SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Koalitionsverhandlungen beendet: So könnte die neue Bundesregierung aussehen
    Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD sind abgeschlossen. 45 Tage nach der Bundestagswahl haben sich die Union und die SPD auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt. Am Nachmittag wollen sich die Spitzen beider Parteien zur erzielten Einigung äußern. Medienberichten zufolge wurden auch zentrale Ministerien bereits unter den Parteien verteilt. Demnach soll die SPD das Finanz- und das Verteidigungsministerium erhalten. An die Unionsparteien CDU und CSU gehen Berichten zufolge das Innenministerium und das Auswärtige Amt. Hauptstadtkorrespondentin Lissy Kaufmann hat alle Infos, Stand 13 Uhr, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Laura Koppenhöfer.
    4 min
  • "Wir haben eine sichere Lage im ÖPNV" - Warum ein Messerverbot in BW trotzdem helfen könnte
    In Baden-Württemberg hat die Polizei im vergangenen Jahr rund 220 Angriffe im Nahverkehr registriert - Tendenz steigend. Laut dem Innenministerium von Baden-Württemberg wird in den meisten Fällen "nur" gedroht. Trotzdem sollen Messer und Co im öffentlichen Personennahverkehr verboten werden. Das hat die Landesregierung beschlossen. Bisher konnten die Verkehrsverbünde solche Regelungen in ihren Geschäftsbedingungen festschreiben.
    Messerverbot im ÖPNV: Was bringt's?
    Ein solches Messerverbot würde vor allen Dingen Rechtsklarheit schaffen, sagt Cornelia Christian, Geschäftsführerin des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart (VVS). Denn damit könne man mit Hilfe der Polizei solche Fälle anders durchsetzen. Die Arbeit der ÖPNV-Mitarbeiter würde so auch sicherer werden, wenn man davon ausgehen könne, dass die Fahrgäste keine Messer mitnehmen. Allerdings ist Christian auch klar, dass sich nicht alle daran halten werden. Dennoch spricht sie insgesamt von einer "grundsätzlich sicheren Lage im ÖPNV" im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
    4 min
  • „Zynische Gelassenheit“: Wie umgehen mit Trumps Zöllen?
    Mit 20 Prozent Einfuhrzöllen muss Ulrich Dähne, Geschäftsführer von Stabila Messgeräte im rheinland-pfälzischen Ort Annweiler am Trifels, bald kalkulieren. Denn obwohl die US-Zölle am Mittwochmorgen in Kraft getreten sind, betrifft das erst Waren, die noch verschifft werden, erklärt der Unternehmen im Gespräch mit SWR Aktuell.
    Reaktion auf Trump-Zölle: Kosten an Kunden weitergeben
    Die höheren Kosten müsse man auf die Produkte draufschlagen, sagt Dähne - wie vermutlich viele andere Hersteller. Denn das Problem haben andere ja auch: "Wir befinden uns da in guter Gesellschaft". Denn kein Messhersteller fertige in einem signifikanten Umfang in den USA, somit belasten die Zölle auch ihre Produkte. Das habe Einfluss auf die ganze Branche, schätzt Dahne.
    Es wird wahrscheinlich noch weit viel mehr Produkte betreffen als nur Messgeräte am Bau.

