SWR Aktuell Im Gespräch

SWR Aktuell Im Gespräch

By SWR AktuellNews
Download on the App Store

SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Boehringer-Ingelheim-Chef Traulsen ruft dazu auf, am Sonntag Pro Europäisch zu wählen
    Fridtjof Traulsen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, ruft dazu auf, bei der Europawahl pro-europäische Parteien zu stärken. In SWR Aktuell wies Traulsen darauf hin, dass extremistische Bewegungen in Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten an Boden gewonnen hätten, deren Ziel es sei, die Europäische Union aufzulösen. Dem gelte es eine klare Absage zu erteilen, so Traulsen weiter: "Wir sind in Europa zu Hause. Für uns ist von Interesse, dass Deutschland und Europa wettbewerbsfähig bleiben und dass wir strategische Abhängigkeiten reduzieren." Deshalb sei es wichtig, für die europäische Idee zu werben, um so mehr, da sie gefährdet sei, sagte Traulsen im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner.
    5 min
  • Schutz vor Hautkrebs: "Lieber einmal mehr rausschneiden als einmal zu wenig"
    Mit jedem Sonnenbrand erhöht sich das Risiko, Hautkrebs zu bekommen. Vorsorge ist deshalb wichtig, sagt der Arzt und Journalist Lothar Zimmermann im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser. Dazu gehöre es, sich gut und ausreichend einzucremen. Die Faustregel lautet: ein Teelöffel Sonnenmilch für das Gesicht und drei Esslöffel für den Körper. Außerdem empfiehlt der Arzt, das Hautkrebs-Screening regelmäßig durchführen zu lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen alle zwei Jahre die Kosten dafür.
    Bei Verdacht auf Hautkrebs gilt: Im Zweifel lieber einmal mehr rausschneiden lassen als einmal zu wenig.

    Quelle: Lothar Zimmermann, Arzt und Journalist

    Warum schwarzer Hautkrebs so gefährlich ist
    "Schwarzer Hautkrebs geht von den Pigmentzellen der Haut aus", erklärt Lothar Zimmermann. Jegliche Veränderung - zum Beispiel bei Leberflecken - sei ein Alarmsignal und erfordere einen sofortigen Arztbesuch. Denn schwarzer Hautkrebs wachse sehr schnell in die Gefäße hinein und könne mit der Lymphflüssigkeit oder mit dem Blut in andere Organe transportiert werden. Dort bestehe die Gefahr einer Metastasenbildung. "Dann wird es lebensgefährlich." Oft helfe nur noch eine Chemotherapie.
    Welche Risiken weißer Hautkrebs mit sich bringt
    Weißer Hautkrebs lasse sich gut behandeln, sei aber schwer zu erkennen, sagt der Arzt. Ähnlichkeiten mit einer Warze oder einer Wunde seien möglich. Gefährlich am weißen Hautkrebs sei, dass er das Gewebe zerfresse. "Es kann sogar die Nase verlorengehen." Wichtig sei, die betroffene Stelle frühzeitig wegzuschneiden. Es gebe zwei Typen von weißem Hautkrebs: Basaliom, der nur ganz selten Metastasen bilde und Spinaliom: "Der kann metastasieren und da ist es natürlich umso wichtiger, dass der früh erkannt wird."
    6 min
  • Frühstücks-Quarch: 80 Jahre D-Day - welche Bedeutung der Tag für Gegenwart und Zukunft hat
    Der D-Day am 6. Juni 1944 markiert den Anfang vom Ende der Nazi-Herrschaft in Europa. Die Alliierten - also amerikanische, britische, kanadische und französische Streitkräfte - landeten in der Normandie und begannen mit der Invasion des von der deutschen Wehrmacht besetzten Frankreichs.
    Wie Gedenktage mit Leben erfüllt werden können
    "Um die Gegenwart zu verstehen, müssen wir uns immer wieder die Vergangenheit ins Bewusstsein rufen", sagt der Philosoph und Buchautor Christoph Quarch im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler. "Und wir müssen die Gegenwart verstehen, wenn wir unsere Zukunft konstruktiv gestalten wollen."
    Ein Narrativ umreißt den Horizont, vor dem sich ein Kulturkreis versteht. Damit aus Geschichte ein Narrativ wird, braucht es ein kollektives Gedenken.

