SWR Aktuell Im Gespräch

SWR Aktuell Im Gespräch

By SWR AktuellNews
Download on the App Store

SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Trump und Netanjahu: So „ticken“ sie im Nahost-Konflikt
    US-Präsident Donald Trump empfängt heute in Washington den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Was könnte diese Begegnung für den Nahost-Konflikt bedeuten? Vielleicht gar Impulse für einen Friedensprozess setzen?
    Der israelische Historiker Moshe Zimmermann ist sicher: "Weil Trump Netanjahus Freund ist, kann er mehr Druck ausüben als sein Vorgänger. Biden und Netanjahu konnten sich nicht verstehen, sich nicht aushalten. Mit Trump ist es anders - er hat so seine Methoden".
    Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn entwirrt Zimmermann die komplizierte Gemengelage, in der beide Politiker agieren. Hören Sie im Audio auch die Einschätzung des Historikers, wie Netanjahu und Trump im Gaza-Konflikt persönlich "ticken".
    8 min
  • Ausfuhrkontrollen und Ärger für Google: China antwortet auf US-Zölle
    US-Präsident Donald Trump will die US-Märkte besser schützen. Das Mittel seiner Wahl sind Zölle - manche empfinden sie als "Strafzölle". Wobei: In dieser Auseinandersetzung gibt es fast täglich eine neue Wendung. Nun hat Trump die bereits angekündigten Zölle gegen Kanada zunächst ausgesetzt. Dasselbe hatte er mit den Zöllen auf Waren aus Mexiko getan, nachdem die mexikanische Regierung versprochen hatte, 10.000 Einsatzkräfte zur Sicherung der Grenze zu den Vereinigten Staaten gegen Drogen- und Menschenschmuggel einzusetzen.
    Bei China allerdings ist Trump hart geblieben. Es gibt "Strafzölle" gegen Peking. Die Volksrepublik hat nun reagiert. Wie die Antwort ausfällt, erklärt Christof Gaißmayer aus der SWR-Wirtschaftsredaktion im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn - und wirft einen Blick voraus auf mögliche Zölle gegen EU-Produkte, also eventuell auch wieder Wein aus Rheinland-Pfalz.
    4 min
  • Handball-Legende Uwe Gensheimer gibt seine Abschiedsvorstellung: "Alles hat seine Zeit"
    Schon allein in Zahlen ist seine Leistung beeindruckend: Insgesamt hat Uwe Gensheimer 538 Spiele bestritten und dabei 3.040 Tore geworfen. Schon mit 5 Jahren stand er das erste Mal auf dem Platz beim TV 1892 Friedrichsfeld. Von dort ging es direkt in die Handball-Bundesliga zur SG Kronau/Östringen, die heute "Rhein-Neckar-Löwen" heißt. Zwischendurch war Uwe Gensheimer in Frankreich bei Paris Saint Germain, kam aber zu den Löwen zurück und war in der DHB-Auswahl natürlich der Handball-Nationalspieler schlechthin. Für die Nationalmannschaft hat er 204 Spiele im deutschen Trikot absolviert.
    Karriereende ohne Bitterkeit
    Zum Abschied spielt er noch ein Mal in der SAP-Arena in einem All-Star-Game und klar, er will gewinnen, sagt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. Er habe nur die gesundheitliche Sorge, dass sein Knie das Spiel auch durchhält, denn eine vorangegangene Knieverletzung hat auch den Ausschlag gegeben, aus dem Profi-Handball auf dem Spielfeld auszusteigen.
    Wenn der Knorpel im Knie mal beschädigt ist, ist das schwierig, zu reparieren. Alles hat seine Zeit.

