SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • "WohnPunkt RLP": So geht Wohnen im Alter vor Ort
    So lange wie möglich selbstbestimmt am gewohnten Ort bleiben können - das wünschen sich viele Menschen für ihr höheres Alter. In Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt "WohnPunkt RLP - Wohnen mit Teilhabe" diesen Wunsch. Sechs weitere Gemeinden sind zu den bisherigen nun dazu gekommen: Aach, Brey, Dattenberg, Holzerath, Rülzheim und Winden.
    "Diese Dörfer haben sich aufgemacht, um für ihre älteren Bewohner eine entsprechende Wohnform zu schaffen - zum Beispiel ein Mehr-Generationen-Wohnprojekt, eine Wohn/Pflege-Gemeinschaft, betreutes Wohnen vielleicht auch eine Tagespflege", sagt Geschäftsführerin Monika Schneider von der Agentur "Schneider Wohnkonzepte".
    Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck erklärt Monika Schneider, wie das Projekt genau funktioniert und wie engagiert Menschen sich dafür einsetzen, dass ihre älteren Mitbürger - und vielleicht eines Tages auch sie selbst - am Ort bleiben können und dort gut betreut und versorgt sind.
    7 min
  • Wie funktioniert der "Wahl-O-Mat" für die Bundestagswahl 2025?
    Noch zweieinhalb Wochen - dann ist Bundestagswahl. Eine Entscheidungshilfe bietet der "Wahl-O-Mat" der Bundeszentrale für Politische Bildung, den viele kennen und nutzen. Bis der für die Bundestagswahl 2025 online gehen konnte, gab es diesmal bekanntermaßen an allen Ecken etwas mehr Zeitdruck.
    Hier gleich ausprobieren:
    SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler hat sich den Weg bis zu einem funktionierenden "Wahl-O-Maten" im Gespräch mit einer der Verantwortlichen für dieses Projekt bei der Bundeszentrale für Politische Bildung, mit Pamela Brandt, erläutern lassen.
    6 min
  • Auto-Sabotage durch Fake-Grüne: Russland will "Spaltung befördern"
    Besitzerinnen und Besitzer von Autos mit Verbrennungsmotor haben unter anderem in Baden-Württemberg kürzlich eine böse Überraschung erlebt. Ihre Autos sprangen nicht mehr an - nach gezielter Sabotage: Die Auspuffrohre waren mit Bauschaum verstopft. Am Auto prangten dann Sticker von den Grünen - vermeintlich also eine Aktion aus der Grünen-Wählerschaft gegen klimaschädliche Verbrenner-Autos. Nun ist aber herausgekommen: Dahinter stecken weder die Grünen noch ihre Wähler-Klientel, sondern offenbar eine russische Geheimdienst-Operation.
    Russlands Ziel: "Unregierbarkeit"
    Dass Russland versucht, in Deutschland Desinformation zu verbreiten, ist nicht neu. Das Innenministerium, das Auswärtige Amt, aber auch die Geheimdienste schauen deshalb schon länger sehr genau hin - online wie offline. Gerade jetzt, vor der Bundestagswahl, lassen sich neue Muster erkennen. Dabei betont Nico Lange, Politikberater und Senior Fellow bei der Zeitenwende-Initiative der Münchner Sicherheitskonferenz, dass es Russland nicht darum geht, die Bundestagswahl in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen.
    Es geht darum, gesellschaftliche Spaltung zu fördern und im Grunde so etwas wie Unregierbarkeit zu erzeugen.

    Quelle: Nico Lange, Politikberater und Senior Fellow bei der Zeitenwende-Initiative der Münchner Sicherheitskonferenz