    Quelle: Christoph Quarch

    Das Erinnern an die Ereignisse des D-Days kann nach Ansicht des Philosophen als Anlass für ein kollektives Gedenken an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs genutzt werden. Aus den vielen Geschichten der Widerstandskämpfer und Opfer des Nazi-Terrors werde "die eine gemeinsame Geschichte. Und das ist die Geschichte Europas."
    Warum gegenwartsbezogenes Erinnern wichtig ist
    Christoph Quarch plädiert dafür, dass Gedenktage im aktuellen Kontext gesehen werden. Die Gegenwart verändere sich ständig und damit bekomme die Vergangenheit auch eine neue Bedeutung. Als Beispiel nennt er die politische Entwicklung in der Europäischen Union: "Kurz vor einem drohenden Rechtsruck bei der Europa-Wahl bekommt die Geschichte von der Befreiung Europas von der Nazi-Herrschaft einen ganz anderen und starken Gegenwartsbezug." Solche neuen und veränderten Zeitbezüge sollten an Gedenktagen herausgearbeitet werden.
    6 min
  • „Im Sudan droht die größte Hungerkrise der Welt“
    Im Sudan bekämpfen sich seit mehr als einem Jahr die beiden mächtigsten Männer des Landes mit ihren Milizen. Für die Zivilbevölkerung verschärft sich die Lage dadurch immer mehr. Martin Rensch vom Welternährungsprogramm warnt in SWR Aktuell: "Die Situation könnte dramatischer nicht sein. Die Zeit läuft ab, um eine Hungersnot noch zu verhindern." Schon jetzt müssten 18 Millionen Menschen akuten Hunger leiden. "Zwei Prozent davon droht der Hungertod." Dazu komme, das viele Sudanesen aus ihrer Heimat in Nachbarländer vertrieben worden seien, in denen ebenfalls große humanitäre Not herrsche. "Es ist schon die größte Vertreibungskrise der Welt und jetzt droht die größte Hungerkrise der Welt", sagte Martin Rensch im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.
    5 min
  • Happy Birthday Donald Duck – ein Antiheld für alle
    Vor 90 Jahren hatte eine tollpatschige Comic-Ente ihren ersten Auftritt in einem Zeichentrickfilm. "The wise little hen", zu deutsch "die kluge kleine Henne" heißt der Streifen aus dem Hause Disney, der die Welt bekanntmacht mit dem wohl erfolgreichsten Pechvogel aller Zeiten: Donald Duck. Seitdem hat er im immergleichen Outfit, mit Käppi und Matrosenhemd aber ohne Hose, unzählige Comicabenteuer erlebt und Generationen begeistert. Auch in Deutschland hat Donald Duck viele Fans. Einige davon nennen sich selbst stolz Donaldisten. Karsten Bracker ist Präsident des Vereins die „Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus“. Und er sagt in SWR Aktuell, in Donald Duck könne sich jeder wiederfinden – das erkläre seinen Erfolg: "Donald Duck ist einerseits tollpatschig, aber er steht auch nach 29 mal auf die Schnauze fliegen wieder auf. Er ist ein Antiheld, der die Leute begeistert. Deswegen ist er auch nach 90 Jahren noch immer so populär." Unter anderem darüber, wie die Donaldisten den 90. Geburtstag ihres Idols feiern, hat Karsten Bracker mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer gesprochen.
    5 min
  • Wie fair wird die Fußball-EM, Hubertus Heil?
    "Die EU ist bedroht", stellt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im SWR Interview der Woche fest. "Wir haben Krieg vor unserer Haustür und Nationalisten in Europa." Heil hofft, dass sich bei der Europawahl an diesem Wochenende deshalb mehr Menschen beteiligen als bei früheren Wahlen.
    Unklar ist noch, welche Mehrheiten danach im EU-Parlament entstehen. Heil macht das Sorgen, auch mit Blick auf die Wahl zur Kommissionspräsidentschaft. "Ursula von der Leyen liebäugelt damit – auch Manfred Weber von der CSU, Spitzenkandidat der Union – im Zweifelsfall auch mit den Rechtsextremen aus Frankreich oder Italien zusammenzuarbeiten", kritisiert Heil. "Die Sozialdemokraten in Europa haben sich in die Hand versprochen: Wir werden nicht mit Extremisten koalieren. Das erwarte ich auch von anderen Demokraten."
