Thorax Schweiz: Der Podcast

Thorax Schweiz: Der Podcast

By Tariq Abu-Naaj & Dr. med. Roland KusterScienceMedicineHealth & Fitness
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Thorax Schweiz: Der Podcast episodes

  • #67 Onkologische Pflege – Mehr als Medizin
    Thorax Schweiz Podcast
    Gäste
    Franziska Stief
    Marie Christine Nicolaus
    Institutionen
    Kompetenzzentrum für Hämatologie & Onkologie
    Webseite >>>
    Klinik Hirslanden Zürich
    Webseite der Klinik Hirslanden Zürich >>>
    Thema


    Onkologische Pflege – Begleitung, Beratung und Unterstützung während einer Krebsbehandlung


    Zielgruppe


    Patientinnen und Patienten • Angehörige • Fachpersonen

    🎙️ Zusammenfassung & Show Notes
    Wenn Medizin auf Menschlichkeit trifft

    Eine Krebsdiagnose wirft viele Fragen auf. Neben der medizinischen Behandlung beschäftigen Betroffene häufig Sorgen, Unsicherheiten und Ängste. Genau in diesen Momenten sind onkologische Pflegefachpersonen wichtige Begleiterinnen und Begleiter. Sie erklären Therapien, helfen beim Umgang mit Nebenwirkungen, hören zu, geben Orientierung und stehen Patientinnen und Patienten oft über einen langen Zeitraum zur Seite. 


    In dieser Episode des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit Franziska Stief und Marie Christine Nicolaus über ihre tägliche Arbeit in der onkologischen Pflege.


    Sie erklären, weshalb die onkologische Pflege weit über klassische pflegerische Aufgaben hinausgeht und warum Empathie, Kommunikation und Vertrauen ebenso wichtig sind wie medizinisches Fachwissen. Gleichzeitig geben sie Einblicke in die Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, Physiotherapie, Ernährungsberatung, Psychoonkologie und vielen weiteren Berufsgruppen, die gemeinsam eine ganzheitliche Betreuung ermöglichen. 


    Ein weiterer Schwerpunkt dieser Episode ist die onkologische Pflegeberatung. Sie unterstützt Pflegeteams in der gesamten Klinik bei Fragen rund um die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einer Krebserkrankung und vermittelt praxisnahes Wissen genau dort, wo es gebraucht wird. 


    Die Folge macht deutlich: Moderne Krebsmedizin besteht nicht nur aus innovativen Therapien. Sie lebt vor allem von Menschen, die Patientinnen und Patienten zuhören, sie begleiten und ihnen Sicherheit geben – oft über viele Monate oder Jahre hinweg.

    💙 Darum geht es in dieser Episode
    Eine Krebsbehandlung ist häufig lang und mit körperlichen sowie emotionalen Herausforderungen verbunden. Onkologische Pflegefachpersonen begleiten Betroffene während dieser Zeit und helfen ihnen, die Therapie besser zu verstehen, Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und den Alltag trotz Erkrankung möglichst selbstbestimmt zu gestalten.


    Franziska Stief und Marie Christine Nicolaus berichten aus ihrem Berufsalltag und erklären, weshalb Vertrauen, Kommunikation und individuelle Begleitung eine zentrale Rolle spielen. Außerdem zeigen sie, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen ist und weshalb moderne Krebsmedizin immer Teamarbeit bedeutet. 

    🩺 Das erwartet Sie in dieser Folge
    In dieser Episode erfahren Sie unter anderem:

    • Was onkologische Pflege von der allgemeinen Pflege unterscheidet
    • Warum Vertrauen und Kommunikation so wichtig sind
    • Welche Rolle die onkologische Pflegeberatung übernimmt
    • Wie Patientinnen und Patienten auf Therapien vorbereitet werden
    • Warum Edukation vor Therapiebeginn entscheidend ist
    • Wie Nebenwirkungen früh erkannt und behandelt werden können
    • Weshalb Palliativpflege viel mehr bedeutet als die Begleitung am Lebensende
    • Warum moderne Krebsmedizin nur im interdisziplinären Team funktioniert
    🎧 Die wichtigsten Themen der Episode
    Mehr als pflegerische Versorgung

    Onkologische Pflege verbindet medizinisches Fachwissen mit psychosozialer Begleitung. Die Pflegefachpersonen begleiten viele Patientinnen und Patienten über Monate oder sogar Jahre hinweg und bauen dabei ein besonderes Vertrauensverhältnis auf. 

    Kommunikation als Schlüssel

    Nicht jede Frage lässt sich sofort beantworten. Häufig geht es darum, zuzuhören, Ängste auszuhalten und gemeinsam Lösungen zu finden. Ehrliche Gespräche schaffen Vertrauen und geben Orientierung. 

    Gemeinsam stark

    Onkologische Pflege ist Teil eines interdisziplinären Netzwerks. Ärztinnen und Ärzte, Pflege, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Psychoonkologie und viele weitere Berufsgruppen arbeiten eng zusammen, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu unterstützen. 

    Die onkologische Pflegeberatung

    Mit ihrer spezialisierten Pflegeberatung unterstützen Franziska Stief und Marie Christine Nicolaus nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern auch Pflegeteams anderer Stationen. Ziel ist es, Wissen weiterzugeben und Sicherheit im Umgang mit onkologischen Fragestellungen zu schaffen. 

    Gut vorbereitet in die Therapie

    Eine ausführliche Aufklärung vor Beginn der Behandlung hilft vielen Betroffenen, Ängste abzubauen und Nebenwirkungen besser einzuordnen. Individuelle Gespräche und verständliche Informationen bilden dafür die Grundlage. 

    Palliativpflege neu gedacht

    Palliativmedizin bedeutet nicht automatisch das Lebensende. Vielmehr steht die Lebensqualität im Mittelpunkt – mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern und Patientinnen und Patienten ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. 

    💬 Die wichtigsten Erkenntnisse
    🟦 Onkologische Pflege bedeutet weit mehr als medizinische Versorgung – sie begleitet Menschen durch eine der schwierigsten Phasen ihres Lebens.


    🟦 Vertrauen entsteht durch Zeit, ehrliche Gespräche und das Gefühl, mit seinen Sorgen nicht allein zu sein.


    🟦 Eine gute Vorbereitung auf die Therapie hilft, Ängste abzubauen und Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.


    🟦 Palliativpflege steht für Lebensqualität und nicht ausschließlich für die letzte Lebensphase.


    🟦 Die beste Krebsbehandlung entsteht durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen.

    👩‍⚕️ Über unsere Gesprächspartnerinnen
    Franziska Stief
    ist Pflegefachfrau für Onkologie im Kompetenzzentrum für Hämatologie & Onkologie der Klinik Hirslanden Zürich. Durch ihre langjährige Erfahrung und kontinuierliche Weiterbildung begleitet sie Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Krebserkrankungen und engagiert sich besonders in der onkologischen Pflegeberatung.


    Marie Christine Nicolaus
    arbeitet in der stationären Onkologischen Pflegeberatung der Klinik Hirslanden Zürich. Sie unterstützt Patientinnen und Patienten sowie Pflegeteams mit ihrer Expertise in der onkologischen Versorgung und setzt sich für eine individuelle, evidenzbasierte und ganzheitliche Betreuung ein.

