SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Mutmach-Geschichte: Ist das Glas nun halbvoll oder fast leer? Wie man Zuversicht lernen kann
    Viele hoffen in den Tagen rund um den Jahreswechsel, dass 2025 hoffentlich alles oder zumindest VIELES ein bisschen besser wird. Und allein der Ausdruck „alles ein bisschen besser“ zeigt, dass das zurückliegende Jahr insgesamt nicht so toll war. Kriege und Vertreibung, politische Krisen, Angst vor Wohlstandsverlust und der Dauerbrenner Klimawandel auch noch. Sollte man versuchen, all das zu verdrängen oder auszublenden- oder geht es konstruktiver? Darüber hat SWR-Aktuel-Moderator Stefan Eich mit dem Psychologen Leon Windscheid gesprochen, bekannt aus Terra-X-Plore im ZDF. Gerade auf Tour mit seinem Bühnenprogramm „Alles Perfekt“.
    8 min
  • Mutmach-Geschichte: "Singen macht glücklich"
    Die protestantische Kirche in Ludwigshafen Süd hat eine kreative Idee, die auch gegen melancholische oder einsame Gefühle hilft: Und zwar mit dem Singkreis ”Singen macht glücklich”. Denn rund um den Jahreswechsel gibt es so viele negative Nachrichten: Krieg in der Ukraine; Nahost Konflikt; die gescheiterte Ampel Regierung und und und... Da hilft am besten Geselligkeit und den eigenen Schwung gegen schlechte Gefühle mit anderen zu teilen. In unserer Serie „Mutmach-Geschichten“ stellen wir den Singkreis Ludwigshafen vor. Theresa Lienen hat sich das Ganze mal angeschaut.
    3 min
  • Schutz von Weihnachtsmärkten: "Entweder richtig oder gar nicht"
    Was die Magdeburgerinnen und Magdeburger erlebt haben, ist ein wahrer Alptraum. Hätte der Anschlag durch einen besseren Schutz des Weihnachtsmarkts verhindert werden können? "Ja, natürlich", sagt Christian Schneider.
    Für ihn scheint offensichtlich, dass der Schutz des Magdeburger Weihnachtsmarkts nicht den technischen Regeln entsprochen hat. Schneider ist Experte beim Fachplanungsbüro Zufahrtsschutz in Leonberg. Die Initiative von Fachleuten der Sicherheitsbehörden, Terrorabwehr, Feuerwehr und anderen, gibt es seit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz.
    Auch für den Weihnachtsmarkt in Magdeburg hätten Vorschriften gegolten, die den Schutz solcher Veranstaltungen regeln, betont der Experte im SWR:
    Christian Schneider, Experte für Zufahrtsschutz: Es gilt ja immer noch der Grundsatz, wenn man etwas macht, dann muss man es richtig machen oder gar nicht. Andernfalls habe ich eine Anscheinswirkung. Die kann Menschen dann zu einer Aktion verleiten, die sie nicht gemacht hätten, wenn sie gewusst hätten, dass die Situation anders ist, als sie sich darstellt.
    SWR Aktuell: Wie sehen die geltenden Regeln denn aus?
    Christian Schneider: Da gibt es eine Norm, da steht drin: Wenn du eine Öffentlichkeit schützt, dann musst du einen bestimmten Prozess abarbeiten. Da musst du bestimmte Analysen und bestimmte Berechnungen anstellen, musst dann Material auswählen, musst das einbauen oder aufbauen, eben umsetzen lassen, du musst probieren, ob das geht. Und im Nachhinein musst du eine Abnahme machen. Und der, der damit betraut ist, muss dafür qualifiziert und zugelassen sein.
    SWR Aktuell: Und was war mit dem Zufahrtsschutz in Magdeburg?
    Christian Schneider: Da sehe ich keinen Zufahrtsschutz, denn wir haben ja gesehen, dass es leider zu dieser schrecklichen Überfahrt kam. Und wenn man sich dort an die allgemein anerkannten Regeln der Technik gehalten hätte, von Seiten des Veranstalters, sage ich jetzt mal, dann wäre es nicht so gekommen, hätte gar nicht so kommen können, weil das Regelwerk hier explizit dagegen gewirkt hätte.
    SWR Aktuell: Sie haben den Zufahrtsschutz unter anderem für den Weihnachtsmarkt in Mainz geplant. Warum bin ich auf dem Weihnachtsmarkt in Mainz sicher?
    Christian Schneider: Weil wir uns an die allgemein anerkannten Regeln der Technik gehalten haben und dementsprechend eine Abwehr der Bösen stattfindet. Aber keine Gefährdung oder auch kein Einsperren der Guten, also der Besucher auf dem Markt. Das funktioniert mit einer Mischung aus stationären, fest eingebauten Barrieren und mobilen Barrieren, die eben nur temporär aufgebaut werden. An einigen Stellen kann niemand durchfahren, an anderen Stellen wie auf Rettungs- oder Anlieferwegen, können die Barrieren geöffnet und wieder geschlossen werden.
    6 min
  • Mutmach-Geschichte: Nicht nur zu Weihnachten - warum Singen gesund ist
    In den letzten 25 Jahren habe die Wissenschaft viel herausgefunden. So wirke sich das Singen positiv auf das Immun- und Stresssystem des Körpers aus, sagt Kreutz im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel. Es handele sich nicht um ein Heilsversprechen, aber die positiven Effekte des Singens würden einer Gesellschaft guttun, in der so viele negative Emotionen "herumschwingen". Da sei es "keine schlechte Sache, eine Strategie zu haben, um zu einem besseren gesellschaftlichen Klima zu kommen. Das Singen trägt erheblich dazu bei."
    Wir sollten uns das ganze Jahr Zeit nehmen, regelmäßig zu singen.