    Quelle: Ulrich Dähne, Geschäftsführer Stabila Messgeräte

    Wie es nun weitergeht und ob es eine Lösung sein kann, sich auf andere Märkte außerhalb der USA zu konzentrieren, darüber spricht Ulrich Dähne mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
    7 min
  • Bedingungsloses Grundeinkommen: Wie konkret soll das gehen?
    Was würde das mit den Menschen machen? Die Antwort darauf war schwierig, denn es gab weltweit keine präzise Studienlage - bis jetzt.
    Eine Langzeitstudie hat das bedingungslose Grundeinkommen und die Auswirkungen auf die Menschen untersucht.
    Studie zeigt: Menschen mit bedingungslosem Grundeinkommen arbeiten nicht weniger
    Menschen, die ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten, reduzieren deshalb in der Regel nicht ihre Arbeitszeit. Das zusätzliche Geld werde stattdessen gespart. Außerdem gehe es den Menschen dadurch mental besser, sagen die Forschenden. Drei Jahre lang haben die 122 Studienteilnehmer jeden Monat bedingungslos 1.200 Euro erhalten.
    Bedingungsloses Grundeinkommen: Finanzierung kennt verschiedene Modelle
    Für die Soziologin Prof. Dr. Ute Fischer von der Fachschule Dortmund liegen die Vorteile des Modells auf der Hand: "Es ist natürlich wunderbar, wenn man wirklich den Dingen nachgehen kann, für die man sich berufen fühlt". Diese Grundlage würde eine solche Zahlung schaffen, sagt die Professorin der Fachschule Dortmund im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch. Eine Kernfrage bleibt aber natürlich die Finanzierung. Hier gibt es mehrere Modelle, zum Beispiel sämtliche gesetzliche Versicherungsleistungen abzuschaffen oder auch nur Transferleistungen, wie Wohn- oder Bürgergeld. Fischer sagt, das sei auch eine Frage der Prioritäten in der Politik. Die Volkswirtin nennt in diesem Zusammenhang ihre Kritikpunkte am derzeitigen System. Dieses beruht auf der Devise: Wer arbeiten kann, arbeitet - und nur wer Hilfe braucht, bekommt sie.
    Bedingungsloses Grundeinkommen: Würden Menschen nicht mehr arbeiten?
    Die Volkswirtin spricht aber noch einen anderen Punkt an: Wie würde sich ein bedingungsloses Grundeinkommen auf die Wirtschaft auswirken? Es gebe Befürchtungen, dass Menschen dann nicht mehr unbedingt arbeiteten - obwohl Fachkräfte schon jetzt rar sind. Fischer erklärt auch, in welcher Lebensphase ein bedingungsloses Grundeinkommen ihrer Meinung nach besonders helfen würde, ohne der Wirtschaft zu schaden.
    6 min
  • "Desaströse Situation" in Syrien: So will Caritas international helfen
    Es war ein Wendepunkt in der Geschichte Syriens: der Sturz von Machthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024. Vier Monate ist das nun her. Wie steht es seitdem um Sicherheit, Wohnung oder Nahrung für die Menschen vor Ort? Dass Deutschland beim Wiederaufbau des Landes unterstützen will, sollte der Besuch der Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) im März verdeutlichen. Wie Hilfe für Syrien konkret aussehen kann – und welche Schwierigkeiten es dabei gibt, erlebt die Hilfsorganisation Caritas international. Am Abend findet eine von ihr organisierte Konferenz in Berlin statt. Der Titel: "Syriens Zukunft und Deutschlands Beitrag".
    Caritas international: Lage in Syrien "extrem deprimierende Situation"
    Oliver Müller, der Leiter von Caritas international, geht im Gespräch mit SWR Aktuell auf seine Eindrücke ein, die er durch seine Besuche in dem Land bekommen hat – zum Beispiel in welcher Art und Weise das Regime die Bevölkerung dort unterdrückt hat. Es sei eine "extrem schwierige und auch deprimierende Situation" gewesen. Aber auch wenn nach dem Sturz des Assad-Regimes eine Art Aufbruchstimmung zu spüren gewesen sei, habe sich an der humanitären Situation nichts geändert.
    Es gehe jetzt darum, die "Basis-Bedürfnisse wie Nahrung und Obdach" abzudecken – auch wenn das schwer sei. An psychologische Hilfe sei oftmals gar nicht zu denken.
    Wenn Syrien wieder auf die Füße kommen will, wenn es zu einem guten Miteinander der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen auch kommen soll, dann muss die Vergangenheit aufbereitet werden - individuell wie auch gesellschaftlich.

    Quelle: Oliver Müller, Leiter Caritas international

    Mit welchen Schwierigkeiten die Hilfsorganisation vor Ort zu kämpfen hat und wie die Arbeit mit der Übergangsregierung aussieht, darum geht es im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
    8 min
  • Islamismus in Deutschland: Deshalb radikalisieren sich Menschen
    "Islamismus in Deutschland": Unter diesem Titel findet in Berlin die Abschlusstagung des RADIS-Forschungsnetzwerks statt. Über vier Jahre lang haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deutschlandweit untersucht, wie sich islamistische Strömungen entwickeln, welche gesellschaftlichen Gruppen besonders betroffen sind - und wie Prävention nachhaltig gelingen kann.
    Extremistische Gruppen bieten scheinbar klare Antworten und scheinbar klare Opfer-Feind-Strukturen