    🏥 Über das Kompetenzzentrum für Hämatologie & Onkologie der Klinik Hirslanden Zürich
    Das Kompetenzzentrum für Hämatologie & Onkologie der Klinik Hirslanden Zürich bietet Patientinnen und Patienten eine moderne, interdisziplinäre Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Neben innovativen medikamentösen Therapien spielt die enge Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachpersonen sowie weiteren spezialisierten Berufsgruppen eine zentrale Rolle. Ziel ist eine individuelle Betreuung, die medizinische Kompetenz und menschliche Begleitung miteinander verbindet.
    Hier finden Sie alle Informationen zum Kompetenzzentrum >>>

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    🌐 Über Thorax Schweiz
    Thorax Schweiz
    informiert Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Fachpersonen über Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und der Atemwege. Gemeinsam mit erfahrenen Expertinnen und Experten vermitteln wir verständliches, wissenschaftlich fundiertes Wissen rund um Prävention, Diagnostik, moderne Therapien und Nachsorge. Unser Ziel ist es, medizinisches Wissen verständlich aufzubereiten und Menschen auf ihrem Weg kompetent zu begleiten.
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    38 min
  • #66 Lungenfibrose – Früh erkennen, besser leben
    Wenn jeder Atemzug schwerer fälltEs beginnt häufig ganz unauffällig. Ein trockener Husten, der einfach nicht verschwindet. Die Treppe wird anstrengender als früher. Spaziergänge, die einst selbstverständlich waren, werden plötzlich zur Herausforderung. Viele Betroffene führen diese Veränderungen zunächst auf das Alter oder eine nachlassende Fitness zurück. Tatsächlich kann dahinter jedoch eine Erkrankung stehen, die oft erst spät erkannt wird: die Lungenfibrose. In dieser Episode des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit gleich zwei Expertinnen und Experten, die Betroffene täglich begleiten.
    Dr. med. Andreas Piecyk, Leitender Arzt am Lungenzentrum Hirslanden Zürich und Facharzt für Pneumologie sowie Allgemeine Innere Medizin, erklärt verständlich, was bei einer Lungenfibrose in der Lunge passiert, welche Ursachen infrage kommen und weshalb eine möglichst frühe Diagnose entscheidend für den weiteren Verlauf sein kann.
    Ergänzt wird die medizinische Perspektive durch Sabine Dörrschmidt, Physiotherapeutin an der Klinik Hirslanden Zürich. Sie zeigt eindrucksvoll, dass Physiotherapie weit mehr ist als Bewegungstraining. Atemtechniken, Kraftaufbau, Entspannungsübungen und der richtige Umgang mit Atemnot helfen vielen Betroffenen dabei, ihren Alltag wieder selbstbestimmter zu gestalten. Gemeinsam machen beide deutlich: Auch wenn viele Formen der Lungenfibrose heute noch nicht heilbar sind, stehen wirksame Therapien zur Verfügung, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Lebensqualität deutlich verbessern können. Voraussetzung ist jedoch, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und sie interdisziplinär zu behandeln. 
    💙 Darum geht es in dieser EpisodeLungenfibrose gehört zu den sogenannten interstitiellen Lungenerkrankungen und führt dazu, dass das Lungengewebe zunehmend vernarbt. Dadurch verliert die Lunge an Elastizität und kann Sauerstoff immer schlechter aufnehmen. Viele Patientinnen und Patienten erleben zunächst lediglich trockenen Husten oder Atemnot bei körperlicher Belastung. Gerade deshalb vergeht bis zur richtigen Diagnose häufig wertvolle Zeit. Dr. Piecyk erklärt anschaulich, welche Untersuchungen notwendig sind, welche Ursachen infrage kommen und welche Medikamente heute eingesetzt werden können, um das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.Sabine Dörrschmidt zeigt anschließend, weshalb Atemphysiotherapie zu den wichtigsten Bausteinen einer erfolgreichen Behandlung gehört. Sie erklärt leicht verständliche Übungen, die Betroffene unmittelbar im Alltag anwenden können und die helfen, mit Atemnot sicherer umzugehen. 
    🩺 Das erwartet Sie in dieser FolgeIn dieser Episode erfahren Sie unter anderem:
    • Was genau unter einer Lungenfibrose verstanden wird
    • Welche ersten Symptome ernst genommen werden sollten
    • Warum die Diagnose häufig erst spät gestellt wird
    • Welche modernen Medikamente heute zur Verfügung stehen
    • Welche Rolle spezialisierte Lungenfibrose-Boards spielen
    • Warum Physiotherapie die Lebensqualität entscheidend verbessern kann
    • Welche Atemtechniken sich im Alltag besonders bewährt haben
    • Wie Betroffene trotz Erkrankung möglichst aktiv bleiben können
    🎧 Die wichtigsten Themen der EpisodeWas passiert bei einer Lungenfibrose?Dr. Piecyk erklärt verständlich, wie sich das Bindegewebe der Lunge vermehrt, wodurch Narben entstehen und weshalb dadurch sowohl die Dehnbarkeit der Lunge als auch die Sauerstoffaufnahme eingeschränkt werden. Symptome früh erkennenTrockener Husten und Atemnot bei Belastung gehören zu den häufigsten ersten Anzeichen. Gerade weil diese Beschwerden schleichend beginnen, werden sie häufig zunächst anderen Erkrankungen zugeschrieben. Moderne DiagnostikVon der körperlichen Untersuchung über die Lungenfunktion bis hin zur hochauflösenden Computertomografie und – falls notwendig – einer Bronchoskopie erläutert Dr. Piecyk die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Diagnose. Behandlung heuteAuch wenn viele Formen der Lungenfibrose derzeit nicht heilbar sind, stehen moderne Medikamente zur Verfügung, die das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamen können. Entscheidend ist dabei ein möglichst früher Therapiebeginn. Warum Physiotherapie unverzichtbar istSabine Dörrschmidt beschreibt eindrucksvoll, weshalb Atemphysiotherapie Betroffenen hilft, Atemnot besser zu kontrollieren, Sicherheit zurückzugewinnen und ihre Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Atemtechniken für den AlltagDie Lippenbremse, der Kutschersitz, Kontaktatmung sowie bewusst verlängertes Ausatmen gehören zu den wichtigsten Werkzeugen, die Patientinnen und Patienten jederzeit anwenden können, wenn Atemnot auftritt. Aktiv bleiben trotz LungenfibroseNeben Atemübungen spielen Krafttraining, Ausdauertraining, Entspannungstechniken und ein bewusster Umgang mit den eigenen Energiereserven eine wichtige Rolle, um die Lebensqualität langfristig zu erhalten. 
    💬 Die wichtigsten Erkenntnisse🟦 Eine früh erkannte Lungenfibrose kann heute deutlich besser behandelt werden als noch vor wenigen Jahren.🟦 Physiotherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung – nicht nur die medikamentöse Therapie.🟦 Einfache Atemtechniken können Betroffenen helfen, Atemnot besser zu kontrollieren und Sicherheit im Alltag zu gewinnen.🟦 Regelmäßige Bewegung, angepasst an die individuelle Belastbarkeit, trägt wesentlich zum Erhalt der Lebensqualität bei.🟦 Die Behandlung einer Lungenfibrose gelingt am besten im Zusammenspiel verschiedener Fachdisziplinen.
    👨‍⚕️ Über unseren GesprächspartnerDr. med. Andreas Piecyk ist Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Facharzt für Pneumologie. Als Leitender Arzt am Lungenzentrum Hirslanden Zürich betreut er Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichsten Lungenerkrankungen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Diagnostik und Behandlung interstitieller Lungenerkrankungen, insbesondere der Lungenfibrose.👩‍⚕️ Über unsere GesprächspartnerinSabine Dörrschmidt ist Physiotherapeutin an der Klinik Hirslanden Zürich. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Atemphysiotherapie und der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Lungenerkrankungen. Durch gezielte Atemtechniken, Bewegungsprogramme und individuelle Beratung unterstützt sie Betroffene dabei, ihre Lebensqualität und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.
    🏥 Über das Lungenzentrum Hirslanden ZürichDas Lungenzentrum Hirslanden Zürich gehört zu den führenden pneumologischen Kompetenzzentren der Schweiz. Hier arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen eng zusammen, um Patientinnen und Patienten mit komplexen Lungenerkrankungen individuell und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu betreuen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen wie der Lungenfibrose.Hier geht es zur Webseite >>> ❤️ Hat Ihnen diese Folge gefallen?Dann freuen wir uns über Ihre Unterstützung.⭐⭐⭐⭐⭐ Bewerten Sie den Thorax Schweiz Podcast auf Spotify oder Apple Podcasts.Mit Ihrer Bewertung helfen Sie dabei, dass noch mehr Menschen verlässliche und verständliche Informationen rund um Erkrankungen der Lunge und des Brustkorbs finden.🌐 Über Thorax SchweizThorax Schweiz informiert Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Fachpersonen über Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und der Atemwege. Gemeinsam mit erfahrenen Expertinnen und Experten vermitteln wir verständliches, wissenschaftlich fundiertes Wissen rund um Prävention, Diagnostik, moderne Therapien und Nachsorge. Unser Ziel ist es, medizinisches Wissen verständlich aufzubereiten und Menschen auf ihrem Weg mit einer Lungenerkrankung kompetent zu begleiten. Hier geht es zu unserem Online-Portal >>>
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    32 min
  • #65 Wenn die Seele mitkämpft – Warum Psychoonkologie Leben verändern kann
    Podcast: Thorax Schweiz PodcastGast
    Dr. med. Eva PapeFunktion
    Leitende Ärztin, Zentrum für psychische GesundheitInstitution
    Spital ZollikerbergThema
    Psychoonkologie – Warum die seelische Gesundheit ein wichtiger Bestandteil der Krebsbehandlung istZielgruppe
    Patientinnen und Patienten · Angehörige · Fachpersonen

