SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers

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By Nils & Friederike Löwe: Software-Engineers, Entrepreneurs, Digital NativesSociety & CultureNewsTechnologyTech News
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SoftwareForFuture PODCAST Made by Lionizers episodes

  • E51: Wie können wir die Angst vor der Digitalisierung ablegen und als Gewinner daraus hervorgehen? – Christoph Kühnapfel (Mentor, Speaker und Investor)

    Christoph Kühnapfel ist Mentor, Speaker und Investor. Er hat als 16-Jähriger DOS-Kurse gegeben und später mehrere Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern aufgebaut. Heute berät er Unternehmen bei der Digitalisierung.

    Er betont, dass Digitalisierung nicht nur Technik ist, sondern auch Menschlichkeit erfordert. Unliebsame Aufgaben sollen Maschinen übernehmen, damit Menschen sich auf kreative und sinnvolle Tätigkeiten konzentrieren können.

    Kühnapfel kritisiert, dass viele Unternehmen die Chancen der Digitalisierung nicht nutzen. Er nennt Beispiele wie die fehlende Nutzung von Webseiten-Analysen und die Verschwendung von Daten. Sein Tool Prime Leads hilft, Kundeninteressen gezielt zu erkennen.

    Er plädiert für visionäres Leadership statt reinen Management. Führung soll begeistern, nicht kontrollieren. Die Zukunft sehe er in der Kombination aus Technologie und menschlicher Entwicklung.

    35 min
  • E50: Wie können wir Kinder für MINT-Fächer und -Berufe begeistern? – Gesine Liese (Kinderforscher an der TUHH)

    Gesine Liese ist Leiterin der Kinderforscher an der TUHH. Sie wuchs im Silicon Valley auf, studierte Mathematik und Chemie in Deutschland und gründete 2006 das Kinderforscher-Projekt. Ziel ist es, Kinder von Klasse 3 bis 13 für MINT-Berufe zu begeistern.

    Das Projekt nutzt Alltagsfragen wie Pizzaboden oder Ketchup-Flaschen, um Naturwissenschaft und Technik spielerisch zu vermitteln. Experimentierkisten und die digitale Plattform Knifflix ermöglichen Lernen auch ohne physischen Besuch der TU.

    Knifflix ist eine kostenlose, interaktive Plattform mit Videos, Experimenten und direktem Kontakt zu Forschern und Studierenden. Sie ist für Kinder ab acht Jahren und Erwachsene geeignet. Datenschutz wird durch keine Registrierung und vorherige Kontrolle von Inhalten gewährleistet.

    Die größte Herausforderung ist die ständige Anpassung an rechtliche Rahmenbedingungen wie Datenschutz und Urheberrecht. Gesine Liese nutzt Vernetzung, wie das MINT-Forum Hamburg, und Kooperationen, um sich über digitale Bildung zu informieren.

    31 min
  • E49: Wie verändert Digitalisierung unser Lernen und unser Denken? (Teil 2/2) – Lisa Rosa (Landesinstitut für Lehrerbildung)

    Lisa Rosa arbeitet am Landesinstitut für Lehrerbildung. Sie hat einen Hintergrund in Pädagogik und Bildungsforschung. Ihr Fokus liegt auf der Veränderung von Lernen und Denken durch Digitalisierung.

    Sie argumentiert, dass Lesen und Schreiben in der Industriekultur zur Massenbildung führten. Heute ist kritisches Denken, nicht Programmieren, die entscheidende Grundkompetenz. Dieses Denken erfordert komplexe Logik und die Fähigkeit, Paradoxien zu verstehen.

    Die Schule als Institution muss sich verändern. Frontalunterricht reicht nicht mehr. Stattdessen braucht es kleine Gruppen, individuelle Betreuung und gemeinsames Lernen. Der Lehrer wird zum Begleiter, nicht zum Vermittler.

    Sie kritisiert den Digitalpakt, der nur Hardware bereitstellt, ohne die notwendige personelle Betreuung zu fördern. Stattdessen empfiehlt sie Lernprozesse, die auf Selbstbildung, Experiment und Forschung basieren.

    37 min
  • E48: Wie verändert Digitalisierung unser Lernen und unser Denken? (Teil 1/2) – Lisa Rosa (Landesinstitut für Lehrerbildung)

    Lisa Rosa ist Pädagogin und arbeitet am Landesinstitut für Lehrerbildung. Sie hat 20 Jahre als Lehrerin gearbeitet und sich seit 15 Jahren mit Lernen in der Wissensgesellschaft beschäftigt. Ihr Schwerpunkt liegt auf der kulturellen Wirkung der Digitalität, nicht nur auf Technologie.

