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64 Prozent der Verschleppten überlebten die Überfahrt nicht: Iris Dermanns „Undienlichkeit“ zeigt, wie systematische Gewalt durch europäische Philosophie legitimiert wurde. Von Hobbes bis Marx – Denker, die wir als Grundpfeiler westlicher Zivilisation verehren, schufen die akademische Rechtfertigung für Sklaverei und Kolonialismus. Während die Mächtigen über „zivilisatorischen Fortschritt“ philosophierten, profitierten sie persönlich vom Sklavenhandel.
Aber es geht nicht nur um historische Aufarbeitung. Thomas Pikettys ökonomische Analyse beweist: Wenn Kapitalrendite dauerhaft größer ist als Wirtschaftswachstum, entstehen Oligarchien. Genau das erleben wir heute. David Graeber und David Wengrow zerstören den Mythos linearen Fortschritts – prähistorische Gesellschaften experimentierten bereits mit Demokratie und saisonalen Machtstrukturen. Der Club of Rome liefert mit „Earth for All“ konkrete Lösungsansätze für Klimakrise und soziale Ungleichheit. Doch diese Alternativen werden systematisch verschwiegen.
Patrick und Jens präsentieren fünf Bücher, die unser Verständnis von Geschichte, Gesellschaft und Zukunft radikal herausfordern. Von Omri Böhms „Radikalem Universalismus“ bis zu den verschütteten Widerstandsformen versklavter Menschen – hier geht es um die Wurzeln unseres Denkens und warum wir sie hinterfragen müssen.
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86 Prozent Wahrscheinlichkeit: Die Klimakrise wird das 1,5-Grad-Ziel in den nächsten fünf Jahren durchbrechen. Während Harvard als Symbol westlicher Wissenschaft gegen Trumps Anti-Wokeness-Kreuzzug kämpft, rutscht Europa nach rechts. Polen wählt den rechtsnationalen Karol Nawrocki zum Präsidenten – einen ehemaligen Boxer, der „Polen zuerst“ verspricht und enge Zusammenarbeit mit Trump sucht.
Doch was verbindet Harvards Kampf um 2 Milliarden Dollar Forschungsgelder mit Polens politischer Wende? Es ist derselbe reaktionäre Backlash gegen Aufklärung, Wissenschaft und Fortschritt. Trumps Heritage Foundation will das Bildungsministerium abschaffen, während gleichzeitig 600 Medizinforscher entlassen wurden. In Deutschland sorgt ein ACAB-Pulli für mehr Aufregung als die Tatsache, dass Wirtschaftsministerin Reiche aus der Gaslobby stammt und neue Gaskraftwerke plant – während Tornados, Hitzewellen und Gletscherabbrüche die Vorboten einer Klimahölle markieren.
Patrick und Jens analysieren, wie der globale Angriff auf Intellektualität und Wissenschaft mit der Klimakatastrophe zusammenhängt: Wenn Fakten zur Ideologie erklärt werden, stirbt die Grundlage rationaler Politik. Während sich Politiker über Meinungsfreiheit beklagen, brennt der Planet.
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Zwei Millionen Deutsche entlassen. Sozialsysteme abgebaut. Arbeitszeiten verlängert: Was nach dystopischer Zukunft klingt, ist das Programm der kommenden Regierung Merz. Doch wie konnte es soweit kommen? Während Millionen Menschen täglich zur Arbeit gehen – eine Milliarde Überstunden leisten – wird ihnen Faulheit vorgeworfen. Während sie Wohlstand erwirtschaften, sollen sie auf ihre Rente verzichten. Der Acht-Stunden-Tag? Den erkämpften sich Arbeiter 1891 im Buchdruckerstreik. Krankenentgelt? 114 Tage streikten Werftarbeiter 1957 dafür. Was heute selbstverständlich scheint, wurde über 200 Jahre lang blutig erkämpft – gegen Sozialistengesetze, Repression und Gewalt.
Von den ersten dokumentierten Streiks im alten Ägypten 1159 v. Chr. bis zum größten Generalstreik der deutschen Geschichte 1920: zwölf Millionen Menschen verteidigten damals die Demokratie gegen den Kapp-Putsch. Heute stehen diese Errungenschaften erneut zur Disposition. Patrick und Jens durchleuchten die fragilen Erfolge der Arbeiterbewegung – von den Anfängen der Industrialisierung über Bismarcks Sozialgesetze bis zu Schröders Agenda 2010. Sie zeigen: Wohlstand fällt nicht vom Himmel. Er wird erkämpft. Und er kann wieder genommen werden.
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10 bis 12 Millionen Menschen verschleppt, versklavt, entmenschlicht: Der transatlantische Sklavenhandel prägte vier Jahrhunderte amerikanischer Geschichte. Doch als Malcolm X am 19. Februar 1965 vor den Augen seiner Familie hingerichtet wird, ist die Sklaverei offiziell längst abgeschafft. Warum also stirbt der Mann, der einst als Malcolm Little geboren wurde, durch Kugeln seiner eigenen Brüder?