    Mehr als nur Krebs behandeln – den Menschen im Mittelpunkt sehenEine Krebsdiagnose verändert innerhalb weniger Augenblicke das gesamte Leben. Neben medizinischen Entscheidungen, Untersuchungen und Therapien entstehen häufig auch Sorgen, Ängste und viele unbeantwortete Fragen. Nicht nur Betroffene selbst, sondern auch Angehörige erleben diese Zeit oftmals als große emotionale Belastung.Genau hier setzt die Psychoonkologie an.
    In dieser Episode des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit Frau Dr. med. Eva Pape, Leitende Ärztin am Zentrum für psychische Gesundheit des Spitals Zollikerberg und Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkt Konziliar und Liaisonpsychiatrie.Gemeinsam beleuchten sie, weshalb die seelische Gesundheit ein unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Krebsbehandlung ist und wie psychoonkologische Unterstützung Patientinnen, Patienten und deren Familien helfen kann, diese herausfordernde Zeit besser zu bewältigen.Dabei wird deutlich: Psychoonkologie bedeutet weit mehr als therapeutische Gespräche. Sie begleitet Menschen während ihrer gesamten Erkrankung, stärkt persönliche Ressourcen, unterstützt medizinische Teams und trägt dazu bei, die Lebensqualität trotz schwerer Erkrankung zu erhalten. Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie eng körperliche und seelische Gesundheit miteinander verbunden sind. 

    💙 Darum geht es in dieser EpisodeEine Krebserkrankung stellt das Leben auf den Kopf. Viele Betroffene erleben einen tiefen Einschnitt, der nicht nur den Körper, sondern auch das emotionale Gleichgewicht beeinflusst. Gefühle wie Angst, Unsicherheit oder Überforderung sind dabei völlig normal.
    Dr. Eva Pape erklärt verständlich, weshalb psychoonkologische Begleitung heute ein fester Bestandteil moderner Krebszentren ist. Sie beschreibt, wie Patientinnen und Patienten bereits unmittelbar nach der Diagnose unterstützt werden können, welche Warnzeichen auf eine besondere Belastung hinweisen und warum auch Angehörige häufig professionelle Begleitung benötigen.
    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit unterschiedlichster Berufsgruppen – von Ärztinnen und Ärzten über Pflegefachpersonen bis hin zu Sozialarbeit, Seelsorge und Psychoonkologie. Gemeinsam tragen sie dazu bei, Menschen ganzheitlich durch ihre Behandlung zu begleiten. 
    🩺 Das erwartet Sie in dieser FolgeIn dieser Episode erfahren Sie unter anderem:
    • Warum Psychoonkologie weit mehr ist als klassische Psychotherapie
    • Weshalb die Zeit unmittelbar nach der Diagnose besonders belastend sein kann
    • Welche Rolle das sogenannte Distress-Thermometer spielt
    • Wann psychoonkologische Unterstützung sinnvoll ist
    • Warum Angehörige häufig ebenso belastet sind wie Betroffene
    • Wie medizinische Teams durch Psychoonkologie unterstützt werden
    • Welche Entspannungs- und Achtsamkeitsmethoden helfen können
    • Wie Datenschutz und Schweigepflicht in der psychoonkologischen Betreuung gewährleistet werden
    🎧 Die wichtigsten Themen der EpisodeWas bedeutet Psychoonkologie?Psychoonkologie beschäftigt sich mit den psychischen, emotionalen und sozialen Auswirkungen einer Krebserkrankung. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen während aller Phasen der Erkrankung zu begleiten und ihre Lebensqualität zu erhalten.
    Warum eine frühe Unterstützung so wichtig istDie Diagnose Krebs löst bei vielen Menschen einen Schock aus. Gerade die Zeit zwischen Diagnose, weiteren Untersuchungen und Therapiebeginn ist häufig von Unsicherheit geprägt. Eine frühzeitige psychoonkologische Begleitung kann helfen, diese Belastungen besser zu bewältigen und Orientierung zu geben. Das Distress-ThermometerMit dem sogenannten Distress- oder Belastungsthermometer wird regelmäßig erfasst, wie stark sich Patientinnen und Patienten belastet fühlen. Dadurch können Betroffene frühzeitig erkannt und gezielt unterstützt werden, bevor sich schwerwiegende psychische Belastungen entwickeln. Angehörige brauchen ebenfalls UnterstützungEine Krebserkrankung betrifft immer das gesamte Umfeld. Angehörige übernehmen häufig zusätzliche Aufgaben, erleben Hilflosigkeit und stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Deshalb richtet sich psychoonkologische Unterstützung ausdrücklich auch an Partnerinnen, Partner, Familien und enge Bezugspersonen. Unterstützung für medizinische TeamsAuch Ärztinnen, Ärzte, Pflegefachpersonen und weitere Berufsgruppen stehen täglich vor emotional belastenden Situationen. Psychoonkologie hilft dabei, schwierige Fälle gemeinsam zu reflektieren, Erfahrungen zu verarbeiten und langfristig gesund im Beruf zu bleiben. Ganzheitliche BehandlungNeben Gesprächen kommen je nach Situation auch Atemübungen, Achtsamkeit, Entspannungstechniken oder kreative Therapieformen zum Einsatz. Ziel ist es, Stress zu reduzieren und die eigenen Ressourcen zu stärken. 💬 Die wichtigsten Erkenntnisse🟦 Psychoonkologie begleitet Menschen – nicht nur ihre Erkrankung.🟦 Eine frühzeitige Unterstützung kann helfen, Ängste und Belastungen besser zu bewältigen.🟦 Auch Angehörige benötigen häufig professionelle Begleitung.🟦 Seelische Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil einer modernen Krebsmedizin.🟦 Psychoonkologie stärkt nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern unterstützt auch Behandlungsteams.👩‍⚕️ Über unsere GesprächspartnerinDr. med. Eva Pape ist Leitende Ärztin am Zentrum für psychische Gesundheit des Spital Zollikerberg. Sie ist Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Inhaberin des Schwerpunkts Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Psychoonkologie, wo sie Patientinnen, Patienten und Angehörige während einer Krebserkrankung begleitet und medizinische Teams unterstützt.

