SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Schulstart in BW: So wirkt sich der Personalmangel aus
    Für viele Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg geht die Schule wieder los. Angesichts des Personalmangels bedeutete das im Vorfeld für Lehrkräfte und Schulleitungen unter anderem: knobeln beim Stundenplan. Davon berichtet auch Jörg Schuchardt. Der Schulleiter der Waldschule Mannheim und stellvertretende Vorsitzende der Schulleitervereinigung Baden-Württemberg sagte in SWR Aktuell, als letztes Mittel müsse auch Unterricht ausfallen. In den vergangenen Jahren hätten Eltern Verständnis dafür gehabt.
    Aber es gibt auch immer mal wieder Eltern, die auch das Problem haben, dass sie arbeiten müssen und dass sie dann sagen: Mein Kind ist in der fünften Klasse. Wenn ich mich nicht darauf verlassen kann, dass es in der Schule sitzt, sondern bei mir zu Hause vor der Tür steht, dann wird es natürlich schwierig. Weshalb wir aber auch einen großen Wert darauf legen, dass wir möglichst bei Fünftklässlern und Sechstklässlern keinen Unterricht ausfallen lassen.

    Quelle: Jörg Schuchardt, Schulleiter der Waldschule Mannheim

    Warum auch der Personalmangel in Kitas und Kindergärten Einfluss auf die Schule und Unterrichtsausfälle hat – darüber hat SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler mit dem Schulleiter der Waldschule Mannheim, Jörg Schuchardt, gesprochen.
    7 min
  • Startup-Verband: Deutschland muss einfacher, digitaler und schneller werden
    Krise beim Autobauer Volkswagen. Der Konzern will Werke in Deutschland schließen und Leute entlassen, wenn sich die Zahlen nicht bessern. VW hat wie andere deutsche Hersteller offenbar auch zu spät auf günstige E-Autos gesetzt. Jetzt kommen die Chinesen mit preiswerteren Modellen, die technisch ziemlich gut sind.
    Diese Entwicklung habe sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet, sagt Christoph Stresing, Geschäftsführer beim deutschen Startup-Verband, in SWR Aktuell.
    Wenn wir gut bleiben wollen, müssen wir auch nicht aufhören, besser zu werden. Dafür stehen letztlich Innovationen. Wenn man es da schleifen lässt, […] dann rächt sich das mit der Zeit. Deshalb müssen wir als Wirtschaftsstandort Deutschland, der nicht über größere Ressourcen verfügt, immer ein Stück voraus sein. Wenn das nicht gelingt, kann es besonders bitter werden.

    Quelle: Christoph Stresing, Geschäftsführer, Bundesverband Deutsche Startups e.V.

