SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers

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By Nils & Friederike Löwe: Software-Engineers, Entrepreneurs, Digital NativesSociety & CultureNewsTechnologyTech News
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SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers episodes

  • E87: Nachhaltigkeit & Digitalisierung – Wie hängt das konkret zusammen? – Beatriz Bilfinger (nachhaltig.digital)

    Beatriz Bilfinger arbeitet beim Baum e.V. und ist verantwortlich für das Projekt nachhaltig.digital. Das Projekt wurde 2018 gestartet, um Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand zu verbinden.

    Die Plattform zeigt Beispiele wie digitale Druckluftüberwachung in der Industrie oder digitale Zwillinge im Einzelhandel. Beide reduzieren Energieverbrauch und Retouren.

    Digitalisierung kann nachhaltiger werden durch längere Nutzung von Hardware, Ökostrom, nachhaltige Beschaffung und Adblocker. Auch E-Mails haben einen CO2-Footprint.

    Ziel ist es, Unternehmen mit konkreten, umsetzbaren Bausteinen zu unterstützen. Quellen wie Reset.org, Netzpolitik und Mittelstand 4.0 Zentren werden empfohlen.

    23 min
  • E86: Reduzieren sticht kompensieren – Wie können wir intelligent Heizkosten sparen? – Christoph Berger (Vilisto)

    Christoph Berger ist Gründer und Geschäftsführer von Vilisto. Das Unternehmen entwickelt intelligente Heizungsregler für Nichtwohngebäude wie Büros, Schulen und Verwaltungen.

    Die Regler messen Raumbelegung und passen die Heizung automatisch an. Dadurch sparen Kunden bis zu 32 Prozent Heizenergie und CO2-Emissionen. Die Daten stammen von Sensoren im Thermostat.

    Das Problem: In öffentlichen Gebäuden zahlen die Nutzer die Heizkosten nicht. Daher fehlt ihnen der Anreiz, zu sparen. Vilisto löst das durch automatisierte Regelung ohne Nutzerinteraktion.

    Die Lösung reduziert Rebound-Effekte, da der Heizbedarf nicht erhöht wird. Datenschutz wird durch Datenminimierung und keine Rückverfolgbarkeit gewährleistet. Die Technik unterstützt auch Energieaudits und Nachhaltigkeitsberichte.

    25 min
  • E85: Digitalisierung & Nachhaltigkeit: Was gibt es Neues? – Prof. Susanne Hensel-Börner (HSBA)

    Prof. Susanne Hensel-Börner ist Studiengangsleiterin für den Master 'Digitalisierung & Nachhaltigkeit' an der HSBA in Hamburg. Sie initiierte den Studiengang, um beide Themen miteinander zu verknüpfen.

    Sie erklärt, dass Digitalisierung Chancen bietet – wie bei der Sharing Economy oder Smart Cities –, aber auch Risiken birgt, etwa durch hohen Energieverbrauch und Rebound-Effekte.

    Beispiele aus dem Studium zeigen, wie kleine Maßnahmen wie Dateigröße oder E-Mail-Nutzung den ökologischen Fußabdruck reduzieren können.

    Die Verknüpfung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist heute selbstverständlich. Die Studierenden lernen, kritisch zu reflektieren und gemeinsam Veränderung anzustoßen.

    32 min
  • E84: Wie können wir das Klima in den Städten nachhaltig verbessern? – Robert Heinecke (Breeze Technologies)

    Robert Heinecke ist Gründer und Geschäftsführer von Breeze Technologies, einem Hamburger Unternehmen. Er hat Informatik studiert und in der Unternehmensberatung gearbeitet, bevor er sich mit Luftverschmutzung in Istanbul konfrontiert sah.

    Breeze Technologies entwickelt kleine, kostengünstige Sensoren zur Erfassung von Luftqualität. Die Daten werden in einer Cloud-Anwendung gesammelt und ausgewertet. Die Sensoren sind 50.000-mal kleiner und tausendmal günstiger als herkömmliche Messstationen.