    Ziel solcher Initiativen sei es, dass Deutschland sich nicht mehr der russischen Außenpolitik entgegenstellt, sondern stattdessen auf Kreml-Kurs einschwenkt oder wenigstens passiv wird, weil ausreichend interne Konflikte verstärkt worden seien. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler erklärt Politikberater Nico Lange, was für eine lange "Tradition" diese Strategie hat und was sich dagegen tun lässt.
    5 min
  • So geht Sozialwohnungsbau: Standards und Kosten müssen runter
    Zu wenig bezahlbare Wohnungen, steigende Mieten, Menschen in prekären Wohnverhältnissen: Die Lage ist bedrückend und Besserung kaum in Sicht. Bundesweit fehlen mehr als eine halbe Million günstige Wohnungen - insbesondere in Ballungsräumen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Bündnis "Soziales Wohnen" in Auftrag gegeben hat.
    "Wenn man schaut, wie viele Haushalte Anspruch auf eine Sozialwohnung hätten, liegt die Zahl sogar bei etwa 23 Millionen", präzisiert Professor Dietmar Walberg, Geschäftsführer des Bauforschungs-Instituts ARGE des Landes Schleswig-Holstein.
    Mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler spricht Walberg auch über die Gründe für den Mangel: "Die Standards sind zu hoch, wir haben in den letzten Jahren zu teuer gebaut. Von dieser Kostenspirale müssen wir runter". Hören Sie im Interview, welche Vorschläge der Experte macht, um das Problem zu lösen.
    5 min
  • Gaza-Pläne: Bedrückend, was Trump da versucht
    US-Präsident Trumps Pläne für eine zwangsweise Räumung des Gazastreifens stoßen in der arabischen Welt, in Europa und auch in China auf Kritik. Lediglich aus dem rechtsextremen israelischen Lager kommt Zustimmung.
    ie Nachrichten aus Washington werfen aber auch Fragen auf: Wie werden sich die Äußerungen Trumps auf die derzeit hoch sensible Phase der Verhandlungen auswirken? Und was wird aus der berühmten Zwei-Staaten-Lösung?
    Die Nahost-Expertin Bente Scheller von der Heinrich-Böll-Stiftung (den Grünen nahestehend) findet es "bedrückend, was Trump da versucht. Die Zwei-Staaten-Lösung ist das einzige Konzept, das die Interessen beider Seiten berücksichtigt. Ich denke, es wäre leichtfertig, das jetzt vom Tisch zu nehmen". Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn erklärt Bente Scheller außerdem, welche Reaktion aus Europa angemessen wäre – und warum wir die Hoffnung auf einen Friedensprozess im Nahen Osten trotz allem nicht aufgeben sollten.
    7 min
  • Santorini-Beben: Region von "etwa einem Kubik-Kilometer 'Schmelze'" bedroht
    Auf der griechischen Insel Santorini hat es in der Nacht auf Mittwoch viele Erdbeben gegeben - teilweise im Minutentakt. Inzwischen hat rund ein Drittel der rund 16.000 Bewohner die Insel verlassen, dazu Feriengäste und Saisonarbeitskräfte.
    Santorini wird von einer ganzen Erdbebenserie erschüttert. Die schwerste Erschütterung gab es am Dienstag mit einem Wert von 5 auf der Richter-Skala. Diese Eruption war auch im knapp 250 Kilometer entfernten Athen zu spüren.
    Gefahr ist real
    Viele Menschen haben die Insel bereits verlassen. Der Leiter des Forschungsbereichs Seismologie am geophysikalischen Institut des KIT in Karlsruhe, Joachim Ritter, kann das gut nachvollziehen, "weil wir nicht wissen, wie sich diese Situation jetzt weiterentwickelt". Vor Ort auf der Insel sind Rettungskräfte und Militär im Einsatz. Das Auswärtige Amt hat inzwischen auch Reisehinweise für Santorini herausgegeben.
    Seismisch aktive Region
    Insgesamt sei das östliche Mittelmeer schon von schweren Katastrophen betroffen gewesen und seismisch sehr aktiv, betont KIT-Professor Ritter. Die aktuellen Beben seien tektonischer Natur und hätten mit den Vulkanen in der Gegend nichts zu tun. Ritter schaut aber mit gewisser Sorge auf den so genannten "Kolumbus-Vulkan", ein Santorini benachbarter Untersee-Vulkan.
    Von dem wissen wir, dass er im Moment große Schmelzmengen beinhaltet. Man geht von etwa einem Kubik-Kilometer Schmelze aus.

    Quelle: Joachim Ritter, Leiter des Forschungsbereichs Seismologie am geophysikalischen Institut des KIT in Karlsruhe

