SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • "Tag der Erde": Verliert Klimaschutz in der Politik an Bedeutung?
    Die Wissenschaft hat sich der Politik unterzuordnen – das ist die klassische Hierarchie in autoritären Staaten. Die USA sind offenbar auf dem Weg dahin, wenn man sich ansieht, wie stark Trump und seine Mitarbeiter die Universitäten unter Druck setzen. Vor allem Sozial- und Klimaforscher trifft es hart. Manche Wissenschaftler verlassen sogar die US-Universitäten und forschen woanders weiter. Wie ist die Lage in Deutschland? Im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht wenig Konkretes zum Thema Klimaschutz. Am heutigen „Tag der Erde“ hat SWR-Aktuell-Moderator Bernhard Seiler mit Professor Felix Ekardt von der Uni Rostock gesprochen. Er ist aktiv bei den "Scientists for Future“.
    5 min
  • Papst-Nachfolge: „Hoffe, dass sich nicht die alten Störenfriede stark machen“
    SWR Aktuell: Was wird denn aus Ihrer Sicht vom verstorbenen Papst Franziskus bleiben?
    Er hat unendlich viele Impulse neu gegeben, die müssen wir jetzt weiterführen.

    Quelle: Christian Weisner, "Wir sind Kirche"

    Christian Weisner: Ja, wird hoffentlich ganz, ganz viel bleiben. Er hat die römisch-katholische Kirche in einer Zeit der großen Krisen übernommen. Vor zwölf Jahren war sie, ich sage mal, theologisch am Ende, theologisch ganz festgefahren. Dann gab es den Missbrauchsskandal, den der vorherige Papst Benedikt noch versucht hatte unter das päpstliche Geheimnis zu stellen. Dann gab es Finanzskandale. Da gab es Korruption im Vatikan, in der Vatikanbank. Und er hat wirklich die Kirche wieder vom Kopf auf die Füße gestellt, zu den Menschen gebracht. Und das hat er in ganz beeindruckenden Worten, Symbolen und Handlungen gemacht. Was in den Berichten auch gestern immer wieder gesagt worden ist: Lampedusa, das war seine erste Auslandsreise, die Flüchtlingsbewegung. Er hat also unendlich viele Impulse neu gegeben, und die müssen wir jetzt einfach weiterführen.
    SWR Aktuell: Würden Sie denn sagen, dass Papst Franziskus als Reformpapst in die Geschichte eingehen wird?
    Nicht „America First“ oder „Catholic First“. Wir brauchen Gemeinschaftssinn.

    Quelle: Christian Weisner, "Wir sind Kirche"

