SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Angst vor atomarer Strahlung? "Nichts ist so gut überwacht, wie der Rückbau eines Kernkraftwerks"
    "Nichts ist so gut überwacht, wie der Rückbau eines Kernkraftwerks", sagt der Leiter der Gruppe 'Rückbau konventioneller und kerntechnischer Bauwerke' am Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. Deshalb würde er lieber neben einem AKW wohnen, das abgerissen wird, als neben einem konventionellen Gebäude.
    Angst vor atomarer Strahlung in der Bevölkerung
    Die Angst in der Bevölkerung führt der Wissenschaftler auf Unwissenheit zurück. Die vorherrschende Meinung sei: "Strahlung ist nicht sichtbar und deshalb ist das eine große Gefahr für uns." Doch Abfälle würden ein rückgebautes Atomkraftwerk nur dann verlassen, wenn sie frei von Strahlung seien. Als Beispiel nennt er Betonteile: "Sollte an der Oberfläche ein kontaminierter Partikel sitzen, wird der abgetragen." Anschließend sei das entsprechende Betonteil frei von Strahlung und könne auf einer Deponie entsorgt werden.
    Endlager Schacht Konrad gilt als sicher
    Schwach- und mittelradioaktive Abfälle sollen im Schacht Konrad endgelagert werden. Die Inbetriebnahme ist zu Beginn der 2030er Jahre vorgesehen. "Das ist für den Rückbau der Kernkraftwerke ganz essenziell", sagt Professor Sascha Gentes vom KIT. "Denn die Abfälle sind da."
    Mit Problemen wie in der Schachtanlage Asse rechnet der Wissenschaftler nicht. Dort war Wasser eingedrungen und die rund 47.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle müssen zurückgeholt werden. Schacht Konrad gilt als sicher. So verhindern etwa dicke Tonschichten das Eindringen von Wasser und damit auch das Austreten von radioaktiven Stoffen für einen langen Zeitraum. (Quelle: Bundesgesellschaft für Endlagerung)
    Die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland wurden am 15. April 2023 stillgelegt. Es handelte sich um die Anlagen Isar 2 in Bayern, Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg.
    6 min
  • Mitgliedervotum: Darum wirbt SPD-Chefin Esken für den Koalitionsvertrag
    Der Vertrag "ist nicht SPD pur", räumt Esken im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer ein. Dennoch sei sie sich sicher, "dass wir eine gute Zustimmung bekommen werden".
    Wir können uns darauf einlassen, gemeinsam mit der Union gute Politik für das Land zu machen.