    Appell an die Mindestlohnkommission
    Klare Worte findet der Bundesarbeitsminister auch für die Mindestlohnkommission, in der sich zuletzt die Arbeitgeber mit geringen Erhöhungen auf etwas mehr als 12 Euro gegen die Vertreter der Gewerkschaften durchgesetzt hatten. 2025 wird erneut verhandelt. Heil sagt im SWR: "Ich erwarte, dass die Kommission ein einheitliches Votum hinbekommt. Und: Es muss eine deutliche Erhöhung in Richtung 14 Euro geben. Wenn das nicht passiert, wird es eine politische Diskussion geben, ob man an das Gesetz noch mal ranmuss." Heil belässt es damit bei mahnenden Worten – vorerst: "Klar ist: Wenn das System dauerhaft nicht so funktioniert, dass es eine gesellschaftliche Akzeptanz hat, dann wird es eine solche Diskussion geben."
    Heil für Abschiebungen nach Afghanistan
    Für Diskussionen sorgte in dieser Woche auch der Messerangriff in Mannheim, bei dem ein junger Polizist offenbar aus islamistischen Motiven getötet wurde. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte in seiner Regierungserklärung angekündigt, Gefährder wie den mutmaßlichen Täter künftig auch wieder in Länder wie Afghanistan abschieben zu wollen. Hubertus Heil stimmt ihm im SWR-Interview zu: "Es ist klar, dass das nicht einfach ist, gerade in Länder wie Afghanistan oder Syrien abzuschieben. Aber ich finde es richtig, diesen Weg zu gehen. Wer hier schwere Straftaten begeht, hat kein Recht auf Schutz in Deutschland."
    Fußball-EM: Wen sieht Heil im Finale?
    Der Bundesarbeitsminister blickt mit großen Erwartungen auf die anstehende Fußball-EM in Deutschland: "Mir ist wichtig, dass wir uns alle auf diese EM freuen können", betont Heil. Aber es geht auch um mehr: Heil hat für die Bundesregierung die gemeinsame Menschrechtserklärung mit der UEFA unterschrieben, die Standards setzen soll für faire Arbeitsbedingungen, auch bei der Herstellung von Trikots oder Fußbällen. Ein Seitenhieb auf die FIFA: "Die WM in Katar hat damals tiefe Schatten geworfen, das hat dem Ansehen des organisierten Fußballs geschadet Aus diesem Schaden ist nun gelernt worden."
    Heil verrät im SWR-Interview, beim Gruppenspiel Deutschland gegen Ungarn selbst als Volunteer im Stuttgarter Stadion zu arbeiten. "Weil ich danke sagen wollte für alle, die sich bei der EM engagieren." Der Bundesarbeitsminister wird allerdings kein Bier auf der Tribüne ausschenken, sondern Fußballer zur Dopingprobe begleiten. Sein Tipp auf den neuen Europameister? "Deutschland, die Chancen sind da! Schön fände ich ein Endspiel gegen Frankreich und dass wir gewinnen."
    Das Interview mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Hauptstadtkorrespondent Jim-Bob Nickschas geführt.
    25 min
  • Bewegendes Gedenken für getöteten Polizisten in Mannheim
    Auf dem Mannheimer Marktplatz hat Bundespräsident Frank Walter Steinmeier an einer Gedenkfeier für den getöteten Polizisten teilgenommen. Ein Glockenschlag signalisierte den Beginn einer Schweigeminute. Um 11.34 Uhr hatte ein seit Jahren in Deutschland lebender Afghane Personen am Info-Stand einer islamkritischen Vereinigung mit einem Messer angegriffen. Einen Polzisten, der zur Hilfe eilte, verletzte der Afghane so schwer, dass dieser kurz darauf im Krankenhaus starb. Seit dem Vorfall hat sich die Stimmung in Mannheim verändert, berichtet SWR-Reporter Patrick Figaj: "Die Stadt habe ich so noch nie erlebt. Normalerweise ist der Marktplatz sehr belebt. Und jetzt überall Absperrgitter, ein Blumenmeer. Und dort am Brunnen hat auch der Bundespräsident ein Gesteck niedergelegt. Dann hat er sich in die Reihe eingegliedert und stand dort zusammen mit der Familie des getöteten Polizisten Rouven L. Das war ein sehr emotionales Bild." An dem Gedenken nahmen nehmen hunderten Polizistinnen und Polizisten auch viele Mannheimer teil. Wie sich der Messerangriff auf das Zusammenleben der vielen Kulturen in Mannheim auswirkt, darüber hat Patrick Figaj mit SWR Aktuell-Moderatorin Laura Koppenhöfer gesprochen.
