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Während Himmler, Heydrich und Co. allen Geschichtsinteressierten ein Begriff sind, kennt Werner Best kaum jemand.
Dabei baute er nicht nur das Reichssicherheitsamt auf, koordinierte 1939 die Morde der Einsatzgruppen im besetzten Polen und stellte die Weichen für die Deportation der französischen Juden, sondern war auch noch einer der Ideengeber für die "Endlösung".
Er war verantwortlich für eine SS-Funktionselite, die weit über das Dritte Reich hinaus Einfluss auf die Bundesrepublik hatte.
Die spannende Geschichte dieses "Dritten Mannes" erzählen wir in der heutigen Podcast-Folge.
Aus einer alten Adelsfamilie stammend und ausgebildet als Offizier, nahm er 1939/40 am Überfall auf Polen teil.
Doch dann stößt von Boeselager mit seinem älteren Bruder Georg zum Widerstand um Tresckow und bereits im März 1943 ist er bereit, sein Leben zu geben für ein Attentat.
Bis zu seinem Tod bereute er, Hitler nicht erschossen zu haben - denn er hätte tatsächlich einmal die Chance dazu gehabt.
Seine Geschichte erzählen wir in der heutigen Podcast-Folge.
"Carl Schmitt war ein scheußlicher Mensch" wetterte ein Historikerkollektiv einmal: opportunistisch, antisemitisch und sich niemals für eine Intrige zu schade.
Als Kronjurist Hitlers lieferte er kurzerhand die rechtliche Begründung für die Nürnberger Gesetze, die er eine "Verfassung der Freiheit" nannte.
Seine Werke haben jedoch weit über die Nazizeit Entfaltungskraft und sind hoch gefährlich, denn "Carl Schmitt beschrieb das Betriebsgeheimnis und die Gebrauchsanleitung jeder Art von Macht", was die Forschung bis heute beschäftigt.
Seine Geschichte und Theorie erklären wir in der heutigen Podcast-Folge.
Hugo Boss ist mittlerweile einer der größten Namen im Luxusmodegeschäft - viele Männer schätzen vor allem die eleganten Anzüge, die versprechen, sie wie Chris Hemsworth vor der Kulisse von New York City aussehen zu lassen.
Doch auch andere wussten die Schneiderkunst von Hugo Boss schon viel früher zu schätzen: "Mode mit brauner Vergangenheit" titelte die SZ einmal.
Heute ist klar, dass das Unternehmen zweifelsohne von guten Kontakten zur NSDAP und Zwangsarbeitern profitiert hat. Diese Geschichte versuchen wir in der heutigen Podcast-Folge aufzuarbeiten.
Mit Gedichten wie "Kleine Aster", ""Kreislauf" oder "Schöne Jugend" hat er sich in die obersten Ränge der expressionistischen Geschichte eingeschrieben.
Viel zweifelhafter als sein Erfolg ist jedoch sein Verhalten während des Zweiten Weltkriegs: am Anfang sympathisierte er noch mit den Nazis und distanzierte sich öffentlich von emigrierten Schriftstellern wie zum Beispiel Klaus Mann.
Doch er kam zu Besinnung und ging schließlich, wie Erich Kästner, den Weg der innen Emigration. Die Geschichte dieses gezeichneten und gespaltenen Künstlers, für den Sex ein "Lebenselixier" und Treue optional waren, erzählen wir in der heutigen Podcast-Folge.
Von einem Turm in seiner Villa aus hatte er perfekte Sicht auf den Ettersberg - wo 56.000 Menschen im von ihm organisierten KZ Buchenwald sterben.
Mit seinen Verschleppungen, Raubzügen und Zwangsarbeiter hielt "Hitlers Mann in Thüringen" die Kriegsmaschinerie am Laufen - während er seine Männer mit Geschenken bei Laune und Loyalität hielt.