    Weisner: Ich würde sagen: absolut! Die Reformen waren dringend notwendig, denn es hat ja sogar mal ein Priester hier in Deutschland sein Amt verloren, weil er gesagt hat, Papst Benedikt habe die Kirche gegen die Wand gefahren, weil er sie so eng gemacht hat, weil er nur mit kirchlichen Verboten und Regularien gehandelt hat. Und Franziskus hat jetzt den Menschen wieder Vertrauen geschenkt - aber das heißt auch: eine Verantwortung. Bei diesem Synodalen Weg, den es auf den verschiedensten Ebenen gab, jetzt in Deutschland erst einmal, aber auch weltweit, da sind die Themen, die Probleme der Menschen auf die Agenda gekommen, zur Sprache gekommen. Papst Franziskus hat einen neuen Weg gefunden, aber den gab es eigentlich schon nach dem zweiten Vatikanischen Konzil. Aber er hat ihn wiederbelebt. Dass die Menschen zusammenkommen, das ist für viele Menschen natürlich ganz ungewohnt, weil wir im Augenblick so autoritäre Systeme erleben in der Kirche. Wir haben auch die katholische Kirche früher als große Moralinstanz erlebt. Damit ist sie krachend gescheitert. Und er hat jetzt wieder gesagt: Kommt zusammen, überlegt, was eigentlich die Botschaft Christi in der heutigen Zeit ist. Was ist die Botschaft des Evangeliums heute - und nah bei den Menschen zu sein, bei den Armen, bei den Schwachen und vor allen Dingen keine Ausgrenzung zu machen. Das gilt im Bereich der Sexualität: Geschiedene, Wiederverheiratete, homosexuelle Paare, alles Mögliche. Das gilt auch in der Frage der Migration. Und das ist natürlich eine Herausforderung, eine Botschaft, die er uns aufgetragen hat, gerade in Europa, dass wir uns nicht abschotten können. Und die Botschaft gilt genauso natürlich für Amerika. Wir Menschheit, wir müssen wieder lernen, Gemeinschaft zu leben und nicht, uns auszugrenzen. Nicht „America First“ oder „Catholic First“, sondern wir brauchen diesen Gemeinschaftssinn auch gerade in den Umweltfragen. Die Agenda, die er uns aufgetragen hat, ist sehr, sehr groß, aber das ist auch ein Vertrauen. Und da hoffe ich sehr, dass dies weiter zündet, dass die Kardinäle, die jetzt in Rom das weitere Prozedere bestimmen, einen guten Weg finden und einen guten, neuen Papst. Ich würde mir sehr einen Papst wünschen, der das, was jetzt angestoßen ist, moderieren kann. Und da hat Papst Franziskus ganz viele Türen geöffnet, durch die müssen aber wir jetzt gehen, die Ortskirchen.
    SWR Aktuell: Wie groß ist denn ihre Befürchtung, dass konservative Kräfte im Vatikan, denen ja nicht allen gefallen hat, was Papst Franziskus da gemacht hat, jetzt vielleicht versuchen werden, manches wieder zurückzudrehen?
    Weisner: Diese Gefahr ist groß. Wir haben ja immer schon die Machtkämpfe erlebt. Wir haben auch erlebt, wie der zurückgetretene Papst eigentlich ganz still sein wollte. Das hatte er versprochen, hat dann doch immer wieder dazwischengefunkt. In Artikeln und Büchern hat gesagt, das mit dem Zölibat müsse bleiben. Er hat es Franziskus natürlich sehr schwer gemacht. Und das haben eben auch viele Kardinäle und Bischöfe in aller Welt auch gemacht. Das Problem ist einfach in der katholischen Kirche, dass natürlich diese Leitungsfiguren noch von dem Vorgängerpapst nach den alten Regeln ausgesucht worden sind. Und das ist wie in einer Firma, wo jetzt eine andere Unternehmenskultur herrscht - und das in die Köpfe der Menschen reinzubringen, da hat Franziskus, denke ich, aber den guten Weg gewählt. Aber der ist natürlich schwieriger. Den haben auch nicht alle verstanden. Einfach nur ein Gesetz zu ändern, das ist leicht. Am Ende geht es darum, die Herzen und Köpfe der Menschen zu ändern, das Bewusstsein zu ändern, was wirklich sein muss. Und da sind wir auf einem Weg.
    "Die alten Störenfriede dürfen sich nicht stark machen"

    Quelle: Christian Weisner, "Wir sind Kirche"