    Quelle: Handball-Legende Uwe Gensheimer

    Gensheimer ist aber dankbar für seine große Karriere. Er war auch bei der Weltmeisterschaft Anfang des Jahres, um das DHB-Team anzufeuern. Trotz verpasstem Einzug ins WM-Halbfinale hat er sich positiv über die deutsche Handball-Nationalmannschaft geäußert – in einem Interview sagte er: "Allgemein gesehen und wenn man den Altersschnitt der Mannschaft sieht, finde ich die Entwicklung der letzten Jahre überragend. Wir werden auch in den kommenden Jahren noch sehr, sehr viel Freude an der Handball-Nationalmannschaft haben. Die generelle Richtung zeigt nach oben." Das habe auch die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 gezeigt. Grundsätzlich sei das Spitzenfeld im Handball aber sehr eng beieinander.
    Handball muss medial aufholen
    Im Gespräch bei SWR Aktuell hat Gensheimer auch über die Außenwirkung von Handball gesprochen. Der gebürtige Mannheimer hat es bedauert, dass manche Arenen bei der WM halb leer waren. Das sei dem Handball bei anderen Turnieren auch schon besser gelungen. Grundsätzlich müsse der Weltverband sich besser positionieren und auch auf internationale Märkte schauen, etwa eine Vermarktung von Übertragungen in den Vereinigten Staaten, um als Sportart dort populärer zu werden. Gensheimer selbst wird sich nach dem Ende seiner sportlichen Karriere im Management der Rhein-Neckar-Löwen einbringen.
    7 min
  • US-Handelskrieg verschoben: Kann die deutsche Wirtschaft in Südamerika profitieren?
    Lateinamerika besteht aus rund zwei Dutzend Ländern, umfasst etwa 20 Millionen Quadratkilometer, ungefähr 650 Millionen Menschen leben dort. Trotzdem liege der Handelsanteil mit diesem Teil der Welt nur bei etwa drei Prozent der deutschen Handelsbilanz, sagt Mark Heinzel, Referatsleiter Nord- und Lateinamerika bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. Mark Heinzel koordiniert die Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft.
    Wachstumsmöglichkeiten, Demokratie und Rohstoffe
    Über die Chancen für die deutsche Wirtschaft in den an Rohstoffen reichen lateinamerikanischen Ländern diskutieren in Berlin rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie auf der Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft.
    Die meisten Länder Lateinamerikas sind sehr stabile Demokratien.

    Quelle: Mark Heinzel, Referatsleiter Nord- und Lateinamerika bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer

