Thorax Schweiz: Der Podcast

Thorax Schweiz: Der Podcast

By Tariq Abu-Naaj & Dr. med. Roland KusterScienceMedicineHealth & Fitness
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Thorax Schweiz: Der Podcast episodes

  • #47 Gemeinsam statt einsam
    In dieser Folge des Thorax-Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit
    Pia Wegmüller, Beraterin und Projektkoordinatorin von Selbsthilfe Bern.

    Selbsthilfegruppen im Kanton Bern:
    Orientierung, Gründung, Wirkung – klar erklärt

    Gast: Pia Wegmüller, Beraterin & Projektkoordinatorin „Selbsthilfefreundliche Spitäler“ bei Selbsthilfe Bern

    Hosts: Dr. med. Roland Kuster & Tariq Abu-Naaj

    Ort: Biel/Bienne (zweisprachige Region, Bieler Seeland & Berner Jura)

    Organisation: Selbsthilfe Bern – gemeinnütziger Verein, Drehscheibe für gemeinschaftliche Selbsthilfe im Kanton Bern (Information, Beratung, Vermittlung, Gruppenaufbau, Vernetzung & Öffentlichkeitsarbeit).


    Worum es gehtWie finden Betroffene orientiert statt zufällig zur passenden Selbsthilfegruppe? Was unterscheidet Selbsthilfe von Therapie – und wie gründet man selbst eine Gruppe? Welche Rolle spielen Spitäler, Fachpersonen und Zweisprachigkeit? Pia Wegmüller gibt konkrete Einblicke: von der ersten Anfrage bis zur stabil laufenden Gruppe – inkl. Workshops, Qualitätskriterien für „selbsthilfefreundliche Spitäler“ und einer Einladung, neue Gruppen (z. B. zum Thema Lunge) anzustoßen.


    Kapitel & Inhalte (mit Zeitmarken)
    00:18 – Intro in Biel
    Einordnung: Selbsthilfe als Ressource für Betroffene & Angehörige, Besuch im zweisprachigen Biel.

    00:32 – Vorstellung Pia Wegmüller
    Beraterin (50 %), Projektkoordination (20 %): Berufsweg HR/Berufsbildung/Integration → Fokus „Mensch & Ressourcen“. Bielerin, „J’adore le bilinguisme à Bienne“.

    01:03 – Was macht die Beratung konkret?
    Telefonische/persönliche Information & Vermittlung; Anfragen von Betroffenen und Fachpersonen; Aufbau neuer Gruppen, jährliche Austauschtreffen; Vernetzung mit Sozial- & Gesundheitswesen; Öffentlichkeitsarbeit.

    04:38 – Was ist Selbsthilfe? Wo liegt die Wirkung?
    „Hilfe zur Selbsthilfe“: Verantwortung übernehmen, Isolation abbauen, Gesundheitskompetenz stärken, gezielter Fachangebote nutzen. Selbsthilfe Bern fungiert als Drehscheibe (Datenbank, Orientierung, Gruppenaufbau).

    06:14 – Sicher navigieren statt Online-Dschungel
    Zentrale Datenbank (Selbsthilfe Schweiz) als verlässliche Quelle – ohne versteckte kommerzielle Interessen.

    08:12 – Vier Standorte – gleiche Angebote
    Bern (mit GL/Administration/Kommunikation), Biel, Thun, Burgdorf. Regionale Nähe = kurze Wege & Kulturverständnis; Gruppenräume für Treffen. Workshops (z. B. Kommunikation, Konflikte, Verantwortung) zur Stärkung der Gruppen.

    10:40 – Zweisprachigkeit in Biel
    Beratung deutsch & französisch; Gruppengründungen überwiegend sprachgetrennt (Tiefe & Intimität in der Erstsprache), wenige zweisprachige Ausnahmen.

    12:13 – Warum regionale Verankerung zählt
    Kanton groß & kulturell divers (Berner Oberland, Jura, Seeland) – Vertrautheit & Erreichbarkeit erhöhen Teilnahme.

    12:43 – Wie gründet man eine neue Selbsthilfegruppe?
    Kontaktaufnahme & Erstgespräch; Flyer & Bewerbung durch Selbsthilfe Bern; Gründungstermin ab 5–6 Interessierten; Begleitung der ersten 3 Treffen; Standortgespräch nach ~6 Monaten; danach Unterstützung bei Bedarf.

    16:39 – Vorurteile & Vielfalt der Formate
    Nicht „nur im Stuhlkreis“: Spaziergruppen, Gast-Inputs, Filme + Diskussion. Öffentlichkeitsarbeit & Multiplikatoren bauen Hemmschwellen ab.

    18:43 – Abgrenzung zu Therapie
    Selbsthilfe = Erfahrungswissen unter Gleichbetroffenen, keine Fachleitung; ergänzt Therapie/Fachangebote.

    19:46 – Wer profitiert? Wer (noch) nicht?
    Vorgespräch prüft Stabilität, Motivation, Verbindlichkeit & Bereitschaft zur Verantwortung. Bei Krisen → eher fachgeleitete Gruppen/Therapie.

    23:48 – Thema Lunge: Warum gibt’s (noch) keine Gruppe?
    Selbsthilfe Bern gründet nach Nachfrage. Einladung an die Thorax-Schweiz-Community: melden, Bedarf zeigen → Gründung wird unterstützt.