    Und da hoffe ich sehr, dass eben jetzt nicht wieder die alten Störenfriede sich stark machen, sondern dass da wirklich dieser Weg weitergegangen wird mit einem hoffentlich moderierenden Papst. Und für ganz entscheidend halte ich natürlich noch mal die Frage der Frauen. Da steht die katholische Kirche natürlich in der Schuld, sich an das Evangelium zu halten. Im Evangelium steht nicht diese Hierarchisierung und Klerikalisierung der Männer über die Frauen. Das hat Franziskus noch nicht abgeschafft, weil ihm einfach auch seine Vorgängerpäpste Steine in den Weg gelegt haben. Die haben gesagt ja, die Kirche hat keine Vollmacht, Priesterinnen zu weihen. Das muss überwunden werden. Das ist eine große Herausforderung, auch für den nächsten Papst.
    7 min
  • Geldverdienen mit der eigenen Solaranlage: Lohnt sich das?
    Viele fragen sich angesichts der Turbulenzen am Aktienmarkt, ob die Einspeisevergütung der Solaranalage eine gute Rendite abwirft. Der Chefredakteur des Geldratgebers 'Finanztip', Saidi Sulilatu, meint dazu im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser: "Die Einspeisevergütung ist nicht der Punkt, sondern es ist vor allem die Einsparung von Stromkosten." Denn der eigene Strom aus der Solaranlage sei deutlich günstiger als der Strom, den wir aus dem Netz beziehen.
    Je mehr Stromfresser - desto lohnender die Investition
    "Voraussetzung ist, dass ich für die Photovoltaikanlage und den Stromspeicher nicht zu viel Geld ausgebe - dann lohnt sich die Investition auf zwanzig Jahre hochgerechnet“, sagt der 'Finanztip'-Experte. Dabei gelte: je höher der eigene Stromverbrauch, desto lohnender ist die Anschaffung einer Solaranlage. Als Beispiel nennt er Wärmepumpe und E-Auto: "Weil dann mein Stromverbrauch so in die Höhe geht, dass ich mit selbst erzeugtem Strom, den ich einspeichere, eine sehr hohe Einsparung erziele."
    Der Stromspeicher darf nicht zu teuer sein
    Meist ist es so, dass der Stromspeicher besonders teuer ist und die ganze Rendite-Rechnung zunichtemacht. "Wenn ich einen Speicher kaufe, ist es wichtig, dass ich nicht mehr als 600 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahle. Denn ich muss auch damit rechnen, dass ich den Speicher früher als den Rest der Anlage erneuern muss."
    5 min
  • Blood & Sinners: Warum Ryan Cooglers Südstaaten-Vampir-Musical ein Appell für Freiheit ist
    Es gehe in Blood & Sinners erst einmal um Vampire, Horror und Musik, sagt die Filmkritikerin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. Doch darüber hinaus thematisiere Ryan Coogler Aspekte wie Rasse, Freiheit, Akzeptanz sowie die Auswirkungen des Kolonialismus.
    Darum geht es in Blood & Sinners
    Der Film spielt 1933 im Mississippi-Delta. Sechzig Jahre nach dem Ende der Sklaverei in den USA, sind die Klassenunterschiede immer noch deutlich zu spüren, sagt Anna Wollner. Die Zwillinge Smoke und Stack (gespielt von Michael B. Jordan in einer Doppelrolle) sind durch Bandenkriege in Chicago reich geworden und kommen zurück in ihre Heimat. Dort wollen sie einen "Safe-Space für ihre Community" schaffen. Das ist eine Art Club, um das Leben und die Musik zu feiern. Doch am Eröffnungsabend kommen ungebetene Gäste, erzählt die Filmkritikerin - und ab diesem Moment "kippt die berauschende Stimmung des Films und wird zu gnadenlosem Vampir-Splatter".
    Blood & Sinners "verdient größtmögliche Leinwand"
    Der Film bekommt seine besondere visuelle Ästhetik durch die Verwendung von IMAX-Kameras, sagt Anna Wollner: "Die haben das Flirrende und Heißschwüle des Mississippi-Deltas sehr gut eingefangen." Hinzu kommt die "perfekte Musik" - mit einem "bluesgetränkten Soundtrack".
    Für die Filmkritikerin ist Blood & Sinners deshalb auf ganz vielen Ebenen eine herausragende Produktion. Dazu gehören "Handlung, Visualität, Verflechtung von Musik und Story sowie die Einbettung schwarzer Geschichte. Es ist ein Film mit Biss, der die größtmögliche Leinwand verdient hat."
    5 min
  • Ein Ei zu Ostern - oder vielleicht zwei? Wann es für den Körper gefährlich wird
    Gefährdet seien Menschen mit einer Fettstoffwechselstörung, warnt der Mediziner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser. Als Konsequenz sammele sich Cholesterin in den Blutgefäßen an, Entzündungen seien möglich, Verstopfungen nicht auszuschließen. Die Folge könnte ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall sein.