    Die Kontaktinformationen von Frau Dr. med. Pape finden Sie hier: >>>
    🏥 Über das Spital ZollikerbergDas Spital Zollikerberg gehört zu den führenden Akutspitälern der Schweiz und bietet eine umfassende medizinische Versorgung auf hohem fachlichen Niveau. Neben modernster Diagnostik und Therapie legt das Spital besonderen Wert auf eine ganzheitliche Betreuung, bei der körperliche, psychische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Die Psychoonkologie ist dabei ein wichtiger Bestandteil der interdisziplinären Krebsversorgung.
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    🌐 Über Thorax SchweizThorax Schweiz informiert Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Fachpersonen über Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und der Atemwege. Gemeinsam mit führenden Expertinnen und Experten vermitteln wir verständliches, wissenschaftlich fundiertes Wissen rund um Prävention, Diagnostik, moderne Therapien und Nachsorge. Ziel ist es, medizinisches Wissen verständlich aufzubereiten und Menschen in allen Phasen ihrer Erkrankung zu begleiten.
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    35 min
  • #64 Palliative Care neu verstehen
    Palliative Care – Mehr Lebensqualität in jeder Phase einer schweren Erkrankung
    Der Begriff Palliative Care löst bei vielen Menschen zunächst Unsicherheit aus. Nicht selten wird er ausschließlich mit den letzten Tagen des Lebens verbunden. Tatsächlich beginnt Palliative Care jedoch häufig deutlich früher und verfolgt ein anderes Ziel: Menschen mit einer schweren, fortschreitenden Erkrankung bestmöglich zu begleiten, Beschwerden zu lindern und ihre Lebensqualität zu erhalten.In dieser Episode des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit Dr. med. Katja Albrecht, leitende Ärztin und medizinische Leitung Palliative Care an der Klinik für Innere Medizin des Spital Zollikerberg.
    Dr. Albrecht begleitet seit vielen Jahren Menschen mit schweren Erkrankungen und deren Angehörige. Gemeinsam sprechen wir über die vielfältigen Aufgaben der modernen Palliativmedizin und räumen mit zahlreichen Vorurteilen auf. 
    Was bedeutet Palliative Care eigentlich?Palliative Care ist weit mehr als Schmerztherapie.Sie umfasst die ganzheitliche Betreuung von Menschen mit einer unheilbaren oder chronisch fortschreitenden Erkrankung und berücksichtigt dabei körperliche, psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse.Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch – mit seinen individuellen Wünschen, Sorgen und Zielen.Wann beginnt Palliative Care?Ein zentrales Thema dieser Podcastfolge ist der richtige Zeitpunkt.Dr. Katja Albrecht erklärt, warum Palliative Care keineswegs erst in den letzten Lebenstagen beginnt, sondern viele Patientinnen und Patienten bereits parallel zu einer Krebsbehandlung oder einer Therapie bei schweren Herz- oder Lungenerkrankungen begleiten kann.Frühzeitige palliative Unterstützung kann Beschwerden lindern, Sicherheit geben und sowohl Betroffene als auch Angehörige entlasten. 
    Welche Unterstützung bietet die Palliativmedizin?Gemeinsam sprechen wir unter anderem über:
    • wirksame Schmerztherapie
    • Behandlung von Atemnot
    • Unterstützung bei Fatigue
    • Umgang mit Ängsten und Unsicherheiten
    • Begleitung von Angehörigen
    • gemeinsame Therapieentscheidungen
    • Vorsorgeplanung und Patientenverfügungen
    • Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und Hausärzten sowie weiteren Fachpersonen
    Dabei wird deutlich: Palliative Care bedeutet immer Teamarbeit.Das Kompetenzzentrum Palliative Care am Spital ZollikerbergDas Kompetenzzentrum Palliative Care am Spital Zollikerberg begleitet Patientinnen und Patienten mit einem interprofessionellen Team aus Medizin, Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychoonkologie, Sozialberatung, Seelsorge und weiteren Fachbereichen.Je nach individueller Situation kommen zusätzlich unterstützende Angebote wie Musiktherapie, Kreativtherapie oder weitere komplementäre Maßnahmen zum Einsatz. Ziel ist stets eine möglichst hohe Lebensqualität für Betroffene und ihre Angehörigen. Ein wichtiges Thema auch für AngehörigeEine schwere Erkrankung betrifft nie nur die Patientin oder den Patienten.Deshalb sprechen wir auch darüber,
    • wie Angehörige unterstützt werden,
    • welche Belastungen häufig entstehen,
    • wie Gespräche über Wünsche und Ängste gelingen können,
    • und warum eine offene Kommunikation oftmals entlastend wirkt.
    Gerade Angehörige erhalten durch Palliative Care häufig Orientierung und Sicherheit in einer emotional belastenden Lebensphase.Für wen ist diese Folge besonders interessant?Diese Episode richtet sich an:
    • Patientinnen und Patienten mit einer schweren Erkrankung
    • Angehörige
    • Menschen mit Krebs-, Herz- oder Lungenerkrankungen
    • Interessierte Fachpersonen
    • alle, die besser verstehen möchten, was moderne Palliative Care heute wirklich bedeutet
    Über unsere GesprächspartnerinDr. med. Katja Albrecht ist Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin mit Schwerpunkt Palliativmedizin sowie Schmerzspezialistin. Seit 2019 leitet sie den Bereich Palliative Care an der Klinik für Innere Medizin des Spital Zollikerberg und begleitet dort Patientinnen und Patienten mit großer fachlicher Kompetenz und viel Menschlichkeit. 
    Über das Spital ZollikerbergDas Spital Zollikerberg gehört zu den führenden Akutspitälern im Kanton Zürich und verfügt über einen öffentlichen Leistungsauftrag. Jährlich werden dort über 11.000 stationäre und rund 70.000 ambulante Patientinnen und Patienten behandelt. Das Kompetenzzentrum Palliative Care genießt einen ausgezeichneten Ruf und setzt auf eine interprofessionelle Betreuung, bei der medizinische Kompetenz und Menschlichkeit gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. 🎧 Hat Ihnen diese Episode gefallen?Dann freuen wir uns sehr über Ihre Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts.Mit Ihrer Bewertung helfen Sie uns, noch mehr Patientinnen, Patienten, Angehörige und Fachpersonen mit verlässlichen medizinischen Informationen zu erreichen.So bewerten Sie unseren Podcast:
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    18 min
  • #63 Der sicherste Ort im Spital?
    Intensivmedizin verstehen – Ein Blick hinter die Türen der IntensivstationFür viele Menschen ist die Intensivstation ein Ort voller Unsicherheit. Monitore piepen, zahlreiche Geräte überwachen lebenswichtige Funktionen und Angehörige sorgen sich um ihre Liebsten.Doch was geschieht tatsächlich auf einer Intensivstation? Wann benötigen Thoraxpatientinnen und Thoraxpatienten eine intensivmedizinische Betreuung? Und welche Aufgaben übernehmen die hochspezialisierten Teams rund um die Uhr?In dieser Folge des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit
