SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers

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By Nils & Friederike Löwe: Software-Engineers, Entrepreneurs, Digital NativesSociety & CultureNewsTechnologyTech News
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SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers episodes

  • E61: Was kann der deutsche Mittelstand vom Silicon Valley lernen? – Robert Grimm (Multiversum Managementberatung)

    Robert Grimm ist Gründer und Geschäftsführer der Beratungsfirma Multiversum Managementberatung. Er hat über 25 Jahre Beratungserfahrung, darunter bei GE Capital. Sein Fokus liegt auf der Digitalisierung und der Umsetzung von Visionen in konkreten Veränderungen.

    Im Silicon Valley hat Grimm über mehrere Wochen mit Start-ups, etablierten Unternehmen wie Google, Tesla und Salesforce sowie mit Forschern gesprochen. Er identifiziert die Antizipation von Technologieentwicklungen, eine Fehlerkultur und ein agiles Denken als zentrale Erfolgsfaktoren.

    Für den deutschen Mittelstand sieht Grimm einen Mangel an zentralen Informations- und Austauschplattformen. Er plädiert für einen „Silicon Germany“-ähnlichen Hub, der Forschung, Mittelstand, DAX-Unternehmen und Start-ups zusammenführt – physisch oder digital.

    Die größte Herausforderung für Unternehmen ist das Warten. Grimm rät, Digitalisierung nicht zu ignorieren, sondern systematisch einzuteilen: Muss man jetzt machen, später, oder gar nicht? Die Antwort liegt in klarer Einschätzung, nicht in Aktionismus.

    33 min
  • E60: Warum wird der Mensch mit zunehmender Digitalisierung immer wichtiger? – Sascha Adam (Selbstständig)

    Sascha Adam ist selbstständiger Sparringspartner und Interimsmanager. Er begleitet Unternehmen bei digitalen Transformationsprozessen. Seine Erfahrungen stammen aus Tätigkeiten bei Otto und Axel Springer.

    Er unterscheidet drei Phasen der Digitalisierung: Erstens Automatisierung von Prozessen mit Standardsoftware. Zweitens digitale Transformation, die ein Paradigmenwechsel erfordert. Drittens Autonomisierung durch KI und IoT.

    Adam betont, dass der Mensch in der Transformation zunehmend wichtiger wird. Erfolgreiche Projekte setzen auf Enablen, Respekt und Wertschätzung. Führungskräfte müssen Kontrolle abgeben und kritisches Denken fördern.

    Er empfiehlt das Buch »Hit Refresh« von Satya Nadella. Als Gesprächspartner nennt er Mathis Schrader und Olaf Rotax.

    0 min
  • E59: Warum brauchen wir eine massentaugliche Lösung für den digitalen Kassenzettel? – Michelle Bourguignon (A&G)

    Michelle Bourguignon von A&G spricht über die Entwicklung der App Admin, die den digitalen Kassenzettel für die breite Bevölkerung ermöglicht. Das Bremer Unternehmen hat die Software 2017 gegründet, um eine kostengünstige, ökologische Alternative zu Papierquittungen zu schaffen.

    Die App überträgt Kassenzettel per NFC, QR-Code oder offline über eine Cloud, die in Deutschland gehostet wird. Benutzer erhalten den Beleg auf ihr Smartphone, ohne Internetverbindung. Die Lösung ist für Android und iOS ab 2020 verfügbar.

    Beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Risiken von Thermopapier, insbesondere Bisphenol A und S. Diese Stoffe können durch Hautkontakt in den Blutkreislauf gelangen, besonders bei Desinfektion. Die Digitalisierung reduziert den Verbrauch von Papier, Wasser und Bäumen.

    Die App soll die Massentauglichkeit erreichen, indem sie eine zentrale Plattform bietet. Im Gegensatz zu Einzel-Lösungen wie bei Saturn oder MediaMarkt, die mehrere Apps erfordern, bietet Admin eine zentrale, einfache Lösung für alle Nutzer.

    17 min
  • E58: Wie funktioniert Digitalisierung in der Logistikbranche? – Marc Meier (Fr. Meyer’s Sohn)

    Marc Meier ist Geschäftsführer von Fr. Meyer’s Sohn, einer Spedition mit über 120 Jahren Geschichte und 800 Millionen Euro Umsatz. Das Unternehmen ist in 25 Ländern mit 50 Standorten aktiv und spezialisiert auf Seefracht und Forstprodukte.

