bürk
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturgin Julia Weinreich spricht mit Regisseurin Barbara Bürk über die Inszenierung »Life is but a dream«
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    Die kleine Stadt Mordasov ist in heller Aufregung: Prinz K., ein wohlhabender Gutsbesitzer, kehrt zurück. Maria Alexandrovna Moskalyova, einflussreiche und furchterregende Intrigantin, will, dass Prinz K. ihre Tochter Zina ehelicht. Dumm nur, dass es noch andere rivalisierende Heiratsvermittler:innen gibt und Zina ihren ganz eigenen Kopf hat. Als Fürst K. nach turbulenten Ereignissen stirbt, fühlt sich keiner schuldig, obwohl alle mitverantwortlich sind für seinen Tod.
    Schein ist Sein in Dostojewskis »Onkelchens Traum« von 1859. Der russische Literaturwissenschaftler und Kunsttheoretiker Michail Bachtin hat den Weltzustand in Dostojewskis Werk als »Karnevalisierung« bezeichnet. Die Karnevalszeit als berechtigter Tabubruch von festen Verhaltensmustern kann ein wichtiges Ventil in einer Gesellschaft sein: Nur was, wenn der Karneval nicht mehr endet? Was, wenn das Dionysische über alle Vernunft regiert? Was, wenn eine Gesellschaft, die sich dauerhaft der Verstellung verpflichtet, vom Größenwahn gelenkt, den eigenen Tod abschaffen will?
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    TEAM
    Regie: Barbara Bürk
    Bühne und Kostüme: Anke Grot
    Musik: Markus Reschtnefki
    Dramaturgie: Julia Weinreich
    Licht: Ellen Jaeger
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    BESETZUNG
    Anna Böger, Torsten Flassig, Christina Geiße, Michael Schütz, Melanie Straub, Wolfgang Vogler, Uwe Zerwer, Markus Reschtnefki (Live-Musik)
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    Premiere 20. Januar 2023, Kammerspiele
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    In unserer Audio-Einführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    11 min
  • Vorgehört: »Der kleine Snack« / Text und Regie: Nele Stuhler und Jan Koslowski
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturg Lukas Schmelmer spricht mit Nele Stuhler und Jan Koslowski über die kulinarische Reise von »Der kleine Snack«.
    Nach »Der alte Schinken« und »1994 – Futuro al dente« vollenden »Stuhler/Koslowski« ihre Frankfurter Essens-Trilogie mit der Mahlzeit des spätkapitalistischen Zeitalters, dem kleinen Snack! Zwischenmahlzeiten lassen tief blicken, zum Beispiel in die ihnen zugehörige Region. Zwischen einer Handvoll Erdnüsse, Canapés, Jausen, Mezedes, Tapas und dem Mitternachtskebab hat sich das Snack-Angebot in unseren Breiten erfreulicherweise stark erweitert. Viele Snacks sind dazugekommen, einige passen nicht mehr in den Zeitgeist und wieder andere erfüllen neben der Nahrungsaufnahme mittlerweile andere Funktionen. Functional Food kann genauso identitätsstiftend sein wie spaltend, meint: Die Teilhabe an Wissen über gesundes bzw. »richtiges« Essen ist heutzutage (oder war es schon immer?) strukturell klassistisch.
    Und doch geht Liebe bekanntlich durch den Magen, und es gibt kaum etwas, was Menschen verlässlicher zusammenbringt, als die gemeinsam eingenommene Mahlzeit. Der rituelle Moment der Herdgemeinschaft trägt über Konflikte und Krisen hinweg, schafft neue Verbindungen und Zusammenhalt. Oder endet im Streit über Ernährungstrends, die immer auch das Menschenbild der eigenen Epoche spiegeln. Hast du noch irgendwas zum Snacken da?
    TEAM
    Regie: Nele Stuhler, Jan Koslowski
    Bühne: Chasper Bertschinger
    Kostüme: Svenja Gassen
    Choreografie: Brigitte Cuvelier
    Dramaturgie: Lukas Schmelmer
    Licht: Frank Kraus
    BESETZUNG
    Heidi Ecks, Anna Kubin, Lotte Schubert, Christoph Pütthoff, Mark Tumba
    Uraufführung 22. Dezember 2022, Kammerspiele
    In unserer Audio-Einführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    13 min
  • Vorgehört: »Unheim« / Text und Regie: Wilke Weermann
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturg Alexander Leiffheidt spricht mit Wilke Weermann, Johanna Stenzel und Constantin John über »Unheim«
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    Ira ist Ermittlerin für anormale Phänomene. Doch das Geschäft läuft miserabel. Denn Ira ist bio, und bio ist out: Anders als die meisten Menschen ihrer Welt trägt sie noch keine Implantate, die reale Wahrnehmungen mit virtuell erzeugten Wirklichkeiten überschreiben können. Auch in den Datenspeichern dieser alternativen Realitäten hinterlassen Verstorbene Spuren. Solche unheimlichen Vorkommnisse plagen die Bewohner des Prestigeprojektes »Arcadia«, in dem mehrere Mieter zugleich denselben realen Raum bewohnen, sich in ihren luxuriös ausgestatteten virtuellen Apartments aber niemals begegnen. Ira gibt ihre Vorbehalte auf, unterzieht sich der Implantation und beginnt, in »Arcadia« zu ermitteln. Aber irgendetwas stimmt nicht mit den Bewohnern. Irgendetwas stimmt ganz grundsätzlich nicht.