Die Antwort führt durch eine Spirale aus systematischer Unterdrückung, die nie wirklich endete. Von den Schiffsketten des 17. Jahrhunderts über Jim Crow bis zu FBI-Todesschwadronen: Amerika perfektionierte die Kunst, Menschen zu zerbrechen und gleichzeitig zu behaupten, sie seien frei. Malcolm X erkannte diese Lüge. Er durchschaute die Heuchelei einer Nation, die Schwarze in Vietnam sterben ließ, während sie zuhause als Bürger zweiter Klasse behandelt wurden. Seine Radikalität? Die Wahrheit aussprechen.
Heute, fast 60 Jahre später, streicht Donald Trump Black-Lives-Matter-Schriftzüge weg und erklärt Critical Race Theory zur Geisteskrankheit. Project 2025 will systematisch alles zerstören, was seit den Bürgerrechtsbewegungen erkämpft wurde. Patrick und Jens analysieren, wie aus Malcolm Xs Vermächtnis eine Blaupause für den Widerstand gegen den neuen amerikanischen Faschismus wird.
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Genie und Zerstörung: Ein Muster, das durch die Musikgeschichte zieht wie ein roter Faden. 900 Millionen Dollar Einspielergebnis bei „Bohemian Rhapsody“, acht Oscars für „Amadeus“ – Musikbiopics gehören zu den erfolgreichsten Filmen überhaupt. Doch warum faszinieren uns diese Geschichten von Brian Wilson, Joy Division oder Freddie Mercury so sehr?
Sind es die bombastischen Konzertszenen, die uns emotional überwältigen? Oder liegt es an einem dunkleren Muster: der romantisierten Verbindung zwischen außergewöhnlicher Begabung und persönlichem Leid? Von Miles Tellers blutigen Händen in „Whiplash“ bis zu Ian Curtis‘ tragischem Ende bei Joy Division – diese Filme erzählen immer wieder dieselbe Geschichte. Genie versus Selbstzerstörung. Talent versus Wahnsinn. Kunst versus Leben.
Besonders perfide wird es, wenn toxische Mentor-Figuren ins Spiel kommen: Der prügelnde Vater bei den Beach Boys, der sadistische Musiklehrer, der seine Schüler bis aufs Blut quält. Vermitteln diese Filme gefährliche Botschaften nach dem Motto „Ohne Leiden keine große Kunst“? Oder zeigen sie nur schonungslos die Realität kreativer Genies auf?
Patrick und Jens durchleuchten das Genre der Musikbiopics – von „Love and Mercy“ über „Control“ bis „The Doors“. Sie fragen: Warum glorifizieren wir die Selbstzerstörung unserer musikalischen Helden? Und was sagt das über unsere Gesellschaft aus?
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630 Abgeordnete im Bundestag. 316 Stimmen braucht es für die Kanzlerwahl. Friedrich Merz bekommt nur 310 – und schreibt Geschichte als erster Kandidat seit Jahrzehnten, der im ersten Anlauf scheitert. Während die Union hastig die Reihen schließt, feiert die AfD ihren „Kanzler der Herzen“ und wittert Morgenluft. Doch an diesem Tag passiert noch etwas Historisches: Der Verfassungsschutz stuft die gesamte AfD als „gesichert rechtsextremistisch“ ein.
Was bedeutet diese Zäsur wirklich? Während Medien weiter drei Rechtsextremisten fragen, was sie von ihrer Einstufung als Rechtsextremisten halten, normalisiert sich das Unfassbare. 50 Prozent mehr rechtsextreme Straftaten als im Vorjahr. Millionenfache Remigration auf Parteiplakaten. Drohungen gegen Verfassungsschützer mit SA-Vokabular. Und trotzdem kein Verbotsverfahren – aus Angst vor der „Opferrolle“ einer Partei, die sich sowieso permanent als Opfer inszeniert.
Patrick und Jens analysieren, wie eine Partei vom euroskeptischen Professorenverein zum politischen Arm des Rechtsextremismus wurde – und warum die wehrhafte Demokratie versagt, wenn sie am nötigsten wäre.
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249 Milliardäre leben in Deutschland – bei gleichzeitig 17,6 Millionen Menschen, die als armutsbetroffen gelten. Diese Zahlen allein entlarven bereits die grotesken Machtverhältnisse unserer Zeit: 0,0003 Prozent der Bevölkerung horten Vermögen jenseits der Vorstellungskraft, während ein Fünftel der Gesellschaft um das pure Überleben kämpft.
Doch es wird noch absurder: Im ZDF-Format „13 Fragen“ diskutieren Menschen, die selbst keine Milliardäre sind, warum es diese Überreichtümer geben sollte. Ihre Argumente? Milliardäre seien arm dran, ihr Geld stecke fest. Sie würden alle eine gerechtere Welt wollen. Konsumenten trügen die Schuld durch ihre Kaufentscheidungen. Internationale Kooperation sei nötig – weshalb man nichts tun könne.
