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Der Fachkräftemangel gehört seit Jahren zu den meistdiskutierten Themen in der Hotellerie. Wir sprechen über Mitarbeiterunterkünfte, neue Arbeitszeitmodelle, Employer Branding, Recruiting im Ausland und darüber, wie wir Menschen aus Drittstaaten schneller in unsere Betriebe bekommen. Was mich dabei zunehmend beschäftigt: Wir diskutieren sehr intensiv darüber, woher zusätzliche Arbeitskräfte kommen sollen. Deutlich weniger sprechen wir darüber, was passiert, wenn sie da sind.
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Stell dir vor, ein potenzieller Gast plant ein verlängertes Wochenende und fragt ChatGPT: „Ich suche ein ruhiges Wellnesshotel in Österreich, maximal drei Stunden von Wien entfernt, mit sehr guter Küche, nicht zu groß und idealerweise familiengeführt. Was kannst du mir empfehlen?“ Noch vor wenigen Jahren hätte dieser Gast wahrscheinlich bei Google gesucht, mehrere Websites geöffnet, Bewertungen gelesen, Angebote verglichen und sich Schritt für Schritt selbst eine Auswahl zusammengestellt. Heute übernimmt zunehmend die künstliche Intelligenz einen Teil dieser Vorauswahl. Statt zehn Links bekommt der Gast drei, vier oder fünf konkrete Empfehlungen – oftmals bereits inklusive einer kurzen Begründung, warum genau diese Hotels zu seinen Wünschen passen könnten.
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Das KI-Update zu den wichtigsten Themen der vergangenen Smart-Hotel-Key-Folgen. Gemeinsam mit Tina Brandstetter und Elfriede Krempl blickt Marco Riederer auf aktuelle Entwicklungen in der Hotellerie und zeigt auf, wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung ganz konkret dabei unterstützen können, Prozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und die Wirtschaftlichkeit von Hotelbetrieben zu verbessern.
In der zweiten Ausgabe von „Ertrag trifft KI“ geht es um die wirtschaftliche Seite des Ganzjahrestourismus. Ausgangspunkt ist die Frage, ob sich längere Öffnungszeiten und zusätzliche Saisonzeiten für Hotels tatsächlich rechnen – und was am Ende nach Abschreibungen, Zinsen und weiteren Kosten wirklich übrig bleibt.
Gemeinsam mit Elfriede Krempl und Tina Brandstetter blickt Marco Riederer deshalb tiefer in die Ergebnisrechnung unterschiedlicher Hotelkategorien. Während ein gut positionierter Vier-Sterne-Superior-Betrieb auch bei hoher Investitionsintensität attraktive Ergebnisse erzielen kann, zeigt sich vor allem im unteren Quartil der Vier-Sterne-Hotellerie ein deutlich schwierigeres Bild. Ein operativ zunächst noch akzeptabel wirkender GOP kann nach Zinsen, Abschreibungen, Pachten und weiteren Aufwendungen rasch zu wenig sein, um einen Betrieb langfristig wirtschaftlich abzusichern.
Spannend ist dabei auch der Blick auf die Drei-Sterne-Hotellerie: Eine geringere Komplexität, schlankere Strukturen und weniger kostenintensive Leistungsversprechen können wirtschaftlich durchaus von Vorteil sein. Die zentrale Erkenntnis lautet daher: Mehr Sterne, mehr Ausstattung und mehr Service führen nicht automatisch zu mehr Ertrag. Entscheidend ist, ob Produkt, Kostenstruktur, Preis und Nachfrage zusammenpassen.
Genau hier kommt Künstliche Intelligenz ins Spiel. An zwei konkreten Praxisbeispielen zeigen Tina Brandstetter und Elfriede Krempl, wie KI bereits heute Prozesse effizienter machen kann. Bei der Mitarbeiterbedarfs- und Dienstplanung konnten in einem Hotel rund zwölf Arbeitsstunden pro Woche eingespart werden. Ein zweites Beispiel betrifft das Onboarding neuer Mitarbeiter: Mithilfe einer individuell aufgebauten KI-gestützten Lernanwendung konnte der Einschulungsaufwand deutlich reduziert werden.