    Digitalisierung bedeutet für ihn drei Schwerpunkte: Erstens die Umstellung analoger Prozesse auf digitale, wie Rechnungsverarbeitung. Zweitens die Schaffung von Kundenplattformen zur Transparenz über Transporte und Kosten. Drittens die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, um als Spediteur nicht ausgeschaltet zu werden.

    Meier betont, dass traditionelle Stärken wie langjährige Kundenbeziehungen und Fachwissen weiterhin entscheidend sind. Er sieht Risiken in der Digitalisierung, etwa dass Marktpreise transparent werden und Spediteure zu Commodity-Anbietern werden. Gleichzeitig sieht er Chancen, wenn Logistik als Wertschöpfung statt nur als Kostenfaktor betrachtet wird.

    Die Firma arbeitet an Projekten wie Blockchain im Dokumentenaustausch, verzichtet aber auf große Piloten, da bestehende Technologien ausreichen. Meier sieht Deutschland bei Logistik-Infrastruktur als Weltmeister, bei Digitalisierung aber hinter China und den USA zurück.

    32 min
  • E57: Wie kann der 3D-Druck unser Leben erleichtern und Kosten einsparen? – Mirco Schulz (ProTec)

    Mirco Schulz ist Geschäftsführer der ProTec GmbH in Buxtehude. Das Unternehmen war ursprünglich ein Dienstleister für Maschinenprogrammierung. Seit zwei Jahren fokussiert es sich auf 3D-Druck und 3D-Scanning.

    ProTec nutzt FDM- und Inkjet-Druckverfahren für Kunststoffe und Silikone. Für Metallteile kooperiert es mit Partnern. Kunden sind Industrieunternehmen wie Airbus, aber auch Privatpersonen mit defekten Küchen- oder Oldtimer-Teilen.

    Beispiele aus der Praxis: Ein Hydraulikblock wurde durch 3D-Druck kompakter und leichter. Eine kaputte Küchenplatte wurde ersetzt, statt die ganze Küche auszutauschen. Auch Oldtimer- und Camping-Zubehör werden nachgedruckt.

    Die Technologie ermöglicht Gewichtseinsparungen, bessere Bauteilkomplexität und Ersatzteilherstellung ohne Originalzeichnungen. Die Kosten für den Druck sind höher, aber langfristig spart man durch Material- und Energieeinsparung.

    25 min
  • E56: Warum ist die technische Dokumentation bei der agilen Entwicklung so wichtig? – Manfred Parson (Parson AG)

    Manfred Parson von der Parson AG ist Fachmann für technische Dokumentation und Informationsmanagement. Er berät Unternehmen, wie sie Informationen strukturiert, zugänglich und intelligent machen können.

    Die Diskussion dreht sich um Metadaten, die Informationen mit Kontext versehen. Ein Beispiel ist eine Schraube, deren Eigenschaften wie Material oder Sicherheitsrelevanz bestimmen, für wen die Dokumentation gilt – für die Werkstatt, den Aufbauhersteller oder das Marketing.

    Parson betont, dass Dokumentation nicht erst nach der Softwareentwicklung beginnen sollte. Wenn Redakteure schon im agilen Prozess mitwirken, können sie Prozesse optimieren und Dokumentationen schlanker gestalten. In 80 % der Fälle wird die Dokumentation zu spät eingebunden.

    Die größte Herausforderung ist die steigende Informationsmenge bei sinkenden Ressourcen. Lösungen liegen in Automatisierung und intelligenter Informationsverwaltung, auch mit Ansätzen wie künstlicher Intelligenz.

    40 min
  • E55: Wie wird die Zusammenarbeit mit Freelancern zum Erfolg? – Daniel Barke (WorkGenius)

    Daniel Barke ist Gründer und Geschäftsführer von WorkGenius. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform, um die Zusammenarbeit mit Freelancern für Unternehmen zu vereinfachen. Der Pool umfasst 400.000 Freelancer in Europa und Nordamerika.

    WorkGenius unterscheidet sich von Plattformen wie Upwork, weil es den gesamten Prozess abbildet: von der Auswahl über Zahlung bis zur Compliance. Es standardisiert Preise und garantiert Zahlungen innerhalb von 24 Stunden.