    25:18 – Alternativen & Kooperationen
    Krebsliga, Lungenliga, Peer-Beratung: keine Konkurrenz, Hand in Hand – je nach Bedarf/Format.

    27:08 – Projekt „Selbsthilfefreundliche Spitäler“
    Kooperationsdreieck: Spital – Selbsthilfe Bern – Selbsthilfegruppen-Vertretung. 6 Qualitätskriterien, Maßnahmenkatalog, Auszeichnung (Selbsthilfe Schweiz). Anerkennung durch Spitalverband A+ als Patientenzentrierungsmaßnahme.

    30:07 – Kontakt
    Mo–Do 09:00–12:30 & 14:00–16:30, 0848 33 99 00, [email protected]. Unverbindlich anrufen; Schnuppertreffen möglich.

    31:01 – Schluss & Appell
    „Reden hilft.“ Thorax-Schweiz: Podcast/YouTube/Newsletter abonnieren.

    Die Webseite von Selbsthilfe Bern finden Sie hier >>>


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    34 min
  • #46 Woran erkennt man gute Chirurgie?
    Gute Chirurgie erkennen: Was Patient:innen wirklich hilftIn dieser Folge des Thorax-Schweiz Podcasts sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj zum zweiten Mal mit Prof. Dr. med. Valentin Neuhaus, Leitender Arzt an der Klinik für Traumatologie des UniversitätsSpitals Zürich (USZ). Nach der gemeinsamen Episode über AQC-Daten und transparente Klinikvergleiche geht es diesmal um die ganz praktische Patientenfrage: „Woran erkenne ich eine gute Chirurgin oder einen guten Chirurgen?“Prof. Neuhaus macht klar: Qualität ist mehrdimensional. Fallzahlen, Fachgesellschaften und Zertifikate sind hilfreich, aber niemals allein entscheidend. Genauso wichtig sind Teamleistung (Schockraum, Anästhesie, Radiologie, OP-Pflege), strukturierte Abläufe und eine Kultur des ehrlichen Lernens – inklusive Simulation und Crew-Resource-Management. Gerade bei komplexen Situationen zeigt sich Qualität daran, wie ruhig, koordiniert und interprofessionell gearbeitet wird.Patient:innen wünschen Sicherheit vor einer OP: Zählen Fallzahlen? Zertifikate? Social-Media-Präsenz? Wie wichtig sind Softskills, Teamwork im Schockraum, ehrliche Kommunikation bei Komplikationen? Prof. Neuhaus ordnet ein – präzise, praxisnah und patientenzentriert.
    Kapitel & Inhalte