    Quelle: Saskia Esken, SPD-Co-Parteichefin

    Die Co-SPD-Chefin weist auf die sozialdemokratische Handschrift im schwarz-roten Koalitionsvertrag hin. Dazu gehöre beispielsweise die mit der Union vereinbarte Steuersenkung für kleine und mittlere Einkommen. Der wahrscheinlich zukünftige Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte diese finanziellen Entlastungen unter Finanzierungsvorbehalt gestellt. "Das ist eine Provokation und nicht besonders klug", kritisiert Esken und verwies auf Unions-Projekte, bei denen auch noch nicht klar sei, ob sie umgesetzt werden könnten.
    Verständnis für Juso-Kritik am Koalitionsvertrag
    Die Kritik der Jusos am Koalitionsvertrag kann die SPD-Co-Parteichefin nachvollziehen. Aber es seien Kompromisse mit der Union notwendig gewesen. Trotzdem geht sie nicht davon aus, dass alle Juso-Mitglieder die Vereinbarung mit CDU/CSU ablehnen werden, so wie es der Juso-Bundesvorstand empfohlen hat.
    Eine Zerreißprobe werde die Koalition mit der Union für die SPD nicht werden, davon ist Esken überzeugt. Mit Auseinandersetzungen im Regierungsbündnis rechnet sie dennoch, weil die zukünftigen Partner "in verschiedenen Themen sehr unterschiedliche Meinungen haben". Eine Zusammenarbeit sei trotzdem wichtig, gerade weil in der Bevölkerung eine große Verunsicherung und Unzufriedenheit herrsche. Ziel der SPD sei es deshalb, "ein gutes Programm aufzustellen, das wirtschaftliche Dynamik verspricht - das den Menschen aber auch stabile Einkommen versprechen kann".
    7 min
  • Generation Z: lieber Job-Hopping als ewig den gleichen Arbeitgeber
    Fast die Hälfte der zwischen 1997 und 2012 geborenen denken, sofern sie bereits berufstätig sind, über einen Jobwechsel nach. Wer in diesem Zeitraum geboren wurde, wird der sogenannten "Generation Z" zugerechnet. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Karrierenetzwerks Xing ist die Wechselbereitschaft in dieser Altersgruppe mit 48 Prozent besonders stark ausgeprägt. SWR-Wirtschaftsredakteur Christoph Mautes zu den Gründen: "Die Generation Z ist noch nicht so lange im Arbeitsmarkt. Die ältesten Mitglieder dieser Generation sind erst 28 Jahre alt." Die Bereitschaft, den Arbeitgeber zu wechseln nehme mit zunehmendem Alter ab. In der Generation X, also der zwischen 1965 und 1980 Geborenen, ist nur jeder Dritte wechselbereit, Bei den vor 1965 geborenen sogenannten "Boomern" sind es gerade noch 15 Prozent. Auch die Gründe für einen Wechsel des Arbeitgebers sind unterschiedlich – welche das jeweils sind, auch darüber hat Christoph Mautes mit SWR Aktuell-Moderatorin Sophie Klein gesprochen.
    5 min
  • Ukraine-Krieg: "Merz muss sich zu Waffen-Lieferungen äußern"
    "Dem Bald-Kanzler Friedrich Merz stünde nichts entgegen, sich mal zu äußern", sagt die FDP-Europapolitikerin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck. Die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament warf dem CDU-Bundesvorsitzenden "dröhnendes Schweigen" vor, denn er habe sich bislang zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht groß eingelassen.
    Strack-Zimmermann kritisiert Abwarten von Merz
    Merz taste offenbar die Stimmung in Deutschland ab - nach dem Motto: "Was kann ich den Menschen zumuten und was nicht." Ein solches politisches Abwarten hält die FDP-Verteidigungsexpertin für falsch. Europa und die Ukraine würden darauf warten, dass Deutschland die im schwarz-roten Koalitionsvertrag festgeschriebene Führungsrolle einnehme. "Da kann Herr Merz ja schon mal anfangen und gezielte Ansagen machen."
    Taurus-Marschflugkörper für die Ukraine "sinnvoll"
    In der Ampel-Koalition hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine abgelehnt. Der zukünftige Kanzler Friedrich Merz (CDU) signalisierte dagegen Gesprächsbereitschaft. Strack-Zimmermann befürwortet die Lieferung des Taurus-Waffensystems an die Ukraine. "Wenn ein nachhaltiger Frieden herrschen und die Ukraine nicht ausradiert werden soll, ist es besonders wichtig, dass die Ukraine so ausgestattet ist, dass sie sich wehren kann." Nur aus der Stärke heraus habe das Land eine Chance, den russischen Angriffskrieg zu überleben.
    7 min
  • Kritik an schwarz-rotem Klimaschutz: Gasbohrungen in Deutschland - "ernsthaft"?
    Der 24-jährige nennt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer die Verbrennung von fossilem Gas als Beispiel. Blasel kritisiert den geplanten Bau von neuen Gaskraftwerke und, dass "ernsthaft innerhalb von Deutschland nach Erdgas gebohrt werden soll". Das sei das Gegenteil von Klimaschutz. Notwendig wäre der konsequente Ausstieg aus Gas und den anderen fossilen Energieträgern.
    Gerade durch Erschließung neuer Gasfelder in Deutschland würden neue Abhängigkeiten geschaffen werden. Eine solche Ausbeutung des fossilen Energieträgers Gas sei auf Jahrzehnte angelegt. "Das ist der Punkt, wo es ins Absurde gerät", sagt der Co-Vorsitzende der Grünen Jugend. "Wir wollen aus der Verbrennung von Gas aussteigen." Die Pläne von schwarz-rot, neue Gasvorkommen zu erschließen, seien das Gegenteil.
    Es bleibt beim Lippenbekenntnis zum Klimaschutz.