    Cholesterinwert nur zu 20 Prozent von Ernährung abhängig
    Wer als gesunder Mensch gerade zu Ostern mal ein Ei zu viel isst, müsse sich keine Sorgen machen, ergänzt Lothar Zimmermann. Bei zu hohen Cholesterinwerten reiche eine Änderung der Essgewohnheit - also beispielsweise weniger fetthaltige Lebensmittel zu sich zu nehmen - allerdings nicht aus. Da der Cholesterinwert nur zu 20 Prozent durch die Ernährung beeinflusst werde, gehe an der Einnahme von Medikamenten kein Weg vorbei.
    Gesunde Ernährung: Eier gehören dazu - aber in Maßen
    Für Menschen ohne Fettstoffwechselstörung sind Eier "ein tolles Lebensmittel", sagt der Arzt und Journalist. "Sie enthalten Vitamine und Mineralstoffe." Trotzdem rät er dazu, die Richtlinie der Deutschen Herzstiftung zu berücksichtigen und nicht mehr als zwei bis drei Eier pro Woche zu essen.
    Wer trotzdem an Ostern etwas über die Stränge geschlagen hat, sollte sich bewegen. Dadurch könne man den Cholesterinwert senken. "Letztendlich ist es eine sehr individuelle Sache. Jeder muss für sich herausfinden, was einen am besten durchs Alter trägt. Es wirkt alles im Körper zusammen. Deshalb sollte man ganzheitlich denken."
    8 min
  • Frühstücks-Quarch: Warum Kirche auf eine "zeitgemäße Weise unzeitgemäß sein sollte"
    Die Kirchen sollten wieder zu sich selbst finden, sagt der Philosoph im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. Ihre Aufgabe sei es, "den Menschen eine Brücke zu einer anderen Wirklichkeitsdimension zu bauen - also zu dem, was man immer das Göttliche oder das Heilige genannt hat". Darin liege die "spirituelle Kernkompetenz", die die Kirchen allerdings mehr und mehr eingebüßt hätten.
    Kirche nur noch "moralische Erziehungsanstalt"?
    Christoph Quarch empfiehlt der Kirche deshalb, auf eine "zeitgemäße Weise, unzeitgemäß zu sein", um den Mitgliederschwund zu stoppen. Dazu gehöre es, sich um die "spirituellen Sehnsüchte der Menschen zu kümmern". Kirche solle keine "moralische Erziehungsanstalt" sein, sondern zu Spiritualität und Sinnstiftung beitragen. Doch schon seit längerer Zeit habe sie die Verbindung zu ihren religiösen Wurzeln gekappt. Das ist für den Philosophen einer der Hauptgründe für den Mitgliederschwund.
    Deutschland ohne Kirche - wo bleibt das Soziale?
    Traditionell kümmern sich die katholische und evangelische Kirche in Deutschland um das Gemeinwohl. Viele befürchten eine Zunahme der sozialen Kälte, wenn die Kirchen durch den Mitgliederschwund an Einfluss verlieren. Für den Philosophen ist diese Parallele nicht zwangsläufig gegeben. Auch viele nicht-kirchliche Organisationen sorgten für das Funktionieren des Sozialsystems. Ein Vergleich mit Skandinavien zeige außerdem, dass der Wohlfahrtsstaat dort nicht auf die Kirchen angewiesen sei.
    Trotzdem habe die abnehmende Bedeutung von evangelischer und katholischer Kirche Konsequenzen: Dadurch sei "ein geistiges Vakuum entstanden, in das sich eine Denkweise eingenistet hat, die den christlichen Werten und auch dem sozialen Denken entgegengesetzt ist. Das christliche Menschenbild ist durch den 'Homo oeconomicus' verdrängt worden - ein Mensch, der bei allem, was er tut, nur an seinen eigenen Vorteil denkt", kritisiert der Philosoph Christoph Quarch.
    7 min
  • Wenn „Drecks-Kampfradler“ auf „Deppen-Fußgänger“ treffen: Konflikt neben der Straße
    Dass Radfahrer durch unvorsichtige Autofahrer in Gefahr geraten, das hören wir oft. Auch viele Fußgänger beklagen sich über leichtsinnige und rücksichtlose Radler - und die Radfahrer wiederum sagen, auch Fußgänger laufen uns oft rücksichtlos vors Rad. Viel Konflikt also... wieso ist das so, und wie könnten Lösungen aussehen? Unser Thema im SWR Aktuell Kontext von Stefan Eich.
    27 min
  • Erfolgreich - aber bedroht: Warum kirchliche Schulen wichtig sind
    Kirchliche Schulen seien Orte ganz hervorragender Demokratiebildung, sagt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. Es handele sich um gute Bildungseinrichtungen, in denen das Miteinander und die Menschenfreundlichkeit im Vordergrund stünden. "Da gibt es so viel tolles Schulleben." Schülerinnen und Schüler gingen gerne in diese Einrichtungen, auch wenn sie weder katholisch noch evangelisch seien.
    Das sind Leuchtpunkte, an denen Menschen sich orientieren.