    Es gebe zwar ein paar "Kinderkrankheiten" oder Probleme, wie etwa Korruption oder Kriminalität, aber der Kontinent entwickle sich im Grunde gut, sagt Henzel. In Anbetracht der lahmenden deutschen Konjunktur, scheinen erfolgversprechende Beziehungen ins Ausland wichtiger denn je und Lateinamerika ein interessanter Handelspartner. Trotzdem sagt auch der Referatsleiter Nord- und Lateinamerika: Das Handelsvolumen mit den Vereinigten Staaten wird Lateinamerika weder kurz- noch mittelfristig ersetzen können und ein Handelskrieg vor allem zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten sei auch für Deutschland extrem schädlich. Deutsche Unternehmen produzierten in Mexiko zum Beispiel in großem Umfang Waren für den US-Markt.
    5 min
  • Goldpreis im Aufwind: Das empfiehlt jetzt der Experte
    Nach einem leichten Knick am Wochenende, bedingt durch US-Präsident Trump und seine Zoll-Politik, steigt der Goldpreis jetzt wieder. Schon im vergangenen Jahr hatte hat er 40 neue Allzeithochs erreicht - und viele Analysten gehen davon aus, dass sich dieser Schwung auch 2025 fortsetzen wird. Doch was fängt man mit Gold eigentlich an? "Gold ist weniger eine Geldanlage als eine Absicherung im Fall einer massiven Krise", erklärt Saidi Sulilatu, Chefredakteur beim Geldratgeber Finanztip. "Eine eiserne Reserve für den Fall, dass es ganz schlimm kommt".
    Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel erklärt Sulilatu, welche Faktoren den Goldpreis beeinflussen. Erfahren Sie auch, wie und wo Sie ihre vielleicht geerbten Goldmünzen am besten verkaufen können.
    5 min
  • Demos gegen Rechts: Die Leute wollen die Brandmauer zurück
    Hunderttausende gehen derzeit wieder auf die Straße, um gegen Rechts zu demonstrieren - eine Folge des umstrittenen Vorgehens der CDU, die für ihre Migrationspläne Stimmen der AfD in Kauf genommen hat. Aber was genau treibt die Menschen da jetzt auf die Straße? Und gegen wen oder was demonstrieren sie konkret? Nils Kumkar, Soziologe an der Universität Bremen, sieht es so: "Viele Leute haben das Gefühl, dass ein Tabu verletzt wurde". Mit den Demos fordern sie das Tabu, also die Brandmauer, wieder ein, sagt Kumkar.
    Die spannende Frage sei jetzt, "ob die Proteste die Parteien zur Selbstfestlegung zwingen", was Folgen für die Koalitionsverhandlungen haben könnte. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn geht Kumkar außerdem der Frage nach, wie die CDU auf den sich aufbauenden Druck reagieren könnte.
    5 min
  • Verteidigung in Europa: Ohne US-Hilfe "völlig ausgeschlossen"
    Die Europäische Union veranstaltet heute ein Gipfeltreffen zu Sicherheitsfragen. Dabei liegt der Fokus auf der Verteidigungspolitik. Die Unterstützung der Vereinigten Staaten wirkt unter US-Präsident Donald Trump nicht mehr so gewiss, wie unter US-Präsident Joe Biden noch. Andererseits blicken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Osten auf die Lage in der Ukraine. Im Gespräch mit Carlo Masala, Politikwissenschaftler und Professor für internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München, hat SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler über beide Themen gesprochen.

    Abhängigkeit vom NATO-Partner USA
    Eigentlich müsste die Europäische Union sehr viel Geld für die Aufrüstung ausgeben, um sich selbst zu schützen, ohne auf die Vereinigten Staaten angewiesen zu sein. Es gebe Fähigkeitsfelder, in denen rund die Hälfe der notwendigen Verteidigungskapazitäten bei den US-Streitkräften lägen. Das alles aufzuholen koste sehr viel Geld und mindestens eine Dekade an Zeit, so Masala. Momentan müsse Europa sich klar darüber sein, dass wir nicht in der Lage seien, uns bei einem vollumfänglichen Angriff selbst zu verteidigen.
    Das ist völlig ausgeschlossen, weil Europa die Fähigkeiten dazu fehlen.

    Quelle: Carlo Masala, Politikwissenschaftler und Professor für internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München

    Mit Blick auf die Ukraine bemängelte Masala, es fehle der EU bis heute an einer klaren strategischen Zielsetzung. Diese Frage sei seit Jahren unbeantwortet.
    Strategisches Ukraine-Ziel fehlt – fest steht aber: mehr Hilfe ist nötig
    Egal, welches strategische Ziel die EU verfolge, fest stehe aber, dass die Ukraine mehr Hilfe brauche. Das gelte für ein Minimal-Szenario, in der sie einfach nur die Stellung halten soll, erst recht für ein Szenario, in der die Ukraine aus einer möglichst starken Stellung in Verhandlungen mit Russland gehen soll.
    Wozu soll diese Ukraine-Hilfe führen? Was ist das strategische Ziel?