    00:00 – Intro & Thema
    Warum die Frage „Woran erkenne ich eine gute Chirurgin/einen guten Chirurgen?“ jede:n betrifft – und weshalb wir sie an Prof. Neuhaus richten.01:27 – Vorstellung Prof. Neuhaus
    Rolle am USZ, Teamstruktur (Chef, Leitende, Ober- & Assistenzärzt:innen), Schockraummanagement & Schwerverletzten-Versorgung.02:38 – Ausbildung & Ausland
    Stationen (u. a. Samedan, Limmattal, USZ), Forschung Mass General Hospital, Boston, Klinikjahr Groote Schuur Hospital, Kapstadt. Was internationale Erfahrung wirklich bringt.03:47 – „Was macht gute Chirurgie aus?“
    Summe vieler Faktoren: fachliche Exzellenz, stetige Fortbildung, manuelles Talent, Ruhe & Führung, Empathie, Teamfähigkeit – plus ehrliches Selbst-Monitoring (eigene Zahlen, Komplikationsanalysen).06:05 – Rückbezug Folge #35 (AQC-Daten)
    Transparenz, Benchmarking & Qualitätsentwicklung – warum Zahlen helfen, aber nicht alles sind.06:56 – Fallzahlen, Titel, Gesellschaften
    Fallzahlen ≠ automatisch Qualität; Spezialisierung & Fachgesellschaften sind hilfreich, aber kein alleiniger Qualitätsbeweis. Präsenz auf Social Media ist kein Qualitätsmerkmal.09:16 – Prägung durch Mentoren
    Vorbildfunktion, Kultur im Team, Details („schöne Verbände“) und wie menschliche Zuwendung auf Visite Professionalität ergänzt.10:48 – Teamsport Chirurgie
    Von Zehennagel bis Polytrauma: je komplexer der Fall, desto entscheidender das interprofessionelle Team (Anästhesie, Radiologie, OP-Pflege, Neurochirurgie, Lagerungsteam etc.) und Simulation/CRM gegen Kommunikationsfehler.14:27 – Was ist der Schockraum?
    Definition, interdisziplinäres Vorgehen, Nähe zu Diagnostik/OP als Zeitvorteil.15:38 – Kommunikation, Zuhören, Sorgen ernst nehmen
    „Gut erklären“ ist nicht genug – zuhören, wiederholen, schriftlich mitgeben. Patient:innen sollen mehrfach nachfragen.18:45 – Vertrauen & Softskills
    Empathie beeinflusst Zufriedenheit und oft auch Outcome-Wahrnehmung. Unterschiedliche Profile: handwerklich top vs. kommunikativ stark – Ideal ist beides.22:00 – Zertifikate & Standards
    Positiv, weil sie Prozesse strukturieren und Vergleiche erlauben – dennoch immer Kontext beachten (Patientenkollektive, Case-Mix).23:49 – Neue Techniken (minimalinvasiv, robotisch)
    „Neu“ ≠ automatisch „besser“. Verantwortung der Chirurg:innen: kritisch evaluieren, sinnvoll übernehmen, transparent beraten.25:10 – Zweitmeinung
    Oft nicht nötig, aber sinnvoll bei komplexen Verläufen, Unsicherheit oder divergierenden Strategien. Gute Zweitmeinung erweitert Perspektiven – und kann sogar die Primärstrategie schärfen.28:28 – Umgang mit Komplikationen
    Fachliche Analyse + offene, ehrliche Kommunikation mit Patient:innen und Angehörigen – das entlastet beide Seiten und erhält Vertrauensbasis.31:20 – Wissenschaft & Qualität
    Studien, Kongresse, eigene Outcomes präsentieren: wichtig fürs Lernen & Vergleichen – egal ob national oder international.32:45 – 2 praktische Patiententipps
    (1) Wohlfühl-Check: Stimmt die Chemie? (2) Referenzen einholen: Pflege/Personal & andere Patient:innen sind oft die besten Quellen. Internet-Ruhm ist kein Ersatz.34:10 – Outro & Community
    Danke, Abo & Bewertung auf Apple/Spotify, Hinweis auf Video- und Podcast-Bibliothek von Thorax Schweiz.
    Key-Takeaways
    • Qualität = Summe aus Können, Erfahrung, Team, Standards, Selbstkritik & Empathie.
    • Fallzahlen/Zertifikate helfen, sind aber nicht allein entscheidend.
    • Team & Struktur (Schockraum, CRM, Simulation) sind bei komplexen Fällen erfolgskritisch.
    • Transparenz bei Komplikationen baut Vertrauen – Ehrlichkeit schlägt Ausreden.
    • Patiententipps: (1) Bauchgefühl/Beziehung, (2) Referenzen vom Team/anderen Patient:innen, (3) bei Unsicherheit: qualifizierte Zweitmeinung.
    Mini-Checkliste für Patient:innen vor der OP
    1. Bauchgefühl: Fühle ich mich gesehen, verstanden, gut beraten?
    2. Erklärung & Optionen: Habe ich die Risiken/Alternativen wirklich verstanden?
    3. Referenzen: Was sagt das Pflege-/OP-Team über die/den Operateur:in?
    4. Transparenz: Wie spricht man über Komplikationen und Nachsorge?
    5. Struktur: Gibt es klare Abläufe, Standards, Qualitätsnachweise (z. B. Zertifikate) – mit realistischem Kontext?
    Die Kontaktinformationen von Prof. Dr. med. Valentin Neuhaus finden Sie hier >>>
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    37 min
  • #45 Was passiert, wenn jede Minute zählt?
    Hinter den Kulissen der Notfallmedizin – Einblicke aus der Hirslanden Klinik Zürich
    Im Thorax-Schweiz-Podcast sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit zwei Experten
    der Akutmedizin:
    KD Dr. med. Abraham Licht, Chefarzt des Notfallzentrums der Hirslanden Klinik Zürich, und Dr. med. Christian Gmür, sein stellvertretender Chefarzt.
    Gemeinsam leiten sie eines der modernsten Notfallzentren der Schweiz – mitten im medizinischen Campus Zürich, umgeben von Kinderspital, Radiologie und Spezialkliniken.

    Ort: Hirslanden Klinik Zürich
    Unsere Gäste:
    • KD Dr. med. Abraham Licht, Chefarzt Notfallzentrum Hirslanden Zürich
    • Dr. med. Christian Gmür, stv. Chefarzt Notfallzentrum Hirslanden Zürich
      Hosts: Dr. med. Roland Kuster & Tariq Abu-Naaj
    In dieser Folge öffnen wir die Türen des Notfallzentrums der Hirslanden Klinik Zürich. Die beiden erfahrenen Intensiv- und Notfallmediziner Dr. Abraham Licht und Dr. Christian Gmür gewähren seltene Einblicke in die Abläufe, Herausforderungen und Strukturen eines der modernsten Notfallzentren der Schweiz.
    Wie wird entschieden, wer zuerst behandelt wird? Welche Rolle spielt der Versicherungsstatus? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Stroke-Center, Radiologie und Rettungsdiensten? Und warum ist gute Vorbereitung so entscheidend?

    Kapitelmarken:
    00:00 – Begrüssung & Vorstellung der Gäste
    01:50 – Werdegang & Motivation von Dr. Licht und Dr. Gmür
    03:45 – Welche Notfälle werden behandelt?
    06:00 – Stroke-Center, Polytrauma und Spezialisierungen
    07:45 – Leistungsangebot & typische Patienten
    09:00 – Infrastruktur & medizinischer Campus Zürich
    10:20 – Telemedizin & warum Berührung unersetzlich bleibt
    11:30 – Versicherungsklasse & Chancengleichheit im Notfall
    13:30 – Ausstattung & neue Räumlichkeiten
    15:20 – Radiologie & technische Infrastruktur
    16:30 – Verhalten im Notfall: Was sollten Patient:innen wissen?
    18:45 – Warum Wartezeiten normal sind
    19:30 – Triage-System und Dringlichkeitseinstufung
    21:00 – Digitale Patientendaten & elektronische Dossiers
    23:00 – Apple Health, Datenschutz & Informationswege
    25:50 – Umgang mit nicht akuten Fällen
    29:50 – Kinder im Notfallzentrum
    32:00 – Effizienz, Sicherheit & Lernsystem Notfall
    34:20 – Abschliessende Gedanken der Gäste