    Quelle: Ulrich Hemel, Vorsitzender der katholischen Schulstiftung

    Deshalb hätten Schulen in kirchlicher Trägerschaft einen enormen Zulauf, obwohl sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche zurzeit "keinen guten Lauf" habe.
    Kirchliche Schulen als Orte der Toleranz
    Leider werde die hohe Nachfrage nach kirchlichen Schulen in der Kirchenhierarchie nicht ausreichend berücksichtigt, bemängelt Hemel. Aufgrund sinkender Kirchensteuereinnahmen würde Zuschüsse gekürzt - Einrichtungen aufgegeben. In den meisten Fälle übernehme der Staat ehemals kirchliche Schulen und komme damit auch für die Kosten auf.
    Der Vorsitzende der katholischen Schulstiftung fordert ein Umdenken seitens der Kirchen. Eine Strategie sei notwendig, wie sich die Kirche in der Zukunft positionieren wolle. Dabei spielten kirchliche Schule eine große Rolle. Sie könnten sich zu Orten von Toleranz entwickeln, in denen es ein Miteinander der Religionen gebe. Dadurch könnte sich ein viel stärkeres Bewusstsein entwickeln, "dass Kirche etwas für die Gesellschaft tut".
    7 min
  • Houston, wir lösen das Problem! Wie Stuttgarter Schüler im Robotics-Finale in Texas kämpfen
    Werner Fick ist Träger des diesjährigen Lehrkräftepreises und er ist aktuell mit einer Schülergruppe des Königin Katharina Stift-Gymnasiums Stuttgart in der US-Metropole Houston in Texas. Und zwar als Teilnehmende am Robotics-Finale. Gibt’s da die nächste Auszeichnung? In SWR Aktuell gibt sich Lehrer Fick bescheiden: "Das wird sich noch zeigen. Mein Team ja zwar den Deutschland-Wettbewerb klar gewonnen und ist in Europa vorne dabei. In Houston sind aber jetzt die Besten der Welt versammelt." 260 Teams kämpfen um den Titel. Für die Gruppe aus Deutschland lautete die Aufgabe, einen funktionsfähigen Tiefsee-Roboter zu bauen. Klingt schwierig, wenn als Gewässer nur der Neckar zur Verfügung steht. "Der Unterwasser-Roboter wird nur simuliert. Der Roboter muss auf dem Spielfeld kleine Plastikgefäße als Unterwasserproben aufsammeln und an anderer Stelle abliefern." Zur Vorbereitung hatten die von Werner Fick geleitete Schul-AG seit vergangenem September Zeit. Wie viele Stunden sie dabei mit tüfteln und testen verbracht haben, darüber spricht der Vorzeigelehrer mit SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr.
    5 min
  • SWR-Podcast "Stunk. Palmer bringt die Welt in Ordnung": Was die "Pipi-Szene" über Tübingens Oberbürgermeister aussagt
    Sie habe Boris Palmer im Tübinger Stadtpark begleitet, erzählt die Reporterin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. Es sei um die Drogenproblematik gegangen. Während des Interviews habe der Tübinger Oberbürgermeister einen Mann gesehen, der in die Büsche gepinkelt habe. Er habe ihn darauf hingewiesen, dass das verboten ist und aufgefordert die Toilette zu benutzen. "Wir haben alles aufgenommen und damit Folge 2 des Podcast eröffnet", sagt Sandra Kolnik.
    Tübingen ist schon auch stolz, so einen prominenten OB zu haben.

    Quelle: Sandra Kolnik, SWR-Reporterin und Podcast-Autorin

    Nach diesem besonderen Erlebnis mit Boris Palmer habe sie sich gefragt, ob ein Oberbürgermeister während eines Interviews darauf hinweisen müsse, das öffentliches Urinieren verboten ist. Die Erklärung lieferte Palmers Bruder ebenfalls im Gespräch für den SWR-Podcast: "Boris Palmer ist ungefiltert. Dem ist das einfach egal."
    SWR-Doku "Der Palmer Komplex"
    Neben dem SWR-Podcast beleuchtet auch ein SWR-Film das Leben des Tübinger Oberbürgermeisters. "Der Palmer Komplex" heißt die Dokumentation. Nach Einschätzung von SWR-Reporterin Sandra Kolnik sind die Macher der Doku sehr dicht an Boris Palmer herangekommen.
    Als Beispiel nennt sie den Abend der Tübinger Oberbürgermeisterwahl. Zu sehen ist, wie sich Palmer mit seiner Frau berate, wie sehr sie im Rampenlicht stehen wolle, bevor beide den Sieg feiern. Bei diesem Gespräch sei die Kamera gelaufen, der Ton angeschaltet gewesen. Deshalb "kann man sie auch dabei belauschen. Das ist sehr intim - ein sehr naher Moment."
    "Der Palmer Komplex" - Donnerstag, 17.04. um 20:15 Uhr im SWR und in der ARD Mediathek.
    6 min

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