    Die Plattform nutzt KI, um wirksame Maßnahmen zur Luftreinigung zu identifizieren. Dazu gehören Fahrverbote, Mooswände, Algenfassaden oder häufigere Straßenreinigung. Die Daten werden auch für Anwendungen wie Navigation für Asthmatiker oder Immobilienbewertung genutzt.

    Die größte Herausforderung ist, dass Städte oft keine zusätzlichen Daten wollen, weil sie damit mehr Probleme aufdecken. Breeze arbeitet daher mit Unternehmen, NGOs und Bürgern zusammen. Auch die Bürger können Sensoren auf ihren Balkonen hosten.

    45 min
  • Analog-digitale Weihnachten 2020 – Nils Löwe & Friederike Löwe (Lionizers)

    Nils Löwe und Friederike Löwe, Geschäftsführer und Geschäftsführerin der Firma Lionizers, reflektieren die erste Phase ihres Podcasts „Wege der Digitalisierung“.

    Sie besprechen, wie die Pandemie die Digitalisierung beschleunigt hat. Beispiele sind Videokonferenzen, die 2020 plötzlich alltäglich wurden, obwohl sie schon seit den 80er Jahren existierten.

    Die beiden stellen fest, dass die ursprüngliche Frage „Was ist Digitalisierung?“ heute überflüssig ist. Stattdessen wird der Fokus auf die Kombination von Digitalisierung und Nachhaltigkeit gelegt.

    Zukünftig wollen sie mit dem Podcast Themen wie klimapositive Technologie, SDGs und wirtschaftliche Nachhaltigkeit erforschen. Die neue Ausrichtung beginnt Anfang Februar.

    0 min
  • E83: Warum sollten Coaching und Beratung immer zusammen gedacht werden? – Claudia Bose (CBO Business Consulting)

    Claudia Bose ist Unternehmensberaterin und Business Coach mit Schwerpunkt auf weiblich geführten Mittelständlern. Sie arbeitet seit zehn Jahren selbstständig und war früher für große Konzerne tätig. Ihre Beratung umfasst Prozessoptimierung, CRM- und ERP-Systeme sowie die Digitalisierung von Arbeitsabläufen.

    Sie betont, dass Beratung ohne Coaching nicht nachhaltig wirkt. Digitale Veränderungen scheitern oft, weil menschliche Faktoren wie Ängste, unterschiedliche Visionen und Widerstände ignoriert werden. Sie fordert, dass Führungskräfte ihre Ziele und Beweggründe für Digitalisierung klar definieren.

    Ihre größte Herausforderung ist die Balance zwischen Empathie und Druck. Sie muss Menschen in Veränderungsprozesse bringen, ohne sich von Ängsten leiten zu lassen. Dazu nutzt sie praxisnahe Werkzeuge wie Checklisten aus dem Impulse-Magazin und inspiriert sich aus der Berliner Gründerszene.

    29 min
  • E82: Welche Chancen bietet Automatisierung in der Logistik? – Maximilian Schaefer (InstaFreight)

    Maximilian Schäfer ist Mitgründer und Geschäftsführer von InstaFreight, einer digitalen Spedition mit Fokus auf Straßenfracht in Europa. Er hat zehn Jahre Erfahrung in der Logistik, darunter bei TNT Express und im Aufbau eines In-House-Delivery-Service für den russischen E-Commerce-Anbieter Lamoda.

    InstaFreight automatisiert Prozesse wie LKW-Beschaffung und Transportabwicklung. Die Firma entwickelt ihre Software gemeinsam mit dem Team, statt sie nachträglich einzubauen. Digitalisierung ist für Schäfer kein Zusatz, sondern Teil der Unternehmenskultur.

    Er sieht große Chancen in autonomen LKWs, die auf festgelegten Strecken zwischen Hubs fahren. Solche Systeme könnten Kosten senken, die Auslastung von Autobahnen verbessern und die Umwelt schonen. LNG-Antriebe sind für ihn eine praktikable Alternative zu Elektrofahrzeugen.

    Die größte Herausforderung ist die Mitnahme von Kunden und Partnern in den Digitalisierungsprozess. Viele haben Angst vor Veränderung. Schäfer betont, dass Unternehmen lernen müssen, mit kleinen Schritten und schnellen Iterationen voranzugehen – statt perfekte Lösungen zu warten.