    „Pack-Liste“ für den Notfall (wenn Zeit bleibt)
    • Medikamentenliste & Allergien
    • Letzte Arztbriefe/Befunde (Labor, Bildgebung)
    • Implantat-/Geräteausweise (z. B. CPAP)
    • Patientenverfügung / Notfalldokumente
    • Brille/Hörgerät/Ladegerät fürs Telefon

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    35 min
  • #44 Pflege mit Weitblick
    Ort & Kontext: Wir sind zu Gast im Salem-Spital in Bern (Hirslanden Bern). Frau Anita Schild, Pflegeexpertin (CNS) und Leitung Pflegeentwicklung, gibt tiefe Einblicke in die Pflege bei pneumologischen und thoraxchirurgischen Patient:innen – von Inhalation und NIV bis zu interprofessioneller Zusammenarbeit, Ausbildungspfaden (APN/CNS/NP) und den Herausforderungen durch Demografie und Fachkräftemangel. Gemeinsam mit unseren Hosts Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj sprechen wir darüber, wie Pflege in kritischen Situationen Ruhe, Struktur und Sicherheit gibt, welche Kompetenzen heute gefragt sind und wo die Zukunft der Pflege liegt. Zum Schluss der Hinweis: Auf dem Thorax-Schweiz YouTube-Kanal gibt es das Gespräch mit Prof. Dr. Gregor Kocher und einem Patienten zur minimalinvasiven Entfernung eines Pancoast-Tumors – unbedingt reinschauen.
    Kapitelmarken:
    00:00 – Begrüssung aus dem Salem-Spital Bern & Vorstellung der Folge
    01:10 – Wer ist Anita Schild? Werdegang, Rolle CNS, Hirslanden Bern
    04:20 – Besonderheiten der Pflege in Pneumologie & Thoraxchirurgie
    08:05 – Inhalation, Sauerstoff, NIV & Schlafapnoe: Was die Station leistet
    12:40 – Stationär–ambulant: Zusammenarbeit & Potenziale mit Lungenzentrum/Lungenliga
    16:45 – Langzeitsauerstofftherapie, NIV: Rolle der Pflege bei Atemnot & Monitoring
    22:30 – Berufsrollen erklärt: APN, CNS vs. NP (Ausbildung & Kompetenzen)
    28:10 – Interprofessionelle Zusammenarbeit auf Schwerpunktstationen
    33:00 – Alltag & Herausforderungen: Belegarztsystem, Demografie, Fachkräftemangel
    38:15 – Blick nach vorn: Wo Pflege wachsen kann – ambulant, koordiniert, patientennah
    42:30 – Outro & YouTube-Tipp (Prof. Kocher: minimalinvasive Robotische Pancoast-Tumor OP

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    37 min
  • #43 Die Zukunft der Lungenkrebs-Chirurgie
    Anatomie trifft Innovation
    Warum robotische Lungenchirurgie mehr ist als Technik
    – ein Gespräch über Verantwortung und Fortschritt


    Hosts: Dr. med. Roland Kuster & Tariq Abu-Naaj

    Gast: Prof. Dr. med. Joachim Schmidt – Leiter Lungenkrebszentrum Bonn/Rhein-Sieg · Chefarzt Thoraxchirurgie Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg · Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum BonnOrt der Aufnahme: Bonn Surgical Technology Center (BOSTER), Bonn – Deutschland

    Diese Folge ist in mehrfacher Hinsicht besonders: Zum einen sind wir in Bonn zu Gast – im Bonn Surgical Technology Center (BOSTER) – und kommen damit dem Wunsch unserer Community nach, herausragende Expertinnen und Experten ausserhalb der Schweiz sichtbar zu machen. Zum anderen widmen wir uns einem Thema, das die moderne Thoraxchirurgie grundlegend prägt: der anatomischen Lungenresektion. Gemeinsam mit Prof. Dr. med. Joachim Schmidt sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj über das Zusammenspiel aus chirurgischer Präzision, interdisziplinärer Zusammenarbeit und High‑Tech im OP.

    Prof. Schmidt leitet das Lungenkrebszentrum Bonn/Rhein‑Sieg und verantwortet als Chefarzt am Helios Klinikum Bonn/Rhein‑Sieg sowie als Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Bonn eines der leistungsstärksten Netzwerke für die Behandlung von Lungenkrebs in Deutschland. Er erklärt, warum die anatomische Lungenresektion der Goldstandard bleibt, wie Segmentresektionen Lungenfunktion erhalten, weshalb die vollständige Lymphknoten‑Abklärung therapeutisch wegweisend ist und in welchen Situationen minimalinvasive, robotisch‑assistierte oder offene Verfahren jeweils die beste Wahl darstellen.

    Darüber hinaus erhalten Sie Einblicke in die Forschung am BOSTER: von präoperativer Simulation über Mixed Reality bis hin zu KI‑gestützter Entscheidungsunterstützung. Die zentrale Botschaft zieht sich durch die gesamte Episode: Technologie ist Mittel zum Zweck – im Zentrum steht der Mensch. Ziel ist stets die bestmögliche onkologische Radikalität bei maximalem Erhalt von Lungengewebe, kurzer Rekonvaleszenz und hoher Sicherheit.