    Dr. med. Roger Franz Lussmann, Chefarzt der Intensivmedizin an der Klinik Hirslanden Zürich. Wer ist Dr. Roger Franz Lussmann?Dr. Roger Lussmann ist Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Nach seinem Medizinstudium in Bern und Basel absolvierte er zahlreiche Weiterbildungen in den Bereichen Intensivmedizin, Anästhesie, Rettungsmedizin und Healthcare Management.Seit 2023 ist er Chefarzt der Intensivmedizin an der Klinik Hirslanden Zürich und engagiert sich zusätzlich als Präsident der Kommission für Weiter- und Fortbildung der Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin. Warum kommen Thoraxpatienten auf die Intensivstation?Ein großer Teil der Thoraxpatientinnen und Thoraxpatienten wird nach Operationen vorsorglich auf die Intensivstation verlegt.Dr. Lussmann erklärt, dass dies häufig nicht bedeutet, dass die Betroffenen schwer krank sind. Vielmehr dient die intensivmedizinische Betreuung dazu, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.Weitere Gründe für eine Aufnahme können sein:
    • Schwere Lungenentzündungen
    • Akute Atemnot
    • Exazerbation einer COPD
    • Akutes respiratorisches Distress-Syndrom (ARDS)
    • Komplexe thoraxchirurgische Eingriffe
    • Schwere Infektionen oder Organversagen
    Welche Aufgaben übernimmt die Intensivmedizin?Die moderne Intensivmedizin verfolgt drei zentrale Ziele:1. Komplikationen verhindernViele Patientinnen und Patienten werden engmaschig überwacht, damit mögliche Probleme früh erkannt werden.2. Organfunktionen unterstützenWenn Herz, Lunge, Nieren oder andere Organe ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen können, kommen spezielle Unterstützungssysteme zum Einsatz.3. Intensive Pflege ermöglichenEin oft unterschätzter Aspekt: Viele Patientinnen und Patienten benötigen vor allem eine besonders intensive pflegerische Betreuung, die auf einer Normalstation nicht möglich wäre. Welche Technologien kommen zum Einsatz?Dr. Lussmann gibt spannende Einblicke in die moderne Intensivmedizin.Zum Einsatz kommen unter anderem:
    • Kontinuierliche Überwachung von Blutdruck und Herzfrequenz
    • Sauerstoff- und Kohlendioxidmessungen
    • Blutgasanalysen
    • Nicht-invasive Beatmung über Masken
    • Invasive Beatmung über einen Beatmungsschlauch
    • Dialyseverfahren bei Nierenversagen
    • Herzunterstützungssysteme
    • ECMO-Systeme zur Herz- und Lungenunterstützung
    Dabei betont er, dass viele thoraxchirurgische Patientinnen und Patienten nach der Operation bereits selbstständig atmen und lediglich überwacht werden müssen. Warum die Schmerztherapie so wichtig istNach Eingriffen im Brustkorb spielt die Schmerzbehandlung eine zentrale Rolle.Schmerzen können dazu führen, dass Betroffene:
    • zu flach atmen
    • nicht ausreichend husten
    • Sekrete schlechter abhusten
    • ein erhöhtes Risiko für Komplikationen entwickeln
    Deshalb ist eine ausgewogene Schmerztherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, die Atmung nicht durch zu starke Medikamente zu beeinträchtigen. Physiotherapie als Schlüssel zur GenesungEin weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Bedeutung der Physiotherapie.Patientinnen und Patienten lernen:
    • richtig zu atmen
    • effektiv zu husten
    • ihre Lungenfunktion zu verbessern
    • möglichst früh wieder mobil zu werden
    Diese Maßnahmen helfen nicht nur bei der Genesung, sondern dienen auch der Vorbeugung von Komplikationen. Die Intensivstation – der sicherste Ort im Spital?Eine überraschende Aussage von Dr. Lussmann lautet:„Die Intensivstation ist wahrscheinlich der sicherste Ort im Spital.“Warum?
    • Rund-um-die-Uhr-Überwachung
    • Spezialisierte Ärztinnen und Ärzte
    • Hoch qualifiziertee Intensivpflege
    • Modernste Medizintechnik
    • Schnelles Eingreifen bei Veränderungen
    Viele Menschen verbinden die Intensivstation automatisch mit Lebensgefahr. Tatsächlich werden viele Patientinnen und Patienten dort jedoch vorsorglich überwacht oder intensiv gepflegt. Was können Angehörige tun?Auch Angehörige stehen häufig unter enormem emotionalem Druck.Dr. Lussmann empfiehlt:✔ Regelmäßige Besuche
    ✔ Kurze, aber häufige Besuche
    ✔ Berührungen und persönliche Nähe
    ✔ Verständnis für notwendige RuhezeitenDenn Patientinnen und Patienten benötigen neben den Besuchen auch ausreichend Erholungsphasen für Therapien, Mobilisation und Regeneration. Erinnerungen an die IntensivstationEin besonders faszinierender Teil des Gesprächs beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von Intensivpatienten.Viele Menschen erinnern sich nach einem längeren Aufenthalt kaum an die Zeit auf der Intensivstation.Andere berichten von:
    • intensiven Träumen
    • ungewöhnlichen Erinnerungsfragmenten
    • Geräuschen oder Situationen, die später Emotionen auslösen
    Dr. Lussmann schildert eindrücklich, wie selbst tief sedierte Patientinnen und Patienten bestimmte Eindrücke wahrnehmen können und wie wichtig die anschließende Aufarbeitung dieser Erfahrungen sein kann. Pulmonale Hypertonie – eine besondere HerausforderungEin weiteres Thema der Episode ist die pulmonale Hypertonie, also ein erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf.Dr. Lussmann erklärt:
    • Warum diese Erkrankung für Intensivmediziner besonders relevant ist
    • Weshalb das rechte Herz stark belastet wird
    • Welche Risiken bestehen
    • Welche modernen Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen
    Patientinnen und Patienten mit pulmonaler Hypertonie gelten auf der Intensivstation als Hochrisikopatienten und benötigen eine besonders sorgfältige Betreuung. Teamarbeit als ErfolgsfaktorIntensivmedizin funktioniert nur durch das Zusammenspiel vieler Berufsgruppen:
    • Intensivmedizinerinnen und Intensivmediziner
    • Expertinnen und Experten für Intensivpflege
    • Physiotherapie
    • Logopädie
    • Ergotherapie
    • Apotheke
    • Medizintechnik
    • IT und Logistik
    • Fachspezialisten aus zahlreichen medizinischen Disziplinen
    Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten. Über Thorax SchweizThorax Schweiz ist ein unabhängiger Patientenratgeber rund um Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und der Atemwege. Gemeinsam mit führenden Expertinnen und Experten informieren wir über moderne Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten, Rehabilitation, Prävention und aktuelle Entwicklungen in der Thoraxmedizin.
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    1 hr
  • #62 Unsichtbar, aber unverzichtbar – Die Kunst der OP-Lagerung
    OP-Lagerung: Der oft unterschätzte Faktor für eine sichere Operation
    Wenn wir an eine Operation denken, stehen meist die Chirurginnen und Chirurgen, die Anästhesie oder modernste Medizintechnik im Mittelpunkt. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, wie wichtig die richtige Lagerung einer Patientin oder eines Patienten während einer Operation ist.
    Dabei kann genau diese Lagerung entscheidend dafür sein, ob ein Eingriff sicher durchgeführt werden kann und ob Lagerungsschäden vermieden werden.In dieser Episode des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit Besir Beluli, der zum Zeitpunkt der Aufnahme Leiter der OP-Lagerung an der Klinik Hirslanden Zürich war. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf einen Bereich des Operationssaals, den die meisten Patientinnen und Patienten nie zu Gesicht bekommen. Herr Beluli ist leider nicht mehr an der Klinik Hirslanden tätig.
    Wer ist Besir Beluli?