    Wilke Weermann spielt mit den dystopischen Zukunftsentwürfen der Unterhaltungsmedien und den Topoi der schwarzen Romantik. Dahinter steckt zentral eine drängende Frage: Was geht verloren in einer Welt, in der scheinbar alles immer nur besser wird? Mit dieser Arbeit stellt sich der junge Regisseur und Autor in Frankfurt vor.
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    TEAM
    Regie: Wilke Weermann
    Bühne und Kostüme: Johanna Stenzel
    Komposition und Sounddesign: Constantin John
    Pixel Art: Sophie Alicia Herrmann
    Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
    Licht: Johannes Richter
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    BESETZUNG
    Tanja Merlin Graf, Lea Beie, Torsten Flassig Michael Schütz, Wolfgang Vogler
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    Premiere 29. Oktober 2022, Schauspielhaus
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    In unserer Audio-Einführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    43 min
  • Vorgehört: »Die Schmutzigen Hände« von Jean-Paul Sartre / Regie: Lilja Rupprecht
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Die Dramaturginnen Julia Weinreich und Katrin Spira sprechen über »Die schmutzigen Hände« von Jean-Paul Sartre
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    Der junge Hugo ist auf der Suche – danach, etwas in seinem Leben zu bewirken, danach, mehr als die Rolle des bürgerlich-aufgeklärten jungen Mannes zu spielen. Diese Suche macht ihn zum Getriebenen. Er nimmt einen Auftragsmord an: Es geht darum, den Parteiführer der kommunistischen Bewegung, Hoederer, zu töten, der mit den konservativen Kräften verhandelt und als Verräter gilt. Gemeinsam mit seiner Frau Jessica zieht Hugo bei ihm ein. Als dessen Sekretär lernt er Hoederer als charismatischen Menschen kennen und beginnt, dessen Argumentation und Handeln nachzuvollziehen. Gleichzeitig rückt er von seinem Auftrag immer weiter ab. Erst als er vermutet, dass Hoederer und Jessica ein Verhältnis haben, bringt er diesen um. Zwei Jahre später wird er die Geschichte vor der Partei erzählen – und fordern, dass der Mord nicht aus Eifersucht, sondern aus politischen Motiven erfolgt ist.
    Sartres Stück wurde 1948 uraufgeführt und ist eine Abrechnung mit Ideologien jeder Art. Lilja Rupprecht legt mit ihrer Inszenierung die Widersprüchlichkeit des Textes frei und sucht nach der Komplexität der Suchbewegungen des Lebens. Entscheidet der Mensch über das Leben – und inwiefern bestimmt ihn eine einmal getroffene Entscheidung? Wie sehr muss man sich, wie Hoederer sagt, die Hände schmutzig machen – beziehungsweise gibt es »gutes« Handeln überhaupt?
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    TEAM
    Regie: Lilja Rupprecht
    Bühne: Anne Ehrlich
    Kostüme: Annelies Vanlaere
    Video: Moritz Grewenig
    Musik: Philipp Rohmer
    Dramaturgie: Katrin Spira
    Licht: Frank Kraus, Marcel Heyde
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    BESETZUNG
    Matthias Redlhammer, Fridolin Sandmeyer, Lea Ruckpaul, Manja Kuhl, Annie Nowak, Mark Tumba, Sebastian Kuschmann und Philipp Rohmer (Live-Musik), Miguel Graetzer (Live-Video)
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    Premiere 28. Oktober 2022, Schauspielhaus
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    In unserer Audio-Einführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    19 min
  • Vorgehört: »Ein Volksfeind« / Regie: Lily Sykes
    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück
    Dramaturg Alexander Leiffheidt spricht mit Regisseurin Lily Sykes
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    Was gut für die Wirtschaft ist, das ist auch gut für alle. Und »die Wirtschaft«, das ist in diesem kleinen Küstenort das neue Kurbad. Lokalzeitung, Hausbesitzer, Kurverwaltung und Aktionäre der Badeanstalt: Alle hoffen auf den Geldsegen, den die Wellness-Tourist:innen bald schon bringen werden. Doch dann häufen sich rätselhafte Krankheitsfälle im Ort. Der Kurarzt Thomas Stockmann findet heraus, dass das Wasser des Bades durch Industrieschlamm vergiftet wird. Jetzt hat er die Wahl: Ruiniert er seine Heimatstadt und macht den Skandal publik? Oder lässt er zu, dass sich alle vergiften? In Ibsens wohl politischstem Drama dient das Gift als Metapher für eine auf Lügen, Korruption und Gier gegründete Gesellschaft. Die »Wahrheit« ist hier immer perspektivisch, sie ist das Ergebnis eines Kampfes um Macht und Deutungshoheit. Lily Sykes betont in ihrer Inszenierung die Ambivalenz der unterschiedlichen Positionen und die absurde Komik eines Kampfes im Angesicht des Untergangs.
    .
    TEAM
    Regie: Lily Sykes
    Bühne: Thea Hoffmann-Axthelm
    Kostüme: Jelena Miletić
    Mitarbeit Kostüm: Ivana Kličković
    Musik: Fabian Kalker
    Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
    Licht: Ellen Jaeger
    .
    BESETZUNG
    Isaak Dentler, Tanja Merlin Graf, Caroline Dietrich, Uwe Zerwer, Oscar Olivo, Sebastian Reiß, André Meyer, Stefan Graf
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    Premiere 25. September 2022, Schauspielhaus
    .
    In unserer Audio-Einführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.
    34 min

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