    Quelle: Gunter Kreutz, Musikwissenschaftler

    Singen in Deutschland ist ausbaufähig
    In Deutschland sind nach Aussage des Musikwissenschaftlers sechs bis acht Prozent der Menschen in Chören aktiv und singen regelmäßig. Der Prozentsatz ließe sich steigern, wenn die Rahmenbedingungen verbessert würden. In Kitas und Schulen müssten Kinder und Jugendliche konsequent mit dem Singen vertraut gemacht werden. "Die Politik muss da nacharbeiten und uns wieder zum Singen hinführen."
    Qualität des Gesangs spielt keine Rolle
    Manch einer geniert sich, weil die Stimme nicht den vermeintlichen Kriterien für gutes Singen entspricht. Diese Maßstäbe spiegelten den Anspruch einer Hochkultur wider, die nach Einschätzung des Musikwissenschaftlers aber nicht so wichtig sind. "In der Alltagskultur haben sehr viele Menschen Freude am Singen. Dabei kommt es nicht auf jeden einzelnen Ton an." Als Beispiel nennt Kreutz das "Rudelsingen" in den Kneipen, das sich großer Beliebtheit erfreue. "Wir dürfen deshalb nicht die falschen Kriterien setzen. Die Qualität des Singens liegt in der Gemeinsamkeit und in den Stimmungen, die es hervorruft."
    5 min
  • Schneller als gedacht: Notschleusungen auf der Mosel nach Unglück vor erfolgreichem Ende
    "Mein Team ist es, das die Arbeit macht. Ich habe es nur zu verantworten", sagt Schöpflin, der das Wasserstraßenamt Mosel-Saar-Lahn in Koblenz leitet, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.
    Motivierte Beschäftigte: "Die haben sich alle freiwillig gemeldet"
    Seit der Havarie des Frachters am 8. Dezember hätten etwa 15 Männer und Frauen im Vier-Schicht-Betrieb gearbeitet. Alle seien bestens motiviert, ergänzt der Amtsleiter: "Ich musste keinen dort hinbeordern. Die haben sich alle freiwillig gemeldet." Diese Arbeitseinstellung spreche für sein Team: "Immer, wenn es brennt, sind die da. Da wird auch nicht auf die Uhrzeit geguckt. Da wird gearbeitet und gemacht, was notwendig ist."
    Pionierarbeit bei Notschleusungen in Müden
    Wenn am 27. Dezember der letzte Frachter die defekte Moselschleuse in Müden passiert hat, wird der Notbetrieb knapp zwei Wochen gedauert haben. Er habe gehofft, dass es so schnell gehen würde, sagt Schöpflin, doch sein Team und er hätten keine Gewissheit gehabt. Es habe sich um Pionierarbeit gehandelt. Denn noch nie seien rund um die Uhr über knapp zwei Wochen 74 Schiffe notgeschleust worden. "Da hatten wir null Erfahrungswerte." Letztendlich hätten die Kolleginnen und Kollegen vor Ort Routine bekommen und Hand in Hand gearbeitet. Deshalb sei alles so schnell gegangen.
    Reparatur der Moselschleuse beginnt noch 2024