    Kurzbeschreibung

    Anatomische Lungenresektion, robotische Präzisionschirurgie und der OP der Zukunft – Prof. Dr. med. Joachim Schmidt spricht mit Dr. Roland Kuster und Tariq Abu‑Naaj über Standards, Innovation und Verantwortung in der modernen Thoraxchirurgie. 🫁✨

    Kapitelübersicht (mit Zeitstempeln)

    - 00:18 – Begrüssung & Thema: Anatomische Lungenresektion

    - 00:39 – Podcast aus Bonn (BOSTER) – Start der Deutschland-Serie

    - 02:05 – Vorstellung Prof. Dr. Joachim Schmidt & Aufbau des Lungenkrebszentrums Bonn/Rhein‑Sieg

    - 03:36 – Kooperation von vier Kliniken & Tumorboard-Struktur

    - 05:25 – Ziel: Gleich hohe Qualität – unabhängig vom Standort

    - 07:48 – Werdegang & Ausbildung – von Bonn über die USA nach Münster

    - 12:58 – Zentralisierung hochspezialisierter Medizin – Warum Erfahrung zählt

    - 18:27 – Anatomische Lungenresektion – Grundprinzip & Ziel

    - 25:03 – Segmentresektion – Gewebeschonung & Funktionserhalt

    - 29:27 – Bedeutung der Lymphknoten – Diagnose und Therapieentscheidung

    - 35:38 – Nicht‑anatomische Resektionen – wann sie sinnvoll sind

    - 38:02 – Minimalinvasiv, offen oder robotisch? – Methoden im Vergleich

    - 44:35 – Robotik – Telemanipulation, nicht Autopilot

    - 49:39 – Forschung im BOSTER – KI & Mixed Reality im OP

    - 54:52 – Wann offen operieren sinnvoll bleibt

    - 58:25 – Komplikationen nach Lungenresektion – Erfahrung zählt

    - 1:03:55 – Kosten vs. Patientennutzen – Warum Innovation sich lohnt

    - 1:08:15 – Abschluss & Dank an Prof. Schmidt

    Take-aways

    - Anatomische Lungenresektionen sind der Goldstandard der onkologischen Thoraxchirurgie.

    - Zentrumsstrukturen und Tumorboards sichern Qualität durch interdisziplinäre Expertise.

    - Segmentresektionen erhalten Lungenfunktion – bei onkologisch gleicher Sicherheit (richtige Indikation vorausgesetzt).

    - Robotische Systeme erhöhen Präzision, reduzieren Schmerzen und beschleunigen die Genesung.

    - Erfahrung des gesamten Teams ist entscheidend für die Komplikationsbeherrschung.

    - Simulation, Mixed Reality & KI werden OP‑Abläufe künftig weiter präzisieren.

    Die Kontaktinformationen zu unserem Gesprächspartner Prof. Dr. med. Joachim Schmidt
    finden Sie hier >>>


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    1 hr 10 min
  • #42 Ruhe, Tee – oder Arztbesuch?
    Viele Menschen fragen sich in der Erkältungszeit: Ist das noch eine banale Erkältung – oder steckt mehr dahinter? Im Thorax-Schweiz Podcast sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit Priv.-Doz. Dr. med. Selcuk Tasci (Helios Klinikum Bonn-Rhein-Sieg) über sichere Unterscheidung, wirksame Prävention und den richtigen Zeitpunkt für ärztliche Abklärung.

    Hosts: Dr. med. Roland Kuster & Tariq Abu-Naaj
    Gast: Priv.-Doz. Dr. med. Selcuk Tasci, Chefarzt Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Helios Klinikum Bonn-Rhein-Sieg & Helios Klinikum Siegburg
    Ort: Helios Klinikum Bonn-Rhein-Sieg (Teil unserer kleinen Deutschland-Serie)
    Erkältung oder doch mehr? Gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. med. Selcuk Tasci klären wir, wann eine banale Erkältung harmlos ist, welche Warnzeichen auf Komplikationen hindeuten und wie besonders gefährdete Menschen sich effektiv schützen können – von Hausmitteln über Masken bis zu Impfungen. 🫁💡
    Kapitelübersicht
    • 00:00 – Begrüssung in Bonn & Kontext Deutschland-Serie
    • 00:34 – Warm-up 
    • 02:08 – Vorstellung: Priv.-Doz. Dr. med. Selcuk Tasci
    • 03:07 – Weg in die Pneumologie & Bezug zur Schweiz (KSSG St. Gallen)
    • 04:35 – Warum heisst es «Erkältungskrankheit»? Was passiert im Körper?
    • 05:24 – Erkältung vs. Grippe vs. COVID: Symptome sauber unterscheiden
    • 07:00 – Muss ich mit Erkältung zum Arzt?
    • 07:52 – Was hilft wirklich? Hausmittel, Medikamente, Ruhe
    • 08:03–09:12 – Warum Antibiotika bei Viren nicht wirken
    • 09:48–09:52 – Daheim bleiben? Rücksicht, Ansteckung, Schule/Kita
    • 10:38 – Wer ist besonders gefährdet? Chronische Erkrankungen & Alter
    • 11:36 – Prävention im Alltag: Menschenmengen, Karneval & Masken
    • 13:19–14:07 – FFP2-Masken: Wie gut schützen sie wirklich?
    • 15:25 – Impfungen: Grippe, COVID, RSV – für wen sinnvoll?
    • 16:05–17:20 – Lungenentzündung (Pneumonie): Entstehung & Warnzeichen
    • 17:43–18:52 – Genesung: Wie lange dauert das? Antibiotikadauer heute
    • 19:44–20:28 – Lunge stärken: Rauchstopp & alltagsnahe Bewegung
    • 20:28+ – Outro & Call-to-Action
    Take-aways
    • Erkältung sitzt meist im Nasen-Rachen-Raum; Grippe macht «richtig krank» (hohe Temp., Glieder-/Kopfschmerzen).
    • Antibiotika helfen nicht gegen Viren.
    • Rücksicht: lieber zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken.
    • Risikogruppen (≥60, chronische Erkrankungen) sollten Menschenmengen meiden, FFP2 nutzen und Impfungenerwägen.
    • Warnzeichen für Pneumonie: anhaltendes Fieber >5–7 Tage, eitriger Auswurf, Luftnot, rasche Verschlechterung.
    • Rekonvaleszenz: sehr individuell; heute oft kürzere Antibiotikatherapien.
    • Lungenfitness: Rauchstopp, regelmässige, leichte Ausdauer-Aktivität.
    Die Kontaktinformationen zu unserem Gast finden Sie hier >>>