    Sie erklärt, dass Digitalisierung keine reine Technikumstellung ist, sondern eine Kulturstufe. Das Digitale ist ein neues Leitmedium, das den Buchdruck ablöst. Lernen verändert sich mit dem Leitmedium, wie früher Sprache und Schrift die Kultur prägten.

    Sie kritisiert, dass viele nur Prozesse digitalisieren, ohne die kulturellen Folgen zu verstehen. Die Digitalität verändert Kommunikation, Wissensbildung und das Verständnis von Lernen. Das Gehirn allein lernt nicht – Lernen ist ein sozialer, kultureller Prozess.

    Sie weist darauf hin, dass Geschwindigkeit nicht das Hauptproblem ist, sondern die zunehmende Komplexität. Menschen müssen ihre innere Komplexität erhöhen, um die äußere zu bewältigen. Dies geschieht durch bewusste Selektion und Reflexion.

    28 min
  • E47: Wie können sich Unternehmen von innen heraus transformieren? – Markus Baumanns (company companions)

    Markus Baumanns ist Historiker und ehemaliger Diplomat. Er gründete 2010 die Company Companions mit Thorsten Schumacher. Das Unternehmen begleitet Unternehmen bei strategischer, organisatorischer und führender Transformation.

    Baumanns beschreibt Digitalisierung in drei Schritten: Digitalisierung bestehender Prozesse, Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und kulturelle Transformation. Die größte Hürde ist die Unternehmenskultur, die sich von Befehl und Gehorsam zu Eigenverantwortung wandeln muss.

    Unternehmen mit hoher Ingenieursdichte oder älteren Führungskräften haben Schwierigkeiten mit der neuen Arbeitsweise. Baumanns empfiehlt, an Schlüsselstellen Pilotprojekte mit neuen Strukturen wie Obeya-Räumen zu starten, um eine Bewegung von innen zu erzeugen.

    Die Company Companions nutzen Digital Leadership Days, um traditionelle Unternehmen mit Start-ups zu verbinden. Ziel ist, die Unternehmen zum Nachdenken über digitale Geschäftsmodelle zu bringen und langfristig eine neue Innovationskultur zu schaffen.

    0 min
  • E46: Wie verbinde ich die menschliche Seite mit dem Digitalen in Führung und Vertrieb? – Jörg Janßen (ambition v)

    Jörg Janßen ist Consultant und Coach für Führung und Vertrieb bei ambition v. Er begleitet Führungskräfte in Veränderungsprozessen, oft ausgelöst durch Digitalisierung. Sein Fokus liegt auf menschlichen Beziehungen in digitalen Kontexten.

    Er beschreibt, wie digitale Plattformen wie Microsoft Teams oder LinkedIn die klassische Kaltakquise verändern. Direkte Kontaktaufnahme über Social Media ersetzt oft das Telefonat. Erfolg hängt von authentischem Mehrwert und schneller, persönlicher Ansprache ab.

    Janßen betont, dass Digitalisierung keine Selbstzweck ist. Sie verändert Führung und Vertrieb, indem sie Transparenz über Leistung und Beziehungen schafft. Die Messung von Ergebnissen ersetzt Anwesenheit. Gleichzeitig steigt der Bedarf an menschlicher Kompetenz wie Authentizität und Coaching.

    Er sieht eine Entwicklung hin zu dezentralen Strukturen, Netzwerkorganisationen und einer Verbindung von digitalen Tools mit menschlichen Faktoren. Die Zukunft liegt in der Balance zwischen Digitalisierung und Menschlichkeit.

    41 min
  • E45: Wie können wir Kinder von der eigenen digitalen Zukunft begeistern? – Julia Freudenberg (Hacker School)

    Julia Freudenberg leitet die Hacker School in Hamburg. Der gemeinnützige Verein veranstaltet Wochenend-Workshops für Jugendliche. Zehn Kinder arbeiten mit zwei IT-Experten aus der Wirtschaft zusammen.

    Die Workshops haben kein Curriculum. Themen variieren: Sensoren mit Sensebox, Logistik mit Lego Mindstorms bei Otto, Wahlcomputer mit Calliope. Ziel ist es, Kinder aktiv in die digitale Zukunft einzubinden.

    Die Hacker School verbindet Wirtschaft und Jugend. Firmen engagieren sich über CSR-Aktivitäten. Kinder lernen Programmieren, kritisches Denken und sehen sich als Gestalter ihrer Zukunft.