    Dieser Vulkan sei 1650 ausgebrochen und habe eine vermutlich ungefähr 20 Meter hohe Tsunami-Welle ausgelöst. Ob nun auf die tektonischen Beben ein Vulkanausbruch folge, sei aktuell nicht abzusehen. Da unklar sei, was in der Magma-Kammer geschehe, müsse nun über Monate hinweg die Region und ihr Untergrund beobachtet werden, so die Einschätzung des Leiters des Forschungsbereichs Seismologie am geophysikalischen Institut des KIT.
    5 min
  • Haushaltssperre in Karlsruhe: Auswirkungen auf Bürger noch nicht absehbar
    Die öffentlichen Kassen sind klamm - da macht auch die Stadt Karlsruhe keine Ausnahme. Die Verwaltung hat angesichts ihrer schweren Finanzkrise zum ersten Mal eine Haushaltssperre verhängt. Das Minus im Haushalt für das laufende Jahr hatte sich zuletzt mehr als verdoppelt - auf 95 Millionen Euro. Was bedeutet das für die Bürger in Karlsruhe? Die Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz sagte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn, unter anderem würden 15 Millionen Euro gesperrt; Amtsleitungen und Fach-Dezernenten müssten bis Ende März Vorschläge machen, wie das zu realisieren sei. Dann entscheide der Gemeinderat. "Ob das konkrete Auswirkungen auf die Bürger haben wird, bleibt abzuwarten". Hören Sie im Interview, warum die Finanzbürgermeisterin hofft, die Sperre im Mai wieder aufheben zu können.
    6 min
  • Zwei Wochen nach Messer-Angriff sagt Aschaffenburg Faschingsumzug ab: "Das lässt sich gerade nicht vermitteln"
    Zwei Wochen ist der tödliche Angriff in Aschaffenburg inzwischen her. Ein mutmaßlich psychisch kranker Flüchtling aus Afghanistan hat auf Kinder und Passanten eingestochen. Ein zweijähriger Junge und ein 41-jähriger Mann sind in der Folge gestorben - drei weitere Menschen haben schwere körperliche Verletzungen davongetragen.
    Aschaffenburg trauert noch immer
    Die Stimmung in der Stadt sei noch immer gedrückt, sagt Jürgen Herzing (SPD), Oberbürgermeister von Aschaffenburg, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. Die Stadt sei momentan vor allem noch damit beschäftigt, sich um die Überlebenden zu sorgen und mit der öffentlichen Trauer umzugehen. Noch immer legten Menschen Kerzen und Kuscheltiere am Gedenkort ab. Es gebe mittlerweile auch den Beschluss, keinen Faschingsumzug zu veranstalten:
    Den haben wir jetzt schweren Herzens abgesagt. Ich bin auch Fastnachter, aber das lässt sich gerade nicht vermitteln.

    Quelle: Jürgen Herzing (SPD), Oberbürgermeister von Aschaffenburg

    Auf die politischen Ereignisse in Berlin, wie etwa die Abstimmung der Union mit der AfD für eine strengere Asyl- und Migrationspolitik, blickt Oberbürgermeister Herzing mit Distanz. Er sei aber stolz auf seine Stadtgesellschaft, dass die absolute Mehrheit sich trotz dieses Vorfalls weder Hass noch Hetze hingegeben habe.
    Jürgen Herzing fordert aber auch einen besseren Blick auf Menschen mit Gewaltneigung und Auffälligkeiten, um solche Taten in Zukunft eher verhindern zu können: "Das müssen wir gemeinschaftlich schaffen, dass die nicht verloren gehen zwischen den Behörden von Bund und Land, sondern die müssen in eine Klinik, die müssen irgendwo untergebracht werden, bis entschieden ist, ob sie in der Psychiatrie bleiben oder abgeschoben werden."
    5 min
  • Gaza-Streifen unter US-Kontrolle? Das sagen die Nachbar-Staaten zu Trumps Plänen für eine "Riviera des Nahen Ostens"
    Wie geht es weiter für die Menschen im Gaza-Streifen? Der neue US-Präsident Donald Trump hat gestern Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im Weißen Haus empfangen und dabei einen ganz neuen Vorschlag präsentiert: Er will den Küstenstreifen unter US-Kontrolle bringen, dann die rund 2 Millionen Palästinenser umsiedeln an Orte, an denen sie "sicher leben" könnten, und am Ende Gaza als eine Art "Riviera" wieder aufbauen.
    Die Vereinigten Staaten würden Besitzer dieses Teils des Nahen Ostens und auch militärische Mittel zur Erlangung dieses Ziels wollte Trump nicht ausschließen. Was die Pläne noch im Detail vorsehen und was davon realistisch ist, erfährt SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel im Gespräch mit ARD-Washington-Korrespondent Ralf Borchard.
    5 min
  • Nach AfD-Eklat: Rottenburger Bürgermeister Neher sieht CDU jetzt auf besserem Kurs
    Nach den umstrittenen Abstimmungen im Bundestag zur Migrationspolitik haben sich die Wogen noch immer nicht geglättet. Auch nicht in Rottenburg am Neckar, dessen CDU-Oberbürgermeister Stephan Neher öffentlich Kritik am Vorgehen seines Parteichefs und Kanzlerkandidaten Friedrich Merz geübt hatte. Die möchte er zwar nicht ungeschehen machen - allerdings sagt er heute: "Der jetzige Weg ist der richtige. In einem Parteitagsbeschluss Forderungen aufstellen, die dann Teil von Koalitionsverhandlungen sind".
    Im Talk mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck spricht Neher über den Umgang mit Geflüchteten in Rottenburg, den er als "hervorragend funktionierend" beschreibt. Hören Sie auch, welche Verbesserungen Neher sich in der Arbeit von Behörden wünschen würde.
    7 min

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