    PD Dr. med. Tasci ist aber auch im Helios Klinikum Siegburg tätig.
    Diese Kontaktinformationen finden Sie hier >>>
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    22 min
  • #41 Krebs verstehen – Wege, die Mut machen
    🎧 Thorax Schweiz Podcast 
    Moderne Onkologie – Hoffnung durch Fortschritt und Zusammenarbeit 
    Gast: Prof. Dr. med. Yon-Dschun Ko, Leiter des Onkologischen Zentrums Bonn/Rhein-Sieg 
    Hosts: Dr. med. Roland Kuster & Tariq Abu-Naaj 
    Länge: ca. 25 Minuten 

    💬 Über diese Folge  
    Krebs – für viele ein Wort, das Angst macht. Doch die moderne Onkologie hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. 
    In dieser bewegenden und gleichzeitig aufklärenden Podcast-Folge sprechen Dr. med. Roland Kuster und Tariq Abu-Naaj mit Prof. Dr. med. Yon-Dschun Ko, einem der erfahrensten Onkologen Deutschlands.

    Seit über 30 Jahren begleitet Prof. Ko Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg durch Diagnose, Therapie und Nachsorge – mit einer Mischung aus medizinischer Exzellenz und tiefem menschlichem Verständnis.
    Er erklärt, wie die Onkologie heute funktioniert, was Patient:innen bei einer Krebsdiagnose erwartet und warum Teamarbeit im sogenannten Tumorboard überlebenswichtig sein kann. 

    Diese Folge richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle, die verstehen möchten, wie moderne Krebsmedizin Hoffnung schenkt. 💙 

    🕒 Kapitelübersicht 
    00:00 – Begrüssung & Vorstellung 
    01:58 – Wie wird man Onkologe? 
    03:34 – Wann man zur Onkologin oder zum Onkologen gehen sollte 
    05:03 – Das erste Gespräch 
    06:39 – Häufige Krebserkrankungen & Therapieziele 
    07:33 – Warum Geduld wichtig ist 
    08:21 – Die richtigen Fragen stellen 
    09:23 – Das Tumorboard erklärt 
    12:18 – Genetische Diagnostik 
    14:33 – Systemtherapie statt Chemotherapie
    15:29 – Begleitung & Nebenwirkungen 
    17:37 – Medizinische Fortschritte 
    20:17 – Der Blick in die Zukunft 

    💡 Zentrale Erkenntnisse 
    - Krebsbehandlung ist heute Teamarbeit 
    - Genetische Tests ermöglichen personalisierte Therapien 
    - Zertifizierte Krebszentren erhöhen Heilungschancen 
    - Emotionale Unterstützung ist essenziell
    - „Wir können nicht alle heilen – aber alle unterstützen.“ 💙 

    🩺 Über den Gast 
    Prof. Dr. med. Yon-Dschun Ko ist Leiter des Onkologischen Zentrums Bonn/Rhein-Sieg und seit über 30 Jahren in der Krebsmedizin tätig. 
    Er steht für einen Ansatz, der Hightech-Medizin und Menschlichkeit verbindet.

    Sie suchen den Kontakt zu Prof. Dr. med. Ko ?
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    Ziel des von "Thorax-Schweiz" ist es, Hoffnung zu vermitteln und Chancen bei schwierigen Diagnosen aufzuzeigen. Dazu betrachten wir das Thema Thoraxerkrankungen aus einer ganzheitlichen Perspektive.