    Nachdem alle Schiffe die Schleuse Müden auf der Mosel passiert haben, könne mit den Reparaturarbeiten begonnen werden. Noch 2024 werde die Schleusenkammer leergepumpt, erläutert der Amtsleiter des Wasserstraßenamts in Koblenz und es werde auch der Kran aufgestellt. Anfang 2025 sollten die Arbeiten an der zerstörten Kammer beginnen. Das neue Schleusentor werde bereits in Trier angefertigt. "Wir hoffen, Ende Januar die Arbeiten abzuschließen und dass zum 1. Februar die Schifffahrt wieder ihren Betrieb aufnehmen kann."
    6 min
  • "Heute wird ein ganz wichtiger Tag": Handel hofft auf Last-Minute-Einkäufe
    Viele Menschen hätten ihre Weihnachtsgeschenke noch nicht zusammen, sagt die HBW-Hauptgeschäftsführerin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. Der Handel verbinde deshalb große Hoffnungen mit dem 23. Dezember: "Heute wird ein ganz wichtiger Tag."
    Der Online-Handel macht 13 Prozent des Umsatzes im Einzelhandel aus.

    Quelle: Sabine Hagmann, HBW-Hauptgeschäftsführerin

    Stationärer Einzelhandel im Vorteil bei Last-Minute-Einkäufen
    Hagmann sieht den stationären Einzelhandel bei den Last-Minute-Einkäufen vor dem Weihnachtsfest klar im Vorteil. Wer jetzt noch online bestelle, wisse nicht, ob das Geschenk noch rechtzeitig ankomme. Außerdem bleibe eine Rest-Unsicherheit, ob die Ware auch den Ansprüchen genüge. "Im stationären Einzelhandel sehen Sie, was Sie kaufen." Man könne sich das Geschenk auch einpacken lassen und der Kunde nehme es dann einfach mit nach Hause.
    HBW geht von durchwachsenem Weihnachtsgeschäft aus
    Für das Weihnachtsgeschäft zieht die HBW-Hauptgeschäftsführerin eine durchwachsene Bilanz. Viele Faktoren hätten dazu geführt, dass die Konsumfreude gedrückt gewesen sei. Die Gründe seien vielfältig: "Wir haben das Gefühl, die Menschen sparen mehr. Gerade in Baden-Württemberg ist die Sparquote hochgegangen." Gründe dafür seien politische Entscheidungen, die zu Unsicherheit führten, sowie Krisen und Kriegen. "Die Menschen sind momentan etwas zurückhaltender."
    6 min
  • Anschlag in Magdeburg: Polizeigewerkschaft fordert schärfere Gesetze
    Der Polizei-Gewerkschafter legt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler den Finger in die Wunde. Die Polizeibehörden würden oft die notwendigen Informationen nicht bekommen und seien häufig sogar auf Hinweise von befreundeten ausländischen Geheimdiensten angewiesen. "Deshalb müssen wir in dem Bereich der Kommunikation und der Kommunikationsüberwachung deutlich zulegen."
    Wir haben mehr Rückschritt als Fortschritt bei den Sicherheitsgesetzen.