Die entscheidende Frage bleibt jedoch auch hier: Was passiert mit der eingesparten Zeit? Erst wenn frei werdende Kapazitäten genutzt werden, um tatsächlich Kosten zu reduzieren, Prozesse anders zu organisieren oder zusätzlichen Umsatz zu erzielen, wird aus einer Zeitersparnis auch ein wirtschaftlicher Effekt. Damit wird KI letztlich nicht nur zur Technologie-, sondern auch zur Führungsfrage.
Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Folge:
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In der Gastronomie wird viel über Umsatz gesprochen. Wie viele Gäste waren da? Wie hoch war der Tagesumsatz? Welche Gerichte wurden am häufigsten verkauft? Doch die entscheidende Frage liegt eine Ebene tiefer: Was bleibt davon tatsächlich übrig? Ein volles Restaurant, ein Bestseller auf der Speisekarte oder ein steigender Umsatz sagen für sich genommen noch wenig darüber aus, wie profitabel ein Betrieb wirklich arbeitet.
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Volle Zimmer, gute Nachfrage, steigende Umsätze… und trotzdem bleibt am Ende zu wenig Geld übrig. In der aktuellen Podcast-Folge behandeln wir, warum eine hohe Auslastung noch lange kein Beweis für einen wirtschaftlich gesunden Hotelbetrieb ist.
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Wenn wir uns die österreichische Ferienhotellerie ansehen, haben wir vielerorts nicht zu wenig Qualität. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Das Qualitätsniveau ist grundsätzlich eher hoch. Viele Betriebe haben zudem in den vergangenen Jahren massiv investiert und ihr Angebot laufend erweitert. Zimmer wurden größer und hochwertiger, Wellnessbereiche umfangreicher, die Kulinarik anspruchsvoller und das Freizeitangebot vielfältiger. Und genau darin liegt ein Problem: Wenn alle gut sind, reicht „gut“ nicht mehr zur Differenzierung.
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Boutique-Hotel, Designhotel, Lifestylehotel, Hideaway oder Adults-only-Hotel: Die Hotellerie ist erfinderisch, wenn es darum geht, einem Betrieb mit wenigen Worten ein bestimmtes Image zu verleihen. Kaum ein Begriff wird dabei so gerne verwendet wie „Boutique-Hotel“. Er klingt persönlich und hochwertig, verspricht Individualität, Atmosphäre und ein besonderes Erlebnis.
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300 Folgen Smart Hotel Key. Wenn mir jemand im Dezember 2020 gesagt hätte, dass ich von da an Woche für Woche eine neue Podcastfolge veröffentlichen werde, hätte ich das vermutlich selbst nicht geglaubt. Heute blicke ich vor allem mit großer Dankbarkeit zurück. Dankbarkeit gegenüber allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, die ihre Erfahrungen, ihr Wissen und oftmals auch sehr persönliche Einblicke mit uns geteilt haben. Gegenüber allen Menschen, die den Podcast hören, Beiträge weiterempfehlen, kommentieren oder mir Rückmeldungen schicken. Und gegenüber allen, die Smart Hotel Key in den vergangenen Jahren begleitet und mitentwickelt haben.
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Eine Betriebsübergabe zählt zu den bedeutendsten Entscheidungen im Leben einer Unternehmerfamilie. Gerade in der Hotellerie geht es dabei um weit mehr als die Übertragung von Eigentum oder Geschäftsanteilen. Es geht um Verantwortung, Vertrauen, Rollenverständnis und die Frage, wie sich über Generationen gewachsene Strukturen mit neuen Ideen verbinden lassen.
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Kaum ein Begriff prägt die aktuelle tourismuspolitische Diskussion so stark wie der Ganzjahrestourismus. Mit der neuen Tourismusstrategie Vision T hat Österreich das Ziel formuliert, den Tourismus stärker über das gesamte Jahr zu entwickeln und Wertschöpfung gleichmäßiger auf alle Jahreszeiten zu verteilen. Dahinter stehen nachvollziehbare Überlegungen: Saisonale Spitzen sollen abgeflacht, Arbeitsplätze verstetigt, die vorhandene Infrastruktur besser genutzt und Destinationen insgesamt resilienter werden. Es geht also längst nicht mehr nur darum, möglichst viele Nächtigungen zu erzielen, sondern Tourismus so zu gestalten, dass Betriebe, Mitarbeiter, Regionen und Gäste gleichermaßen davon profitieren.
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