    Besir Beluli ist diplomierter Pflegefachmann und seit vielen Jahren im Operationsbereich tätig. Nach Stationen in verschiedenen Schweizer Kliniken leitet er heute die Abteilung OP-Lagerung der Klinik Hirslanden Zürich.Gemeinsam mit seinem 22-köpfigen Team sorgt er dafür, dass Patientinnen und Patienten während oft stundenlanger Eingriffe optimal positioniert und geschützt werden. Warum ist die OP-Lagerung so wichtig?Während einer Operation schläft die Patientin oder der Patient in der Regel unter Narkose. Dadurch kann nicht mehr wahrgenommen oder mitgeteilt werden, wenn Druckstellen entstehen, Gelenke überdehnt werden oder Nerven belastet werden.

    Die Aufgabe des Lagerungsteams besteht deshalb darin:
    • die bestmögliche Position für den chirurgischen Eingriff zu schaffen
    • den Körper vor Druck- und Nervenschäden zu schützen
    • die Anforderungen von Chirurgie und Anästhesie zu berücksichtigen
    • eine sichere und stabile Position während der gesamten Operation zu gewährleisten
    Besir Beluli erklärt eindrucksvoll, wie viele Faktoren dabei berücksichtigt werden müssen. Rückenlage, Seitenlage oder Bauchlage?Nicht jede Operation wird in derselben Position durchgeführt.In dieser Folge erfahren Sie:
    • Wann eine Rückenlage gewählt wird
    • Warum manche Eingriffe eine Seitenlagerung erfordern
    • Weshalb bei Wirbelsäulenoperationen häufig die Bauchlage notwendig ist
    • Welche Besonderheiten bei thoraxchirurgischen Eingriffen berücksichtigt werden müssen
    • Warum die Lagerung immer individuell auf die Operation abgestimmt wird
    Selbst kleine Veränderungen der Körperposition können den Operateurinnen und Operateuren helfen, einen Eingriff sicherer und präziser durchzuführen. Welche Risiken können durch eine falsche Lagerung entstehen?Ein zentraler Teil des Gesprächs widmet sich den möglichen Komplikationen.Dazu gehören:
    • Druckstellen (Dekubitus)
    • Hautverletzungen
    • Nervenschäden
    • Durchblutungsstörungen
    • Scherkräfte auf Haut und Gewebe
    • Beschwerden durch lange Operationszeiten
    Besonders gefährdet sind Körperstellen mit wenig natürlicher Polsterung, etwa:
    • Schulterblätter
    • Hinterkopf
    • Kreuzbein
    • Fersen
    Gerade bei langen Eingriffen ist deshalb höchste Aufmerksamkeit gefragt. Die besondere Herausforderung: Der narkotisierte PatientEin gesunder Mensch würde sich automatisch bewegen, wenn eine Position unangenehm wird.Unter Narkose ist das nicht möglich.Deshalb muss das Lagerungsteam gewissermaßen für die Patientin oder den Patienten „mitdenken“ und potenzielle Belastungen frühzeitig erkennen.Besir Beluli beschreibt dies als eine Kombination aus Fachwissen, Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Teamarbeit im OperationssaalDie Lagerung erfolgt niemals isoliert.Vielmehr arbeiten verschiedene Berufsgruppen eng zusammen:
    • Chirurginnen und Chirurgen
    • Anästhesistinnen und Anästhesisten
    • OP-Pflege
    • Lagerungsteam
    • Medizintechnik
    Jede Berufsgruppe bringt eigene Anforderungen mit. Ziel ist es, die Bedürfnisse aller Beteiligten zu koordinieren und gleichzeitig die Sicherheit der Patientinnen und Patienten an erste Stelle zu setzen. Moderne Operationstechniken verändern auch die LagerungEin spannender Teil der Episode beschäftigt sich mit den Entwicklungen der modernen Chirurgie.Insbesondere die Robotik stellt neue Anforderungen an die Lagerung.Besir Beluli erklärt:
    • Wie Operationen mit dem Da-Vinci-Roboter vorbereitet werden
    • Warum die Bewegungsfreiheit der Roboterarme berücksichtigt werden muss
    • Weshalb neue Technologien auch neue Lagerungskonzepte erfordern
    Ein faszinierender Einblick in die Zukunft des Operationssaals. Hygiene und InfektionsschutzNeben der eigentlichen Lagerung spielt auch die Infektionsprävention eine wichtige Rolle.Die Folge erklärt unter anderem:
    • Warum Patientinnen und Patienten vor der Operation umgelagert und neu eingekleidet werden
    • Welche Hygienemaßnahmen vor dem ersten Schnitt erfolgen
    • Wie Operationsgebiete vorbereitet werden
    • Warum Informationen über Infektionskrankheiten für das OP-Team wichtig sind
    • Welche Schutzmaßnahmen routinemäßig eingesetzt werden
    Dabei wird deutlich: Sicherheit beginnt lange vor dem eigentlichen Eingriff. Ausbildung und FachwissenViele Menschen wissen nicht, dass die OP-Lagerung ein hoch spezialisiertess Tätigkeitsfeld ist.Besir Beluli erläutert:
    • Welche Qualifikationen Mitarbeitende mitbringen sollten
    • Warum Kenntnisse der Anatomie und Physiologie so wichtig sind
    • Weshalb die Klinik Hirslanden Zürich bevorzugt Fachangestellte Gesundheit (FaGe) und andere medizinische Fachpersonen einsetzt
    • Wie neue Mitarbeitende für die speziellen Anforderungen geschult werden
    Denn nur wer die Anatomie des menschlichen Körpers versteht, kann Lagerungsschäden wirksam verhindern.
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    28 min
  • #61 Sicher versorgt – Wie Patientensicherheit im Alltag gelebt wird
    Patientensicherheit beginnt im AlltagPatientensicherheit ist ein Begriff, den viele Menschen schon gehört haben. Doch was bedeutet er konkret? Welche Maßnahmen sorgen dafür, dass Patientinnen und Patienten während eines Spitalaufenthalts sicher behandelt werden? Und welche Rolle spielt dabei die Pflege?In dieser Episode des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit Marie-Christine Nicolaus, diplomierte Pflegefachfrau und stationäre onkologische Pflegeberaterin an der Klinik Hirslanden Zürich. Sie gewährt einen praxisnahen Einblick in die tägliche Arbeit auf einer modernen Spitalstation und erklärt, warum Patientensicherheit weit mehr ist als nur Vorschriften und Checklisten. Die Pflege als wichtige Säule der PatientensicherheitVon der ersten Medikamentenkontrolle am Morgen bis zur Entlassung begleitet die Pflege Patientinnen und Patienten durch den gesamten Behandlungsprozess. Marie-Christine Nicolaus erklärt, weshalb Patientensicherheit ein zentraler Bestandteil jeder pflegerischen Tätigkeit ist und warum sich Pflegefachpersonen in einer besonderen Verantwortung befinden.Dabei geht es nicht nur um medizinische Aspekte, sondern auch um Vertrauen, Kommunikation und das Sicherheitsgefühl der Patientinnen und Patienten. Denn gerade Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung oder einer Operation in einer verletzlichen Situation befinden, sind auf zuverlässige Abläufe angewiesen. Welche Sicherheitsmaßnahmen kommen im Spital zum Einsatz?Die meisten Patientinnen und Patienten erleben nur einen kleinen Teil der Sicherheitsmaßnahmen, die im Hintergrund stattfinden.