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    24 min
  • #40 Nicht der Regen – der Regenschirm
    Gut leben – trotz schwerer Krankheit
    Wie Palliative Care Symptome lindert, Entscheidungen klärt und Familien entlastet

    Palliative Care wird häufig mit dem Lebensende gleichgesetzt – und genau dieses Missverständnis räumen wir in dieser Episode einfühlsam auf. Gemeinsam mit Frau Dr. med. Gabriela Popescu sprechen wir darüber, wie palliative Betreuung bereits früh im Krankheitsverlauf wirksam wird: Sie lindert belastende Symptome wie Schmerz, Atemnot, Übelkeit und Erschöpfung, schafft Ruhe und Struktur in komplexen Situationen und schenkt Patient:innen wie Angehörigen spürbare Entlastung. Im Zentrum steht das SENS‑Modell: Symptomkontrolle, Entscheidungsfindung, Netzwerk und Sorge um Angehörige. Frau Dr. Popescu erklärt, warum multiprofessionelle Teamarbeit – von Pflege, Medizin, Psychoonkologie, Ernährungsberatung bis Seelsorge – so entscheidend ist, und wie die WHO‑Definition von Palliative Care den Fokus auf Lebensqualität, Würde und Selbstbestimmung legt. Wir sprechen über den Begriff „Total Pain“ (körperlich, psychisch, sozial, spirituell), über „Red Flags“ als Frühwarnzeichen und über die oft unterschätzte Kraft von Zeit und Zuhören. Ein besonderes Anliegen: Der Eintritt auf eine Palliativstation bedeutet nicht aufgeben, sondern Stabilisierung – oft mit dem Ziel, wieder nach Hause zurückzukehren. Diese Folge richtet sich an Betroffene, Angehörige und Fachpersonen, die Palliative Care realistisch, hoffnungsvoll und praxisnah verstehen möchten.

     

    Kapitelmarken

    00:00 – Intro & Begrüssung – Warum Palliative Care alle etwas angeht

    01:02 – Hallo & Willkommen

    01:06 – Bitte stellen Sie sich vor

    01:11 – Werdegang & Motivation – Von Rumänien über UK & CH zur Palliativmedizin

    02:24 – Heute: Stationär & ambulant vernetzt – Tumorzentrum Aarau, Spitex, Hausärzte

    02:56 – Was bedeutet Palliative Care?

    03:02 – WHO‑Definition & Ethos „schützend wie ein Mantel“

    04:49 – Ziel: Leiden lindern, Lebensqualität stärken

    05:52 – Ziele vs. kurative Medizin

    06:21 – Schwerpunkt Lebensqualität

    07:44 – Vier Dimensionen des Leidens

    07:55 – „Total Pain“ & warum Teamarbeit zählt

    10:10 – SENS‑Modell im Alltag (Symptome, Entscheidungen, Netzwerk, Angehörige)

    12:28 – Multiprofessionell vor Ort: Pflege, Ernährung, Psychoonkologie, Seelsorge

    13:35 – Eintritt Palliativstation: Was ändert sich?

    14:05 – Mehr Ruhe, Sicherheit, Zeit & Würde

    15:37 – Stabilisieren, nach Hause gehen, Kräfte sammeln

    17:47 – Frühzeitige Anbindung: Wie gelingt sie?

    18:01 – Sensibilisierung & „Überraschungsfrage“

    21:21 – Vernetzung im Kanton & kontinuierliche Lehre

    22:07 – Ist Palliativ gleich Lebensende? – Missverständnisse

    22:23 – „Nicht der Regen, sondern der Regenschirm“

    24:43 – Emotionale Belastungen für Fachpersonen

    25:06 – Grenzen des Machbaren & Teamkultur

    27:51 – Nähe & professionelle Distanz

    28:28 – Palliativ nur bei Metastasen? – Klärung

    28:40 – Auch Herz-, Lungen-, Nieren-, neurologische Erkrankungen

    30:19 – Wer braucht spezialisierte Palliative Care? (~20 %)

    31:29 – Früh beginnen statt zu spät

    31:47 – „Red Flags“ – Warnzeichen erkennen

    32:06 – Akute/chronische Verschlechterung, Entscheidungsnöte, Drehtür‑Spital

    34:35 – Notfälle vermeiden, Strukturen stärken

    36:10 – Existenzielle Krisen & Ernährungsfragen

    37:08 – Schulungen & schnelle, empathische Reaktion

    38:43 – Persönliches Geschenk der Arbeit

    39:08 – Würde, Demut & Dankbarkeit

    40:38 – Dank & Ausblick

    41:39 – Das letzte Wort an Frau Dr. Popescu

    41:49 – Mutmachender Schlussgruß

    Alle Kontaktinformationen von Frau Dr. med. Gabriela Popescu finden Sie hier >>>

    Hier geht es zur Webseite von palliative.ch, die Frau Dr. med. Popescu im Gespräch erwähnt >>>


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    41 min
  • #39 Die unsichtbare Medizin
    Pathologie verstehen – die unsichtbare Kraft hinter jeder Diagnose

    Gast: Dr. med. Milo Horcic, Facharzt für Pathologie und Inhaber des Instituts für histologische und zytologische Diagnostik AG in Aarau. Seit über 20 Jahren widmet er sich der feingeweblichen und zellulären Diagnostik. Nach Stationen in Basel, Liestal und dem Kantonsspital Baden leitet er seit 2016 sein eigenes Institut, das täglich Proben aus Spitälern und Praxen auswertet – für sichere Diagnosen und individuell abgestimmte Therapien.

    Die Webseite des Institutes für histologische und zytologische Diagnostik AG in Aarau
    finden Sie hier >>>

    Hosts: Dr. med. Roland Kuster & Tariq Abu-Naaj

    Thema: Pathologie – ein Fachgebiet, das oft mit dem Tod verbunden wird, tatsächlich aber entscheidend ist, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. In dieser Episode sprechen wir mit Dr. Horcic über die unverzichtbare Rolle der Pathologie in der modernen Medizin – besonders bei Lungenkrebs.