    6 min
  • Reizthema statt Smalltalk: Das Wetter ist politisch geworden
    Dauerregen und Hochwasser zum meteorologischen Sommeranfang (1. Juni) in Süddeutschland haben gezeigt: Wir sind mittendrin im Klimawandel. Deshalb hätten sich auch die Gespräche über das Wetter verändert, sagt Nadja Hirsch, Geschäftsführerin des Instituts für Klimapsychologie in München, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler. Das Thema Wetter habe sich immer gut geeignet, um Kontakt aufzunehmen: "Das war komplett unverfänglich." Inzwischen habe Wetter aber eine politische Dimension bekommen.
    Wie Extremwetter Stress auslöst
    Hinzu komme, dass extreme Wetterereignisse, wie das jüngste Hochwasser in Süddeutschland, bei vielen Menschen Stress auslöse. Zur Begründung nennt die Diplompsychologin, dass man den ganzen Tag oft unbemerkt Bilder und Berichte darüber wahrnehme oder Gespräche führe. Deshalb steige der Stresslevel kontinuierlich an. "Das merkt man oft daran, dass man am Abend sehr erschöpft, einfach schlecht gelaunt oder gereizt ist." Als Gegenmaßnahme empfiehlt sie aufmerksam zu sein. Es helfe sich bewusst zu machen, wann wir mit zum Teil angsteinflößenden Informationen über Extremwetter konfrontiert würden.
    Was Arbeitgeber tun können
    Aus psychologischer Sicht sind nach Ansicht der Expertin auch die Arbeitgeber gefordert, um ihre Beschäftigten bei der mentalen Bewältigung des Klimawandels zu unterstützen. Es sei bekannt, dass gerade junge Menschen zum Teil sehr emotional auf die "Klimakrise" reagieren würden. Oft herrsche in dieser Altersgruppe sogar eine Form der "Klimaangst", was nachvollziehbar ist, da junge Menschen im Gegensatz zur älteren Generation mit allen Konsequenzen leben müssten.
    Die Diplompsychologin empfiehlt deshalb: "Wenn ich Auszubildende in meinem Betrieb habe, wäre das ein Thema, das ich aufgreifen kann." Zusätzlich könnten Unternehmen auch nachhaltige Mobilität vorantreiben und alle möglichen Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen. Ziel müsse es sein, "klimafreundlicher zu leben und zu arbeiten".
    6 min
  • "Rock am Ring": Kann man als Fan nachhaltig Spaß haben?
    Die Open Air-Saison ist jedes Jahr der Höhepunkt für viele Musikfans. Zehntausende besuchen die Konzerte - auch "Rock am Ring" am Nürburgring in der Eifel. In den Zeiten des Klimawandels steht die Nachhaltigkeit solcher Veranstaltungen verstärkt im Fokus. Den größten Handlungsbedarf sieht Katrin Wipper von der Changency- Agentur in Berlin bei An- und Abreise.
    Festivals müssen gut mit ÖPNV erreichbar sein
    Bis zu 90 Prozent der CO2-Emissionen würden die Besucher bei Hin- und Rückfahrt verursachen, erläutert sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler. Deshalb müsse die Infrastruktur vorhanden sein, damit An- und Abreise mit Bussen und Bahnen möglich sei. "Das ist auch ein politisches Thema", ergänzt die Veranstaltungsexpertin. Nötig sei eine Verkehrspolitik, die nachhaltige Mobilität vorantreibe.
    Veranstalter sollen Shuttlebus-Service anbieten
    Festivalgelände, wie auch der Nürburgring in der Eifel, liegen oft in ländlichen Regionen. Ein Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs rechnet sich dort nicht. Ein Shuttle-Bus-Angebot für die Besucher sei eine gute Alternative, schlägt Katrin Wipper vor. "Das gibt es auch schon. Das Shambala Festival in England macht das. Massive Attack haben das bei ihrer Show in Bristol organisiert." Außerdem empfiehlt die Mitarbeiterin der Changency- Agentur, Fahrgemeinschaften zu organisieren. "Das ist für Fans eine schöne Gelegenheit, sich zusammenzuschließen und neue Freundschaften zu schließen."
    5 min

About SWR Aktuell Im Gespräch

From the publisher's feed

Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.