    In dieser Folge erfahren Sie unter anderem:
    • Warum Operations-Checklisten eingesetzt werden
    • Weshalb Patientenarmbänder eine entscheidende Rolle spielen
    • Wie Vier-Augen-Kontrollen bei Medikamenten funktionieren
    • Warum Chemotherapien mehrfach überprüft werden
    • Wie Wertsachen dokumentiert und geschützt werden
    • Welche Bedeutung standardisierte Handlungsanweisungen haben
    Marie-Christine Nicolaus erklärt verständlich, wie diese Prozesse helfen, Fehler zu vermeiden und die Qualität der Versorgung kontinuierlich zu verbessern. Hygiene: Eine Aufgabe des gesamten TeamsEin besonderes Augenmerk liegt auf der Prävention von Infektionen. Gerade auf einer onkologischen Station, auf der viele immungeschwächte Patientinnen und Patienten behandelt werden, kommt der Hygiene eine herausragende Bedeutung zu.
    Die Folge beleuchtet:
    • Die Bedeutung der Händehygiene
    • Regelmäßige Schulungen und Kontrollen
    • Hygieneverantwortliche auf den Stationen
    • Schutzmaßnahmen bei Infektionskrankheiten
    • Die Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie
    • Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Patientengruppen
    Dabei wird deutlich: Patientensicherheit ist keine Aufgabe einzelner Berufsgruppen, sondern gelingt nur durch das Zusammenspiel von Pflege, Ärzteschaft, Reinigung, Hotellerie und vielen weiteren Mitarbeitenden. Fehlerkultur statt SchuldzuweisungenBesonders spannend ist der Einblick in das sogenannte Critical Incident Reporting System (CIRS).Dieses Meldesystem ermöglicht es Mitarbeitenden, kritische Ereignisse und Beinahe-Fehler anonym zu melden. Ziel ist es nicht, Schuldige zu suchen, sondern aus Fehlern zu lernen und Prozesse zu verbessern.Marie-Christine Nicolaus erklärt, warum eine offene Fehlerkultur so wichtig ist und weshalb moderne Patientensicherheit auf Transparenz und kontinuierlichem Lernen basiert. Das Patientenarmband – klein, aber enorm wichtigEine der spannendsten Diskussionen dieser Folge dreht sich um ein Hilfsmittel, das viele Patientinnen und Patienten zunächst als nebensächlich betrachten: das Patientenarmband.Warum ist dieses Armband so wichtig?
    • Es verhindert Patientenverwechslungen.
    • Es erleichtert die Identifikation bei Untersuchungen und Operationen.
    • Es unterstützt die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Demenz oder Delir.
    • Es erhöht die Sicherheit bei Notfällen und Verlegungen.
    Marie-Christine Nicolaus beschreibt das Patientenarmband sogar als eines der wichtigsten Instrumente der Patientensicherheit im Klinikalltag. Schutz vor SpitalinfektionenEin weiterer Schwerpunkt der Episode sind sogenannte nosokomiale Infektionen – Infektionen, die während eines Spitalaufenthalts entstehen können.Die Zuhörerinnen und Zuhörer erfahren:
    • Wie Risikopatienten identifiziert werden
    • Warum bestimmte Abstriche durchgeführt werden
    • Wann Isolationsmaßnahmen notwendig sind
    • Wie auf Fieber oder Infektionsverdacht reagiert wird
    • Welche Rolle standardisierte Abläufe auf onkologischen Stationen spielen
    Gerade für Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem sind diese Maßnahmen von entscheidender Bedeutung. Digitalisierung als Chance für die ZukunftOb elektronische Checklisten, digitale Dokumentation oder intelligente Prozesse – die Digitalisierung bietet großes Potenzial, um Patientensicherheit weiter zu verbessern.Marie-Christine Nicolaus spricht offen darüber, welche Abläufe heute noch papierbasiert sind und welche Vorteile eine stärkere Digitalisierung für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende bringen könnte. Warum diese Folge hörenswert istDiese Episode zeigt eindrucksvoll, wie viel Arbeit und Engagement hinter einer sicheren Patientenversorgung steckt. Viele Sicherheitsmaßnahmen bleiben für Patientinnen und Patienten unsichtbar – und genau deshalb lohnt sich dieser Blick hinter die Kulissen.

    Sie erfahren:✅ Wie Patientensicherheit im Alltag tatsächlich gelebt wird
    ✅ Warum Hygiene Leben retten kann
    ✅ Welche Rolle die Pflege bei der Fehlervermeidung spielt
    ✅ Weshalb Patientenarmbänder so wichtig sind
    ✅ Wie moderne Spitäler aus Fehlern lernen
    ✅ Welche Herausforderungen Pflegefachpersonen täglich meistern
    Über Marie-Christine NicolausMarie-Christine Nicolaus ist diplomierte Pflegefachfrau an der Klinik Hirslanden Zürich. Seit 2025 arbeitet sie als stationäre onkologische Pflegeberaterin und begleitet Patientinnen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen durch oftmals anspruchsvolle Behandlungsphasen.Durch ihre langjährige Erfahrung in der Pflege kennt sie die Herausforderungen des Klinikalltags aus erster Hand und setzt sich täglich für eine sichere und hochwertige Patientenversorgung ein.

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    31 min
  • #60 Wenn die Lunge plötzlich kollabiert
    In dieser Folge des Thorax Schweiz Podcasts geht es um zwei Krankheitsbilder, die im Brustraum auftreten und für Betroffene sehr belastend sein können: den Spontanpneumothorax und das Pleuraempyem.
    Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj sprechen mit Dr. med. Reint Burger, leitender Arzt am Spital Männedorf, über Ursachen, typische Symptome und moderne Behandlungsmöglichkeiten.
    Ein Spontanpneumothorax entsteht, wenn Luft in den Pleuraspalt gelangt und die Lunge dadurch teilweise oder vollständig zusammenfällt. Das kann besonders bei jüngeren Menschen plötzlich und ohne erkennbare Vorerkrankung auftreten, betrifft aber auch ältere Patientinnen und Patienten – häufig mit einer Raucheranamnese oder bestehenden Lungenerkrankungen. Typische Anzeichen sind plötzlich einsetzende Brustschmerzen, Atemnot und ein beklemmendes Gefühl im Brustkorb.
    Im Gespräch wird erklärt, wann eine Beobachtung oder Drainage ausreicht und wann eine Operation notwendig wird. Auch der Ablauf einer thoraxchirurgischen Behandlung, die Dauer des Spitalaufenthalts und die Prognose nach einem Spontanpneumothorax werden verständlich eingeordnet.
    Der zweite Schwerpunkt der Folge ist das Pleuraempyem. Dabei handelt es sich um eine Eiteransammlung im Pleuraspalt, häufig als Folge einer schweren Lungenentzündung oder Infektion. Ein Pleuraempyem kann sich durch Fieber, Schmerzen, Atemnot und ein starkes Krankheitsgefühl bemerkbar machen. Wird es nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu Verklebungen, eingeschränkter Lungenfunktion und schwereren Verläufen kommen.Dr. Burger erläutert, wann eine Operation erforderlich ist, welche Rolle Thoraxdrainagen spielen und warum die Behandlung oft ein interdisziplinäres Vorgehen erfordert. Gerade bei Pleuraempyemen ist die enge Zusammenarbeit zwischen Thoraxchirurgie, Pneumologie, Infektiologie, Radiologie und Anästhesie entscheidend.Darüber hinaus sprechen die Hosts mit Dr. Burger über die Coronazeit, mögliche Zusammenhänge mit schweren Infektionen, die Unterschiede in der Behandlung von Spontanpneumothorax und Pleuraempyem sowie über die Frage, was Patientinnen und Patienten nach einer Operation selbst tun können, um ihre Genesung zu unterstützen und Rückfällen vorzubeugen.
    Eine informative Folge für Betroffene, Angehörige und alle, die besser verstehen möchten, was passiert, wenn Erkrankungen des Brustfells oder der Lunge plötzlich behandlungsbedürftig werden.
    Inhalte dieser Folge
    • Was ist ein Spontanpneumothorax?
    • Warum kann die Lunge plötzlich kollabieren?
    • Welche Symptome sollten ernst genommen werden?
    • Unterschiede zwischen jungen und älteren Betroffenen
    • Wann wird eine Operation notwendig?
    • Wie läuft eine Operation bei Spontanpneumothorax ab?
    • Wie lange dauert der Spitalaufenthalt?
    • Was ist ein Pleuraempyem?
    • Wie entsteht Eiter im Pleuraspalt?
    • Welche Rolle spielen Infektionen und Lungenentzündungen?
    • Wann braucht es Thoraxdrainagen?
    • Wie gut sind die Heilungschancen?
    • Was können Patientinnen und Patienten nach einer Operation selbst tun?
    • Warum interdisziplinäre Zusammenarbeit so wichtig ist
    • Welche Entwicklungen in der Therapie zu erwarten sind

