SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Zölle für E-Autos: deutsche Hersteller wären selbst betroffen
    Die deutsche Autoindustrie sieht die von der EU geplante Einführung von Zusatzzöllen für E-Autos aus China mit Sorge: Die ursprüngliche Idee, dass man damit die Wettbewerbsfähigkeit stärke, sei ein Trugschluss, sagte Simon Schütz, Sprecher des Verbandes der Automobilindustrie, VDA, in SWR Aktuell. China kritisiert die Zusatzzölle der Europäischen Union weiter scharf.
    "Unsere Unternehmen verkaufen in China E-Autos, aber wir exportieren auch Autos, die wir in China produzieren, wieder nach Deutschland", so der Verbandssprecher weiter. "Deshalb sind auch deutsche Hersteller nun selbst von diesen Zöllen betroffen - teilweise sind sie sogar mit höheren Zöllen belegt als chinesische Unternehmen, die ihre E-Autos nach Deutschland exportieren."
    Chinas Markt enorm wichtig für Deutschland
    Ein Handelskonflikt werde am Ende nur Verlierer kennen. Der chinesische Markt sei für deutsche Autobauer sehr wichtig. Es sei eine Grundbedingung, dass man auf dem chinesischen Markt aktiv ist, wenn man im weltweiten Wettbewerb um E-Autos mit dabei sein wolle.
    Die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland oder Europa wird nach Ansicht von Simon Schütz nicht besser, wenn man Zölle einführt.
    Die großen Probleme, die Europa hat - beim Standort, bei der Wettbewerbsfähigkeit, bei Energiepreisen, beim Zugang zu Rohstoffen - die muss man angehen. Das wäre eine wirkliche Bekämpfung der Ursachen der Probleme, anstatt dass man jetzt Zölle erhebt.

    Quelle: Simon Schütz, Sprecher des Verbands der Automobilindustrie (VDA)