    Quelle: Ralf Kusterer, stellvertretender Bundesvorsitzdender Deutsche Polizeigewerkschaft

    Polizeigewerkschaft fordert Gesetzesänderungen für mehr Sicherheit
    Kusterer macht die Politik dafür verantwortlich, dass die Polizei ihre Arbeit nicht umfassend machen könne. Er fordert Gesetzesänderungen bei der Videoüberwachung. Außerdem sei eine Vorratsdatenspeicherung notwendig. Diese Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen würde schon lange auf der Tagesordnung stehen. Doch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) habe diese Aufgaben nicht gelöst. "Wir sind wirklich enttäuscht von der Politik."
    Sicherheitskonzepte auf Weihnachtsmärkten verbessern
    Als Konsequenz des Anschlags in Magdeburg fordert Kusterer, der auch Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft in Baden-Württemberg ist, dass die Sicherheitskonzepte von Weihnachtsmärkten überarbeitet werden. "Ein Schwachpunkt ist oft der Zufahrtsweg für Rettungsdienste oder auch für Zulieferer. Deshalb brauchen wir dort mobile oder stationäre Poller. Da ist Stuttgart sicherlich vorbildlich."
    Kusterer beklagt hohe Arbeitsbelastung bei der Polizei
    Der Schutz von Weihnachtsmärkten steht und fällt nach Einschätzung von Ralf Kusterer mit der personellen Ausstattung der Polizei. "Unser Problem an Weihnachten ist, dass sich die Polizei zerteilen müsste." Denn in Baden-Württemberg würden 2.700 Polizeibeamte fehlen. "Da haben wir ein riesiges Problem", ergänzt der stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft. "Und wenn wir dann auch noch knapp 100 Leute nach Magdeburg schicken, dann sind das Leute, die uns fehlen, um besseren Schutz zu bieten."
    6 min
  • Wie spende ich sinnvoll?
    Adventszeit- Spendenzeit. Überall laufen Aktionen und Galas, auf Weihnachtsfeiern und anderen Festivitäten werden Spenden gesammelt. Ob im Ausland, zum Beispiel für Syrien oder auch im Inland zum Beispiel für Obdachlose: Möglichkeiten zum Spenden gibt es wahrhaftig genug. Aber das ist natürlich auch Teil des Problems. Denn das Angebot ist riesig. Darüber hat SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser mit Saidi Sulilatu gesprochen, Chefredakteur des Geldratgebers Finanztip. Was läge bei dem großen Angebot näher, als sich im Netz zu informieren, es gibt beispielsweise Plattformen wie "Effektiv Spenden" - wie sinnvoll ist es, sich dort umzutun? Wie erkenne ich, ob Organisationen serös sind - und wie kann ich möglicherweise sogar mit Spenden meine Steuerlast senken?
    5 min
  • Frühstücks-Quarch: Vertrauensfrage
    Es war das innenpolitische Thema der Woche: Die Vertrauensfrage des Kanzlers im Bundestag. Und wie geplant, hat Olaf Scholz am Montagnachmittag die Abstimmung verloren. Seine Amtszeit geht zu Ende. Am 23. Februar findet die vorgezogene Bundestagswahl statt. Die Reaktionen sind unterschiedlich: Politiker von CDU und CSU sprachen von einem "Tag der Erlösung" - politische Beobachter beklagten hingegen, die Bundestagsdebatte vor der Abstimmung seine eine hitzige Wahlkampf-Veranstaltung gewesen. War also die Vertrauensfrage dem Vertrauen der Wähler in die Politik eher förderlich oder bleibt der Vertrauensverlust bestehen? Darüber hat SWR-Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit dem Philosophen Christoph Quarch gesprochen.
    6 min

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