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    27 min
  • #59 Myasthenia gravis verstehen
    Myasthenia gravis verstehenFortschritte in Diagnostik und Therapie – und warum Neurologie und Thoraxchirurgie 
    eng zusammenarbeiten müssen
    Myasthenia gravis ist eine seltene, chronische Autoimmunerkrankung, die für Betroffene tiefgreifende Auswirkungen auf den Alltag haben kann. Die Erkrankung stört die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln. Dadurch kommt es zu belastungsabhängiger Muskelschwäche, die sich sehr unterschiedlich zeigen kann – etwa durch Doppelbilder, hängende Augenlider, Schwierigkeiten beim Heben der Arme oder in schweren Fällen sogar durch eine lebensbedrohliche Atemschwäche.In dieser Folge des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit Dr. med. Konrad Scheglmann, Neurologe mit langjähriger Erfahrung in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen und Myasthenia gravis.Ein besonderer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der Verbindung zwischen Myasthenia gravis und dem Thymus. Denn bei bestimmten Formen der Erkrankung kann der Thymus eine wichtige Rolle spielen. In manchen Fällen kann eine operative Entfernung des Thymus, die sogenannte Thymektomie, den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Genau hier wird die enge Zusammenarbeit zwischen Neurologie, Thoraxchirurgie, Radiologie, Anästhesie, Pathologie und gegebenenfalls Onkologie besonders wichtig.Dr. Scheglmann erklärt verständlich, warum Myasthenia gravis keine einheitliche Erkrankung ist, welche Rolle Antikörper spielen und weshalb nicht jede Patientin und jeder Patient von einer Thymektomie profitiert. Auch die Bedeutung einer sorgfältigen neurologischen Diagnostik und einer individuell abgestimmten Therapie wird ausführlich besprochen.Ein weiterer wichtiger Teil der Folge widmet sich den heutigen Behandlungsmöglichkeiten. Neben klassischen Therapien wie Cortison, Azathioprin und Pyridostigmin kommen bei schweren Verläufen auch Verfahren wie Plasmapherese, Immunglobuline sowie moderne biologische Therapien zum Einsatz. Die gute Nachricht: Viele Patientinnen und Patienten können heute deutlich besser behandelt werden als früher.Darüber hinaus spricht Dr. Scheglmann über die Versorgungssituation in der Schweiz, die Bedeutung von spezialisierten Anlaufstellen und Patientenorganisationen sowie über seine Leidenschaft für Fort- und Weiterbildung. Denn gerade bei seltenen Erkrankungen ist es entscheidend, Wissen in der Fachwelt zu verbreiten und Betroffene frühzeitig richtig zu diagnostizieren.Diese Episode richtet sich an Betroffene, Angehörige, medizinische Fachpersonen und alle, die mehr über eine seltene, aber gut behandelbare neurologische Erkrankung erfahren möchten.Kapitelübersicht00:00 Einführung: Myasthenia gravis und ihre Bedeutung für Thorax Schweiz
    02:00 Vorstellung von Dr. med. Konrad Scheglmann
    05:00 Was ist Myasthenia gravis?
    08:00 Typische erste Symptome: Doppelbilder, Muskelschwäche und Atemprobleme
    11:00 Warum Dr. Scheglmann sich auf diese Erkrankung spezialisiert hat
    14:00 Die Rolle des Thymus bei Myasthenia gravis
    19:00 Wann eine Thymektomie sinnvoll sein kann
    24:00 Thymushyperplasie, Thymome und unterschiedliche Antikörperformen
    29:00 Warum interdisziplinäre Zusammenarbeit so wichtig ist
    34:00 Besondere Herausforderungen bei Operation und Anästhesie
    39:00 Medikamentöse und immunmodulatorische Therapien
    45:00 Moderne Behandlungsmöglichkeiten bei schweren Verläufen
    50:00 Versorgungssituation und Anlaufstellen in der Schweiz
    55:00 Warum Fortbildung bei seltenen Erkrankungen entscheidend ist
    59:00 Die Rolle von Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen
    1:04:00 Dr. Scheglmanns Ausblick auf Ruhestand, Forschung und Fortbildung
    1:08:00 Verabschiedung und Dank
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    28 min
  • #58 Neue Perspektiven bei Thoraxwanddeformationen
    Thoraxwanddeformationen wie die Trichterbrust (Pectus excavatum) oder die Kielbrust (Pectus carinatum) gehören zu den häufigsten angeborenen Veränderungen des Brustkorbs – und werden dennoch oft unterschätzt.In dieser Episode des Thorax Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit PD Dr. med. Sergio Sesia, Kinderchirurg und Spezialist für die Behandlung von Thoraxwanddeformationen am Inselspital Bern,im Spitalzentrum Biel und in der Kindertagesklinik Liestal.
    Gemeinsam beleuchten sie ein Thema, das weit über ästhetische Fragestellungen hinausgeht. Denn neben dem äußeren Erscheinungsbild können diese Deformationen auch die Funktion von Herz und Lunge beeinflussen und insbesondere bei Jugendlichen zu einer erheblichen psychischen Belastung führen.PD Dr. Sesia gibt einen umfassenden Einblick in die Entstehung dieser Erkrankungen, erklärt die wichtigsten Formen und zeigt auf, warum sich viele Veränderungen erst während der Pubertät deutlich entwickeln.Ein besonderer Fokus liegt auf den heutigen Therapiemöglichkeiten:

    Von konservativen Ansätzen wie der Sauglocke bei Trichterbrust oder der Kompressionsorthese bei Kielbrust bis hin zu modernen operativen Verfahren wie der minimalinvasiven Korrektur nach Nuss.Dabei wird deutlich, wie sehr sich die Behandlung in den letzten Jahren weiterentwickelt hat – insbesondere durch neue Technologien wie die Kryoanästhesie, die postoperative Schmerzen deutlich reduzieren kann und den Eingriff für Patientinnen und Patienten wesentlich schonender macht.
    Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Folge ist die psychosoziale Dimension: Viele Betroffene leiden unter einem verminderten Selbstwertgefühl, sozialem Rückzug oder Scham – vornehmlich in der sensiblen Phase der Pubertät. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Abklärung und eine individuell angepasste Therapie.Diese Episode richtet sich an Betroffene, Eltern und Fachpersonen gleichermaßen und bietet einen fundierten, verständlichen Überblick über ein oft unterschätztes Krankheitsbild.

    Ihr Kontakt zu unserem Gesprächspartner PD Dr. med. Sergio Sesia:

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    Kindertageklinik Liestal >>>
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    18 min

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