In die Geschichte geht Fritz Sauckel ein als der "grausamste Sklavenhalter seit den ägyptischen Pharaonen" und beteuerte doch bis zum Schluss seine Unschuld.
Seine Geschichte erzählen wir in der heutigen Podcast-Folge.
Als hochrangiger Offizier im Geheimdienst erkennt Fritz Erich Fellgiebel frühzeitig, dass die tyrannische Herrschaft Hitlers nur auf eine Katastrophe zusteuern kann.
Der technisch versierte Generalmajor setzt als Vorgesetzter eher auf preußische Standards: seine Männer sollen für sich selbst denken und er tritt ihnen stets mit Respekt entgegen.
Diese Haltung ist für die Zeit verwunderlich - und absolut inkompatibel mit den Ideen der Nazis.
Wie Fellgiebel zum Widerstand um Stauffenberg kam und warum er - absolut zu Unrecht - jahrzehntelang in der Geschichte (und in Tom Cruise Filmen) als Versager galt, erzählen wir in der heutigen Podcast-Folge.
Der Erste Weltkrieg prägte ihn, der Zweite machte ihn zum Massenmörder.
Theodor Eicke war so extrem eingestellt, dass er in der Weimarer Republik nirgends eine Anstellung bekam, bis er bei der NSDAP seine ideologische Heimat fand.
Mit rücksichtslosem Eifer und bedingungslosem Gehorsam schaffte er es in die oberen Ränge der SS - die er auf Grausamkeit, Härte und Mordlust trimmte, bis sie zu den sogenannten "Totenkopfverbänden" wurden.
Unter seiner Führung wurden zunächst das KZ Dachau, und dann auch alle anderen Konzentrationslager, zu den brutalen Folter- und Ermordungsmaschinen, als die sie bis heute bekannt sind.
Seine Geschichte erzählen wir in der heutigen Podcast-Folge.
Wenn man vom Widerstand im Dritten Reich redet, kommt kaum der Name Mala Zimetbaum zur Sprache. Das müssen wir dringend ändern.
Die junge polnische Jüdin kam 1942 ins Konzentrationslager und bekam aufgrund ihrer Sprachkenntnisse einen Posten als Botin, der ihr ein sehr viel einfacheres Leben ermöglichte, als vielen anderen Häftlingen.
Sie zog es jedoch vor, sich nicht auszuruhen, sondern jeden Tag ihr Leben zu riskieren, um Anderen zu helfen. So fälschte sie Listen, bewahrte Kranke vor der Gaskammer, schmuggelte Briefe und organisierte medizinische Versorgung.
Als sie sich in einen Mithäftling verliebt, wagen die beiden die Flucht aus der Vernichtungshölle von Auschwitz.
Heute erzählen wir die Geschichte eines Lebens, das sich wie ein Blockbuster liest, von einer mutigen und mitfühlenden Frau, die nicht ohne Grund von ihren Mithäftlingen "Engel von Auschwitz" getauft wurde.
Zwei Boxer. Zwei Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten - weil sie von ihrer Zeit geprägt waren.
Max Schmeling ist auch heute noch fast allen Sportfans ein Begriff - der erfolgreiche Boxweltmeister wurde von den Nazis als herausragendes Beispiel der "arischen Überlegenheit" gefeiert - er selbst verweigerte jedoch ein Leben lang den Parteieintritt und versteckte in der Nacht der Novemberpogrome Juden.
Johann Trollmanns Name ist dagegen weitestgehend in Vergessenheit geraten - dabei ist sein Schicksal so einprägend wie tragisch. Da er aus einer "Sinto-Familie" stammte und den leichtfüßigen, tänzelnden Kampfstil verwendete, den Muhammad Ali später groß machen sollte, war er für die Nazis der Inbegriff all dessen, was sie verabscheuten.
Die Geschichten dieser beiden Boxlegenden stellen wir in der heutigen Podcastfolge gegenüber - und zeigen dabei, dass Chancengleichheit im Nazi-Regime absolut keinen Platz hatte.
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