    Die Plattform dient Unternehmen von fünf bis 100.000 Mitarbeitern. Sie hilft bei der Transformation von Arbeitsstrukturen, insbesondere bei der Integration externer Ressourcen. Viele Unternehmen haben keine Prozesse für Freelancer, obwohl 40 % der Arbeitskraft in den USA bereits freiberuflich ist.

    Freelancer profitieren von Sicherheit durch garantierte Zahlungen und Forecasting. Auch erfahrene Freelancer nutzen die Plattform, um Zeit für Akquise und Verhandlungen zu sparen. Die Technologie reduziert den Overhead für beide Seiten.

    35 min
  • E54: Wie funktioniert die Digitalisierung von KMUs in ländlichen Regionen? – Kurt Salman (freiberuflicher Berater für Digitalisierung)

    Kurt Salman ist freiberuflicher Berater für Digitalisierung aus der Oberpfalz. Er unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere im Maschinenbau und in konservativen Branchen. Sein Fokus liegt auf der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten in ländlichen Regionen.

    Er definiert Digitalisierung als Mindset, Technologie und Geschwindigkeit. Besonders betont er, dass technische Lösungen wie Homeoffice oder Hunde im Büro keine Digitalisierung sind. Kritisch sieht er die fehlende Transparenz in Unternehmen und die Herausforderung, Innovationen mit begrenztem Budget umzusetzen.

    Zur Lösung der Probleme schlägt er Netzwerke, Vorträge und Förderprogramme vor. Ein Beispiel ist die Analyse von Unternehmen durch Experten, die konkrete Verbesserungspotenziale aufzeigen. Er sieht auch die Bedeutung von Bildung und lokalen Kompetenzzentren, um Talente vor Ort zu halten.

    32 min
  • E53: Wie kreiert man eine starke Marke in digitalen Zeiten? – Anna Tränkner (MehrWert Images)

    Anna Tränkner von Mehrwert Images berät mittelständische Unternehmen bei der Markenbildung. Ihr Fokus liegt auf der tiefen Analyse von Unternehmenskultur, -philosophie und Mitarbeiterbindung.

    Sie betont, dass eine fundierte Markenstrategie langfristig stabil bleibt. Digitale Veränderungen wie Webseiten-Updates oder neue Software sind Teil eines kontinuierlichen Prozesses, der aber nicht ständig neue Markenkonzepte erfordert.

    Die Website ist nach ihrer Ansicht die zentrale Plattform. Sie muss die Unternehmenskultur, Produkte und Nutzen klar kommunizieren. Änderungen sollten sich auf Usability und Inhalte beschränken, nicht auf die Grundwerte.

    Sie empfiehlt regelmäßige Weiterbildung über Konferenzen, Fachliteratur und Austausch mit Studierenden. Ein guter Ansatz ist auch die Zusammenarbeit mit Dozenten und jungen Experten.

    38 min
  • E52: Welche Chancen bietet die Digitalisierung für ein mittelständisches Chemieunternehmen? – Arnold Mergell (Hobum Oleochemicals)

    Arnold Mergell ist Geschäftsführer von Hobum Oleochemicals in Harburg. Das Unternehmen produziert technische Rohstoffe aus Pflanzenölen für die Lack- und Farbenindustrie. Es ist in vierter Generation familiengeführt.

    Er spricht über vier Bereiche der Digitalisierung: Produkte, Prozesse, Wertschöpfungskette und Soft-Faktoren. Die Produkte sind nicht digitalisierbar. Dagegen setzt Hobum auf Echtzeitanalytik in Reaktoren, um Prozesse zu optimieren.

    Ein Beispiel für die Wertschöpfungskette ist ein Tank mit Echtzeit-Messung. Wenn der Füllstand sinkt, löst das automatisch eine Neubestellung aus. Das reduziert Aufwände und schafft einen Wettbewerbsvorteil.

    Mergell betont, dass Digitalisierung keine Arbeitsplatzabbau-Strategie ist. Die Qualifikation steigt, die Zahl der Mitarbeiter kann steigen. Die Kommunikation mit Mitarbeitern ist entscheidend, aber keine Angst vor Verlusten.

    32 min

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