    Welche Auswirkungen die Zölle für uns Verbraucher haben könnten, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Schütz gesprochen.
    6 min
  • Gamescom startet: Spielebranche zuversichtlich trotz Umsatz-Minus
    Die Computerspiel-Messe Gamescom in Köln startet im Zeichen sinkender Umsätze. Vor allem bei Spielekonsolen oder Gaming-PCs, ging der Absatz zurück. Von den zweistelligen Zuwachsraten in Corona-Zeiten kann die Branche derzeit nur träumen. Wie geht es weiter in der Branche und was bedeutet der Einsatz von KI bei den Spielen?
    Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands "Game" spricht in SWR Aktuell von "einer Delle" in der Games-Branche: Nach Jahren starken Wachstums gehöre eine Normalisierung der Umsätze dazu: "Die Gamescom zeigt auch schon wieder, wie die Zahlen weiter nach oben gehen werden."
    "Gamescom so international wie noch nie"
    Dort stellten diesmal viele Unternehmen aus vielen Ländern weltweit neue Spiele vor - so international wie noch nie - die in ein paar Monaten oder in ein, zwei Jahren erscheinen würden. - Welche Spiele in diesem Jahr auf den Markt kommen und welche Rolle Künstliche Intelligenz spielt, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Felix Falk gesprochen.
    7 min
  • Todesfälle nach Biss: So gefährlich ist die Violinspinne wirklich
    Italienische Medien berichten über zwei Todesfälle, die mit dem Biss einer Violinspinne in Verbindung gebracht werden. Das ist eine Art, die ursprünglich aus Marokko kommt, sich aber auch in Europa ausgebreitet hat. Die braune Spinne wird nur sieben bis neun Millimeter groß und manchmal erinnert ihre Zeichnung an eine Geige, daher auch der Name. Ihr Biss ist wenig bis gar nicht zu spüren und wird deshalb auch selten bemerkt. Es dauert mindestens 14 bis 24 Stunden, erst dann können erste Symptome, wie Juckreiz und eine deutliche Rötung rund um die Bissstelle auftreten.
    Schwere Verläufe sind äußerst selten
    Grund zur Panik besteht allerdings nicht. Die Spinnen sind äußerst scheu und verhalten sich sehr defensiv. Sie beißen nur, wenn sie sich stark bedroht fühlen. Das Gift der Spinne wirkt in den allermeisten Fällen auch nur lokal. Neben juckenden Rötungen kann es auch zu Hautnekrosen kommen. Dabei führt das Spinnengift zum Zelltod des umliegenden Hautgewebes. Was man im Falle eines schweren Verlaufes tun kann und welche invasiven Arten uns noch beschäftigen werden, verrät SWR-Wissenschaftsredakteur Pascal Kiss im Interview mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
    8 min
  • Autoposer: Mannheim wirbt gegen Lärm
    Er setzt sich selbst in dieser Kampagne gegen den Poser-Lärm ein. "Wir hatten am Anfang etwas Sorge, dass wir uns jetzt selbst, in Anführungszeichen, verraten, indem wir mit der Stadt und der Polizei kooperieren, weil es immer ein bisschen ein Machtkampf gewesen ist. Aber die Szene hat mittlerweile verstanden: Wenn wir uns benehmen, lässt uns die Polizei auch in Ruhe." Allerdings gebe es eine neue Poser-Gruppierung, die sich nicht an die Regeln halte. - Was die Kampagne bewirken kann und was er von härteren Strafen hält, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Hopkins gesprochen.
    5 min
  • Subventionierte Chipfabrik in Dresden - Wie sinnvoll ist sie?
    Bosch, Infineon und NXP bauen in Dresden eine deutsche Chipfabrik. Zehn Milliarden Euro werden investiert, die Hälfte davon kommt aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes. Heute ist Spatenstich mit Bundeskanzler Olaf Scholz.
    In zwei Jahren sollen dort 40.000 sogenannte Wafer gefertigt werden - ein Ausgangsmaterial zur Herstellung von Mikrochips für die Autoindustrie. Die Chip-Fabrik in Dresden könne die Abhängigkeit von der Produktion in Asien verringern, sagt Natalia Stolyarchuk vom Branchenverband Bitcom in SWR Aktuell.
    Bitcom: Wichtig für europäische Halbleiterindustrie
    "Aus der Bitcom-Perspektive ist das ein wichtiger und notwendiger Schritt zur Stärkung der europäischen Halbleiterindustrie." - Ob die Chipfertigung in Deutschland trotz hoher Löhne, Lohnnebenkosten und Steuern mit den Märkten in Asien konkurrieren kann und welche Vorteile sie sieht, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Natalia Stolyarchuk gesprochen.
    5 min
  • Schuster gegen Verbotsverfahren: AfD mit politischen Mitteln stellen
    "Wenn von namhaften AfD-Politikern Thesen und Aussagen kommen [...] dann sind das Aussagen, die bewusst relativieren und dazu führen, dass Menschen sagen: Wenn die da oben das sagen, dann kann ich das doch auch sagen."
    "Rechtsextreme Aussagen werden salonfähiger"
    In der Broschüre wird gewarnt, dass durch das Erstarken der AfD rechtsextremes und völkisches Gedankengut wieder salonfähig geworden sei. "Das bedeutet, dass bei etablierten demokratischen Parteien Aussagen, zwar nicht in dieser Extremität, aber doch in die Richtung gehen und auch salonfähiger werden - und dass man zum Teil versucht, auch Wording der AfD nachzuahmen." Es sei allerdings falsch, zu meinen, dass man damit Wähler von der AfD wieder in das demokratische Spektrum bekomme. Man müsse sich "in jeder Form ganz klar von der AfD distanzieren."
    Wir müssen uns klar sein: Die größte Gefahr, die es für die Demokratie gibt, ist die Möglichkeit, sie mit demokratischen Mitteln im Extremfall abzuschaffen. Hier müssen alle Augen darauf gerichtet sein, dass dies verhindert wird.

    Quelle: Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

    Er habe gehofft, dass es den anderen Parteien gelänge, wirkungsvoller gegen die Aktivitäten der AfD vorzugehen. Das gelänge zum Teil noch in den westlichen Bundesländern. "In den östlichen Bundesländern sehe ich eine ganz erhebliche Unzufriedenheit mit der etablierten Politik. Lange Zeit gelang es offensichtlich der Linken, diese Unzufriedenheit aufzufangen - jetzt versucht man einen anderen Weg. Dieser Weg wird auch nicht dazu führen, dass es den Menschen dort besser gehen wird", so Schuster.
    Parteiverbotsverfahren als eine "Ultima Ratio"
    Ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD anzustreben, sei "eine Ultima Ratio - das ist keine Maßnahme, die von heute auf morgen greift. Ich denke, es muss gelingen mit politischen Mitteln eine solche Partei zu stellen, bevor es zu spät ist - letztendlich auch ohne ein Parteiverbotsverfahren", sagte Josef Schuster im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
    6 min
  • Urlaubstrend: Glamping statt Camping
    Wer heutzutage campen geht, der ist nicht unbedingt mit einfachem Zelt und Isomatte unterwegs. Viele reisen mit einem ausgebauten Bus oder einem Luxus-Wohnmobil. Die Camping-Industrie hat sich weiterentwickelt hin zum sogenannten "Glamping", also Glamourous Camping. Gemeint ist Urlaub in der Natur, ohne auf die Annehmlichkeiten des Alltags zu verzichten.