    Was seiner Ansicht nach übersehen wurde und welche Chancen er jetzt für die deutschen Autobauer und die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen in Zukunft sieht, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler mit Stresing vom Bundesverband Deutsche Startups gesprochen.
    8 min
  • Die Currywurst wird 75 - geht der Kantinen-Klassiker auch gesünder?
    Die Currywurst ist fast so etwas wie ein deutsches Fastfood-Nationalgericht – der Kantinen-Klassiker ist 75 Jahre alt geworden. Eines ist die Currywurst mit reichlich Pommes und Sauce nicht unbedingt: Gesund – sagt SWR Aktuell-Ernährungsberaterin Anna Dandekar: "Das Gesündeste daran ist noch das Curry-Pulver. Der Zucker im Ketchup, Fett und Salz in Wurst und Pommes und das Fehlen von gesunden Inhaltsstoffen machen das Gericht zu einem No-Go für Ernährungsberater. Man soll sich das bewusst machen und die Currywurst als Ausnahme genießen." Man kann aber auch die Pommes ersetzen – durch einen gesunden Salat, oder wenigstens durch Pellkartoffeln. Oder aber, man nimmt statt Fleisch eine vegetarische Wurst. Welche Möglichkeiten es da gibt, darüber hat Ernährungsberaterin Anna Dandekar mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel gesprochen.
    5 min
  • Wie KI beim Schutz bedrohter Tiere helfen kann
    Kann künstliche Intelligenz helfen, bedrohte Tiere zu schützen? Im Berliner Zoo wird das getestet. Der Tiermediziner André Schüle erklärt in SWR Aktuell wie das funktionieren soll: "Rund um die Außenanlage unserer Flachland-Gorillas sind drei Kameras aufgestellt worden. Die lösen immer aus, wenn sich Tiere vor der Kamera bewegen. Diese Daten werden dann von Experten des Hasso Platter-Instituts ausgewertet." Dort wird die KI mit den Gorilla-Daten gefüttert. "Das Hasso Plattner-Institut versucht über die KI nicht nur zu erkennen, dass ein Gorilla an der Kamera vorbeigelaufen ist. Die KI soll auch erkennen, welcher Gorilla es war." Das lasse sich in einem Zoo viel leichter testen als in freier Wildbahn, weil keine anderen Tiere in die Quere kommen. Ziel sei, an Daten über Bewegungsmuster und Verhaltensweisen der Tiere zu gelangen. Wie sich anhand der gewonnen Daten seltene Tierarten besser schützen lassen – darüber hat der Tiermediziner André Schüle mit SWR Aktuell Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
    7 min
  • FDP-Chef Lindner: "Kann Naivität kaum mehr ertragen"
    Der Haushalt hat den Finanzminister in der Sommerpause beschäftigt, nicht nur beruflich: "Ich hatte zuhause mal Zeit für den Haushalt, im engeren Sinne", verrät Christian Lindner im ARD Interview der Woche. Soll heißen: Für den Garten und für alltägliche Dinge wie Einkaufen und Kochen. Was er besonders gerne kocht: italienisch. "Man sagt mir eine recht gute Bolognese nach", sagt Lindner, der im Sommer mit seiner Frau auch eine Woche in Italien Urlaub gemacht hat.
    Dabei war dafür eigentlich wenig Zeit. Ein anderer Haushalt hielt den Finanzminister beruflich auf Trab: der Bundeshaushalt. Die Koalition musste nacharbeiten, versuchen, die Finanzierungslücke zumindest etwas kleiner werden zu lassen. Derzeit klafft sie bei zwölf Milliarden Euro.
    Entspannung beim Thema Haushalt
    Durch die Haushaltsberatungen im Bundestag, so hofft Lindner, könnte sie in den kommenden Wochen noch kleiner werden. Denn ab kommender Woche sind die Abgeordneten am Zug. Am Dienstag wird der Finanzminister den Entwurf dafür im Bundestag vorstellen, dann folgt die erste Lesung.
    Lindner klingt beim Thema Haushalt entspannt. Bei einem anderen Thema scheint seine politische Gefasstheit aber an ihre Grenzen zu gelangen: beim Thema Asyl und Migrationspolitik. "Die Leute haben die Schnauze voll davon, dass dieser Staat möglicherweise die Kontrolle verloren hat bei Einwanderung und Asyl nach Deutschland", sagte Lindner Anfang der Woche, auch als Reaktion auf die verheerenden Ergebnisse seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen.
    Ein wütender Minister
    Hier klingt Lindner wütend. "Ich bin es auch", bestätigt er jetzt im ARD Interview der Woche. "Ich kann die Bedenken, die geäußert werden, und auch teilweise die Naivität kaum mehr ertragen." Das Land müsse sein Recht beanspruchen, zu entscheiden, wer nach Deutschland kommt, wer hierbleiben darf und wer nicht.
    "Für mich ist das eine Frage der Liberalität. Unsere Gesellschaft ist vielfältig, wir brauchen Einwanderung. Aber wir müssen entscheiden können. Diese Kontrolle ist zu lange verloren gegangen, mühsam erarbeiten wir sie uns zurück und mir können Ambitionen und Tempo nicht hoch genug sein."
    Kritik an den Grünen: Keine Denkverbote
    Denkverbote dürfe es keine geben, so der Minister. Für Zurückweisungen an den deutschen Grenzen zeigte er sich offen und kritisierte die Haltung der Grünen. "Ich bedauere, dass sich die Grünen jetzt schon öffentlich, obwohl es laufende Gespräche gibt, gegen die Zurückweisung an den deutschen Grenzen ausgesprochen haben. Das ist nicht hilfreich für die Gespräche, die die Regierung mit Ländern und der CDU-Opposition führt." Die Grünen hatten Bedenken geäußert, ob eine Zurückweisung rechtlich möglich wäre.
    Lindner kritisiert auch die CDU-Haltung in der Debatte und wirft der Partei vor, taktisch bei dem Thema Migration vorzugehen. CDU-Chef Friedrich Merz fordert von der Bundesregierung bis Dienstag eine verbindliche Zusage: Künftig soll es an den deutschen Grenzen Zurückweisungen von Geflüchteten geben, für deren Asylverfahren die Bundesrepublik gar nicht zuständig ist. Nur dann will Merz die Gespräche über Migrationspolitik mit der Ampel fortsetzen. "Ich verstehe die Ungeduld von Friedrich Merz und teile sie", sagt Lindner. "Es muss noch mehr passieren. Aber wir alle müssen Demut zeigen. Es sind auch CDU-Landesregierungen, in denen es Vollzugsdefizite gibt."