    Quelle: Prof. Dr. Julian Junk, Extremismusforscher

    Leiter des Transferprojekts Radis ist Prof. Dr. Julian Junk. Er leitet außerdem die Forschungsgruppe Radikalisierung am Leibniz-Institut Friedens- und Konfliktforschung - und beschäftigt sich seit Jahren mit Fragen von Extremismus, Sicherheit und gesellschaftlicher Resilienz.
    Mit ihm hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch darüber gesprochen, warum sich Menschen radikalisieren und was die Gesellschaft tun kann, um das zu verhindern.
    6 min
  • Hoffnung, Angst, Gier, Euphorie: So viel Psychologie steckt im Börsencrash
    Es war ein sehr schlechter Start in die Woche an der Börse in Frankfurt. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor am Montag gut vier Prozent, konnte damit aber zumindest den Absturz zu Handelsbeginn von mehr als zehn Prozent wieder eindämmen. Dennoch war es der dritte tiefrote Handelstag in Folge. Den Grund kennen wir, es ist der Zollhammer von US-Präsident Donald Trump, der die Sorge vor einer Weltwirtschaftskrise anfacht.
    Börsencrashs hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben: Im Jahr 2000 war der Auslöser das Platzen der Internet-Blase, 2008 kam die Finanzkrise und 2020 die Corona-Pandemie. Die Kursverluste waren zwar auf reale Krisen in der Wirtschaft zurückzuführen, aber an der Börse ist auch immer viel Psychologie dabei.
    Über dieses Spannungsfeld hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Roland Ullrich gesprochen: Er ist Diplom-Volkswirt und Trading Coach.
    5 min
  • Aufrüstung als Chance: So kann Europa profitieren
    Nicht kleckern, sondern klotzen. Deutschland und die EU wollen Milliarden in Rüstung und Verteidigung investieren. Hierzulande wird dafür die Schuldenbremse bei Rüstungsgütern ausgesetzt. Die EU-Kommission will 800 Milliarden Euro für ein Verteidigungspaket mobilisieren. Davon soll nicht nur die Rüstungsindustrie profitieren, sondern auch andere Branchen. Kapazitäten, zum Beispiel aus der Autoindustrie, könnten umgeschichtet werden.
    Jeder von uns würde lieber in Krankenhäuser, Straßen oder Schulen investieren

    Quelle: Tobias Cremer, SPD- Europaabgeordneter

    Wie Europa von der Aufrüstung profitieren kann, hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit dem SPD-Europaabgeordneten Tobias Cremer besprochen. Er gehört dem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und dem Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung an.
    5 min
  • Panik oder Aufbruch: Was machen Trumps Zölle mit Europa?
    Pauschal zehn Prozent Zoll auf alles, was in den USA ankommt. Das gilt jetzt schon an sämtlichen Häfen, Flughäfen und Zolllagern. Ab Mittwoch kommen dann noch zusätzliche Zölle, die hat US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche auf seiner Länder-Tabelle präsentiert. Für die Europäische Union stehen da 20 Prozent für Exporte in die USA. Heute die Reaktion von der EU-Kommission: sie bietet den USA an, gegenseitig alle Zölle auf Industriegüter aufzuheben.
    Wie blickt man im Europaparlament auf die US-Zölle? Mit Panik, Sorge oder Entschlossenheit? Darüber hat SWR Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart mit Bernd Lange gesprochen, Europaabgeordneter der SPD und Vorsitzender des Handelsausschusses im EU-Parlament.
    5 min
  • 80.000 Tiere werden ausgesetzt: Lachserlebnispfad Murgtal soll Touristen begeistern
    Lachse leben idealerweise in kalten, sauerstoffreichen Fließgewässern und spielen eine Schlüsselrolle in unserem Ökosystem. Außerdem sind sie wichtig für den Tourismus im Südwesten.
    Wenn Lachse vorkommen, dann können wir mit Fug und Recht behaupten, dass dann auch das Gewässer in Ordnung ist.

    Quelle: Frank Hartmann, Leiter der Fischereibehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe

    In der Murg werden dieses Jahr 80.000 Lachse ausgesetzt, um einen neuen Bestand aufzubauen. Welchen Nutzen das hat und was man auf dem Lachserlebnispfad Murgtal erleben kann, erklärt Frank Hartmann, Leiter der Fischereibehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Zelt.
    8 min

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