    Quelle: Jakob Blasel, Co-Vorsitzender der Grünen Jugend

    Gefahr von Erdbeben durch Gasbohrungen
    Blasel wies außerdem auf eine mögliche Gefahr für die Bevölkerung und nannte die Niederlande als Beispiel. Dort habe man die Erdgasbohrungen eingestellt, "weil die Erdbeben, die dadurch lokal entstanden sind, nicht mehr hinnehmbar für die Gesellschaft waren".
    Klimaschutz als "gesamtgesellschaftliches Interesse"
    Der Co-Chef der Grünen Jugend sieht auch in der aktuellen Wirtschaftskrise die Notwendigkeit, den Klimaschutz voranzutreiben. Deshalb hätten die Grünen dem milliardenschweren Investitionspaket zugestimmt. Ziele müsse es sein, "ein besseres Leben zu führen und etwas gegen die Klimakrise zu tun". Beides solle mit dem Investitionspaket erreicht werden, weil Klimaschutz ein "gesamtgesellschaftliches Interesse" sei. Die Tatsache, dass "Friedrich Merz keinen Plan hat und völlig ambitionslos ist", sei ein Problem des zukünftigen Bundeskanzlers und nicht den Umständen geschuldet, so Blasel.
    7 min
  • Trumps Zölle: So sollten Sie jetzt am Aktienmarkt investieren
    Trumps Zollpolitik wirkt sich massiv auf die Finanzmärkte aus, das haben wir diese Woche gesehen. Viele Anleger fragen sich im Moment, ob ihr Geld mit Blick auf die USA noch richtig investiert ist. Denn wer sich Anteile an einem weltweiten Aktien-ETF kauft, investiert damit meistens auch in Aktien von US-Firmen. Die USA haben am Weltindex MSCI World einen Anteil von knapp 73 Prozent. Sollte man seine Investment-Strategie jetzt also überdenken? Darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer mit Saidi Sulilatu gesprochen, er ist Chefredakteur beim Geldratgeber "Finanztip".
    6 min
  • Tschüss Schmerzen: Mit diesen Tipps zum gesunden Rücken
    Das Geheimnis hinter einem gesunden Rücken ist eigentlich gar nicht so geheim. Der Tipp des Mediziners: in Bewegung bleiben. Dabei ist es erst mal egal, wie genau man das macht. Eine spezielle Sportart sei nicht nötig. Es helfe schon spazieren gehen. "Denn wenn man läuft, aktiviert man die gesamte Muskulatur des Körpers". Am besten fängt man laut Grönemeyer schon im Kindesalter an: kleine Strampelbewegungen der Babys auf dem Wickeltisch oder später dann ins Baby-Schwimmen.
    Rückenschmerzen: "Es kommt vor, dass wir viel zu viel operieren"
    Im Gespräch kritisiert der Mediziner und Buchautor aber auch, dass zu viel operiert werde – weil Rückenschmerzen mit den Bandscheiben in Zusammenhang gebracht werden. Dabei sollte besser geprüft werden, ob die Bandscheibe überhaupt für die Art des Schmerzes verantwortlich sei. Denn Bandscheiben machten nur 3 Prozent aller Schmerzen aus.
    Ein nicht zu unterschätzender Faktor für Rückenschmerzen laut des Experten: die Psyche. Wie sie zu Rückenschmerzen führen kann und wie man vorbeugt, darüber spricht er mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
    11 min
  • Kolumne: Raketenschnell in die Bildungsmisere
    Die künftige Bundesregierung hat an den Zuschnitten der Ministerien herumgeschraubt. So soll es ein eigenes Ministerium geben, das sich um Digitalisierung und Staatsmodernisierung kümmert. Dafür wird die Bildung mit dem Familienministerium zusammengespannt. Zugunsten eines Forschungsministeriums, das auch noch für Technologie und Raumfahrt zuständig ist. Konsequent, wenn man sich anschaut, wer in Deutschland traditionell die bessere Lobby hat, meint Laura Koppenhöfer in unserer Kolumne "Zwei Minuten".
    3 min
  • Filmtipp: "The Amateur" – ein erfrischender Spionagethriller
    Charlie Heller, gespielt von Rami Malek, ist ein CIA-Agent zweiter Reihe, dessen Leben komplett aus den Fugen gerät als seine Frau bei einem Attentat in London ums Leben kommt. Heller will Rache und beschließt die vier Täter im Alleingang zu töten. Jedoch fordert dieses Vorhaben den introvertierten Computernerd der CIA ziemlich heraus.
    Es geht hier um Jemanden, der tatsächlich noch ein Gewissen hat, dem es schwer fällt Menschen zu töten - und der es daher auf seine ganz eigene Art und Weise macht.

    Quelle: Anna Wollner, Filmkritikerin

    Der Film verzichte auf "bloße Effekthascherei", so Wollner und setze stattdessen auf ein langsames Tempo, die Figurenentwicklung und die schauspielerische Leistung von Rami Malek. Der Spionagethriller „The Amateur“ von Regisseur James Hawes ist "klassisch, fast schon old-school und genau deswegen so erfrischend", meint Filmkritikerin Anna Wollner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
    4 min
  • Frühstücks-Quarch: Sind wir zu sehr aufs Geld fixiert?
    Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt. Diese Woche: Die Angst vor einer Weltwirtschaftskrise geht um. Globale Rezession und Inflation drohen. Das beunruhigt auch diejenigen, die nicht an der Börse aktiv sind.
    Wie kommt es, dass uns Börsenturbulenzen so leicht erschüttern? Sind wir zu sehr aufs Geld fixiert? Das klärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
    6 min

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