    Lindner: "Mehr Dänemark wagen"
    Lindner warnt davor, dass alle Parteien gemeinsam verlieren könnten. "Wenn wir als staatstragende Parteien, die in Bund und Ländern in der Verantwortung stehen, keine Lösung anbieten, dann macht das nur BSW und AfD stark. Wenn die Demokratie hier nicht liefert, dann wird sich eine wachsende Zahl von Menschen die Systemfrage stellen."
    Er verweist auf Dänemark, ein Land mit einer sozialliberalen Regierung, wo es gelungen sei, die Rechtspopulisten in die Schranken zu weisen – mit Konsequenz und Kontrolle bei der Einwanderung, so der FDP-Chef. "Wir sollten in diesem Sinne mehr Dänemark wagen."
    FDP auch nach der Wahl 2025 "selbstverständlich" wieder im Bundestag
    Trotz tiefer politischer Unterschiede beim Haushalt und beim Thema Migration innerhalb der Ampelregierung: Christian Lindner will mit seiner FDP weitermachen. Auch, wenn eine Basisinitiative seiner Partei jetzt den Austritt fordert – alternativ den Rücktritt von ihm als Parteivorsitzenden. Als Nachfolger benennen sie den derzeitigen Generalsekretär Bijan Djir-Sarai.
    Lindner gibt sich gelassen. "Ich kenne meine Partei sehr gut und weiß, dass meine Parteifreundinnen und Parteifreunde Aufs und Abs kennen und deshalb starke Nerven haben." Man messe die Regierungsbeteiligung der FDP daran, ob in der verbleibenden Wahlperiode noch Gutes bewirkt werden könne.
    Ein klares Bekenntnis zum Verbleib in der Ampel. Und danach? "Selbstverständlich" sei die FDP nach der Wahl 2025 wieder Teil des Bundestages. "Und wir kämpfen, dass wir auch weiter die Regierungspolitik in Deutschland mitbestimmen."
    25 min
  • CSD von rechtsextremer Gegendemo nicht vermiesen lassen
    Erstmals findet in Albstadt ein Christopher Street Day statt. Die Veranstalter wünschen sich eine lebensfrohe, bunte Veranstaltung für Toleranz. Doch zeitgleich ist eine rechtsextreme Gegendemonstration angemeldet. Wie man damit umgeht, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit einem der Organisatoren, dem Vorsitzenden des Juso-Kreisverbands Zollernalb, Kevin Paal, gesprochen.
    5 min
  • Röttgen (CDU): Deutschland tut zu wenig für die Ukraine
    Unter dem Eindruck des russischen Raketen-Angriffs auf die Stadt Poltawa trifft sich die Ukraine-Kontaktgruppe in Ramstein. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen appellierte in SWR Aktuell an die Verteidigungsminister und Regierungschefs, der Ukraine "endlich zu erlauben", mit weitreichenden Waffen aus dem Westen Ziele in Russland anzugreifen.
    Dies sei notwendig, damit sich die Ukraine gegen die russischen Angriffe verteidigen könne, die sich immer häufiger gezielt gegen die Zivilbevölkerung richteten, sagte Röttgen.
    Es wird immer deutlicher, dass das ein regelrechter Vernichtungskrieg ist - nicht nur gegen ein Land, sondern gegen die Bevölkerung. Dafür muss sich die Ukraine auch gegen die Abschussrampen wehren können, von denen aus das Land zerstört und die Zivilbevölkerung getötet wird. Dass das nicht erlaubt wird, ist unglaublich, da es völkerrechtlich völlig legal ist und weil es notwendig ist, zum Schutz von Menschen vor Verbrechen.
    Deutschland macht nach Ansicht Röttgens "viel, aber zu wenig für die hinreichende Verteidigung der Ukraine". Diese sei "am Ende auch unsere Verteidigung". Wenn Putin sich in der Ukraine durchsetze, dann komme der Krieg immer näher. "Vor wenigen Tagen wurde die Stadt Lemberg massiv angegriffen. Die Stadt ist noch 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt - und keine 1.000 Kilometer von Deutschland."
    Scholz wehrt sich gegen Lieferung
    Die Ukraine könne sich nicht mit Zusagen verteidigen, sondern mit Lieferungen. Es fehle an Luftverteidigungssystemen. "Es werden Langstreckenraketen nicht geliefert, vor allem aus Deutschland. Der Bundeskanzler wehrt sich gegen die Lieferung. Verteidigungsmöglichkeiten werden zurückgehalten - das ist eine wirklich verantwortungslose Politik", so der CDU-Außenpolitiker. Was Deutschland trotz der angespannten Haushaltslage seiner Meinung nach tun müsste, darüber hat Norbert Röttgen mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch gesprochen.
    7 min
  • Marieluise Beck: "Gebt die Ukraine Russland – das ist Sarah Wagenknechts Botschaft!"
    Die ehemalige Grünen-Politikerin Marieluise Beck vom Zentrum Liberale Moderne hat sich seit Kriegsbeginn immer wieder in der Ukraine aufgehalten. In SWR Aktuell spricht sie über eine wachsende Kriegsmüdigkeit in dem von Russland angegriffenen Land: "Der anfängliche Optimismus der Bevölkerung ist dahingeschmolzen. Die Ukraine konnte sich auch nicht vorstellen, wie wackelig und uneins der Westen in der Unterstützung sein würde." Besonders groß sei die Sorge wegen des Erfolgs des Bündnisses Sarah Wagenknecht und der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen. Das sei eine Entwicklung, die noch vor kurzem niemand für möglich gehalten habe. "Wir sehen das Erstarken von zwei Parteien, die aus dem westlichen Bündnis herauswollen, die mit den USA nichts zu tun haben wollen und Russlands Interessen vertreten", so Beck im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn. Schockierend sei, dass das in den neuen Bundesländern keine Sorgen auslöse.
    7 min

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