Während Silicon Valley-Oligarchen wie Zuckerberg und Thiel bereits Bunker bauen und Navy Seals anheuern für den kommenden Kollaps, wird über „Habit Change“ und Philanthropie philosophiert. Als würden ein paar gespendete Millionen das strukturelle Problem lösen, dass diese Vermögenskonzentration unsere Demokratie zerfrisst.
Patrick und Jens zerlegen in diesem Reaction-Video nicht nur die hanebüchenen Argumente der Milliardärs-Verteidiger, sondern zeigen auch: Das Grundgesetz bietet alle Werkzeuge für eine gerechte Umverteilung. Die Frage ist nur, ob wir sie endlich nutzen.
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90 Billionen Euro jährlich fließen in fossile Energien – während Deutschland den ersten Fusionsreaktor der Welt verspricht. Eine absurde Rechnung: Realitätsverleugnung mit Mondlandungsrhetorik. Die schwarz-rote Koalition verkauft ihre fossile Kontinuitätspolitik als Klimaschutz. Windkraft wird „evaluiert“, Gaskraftwerke ausgebaut, das Heizungsgesetz abgeschafft. Technologieoffenheit als Chiffre für Entscheidungsschwäche.
Gleichzeitig zertrümmert die „soziale“ Koalition das letzte Netz: Totalsanktionen für Bürgergeldempfänger, automatisierte Entmenschlichung durch Algorithmus-Sachbearbeitung. Die SPD, einst zerrissen durch Hartz IV, vollzieht den endgültigen Verrat an ihrer Basis. Verfassungswidrige Totalentzüge? Egal – die Ärmsten werden zum Sündenbock für neoliberales Staatsversagen gemacht.
Von Drill Baby Drill bis zur industriellen Reservearmee: Diese Regierung bedient fossile Oligarchen und Armutsindustrie gleichermaßen. Während Friedrich Merz Windräder für hässlich erklärt und seine Privatjet-Klientel mit Regionalflughäfen beschenkt, sollen Dachdecker bis zum Tod arbeiten.
Patrick und Jens sezieren diesen Koalitionsvertrag als das, was er ist: Eine fossile Agenda der neoliberalen Fossilien. Vierzig verlorene Jahre für Klima und Gerechtigkeit – eingepackt in grüne Rhetorik.
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Markus Söder winkt den Koalitionsvertrag in Rekordgeschwindigkeit durch. Während der bayerische Foodblogger in Indien an Magenproblemen leidet, jubelt die CSU bereits über das Erreichte. Doch was steht wirklich in diesem 177-seitigen Dokument? Patrick und Jens haben jeden Satz analysiert.
Die Wirtschaftspolitik offenbart eine klare neoliberale Agenda: Steuersenkungen für Unternehmen, längere Arbeitszeiten als „freiwillige Anreize“ und die Schwächung parlamentarischer Kontrolle bei öffentlichen Aufträgen. Während ein Mindestlohn von 15 Euro versprochen wird, soll darüber eine Kommission entscheiden – wie so vieles andere auch. Die Migrationspolitik hingegen übertrifft selbst düsterste Erwartungen: Pushbacks werden legalisiert, Frontex gestärkt und freiwillige Aufnahmeprogramme komplett beendet. Sogar afghanische Ortskräfte der Bundeswehr werden fallen gelassen.
Was als „Deutschland entscheidet selbst“ verkauft wird, entpuppt sich als Infrastruktur der Unmenschlichkeit. Patrick und Jens zeigen, wie dieser Vertrag nicht nur rechtstaatliche Prinzipien untergräbt, sondern eine Spirale der Grausamkeit in Gang setzt. Von Korruptionslücken bis Mondmissionen – ein Dokument des Rückschritts ins Gestern.
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10.000 Euro für ein iPhone: Was ein komplett in den USA produziertes Smartphone kosten würde, zeigt die Absurdität von Trumps Zollpolitik. Während deutsche Verbraucher noch über Butterpreise klagen, droht den Amerikanern eine wirtschaftliche Katastrophe biblischen Ausmaßes. JP Morgan sieht eine 60-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine globale Rezession – verursacht durch einen Mann, der Zölle für das „schönste Wort der englischen Sprache“ hält.
Was als Handelspolitik verkauft wird, entpuppt sich als Mafia-Methode: Trump schlägt erst zu, dann will er verhandeln. 50 Länder stehen bereits Schlange und „küssen ihm den Arsch“, wie er selbst sagt. Doch hinter der Fassade des „America First“ verbirgt sich ein knallhartes Geschäft: Während amerikanische Verbraucher für alles das Doppelte zahlen werden, können Milliardäre in der kommenden Rezession günstig Assets aufkaufen. Ein iPhone aus chinesischer Produktion plus Zoll wird teurer als ein Gebrauchtwagen – aber hey, die Fossilindustrie bekommt ihre Abnehmer.
Patrick und Jens analysieren, wie aus Handelspolitik Erpressung wird, warum zwei Drittel aller amerikanischen Bienenvölker tot sind und weshalb Europa jetzt handeln muss – bevor der Kontinent zur Kolonie eines durchgedrehten Oligarchen-Regimes wird.
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