    Darüber sprechen wir:
    • Warum Pathologie weit mehr ist als Obduktion – und täglich Leben rettet.
    • Wie Gewebe- und Zellproben zur exakten Diagnose führen.
    • Was ein Schnellschnitt ist – und warum Patholog:innen mitten in einer Operation entscheidende Antworten liefern.
    • Wie Pathologie und Thoraxchirurgie in Tumorboards zusammenarbeiten, um die beste Therapie für Patient:innen zu finden.
    • Wie genetische Analysen heute personalisierte Krebstherapien ermöglichen.
    • Warum Gutartigkeit häufiger ist, als viele denken – und wann eine Zweitmeinung sinnvoll ist.
    • Welche Fortschritte die moderne Pathologie bei der Lungenkrebsdiagnostik gebracht hat.
    • Welche Rolle künstliche Intelligenz künftig spielen könnte – und warum Erfahrung unersetzbar bleibt.
    • Was Patient:innen wissen sollten, wenn ihre Probe in die Pathologie geschickt wird: Geduld, Vertrauen und Hoffnung.

    Zitat aus der Folge:
    „Die Pathologie hat wenig mit dem Tod zu tun – sie ist ein zentraler Teil der Heilung.“

    Für wen ist die Folge?
    Für Patient:innen, Angehörige und Interessierte, die verstehen möchten, was hinter einer Diagnose steckt – und warum Patholog:innen unverzichtbare Partner auf dem Weg zur richtigen Therapie sind.
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    25 min
  • #38 Patientensicherheit beginnt im Team
    Patientensicherheit beginnt im Team – Konstantinos Kalaitzis über Kultur, Kennzahlen und gelebte Praxis

    Zu Gast: Konstantinos Kalaitzis, Leiter Pflege, Klinik Hirslanden Zürich. Neun Jahre Führungserfahrung in Schweizer Akutspitälern (u. a. USZ, GZO Wetzikon, Privatklinik Lindberg, Kantonsspital Baden). Aufbau und Leitung grosser Teams, Standardisierung klinischer Prozesse, Lean-Optimierungen, Neubau-/Implementierungsprojekte (Endoskopiezentrum, Wundzentrum), Führungszirkel- und Kaderentwicklung. Diplomierter Pflegefachmann mit Zusatzdiplom Intensivmedizin (Inselspital Bern), MAS Leadership, CAS Lean Health Care Leadership.

    Hosts: Dr. med. Roland Kuster & Tariq Abu-Naaj (Thorax Schweiz Podcast)

    Thema: Wie eine starke Sicherheitskultur, klare Standards und moderne Tools Patientensicherheit im Klinikalltag messbar verbessern – und wie Führung, Pflege-Teams und Patient:innen gemeinsam dazu beitragen.

    Darüber sprechen wir:
    • Die drei Säulen der Patientensicherheit: 1) gelebte Sicherheitskultur & kontinuierliches Lernen, 2) klare Prozesse/Protokolle (Checklisten, SOPs, Konzepte) – einheitlich nach Lean-Prinzipien, 3) moderne Technologien zur Früherkennung & Risikominimierung.
    • Zwischenfallmanagement mit TPSC: einfache Meldung, transparente Analyse, Muster erkennen, proaktive Massnahmen, Rückmeldung an Teams – hohe Akzeptanz.
    • Kultur & Führung: No-Blame-Kultur, Vorbildfunktion, regelmäßige Schulungen, frühe Einbindung der Mitarbeitenden, TeamVoice-Formate, wöchentliche Stationspräsenz.
    • Kennzahlen & Benchmarks: Zwischenfälle, Stürze, Dekubitus u. a.; Trenderkennung, Vergleich innerhalb der 17 Hirslanden Kliniken, Lernen im Netzwerk.
    • Konsequente Umsetzung: interne & externe Audits, Stichproben, Schulungen, „Warum“-Kommunikation für hohe Akzeptanz.
    • Herausforderungen bei neuen Massnahmen: Umgang mit Unsicherheiten, Pilotierung, schrittweise Skalierung, transparente Kommunikation.
    • Konkretes Beispiel Medikation: Vier-Augen-Prinzip neu organisiert → Fehlerquote drastisch reduziert; Erkenntnisse zu Dienstzeiten & Störquellen (Telefon), unabhängige Richtperson.
    • Hygiene als Fundament (bes. Intensivpflege): Händehygiene, sterile Materialien, konsequente Schulung → unmittelbarer Einfluss auf Outcomes.
    • Digital & Zukunft: digitale Checklisten (mit verbindlicher Signatur), Beekeeper für SOP-Updates, KI-Frühwarnsysteme, automatisierte Medikationskontrollen, smarte Monitoring-Lösungen – Technik + Training als Erfolgsduo.
    • Rolle von Patient:innen & Angehörigen: frühzeitige, offene Kommunikation, Einbindung, Rückmeldungen ermöglichen → Missverständnisse vermeiden, Vertrauen stärken.

    Zitat des Gasts: „Patientensicherheit ist keine Option – sie ist unsere Verantwortung.“

    Für wen ist die Folge? Pflegefachpersonen, Ärzt:innen, QM-Verantwortliche, Klinikmanagement – und Patient:innen, die wissen wollen, wie Sicherheit im Krankenhaus konkret gelebt wird.


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    21 min

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