    0 min
  • E81: Was müssen wir heute wirklich lernen? – Karile Klug (Haba Digitalwerkstatt)

    Karile Klug ist Geschäftsführerin der Haba Digitalwerkstatt. Sie setzt sich für die Entwicklung von Zukunftskompetenzen bei Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren ein. Ihr Fokus liegt auf spielerischem Lernen mit Medien und Programmierung.

    Die Digitalwerkstatt arbeitet eng mit Schulen und Lehrkräften zusammen. Sie bietet Workshops für Kinder, Eltern und Erzieher an und fördert lebenslanges Lernen. Der Ansatz basiert auf dem Prinzip von Build, Measure, Learn.

    Digitalisierung definiert Klug nicht als Ziel, sondern als Prozess der Anpassung. Sie betont, dass Kinder heute nicht mehr Inhalte, sondern Denkweisen lernen müssen. Dabei spielt Voice als natürliche Kommunikationsform eine Rolle, die mit Daten und intelligenten Systemen verknüpft ist.

    Klug sieht in der aktuellen Situation eine Herausforderung: Die Balance zwischen technischer Entwicklung und menschlicher Entwicklung. Sie plädiert für Empathie, Transparenz und die Einbeziehung aller Beteiligten, egal auf welchem Stand sie sind.

    0 min
  • E80: Wie funktioniert Bildung in digitalen Zeiten? – Anja Wagner (Frolleinflow)

    Anja Wagner ist Gründerin von Frolleinflow, einer Berliner Bildungsagentur. Sie hat 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung digitaler Bildungsformate für Unternehmen, Kommunen und Hochschulen. Ihre Promotion handelte von User Experience in benutzergenerierten Lernumgebungen.

    Sie kritisiert das deutsche Schulsystem als strukturell an das 20. Jahrhundert gebunden. Die Differenzierung in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien, die auf selektive Prinzipien zurückgeht, behindert sozialen Aufstieg. Die sechs Wochen Sommerferien stammen aus einer Zeit, als Kinder zur Ernte halfen.

    Digitale Bildung ermöglicht selbstorganisiertes Lernen. Die klassische Schule schafft Zertifikate, die nicht auf aktuelle Bedarfe passen. Stattdessen braucht es Lernregionen, die Ressourcen bündeln und projektorientiertes, kollaboratives Lernen fördern. Medienkompetenz erfordert technische Infrastruktur, soziale Kultur und individuelle Fähigkeiten.

    Wichtig ist, Menschen zu ermutigen, selbstständig zu handeln. Das Bildungssystem soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch eine Maker-Mentalität fördern. Anja Wagner arbeitet an einem Buch, das den Fokus von Zertifikaten auf echte Kompetenzen verlagert.

    0 min
  • E79: Wieso erscheint so vielen Menschen ihre Arbeit sinnlos – und wie lässt sich das ändern? – Mark Poppenborg (Intrinsify)

    Mark Poppenborg ist Gründer von Intrinsify, einem Unternehmen, das sich mit Organisationsentwicklung und Führungskräfteausbildung beschäftigt. Er kritisiert, dass viele Menschen in Unternehmen nur beschäftigt sind, nicht aber wirkliche Arbeit leisten.

    Er argumentiert, dass digitale Technologien keine Revolution darstellen, sondern eine Fortsetzung der technischen Entwicklung. Die wahre Herausforderung liegt in der fehlenden Anpassung der Arbeitsorganisation an moderne, dynamische Märkte.

    Poppenborg sieht in der Automatisierung von Routinearbeiten die Chance, mehr kreative, innovative Arbeit zu ermöglichen. Die aktuelle Organisation in vielen Unternehmen ist nach wie vor an Taylorismus orientiert, was zu Frustration und Sinnlosigkeit führt.

    Er fordert, dass Unternehmen ihre eigene Realität prüfen, statt auf zentrale Steuerung zu setzen. Die Lösung liegt in der Anerkennung informeller, lokaler Lösungen und der Förderung von Vielfalt und Kontingenz statt Kausalität.

    0 min

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