    Julia betont, dass kritisches Denken wichtiger ist als technische Fähigkeiten. Kinder sollen verstehen, wie Technik funktioniert, um sie nicht nur zu nutzen, sondern auch zu hinterfragen.

    22 min
  • E44: Wie kann ich meinen Einfluss auf die Gesellschaft transparent machen? – Jan Köpper (GLS Gemeinschaftsbank)

    Jan Köpper ist bei der GLS Gemeinschaftsbank für Wirkungstransparenz und Nachhaltigkeit verantwortlich. Er hat Erfahrung in CSR-Beratung und sozial-ökologischem Research, u. a. bei CSI Europe und IMUG in Hannover.

    Die GLS Bank setzt auf Transparenz und klare Werte. Sie finanzieren Projekte in Bereichen wie erneuerbare Energien, Bildung und soziale Gerechtigkeit. Die Bank entwickelt digitale Tools, um diese Wirkung sichtbar zu machen.

    Ein zentrales Projekt ist die Wirkungstransparenz. Statt nur Zahlen wie „Anzahl der Schulplätze“ zu nennen, verbindet die Bank diese mit Zukunftsbildern wie „pädagogische Vielfalt“ oder „Bürgernähe in der Energiewende“. Dazu gehören Indikatoren wie Flächenpachtverträge oder Beteiligungsstrukturen.

    Die Bank nutzt digitale Plattformen wie Photopolis (ein wertebasiertes Netzwerk) und eine Navi-App, die Kundenstandorte visualisiert. Ziel ist es, Gemeinschaften zu stärken, ohne den menschlichen Bezug zu verlieren.

    Die größte Herausforderung ist die Balance zwischen Innovation und technischen Rahmenbedingungen – etwa beim Einsatz eines zentralen Kernbankensystems. Die Lösung liegt in der gemeinsamen Entwicklung mit Kunden und Kollegen.

    29 min
  • E43: Was haben Berechenbarkeit, Digitalisierung und „Made in Germany“ miteinander zu tun? – Anke Nehrenberg (kommitment GmbH & Co. KG)

    Anke Nehrenberg ist Gründerin und Geschäftsführerin der Beratungsfirma kommitment GmbH & Co. KG. Sie begleitet Unternehmen bei Veränderungsprozessen, insbesondere im Kontext der Digitalisierung.

    Sie beschreibt Digitalisierung als mehr als technische Umstellung: Es geht um eine Veränderung von Arbeitsweisen, Kommunikation und Wertschöpfung. Die Unsicherheit, die aus der Unberechenbarkeit komplexer Systeme entsteht, ist ein zentrales Problem.

    Viele Unternehmen wollen Kulturwandel, aber ändern nicht ihre Strukturen. Nehrenberg betont: Kultur entsteht durch verändertes Handeln, nicht durch Deklaration. Sie empfiehlt kleine Experimente, Lernkulturen und Vertrauen statt Kontrolle.

    Sicherheit entsteht durch Handlungskompetenz und Lernen aus Fehlern. Führung muss sich wandeln – von heroischem Management hin zu einem Modell, das Lernen und Zusammenarbeit fördert.

    37 min
  • E42: Wie beeinflussen sich digitale Tools und digitale Transformation? – Marc Paczian (Dropbox)

    Marc Paczian ist Solution Architekt bei Dropbox. Er berät Unternehmen weltweit, wie sie digital zusammenarbeiten können. Zuvor arbeitete er im Handel und in verschiedenen Softwareunternehmen.

    Er beschreibt, wie Dropbox intern vollständig digital arbeitet. Ein Drucker steht im Büro, wurde aber erst vor drei Wochen zum ersten Mal nachbestellt. Mitarbeiter nutzen ausschließlich Online-Dokumente und Videokonferenzen.

    Die größte Herausforderung bei Digitalisierung ist nicht die Technik, sondern der kulturelle Wandel. Ein Beispiel: ein deutscher Maschinenbau-Mittelständler musste zuerst die Hierarchie in der Firma verändern, bevor digitale Tools eingesetzt wurden.

    Dropbox fungiert als Schnittstelle zwischen Google und Microsoft. Unternehmen nutzen es, um Daten aus verschiedenen Systemen zu bündeln und die Kontrolle über Schatten-IT zu behalten. Datenschutz- und DSGVO-Anforderungen werden durch Beratung und Tools unterstützt.

    35 min

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