    "Es ist eher dieses Gefühl, dass man draußen in der Natur ist, dass man ein gewisses Freiheitsgefühl hat, aber trotzdem soll der Luxus des Federbetts nicht fehlen."

    Quelle: Prof. Dr. Ulrich Reinhardt, Tourismusforscher

    Tourismusforscher Prof. Dr. Ulrich Reinhardt beobachtet, dass diejenigen, die sich den Camping-Urlaub was kosten lassen, mittlerweile in der Mehrheit sind. Die Branche hat sich seiner Ansicht nach dadurch auch eine neue Zielgruppe erschlossen. Und diese sucht im Urlaub Gleichgesinnte.
    "Beim Camping ist es heute nicht mehr unbedingt die junge Generation, es ist vor allem die ältere Generation und für die ist der soziale Kontakt auf Reisen deutlich wichtiger als für alle anderen", so Reinhardt.

    Inwieweit das ursprüngliche Zelten auf Campingplätzen noch möglich ist und wo der Trend in Zukunft vermutlich hingeht, verrät Tourismusforscher Reinhardt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
    7 min
  • Qualitäts-Prognose für Weinjahrgang 2024 trotz Herausforderungen bislang gut
    In Rheinland-Pfalz beginnt die Lese des Federweißen. Das ist für die Weinwirtschaft immer ein Medien-Event. In etwa zwei bis drei Wochen startet auch die Hauptweinlese. Eine Herausforderung war der nasse und regenreiche Sommer:
    "Viele Weinberge waren mit Maschinen schwer befahrbar und deshalb schlecht zu bewirtschaften", sagt Dominik Bartoschek, Weinexperte in der SWR-Umweltredaktion. Ein weiteres Problem: "Das feucht-warme Wetter war ideales Pilzwachstumswetter. Es musste viel gespritzt werden." Inwiefern man jetzt schon sagen kann, wie der Jahrgang 2024 werden wird, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Bartoschek gesprochen.
    5 min
  • Fußballbundesliga: Saison startet mit neuen Regeln
    Die fußballfreie Zeit ist vorbei: Der DFB-Pokal läuft und am Freitag beginnt auch wieder die Fußballbundesliga. Neu ist die Kapitänsregelung für alle Spielklassen - aber auch für Torhüter sowie bei Einwürfen und beim Handspiel gibt es Änderungen. Was von dieser Saison zu erwarten ist, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Thiemo Müller vom Fußballmagazin "Kicker" gesprochen.
    Die Kapitänsregelung wird ab der neuen Saison in allen deutschen Spielklassen eingeführt. Nur der Mannschaftskapitän darf den Schiedsrichter ansprechen, um wichtige Entscheidungen zu klären. Kapitäne müssen Respekt und Abstand ihrer Mitspieler gewährleisten; Verstöße werden verwarnt.
    8 min
  • US-Demokraten: Kamala Harris kann manche Wähler in Republikaner-Hochburgen überzeugen
    In Chicago beginnt der Parteitag der US-Demokraten. Kamala Harris will für die Demokraten das Weiße Haus verteidigen. An ihrer Seite hat sie den Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, der als Vizepräsident kandidiert.
    Um Anhänger der Republikaner, die mit Trump nichts anfangen könne, zu gewinnen, müsse Harris "jetzt diese ganz große Bühne nutzen, um ihre Pläne zu erklären und die Chance nutzen, um die andere negative Seite des politischen Spektrums aufzuzeigen", sagt Emily Lines, stellvertretende Vorsitzende der "Democrats Abroad", der deutschen US-Demokraten im Ausland. Über Herausforderer Donald Trump und die Schwächen von Kamala Harris spricht SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Lines.
    5 min

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