    Quelle: Carlo Masala, Politikwissenschaftler und Professor für internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München

    Angesichts der Einschätzung, dass Russlands Präsident Wladimir Putin aktuell gar kein Interesse an Verhandlungen signalisiert, da aus seiner Sicht sein Angriffskrieg in der Ukraine gut verlaufe, sei eigentlich sogar noch mehr Hilfe nötig, um Verhandlungen zu erzwingen.
    Ukraine-Hilfe "versiegt momentan"
    So viel Geld für Verteidigung auszugeben sei aber problematisch, findet Masala. Das hänge damit zusammen, dass es EU-Mitgliedsstaaten, wie Ungarn, gebe, die strikt gegen die bestehenden Ukraine-Hilfen seien. Gleichzeitig sei Deutschland im Wahlkampf, was auch Konsequenzen für die Ukraine habe: "Es ist eine schwierige Gemengelange, in der sich die EU gerade befindet, weswegen die Ukraine-Hilfe momentan eigentlich auch eher versiegt."
    6 min
  • Analyse der Politik-Krise im Wahlkampf: "Vertrauen massiv erschüttert"
    Keine drei Wochen vor der Bundestagswahl steckt die Bundespolitik in einer tiefen Krise. Die Politikwissenschaftlerin Jasmin Riedl von der Universität der Bundeswehr in München sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler vor allem eine schwierige Regierungsbildung voraus.

    Sind SPD oder Grüne - wahrscheinlich mittlerweile nur noch die SPD - überhaupt noch gewillt, zu sagen: Wir wollen Regierungsverantwortung übernehmen und wir nehmen dafür auch den Vertrauensbruch in Kauf.

    Quelle: Politikwissenschaftlerin Jasmin Riedl von der Universität der Bundeswehr in München


    Um die jetzige, scharfe Kritik von SPD und Grünen mit einer Koalitionszusage vereinen zu können, könnte die Argumentation dann lauten, dass es die staatspolitische Verantwortung sei, um die CDU nicht in eine Koalition mit der AfD zu treiben, sagt Politikwissenschaftlerin Riedl.
    CDU-Parteitag wird voraussichtlich nach vorne blicken
    Während Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) weiter heftig in der Kritik steht und es in vielen deutschen Städten Massenproteste gab, weil er am vergangenen Mittwoch in Kauf genommen hatte, dass ein Fünf-Punkte-Plan der Union zur Migrationspolitik nur durch Zustimmung der AfD eine Mehrheit bekommen konnte, wird davon auf dem Parteitag der CDU kaum die Rede sein. Auch wenn es in der vergangenen Woche durchaus parteiinterne Stimmen bis hin zur Ex-Kanzlerin Angela Merkel gab, die Merz Vorgehen falsch nannten, will die CDU heute ein Zeichen des Aufbruchs und, so betont Jasmin Riedl, vor allem der Einigkeit setzen. Streit zwischen CDU und CSU drücke auf die Zustimmungswerte, das hätten die Parteien 2021 schon zu spüren bekommen. So will die CDU auf ihrem Parteitag heute ein Sofortprogramm beschließen, das sie im Fall eines Wahlsiegs umsetzen möchte. Schwerpunkte darin sind Wirtschafts- und Migrationspolitik.
    4 min
  • Grundsteuerreform: So können Sie nachrechnen, ob Sie zu viel zahlen
    Seit 1. Januar 2025 gilt die neue Grundsteuerreform. Wer Wohn- oder Grundeigentum hat, ist davon betroffen. Die meisten Eigentümer sollten ihre Grundsteuerbescheide mittlerweile erhalten haben. Manche müssen weniger zahlen als früher, andere müssen mehr zahlen.
    Saidi Sulilatu ist Chefredakteur des Geldratgebers Finanztip. Er erklärt im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Leon Vucemilovic, wie man seinen Grundsteuerbescheid überprüfen kann und was zu tun ist, wenn man einen Fehler entdeckt.
    4 min
  • Kolumne: Qual (vor) der Wahl
    Bewegte Zeiten, kurz vor der Bundestagswahl. Und die Parteien machen dem Wahlvolk die "Willensbildung" auch nicht leichter, meint Pascal Fournier in seiner Wochenend-Kolumne "Zwei Minuten"…
    3 min

About SWR Aktuell Im Gespräch

From the publisher's feed

Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.